Coronavirus-Pandemie Ticker: Mehrere Landkreise heben Lockerungen wieder auf

Wegen steigender Inzidenzwerte nehmen mitteldeutsche Landkreise ihre Lockerungen zurück. In Nordsachsen gilt ab Samstag wieder eine nächtliche Ausgangssperre. Im Kreis Hildburghausen und im Vogtlandkreis schließen Schulen und Kitas. Der Bundestag beschloss weitere steuerliche Hilfen für Familien, Gaststätten, Firmen und Selbstständige. Gesundheitsminister Spahn will Corona-Impfungen auch für niedergelassene Ärzte ermöglichen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

An eine Schultafel in einem Klassenzimmer wurde mit Kreide das Wort Lockdown geschrieben und ein Virussymbol gemalt. An der Tafel hängt eine Mund-Nasenmaske. Im Vordergrund sind die Stühle auf die Tische gestellt.
Ab Montag sind im Kreis Hildburghausen und im Vogtlandkreis wieder alle Schulen dicht. Bildrechte: imago images / Fotostand

Unser Ticker am Freitag, 26. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:45 Uhr | Verkehrsminister fordern vom Bund eine Milliarde Euro für ÖPNV

Die Verkehrsminister der Länder haben den Bund aufgefordert, den Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr zu verlängern. Außerdem solle er um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. Hintergrund sind den Angaben zufolge die hohen Verluste der Verkehrsunternehmen durch die Corona-Pandemie. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz Maike Schaefer sagte, es sei notwendig, dass Bund und Länder gemeinsam die coronabedingten Mindereinnahmen auch dieses Jahr ausgleichen würden. So könnten Angebotseinschränkungen vermieden werden.

22:30 Uhr | Konsequenzen wegen Corona-Toten in Sachsens Pflegeheimen gefordert

In Sachsens Pflegeheimen sind so viele Bewohner mit oder an Corona gestorben wie nirgendwo sonst in Deutschland. atientenschützer fordern nun Konsequenzen.

22:26 Uhr | Tschechien verlängert Ausnahmezustand um 30 Tage

Die tschechische Regierung hat für weitere 30 Tage einen Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser soll ab Sonntag gelten und den aktuellen Ausnahmezustand ablösen. Durch die Regelung erhält die Regierung Sonderbefugnisse, mit denen sie Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie durchsetzen kann. Sie plant eine Schließung aller Schulen sowie weiterer Geschäfte und will nur noch unbedingt notwendige Reisen im Land erlauben. Tschechien hat auf die Bevölkerungszahl bezogen eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

21:11 Uhr | Spahn mit Impfkampagne zufrieden

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommt die Impfkampagne gut voran. Die Mehrheit der über 80-Jährigen sei mittlerweile gespritzt. In wenigen Wochen könne zudem auch regulär in Hausarztpraxen geimpft werden.

21:10 Uhr | OVG verbietet endgültig Corona-Proteste in Erfurt

Eine für Samstag in Erfurt geplante Protestaktion von Gegnern der Corona-Politik bleibt verboten. Das hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht entschieden. Mit Blick auf die Infektionslage sei es gerechtfertigt, die Kundgebung mit rund 10.000 angemeldeten Teilnehmern zu untersagen, so die Begründung des OVG. Die Entscheidung der Stadt war bereits vorher vom Verwaltungsgericht in Weimar bestätigt worden und ist jetzt unanfechtbar. In Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg hat die Polizei am Abend zwei Veranstaltungen verboten, die offenbar als Ersatz für die untersagte Kundgebung in Erfurt geplant waren.

19:22 Uhr | Beschlossene Corona-Hilfen im Überblick

Für jedes Kind, das Kindergeld erhält, gibt es einmalig 150 Euro Bonus. Ebenfalls 150 Euro gibt es zusätzlich zur Grundsicherung. Das vom Bundestag verabschiedete Gesetzespaket sieht auch Hilfen für Gaststätten und betroffene Firmen vor. Ein Überblick über die neuen Corona-Hilfen.

19:03 Uhr | Köpping beklagt fehlende Impfbereitschaft beim Pflegepersonal

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat an das Personal in Pflegeheimen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Die SPD-Politikerin sagte, die bisherige Bereitschaft sei nicht zufriedenstellend. Der Anteil an Geimpften liege nur bei etwa 20 bis 25 Prozent. In Sachsen gibt es Köpping zufolge 690 Pflegeheime. Lediglich in 13 Einrichtungen seien die Bewohner noch nicht gegen das Coronavirus geimpft worden. Rund 80 Prozent der Pflegeheimenbewohner seien bereit, sich impfen zu lassen.

18:42 Uhr | Altmaier hält Öffnung von Außengastronomie um Ostern für möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kann sich eine Öffnung der Außengastronomie um Ostern herum vorstellen. Der CDU-Politiker sagte nach einer Konferenz mit den Wirtschaftsministern der Länder, Voraussetzung sei die Einhaltung von Hygienevorschriften. Die Verfügbarkeit von Schnelltests könne eine Öffnung der Außengastronomie noch sicherer machen. Es gehe um eine Perspektive, die Mut mache. Außerdem könne sich Deutschland eine unveränderte Fortführung des Lockdowns immer weniger leisten.

18:05 Uhr | RKI verschärft Empfehlung zu neuen Corona-Varianten

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut eine Empfehlung für Ärzte. Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten - unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt - vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer aktualisierten RKI-Empfehlung. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden. Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern.

17:55 Uhr | Große Mehrheit der Pflegeheimbewohner geimpft

In Deutschland ist inzwischen eine große Mehrheit der Pflegeheimbewohner gegen Covid-19 geimpft. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, wurde knapp 800.000 von ihnen die erste Dosis gespritzt. Mehr als 550.000 hätten auch die zweite Spritze erhalten. In Deutschland leben rund 900.000 Menschen in Pflegeheimen. RKI-Präsident Lothar Wieler sagte, obwohl es nach wie vor Ausbrüche in den Einrichtungen gebe, würden die Fallzahlen bei den über 80-Jährigen weiter abnehmen. Das sei wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfung. In Deutschland wurde die Impfkampagne vor rund zwei Monaten gestartet.

17:49 Uhr | EMA befürwortet Einsatz von Antikörpermittel Regn-Cov2

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA befürwortet die vorläufige Anwendung des zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen eingesetzten Antikörpermittels Regn-Cov2. Die Behörde erklärte, das Mittel des US-Unternehmens Regeneron könne bereits vor seiner offiziellen Marktzulassung zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden, bei denen ein hohes Risiko bestehe, dass sich ihr Zustand verschlechtere. Sie dürften aber noch keine Sauerstoffzufuhr benötigen. In den USA war das Präparat vor Monaten per Notfallzulassung erlaubt worden. Ex-US-Präsident Donald Trump soll damit nach seiner Infektion im Herbst erfolgreich behandelt worden sein.

17:09 Uhr | Bundesregierung erklärt Malta zum Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung hat Malta als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft. Ab Sonntag muss damit schon bei der Einreise nach Deutschland ein negativer Test vorgezeigt werden. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne bleibt bestehen. Verkürzen kann man diese nur mit einem weiteren Test nach fünf Tagen. Die Neuregelung gab das Robert Koch-Institut im Internet bekannt. Malta hat rund eine halbe Million Einwohner. In dem kleinen EU-Land gab es zuletzt jeweils um die 200 neue Corona-Positivfälle innerhalb von 24 Stunden, heute waren es 258. Gesundheitsminister Christopher Fearne warnte vor der Ausbreitung neuer Virus-Varianten.

16:59 Uhr | Söder warnt vor "überstürzter Hektik" bei Öffnungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat vor "überstürzter Hektik" beim Tempo der Corona-Lockerungen gewarnt. Der CSU-Chef sagte, die künftige Corona-Strategie müsse auch einen "Sicherheitspuffer für Virusvarianten" beinhalten. Deshalb dürften die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März "keine Einbahnstraße nur für Öffnungen" sein.

16:24 Uhr | Weitere Landkreise heben Lockerungen wieder auf

Wegen steigender Corona-Inzidenzwerte nehmen außer Nordsachsen noch weitere Landkreise in Mitteldeutschland ihre Lockerungen wieder zurück. So bleiben im Thüringer Landkreis Hildburghausen ab Montag Schulen und Kitas geschlossen. Der Krisenstab teilte dazu mit, die Maßnahme solle bis einschließlich 15. März gelten. Eine Notbetreuung sei vorgesehen.

Im sächsischen Vogtlandkreis müssen ebenfalls Grund- und Förderschulen sowie Kitas am Montag schließen. Für Schüler der Abschlussklassen ändert sich nach Behörden-Angaben nichts. Im Landkreis Nordsachsen gilt bereits ab dem morgigen Samstag wieder eine nächtliche Ausgangssperre sowie der 15-Kilometer-Bewegungsradius.

16:12 Uhr | Nüßlein lässt Amt als Unionsfraktionsvize ruhen

Der CSU-Politiker Georg Nüßlein lässt sein Amt als stellvertretender Vorsitzender der Unions-Bundestagsfraktion ruhen. Als Begründung nannte sein Anwalt die Korruptionsermittlungen gegen seinen Mandanten. Medienberichten zufolge soll Nüßlein Maskenhersteller an die Bundesregierung und die bayerische Landesregierung vermittelt haben. Dafür soll er eine sechsstellige Provision erhalten haben. Sein Anwalt teilte mit, dass Nüsslein die Vorwürfe für unbegründet halte. Die Generalstaatsanwaltschaft München hatte gestern 13 Objekte in Deutschland und in Liechtenstein durchsuchen lassen und Beweismittel sichergestellt. Zuvor hatte der Bundestag die Immunität des CSU-Politikers aufgehoben.

14:30 Uhr | Kretschmer für Aufarbeitungskommission

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer hat sich für eine umfassende Aufarbeitung des Krisenmanagements in der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. Dem CDU-Politiker schwebt ein externes Gremium wie die Kirchbach-Kommission vor. Diese Experten hatten unter der Leitung des früheren Bundeswehrgenerals Hans-Peter von Kirchbach die Abläufe im Land während der Elbefluten 2002 und 2013 untersucht und Empfehlungen für künftige Hochwasser gegeben. "Das kann ich mir auch hier sehr gut vorstellen", sagte Kretschmer.

14:01 Uhr | Einmal 150 Euro für Bedürftige

Der Bundestag hat am Freitag auch weitere Hilfen für Bedürftige beschlossen. Das vom Arbeitsministerium eingebrachte Sozialpaket III sieht einmalig 150 Euro für Empfänger der Grundsicherung vor. Zudem wird der wegen der Coronavirus-Pandemie erleichterte Zugang zur sozialen Grundsicherung noch einmal verlängert. Hier geht es vor allem um den Schutz der Ersparnisse von Anspruchsberechtigten.

13:15 Uhr | Fast 20.000 Corona-Tote in Tschechien

In Tschechien ist die Zahl der Corona-Toten auf fast 20.000 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Prag mitteilte, stieg zuletzt innerhalb von 24 Stunden die Zahl der seit Beginn der Pandemie infizierten Menschen um 14.457 auf mehr als 1,2 Millionen. Das Nachbarland der Bundesrepublik Deutschland hat rund 10,7 Millionen Einwohner.

13:01 Uhr | Bundesverdienstkreuze für Biontech-Gründer

Die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Sahin bekommen ein Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde dem Ehepaar am 19. März im Schloss Bellevue die Auszeichnungen überreichen. Laut Bundespräsidialamt nimmt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zeremonie teil. Als Begründung wurde genannt, dass Türeci und Sahin mit Grundlagenforschung und deren Übersetzung in die Praxis in kürzester Zeit einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt und damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet hätten.

12:50 Uhr | Fast 90.000 Menschen in Sachsen-Anhalt geimpft

In Sachsen-Anhalt sind bislang gut 89.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Im Jerichower Land sollten heute die ersten Lehrkräfte und Erzieherinnen an die Reihe kommen. Zudem wies Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand im ZDF die Vorwürfe wegen seiner vorzeitigen Impfung einmal mehr zurück. Alles das und mehr haben heute Vormittag die Kollegen aus Magdeburg berichtet:

12:44 Uhr | Impfstoff von Johnson & Johnson vor Zulassung

Der Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson könnte am 11. März grünes Licht von der EU-Arzneimittelbehörde EMA erhalten. Das meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Der EMA liegt ein Antrag auf bedingte Marktzulassung von dem US-Pharmakonzern vor. Es wäre der vierte in der EU zugelassene Coronavirus-Impfstoff.

12:47 Uhr | Impfungen für Lehrkräfte in Thüringen

In Thüringen werden am Sonntag rund 5.350 Grund- und Förderschulkräfte sowie Kindergarten-Erzieherinnen zur ersten Coronavirus-Schutzimpfung erwartet. Alle für sie verfügbaren Termine in Impfzentren seien vergeben, sagte Jörg Mertz, der Impf-Koordinator der Kassenärztlichen Vereinigung im Land. Auch die Termine für Menschen unter 65 Jahren aus der Prioritätsgruppe 2 für morgen seien komplett vergeben. Insgesamt würden so am Wochenende mehr als 10.000 Menschen geimpft. Am Dienstag war parallel zu den Impfungen der über 80-Jährigen und von unter 65-Jährigen der höchsten Prioritätsgruppe die Terminvergabe in der Prioritätsgruppe 2 angelaufen.

12:25 Uhr | Bundestag beschließt weitere Hilfen

Familien, Gaststätten, Firmen und Selbstständige sollen bei der Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie weitere steuerliche Hilfen erhalten. Der Bundestag beschloss heute mit den Stimmen von Union und SPD sowie von FDP und AfD den Entwurf des dritten Corona-Steuerhilfegesetzes, mit dem Entlastungen verlängert werden. Die Linke und die Fraktion der Grünen enthielten sich bei der Abstimmung.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Familien im Mai einen weiteren "Kinderbonus" von 150 Euro für jedes kindergeldberechtigte Kind bekommen. Auf Speisen in der Gastronomie soll weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben statt 19 Prozent anfallen. Das kann aber erst wirken, wenn die Gastronomie wieder öffnet, weshalb die Steuersenkung bis Ende 2022 gelten soll. Für Getränke bleibt es beim Satz von 19 Prozent. Ferner sollen Unternehmen in größerem Umfang als bisher Verluste in den Jahren 2020 und 2021 bei der Steuer mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen können.

12:15 Uhr | Umfrage: Kinderärzte fürchten Pleitewelle

Viele niedergelassene Kinderärzte in Deutschland fürchten in der Coronavirus-Pandemie um ihre Zukunft. Mehr als ein Drittel sehen ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Das geht laut einem "Spiegel"-Bericht aus einer repräsentativen Umfrage des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hervor. Demnach gingen Patientenzahlen in den Praxen deutlich zurück, weil wegen der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus weniger Kinder andere Infektionskrankheiten haben. Auch blieben viele Familien aus Sorge vor Ansteckung den Praxen fern.

11:58 Uhr | Bundesagentur braucht mehr Geld für Kurzarbeit

Die Bundesagentur für Arbeit braucht wegen des zweiten Lockdowns deutlich mehr Geld für Kurzarbeitergeld. Der Ansatz von sechs Milliarden Euro für 2021 müsse verdoppelt werden, sagte BA-Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld: "Durch den harten, mehrmonatigen Lockdown sind die Ausgaben für das Kurzarbeitergeld erneut stark gestiegen und die Mittel werden Ende März aufgebraucht sein. Das konnten wir bei der Haushaltsplanung im Herbst nicht vorhersehen." Die Bundesagentur habe zunächst mit 700.000 Kurzarbeitern im Jahresschnitt gerechnet. Nun allerdings liege die Prognose schon bei rund 1,1 Millionen.

11:00 Uhr | Nordsachsen hebt Lockerungen wieder auf

Ab morgen gelten im Landkreis Nordsachsen wieder die nächtliche Ausgangssperre und der 15-Kilometer-Bewegungsradius. Da der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner an fünf Tagen in Folge überschritten worden sei, ist dies laut Landratsamt notwendig. Nach Einschätzung des Kreis-Gesundheitsamts lässt sich die Entwicklung auf eine Häufung von Coronavirus-Infektionen in Kitas zurückführen. Auch an Schulen gebe es immer wieder Fälle.

10:55 Uhr | Mütter übertragen Antikörper auf Babys

Das Robert Koch-Institut hat nach Worten von Präsident Lothar Wieler festgestellt, dass mit dem Coronavirus infizierte schwangere Frauen die Antikörper auf ihre Babys übertragen. Die Kinder seien gesund, sagte Wieler bei der heutigen Pressekonferenz des RKI in Berlin. Das sei "ein ermutigendes Zeichen" für das Ziel einer Herdenimmunität.

10:45 Uhr | Auch Rheuma-Medikamente können helfen

Zwei Rheuma-Medikamente, die es schon seit Jahren gibt, können die Überlebenschancen von Covid-19-Intensivpatienten erhöhen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie mit 800 Patienten, an der auch das Uniklinikum in Jena beteiligt war. Sie wurde jetzt in dem renommierten Fachblatt "New England Journal of Medicine" veröffentlicht.

10:30 Uhr | Spahn: Praxis-Ärzte werden einbezogen

Beim heutigen RKI-Pressebriefing hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von "ersten Erfolgen der Impfkampagne" gegen das Coronavirus in Deutschland gesprochen. Mehr als 40 Prozent der über 80-Jährigen seien geimpft, das Infektionsgeschehen bei ihnen gehe zurück. Nach den Angaben des CDU-Politikers haben in Deutschland jetzt 4,5 Prozent der Bürger eine erste Impfung. Die Impfungen "nehmen Fahrt auf", sagte der Minister dazu. Zuletzt seien Höchstwerte von 160.000 Impfungen pro Tag erreicht worden, zusätzliche Kapazitäten jedoch nötig.

Spahn kündigte deshalb an, dass bald auch niedergelassene Ärzte impfen können. Die Impfverordnung solle das in einem ersten Schritt für Praxen regeln, die etwa an Krebs erkrankte Risikopatienten behandeln. In einem zweiten Schritt sollten dann alle niedergelassenen Medinziner "in die regelmäßige Impfkampagne einbezogen" werden. Wann das genau passieren soll, wollte Spahn heute allerdings noch nicht sagen: "Wir bereiten das gerade gut vor – bis hin zur Frage der Vergütung."

09:45 Uhr | Schnelle Impfkampagne in Israel

In Israel haben 50 Prozent der Bevölkerung mindestens eine erste Coronavirus-Schutzimpfung erhalten. Wie Gesundheitsminister Yuli Edelstein mitteilte, haben etwa 35 Prozent der Israelis inzwischen auch schon beide Dosen der Impfung von Pfizer und Biontech erhalten.

09:16 Uhr | Auch niedergelassene Ärzte wollen impfen

Spätestens ab Mai soll auch in Arztpraxen gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung erwartet "einen Impfstart für die Praxen in den nächsten sechs bis acht Wochen". Das sagte ein KBV-Sprecher der "Rheinischen Post". Weltärztebund-Chef Frank Ulrich Montgomery rechnet jetzt wegen einer "Schwemme an Impfstoffen" mit einer Überforderung der bisherigen Impfzentren. In einem Interview mit RTL/ntv forderte er daher Konzepte, wie Impfstoff zu Hausarztpraxen transportiert werden könne: "Das alles muss jetzt geplant werden", was laut Montgomery aber nicht der Fall ist.

09:00 Uhr | Reges Infektionsgeschehen in Thüringen

Während in Deutschland insgesamt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 66 gestiegen ist, liegt Thüringen weiter an der Spitze aller Bundesländer – mit 135 neu bestätigten Coronavirus-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Nach den Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie ist dieser Wert momentan der einzige unter den Werten der Länder, der über der Marke von 100 lag. Die benachbarten Sachsen hatten zuletzt bei 87 und Sachsen-Anhalt bei 95 gelegen.

08:23 Uhr | Sächsische Politiker gegen Privilegien

In Sachsen lehnen Politiker aller Parteien mehr Freiheiten für schon geimpfte Menschen ab. Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Dierks, sagte MDR AKTUELL, solange nicht jedem Bürger ein Impfangebot gemacht werde, habe die Debatte über Privilegien ein hohes "Verhetzungspotenzial". Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken, Susanne Schaper, warnte vor einer Zweiklassengesellschaft.

Ähnlich wie Schaper äußerte sich der AfD-Politiker Dietmar Frank Schaufel. Die Grünen-Politikerin Kathleen Kuhfuß meinte, ein spezieller Impfnachweis komme einem Impfzwang gleich. Zuvor hatte auch Sozialministerin Petra Köpping (SPD) mehrfach betont, dass sie mehr Freiheiten für geimpfte Menschen vorerst ablehne.

08:06 Uhr | Pflegeheime müssen vorsichtig bleiben

Experten haben die Pflegeheime aufgefordert, auch nach Impfungen vorsichtig zu bleiben. Dem epd sagten die Bremer Pflegeforscherin Karin Wolf-Ostermann und ihr Kollege Heinz Rothgang, zunächst stünden den Alten- und Pflegeheimen noch schwierige Wochen bevor. Nach Schätzungen hatte von den fast 70.000 Pandemie-Todeopfern mehr als die Hälfte in einem Altenheim gelebt. Auch wenn nach Angaben des Robert Koch-Instituts fast 50 Prozent der Heimbewohner jetzt zweimal gegen das Coronavirus geimpft worden seien, müssten die Heime weiter umfassende Vorsichts- und Hygienemaßnahmen ergreifen.

07:58 Uhr | Britische Queen: Impfung "tut nicht weh"

Die britische Königin Elizabeth II. will den Menschen die Angst vor Coronavirus-Impfungen nehmen: Ihre Impfung habe "überhaupt nicht wehgetan", sagte die 94 Jahre alte Königin gestern. Sie forderte diejenigen auf, die Impfungen ablehnten, an andere Menschen zu denken. Die Queen war im Januar zusammen mit ihrem Ehemann, Prinz Philip, geimpft worden. Sie fühle sich nun geschützt.

07:15 Uhr | Aufklärung über Tote in Pflegeheimen gefordert

In Sachsen sind seit Oktober 2020 an und mit einer Coronavirus-Infektion mehr Menschen in Pflegeheimen gestorben als in allen anderen Bundesländern - 1.632 insgesamt. Das hat auf Anfrage der Linken das Bundesgesundheitsministerium mitgeteilt. Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte nun Aufklärung darüber, warum die Zahl der Toten in den sächsischen Pflegeheimen so hoch ist. Er sagte MDR AKTUELL, die Landesregierung müsse erklären, warum die Pflegebedürftigen nicht die Krankenhäuser erreicht hätten. Sollte es hier eine Vorauswahl unter der Patienten gegeben haben, müsse das Konsequenzen haben.

06:45 Uhr | Bartsch fordert klare Leitlinien für Lockerungen

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat von Bund und Ländern klare Richtlinien für Lockerungen bei den Schutzmaßnahmen gefordert. Bartsch sagte MDR AKTUELL, es müsse Leitlinien geben, damit Menschen und Unternehmen besser planen könnten. Über Maßnahmen dürfe nicht nach Bundesländern entschieden werden sondern nach Kreisen. CSU-Chef Markus Söder warnte vor einer "Öffnungshektik". Man wolle schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht. Lockerungen müssten bei Bedarf auch wieder zurückgenommen werden können.

06:25 Uhr | Impfausweise sollen Urlaub retten

Die EU will einen einheitlichen Impfpass einführen, um das Reisen in der Coronavirus-Pandemie zu erleichtern. Das gemeinsame System könnte pünktlich zur Sommersaison einsatzbereit sein, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend nach einem EU-Sondergipfel zur Corona-Pandemie. Die EU-Kommission wolle in den kommenden drei Monaten die technischen Möglichkeiten schaffen, um nationale digitale Impfausweise zu verbinden, etwa eine Datenbank zur Registrierung der Impfungen und personalisierte QR-Codes für Geimpfte.

06:10 Uhr | Bundestag entscheidet über Hilfspaket

Der Bundestag entscheidet heute über ein weiteres Hilfspaket für Familien, Geringverdiener und Unternehmen, auf das sich Union und SPD Anfang Februar geeinigt hatten. Familien mit Kindern sollen wie im vergangenen Jahr einmal 150 Euro je Kind erhalten. Der Zuschuss soll im Mai kommen. Auch Geringverdiener und Sozialhilfe-Empfänger sollen 150 Euro als Zuschuss zur Grundsicherung erhalten. Geplant sind außerdem Steuererleichterungen für Unternehmen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 26. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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