Buga in Erfurt geschlossen Tief "Eugen" sorgt für stürmisches Wetter

Tiefdruckgebiet "Eugen" hat Deutschland am Dienstag kräftig durchgeschüttelt. Kräne und Bäume stürzten, andere Gegenstände wirbelten umher. In Erfurt blieben Buga und Zoo zu. In den kommenden Tagen bleibt es windig.

Eine Windböe wirbelt die Haare einer Frau auf dem Eisernen Steg durcheinander. Sturmtief «Luis» ist mit Regen, starkem Wind und Gewitter auf Hessen getroffen.
Auch im Tiefland kann der Sturm Auswirkungen haben. Bildrechte: dpa

Tief "Eugen" hat mit heftigen Sturmböen am Dienstag teils gefährliche Schäden in Deutschland verursacht. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen meldete die Polizei Zwischenfälle. Ein umgewehter Baum traf auf einer Landstraße das Auto eines 23-Jährigen aus Wiehl. Der eingeklemmte Mann musste von der Feuerwehr befreit werden. Er kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, wie die Kreispolizei berichtete.

In Bad Oeynhausen wurden die Zelte eines Corona-Drive-in-Testzentrums laut Polizei aus den Ankern gerissen. Auch Bauzäune und ein mobiles Klo wurden umhergewirbelt.

In Baden-Württemberg brachten die Windböen einen Maibaum zu Fall. Der Polizei zufolge stürzte der Baum in eine Bushaltebucht in Weinstadt und beschädigte ein geparktes Auto. Menschen hielten sich zu dem Zeitpunkt nicht dort auf.

Gewittersturm im Norden

In Kiel warf ein heftiger Gewittersturm einen Baukran um. Verletzt wurde bei dem Unglück am Dienstagnachmittag niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Kran stürzte auf ein Gebäude. Auch in Hamburg musste die Feuerwehr wegen des Sturms zu vielen Einsätzen ausrücken.

In Mitteldeutschland war es ebenfalls stürmisch. Die Bundesgartenschau in Erfurt blieb am Dienstag wegen einer Sturmwarnung geschlossen. Auf der Internetseite der Buga hieß es, alle Buga-Gelände blieben aus Sicherheitsgründen zu. Ungenutzte Tageskarten können nach Angaben einer Sprecherin an jedem beliebigen anderen Tag eingesetzt werden. Auch der Zoopark Erfurt öffnete wegen der Sturmwarnung nicht.

Umgestürzte Bäume in Thüringen

In Eisenach und in Leutenberg (Saalfeld-Rudolstadt) stürzten Bäume um, Straßen wurden blockiert. Bei Kranichfeld wurde ein geparktes Auto durch einen umgestürzten Baum stark beschädigt.

Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt wehten teils schwere Sturmböen. Auf dem Brocken gab es sogar Wind in Orkanstärke von 139 Kilometern pro Stunde.

Auch am Mittwoch bleibt es den Meteorologen zufolge noch stürmisch. Zum Muttertagswochenende soll es aber wärmer werden. MDR-Meteorologe Jörg Heidermann mit den Details:

Quelle: MDR/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 04. Mai 2021 | 10:00 Uhr

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