Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Jenaer Klinikdirektor begrüßt Triage-Urteil

Der Direktor der Uniklinik Jena, Michael Bauer, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz behinderter Menschen bei Triage-Entscheidungen begrüßt. Die US-Gesundheitsbehörde hat die Corona-Quarantäne bei Symptomfreiheit von zehn auf fünf Tage halbiert. Auch in Deutschland breitet sich Omikron immer weiter aus. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Dienstag, 28. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:30 Uhr | Schauspieler Hugh Jackmann mit Coronavirus infiziert

Hollywood-Star Hugh Jackman ("X-Men") hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 53-jährige Australier erklärte auf Twitter, er habe nur geringe Beschwerden, wie bei einer Erkältung mit Halsschmerzen. Sobald es ihm erlaubt sei, wolle er auf die New Yorker Broadway-Bühne zurückkehren. Dort wirkt Jackman in dem Musical-Klassiker "The Music Man" mit. Zuvor war seine Kollegin Sutton Foster positiv getestet worden und musste mehrere Vorstellungen absagen.

21:50 Uhr | Schließung von Theatern in Belgien aufgehoben

In Belgien dürfen Theater, Kulturzentren und Konzertsäle zunächst wieder öffnen. Das oberste belgische Verwaltungsgericht hob ihre Schließung auf. Zur Begründung erklärte es, die Regierung in Brüssel habe nicht hinreichend dargelegt, wieso diese Kultureinrichtungen in der Corona-Pandemie besonders gefährliche Aufenthaltsorte seien. Deshalb sei auch nicht zu erkennen, wieso sie geschlossen werden müssten. Die Richter gaben damit einem Eilantrag mehrerer Kulturverbände statt. Für Kinos gilt die Entscheidung nicht. Sie dürfen weiterhin nicht öffnen. Premierminister Alexander De Croo hatte angesichts der neuen Omikron-Variante des Coronavirus am 22. Dezember angeordnet, Theater, Kinos und Konzertsäle zu schließen.

20:55 Uhr | Corona-Aus für Mitfavorit van Gerwen bei Darts-WM

Mitfavorit Michael van Gerwen ist wegen einer Corona-Infektion bei der Darts-WM ausgeschieden. Der dreimalige Weltmeister aus den Niederlanden wurde nach Angaben des Weltverbandes PDC kurz vor seinem Drittrundenmatch positiv auf das Coronavirus getestet. Van Gerwens Gegner Chris Dobey aus England zog damit kampflos ins Achtelfinale ein. Einen Tag zuvor war van Gerwens Landsmann Vincent van der Voort positiv auf das Virus getestet worden. Auch er schied kampflos aus.

20:25 Uhr | Europäische Staaten kämpfen mit Omikron-Welle

Mehrere europäische Staaten melden einen neuen Tagesrekord an Corona-Infektionen. In Frankreich wurden seit Montag fast 180.000 neue Ansteckungen registriert. Großbritannien meldete die Rekordzahl von mehr als 129.000 Neuinfektionen. Nach Angaben der Behörden fehlen dabei sogar die Daten aus Schottland und Nordirland. Auch in Italien gibt es einen sprunghaften Anstieg. Dort meldete das Gesundheitsministerium am Dienstag rund 78.300 Corona-Neuinfektionen, mehr als doppelt so viele wie am Vortag. In allen betroffenen Ländern werden die hohen Zahlen auf die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante zurückgeführt.

19:20 Uhr | Frankreich erhöht Lohn für Pflegekräfte auf Intensivstationen

In Frankreich wird wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante die Zuschauerzahl bei Großveranstaltungen beschränkt. Wie die Regierung in Paris mitteilte, dürfen ab kommender Woche bei Sportveranstaltungen im Freien nur noch 5.000 Fans dabei sein. In der Halle wird die Zahl auf 2.000 Besucher begrenzt. Außerdem erhöht Frankreich ab Januar den Monatslohn für Pflegerinnen und Pfleger auf Intensivstationen um 100 Euro. Das kündigte Premier Jean Castex an. Davon profitieren würden landesweit rund 24.000 Beschäftigte.

18:45 Uhr | Omikron dominiert in den Niederlanden und der Schweiz

Omikron ist nun auch in der Schweiz die vorherrschende Variante des Coronavirus. Nach Angaben der dortigen Behörden sind inzwischen rund 55 Prozent der Corona-Infektionen auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Am Dienstag wurden demnach mehr als 13.000 Neuinfektionen gemeldet. Landesweit habe es zudem rund 40 Fälle gegeben, in denen Erkrankte trotz einer Booster-Impfung ins Krankenhaus eingewiesen werden mussten.

18:25 Uhr | Sachsens Tourismusbranche sieht Lage prekär

Die sächsische Tourismusbranche schätzt die Lage im zweiten Corona-Jahr als prekär ein. Der Präsident des Landestourismusverbandes, Markert, sagte, rund 40 Prozent der Umsätze im Vergleich zu 2019 seien verloren gegangen. Wegen der Abwanderung vieler Fachkräfte und zusammengeschmolzener Rücklagen werde die Krise im Tourismusgewerbe wohl noch mindestens drei Jahre andauern. Vor allem Dresden und Leipzig hätten gelitten, weil ihnen das Messe- und Kongressgeschäft fehle. Seit November sind in Sachsen touristische Übernachtungen verboten. Auch die Skilifte in den Wintersportgebieten dürfen nicht fahren. Zudem wurden die Weihnachtsmärkte gestrichen.

17:55 Uhr | Corona-Fälle an Bord von Kreuzfahrtschiffen

An Bord der Luxus-Kreuzfahrtschiffe "Europa" und "Europa 2" hat es mehrere Corona-Fälle gegeben. Wie die Reederei Hapag-Lloyd mitteilte, müssen die Fahrten deshalb abgebrochen oder geändert werden. Die Infizierten seien an Bord isoliert worden. Sie sollen in Dubai an Land gebracht werden und dort in Quarantäne gehen.

17:20 Uhr | Finnland schließt Grenze für Ungeimpfte

Finnland hat seine Grenzen für ungeimpfte Reisende geschlossen. Wie die Regierung in Helsinki mitteilte, gilt jetzt die 2G+-Regel. Einreisen dürften nur noch Geimpfte und Genesene, die einen negativen Corona-Test nachweisen könnten. Die Regelung gilt auch für EU-Bürger. Ausnahmen gibt es nur Mitarbeiter im für Gesundheits- und Transportwesen, Grenzgänger aus bestimmten Gemeinden in Schweden und Norwegen sowie bei dringenden familiären Angelegenheiten.

16:55 Uhr | Uniklinik Jena begrüßt Triage-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Der Direktor der Uniklinik Jena, Michael Bauer, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz behinderter Menschen bei Triage-Entscheidungen begrüßt. Bauer sagte MDR AKTUELL, er sehe in der aktuellen Situation zwar keine strukturelle Benachteiligung behinderter Menschen. Dennoch sei es für Patientenvertreter und Ärzte gut, belastbare Aussagen zu haben, auf die man sich im Triage-Fall beziehen könne. Die Ärzteschaft wünsche sich rechtliche und ethische Leitplanken. Das Bundesverfassungsgericht hatte kritisiert, dass der Gesetzgeber bislang keine Regelungen getroffen hat, um behinderte Menschen im Fall einer Triage zu schützen. Die Bundesregierung kündigte an, zügig eine gesetzliche Regelung zu schaffen. Das Wort Triage beschreibt eine Situation, in der Ärzte entscheiden müssen, wen sie retten und wen nicht.

16:40 Uhr | Wöller für Schnellverfahren bei Gewalt bei Corona-Protesten

Sachsens Innenminister Roland Wöller hat nach den Ausschreitungen bei den Corona-Protesten in Bautzen Konsequenzen angekündigt. Wöller sagte, zwölf verletzte Polizei-Beamte zeigten, dass sich das Protestgeschehen radikalisiere. Auf Gewalt müsse es eine klare Antwort geben. Das seien wie in Bayern schnelle Verfahren.

15:55 Uhr | Impftempo zieht wieder an

Nach vergleichsweise eher wenigen Impfungen über Weihnachten haben sich zu Wochenbeginn wieder deutlich mehr Menschen gegen Corona schützen lassen. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, wurde gestern knapp 491.000 Bürgern eine Dosis verabreicht. Zwischen 24. und 26. Dezember bewegte sich die Zahl zwischen 36.000 und knapp 76.000. Laut RKI haben inzwischen mindestens 30,4 Millionen Menschen eine Auffrischung erhalten. Damit sind 36,6 Prozent der Bevölkerung geboostert.

15:20 Uhr | Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Feuerwerk

Das Verwaltungsgericht Berlin hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk bestätigt. Damit blieben Eilanträge von Pyrotechnik-Händlern gegen die Regelung des Bundesinnenministeriums erfolglos. Wie schon im vergangenen Jahr stuften die Richter das Böllerverbot in der Corona-Pandemie als verhältnismäßig ein. Ziel sei, die Zahl der Verletzungen zu reduzieren und damit die Situation in den Kliniken nicht weiter zu verschärfen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte die Entscheidung und damit das Verbot. Die Berliner Gerichte sind zuständig, weil das Bundesinnenministerium seinem Amtssitz in Berlin hat.

14:50 Uhr | Die meisten Corona-Krankschreibungen in Sachsen und Thüringen

In Sachsen und Thüringen liegt die Zahl der Krankschreibungen nach einer Corona-Infektion deutlich über dem Bundesschnitt. Das geht einer Analyse des Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) der Barmer hervor. Danach waren in der 48. Kalenderwoche Anfang Dezember in Sachsen von 10.000 Barmer-Versicherten 185 wegen Corona krankgeschrieben. In Thüringen seien es 125 gewesen. Bundesweit lag der Wert nach Angaben der Krankenkasse bei 51. Laut bifg-Analyse waren bundesweit noch nie so viele Menschen wegen Corona arbeitsunfähig gewesen wie in der aktuellen Welle. In der 48. Kalenderwoche seien es knapp 19.400 Barmer-Versicherte gewesen. Zu den Spitzenzeiten der ersten drei Wellen habe ihre Zahl nur zwischen rund 8.200 und rund 14.000 gelegen.

14:10 Uhr | Omikron breitet sich auch in Deutschland weiter aus

Die Omikron-Variante des Corona-Virus breitet sich auch in Deutschland immer schneller aus. Das Robert Koch-Institut meldete heute 3.218 neue Fälle, in denen die als ungefährlicher geltende Variante sicher nachgewiesen wurde. Das sei ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vortag. Das RKI verwies aber auf die hohe Anzahl möglicher Nachmeldungen durch die Feiertage. Die höchsten Zahlen meldeten Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg. Bisher wenig verbreitet ist die Variante laut RKI in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland.

12:44 Uhr | Regierung kauft eine Million Packungen des Pfizer-Medikaments Paxlovid

Die Bundesregierung kauft eine Million Packungen des Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer. Das Präparat soll gegen schwere Covid-Verläufe helfen. Wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mitteilte, wird mit ersten Lieferungen noch im Januar gerechnet.

11:48 Uhr | In NRW gilt auch für Geboosterte weiterhin 2G-Plus

In Nordrhein-Westfalen gilt auch für Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 erhalten haben, in einigen Bereichen weiterhin eine Corona-Testpflicht. Eine Sprecherin des Landesgesundheitsministeriums sagte der "Rheinischen Post", das Land wolle 2G-Plus nur "in sehr ausgewählten Bereichen" anwenden. In diesen Bereichen, in denen zum Schutz keine Maske getragen werden könne, sei es auch für Geboosterte nach derzeitigem Stand infektiologisch geboten, einen ergänzenden aktuellen Test vorzulegen. Damit setzt sich NRW über den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz von Mitte Dezember hinweg, bei Geboosterten auf einen zusätzlichen Corona-Test zu verzichten.

11:33 Uhr | Divi-Chef warnt vor "reiner Corona-Medizin"

Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, warnt davor, in Deutschland "reine Corona-Medizin" zu machen. Der Intensivmediziner zeigt sich angesichts verschobener Operationen alarmiert. Besorgniserregend sei auch, dass viele Menschen mit gesundheitlichen Problemen gar nicht erst zum Arzt oder in die Klinik gehen würden. Statistiken zufolge hatte es im Corona-Jahr 2020 rund 2,5 Millionen weniger Krankenhausbehandlungen gegeben als im Vorjahr. Die Folgen seien eine stark verzögerte Diagnostik und Versorgung, warnte Marx.

09:39 Uhr | Bundesverfassungsgericht: Behinderte müssen bei Triage geschützt werden

Der Gesetzgeber muss unverzüglich Vorkehrungen zum Schutz behinderter Menschen im Falle einer pandemiebedingten Triage treffen. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden und damit der Verfassungsbeschwerde mehrerer behinderter Menschen stattgegeben.

09:33 Uhr | Ramelow überrascht von Corona-Impfskepsis im Osten

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ist von der vergleichsweise großen Corona-Impfskepsis in Ostdeutschland überrascht. Der Linken-Politiker sagte der "Thüringischen Landeszeitung", er habe das überhaupt nicht kommen sehen. Bei DDR-sozialisierten Menschen war bisher nachweislich die Impfbereitschaft wesentlich höher als in Westdeutschland. Beim mRNA-Impfstoff habe er nicht mit der Ablehnung durch 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung gerechnet.

Die ostdeutschen Bundesländer sind Schlusslichter beim Impfen gegen einen schweren Verlauf von Covid-19. Das RKI gab die Quote der zweifach Geimpften für Sachsen mit 60 Prozent an. Danach folgen Brandenburg mit 64, Thüringen mit 65 und Sachsen-Anhalt mit fast 68 Prozent.

08:49 Uhr | Kellner gegen höhere Krankenkassen-Beiträge für Ungeimpfte

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hat Forderungen nach höheren Krankenkassenbeiträgen für Ungeimpfte abgelehnt. Er halte dies für den falschen Weg, sagte er im "ZDF-Morgenmagazin". "Unser Gesundheitswesen basiert auf dem Gedanken von Solidarität. Es ist egal, ob Sie jeden morgen joggen gehen und fit sind oder ob Sie 20 Zigaretten am Tag rauchen." Die Beitragssätze seien für alle Menschen gleich und das sei richtig so. Zuletzt hatte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) finanzielle Nachteile für Ungeimpfte bei der Krankenversicherung gefordert.

08:02 Uhr | Bundesjustizminister Buschmann gegen nationales Impfregister

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat sich gegen den Aufbau eines nationalen Impfregisters ausgesprochen, um die geplante allgemeine Impfpflicht zu überwachen. "Bei nationalen Registern, die Daten über die gesamte Bevölkerung speichern, bin ich stets zurückhaltend", sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Datenschützer würden hier den Einstieg in einen umfassenden Zugriff des Staates auf alle Gesundheitsdaten der Bürger befürchten. Außerdem koste der Aufbau eines solchen Registers Zeit, die man nicht habe. Buschmann plädierte stattdessen für stichprobenartige Kontrollen ähnlich wie jetzt auch schon bei der 3G-Regel im Bahnverkehr und für ein Bußgeld bei Verstößen.

07:44 Uhr | US-Behörde verkürzt Corona-Quarantäne

Die US-Gesundheitsbehörde halbiert die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Die CDC teilte mit, Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfänden. Das geschehe in der Regel in den ein bis zwei Tagen vor dem Auftreten von Symptomen sowie in den zwei bis drei Tagen danach. Die Verkürzung wird nun empfohlen, wenn die Betroffenen keine Symptome mehr haben. Zudem müssen sie an weiteren fünf Tagen eine Maske tragen, wenn sie sich in der Nähe anderer aufhalten.

07:12 Uhr | Schärfere Kontaktbeschränkungen ab heute bundesweit

Ab heute gelten in ganz Deutschland strengere Kontaktbeschränkungen. Drinnen und draußen dürfen sich nur noch bis zu zehn vollständig Geimpfte und Genesene treffen. Bei den Ungeimpften dürfen die Angehörigen eines Haushaltes nur noch mit zwei weiteren Menschen zusammenkommen. Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen. Für Freizeit, Kultur und Einzelhandel gilt weiter die 2G- oder 2G-Plus-Regel. Ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs. In Sachsen sind zudem in geschlossenen Räumen von Betrieben, Läden und Behörden sowie bei körpernahen Dienstleistungen FFP2-Masken Pflicht.

06:45 Uhr | Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 216

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder etwas gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt der Wert nun bei 216. Gestern wurde noch eine Inzidenz von 223 gemeldet. Laut dem aktuelleren Risklayer-Projekt liegt die aktuelle Inzidenz bei 233.

Die Bundesländer mit den höchsten Inzidenzen sind laut RKI weiter Sachsen mit 403, Sachsen-Anhalt mit 404 und Thüringen mit 547. Das RKI betont, dass die Zahlen höher liegen könnten, weil zum Jahresende weniger gestestet wird und nicht alle Behörden Daten sofort weiterleiten. Tatsächlich registriert Risklayer für Sachsen 457, für Sachsen-Anhalt 397 und für Thüringen 556 Positiv-Testungen auf 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche.

06:30 Uhr | Zehntausende bei Protesten gegen Corona-Politik

Deutschlandweit sind erneut Zehntausende Menschen gegen die Corona-Politik und eine Impfpflicht auf die Straßen gegangen. Im mecklenburg-vorpommerschen Rostock waren laut Polizei rund 6.500 Menschen unterwegs, in Schwerin und Cottbus jeweils 3.000.

Auch in Mitteldeutschland "spazierten" erneut Tausende Menschen in dutzenden Städten überwiegend friedlich. Nach Polizeiangaben gingen allein in Magdeburg rund 5.000 Menschen auf die Straße, in Halle 2.200. In Gera waren es rund 4.000 und in Altenburg mehr als 1.500. In Halberstadt und Naumburg nahmen über 1.000 Menschen an den Protestzügen teil. Auch in anderen Städten Mitteldeutschlands gab es laut Polizei illegale Aktionen mit vierstelligen Teilnehmerzahlen. Es seien auch viele Familien mit Kindern dabei gewesen.

In Sachsen stoppten die Polizeibeamten unzulässige Aktionen unter anderem in Leipzig, Grimma, Chemnitz, Freiberg und Mittweida. In Bautzen wurden nach Angaben eines Polizeisprechers Einsatzkräfte mit Flaschen, Pyrotechnik und körperlicher Gewalt attackiert. Zehn Beamte hätten ein Knalltrauma erlitten. In Erfurt setzten Polizisten Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Ein Beamter sei angegriffen worden. Außerdem hätten Unbekannte versucht, ein Polizeiauto anzuzünden. Die Beamten hätten Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 28. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Dezember 2021 | 06:00 Uhr

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