Coronavirus-Pandemie Ticker: Weltweite Covid-19-Fälle um sieben Prozent zugenommen

Die WHO verzeichnet einen neuen Trend bei den Neuinfektionen: Nach zuletzt sechs Wochen sinkender Zahlen, wurden nun sieben Prozent mehr Covid-19-Fälle gemeldet. Nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel sind mittlerweile 50 Prozent der Neuinfektionen in Deutschland auf Virus-Mutationen zurückzuführen. Bund und Länder beraten morgen erneut über den Lockdown. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Ticker.

Unser Ticker am Dienstag, 2. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:25 Uhr | Wissenschaftler für 8,5 Millionen Corona-Tests täglich

In Deutschland sollten pro Tag mindestens 8,5 Millionen Corona-Tests stattfinden. Dafür haben sich drei Wissenschaftler aus Epidemiologie, Informationstechnologie und Wirtschaftsforschung ausgesprochen. Eine massive Ausweitung kostenloser oder günstiger Tests könnte nach ihrer Überzeugung den Lockdown überflüssig machen und eine dritte Infektionswelle verhindern.

Beim Testen müsse Deutschland schnellstens wenigstens auf das Niveau Dänemarks kommen, forderte unter anderem der Wuppertaler Wirtschaftsprofessor Paul Welfens. Dort werde neun Mal mehr getestet. Die Wissenschaftler warben für ein Digital-Zertifikat, das frisch Getesteten erlauben könnte, sich damit für einige Stunden frei zu bewegen und an wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.

22:10 Uhr | WHO: Zahl der Fälle weltweit um sieben Prozent angestiegen

Die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 weltweit hat wieder zugenommen. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die UN-Behörde in Genf gemeldet. Das sei eine Steigerung um sieben Prozent - nach zuletzt sechs Wochen sinkender Zahlen.

In einem Bericht schrieb die WHO, das könne mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virusvarianten zu tun haben. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit.

Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es mit 14 Prozent im Nahen und Mittleren Osten - gefolgt von jeweils 9 Prozent mehr Fällen in Europa und Südostasien. Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet.

21:49 Uhr | Corona: Blick in die Welt

Italien verlängert die Reisesperren im Land um einen Monat. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Damit bleibt es in der ersten großen Reisezeit zu Ostern bis 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es etwa für die Arbeit und in Notfällen.

Die USA planen, im Mai den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Novavax zuzulassen - wenn die US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht gibt. Grundlage für die Zulassung seien Daten aus einer britischen Studie. Sie zeigten, dass der Impfstoff zu etwa 96 Prozent gegen das ursprüngliche Coronavirus und zu etwa 86 Prozent gegen die britische Variante wirksam sei.

Saudi-Arabien macht Medienberichten zufolge eine Corona-Impfung zur Bedingung für eine Teilnahme an der diesjährigen Pilgerfahrt Hadsch. Im vergangenen Jahr begrenzte das Königreich die Zahl der Teilnehmer wegen der Pandemie auf etwa 1.000. Üblicherweise nehmen rund zwei Millionen Menschen an der Hadsch teil.

In Portugal hat Ministerpräsident Antonio Costa die Bevölkerung aufgerufen, weiter die Corona-Regeln einzuhalten. Die Vorstellung, dass sich eine Tragödie nicht wiederholen könne, sei falsch. Im Januar stand das portugiesische Gesundheitssystem kurz vor dem Zusammenbruch. Nach einem Lockdown ist die Zahl der Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern auf dem niedrigsten Wert seit Anfang November.

21:14 Uhr | Sachsen will Corona-Tests ausweiten

Sachsen will die Corona-Schnelltests massiv ausweiten, um die Pandemie weiter unter Kontrolle zu bringen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ankündigte, sollen aus Beständen des Freistaates 40.000 zusätzliche Tests ins Vogtland und 20.000 nach Nordsachsen gehen. Beide Landkreise sind derzeit besonders von Neuinfektionen betroffen. Das Vogtland verzeichnet derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 232,3 und befindet sich damit unter den zehn am stärksten betroffenen Landkreisen in Deutschland. Nordsachsen kam auf einen Wert von 142,2. "Wir müssen testen, testen, testen", sagte Köpping.

20:01 Uhr | Arzneimittelagentur entscheidet über Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA soll am Donnerstag kommende Woche über eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson entscheiden. Wie die Behörde auf Twitter erklärte, wolle sie dann eine Empfehlung vorlegen. Heute wurde auf einer Sondersitzung darüber beraten.

Nach der EMA-Empfehlung muss die EU-Kommission noch formal die Zulassung erteilen. Sollte das passieren, wären vier Impfstoffe in der EU zugelassen. Im Gegensatz zu den bisherigen Mitteln auf dem Markt kann der Wirkstoff von Johnson & Johnson in nur einer Dosis verimpft werden.

19:30 Uhr | Covax kündigt weitere Impfstoff-Lieferungen an

Die internationale Initiative Covax stellt weiteren Ländern jeweils mehr als zehn Millionen Dosen kostenlosen Corona-Impfstoff zur Verfügung. Wie die Initiative mitteilte, geht der Impfstoff bis Juni an Pakistan, Nigeria, Indonesien und Bangladesch. Als erstes Land hat in der vergangenen Woche Ghana eine Covax-Lieferung bekommen. Die Initiative will insgesamt rund 237 Millionen Dosen des Astrazeneca-Vakzins für 142 Länder bereitstellen. Covax setzt sich für eine faire Verteilung von Corona-Impfstoff ein und will vor allem verhindern, dass ärmere Länder benachteiligt werden.

18:14 Uhr | Frauen bei Arbeitsmitteln für Homeoffice benachteiligt

Frauen erhalten im Homeoffice weniger Unterstützung von ihrem Arbeitgeber als Männer. Das hat eine Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums ergeben. Demnach bekamen sechs Prozent der männlichen Beschäftigten keine Arbeitsmittel wie Computer oder Handys gestellt. Bei Frauen waren es mit elf Prozent fast doppelt so viele.

Insgesamt kümmerten sich die Arbeitgeber aber durchaus um die Ausstattung der heimischen Arbeitsplätze. 85 Prozent stellten einen Computer, einen Laptop oder ein Tablet. Knapp die Hälfte überließ Mitarbeitern im Homeoffice ein Smartphone. Dagegen bekam nur jeder zehnte Arbeitnehmer Einrichtungsgegenstände wie einen Bürostuhl.

17:47 Uhr | Sechs Selbsttests in Deutschland zugelassen

Mit Blick auf mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen können zusätzliche Selbsttests für zu Hause auf den Markt kommen. Wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilte, wurden zwei weitere Sonderzulassungen erteilt. Insgesamt sind damit nun sechs Tests zur Anwendung für jedermann auf diesem Weg zugelassen.

Die Selbsttests sollen frei in Apotheken, anderen Geschäften wie Drogerien und im Internet zu kaufen sein. Der Einsatz von Tests soll nach Plänen der Bundesregierung deutlich ausgedehnt werden, um mögliche weitere Öffnungen von Geschäften oder Schulen abzusichern.

17:30 Uhr | Freier Tag nach Impfung gefordert

Wolfram Henn, Mitglied des Deutschen Ethikrats, hat einen arbeitsfreien Tag nach einer Impfung gegen das Coronavirus vorgeschlagen. Der Medizinethiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Ziel sei, die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu steigern. Arbeitgeber könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Tag nach der Impfung freistellen, ohne dass die sich selbst krankmelden müssten. Impfbereite Arbeitnehmer wüssten dann schon vorher, dass sie mögliche körperliche Reaktionen am nächsten Morgen ohne bürokratischen Aufwand durch simples Ausschlafen bekämpfen könnten.

16:43 Uhr | Merkel für behutsame Lockerung, warnt aber vor Mutationen

Einen Tag vor der nächsten Bund-Länder-Chefrunde hat sich Kanzlerin Angela Merkel für eine Lockerung des Lockdowns ausgesprochen. Merkel sagte Teilnehmern zufolge in einer CDU/CSU-Bundestagsfraktionssitzung, es sei richtig, vorsichtige Öffnungsschritte zu gehen. Das sei auch wichtig, um die Akzeptanz für Maßnahmen zu erhalten. Allerdings brauche man auch eine "Notbremse" für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder in die Höhe schießen sollten.

Die Kanzlerin habe außerdem davon gesprochen, dass der Anteil der Mutationen mittlerweile bei rund 50 Prozent der Positivfälle liegen dürfte. Wichtig sei in den kommenden drei Monaten vor allem eine sehr intensive Teststrategie. Merkel plädierte nach Teilnehmerangaben dafür, in Schulen und Kitas zweimal wöchentlich Tests durchzuführen. Zuvor hatte es aus der Wirtschaft bereits Kritik an den Plänen von Bund und Ländern gegeben, dass die Firmen zu ein oder zwei wöchentlichen Tests ihrer Mitarbeiter in Betrieben verpflichtet werden sollten. Die Kosten für ein umfassendes Impfen wären aber verschmerzbar, sagte Merkel.

16:23 Uhr | Haseloff will auch oberhalb von Inzidenzwert von 50 lockern

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff ist weiterhin für schrittweise Lockerungen auch oberhalb eines Inzidenzwerts von 50. Bei einer Onlinepressekonferenz in Magdeburg sagte er, man müsse auf Bundesebene versuchen, bei einer Inzidenz bis 100 Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)
Reiner Haseloff will trotz Inzidenz über 50 Einschränkungen lockern. Bildrechte: imago images / Susanne Hübner

Man sollte das gesellschaftliche Leben schrittweise einer Normalität zuführen. Das könne vor allem durch Begleitmaßnahmen wie mehr Schnelltests verantwortet werden. Unterdessen will Sachsen-Anhalt das Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus erhöhen. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach einer Kabinettssitzung an. Alle Kommunen dürften nun auch Personen aus der zweithöchsten Prioritätsgruppe versorgen sowie Personal an Kitas, Grund- und Förderschulen sowie bestimmte Polizeikräfte. Die Landesregierung will Kommunen außerdem verpflichten, Impfstoffe wenige Tage nach der Lieferung komplett zu verbrauchen. Dazu soll auch an Abenden oder Wochenenden geimpft werden.

15:49 Uhr | Tschechien erhält 15.000 Impfstoffdosen aus Deutschland

Am Dienstag sind 15.000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs aus Deutschland im stark von Corona betroffenen Tschechien eingetroffen. Das bestätigte eine Sprecherin der Verwaltungsregion mit Sitz in Karlovy Vary (Karlsbad). Die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Bayern hatten die gemeinsame Spende angekündigt, die für die grenznahen Corona-Hotspots im Westen Tschechiens bestimmt ist. Die Regierung in Prag gab noch 1.800 Dosen aus den eigenen knappen Beständen hinzu. In den Bezirken Cheb, Sokolov und Karlovy Vary liegt die 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner nach Angaben des Gesundheitsministeriums jeweils bei 597, 1.002 und 936.

14:50 Uhr | Frankreich hebt Altersgrenze für Astranzeneca-Impfstoff an

Frankreich hebt die Altergrenze für den Einsatz des Impfstoffs von Astrazeneca an. Die Arzneimittelaufsicht erklärte, das Vakzin dürfe künftig nicht nur an Unter-65-Jährige, sondern an Menschen bis 74 verabreicht werden. Eine schottische Studie bescheinige dem Impfstoff einen großen Schutz vor schweren Verläufen auch bei Älteren.

14:21 Uhr | Kostenlose Corona-Tests in Weißenfels möglich

Die Einwohner von Weißenfels können sich jetzt kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Dazu wurde gegenüber dem DRK-Zentrum eine Test-Station aufgebaut. Wie das Landratsamt des Burgenlandkreises mitteilte, werden die Schnelltests vor Ort ausgewertet. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, wird die Probe im Labor gezielter untersucht. In der nächsten Woche zieht die Station nach Zeitz um. Zuvor konnten sich sechs Tage lang Menschen in Naumburg testen lassen. Im Burgendlandkreis haben sich in den letzten sieben Tagen 198 Personen je 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert.

13:18 Uhr | Entwurf: Weitere Lockerungen geplant

Der Corona-Lockdown soll grundsätzlich bis zum 28. März verlängert, in mehreren Bereichen aber gelockert werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage für das morgige Bund-Länder-Treffen hervor, die dem MDR vorliegt. In dem Papier wird ein Vier-Stufen-Plan vorgeschlagen, um schrittweise aus dem Lockdown herauszukommen.

Als nächstes sollen demnach bundesweit Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte öffnen dürfen. Darüber hinaus dürften auch Kosmetikstudios sowie Fahr- und Flugschulen wieder aufmachen. Allerdings müssten dafür tagesaktuelle Covid-19 Schnell- oder Selbsttests vorgelegt werden. Weitere Öffnungsschritte sind dem Papier zufolge möglich, wenn in einem Land oder einer Region eine stabile 7-Tage-Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner erreicht wird.

Ab 8. März sollen sich zudem wieder zwei Haushalte mit jeweils bis zu fünf Personen treffen können, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt würden. Begleitet werden soll das durch eine starke Ausweitung der Impfkampagne und der Testkapazitäten. Damit soll auch erprobt werden, ob Öffnungsschritte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 möglich wären.

Wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt, ist die Beschlussvorlage gemeinsam von Kanzleramt, Bundesfinanzministerium und den Ländern Berlin und Bayern erarbeitet worden. Das Papier soll noch nicht mit allen Bundesländern abgestimmt sein. Endgültige Entscheidungen sind deshalb erst nach den Beratungen zu erwarten.

Vor den letzten Bund-Länder-Beratungen hatte die damalige Beschlussvorlage zum Beispiel vorgesehen, den Lockdown bis zum 14. März zu verlängern. Die Länder setzten dann allerdings als Datum den 7. März durch.

12:45 Uhr | 6,4 Millionen Impf-Dosen verabreicht

Bundesweit sind seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor mehr als zwei Monate etwa 6,4 Millionen Impf-Dosen verabreicht worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Bislang haben rund 4,2 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Bei den Erstimpfungen führt Thüringen im Ländervergleich mit einer Quote von 5,7 Prozent. Brandenburg ist mit 4,3 Prozent bislang das Schlusslicht.

12:09 Uhr | Mallorcas Gastwirte empfangen wieder Gäste

Nach sieben Wochen haben die Gastwirte auf Mallorca erstmals wieder Gäste empfangen. Weil sich die Pandemie-Lage auf der spanischen Urlaubsinsel deutlich gebessert hat, dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen seit Dienstag ihre Außenbereiche bis 17 Uhr wieder öffnen. Allerdings dürfen vorerst höchstens 50 Prozent der Tische draußen aufgestellt werden – bei einer Besetzung von maximal je vier Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten. Die Maßnahme gilt zunächst für zwei Wochen auf Mallorca und auf Formentera. Auf Menorca dürfen die Gastwirte unter strengen Auflagen auch wieder innen öffnen, weil dort die Infektionszahlen niedriger sind. Auf Ibiza bleiben alle Gastronomiebetriebe weiter geschlossen.

11:36 Uhr | Magdeburg will auch an Wochenenden impfen

Die Stadt Magdeburg will bald auch an den Wochenenden gegen das Coronavirus impfen lassen. Oberbürgermeister Lutz Trümper sagte dem MDR, wer berechtigt sei, solle ab kommender Woche einen Termin bekommen können. Damit seien dann pro Woche bis zu 4.700 Impfungen möglich. Trümper forderte, dafür auch Hausärzte mit ins Boot zu holen. In den Impfzentren allein werde man das nicht schaffen. Gestern hatte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne erklärt, dass ab dem Frühjahr ausgewählte Hausarztpraxen in den Impf-Prozess einbezogen würden.

11:15 Uhr | Infizierte Arzthelferin hatte Hunderte Kontakte

In Düsseldorf muss das Gesundheitsamt rund 600 Kontaktpersonen einer Frau ausfindig machen, die positiv auf die britische Variante des Coronavirus getestet worden ist. Bei der infizierten Frau handelt es sich um die Mitarbeiterin einer Arztpraxis. Nach Angaben des Gesundheitsamts hatte sie trotz Krankheitssymptomen weiter gearbeitet. Wie es weiter heißt, liegen den Behörden nur für 60 Prozent der Kontaktpersonen korrekte Telefonnummern vor. Kontaktpersonen, die nicht telefonisch erreichbar seien, erhielten ihre Quarantäneverfügung deshalb per Post. Die Arztpraxis ist geschlossen.

09:59 Uhr | Günther fordert Stufenplan von Bund und Ländern

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich dafür ausgesprochen, bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch einen Stufenplan für den Weg aus dem Corona-Lockdown zu beschließen. Der CDU-Politiker sagte im ARD-Morgenmagazin, man habe viele Menschen lange genug warten lassen. Es sei für ihn absolut unabdingbar, dass "wir morgen einen solchen Stufen- und Perspektivplan verabschieden". Damit müsse auch auf regionales Infektionsgeschehen angemessen reagiert werden können.

09:10 Uhr | Einreiseregeln für französische Grenzregion Moselle verschärft

Mit der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als sogenanntes Virusvariantengebiet gelten ab heute strengere Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Menschen aus dem Département müssen künftig bei der Einreise in das angrenzende Rheinland-Pfalz und das Saarland einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ein Schnelltest ist dabei ausreichend. Die Bundespolizei will die verschärfte Testpflicht stichprobenartig kontrollieren. Sie gilt auch für Pendler.

08:29 Uhr | Sachsen-Anhalts Regierung berät über Lockerungen

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt berät heute erneut über Wege aus dem Corona-Lockdown. Ministerpräsident Reiner Haseloff will am Nachmittag einen Stufenplan vorstellen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte der CDU-Politiker, er sei auch bei einer Inzidenz von über 50 für Lockerungen. Viele Menschen seien nach dem Lockdown erschöpft. Daher sollte man mehr erlauben – mit strengen Hygienemaßnahmen, Tests und Impfangeboten. Bereits seit gestern sind Schulen, Kindergärten, Friseure, Baumärkte und Fahrschulen in Sachsen-Anhalt wieder geöffnet.

07:34 Uhr | Minister will Impfungen für Polizisten vorziehen

Sachsen-Anhalts Innenminister Michael Richter fordert schnellere Corona-Impfungen für Polizisten im Land. Richter sagte dem MDR, die Impfverordnung könne in diese Richtung geöffnet werden. Das zeigten unter anderem Beispiele aus Brandenburg und Berlin. Dort erhielten Tausende Polizeibeamte derzeit den Impfstoff von Astrazeneca.

Nach der Impfreihenfolge des Bundes gehören Polizisten zur Priorisierungsgruppe 3, gemeinsam mit etwa Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten.

07:06 Uhr | Dresdner Ärztin soll Impfstoff mitgenommen haben

Eine Dresdner Ärztin steht im Verdacht, mehrere Dosen eines Corona-Impfstoffs gestohlen zu haben. Wie ein Polizeisprecher der "Sächsischen Zeitung" bestätigte, soll die Frau das Serum am Sonntag beim Einsatz eines mobilen Impfteams mitgenommen haben. Es handle sich um fünf Impfstoff-Päckchen mit je sechs Impfdosen. Der Marktwert liege bei 500 Euro. Dem Bericht zufolge handelt es sich um das Präparat von Biontech/Pfizer. Der Polizei zufolge offenbarte sich die Ärztin nach der Tat selbst dem Leiter des Impfzentrums. Dieser habe Anzeige erstattet.

06:35 Uhr | Rund 800 Tests heute in Region Radeberg

Nach der Ausbreitung mutierter Coronaviren in Radeberg und Umgebung findet heute ein Massentest für die Bewohner der Region statt. Wie das Landratsamt mitteilte, haben sich mehr als 800 Menschen angemeldet. Mit den Tests soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Radeberg liegt im Südwesten des Landkreises Bautzen. Nach Angaben der Behörden gibt es in diesem Landkreis inzwischen 53 Verdachtsfälle auf die britische Virusvariante.

06:33 Uhr | WHO hält Pandemie-Ende noch 2021 für unrealistisch

Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan sagte, es sei allerdings möglich, die coronabedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte den jüngsten Anstieg der Infektionszahlen in Europa, Nord- und Südamerika, Südost-Asien sowie im östlichen Mittelmeerraum enttäuschend, aber nicht überraschend. Ursachen seien Lockerungen von Maßnahmen, die Ausbreitung verschiedener Virusvarianten und mangelnde Vorsicht der Menschen.

06:21 Uhr | Tschechien: Massentests in Firmen

In Tschechien müssen alle mittleren und großen Unternehmen Corona-Tests durchführen. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis am Montagabend. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen etwa 2,1 Millionen Arbeiter und Angestellte mindestens einmal getetest werden. Danach gelten wöchentliche Intervalle. Die Teilnahme an den Tests ist für alle Beschäftigten Pflicht. Ausgenommen sind Kleinbetriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern. Tschechien ist von der Corona-Krise besonders hart betroffen.

06:15 Uhr | Weniger Kurzarbeit im zweiten Lockdown

Die Zahl der Anträge auf Kurzarbeit ist in Mitteldeutschland im Vergleich zum ersten Corona-Lockdown deutlich zurückgegangen. Das haben Recherchen von MDR AKTUELL ergeben. Die Landesarbeitsagenturen registrierten demnach im Dezember und Januar zusammen knapp 200.000 Anträge. Das sind rund 400.000 weniger als auf dem Höhepunkt des ersten Lockdowns im April 2020.

Der Geschäftsführer der Arbeitsagentur für Sachsen-Anhalt und Thüringen, Markus Behrens, sagte, die erste Lockdown-Welle habe sehr viele Branchen belastet. Aktuell seien es dagegen vor allem der Handel, die körpernahen Dienstleistungen und das Hotel- und Gaststättengewerbe, die Kurzarbeit in Anspruch nähmen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 2. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. März 2021 | 06:00 Uhr

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