Coronavirus-Pandemie Ticker: Merkel rechnet mit EU-Impfpass bis zum Sommer

Einen EU-weit anerkannten Impfnachweis kann es nach Einschätzung von Kanzlerin Merkel bis Sommer geben. Ob damit auch Reiseerleichterungen einhergehen, ist jedoch umstritten. Intensivmediziner warnen vor verfrühten Lockerungen. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

EU-Sondergipfel per Videoschalte.
EU-Sondergipfel per Videoschalte. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 25. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:43 Uhr | Nachgefragt: Der Impfstoff von Astrazeneca

Tausende Lehrer, Erzieher und Polizisten nutzen die Möglichkeit und melden sich für Corona-Impfungen mit Astrazeneca an. Viele sind aber auch skeptisch. Teils wurde das Vakzin in der öffentlichen Diskussion als Impfung zweiter Klasse bezeichnet. Wir fragten Impfstoffforscher Dr. Torben Schiffner.

22:41 Uhr | Studie: Rheuma-Medikamente helfen Corona-Kranken

Rheuma-Medikamente können die Überlebenschancen von Covid-Intensivpatienten erhöhen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, an der auch das Uniklinikum Jena beteiligt gewesen ist. Demnach helfen zwei bereits bekannte Mittel gegen Rheuma bei einer Corona-Infektion. Die Zeit in der Patienten beatmet werden müssten, verkürze sich um zehn Tage. Die Medikamente wirkten entzündungshemmend. Allein in Deutschland nahmen 25 Intensivstationen an der Studie teil. Sie wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

22:06 Uhr | Erzgebirger Kunsthandwerk pessimistisch

Die Corona-Krise stimmt viele Kunsthandwerker im Erzgebirge pessimistisch mit Blick auf ihr Geschäft in diesem Jahr. Das teilte der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller in Olbernhau mit. Laut einer Umfrage rechnet mehr als die Hälfte der Hersteller mit weniger Umsatz als im Vorjahr. Ähnlich sehe das Bild bei den Fachhändlern aus. Trotzdem gebe es ein anhaltendes Interesse an den Produkten. Der Verband vertritt rund 60 Hersteller erzgebirgischer Volkskunst.

21:13 Uhr | Merkel rechnet mit EU-Impfpass bis Sommer

Ein europäischer Impfpass kann nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis zum Sommer entwickelt werden. Die CDU-Politikerin sagte nach einem EU-Videogipfel, bei der geringen Durchimpfung der Bevölkerung sei das zurzeit nicht das Thema. Man müsse sich aber vorbereiten. Auch EU-Ratschef Charles Michel sagte, die 27 EU-Staaten näherten sich in ihren Vorstellungen immer weiter an. Man sei sich einig, die Arbeit an dem gegenseitig anerkannten Impfnachweis fortzusetzen.

Länder wie Griechenland, Bulgarien und Österreich dringen auf Reiseerleichterungen für Geimpfte. Dagegen haben Deutschland, Frankreich und andere Länder Bedenken, ob das Virus trotz Impfung weitergegeben werden könnte.

20:20 Uhr | Corona-Daten-Newsletter: Impfdesaster mit Ansage

Heute im multimedialen Corona-Daten-Update: Ein Wirtschaftsexperte rechnet vor, wie man die Impfstoffproduktion ankurbeln könnte, den Ministerien wirft er Bräsigkeit vor. Deutschland kann Impfstoff entwickeln – aber auch produzieren und verabreichen? Außerdem enthält das Update einen Blick auf Schulen und in Gerichte.

20:09 Uhr | Erfurt: Geplante Demo gegen Corona-Maßnahmen bleibt verboten

Die für Samstag in Erfurt geplante Demo gegen die Corona-Maßnahmen bleibt verboten. Das hat das Verwaltungsgericht Weimar entschieden. Die Richter erklärten, eine Versammlung könne verboten werden, wenn die öffentliche Sicherheit in Gefahr sei. Dazu zähle auch die Gesundheit des Einzelnen. Die Entscheidung der Stadt, die Kundgebung zu untersagen, sei mit Blick auf die aktuelle Infektionslage gerechtfertigt. Die Kundgebung war mit rund 10.000 Teilnehmern angemeldet.

19:48 Uhr | Handelsverband befürwortet "Click & Meet"

Der Handelsverband Sachsen sieht die Einführung eines "Click & Meet"-Systems im Einzelhandel positiv. Hauptgeschäftsführer René Glaser sagte, grundsätzlich wäre das ein erster, wenn auch sehr kleiner Schritt. Bei "Click & Meet" können Kunden online einen Termin buchen und dann zur vereinbarten Zeit im Geschäft einkaufen. Glaser zufolge ist das System aber nur für einen kleinen Teil des Handels interessant. Die prekäre Situation des Einzelhandels werde dadurch nicht gelöst.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte erklärt, es werde geprüft, ob eine Öffnung der Geschäfte mit "Click & Meet" möglich sei.

19:09 Uhr | EU-Gipfel berät über Impfkampagne

Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Auf dem Videogipfel geht es darum, wie die Corona-Impfungen beschleunigt werden können. Thema ist auch der Streit um verschärfte Grenzkontrollen. Die EU hatte Deutschland wegen seiner Kontrollen an der tschechischen und österreichischen Grenze kritisiert. Auf dem Tisch liegt zudem ein Vorschlag für einen digitalen Impfpass. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sieht in dem Pass die Chance, dass die Menschen wieder frei reisen und Urlaub machen können.

18:59 Uhr | Intensivmediziner drängen auf Verlängerung des Lockdown

Die deutschen Intensivmediziner fordern eine Lockdown-Verlängerung bis mindestens 1. April. Der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung, Gernot Marx, sagte in Berlin, diese drei Wochen mehr Disziplin seien entscheidend. In dieser Zeit könne man durch Impfungen vermeiden, dass es eine schwere bis nicht mehr kontrollierbare dritte Welle gebe. Die Notfallmediziner befürchten, dass die Zahl schwerkranker Corona-Patienten zu schnell steigen könnte.

Die aktuellen Beschränkungen zur Pandemie-Eindämmung gelten weitgehend bis 7. März, in Thüringen eine Woche länger. Kommenden Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen.

18:41 Uhr | Mallorca öffnet Gastronomie wieder

Auf Mallorca dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen nach sieben Wochen erstmals wieder öffnen. Die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol sagte, die Betriebe dürften ab Dienstag in ihren Außenbereichen Gäste empfangen. Sie müssten aber spätestens um 17 Uhr wieder schließen. Zudem dürfe höchstens die Hälfte der Tische aufgestellt werden.

Gelockert werden auch die Regeln für private Treffen. Die Lockerungen bleiben zunächst für zwei Wochen in Kraft.

18:19 Uhr | Vogtlandkreis schließt Schulen und Kitas

Im sächsischen Vogtlandkreis müssen Grund- und Förderschulen sowie Kindergärten wieder schließen. Grund ist ein zu hoher Corona-Inzidenzwert. Das Robert Koch-Institut wies für die vergangenen sieben Tage 201 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aus. Das Landratsamt erklärte, mit dem Kultusministerium sei vereinbart worden, Kitas und Schulen ab Montag zu schließen. Es werde aber eine Notbetreuung geben. Kultusminister Christian Piwarz sagte, es gehe darum, das hohe Infektionsgeschehen im Vogtlandkreis zu begrenzen. Die Zahl der Infektionen an den Schulen sei aber niedrig.

17:29 Uhr | Lehrergewerkschaft kritisiert Standards für Homeschooling

Lehrerverbände in Sachsen haben die Vorgaben des Kultusministeriums für häusliches Lernen kritisiert. Die Gewerkschaft GEW warf dem Ministerium vor, sich an Lehrerschelte zu beteiligen. Der Philologenverband warnte davor, einen Keil zwischen Lehrer und Eltern zu treiben. Der Lehrerverband erklärte, einige Eltern beriefen sich auf die Standards und forderten Aktivitäten der Schulen ein.

Das Kultusministerium hatte ein Schreiben an alle Schulen mit konkreten Vorgeben für häusliches Lernen geschickt. Vorgeschrieben wurden konkrete Online-Angebote durch Lehrkräfte, regelmäßiges Feedback an Schüler und feste Sprechzeiten.

17:17 Uhr | Virologe Kekulé hält Osterurlaub für möglich

Der Virologe Alexander Kekulé hält Osterurlaub für möglich. Kekulé sagte MDR AKTUELL, aus epidemiologischer Sicht könne man Hotels absichern. Nötig seien Schnelltests und gute Hygienekonzepte. Abstandsregeln und Plexiglas-Scheiben allein reichten nicht aus. Vor allem in geschlossenen Räumen müssten Superspreading-Ereignisse ausgeschlossen werden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt Osterurlaub in diesem Jahr aus.

16:58 Uhr | Städte fordern Finanzhilfen vom Bund

Der Deutsche Städtetag fordert vom Bund Finanzhilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro für die Innenstädte. Städtetagspräsident Burkhard Jung sprach nach einer Videokonferenz mit fast 100 Stadtoberhäuptern von einer nationalen Aufgabe. Der zunehmende Leerstand in den Innenstädten bereite große Sorgen. Traditionsreiche Unternehmen machten dicht. Immer mehr Menschen bestellten am Computer und ließen sich die Waren nach Hause liefern. Der Bund müsse sofort ein "Förderprogramm Innenstadt" auflegen. Städte könnten dadurch etwa leerstehende Ladenlokale anmieten und neue Nutzer suchen.

16:45 | Domplatz-Open-Air in Magdeburg erneut abgesagt

Das für den Sommer geplante Domplatz-Open-Air in Magdeburg fällt aus. Zur Begründung erklärte die Stadt, eine sichere Planung sei in der Corona-Pandemie nicht möglich. MDR Kultur sprach mit der Magdeburger Kulturbeigeordnetn, Regina Stieler-Hinz, über die Entscheidung:

15:53 Uhr | Weiterentwicklung von "Click and Collect" geplant

Bei "Click and Collect" kaufen Menschen online ein und können das Gewünschte im Geschäft abholen. In Sachsen war das lange nicht möglich. Nun will man im Freistaat "Click and Meet" einführen. Die Hoffnung ist, den Einzelhandel damit zumindest etwas stärker anzukurbeln.

15:09 Uhr | Dutzende Corona-Fälle an Thüringer Schulen und Kitas

An mindestens 56 Schulen und Kindergärten in Thüringen gibt es aktuell Coronavirus-Infektionen. Das geht aus einer Aufstellung des Thüringer Bildungsministeriums mit Stand vom Donnerstag hervor. Demnach sind insgesamt 26 Schulen von einer oder mehr bestätigten Infektionen betroffen, darunter Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Gymnasien, Regelschulen und berufsbildende Schulen. Die übrigen 30 betroffenen Einrichtungen sind Kitas.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung für Thüringen dürfen Schulen und Kitas nur dann für alle öffnen, wenn die 7-Tage-Inzidenz unter 200 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen liegt. Bei einer Inzidenz zwischen 150 und 200 wird die Schließung lediglich empfohlen.

14:55 Uhr | Razzia bei CSU-Abgeordnetem im Zusammenhang mit Maskenkauf

Ermittler haben Büros des CSU-Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein durchsucht. Die Generalstaatsanwaltschaft München teilte mit, in insgesamt 13 Objekten in Deutschland und Liechtenstein seien Beweismittel sichergestellt worden. Es gehe um den Anfangsverdacht der Bestechlichkeit und der Bestechung von Mandatsträgern. Es werde gegen zwei Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Ankauf von Corona-Schutzmasken ermittelt.

Die Sender RTL und ntv berichten von einem Geschäftsvolumen von 600.000 Euro. Nüßlein vertritt den Wahlkreis Neu-Ulm und ist Gesundheitsexperte der CSU. Seine Immunität wurde vom Bundestag einstimmig aufgehoben.

13:25 Uhr | Biontech und Pfizer testen dritte Dosis

Pfizer und Biontech starten eine Studie zur Wirksamkeit einer dritten Dosis ihres Impfstoffs gegen mutierte Cornavirus-Varianten. Das teilten die beiden Impfstoffpartner heute mit. Demnach wird Probanden in den USA sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden eine dritte Dosis verabreicht. Außerdem spreche man mit Zulassungsbehörden in der EU und den USA über eine klinische Studie zu einem angepassten Mittel.

Eine israelische Studie hat unterdessen belegt, dass der bisherige Impfstoff auch im Alltag eine 94-prozentige Wirksamkeit habe. Im "New England Journal of Medicine" war die Auswertung der Daten von rund 1,2 Millionen Menschen veröffentlicht worden. Bislang hatten nur die Wirksamkeitsdaten aus klinischen Studien vorgelegen.

12:05 Uhr | Handel droht mit Klagewelle gegen Lockdown

Mit einer Klagewelle wollen Handelsunternehmen die Öffnung ihrer Geschäfte erzwingen. Der Chef des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth, bezeichnete ihre Lage als "verzweifelt". Mehr als ein Viertel der geschlossenen Textilhändler wolle vor Gericht gehen. Das bestätigte etwa der Chef von Ernstings Family, Timm Homann. Aber auch große Ketten abseits des Modehandels wollen klagen, etwa MediaMarktSaturn und die Buchhandelskette Thalia. Das gebiete auch die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, sagte Thalia-Chef Michael Busch.

Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es laut Oberverwaltungsgericht Münster fünf Klagen, etwa von Breuniger, der Baumarktette Obi und einer MediaMarktSaturn-Filiale. Dem HDE zufolge sind aktuell rund 200.000 Geschäfte abseits des Lebensmittelhandels im Lockdown und mindestens 50.000 akut von der Insolvenz bedroht. Der HDE fordert deshalb, dass Bund und Länder bei ihren Beratungen am Dienstag der kommenden Woche, eine Öffnungsstrategie beschließen.

Unterstützung kommt von den Kommunen. So warnte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, "dass wir unsere Innenstädte und Ortskerne nach der Pandemie nicht mehr wiedererkennen. Im ZDF-"Morgenmagazin" sagte Landsberg, er glaube auch, "dass wir unsere Innenstädte umbauen müssen". Das gehe aber nicht von heute auf morgen und brauche Geld. Zu den Problemen trage auch der Erfolg des Online-Handels bei, der deshalb mit einer "Paketversandsteuer" an den Folgen beteiligt werden solle. Auch Onlinehändler nutzten ja die Infrastruktur der Städte.

11:38 Uhr | Auch Montgomery für Impfnachweis

Auch Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery plädiert für die zügige Einführung eines Immunitätsnachweises. "Wir sollten mit einem Immunitätsnachweis möglichst schnell Grundrechte zurückgeben", sagt er den Sendern RTL/ntv. Dies könne ein Anreiz auch für Skeptiker sein, sich impfen zu lassen. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor einen für die EU gültigen Nachweis gefordert (siehe Meldung von 08:45 Uhr) und dabei auch auf das Vorbild von Israel verwiesen.

11:00 Uhr | Zahl der Verkehrstoten stark gesunken

In Deutschland ist die Zahl der Verkehrstoten 2020 auf einen historischen Tiefstand gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starben bei Verkehrsunfällen 2.724 Menschen. Das sei der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung vor mehr als 60 Jahren. Im Vergleich zu 2019 habe es 322 Todesopfer weniger und auch weniger Verletzte gegeben. Als Hauptgrund dafür nannte die Statistiker das geringere Verkehrsaufkommen in der Coronavirus-Pandemie.

10:48 Uhr | Kritik an Sachsen-Anhalts Öffnungsplan

In Sachsen-Anhalt wird kommenden Dienstag über einen Fahrplan für Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen entschieden. An dessen Entwurf kam bereits Kritik von der Linken im Land (siehe unten), aber auch von der Magdeburger Handwerkskammer. Deren Chef, Burghard Grupe, sagte der "Volksstimme", die Hürden seien viel zu hoch. Unter anderem Außen-Gastronomie solle sofort wieder öffnen dürfen.

10:09 Uhr | Lehrer für Erfassung der Infektionsfälle an Schulen

Wegen der Wiederaufnahme des Unterrichts an vielen Schulen fordert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) eine lückenlose Erfassung aller Covid-19-Fälle an Schulen. "Es muss streng kontrolliert werden, was die Öffnungen der Schulen für eine Auswirkung auf das Infektionsgeschehen haben", sagte VBE-Chef Udo Beckmann den heutigen Zeitungen der Funke-Gruppe. Transparenz könne in dieser Situation nur hilfreich sein. Beckmann forderte die Kultusminister auch auf, die "schulstatistischen Informationen zur Covid-19-Pandemie" ab sofort wieder wöchentlich zu veröffentlichen. Deren letzter Stand ist "aktuell" der 13. Dezember.

09:30 Uhr | Sachsen erweitert Kreis der Impfberechtigten

Sachsen hat den Kreis der für Impfungen berechtigten Menschen erweitert. Das Gesundheits- und Sozialministerium erklärte, dass seit heute Termine für Impfungen gegen das Coronavirus auch an Personen der Priorisierungsstufe 2 vergeben werden, die 18 bis 64 Jahre alt seien, gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission für den Impfstoff von Astrazeneca. Dazu zähle laut neuer Impfverordnung des Bundes auch das Personal von Kindertagesstätten, aus der Kindertagespflege, von Grund- und Förderschulen. Ministerin Petra Köpping (SPD) sagte, das solle bei geöffneten Schulen und Kitas mehr Sicherheit schaffen.

09:19 Uhr | Bußgelder gegen Impfvordrängler geplant

Die Regierungsfraktionen wollen gegen Impfvordrängler vorgehen und Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorschlagen. Das sieht ein Änderungsantrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD für ein "Gesetz zur Fortgeltung der epidemischen Lage" vor.

09:06 Uhr | Agentur: Frankreich erschwert Einreise

Frankreich verschärft die Einreiseregeln für Teile des deutschen Grenzgebiets. Laut Meldung der französischen Nachrichtenagentur AFP schreibt das Gesundheits- und Europaministerium in Paris wegen der Häufung hoch ansteckender Coronavirus-Varianten für alle nicht-beruflichen Fahrten ins Département Moselle ab 1. März einen negativen PCR-Test vor, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. In dem Bezirk an der Grenze zum Saarland und zu Rheinland-Pfalz breitet sich derzeit eine zuerst in Südafrika entdeckte Variante des Coronavirus stärker aus.

08:45 Uhr | Österreichs Kanzler für europäischen Impfpass

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich bei "Bild live" für einen EU-Impfpass nach dem Vorbild von Israel ausgesprochen. In Israel können seit Sonntag von einer Coronavirus-Infektion genesene und geimpfte Menschen mit dem "Grünen Pass" unter anderem wieder zu Sportereignissen, in Fitnessstudios oder in Theater und Hotels.

08:05 Uhr | Schummler in den Impfzentren

Immer wieder versuchen Schummler, vorzeitig an eine Impfung gegen das Coronavirus zu kommen. Allein in der vergangenen Woche wurden im Zentralen Impfzentrum in Hamburg rund 200 Menschen abgewiesen, obwohl sie einen Termin hatten. Wie die Gesundheitsbehörde der Stadt mitteilte, waren falsche Angaben bei der Terminvereinbarung der Grund. So seien in vielen Fällen die Menschen noch keine 80 Jahre alt gewesen. Zwar müsse man bei der Anmeldung versichern, berechtigt zu sein. Die Überprüfung finde jedoch erst im Impfzentrum statt.

07:44 Uhr | Spahn: Verzögerungen bei den Schnelltest

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn räumt Verzögerungen bei den Schnelltests ein. Es werde schon im März deutlich mehr Schnell- und Selbsttests geben, "aber es wird sich eben um einige Tage verzögern", sagte der CDU-Politiker heute Morgen im Deutschlandfunk. Er rechne damit, dass die Tests bald im Handel erhältlich seien. Zuvor hatte Spahn die Kritik am Tempo der Zulassung solcher Tests zurückgewiesen. Ihre Zuverlässigkeit müsse genau geprüft werden, sagte er gestern im "heute journal" des ZDF. Falsche Ergebnisse könnten fatale Folgen haben.

07:15 Uhr | Linke kritisiert Öffnungspläne in Sachsen-Anhalt

Die Linke in Sachsen-Anhalt hat den Corona-Öffnungsplan von Ministerpräsident Haseloff kritisiert. Co-Fraktionschefin von Angern sagte MDR AKTUELL, solche Dinge müssten in Absprache mit anderen Bundesländern erfolgen. Ein einsames Vorpreschen sei kein gutes Signal und erhöhe das Vertrauen bei den Menschen nicht. Zustimmung kam indes von der Wirtschaft. Für den Präsidenten des Arbeitgeberverbands im Land, Gutmann, ist die Diskussion über Öffnungen jetzt ein richtiger Schritt. Ministerpräsident Haseloff hatte gestern die ab kommende Woche geltenden neuen Regelungen vorgestellt.

07:00 Uhr | Kritik an hohen Impf-Honoraren für Ärzte

Seit knapp zwei Monaten wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Dafür musste schnell Personal her. Die Länder wollten dafür den entsprechenden Anreiz schaffen und zahlen Impfärzten jetzt hohe Honorare. Diese sind auch aus Sicht einiger Ärzte aber zu hoch.

06:56 Uhr | Länder wollen Impfkapazitäten ausbauen

Mit der Ankunft von mehr Impfstoffen rechnen die Bundesländer bis Anfang April mit einem deutlichen Fortschritt bei den Impfungen gegen das Coronavirus. In mehreren Ländern sollen laut dpa-Umfrage die Impfkapazitäten bis dahin verdoppelt werden. Bayern habe zuletzt etwa eine Kapazität von rund 46.000 Impfungen am Tag gemeldet. Sie solle nun bis April auf rund 111.000 ausgebaut werden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind bis Dienstag 5,4 Millionen Impfungen verabreicht worden.

06:40 Uhr | Ärztepräsident für Impfungen in Arzt-Praxen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt will Impfungen auch in Praxen niedergelassener Ärzte. Das Ziel eines Impfangebots für alle bis Ende September "lässt sich nur dann erreichen, wenn wir möglichst bald mit Massenimpfungen in den Arztpraxen beginnen", sagte Reinhardt der Zeitung "Rheinische Post". Die Impfzentren der Kommunen könnten diese Herausforderung allein nicht stemmen. Neben logistischen hätten Impfungen in den Praxen auch andere Vorteile, besonders für ältere Menschen, die zu den ihnen vertrauten Ärzten könnten.

06:35 Uhr | Schüler fordern Begrenzung von Klassenarbeiten

Nach Wochen des Heimunterrichts im Lockdown fürchten Schüler in Sachsen-Anhalt bei ihrer Rückkehr in die Schule, mit Klassenarbeiten und Test überfordert zu werden. Der Landesschülerrat hat deshalb vom Bildungsministerium eine Regelung gefordert, Klassenarbeiten auszusetzen, sie entweder durch Ersatzleistungen – eine Kreativaufgabe oder einen Aufsatz – zu ersetzen oder komplett zu streichen. Das Ministerium jedoch ist gegen eine pauschale Lösung.

06:10 Uhr | Bareiß rechnet mit Sommerferien im Ausland

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Bareiß, erwartet trotz Coronavirus-Pandemie relativ problemlose Sommerferien im Ausland. Der CDU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, er hoffe, dass bis dahin die meisten Deutschen geimpft seien. Zudem sehe er keinen Grund, warum man beispielsweise nicht auf die Mittelmeer-Inseln reisen könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert dort unter 35 liege.

06:01 Uhr | EU berät über Impfungen und Grenzkontollen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen beraten heute Nachmittag bei einem Videogipfel, wie Coronaviurs-Varianten bekämpft werden können. Thema ist dabei auch die verschärften Kontrollen an den deutschen Grenzen zu Tschechien und Österreich, die bei einigen EU-Nachbarn und der EU-Kommission auf Kritik stoßen. Da auch die Impfungen in der EU langsamer vorangehe als in anderen Ländern, wird unter anderem auch über eine schnellere Zulassung beraten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 25. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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