Coronavirus-Pandemie Ticker: Drogerien wollen ab 9. März Schnelltests verkaufen

Ab nächster Woche sollen Schnelltests frei verkäuflich sein. Kanzlerin Merkel lehnt ein öffentliches Impfen ab. Einen Gesetzesentwurf für einen digitalen Corona-Impfnachweis will die EU bereits im März vorlegen. In Mitteldeutschland steigt die Nachfrage nach dem Impfstoff von Astrazeneca, die allgemeine Impfbereitschaft steigt. Friseursalons dürfen wieder öffnen, Schulen und Kitas teilweise. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 1. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:18 Uhr | Ausbildungsprämie soll verdoppelt werden

Die Bundesregierung will die Ausbildungsprämie verdoppeln. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen Betriebe 4.000 Euro erhalten, wenn sie trotz der Corona-Krise keine Lehrstellen abbauen. Wer mehr Azubis als bislang einstellt, soll 6.000 Euro bekommen. Zudem ist geplant, dass auch größere Unternehmen die Förderung erhalten. Arbeitsminister Hubertus Heil warnte vor einer Krise auf dem Ausbildungsmarkt. Bei einer Online-Veranstaltung des Mittelstandsverbandes sagte er, ein Corona-Jahrgang müsse unbedingt verhindert werden. Die höheren Prämien sollen für Ausbildungsverhältnisse gelten, die ab Juni beginnen.

21:58 Uhr | Gesundheitsminister wollen Altenheime langsam öffnen

Die Gesundheitsminister der Länder wollen die Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen lockern. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte nach Gesprächen mit seinen Länderkollegen, den Menschen dort sollten nach den Corona-Impfungen wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden. Hygiene- und Testkonzepte müssten aber weiterhin konsequent umgesetzt werden. Der Vorschlag geht nun an die Ministerpräsidenten, die am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen beraten. Derzeit gelten in Alten- und Pflegeheimen bundesweit Einschränkungen, allerdings mit regionalen Unterschieden.

21:01 Uhr | Österreich plant weitere Lockerungen

In Österreich sollen die Corona-Maßnahmen weiter gelockert werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, die Gastronomie dürfe ihre Außenbereiche zu Ostern unter strengen Regeln wieder öffnen. Der Schulsport soll bereits ab Mitte März wieder erlaubt sein. Auch für Kultur und Tourismus gibt es Öffnungsperspektiven. Eine Sonderregelung gilt für das Bundesland Vorarlberg, wo die Inzidenzzahlen am niedrigsten sind. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 161 und damit zweieinhalb mal so hoch wie in Deutschland.

Seit heute werden in Österreich kostenlose Corona-Schnelltests verteilt. Jeder Österreicher über 15 Jahre kann sich in den Apotheken des Landes fünf Tests pro Monat abholen. In der ersten Woche sollten rund drei Millionen Tests für 600.000 Personen zur Verfügung stehen.

20:37 Uhr | Kretschmer räumt Fehler ein

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, äußert sich in Görlitz in einem Pressestatement zu den Ergebnissen der Bund-/Länder-Einigung zum Kohleausstieg.
Ministerpräsident Michael Kretschmer Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Fehler bei der Bewältigung der Corona-Krise im Freistaat eingeräumt. In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung sagte Kretschmer, es habe Fehler mit den Erfahrungen aus dem Frühjahr 2020 gegeben. Damals seien die Pflegeheime geschlossen gewesen und die Menschen hätten sehr unter der Einsamkeit gelitten. Das habe auf keinen Fall wiederholt werden sollen. Nachdem klar geworden sei, wie bösartig das Virus in den Heimen wüte, habe man das geändert. Aber das Betretungsverbot und die Pflicht zu Schnelltests seien zu spät gekommen.

19:10 Uhr | Kanzlerin Merkel lehnt öffentliches Impfen ab

AstraZeneca Impfdosen
Impfdosen von Astrazeneca Bildrechte: imago images / Sven Simon

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich derzeit nicht im Fernsehen mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Seibert sagte, Merkel habe immer wieder gesagt, sie lasse sich dann impfen, wenn sie an der Reihe sei. Merkel sei zudem 66 Jahre alt, und derzeit sei der Impfstoff nur für Unter-65-Jährige empfohlen, so Seibert.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hingegen würde sich "sofort mit Astrazeneca impfen lassen" und verwies dabei auf die Sicherheit des Impfstoffs, der sich derzeit in Deutschland keiner großen Beliebtheit erfreut. Das öffentliche Impfen von Merkel hatte aus diesem Grund der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, vorgeschlagen.

18:13 Uhr | DFB-Pokalspiel Regensburg-Bremen fällt aus

Das DFB-Viertelfinale zwischen Werder Bremen und dem Zweitligisten Jahn Regensburg findet morgen nicht statt. Der Deutsche Fußball-Bund sagte die Partie wegen mehrerer Corona-Fälle im Regensburger Team ab. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest. Erstmals muss damit eine Einzel-Begegnung mit Beteiligung eines Erstligisten pandemiebedingt abgesagt werden. Regensburgs Chefcoach Mersad Selimbegovic war bereits am Freitag positiv auf die britische Virus-Mutation getestet worden. Bei einer weiteren Testreihe gestern erhöhte sich die Zahl der Infizierten.

17:23 Uhr | Pläne für Corona-Schnelltests werden konkreter

Symbolbild Corona- Covid-19 Schnelltest
Corona-Selbsttest Bildrechte: IMAGO / Martin Wagner

Das Bundesgesundheitsministerium hat seine Pläne für massenhafte Corona-Schnelltests konkretisiert. Demnach sollen alle Bürger die Möglichkeit bekommen, sich zwei Mal pro Woche kostenlos von geschultem Personal testen zu lassen - etwa in Testzentren oder Arztpraxen. Das geht aus einem neuen Diskussionspapier hervor, das den Bundesländern zugeleitet wurde. Der genaue Starttermin in diesem Monat ist allerdings noch offen. Ab nächster Woche wollen außerdem Discounter und Drogerien Selbsttests für zuhause anbieten.

DM-Geschäftsführer Sebastian Bayer sagte dazu, man rechne mit einer Verfügbarkeit für die Kunden frühestens ab dem 9. März, sofern die Lieferzusagen des Herstellers eingehalten werden könnten. Man sei im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium und mit anderen Behörden. Auch die Firmengruppe Rossmann peilt den 9. März als Verkaufsstart an, "sofern die Lieferzusagen eingehalten werden". Um möglichst vielen Kundinnen und Kunden einen Test anbieten zu können, soll die Abgabemenge begrenzt werden. Auch Einzelhändler wie Edeka, Rewe und Aldi wollen Tests in ihr Sortiment aufnehmen.

16:37 Uhr | Altmaier für Lockerungen auch bei Inzidenz über 50

Peter Altmaier
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Bildrechte: dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier strebt an, Lockerungen auch oberhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu ermöglichen. Das geht laut "Handelsblatt" aus einem Konzept hervor, das Altmaier bei der kommenden Bund-Länder-Runde präsentieren will. Demnach sollen Öffnungen etwa in Handel und Gastronomie zulässig sein, auch wenn nicht - wie ursprünglich festgelegt - eine Inzidenz von maximal 35 neuen Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche erreicht wird. Voraussetzung für die Lockerungen seien zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, etwa Schnelltests. Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Bundesweit traten heute in verschiedenen Bereichen erste Lockerungen in Kraft - darunter bei Friseuren und in einigen Bundesländern beispielsweise auch Gartencentern oder Baumärkten.

15:33 Uhr | Friseurtermin für 422 Euro versteigert

Friseur Andreas Nuissl
Friseur Andreas Nuissl, der die Idee zur Versteigerung des ersten Termins hatte Bildrechte: dpa

Ein Kunde in Bayreuth hat sich seinen ersten Haarschnitt nach dem Lockdown 422 Euro kosten lassen. Das Geld soll an die Bayreuther Tafel und ein Projekt für trauernde Kinder gespendet werden. Die Idee für die Versteigerung kam von Friseur Andreas Nuissl. Friseure waren seit dem Lockdown vom 16. Dezember geschlossen. Das Verbot wurde nach einem Bund-Länder-Gipfel zum 1. März aufgehoben. Ein Haarschnitt ist nur mit Termin möglich, Kunden müssen zudem eine FFP2-Maske tragen, Friseure mindestens medizinische Gesichtsmasken. Außerdem brauchen Salons ein Hygienekonzept, dazu zählt auch der Mindestabstand zwischen Kunden von 1,5 Metern.

14:03 Uhr | Israel muss Handy-Ortung bei Corona-Infizierten einschränken

In Israel hat das Oberste Gericht der Regierung verboten, Handys von Corona-Infizierten pauschal zur Bestimmung von Kontaktpersonen zu nutzen. Das Gericht erklärte, die Maßnahme sei ein schwerer Verstoß gegen die bürgerlichen Freiheiten. Es sei zu befürchten, dass die Notmaßnahme allmählich zur Dauereinrichtung werde. Das Gericht gab der Regierung bis Mitte März Zeit, den wahllosen Einsatz der Überwachung zu beenden. Die Handy-Ortung dürfe nur genutzt werden, wenn Infizierte Auskünfte zu ihren Kontakten verweigerten.

Der israelische Geheimdienst setzt die Überwachungstechnologie seit einem Jahr ein. Dabei werden zur Kontaktermittlung Standorte von Infizierten mit Handydaten anderer Personen in der Nähe abgeglichen. Bürgerrechtsgruppen waren dagegen vor Gericht gezogen.

13:38 Uhr | Ansteckung in Kitas und Schulen

Experten am Leipziger Universtitätsklinikum sehen Kinder nicht als Pandemietreiber. Kinderklinik-Direktor Wieland Kiess widersprach bei MDR AKTUELL Befürchtungen, wonach Kinder Infektionen aus der Schule in die Familie tragen könnten. Bei der Verfolgung von Infektionsketten habe man festgestellt, dass es eher umgekehrt laufe. Eltern hätten sich im Büro oder Bekanntenkreis angesteckt und die Infektion an Kinder weitergegeben. Kiess sprach sich für eine Maskenpflicht in bestimmten Situationen im Unterricht aus. Generell sei er für das Aufteilen von Schulklassen.

Dazu passt eine Studie aus Rheinland-Pfalz: Sie besagt, dass sich bei Corona-Infektionen in Kitas zumeist das Betreuungspersonal untereinander ansteckt. Für die Studie wurden die Covid-19-Fälle in Schulen und Kitas von September bis Dezember 2020 ausgewertet. Demnach steckte in Kindergärten ein infizierter Erwachsener durchschnittlich 1,26 Personen an, zumeist andere Kollegen. Unter den Kita-Kindern war die Ansteckungsrate nicht einmal halb so hoch. In den Schulen wurden noch weit geringere Infektionsraten festgestellt. Die Experten empfahlen deshalb, bei Hygienemaßnahmen in Kitas Pausen- und Besprechungsräume des Personals stärker ins Visier zu nehmen.

12:04 Uhr | EU plant Gesetz für "Grünen Impfpass" schon im März

Die Europäische Kommission will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für einen digitalen Pass für Corona-Geimpfte vorlegen. In einer Video-Konferenz vor Unionsabgeordneten im Europaparlament sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, damit werde klar, wie der europäische Nachweis konkret aussehen solle. Damit der Pass ein Erfolg werde, brauche es Unterstützung aller Mitgliedsstaaten - auch Deutschlands.

Der EU-Gipfel hatte vergangene Woche vereinbart, einen digitalen Impfpass bis zum Sommer einzuführen. Ob das Dokument Erleichterungen bei Reisen oder beim Besuch in Restaurants bringen würde, ist offen. Einen derartigen Nachweis hat Israel bereits vor einigen Wochen eingeführt. Mit dem dortigen "Grünen Pass" erhalten Geimpfte und Genesene besondere Privilegien und dürfen unter anderem Theater, Gotteshäuser, Schwimmbäder, Fitnessstudios und Hotels besuchen oder nutzen.

11:16 Uhr | Sachsen und Bayern schmieden Covid-19-Allianz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und sein bayerischer Amtskollege Markus Söder (CSU) haben sich darauf verständigt, dass die beiden Länder im Kampf gegen Corona enger zusammenarbeiten sollen.

In einer gemeinsamen Videopressekonferenz erklärte Kretschmer, es brauche ein besonderes Impfregime für Hotspots. Er schlug vor, alle Erwachsenen über 18 Jahre in den Grenzgebieten impfen zu lassen. Dies sei ein effektives Mittel zur Corona-Bekämpfung. Die Menschen in den Grenzregionen zu Tschechien seien am meisten gefährdet.

Markus Söder (li.) und Michael Kretschmer stehen auf der Elbpromenade in Dresden.
Im Kampf gegen Corona haben Markus Söder (li.) und Michael Kretschmer eine Covid-19-Allianz vereinbart. Bildrechte: dpa

Ähnlich äußerte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Mehr Impfstoff in den Grenzregionen sei wichtig, damit perspektivisch auch hier durch sinkende Inzidenzen Öffnungen wieder vertretbar würden. Bayern werde seine Hotspots ebenfalls "bewusst stärken" und mehr Impfstoff in die Landkreise in den Grenzregionen geben. Mit einem gemeinsamen Zehn-Punkte-Plan wollen Söder und Kretschmer ein einheitliches Vorgehen beim Testen und den Quarantäneregeln erreichen. Bayern und Sachsen wollen Tschechien angesichts der dortigen hohen Inzidenzwerte mit Schnelltests, Bettenkapazitäten in Krankenhäusern und Impfstoffdosen unter die Arme greifen.

10:50 Uhr | Tausende Krankenhausbetten vor Corona abgebaut

In Deutschland sind vor Beginn der Corona-Pandemie tausende Klinikbetten abgebaut worden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt, geht das aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach fielen von 2018 bis 2019 bundesweit 4.000 Krankenhausbetten weg. Das seien so viele wie in den acht vorangegangenen Jahren insgesamt.

Die Zahlen belegen zudem einen deutlichen Privatisierungstrend. Seit 2005 wurden 380 öffentliche oder gemeinnützige Kliniken mit 60.000 Betten geschlossen. Im selben Zeitraum machten gut 150 private Kliniken mit insgesamt 30.000 Betten auf.

10:38 Uhr | Corona: Blick in die Welt

Großbritannien will einem Bericht des "Telegraph" zufolge in diesem Monat mit dem Impfen von Menschen beginnen, die älter als 40 Jahre sind. In Kürze würden die letzten Einladungen an diejenigen versendet, die über 60 seien.

In Oslo, der Hauptstadt von Norwegen, schließen Lokale und Geschäfte wieder - zunächst bis Mitte März. Die Behörden verwiesen auf den erneuten Anstieg der Corona-Infektionen. Von organisierten Freizeitaktivitäten wird ebenso abgeraten wie von privaten Besuchen. In Oslo dominiert inzwischen die britische Coronavirus-Variante.

In Indien lässt sich Ministerpräsident Narendra Modi die erste Einheit des heimischen Impfstoffes Covaxin spritzen. Damit fällt auch der Startschuss für die geplante massive Ausweitung der Impfkampagne. Bislang wurden zwölf Millionen Inder geimpft, vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

Mit Verzögerung haben die Impfungen auf den Philippinen begonnen. Als erstes erhielt am Montag der Direktor des wichtigsten Krankenhauses des Landes, Gerardo Legaspi, eine Spritze mit dem Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac. Am Sonntag waren 600.000 Dosen davon als Geschenk Chinas an die Philippinen in Manila eingetroffen.

09:04 Uhr | Corona-Impfung bald auch beim Hausarzt möglich

In Mitteldeutschland sollen Corona-Impfungen bald auch beim Hausarzt möglich sein. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne bestätigte MDR AKTUELL, dass ausgewählte Praxen noch im Frühjahr in den Impfprozess einbezogen werden sollen. Die Gespräche über einen Modellversuch liefen derzeit.

In Sachsen startet nach Angaben des Sozialminsteriums im März ein Pilotprojekt mit 40 Hausärzten. Das Land gehe dabei zunächst in Vorkasse, da noch nicht geklärt sei, wer für Honorare und Materialausstattung aufkomme. In Thüringen soll es schon im März Pilotprojekte geben. Wie das Gesundheitsministerium am Morgen auf Twitter mitteilte, war das am Freitag mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen vereinbart worden.

08:26 Uhr | Impfbereitschaft in mehreren Ländern gestiegen

Die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, ist einer Studie zufolge in mehreren Ländern gestiegen. Demnach haben im Februar deutlich mehr Menschen als noch im Dezember angegeben, sich eine Corona-Impfung vorstellen zu können. Das hat eine heute veröffentlichte Studie der Münchner Unternehmensberatung KekstCNC ergeben.

Am größten war der Anstieg bei der Impfbereitschaft in Großbritannien: Dort gaben der Studie zufolge 89 Prozent der Befragten an, sich gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen. Auch in Deutschland wurde eine deutlich stärkere Zustimmung zu Corona-Impfungen verzeichnet: Hatten im Dezember noch 63 Prozent der befragten Deutschen erklärt, einer Corona-Impfung offen gegenüber zu stehen, waren es im Februar 73 Prozent.

07:41 Uhr | Corona-SMS für Einreisende nach Deutschland

Wer nach Deutschland einreist, bekommt ab heute eine Corona-SMS von der Bundesregierung auf sein Handy. Wie das Bundesgesundheitsministerium erklärte, enthält die SMS Informationen über die in Deutschland geltenden Corona-Regeln und die Corona-Warnapp sowie einen Link, unter dem die Test- und Quarantäneregeln zu finden sind. Die SMS werde verschickt, sobald sich ein Handy in das deutsche Mobilfunknetz einbuche.

Die neue Maßnahme geht dem Ministerium zufolge auf die Corona-Einreiseverordnung zurück. Darin würden Mobilfunkanbieter verpflichtet, ab dem 1. März entsprechende SMS weiterzugeben.

07:12 Uhr | Schulen öffnen teilweise wieder in Mitteldeutschland

Neben Friseuren und Fußpflegestudios öffnen ab heute auch Kitas und Schulen teilweise wieder regulär. Je nach Bundesland und Inzidenz gibt es aber große Unterschiede:

In Sachsen sind die Grundschulen schon seit zwei Wochen wieder geöffnet. Wegen der hohen Fallzahlen müssen aber die Grundschulen und Kitas im Vogtland wieder schließen.

Die Kitas in Sachsen-Anhalt gehen ab heute in einen eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen über. In Grund- und Förderschulen geht der Präsenzunterricht wieder los, ebenfalls mit Wechselunterricht in festen Gruppen. Für alle anderen Schulen gilt ein Wechselmodell. Im Burgenlandkreis bleiben Schulen und Kitas aber wegen der hohen Infektionszahlen mindestens noch eine Woche länger geschlossen.

In Thüringen dürfen die Klassen 5 und 6 in die Schulen zurückkehren, aber unter anderem im Kreis Hildburghausen und im Saale-Orla-Kreis müssen die Schulen und Kitas wegen zu hoher Inzidenz wieder schließen. Für Schüler ab Klasse 7 gilt ein Grenzwert von 100, der sieben Tagen lang nicht überschritten werden darf. Das gilt derzeit lediglich in Eisenach, Weimar, Nordhausen, Sonneberg und Jena. Im Ilm-Kreis wird erst im Laufe des Tages entschieden, ob die Schulen für höhere Klassen noch in dieser Woche öffnen.

06:50 Uhr | Wegen Corona: Papierfabriken produzieren mehr Kartons

Die Corona-Krise verschärft offenbar den Strukturwandel in der Papierindustrie. Wie der Verband Deutscher Papierfabriken mitteilte, stellten die Fabriken in Deutschland im Jahr 2020 12,4 Millionen Tonnen Pappe her - ein Plus von 2,6 Prozent zum Vorjahr.

Leeres Toilettenpapier-Regal in einem Drogeriemarkt in Aschersleben
Auch in Aschersleben war in Drogeriemärkten das Toilettenpapier zwischenzeitlich ausverkauft. Bildrechte: MDR/Marko Litzenberg

Ein Grund für den Anstieg war die erhöhte Nachfrage nach Kartons für den Online-Handel. Auch die Produktionsmenge im Bereich Hygienepapiere stieg um zwei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen - das lag unter anderem an einer temporär höheren Nachfrage nach Toilettenpapier.

Die Pandemie habe den Trend zur Digitalisierung beschleunigt, sagte Verbandspräsident Winfried Schaur. Viele Unternehmen hätten wegen der Corona-Schließungen auf Werbemaßnahmen verzichtet und dann auch kein Papier gebraucht. Schaur erklärte, die Papierindustrie habe weiter Zukunftspotenzial - unter anderem im Bereich "Nachhaltige Alternativen zu Kunststoff".

06:26 Uhr | Friseursalons dürfen wieder öffnen

Nach zweieinhalb Monaten können Friseure in Deutschland wieder öffnen. Dabei gelten Hygieneauflagen wie die Pflicht zum Tragen von Masken.

Die Salons waren wegen der Pandemie seit Mitte Dezember geschlossen. Die Öffnung begründeten Bund und Länder mit der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der langen Schließzeit. Große Teile der Bevölkerung seien auf die Dienstleistung angewiesen, insbesondere ältere Menschen.

Welche Geschäfte und Dienstleistungen unter welchen Auflagen ab heute wieder öffnen, erfahren Sie hier:

06:17 Uhr | Nachfrage nach Impfstoff von Astrazeneca steigt

In Mitteldeutschland steigt die Nachfrage nach dem Impfstoff von Astrazeneca. Ein Sprecher des DRK Sachsen sagte MDR AKTUELL, nach der Erweiterung der Prioritätengruppe Zwei um Lehr- und Kitapersonal seien zunächst 22.000 Impftermine freigeschaltet worden. Sie seien so gut gebucht worden, dass am Wochenende zusätzlich 26.000 Termine online gegangen seien. Noch mehr Impfungen könnten die Impfzentren aktuell nicht leisten.

Auch die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner meinte, es werde derzeit alles verimpft, was da sei. Alle für März zugesagten Impfstoff-Lieferungen seien bereits verplant. Sie sehe aktuell keine Notwendigkeit, die Impfreihenfolge zu lockern.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 01. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. März 2021 | 06:00 Uhr

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