Coronavirus-Pandemie Ticker: Länder können 10,5 Millionen Selbsttests bestellen

Der Bund will den Ländern die Bestellung von Corona-Selbsttests erleichtern. Die KV Sachsen befürchtet, dass Menschen, die mit einem negativen Corona-Schnelltest von Lockerungen, wie einem Restaurantbesuch oder einem Einkaufsbummel, profitieren wollten, betrügen könnten. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Corona-Selbsttest liegt auf einem Tisch
Der Bund will die Länder bei der Beschaffung von Selbsttests unterstützen. Bildrechte: MDR/Tanja Gorges

Unser Ticker am Montag, 8. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:59 Uhr | IBM soll digitalen Impfpass entwickeln

Der digitale Impfpass für Deutschland soll vom US-Konzern IBM entwickelt werden. Das geht aus der Online-Ausgabe des EU-Amtsblatts hervor. IBM wollte dazu noch keine Stellung nehmen. Um den Auftrag hatte sich auch die Deutsche Telekom beworben, die nun leer ausgeht. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den digitalen Impfpass noch vor den Sommerferien anbieten. Vor allem die Tourismus- und Luftfahrtindustrie setzen große Hoffnungen auf ein solches Dokument. Der Impfpass soll EU-weit einheitlich gestaltet werden.

21:29 Uhr | App-Test für mehr Bewegungsfreiheit

Der Halberstädter Unternehmer Andreas Richter hat mit seinem Team eine App entwickelt, die in unserem Alltag wieder mehr Möglichkeiten eröffnen würde. Die App wird gerade in der Stadt getestet.

20:53 Uhr | Länder können 10,5 Millionen Selbsttests bestellen

Die Bundesregierung will den Ländern die Bestellung von Corona-Selbsttests erleichtern. Das geht aus einem Brief von Gesundheitsminister Jens Spahn und Infrastrukturminister Scheuer an die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten hervor. Demnach können die Länder bis morgen Mittag beim Pharmakonzern Roche 10,5 Millionen Tests bestellen. Das Unternehmen will dann ab Mittwoch täglich 1,5 Millionen Stück liefern. Roche bekommt dafür eine befristete Abnahmegarantie. Dem Schreiben zufolge ist die Unterstützung durch den Bund als Starter-Paket gedacht, bis die von den Ländern selbst organisierten Selbsttests eintreffen. Die Test sollen die Länder allem an Schulen und in Kitas einsetzen.

20:48 Uhr | Frauen stärker von Corona-Pandemie betroffen

Frauen sind die Verliererinnen der Corona-Krise. Am heutigen Weltfrauentag schauen wir anhand der Zahlen auf die Lage der Frauen in der Pandemie und darauf, wie sich die Krise auf die Gleichberechtigung auswirkt.

18:36 Uhr | Banksy-Gemälde zur Corona-Pandemie wird versteigert

eine Zeichnung vone inem kleinen Jungen
Banksys Gemälde "Game Changer" zeigt einen Jungen, der lieber mit einer Krankenschwester-Superheldenfigur spielt, als mit Batman oder Superman. Bildrechte: dpa

Ein Corona-Gemälde des britischen Street-Art-Künstlers Banksy soll Ende März versteigert werden. Der Erlös soll dem britischen Gesundheitsdienst NHS zugute kommen. Der Schätzwert liegt nach Angaben des Auktionshauses Christie's zwischen drei und vier Millionen Euro. Das einen Quadratmeter große Bild hängt seit Mai vergangenen Jahres im Flur eines Krankenhauses in Southampton. Es zeigt einen Jungen, der eine kleine Krankenschwester-Puppe mit Maske und Superhelden-Umhang durch die Luft schweben lässt. Superman und Batman liegen im Papierkorb daneben. In einer Notiz an die Krankenhaus-Mitarbeiter hatte sich Banksy für ihren Einsatz in der Corona-Krise bedankt.

17:40 Uhr | Spielplätze im Landkreis Hildburghausen dürfen öffnen

Im Landkreis Hildburghausen in Thüringen dürfen Spielplätze trotz hoher Corona-Infektionszahlen wieder öffnen. Nach Angaben des Landratsamts haben das der Krisenstab und das Gesundheitsamt entschieden. Zuvor hatten mehrere Bürgermeister der Region die Schließung kritisiert. Der Eisfelder Bürgermeister Gregor hatte darauf verwiesen, dass Kitas und Grundschulen in der Notbetreuung gut besucht seien. Es sei daher nicht verständlich, dass Spielplätze an der frischen Luft gesperrt blieben. Seit Dezember dürfen die Spielplätze wegen der hohen Infektionszahlen nicht genutzt werden. Nach Daten des Risklayer-Projekts hat der Landkreis Hildburghausen aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 231.

16:26 Uhr | Masken-Affäre: Nüßlein tritt aus CSU aus

Der wegen Geschäften mit Corona-Schutzmasken kritisierte Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein ist aus der CSU ausgetreten. Das teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume mit. Er forderte Nüßlein zugleich auf, auch sein Bundestagsmandat niederzulegen. Aus der Unions-Fraktion war Nüßlein ebenso wie der gleichfalls kritisierte Abgeordnete Nikolas Löbel bereits gestern ausgetreten. Löbel hatte heute sein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ursprünglich hatte er das Mandat bis zum Ende der Wahlperiode im Herbst behalten wollen.

16:23 Uhr | KV Sachsen befürchtet Manipulationen bei Selbsttests

Der Vorstandsvorsitzende des Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KV), Klaus Heckemann, hat Sorge vor Manipulationen bei Corona-Selbsttests geäußert. Heckemann sagte MDR AKTUELL, wenn der Selbsttest ein Türöffner für das Profitieren von Lockerungen sei, habe der Getestete ein Interesse an einem negativen Ergebnis. Wenn ein Test mit einer entsprechenenden Großzügigkeit durchgeführt werde, könne man sicher bei jedem bewirken, dass dieser negativ ausfalle.

Heckemann sagte, Tests müssten von Personen durchgeführt werden, die Interesse an einem objektiven Ergebnis hätten. Das seien Ärztinnen und Ärzte. Dort seien die Tests auch genauer. Nach Ansicht von Heckemann ist die aktuelle Situation anders als bei der großen Nachfrage nach Schnelltests zu Weihnachten. Im Dezember hätten viele vor einem Familienbesuch sichergehen wollen, dass sie ältere Verwandte nicht gefährden. "Wenn es nicht um das Schützen von der Verwandtschaft oder anderen geht, sondern um irgendwo zu profitieren von Lockerungen, dann ist das ein bisschen fragwürdig", erklärte der KV-Vorsitzende.

Nach Angaben des Sozialministeriums Sachsen ist ein selbst vorgenommer positiver Corona-Schnelltest nicht meldepflichtig. Laut Allgemeinverfügung besteht aber die Pflicht, das Ergebnis durch einen PCR-Test prüfen zu lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen empfiehlt, bei einem positiven Selbsttest den Hausarzt aufzusuchen. Der Schnelltest beim Arzt und der PCR-Test im Labor seien für Patienten kostenlos.

15:34 Uhr | Neue Corona-Regeln seit Montag in Kraft

Mit dem Beginn der neuen Woche sind neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Je nach Infektionslage wird der Lockdown an einigen Stellen gelockert. So dürfen sich nun wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kitas und Schulen können wieder öffnen, wenn das jeweilige Bundesland so entscheidet. Außerdem dürfen einige Geschäfte und Dienstleister wieder öffnen: Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sowie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Bei einer Inzident zwischen 50 und 100 darf der Einzelhandel Termin-Shopping anbieten. Auch Museen, Galerien und Zoos dürfen nach vorheriger Terminvereinbarung Besucherinnen und Besucher empfangen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 dürfen zudem bis zu 20 Kinder in der Gruppe Sport treiben. Bei einer Inzidenz unter 50 ist kontaktloser Sport in der Gruppe von bis zu zehn Erwachsenen erlaubt. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Regeln jetzt gelten:

14:15 Uhr | GEW in Sachsen-Anhalt zieht positives Fazit

In Sachsen-Anhalt hat die Lehrergewerkschaft GEW eine Woche nach den Schulöffnungen ein positives Fazit gezogen. Landeschefin Eva Gerth sagte, der Wiedereinstieg habe gut funktioniert. Das Wechselmodell sei erprobt, und es gebe einen besseren Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern. Nun komme es darauf an, dass es ausreichend Corona-Schnelltests für das Schulpersonal gebe und möglichst zeitnah auch Selbsttests für Kinder und Jugendliche. In Sachsen-Anhalt sind die Schulen seit Anfang März wieder für alle Jahrgänge geöffnet.

14:10 Uhr | Suhl hat wieder Inzidenzwert von über 200

In Suhl hat die Sieben-Tage-Inzidenz wieder den Wert von 200 pro 100.000 Einwohner überschritten. Wie die Stadt mitteilte, bleiben Schulen und Kitas zunächst geöffnet. Am Dienstag werde der Krisenstab über das weitere Vorgehen entscheiden. Der hohe Anstieg wird unter anderem auf das Infektionsgeschehen in einem Suhler Kindergarten zurückgeführt. Dort hatten sich 24 Kinder und Erzieher mit einer neuen Variante des Coronavirus angesteckt.

14:05 Uhr | Corona-Pandemie bremst Urlaubsplanung

Urlaubsreisen stehen bei den Deutschen einer Studie zufolge unverändert weit oben auf der Wunschliste, doch die Corona-Pandemie bremst die Planung. Demnach wissen 38 Prozent noch nicht, ob sie in diesem Jahr reisen werden. Das geht aus der am Montag vorgestellten Analyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen hervor. Knapp die Hälfte plant demnach eine Urlaubsreise. Bei der Befragung im Januar 2020 – also vor Ausbruch der Pandemie – waren es 71 Prozent. Nur 14 Prozent gaben an, in diesem Jahr definitiv nicht verreisen zu wollen.

13:50 Uhr | Etwa drei Prozent der Deutschen sind vollständig geimpft

In Deutschland sind inzwischen mindestens drei Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Etwa 2,5 Millionen Menschen haben bereits die zweite Dosis Impfstoff erhalten. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Begonnen hatten die bundesweiten Impfungen – nach ersten Impfungen in Sachsen-Anhalt – offiziell am 27. Dezember.

13:45 Uhr | Syriens Präsident positiv auf Corona getestet

Syriens Präsident Baschar al-Assad ist nach Angaben seines Büros positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gelte auch für seine Frau Atma, heißt es. Beide zeigten milde Symptome. Sei seien in ihrem Haus in Selbstisolation und würden von dort aus weiter arbeiten.

13:22 Uhr | Testzentrum an Dresdner Messe gestartet

In Dresden können sich Menschen seit heute auf der Messe einmal wöchentlich kostenfrei auf Corona testen lassen. Die Antigen-Schnelltests werden täglich zwischen 8 und 18 Uhr angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

13:20 Uhr | Ein Jahr mit Corona: Die Virologin Melanie Maier berichtet

Das virologische Labor der Leipziger Uniklinik wusste früh vom neuartigen Coronavirus. Für Virologin Melanie Maier begann bereits zu Silvester 2019 eines der anstrengendsten Jahre ihres Berufslebens. Bei MDR WISSEN berichtet sie über das in beruflicher wie privater Hinsicht herausfordernde Jahr mit Corona:

13:05 Uhr | Studie: Beschäftigte zufrieden mit Homeoffice-Lösung

Die meisten Beschäftigten im Homeoffice sind einer Studie zufolge zufrieden mit ihrer Arbeitssituation. Nach der Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung empfinden drei von vier Beschäftigten Heimarbeit als positiv. Eine komplette Rückkehr zum Präsenzbetrieb wollen nur wenige. 70 Prozent der Befragten wünschen sich, auch künftig zwei bis drei Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten zu können. Dass die Arbeit im Homeoffice meistens effizienter ist, glauben 60 Prozent der Befragten.

Die Steuer muss an das Finanzamt gezahlt werden. 10 min
Bildrechte: Colourbox.de

Im vergangenen Jahr haben viele Menschen Teile ihres Arbeitsalltages im sogenannten Homeoffice verbracht. Aenne Riesenberg von Finanztest erklärt, was man davon steuerlich geltend machen kann.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Di 23.02.2021 11:50Uhr 09:31 min

https://www.mdr.de/mdr-thueringen/audio-service-steuer-homeoffice-absetzen-heimarbeit-buero-kosten-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

12:25 Uhr | Löbel legt Bundestagsmandat sofort nieder

Wegen der Affäre um lukrative Geschäfte mit Corona-Schutzmasken legt der zunehmend unter Druck geratene Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel sein Bundestagsmandat sofort nieder. Er tue das, "um weiteren Schaden von meiner Partei abzuwenden", teilte Löbel am Montag mit.

Der 34-jährige Löbel soll eine Provision in Höhe von 250.000 Euro für die Vermittlung von Masken-Geschäften kassiert haben. Ebenfalls unter Druck steht der CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein, der sogar 660.000 Euro mit der Vermittlung von Masken verdient haben soll. Nüßlein ist inzwischen aus der CSU-Fraktion ausgetreten, will sein Bundestagsmandat aber behalten. Das CSU-Präsidium will am Montagnachmittag darüber sprechen, welche parteilichen Konsequenzen das Verhalten von Nüßlein haben müsse.

12:12 Uhr | Burgenlandkreis impft Hunderte Lehrer

Der Burgenlandkreis hat am Wochenende planmäßig Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen gegen das Coronavirus geimpft. Insgesamt hätten am Samstag und Sonntag 751 Pädagogen die Erstimpfung erhalten, teilte ein Sprecher des Kreises am Sonntag mit. Die Erstimpfung des Personals der Grund- und Förderschulen sowie der Kindertagesstätten sei bereits abgeschlossen. Der Burgenlandkreis wies am Sonntag laut übereinstimmenden Angaben von Risklayer und dem Sozialministerium mit 165,5 die höchste sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt auf.

Das Impfzentrum in den Magdeburger Messehallen wird seit Montag mit zwei Impfstraßen betrieben. Magdeburgs Sozialbeigeordnete Simone Borris sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ab sofort arbeite das Zentrum im Zweischichtsystem: "Die Kapazität wird damit deutlich erhöht." Das Impfzentrum habe seine Öffnungszeiten erweitert und sei jetzt täglich von 8 bis 20 Uhr in Betrieb. Impfstoff sei ausreichend vorhanden.

12:00 Uhr | Städte- und Gemeindebund fordert mehr Tempo bei Schnelltests

Angesichts der bundesweiten Lockerungen der Corona-Regeln am Montag hat der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, mehr Tempo beim Angebot kostenloser Schnelltests gefordert. "Wir müssen besser, schneller, unbürokratischer, auch mutiger werden", sagte Landsberg im ZDF. Er hätte sich eine frühere Schnellteststrategie gewünscht, aber nun müsse nach vorn geschaut werden. Landsberg forderte zudem, dass Bund und Länder mehr auf die Erfahrungen in den Kommunen vor Ort hören sollten.

11:25 Uhr | Schnelltests nur in wenigen sächsischen Apotheken möglich

Corona-Schnelltests werden dem Apothekerverband zufolge wohl nur in wenigen sächsischen Apotheken möglich sein. Sie gehe davon aus, dass nur eine geringe zweistellige Prozentzahl der rund 950 Apotheken im Freistaat dieses Angebot machen können, sagte Verbandssprecherin Kathrin Quellmalz. Grund sei ein straffes Hygienekonzept, das einen separaten Zugang sowie einen eigenen, gut belüfteten Raum für die Testungen vorsieht. In den vergangenen Tagen hätten bereits viele Kundinnen und Kunden nach den Schnelltests gefragt. Quellmalz rechnet daher mit einem ähnlichen Ansturm wie auf die Selbsttests bei den Discountern.

11:15 Uhr | Frankfurter Buchmesse als Präsenzveranstaltung geplant

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das teilten die Organisatoren mit. Die Messe im Oktober ist den Angaben zufolge an ein Hygienekonzept geknüpft. So ist eine großzügige Hallengestaltung mit deutlich verbreiterten Gängen und größeren Messeständen geplant. Alle Besucher müssen sich vorab registrieren. Alle Veranstaltungen sollen aber auch live gestreamt werden. Im vergangenen Oktober fand die Frankfurter Buchmesse komplett digital statt.

Die Leipziger Buchmesse ist 2021 bereits abgesagt worden.

10:35 Uhr | Grüne kritisieren Corona-Warn-App

Der Digitalexperte der Grünen, Dieter Janecek, kritisiert die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Janecek sagte dem "Handelsblatt", die Bilanz der Bundesregierung in Sachen App sei nach einem Jahr Pandemie desaströs. Die Erkennung von Clustern mit der Corona-Warn-App des Bundes, in denen besonders viele Menschen zusammenkommen, sei monatelang verschlafen worden. Gesundheitsminister Jens Spahn sei bei der Weiterentwicklung der Corona-App auf ganzer Linie gescheitert.

Bund und Länder wollen sich heute über eine neue App zur Kontaktnachverfolgung einigen. Im Gespräch ist die App "Luca". Sie könne Besuche von Restaurants und Kinos erleichtern.

09:20 Uhr | Virologe: Mehr auf Inzidenzwert von Risikogruppen schauen

Der Virologe Klaus Stöhr spricht sich dafür aus, bei der Frage nach Corona-Lockerungen nicht nur auf die allgemeine Inzidenzzahl zu schauen. Im Gespräch mit MDR AKTUELL sprach Stöhr sich dafür aus, sich stärker auf den Sieben-Tage-Inzidenzwert der Risikogruppen zu konzentrieren. Auch die Belegung der Intensivbetten müsse bei der Bewertung einfließen. Das werde in Sachsen bereits getan. Der allgemeine Inzidenzwert zeige hingegen lediglich, wie viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, aber nicht, wer tatsächlich erkrankt sei.

09:00 Uhr | Schleswig-Holstein erwägt Öffnung von Hotels ab Ostern

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sieht Chancen für Ferien in Schleswig-Holstein. "Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen", sagt Günther in der "Rheinischen Post" am Montag. "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können – unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps." Im Gegensatz zu den Herbstferien im vergangenen Jahr stünden nun ausreichend Schnelltests zur Verfügung.

08:40 Uhr | Noch keine kostenlosen Schnelltests in Thüringen

In Thüringen können am Montag noch keine kostenlosen Corona-Schnelltests angeboten werden. Gesundheitsministerin Heike Werner sagte MDR THÜRINGEN, der Grund dafür sei, dass die dafür nötige Verordnung der Bundesregierung bis Sonntagabend noch nicht vorlag. Ungeklärt sei unter anderem, wie die Tests bezahlt werden.

Auch in Sachsen-Anhalt stehen die Tests noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte am Abend in der ARD, die Verhandlungen mit einzelnen Partnern liefen. Im Laufe dieses Monats bis in den April hinein werde all das, was zuletzt beschlossen wurde, funktionieren.

08:10 Uhr | Wachsender Druck auf Löbel und Nüßlein

In der Affäre um Corona-Schutzmasken wächst der Druck auf die Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel und Georg Nüßlein. Die Unionsspitze drängt beide Politiker, auf ihr Mandat zu verzichten. CDU-Chef Armin Laschet sagte der ARD, wer sich persönlich an der Krise bereichere, sei kein Volksvertreter. Er müsse daher das Parlament schleunigst verlassen. Auch CSU-Chef Markus Söder fordert grundlegende Konsequenzen. Löbel und Nüßlein sollen für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken Provisionen kassiert haben. Beide erklärten inzwischen ihren Austritt aus der Bundestagsfraktion. Löbel will sein Abgeordnetenmandat aber erst Ende August niederlegen. Nüßlein will sein Mandat bis zum Ende der Legislaturperiode im September behalten.

07:30 Uhr | Mehr als 10.000 Verfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen

Bei den Gerichten sind im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Eilverfahren und Klagen gegen Corona-Auflagen eingegangen. Das teilte der Deutsche Richterbund mit. Der Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", Bürgerinnen und Bürger hätten sich unter anderem gegen Kontaktverbote, geschlossene Schulen, Quarantäne-Auflagen oder die Maskenpflicht gewehrt. Kinos, Restaurants, Hotels oder Konzertveranstalter hätten erreichen wollen, dass sie wieder öffnen dürften. Zum größten Teil hätten die Gerichte die Corona-Beschränkungen aber bestätigt. Ein deutlicher Rückgang der Klagen zeichne sich bislang nicht ab.

07:10 Uhr | Ab heute kostenlose Schnelltests

Parallel zu den Corona-Lockerungen können sich Bürger ab heute einmal wöchentlich testen lassen. Die Kosten dafür trägt der Bund. Durchgeführt werden die Schnelltests von geschultem Personal etwa in Apotheken. Das Land Sachsen listet auf einer interaktiven Karte alle Möglichkeiten zu Corona-Schnelltests auf.

Für die Organisation sind die Länder zuständig. Allerdings sind die Schnelltests noch nicht überall verfügbar. Laut Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner beteiligen sich im Freistaat nur wenige Kommunen. Als Grund nannte sie dem MDR, dass die dafür nötige Verordnung der Bundesregierung bis zum Abend noch nicht vorgelegen habe. Ungeklärt sei unter anderem, wie die Tests bezahlt würden.

Auch die Apotheken sehen bei der Organisation von Schnelltests erhebliche Herausforderungen auf sich zukommen. Die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening sagte im ZDF, es werde nicht möglich sein, die Schnelltests sofort überall anzubieten. So müsse die Wegeführung für Testkunden eine andere sein als für andere Kunden. Möglicherweise müssten extra Räume angemietet werden. Zudem bräuchten die Mitarbeiter für den eigenen Schutz eine entsprechende Ausrüstung. 

07:00 Uhr | Viele Bundesländer lockern Corona-Regeln

In den meisten Bundesländern werden heute die Corona-Maßnahmen gelockert. So dürfen sich fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen, Kinder werden dabei nicht mitgezählt. Der Einzelhandel darf Termine fürs Shoppen vergeben, unter anderem in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann sprach von einer Art Neuanfang. Es gehe beim Handel wieder los. Pro 40 Quadratmeter Geschäftsfläche dürften eine Person oder mehrere Angehörige eines Hausstands kommen. In den meisten Ländern dürfen zudem Museen unter Auflagen wieder öffnen oder Termine vergeben. Auch beim Sport sind ab einer bestimmten Inzidenz Lockerungen möglich.

06:30 Uhr | Bausewein hält testweise Ladenöffnungen in Erfurt für sicher

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein hält testweise Ladenöffnungen für kalkulierbar und sicher. Der SPD-Politiker sagte MDR AKTUELL, bei dem in seiner Stadt geplanten Experiment gehe es darum, ein Signal an die Bevölkerung zu senden. Erfurt will an einem der beiden kommenden Wochenenden Läden in der Innenstadt öffnen. Bausewein sagte, man wolle dafür um die Innenstadt Testzentren aufbauen. Menschen, die bei Corona-Schnelltests negativ getestet würden, könnten danach in Läden einkaufen gehen. Dabei würden die größtmöglichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Es gehe nicht um große Öffnungen, sondern um das Aufzeigen von Möglichkeiten. Selbst wohlwollende Bürger seien inzwischen pandemiemüde. Diese müsse man weiter mitnehmen. Unklar ist noch, ob die Landesregierung den Plänen zustimmt.

06:15 Uhr | 111 Verstöße gegen Homeoffice-Pflicht in Thüringen

Kontrolleure haben in Thüringer Betrieben 111 Fälle festgestellt, in denen Arbeitgeber kein Homeoffice angeboten hatten, obwohl die Tätigkeiten dies zugelassen hätten. Die Verstöße seien bei 315 Kontrollen mit Blick auf geltende Corona-Regeln seit Jahresbeginn bis zum 3. März erfasst worden, teilte das Arbeits- und Gesundheitsministerium von Heike Werner mit. Bußgelder seien bislang noch nicht verhängt worden. Den betroffenen Unternehmern seien Fristen gesetzt worden, Homeoffice-Angebote zu machen. In Deutschland gilt bis Ende April noch eine Homeoffice-Pflicht.

Auch nach einer Studie des Münchner ifo-Instituts gibt es beim Thema Homeoffice noch viel Luft nach oben. Den Angaben zufolge nutzten im Februar 81 Prozent der Firmen Homeoffice. Allerdings arbeiteten nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 8. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. März 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland