Coronavirus-Pandemie Ticker: EU-Bericht - Männer entscheiden, Frauen tragen Hauptlast der Pandemie

Die EU-Kommission beklagt in einem Bericht massive Rückschritte in Gleichstellungsfragen während der Pandemie. Auch andere Erhebungen sehen vor allem Frauen in der aktuellen Krise besonders belastet. Tschechien bittet andere Länder um Hilfe bei der Behandlung von Covid-19-Kranken. Thüringen bietet nun allen ab 70 Jahren Impf-Termine an. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Ticker.

Eine Arztin und eine Pflegerin ziehen in der Intensivstation des Luisenhospitals Infektionsschutzkleidung.
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Unser Ticker am Freitag, 5. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:34 Uhr | Warum ist das Tempo beim Impfen und Testen so niedrig?

Das Tempo beim Impfen gegen Covid-19 liegt deutlich hinter den Erwartungen. Auch beim flächendeckenden Testen deuten sich Verzögerungen an. Woran liegt das? Drei Antworten aus drei verschiedenen Bereichen.

22:25 Uhr | Verwirrung um angekündigte Schnelltests

Ab nächster Woche soll sich jeder Bundesbürger kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt. Wie das gehen soll, wissen die Zuständigen indes oft noch nicht.

21:55 Uhr | Überblick: Das gilt ab Montag in Sachsen

In Sachsen kommt allein Leipzig nach Daten des Robert Koch-Instituts auf eine Inzidenz unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in sieben Tagen. Auf Werte über 100 kommen der Landkreis Nordsachsen der Erzgebirgskreis, und der Vogtlandkreis. Die Zahlen des RKI sind entscheidend für mögliche Lockerungen oder Verschärfungen.

21:34 Uhr | Ziemiak fordert Aufklärung in Masken-Affäre

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak fordert in der Affäre um Geschäfte von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken sofortige Aufklärung. Ziemiak twitterte, es sei zutiefst unanständig, sollten sich Parlamentarier mit der Masken-Beschaffung bereichert haben.

Hintergrund sind Vorwürfe gegen den CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein und den CDU-Abgeordneten Nikolas Löbel. Nüßlein selbst und Löbels Firma sollen für Auftragsvermittlung sechsstellige Summen kassiert haben. Löbel räumte Fehler ein und kündigte seinen Rückzug aus dem Auswärtigen Ausschuss an. Nüßlein will nicht erneut für den Bundestag kandidieren, bestreitet aber die Vorwürfe.

20:23 Uhr | Impfstoff von Johnson & Johnson in Kanada zugelassen

Kanada hat dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson eine Zulassung erteilt. Die Regierung in Ottawa hat bereits bis zu 38 Millionen Dosen bestellt. Das Mittel hat den Vorteil, dass nur eine Dosis nötig ist.

20:11 Uhr | Inzidenz steigt - außer bei Menschen über 75 Jahren

Die Covid-19-Kennzahlen steigen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sowie in ganz Deutschland. Doch bei Leuten über 75 sinkt der Wert. Bisher war die Altersgruppe stark betroffen, nun ist sie am stärksten geimpft. Die neuen Virus-Varianten verbreiten sich weiter und immer noch sind viele Intensivbetten belegt. Das und mehr im aktuellen Corona-Daten-Update.

19:57 Uhr | Lockdown in Sachsen bis Ende März

Der Lockdown in Sachsen wird nach Angaben der Landesregierung bis zum 31. März verlängert - wenige Tage mehr als im Bund-Länder-Beschluss von Mittwoch vorgesehen. Je nach Inzidenzlage soll es Lockerungen oder Verschärfungen geben. Zudem sollen Coronatests massiv ausgeweitet werden.

Sozialministerin Petra Köpping mahnte, vorsichtig mit den neuen Öffnungsmöglichkeiten umzugehen. Bereits kleinste Fehler könnten schwere Folgen haben. Sie verwies auf die bislang 649 nachgewiesenen Fälle mit ansteckenderen Virusvarianten im Freitstaat. Deutschlandweit macht die Variante B.1.1.7 nach RKI-Angaben inzwischen knapp die Hälfte aller Neuansteckungen aus.

19:46 Uhr | Paris weitet Alkoholverbot aus

Pont Neuf Brücke über die Seine in Paris
Pont Neuf Brücke über die Seine in Paris Bildrechte: imago/robertharding

Die Stadt Paris hat wegen der Corona-Lage das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen stark ausgeweitet. Ab sofort ist es verboten, am Ufer der Seine und an vielen anderen Orten Alkohol zu trinken. Vergangenes Wochenende waren in Paris bei gutem Wetter viele Menschen draußen, einige Plätze waren übervoll.

18:37 Uhr | Sachsen nimmt Covid-19-Kranke aus Tschechien auf

Sachsen nimmt aus Tschechien Covid-19-Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf. Die Staatskanzlei in Dresden teilte mit, dafür stünden neun Intensivbetten zur Verfügung. Zudem sollen Impfstoff und Schnelltests in die besonders betroffenen Grenzregionen geliefert werden.

17:54 Uhr | Frauen in der Pandemie besonders belastet

Die Corona-Krise führt insbesondere für Frauen zu einer deutlichen Mehrbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt unter anderem das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Halle. Grund sei vor allem die gestiegene Belastung in systemrelevanten Berufen. Dazu komme meist noch die Belastung in der Familie. In Sachsen-Anhalt etwa seien rund 62 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den systemrelevanten Berufen Frauen. In den Pflegeberufen liegt ihr Anteil laut IAB-Expertin Michaela Fuchs sogar bei knapp 87 Prozent.

Ähnlich sieht es in anderen Bundesländern aus. In Sachsen liegt laut Landesstatistik der Frauenanteil in der Altenpflege, Erziehung und Sozialarbeit bei über 85 Prozent. Im Lebensmittelverkauf sind knapp 83 Prozent der Beschäftigten weiblich, an allgemeinbildenden Schulen 75 Prozent.

Auch die EU-Kommission sieht einem Bericht zufolge verheerende Auswirkungen der Pandemie auf die Gleichberechtigung von Frauen. In Europa und darüber hinaus habe die Pandemie bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern "in fast allen Lebensbereichen verschärft und hart erkämpfte Fortschritte der vergangenen Jahre wieder zunichte gemacht", erklärte die Brüsseler Behörde. Zugleich habe eine Studie aus 17 EU-Staaten ergeben, dass die entscheidenden Corona-Krisenstäbe zu mehr als 85 Prozent männlich besetzt seien.

17:12 Uhr | CSU-Abgeordneter Nüßlein zieht sich aus Politik zurück

Der im Zusammenhang mit dem Ankauf von Masken unter Korruptionsverdacht stehende CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein zieht sich aus der Politik zurück. In einer Erklärung hieß es, er lege sein Amt als Unions-Fraktionsvize nieder. Außerdem werde er nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Die Korruptionsvorwürfe wies Nüßlein erneut zurück. Er rechne wegen des komplexen Sachverhalts aber nicht mit einem schnellen Abschluss der Ermittlungen.

Nüßlein soll Maskenhersteller an die Bundesregierung und die bayerische Landesregierung vermittelt haben. Dafür soll er eine sechsstellige Provision erhalten haben.

16:58 Uhr | Burgenlandkreis: Erstimpfung für alle Lehrkräfte am Wochenende

Der Burgenlandkreis will noch dieses Wochenende allen Lehrerinnen und Lehrern an weiterführenden Schulen eine Corona-Erstimpfung ermöglichen. Ein Sprecher des Landkreises sagte, die Erstimpfung des Personals an Grund- und Föderschulen sowie an Kindertagesstätten sei bereits abgeschlossen. Die Abfrage der Impfbereitschaft unter den übrigen Lehrkräften sei bereits vorab erfolgt. Von den etwa 1.000 Beschäftigten erhielt das Impfzentrum den Angaben zufolge bis Freitagmittag etwa 700 positive Antworten.

Der Burgenlandkreis will am 15. März die Grundschulen sowie fünfte und sechste Klassen wieder öffnen. Wegen des hohen Infektionsgeschehens findet in dem Landkreis derzeit nur eine Notbetreuung, Distanz- und teilweise Wechselunterricht statt. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit rund 170 Fällen pro 100.000 Einwohner die höchste in Sachsen-Anhalt.

16:38 Uhr | Mehr Einnahmen durch Tabak- und Alkoholsteuer

Die Einnahmen aus der Tabak- und der Alkoholsteuer sind im Corona-Jahr 2020 deutlich gestiegen. Wie der "Spiegel" meldet, brachte die Branntweinsteuer 2,2 Milliarden Euro ein - sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Die Tabaksteuer trug 14,7 Milliarden Euro ein - das ist ein Plus von drei Prozent.

16:04 Uhr | Thüringen beginnt Impfungen für Menschen ab 70

In Thüringen können sich nun auch Menschen im Alter ab 70 Jahren gegen Corona impfen lassen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, können sie einen Termin vereinbaren. Anspruch hätten außerdem Polizei- und Ordnungskräfte, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt seien, etwa bei Demonstrationen. Nach Ministeriumsangaben gibt es mittlerweile ausreichend Impfkapazitäten, um die zweite Priorisierungsgruppe vollständig zu öffnen. Verimpft werde Astrazeneca. In fast allen Impfzentren gebe es für diesen Monat noch freie Termine. Gesundheitsministerin Heike Werner erklärte, bis Ostern sollen zehn Prozent der Thüringerinnen und Thüringer die Möglichkeit auf eine Erstimpfung erhalten.

15:32 Uhr | Tschechien bittet um Hilfe bei Covid-19-Behandlung

Tschechien hat Deutschland, die Schweiz und Polen um die Aufnahme von Covid-19-Patienten gebeten. Das gab das Gesundheitsministerium in Prag bekannt. Grund sei die kritische Situation in den eigenen Krankenhäusern. Immer weitere Kliniken hätten keine freien Intensivbetten mehr. Tschechien hat bezogen auf die Bevölkerungszahl eine der höchsten Infektionsraten weltweit. Vor allem die zuerst in Großbritannien nachgewiesene Virusvariante B.1.1.7 breitet sich rasant aus. Die Bundesregierung hatte deswegen die Kontrollen an der Grenze zu Tschechien bis zum 17. März verlängert.

15:18 Uhr | GEW warnt vor vollständiger Schulöffnung in Sachsen vor Ostern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat davor gewarnt, die Schulen in Sachsen vor Ostern für alle Schülerinnen und Schüler zu öffnen. Landeschefin Ursula-Marlen Kruse verwies auf steigende Infektionszahlen und geplante Öffnungen in anderen Bereichen. Es sei besser, die Schulen erst nach den Osterferien wieder zu öffnen.

14:54 Uhr | Zahl der Sterne-Restaurants gestiegen

Trotz Corona-Pandemie ist die Zahl der offiziellen Sterne-Restaurants in Deutschland gestiegen. Der neue Restaurantführer Guide Michelin listet 310 offizielle Gourmet-Lokale auf. Das sind zwei mehr als im Vorjahr. In Sachsen ist ein Restaurant in Leipzig neu in die Gilde der Sterne-Lokale aufgenommen worden. Mit "Frieda" im Stadtteil Gohlis hat Sachsen nun acht Restaurants mit mindestens einem Michelin-Stern.

14:25 Uhr | Massentest in Hoyerswerda geplant

Der Landkreis Bautzen plant in Hoyerswerda einen Corona-Massentest. Als Grund nannte das Landratsamt die gehäuften Virusmutationen in der Region und insbesondere in Bernsdorf. Die Tests am kommenden Dienstag und Mittwoch seien gratis. Interessierte müssten sich aber online anmelden. Der Behörde zufolge liegt die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis bei 97 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Im Landkreis Bautzen gab es in dieser Woche bereits eine erste derartige Aktion in Radeberg. Rund 1.500 Personen beteiligten sich, zwei wurden positiv getestet. Dem Landratsamt zufolge begaben sie sich sofort in Isolation.

14:17 Uhr | Schulen und Kitas in zwei Thüringer Kreisen wieder zu

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen die Schulen und Kindergärten im Landkreis Greiz und im Wartburgkreis ab Montag wieder schließen. Nach Angaben der Landratsämter haben die Kreise entsprechende Verordnungen erlassen. Im Landkreis Greiz lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen deutlich über 200, im Wartburgkreis knapp darunter.

In Thüringen müssen Schulen schließen, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über 200 liegt. Bei Werten zwischen 150 und 200 haben die Kreise einen Entscheidungsspielraum, wie sie mit der Öffnung von Schulen und Kindergärten verfahren.

14:10 Uhr | Tausende Schnelltests für Landkreis Nordsachsen

Der Landkreis Nordsachsen will mit tausenden Schnelltests das Infektionsrisiko seiner Einwohner eindämmen. Wie Landrat Kai Emanuel mitteilte, stehen 25.000 Tests zur Verfügung. Diese würden in Delitzsch, Eilenburg, Torgau, Oschatz, Schkeuditz und Taucha angeboten. Start sei am morgigen Samstag. Eine Anmeldung sei nicht nötig. Emanuel zufolge sind vor allem diejenigen angesprochen, "die einen solchen Test für ihre Berufsausübung benötigen, um Infektionsrisiken zu minimieren". Die Aktion solle helfen, die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis unter die "rote Linie" von 100 zu bringen.

13:51 Uhr | Bund hält sich zu möglichem Osterurlaub bedeckt

Die Bundesregierung will sich derzeit nicht festlegen, inwieweit in der Osterzeit Reisen im In- und Ausland möglich sein werden. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, Ostern 2021 könne hoffentlich mehr möglich sein als Ostern 2020. Abschließend lasse sich das aber noch nicht beantworten. Seibert verwies auf die nächsten Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Politik, die für den 22. März vorgesehen sind. Da werde es sicherlich auch um das Osterfest und die Osterferien gehen. Ostersonntag ist in diesem Jahr am 4. April.

13:00 Uhr | Betriebsärzte: 5 Millionen Impfungen pro Monat möglich

Die deutschen Betriebsärzte könnten innerhalb eines Monats mindestens fünf Millionen Menschen gegen Corona impfen. Das sagte die stellvertretende Verbandspräsidentin, Anette Wahl-Wachendorf, MDR AKTUELL. Man sei startbereit, auch wenn der logistische Aufwand höher sei als bei anderen Impfungen. Dabei denke sie vor allem an die anspruchsvolle Kühlung des Biontech-Impfstoffs. Mit einer ordentlichen Organisation lasse sich das aber unkompliziert gestalten. Nach Angaben von Wahl-Wachendorf arbeiten Betriebsärzte vor allem präventiv. Diese Arbeiten ließen sich in der Pandemie zurückstellen. Die Bundesregierung hatte angekündigt, neben Hausärzten auch Betriebsärzte in die Impfkampagne einzubeziehen.

12:57 Uhr | Tschechien führt Quarantäne-Bonus ein

Tschechien führt im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen Quarantäne-Bonus ein. Präsident Milos Zeman unterzeichnete dazu ein Gesetz. Arbeitnehmer erhalten demnach umgerechnet bis zu 14 Euro täglich. Die Auszahlung erfolge zusätzlich zur Lohnfortzahlung in Höhe von 60 Prozent des Durchschnittsverdiensts. Tschechien hat derzeit EU-weit die höchste Rate an Neuinfektionen - sie ist gut zehnmal so hoch wie in Deutschland. Gesundheitsminister Jan Blatny sagte, die Belastung der Kliniken sei in fast allen Regionen extrem hoch.

12:50 Uhr | Sachsen zahlt Millionen an Unternehmen

Sachsen hat an Unternehmen und Selbstständige bisher 304 Millionen Euro an November- und Dezemberhilfen ausgezahlt. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Dresden sind davon 28 Millionen Euro innerhalb der vergangenen sieben Tage geflossen. Wie es weiter heißt, sind fast 92 Prozent der Anträge auf November- und 83 Prozent der Anträge auf Dezemberhilfen abschließend bearbeitet. Das Ministerium wies darauf hin, dass inzwischen auch größere vom Lockdown betroffene Unternehmen die sogenannte Überbrückungshilfe III beantragen könnten. Die bisher geltende Höchstgrenze beim Umsatz von 750 Millionen Euro entfalle.

12:35 Uhr | Bundesrat stimmt weiteren Corona-Hilfen zu

Der Bundesrat hat weitere Corona-Hilfen für Familie und Firmen gebilligt. Dazu zählt ein Bonus in Höhe von 150 Euro wird für jedes kindergeldberechtigte Kind. Das Geld soll im Mai gezahlt werden. Einen solchen Bonus hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben. Damals betrug er 300 Euro.

Zudem wurde beschlossen, auf Speisen in Gaststätten länger als zunächst geplant nur den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zu erheben. Die Regelung wäre eigentlich Ende Juni ausgelaufen. Sie wurde nun bis Ende 2022 verlängert. Und Unternehmen sollen ihre steuerlichen Verluste aus 2020 und 2021 in größerem Umfang als bislang mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können. Außerdem stimmte die Länderkammer dem Sozialpaket III zu. Es sieht eine Einmalzahlung von 150 Euro für jede Empfängerin und jeden Empfänger von Grundsicherung vor.

11:56 Uhr | Steinmeier erinnert an 70.000 Corona-Tote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die vielen Menschen erinnert, die in Deutschland im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben sind. Mehr als 70.000 Menschen seien dem Virus bereits zum Opfer gefallen – "das ist und das bleibt eine erschütternde, verstörende Dimension", sagte Steinmeier in Berlin bei einem Gespräch mit Hinterbliebenen. Hinter jeder einzelnen Zahl stehe ein Schicksal, stehe ein Mensch, der von uns gegangen sei.

Dahinter stehen Menschen, die ihre Liebsten verloren haben, Menschen, die gebangt, gezittert, gekämpft haben, die sich manchmal nicht einmal verabschieden konnten. Dahinter stehen unendliche Trauer und unendlicher Schmerz und ja, manchmal auch Bitterkeit.

Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident

11:28 Uhr | Neuinfektionen in den USA gehen stark zurück

Zum ersten Mal seit Oktober haben die USA weniger als 40.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore registrierte am Donnerstag den niedrigsten Wert seit fünf Monaten. Der bisherige Höchstwert von fast 300.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden war in den USA am 8. Januar verzeichnet worden. Er wird auf eine Reisewelle rund um die Feiertage zu Thanksgiving und Weihnachten zurückgeführt.

Seitdem sind neben den Infektionszahlen auch die Todesfälle und Krankenhauseinweisungen rückläufig. Dazu beigetragen hat offenbar auch die Impfkampagne, die in den USA sehr gut vorankommt. Bei dem Vorhaben, in den ersten hundert Tagen der Amtszeit von Präsident Joe Biden 100 Millionen Menschen impfen zu lassen, liegen die Behörden derzeit vor ihrem Zeitplan.

11:00 Uhr | Deutlich mehr Geburten in Bautzen

Der erste Lockdown im Frühjahr 2020 hat in Bautzen in den vergangenen Monaten zu einem Babyboom geführt. Mehr dazu sehen Sie im Video:

10:21 Uhr | Ethikrat: Stiko hat Astrazeneca-Vakzin ordnungsgemäß geprüft

Die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs für Über-65-Jährige ist nach Ansicht des Deutschen Ethikrats ordnungsgemäß erfolgt. Vorsitzende Alena Buyx sagte MDR AKTUELL, die meisten Wissenschaftler seien gut darin, sich von medialem und öffentlichem Druck frei zu machen. Das gelte auch für die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs für Ältere. Die Ständige Impfkommission habe die Daten aus Großbritannien sehr genau geprüft und bestätigt. Zuletzt wurde unter anderem kritisiert, die Ständige Impfkommission brauche zu lange, um die Verträglichkeit des Astrazeneca-Vakzins für Ältere zu prüfen.

09:36 Uhr | Spahn: Lockerungen gerade noch verantwortbar

Die beschlossenen Corona-Lockerungen gehen nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an die Grenzen dessen, was verantwortbar sei. Der CDU-Politiker verwies in diesem Zusammenhang auf die stagnierenden Inzidenzzahlen. Andererseits wäre es auch nicht zu verantworten gewesen, nach Monaten des Lockdowns jetzt keine Öffnungsschritte zu beschließen.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnte vor den Folgen einer Ausbreitung der Virus-Mutation B.1.1.7. Es sei absehbar, dass diese britische Variante des Coronavirus bald die vorherrschende in Deutschland sei, so Wieler in Berlin. Wörtlich sagte er: "Und dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten."

08:58 Uhr | Dixieland Festival in Dresden fällt erneut aus

Das Internationale Dixieland Festival in Dresden fällt wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr aus. Das teilten die Organisatoren im Internet mit. Die 50. Festival-Auflage sollte eigentlich 2020 stattfinden, war aber auf Mai 2021 verschoben worden. Gründe für die erneute Absage sind das aktuelle Infektionsgeschehen und die geltenden Schutzmaßnahmen. Nun soll das Jubiläums-Dixieland-Festival 2022 stattfinden. Weitere Informationen sollen kommende Woche bekanntgegeben werden.

08:11 Uhr | Große Impfaktion im Landkreis Stendal geplant

Der Landkreis Stendal plant nach Ostern eine große Impfaktion für Senioren. Behördenangaben zufolge sollen alle über 80-Jährigen geimpft werden, die nicht in einem Seniorenheim leben. Das seien 8.700 Menschen. Die Impfungen sollen in den Turnhallen der Gemeinden vorgenommen werden. Beginnen soll die Impfaktion am 6. April in Tangermünde. Vize-Landrat Sebastian Stoll sagte dem MDR, wenn sich die Aktion als sinnvoll erweise, könne es sein, dass man bei den 70 bis 79-Jährigen ebenso verfahre.

08:06 Uhr | Impfstoff aus Sachsen wird in Region Karlsbad verimpft

In der tschechischen Region Karlsbad wird ab heute der Corona-Impfstoff verabreicht, den Sachsen dem Nachbarland zur Verfügung gestellt hat. Medienberichten zufolge sollen vor allem Hausärzte die 15.000 Dosen des Serums von Astrazeneca verimpfen. Empfänger sind demnach Menschen über 70 Jahre und chronisch Kranke, vor allem Herzpatienten und Diabetiker. In Tschechien ist die Wocheninzidenz bei Corona-Infektionen deutlich höher als in Deutschland.

07:23 Uhr | Lockdown für Auckland wird gelockert

In der neuseeländischen Stadt Auckland soll der verhängte Lockdown nach einer Woche wieder gelockert werden. Das kündigte Premierministerin Jacinda Ardern an. Danach sind ab Sonntag wieder Versammlungen von bis zu 100 Menschen unter Einhaltung von Abstandsregeln erlaubt. Schulen und Geschäfte dürfen regulär öffnen. In der größten Stadt des Landes war nach der Meldung einer einzigen Corona-Neuinfektion am vergangenen Sonntag ein Lockdown verhängt worden. Die neuen Regelungen in der rund 1,6 Millionen-Einwohner-Stadt sollten zunächst mindestens fünf Tage lang gelten. Im Rest des Landes wurden die Corona-Maßnahmen bis auf eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aufgehoben.

06:48 Uhr | WHO in Europa sieht Corona-Impfpass kritisch

Die Weltgesundheitsorganisation WHO in Europa hat sich gegen den Corona-Impfnachweis in der EU ausgesprochen. WHO-Europadirektor Hans Henri Kluge sagte der Zeitung "Welt", der angekündigte digitale Grüne Pass sei wohl unvermeidlich. Die WHO empfehle ihn aber nicht. Es sei zum Beispiel nicht sicher, wie lange eine Immunität anhalte. Auch verhindere ein Impfstoff nicht unbedingt die Ansteckung anderer Menschen. Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für einen Impfpass vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Damit sollen Reisen wieder ermöglicht werden.

06:40 Uhr | Skepsis über Corona-Beschlüsse hält an

Die Vorgaben für die geplanten Lockdown-Öffnungen stoßen in Mitteldeutschland auf Skepsis. Der Direktor des Görlitzer Tierparks, Sven Hammer, sagte MDR AKTUELL, die Beschreibungen seien hochkomplex und zu kompliziert. Für die Terminvergabe müsse man erst ein Online-Ticket-System aufbauen. Ähnlich äußerte sich der Intendant des Theaters Plauen-Zwickau, Roland May. Es sehe sehr kompliziert aus, was da jetzt anstehe. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, sagte, die Möglichkeit für Außen-Gastronomie nütze zu dieser Jahreszeit nichts. So viele Heizstrahler könne man gar nicht aufstellen. Der aktuelle Beschluss sei vor allem bürokratisches Wirrwarr.

06:25 Uhr | Städte prüfen Kontaktnachverfolgungs-Apps

Chemnitz, Dresden und Meißen wollen bei Öffnungen von Geschäften und Gastronomie auf Kontaktnachverfolgungs-Apps setzen. Das ergab eine Umfrage von MDR AKTUELL bei den sächsischen Gesundheitsämtern. Der Meißner Landrat Ralf Hänsel sagte, man werde entsprechende Apps zügig lokal einführen. Chemnitz hatte bereits gestern bekannt gegeben, in den kommenden Wochen mehrere Apps zu testen. Dresden teilte MDR AKTUELL mit, man sei derzeit mit mehreren Anbietern im Gespräch. Auch Bautzen zeigte sich offen. Kein Interesse an Apps signalisierten die Landkreise Görlitz, Leipzig, Mittelsachsen und der Erzgebirgskreis. Mit den Apps können im Fall einer Infektion, etwa im Restaurant, Kontakte schnell nachverfolgt werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 5. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. März 2021 | 06:00 Uhr

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