Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Corona-Warn-App kostete bisher 130 Millionen Euro

Der Bund hat bisher rund 130 Millionen Euro für die Corona-Warn-App ausgegeben. Deutschlandweit sind vergangene Woche fast zwei Millionen PCR-Tests durchgeführt worden, davon jeder Vierte mit einem positiven Ergebnis. Auch die Inzidenz steigt weiter deutlich. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie hier im Ticker:

Corona-Warn-App auf einem Smartphone
Neben der Corona-Warn-App gibt es auch noch die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung. Bildrechte: imago images/Eibner

Unser Ticker am Dienstag, 18. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:09 Uhr | Britische Unternehmen verschärfen Umgang mit ungeimpften Angestellten

Mehr und mehr britische Unternehmen verschärfen ihren Umgang mit Angestellten, die sich nicht impfen lassen wollen. Mehrere Unternehmen (darunter die Supermarktkette Morrisons, der Online-Händler Ocado und der Bekleidungshändler Next) kürzten zuletzt die Lohnfortzahlung für nicht geimpfte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Next, Ocado und Morrisons bestätigten jeweils, dass sie nur die volle Lohnfortzahlung im Falle einer Quarantäne nur dann zahlen, wenn ein triftiger Grund gegen eine Impfung spricht. Ohne guten Grund erhalten ungeimpfte Angestellte demnach das übliche "Krankengeld", wenn sie sich mit Corona infizieren, nicht aber, wenn sie infolge eines Kontakts zu einem Infizierten in Quarantäne müssen. Dann gibt es das gesetzliche Minimum von umgerechnet 115 Euro.

21:57 Uhr | Italien meldet fast 230.000 Neuinfektionen

In Italien meldet das Gesundheitsministerium 228.179 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Tag zuvor waren es noch 83.403. Allerdings wurden laut Ministerium auch deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus getestet: fast 1,5 Millionen nach gut 541.000 Tests am Vortag. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 434 und liegt nun insgesamt bei 141.825. Das ist der zweithöchste Wert in Europa nach Großbritannien und weltweit der neunthöchste. Seit Ausbruch der Pandemie in Italien wurden 9,02 Millionen Ansteckungsfälle registriert.

21:49 Uhr | Grammy-Verleihung auf April verschoben

Die verschobene Verleihung der Grammy-Musikpreise soll nun im April über die Bühne gehen. Die ursprünglich für den 31. Januar geplante Gala sei wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante auf den 3. April verschoben worden, teilten die Veranstalter mit. Die Preisvergabe solle in Las Vegas stattfinden, als Moderator sei nach wie vor der Comedian Trevor Noah vorgesehen. Die Nominierungen für die Grammys waren bereits im November verkündet worden.

21:03 Uhr | Gera: 1.200 Teilnehmende bei Corona-Protesten

In Gera sind am Abend rund 1.200 Gegner und Gegnerinnen der Corona-Politik auf die Straße gegangen. Der nicht angemeldete Aufzug sei durch die Innenstadt gezogen und dabei zunächst nur begleitet worden, teilte die Polizei mit. Weitere Details waren zunächst nicht zu erfahren, da der Einsatz am Abend noch nicht beendet war. Erlaubt sind in Thüringen derzeit eigentlich nur ortsfeste Kundgebungen mit maximal 35 Menschen. Erst am Montag beteiligten sich in Gera rund 3.500 Menschen an einem unangemeldeten Aufzug durch die Stadt.

20:57 Uhr | Frankreich: Neuer Rekordwert bei den Corona-Neuinfektionen

Frankreich hat mit knapp 465.000 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert verzeichnet. Wie die französische Gesundheitsbehörde angab, wurden binnen 24 Stunden 464.769 neue Ansteckungen registriert. In den vergangenen Wochen stiegen die Fallzahlen in Frankreich rasant an. Zuletzt lag der Inzidenzwert landesweit bei 3.063. Die Omikron-Variante dominiert im Land.

19:43 Uhr | Corona-Warn-App kostete bisher 130 Millionen Euro

Der Bund hat bisher rund 130 Millionen Euro für die offizielle Corona-Warn-App ausgegeben. Für Entwicklung, Weiterentwicklung und Betrieb durch die Unternehmen SAP und T-Systems fielen 2020 und 2021 insgesamt 116,3 Millionen Euro an, wie die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion antwortete.

Für Werbung für die App entstanden beim Bundespresseamt Kosten von fast 14 Millionen Euro und für digitale Werbung beim Gesundheitsministerium von 71.000 Euro. Die monatlichen Betriebskosten lagen der Regierungsantwort zufolge im vergangenen Jahr bei durchschnittlich vier Millionen Euro. Einer Prognose zufolge sollen es für 2022 im Schnitt rund 2,7 Millionen Euro sein.

Die Corona-Warn-App für Smartphones war im Juni 2020 gestartet und wurde nach Angaben des RKI mittlerweile 40,7 Millionen Mal heruntergeladen. Sie soll dazu beitragen, Infektionsketten einzudämmen. Die App registriert dafür anonymisiert Menschen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte.

19:33 Uhr | Die schweren Spätfolgen einer Covid-Erkrankung

Lange sind die Spätfolgen einer Covid-Erkrankung wenig beachtet worden, das ändert sich gerade. Mediziner und Medizinerinnen warnen, dass viele hunderttausend Menschen an Spätfolgen leiden können. Catrin Baudisch ist 48 Jahre und kann schon seit knapp einem Jahr nicht mehr arbeiten. MDR SACHSEN hat mit der zweifachen Mutter aus Bad Langensalza gesprochen, wie sich Long Covid auf ihr Leben auswirkt.

19:24 Uhr | WHO warnt vor Verharmlosung der Omikron-Variante

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat davor gewarnt, die Omikron-Variante zu verharmlosen. Er sagte in Genf, auch weniger schwere Fälle belasteten die Gesundheitseinrichtungen. Wegen der starken Ausbreitung sei es außerdem wahrscheinlich, dass weitere Varianten entstünden. Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei.

Auch der WHO-Mediziner Mike Ryan sagte, man werde das Virus in diesem Jahr nicht loswerden. Vielleicht werde es auch nie ausgerottet. Viren, die Pandemien auslösten, neigten dazu, dauerhaft Teil des Ökosystems zu werden. Aber der öffentliche Gesundheitsnotstand könne durch niedrige Inzidenzzahlen mit zugleich möglichst vielen Impfungen beendet werden.

19:03 Uhr | Sachsen: Impfen ohne Termin möglich

In den sächsischen Impfzentren kann man sich ab sofort ohne Termin impfen lassen. Wie das DRK mitteilte, führt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage derzeit zu keinen Warteschlangen mehr. Eine Ausnahme gebe es bei Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige, für die man weiterhin einen Termin benötige. Das DRK geht davon aus, dass mit steigender Inzidenz die Nachfrage nach Impfungen wieder ansteigt. Wer seine Impfung planen möchte, kann jederzeit online einen Termin buchen.

18:48 Uhr | Schweden lockert Testpflicht für Reisende

Schweden lockert die Corona-Einreiseregeln für geimpfte und genesene EU-Bürger und EU-Bürgerinnen. Wie die Regierung in Stockholm mitteilte, müssten sie künftig keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen. Die Vorlage eines maximal 48 Stunden alten Tests entfalle ab Freitag. Reisende würden nicht mehr als besonderes Risiko bei der Ausbreitung der Omikron-Variante betrachtet. Es reiche, einen gültigen Corona-Pass zu haben und damit Impfung oder Genesung nachzuweisen. Ansonsten sei ein Test nötig, der maximal 72 Stunden alt sein dürfe.

18:36 Uhr | Böhmermann-Fans spenden an Dresdner Uniklinikum

Das Dresdner Uniklinikum kann sich über eine Spende von 317.500 Euro freuen. Die Spende kam von TV-Moderator Jan Böhmermann und seinen Fans. In seinem Podcast "Fest und Flauschig" hatte Böhmermann zu einer Spendenaktion aufgerufen, die bereits am Samstag endete. Dabei wurden insgesamt 1,28 Millionen Euro gesammelt, die nun zwischen vier Einrichtungen aufgeteilt wurden. Der Moderator entschied sich dabei für "Krankenhäuser, die gerade am Limit arbeiten, und die gerade in der Pflege und der medizinischen Betreuung von Corona-Erkrankten alles geben". Mit dabei war die Dresdner Uniklinik. Das gespendete Geld soll direkt den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zugutekommen.

18:17 Uhr | Leipziger Buchmesse soll weiterhin im März stattfinden

Der Direktor der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, hält einem Medienbericht zufolge daran fest, die Messe Mitte März wie geplant stattfinden zu lassen. Der am Freitag vergangener Woche tagende Beirat der Buchmesse habe das Messe-Team darin "bestätigt und bestärkt, an der Durchführung 2022 festzuhalten", sagte Zille dem Fachmagazin "Börsenblatt online".

Eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt sei von allen Beteiligten als schlechteste Option bewertet worden. Vor allem aber wisse man aus vielen Gesprächen mit den Ausstellern: "Die Branche will diese Messe in diesem Frühjahr." Die Gesellschafter der Messe – die Stadt Leipzig und das Land Sachsen – trügen überdies das finanzielle Risiko des Weiterplanens mit.

Es gebe unterschiedliche Modellrechnungen, wie die Corona-Situation sich bis Mitte März regional entwickeln könnte. Mehrheitlich gingen die Fachleute davon aus, dass der Höhepunkt der Infektionen deutlich vor dem Zeitraum der Messewoche erreicht sein und im März wieder sinken werde, erklärte Zille. Die Leipziger Buchmesse soll vom 17. bis 20. März stattfinden. 2020 und 2021 war die Buchmesse wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

18:08 Uhr | Kekulé: Keine erhöhte Gefahr durch Omikron für Kleinkinder

Der Virologe Alexander Kekulé sieht durch die Omikron-Variante keine erhöhte Gefahr für Kleinkinder. Kekulé sagte MDR AKTUELL, Daten aus anderen Ländern zeigten zwar, dass Unter-5-Jährige bei Omikron häufiger ins Krankenhaus kämen als bei vorangegangenen Virusvarianten. Die Erkrankungen verliefen bei ihnen aber deutlich leichter als bei Erwachsenen und bei Delta. Fast kein Kleinkind müsse wegen einer Omikron-Infektion auf die Intensivstation.

Nach Einschätzung des Virologen handelt es sich bei den Klinik-Einlieferungen meist um eine vorsorgliche Maßnahme. So gebe es in Großbritannien eine generelle ärztliche Empfehlung, kleine Kinder bei Atemwegsinfektionen sicherheitshalber ins Krankenhaus zu bringen. Dennoch seien die Hospitalisierungszahlen dort zurzeit niedriger als bei normalen Erkältungswellen.

17:53 Uhr | Impfnebenwirkungen teilweise nur eingebildet

Ein systematischer Vergleich der Impf- und Placebogruppen bei den Corona-Impfstoff-Studien zeigt: Auch bei den Geimpften gehen viele Nebenwirkungen auf Placebo-Effekte zurück. Grund sind wahrscheinlich geschürte Ängste.

17:34 Uhr | Zwei Drittel der Heimbeschäftigten in Sachsen geimpft oder genesen

In den sächsischen Alten- und Pflegeheimen sind im Dezember 65 Prozent der Beschäftigten gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen gewesen. Das teilte das Gesundheitsministerium auf eine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rolf Weigand mit. Am höchsten war der Anteil der Geimpften und Genesenen demnach in der Stadt Leipzig. Er habe am 1. Dezember bei knapp 83 Prozent gelegen. In den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Görlitz lag der Anteil der geimpften und genesenen Beschäftigten zum gleichen Zeitpunkt bei 54,2 Prozent, in Zwickau bei 54,6 Prozent. Dem Gesundheitsministerium zufolge liegen aus anderen medizinischen Berufen keine Zahlen zu Impfquoten vor.

17:13 Uhr | Zwei weitere Fälle bei den deutschen Handballern

Bei der Handball-Europameisterschaft hat sich die Zahl der Coronafälle in der deutschen Mannschaft auf neun erhöht. Wenige Stunden vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Polen teilte der Deutsche Handballbund mit, dass auch Torhüter Till Klimpke und Marcel Schiller positiv getestet wurden. Das DHB-Team wird um 18 Uhr somit mit 14 Spielern gegen Polen antreten.

17:05 Uhr | Sachsen: Impfaufruf an alle Über-60-Jährigen

Sachsen will per Post Aufrufe zur Corona-Schutzimpfung an die Über-60-Jährigen schicken. Regierungssprecher Ralph Schreiber sagte nach einer Kabinettssitzung, die Meldeordnung werde geändert, um die über 60 Jahre alten Personen anschreiben zu können. In Sachsen haben knapp 62 Prozent der Menschen eine Grundimmunisierung erhalten. In der besonders gefährdeten Gruppe ab 60 Jahren sind es 80,6 Prozent.

16:56 Uhr | Taktik: Absichtliche Ansteckung statt Impfung – was steckt dahinter?

Die Omikron-Variante soll angeblich mildere Verläufe von Covid-19 zur Folge haben. Für viele ist der Glaube daran offenbar Grund genug, sich absichtlich anstecken zu wollen, um bestmögliche Immunität zu erreichen. Was ist dran an dieser Taktik? Kann es tatsächlich ein Weg aus der Pandemie sein oder ist es ein unkalkulierbares Risko?

16:42 Uhr | EMA: Bei Schwangeren keine Komplikationen durch mRNA-Impfstoffe

Die mRNA-Impfstoffe verursachen nach Angaben der EMA keine Komplikationen bei werdenden Müttern und ihren Babys. Die Impfung senke zudem das Risiko von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Schwangeren ebenso wirksam wie bei Nicht-Schwangeren, erklärte die EMA. Die Studie wurde mit rund 65.000 Schwangerschaften in verschiedenen Stadien durchgeführt.

Die häufigsten Nebenwirkungen der Impfstoffe entsprachen demnach denen der geimpften Bevölkerung insgesamt. Da eine Schwangerschaft bisher mit einem höheren Risiko für eine schwere Covid-Infektion in Verbindung gebracht werde, werde Schwangeren oder Frauen, die in naher Zukunft schwanger werden könnten, empfohlen, sich impfen zu lassen.

16:20 Uhr | Umfrage: Bereitschaft zu Jobwechsel in Pandemie gestiegen

Die Bereitschaft zum Jobwechsel ist einer Umfrage zufolge in der Pandemie gestiegen. Vier von zehn Erwerbstätigen sind in diesem Jahr offen für eine neue Stelle oder haben dafür bereits konkrete Schritte in die Wege geleitet, wie eine Forsa-Umfrage unter tausend Beschäftigten in Deutschland für das Netzwerk Xing ergab.

Tatsächlich den Job gewechselt haben seit Beginn der Pandemie 2020 der Umfrage zufolge zehn Prozent der Befragten. Jeder vierte von ihnen kündigte demnach, ohne eine neue Position in Aussicht zu haben. Von einem neuen Job erhoffen sich 42 Prozent der Beschäftigten ein besseres Gehalt. 38 Prozent gaben aber auch Unzufriedenheit mit der Geschäftsführung für ihren Wechselwunsch an, 26 Prozent vermissen Sinnhaftigkeit im Job.

15:00 Uhr | Bodendieck zurückhaltend zu telefonischer Krankschreibung

Die sächsische Landesärztekammer geht davon aus, dass ihre Mitglieder die verlängerte Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung zurückhaltend nutzen. Präsident Erik Bodendieck sagte MDR AKTUELL, er gehe davon aus, dass dieses Verfahren nur in geringem bis mäßigem Maß angewendet werde. Vorrangig sei die ärztliche Pflicht, eine möglichst genaue Diagnose zu stellen. Deswegen würden die meisten Patienten wohl weiterhin zur Untersuchung in die Arztpraxen bestellt. Nach Bodendiecks Worten kann am Telefon oder per Videoschalte nicht geklärt werden, ob es sich bei Erkältungs-Symptomen um eine normale Infektion oder um Corona handle. Gerade mit Blick auf die Omikron-Variante brauche man dazu den fachkundigen Test.

14:14 Uhr | Thüringen verschiebt Verschärfung für Gastronomie

Thüringens Landesregierung verschiebt die Einführung der 2G-plus-Regel in Restaurants, Cafés und Kneipen. Regierungssprecher Neubert sagte, die Landesregierung habe festgestellt, dass die Corona-Verordnung in ihrer jetzigen Fassung bereits Wirkung zeige und die Infektionszahlen sänken. 2G-plus werde nicht wie geplant vom 23. Januar an landesweit gelten, sondern wie bisher nur in Hotspot-Regionen. Die aktuell gültige Verordnung werde um zwei Wochen verlängert. Eigentlich sollte der Bund-Länder-Beschluss zur Gastronomie ab kommender Woche in Thüringen umgesetzt werden. Dann hätten nur noch Geimpfte und Genesene mit einem negativen Corona-Test oder einer Auffrischungsimpfung Zutritt bekommen.

13:57 Uhr | So viele PCR-Tests wie noch nie

Mit fast zwei Millionen PCR-Tests haben die fachärztlichen Labore in Deutschland in der vergangenen Woche einen neuen Rekord seit Beginn der Pandemie aufgestellt. Dem Verein Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM e.V.) zufolge entspricht das einem Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Jeder vierte Test falle mittlerweile positiv aus. Je höher die sogenannte Positivenrate ist, desto höher wird allgemein auch die Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen geschätzt.

Den Angaben zufolge sind die Testkapazitäten vergangene Woche im bundesweiten Schnitt zu 86 Prozent ausgelastet, in der Woche davor waren es noch 64 Prozent. An der Erhebung des ALM e.V. beteiligten sich 182 Labore.

13:37 Uhr | Großbritannien verzeichnet trotz Omikron sehr gute Arbeitsmarktlage

Trotz der Omikronwelle meldet Großbritannien einen florierenden Arbeitsmarkt. Wie das nationale Statistikamt mitteilte, stellten die Unternehmen im Dezember 184.000 Menschen ein und sorgten damit für einen Rekord. Zugleich habe die Zahl der Kündigungen den niedrigsten Stand seit 2006 erreicht. Den Angaben zufolge sank die Arbeitslosenquote bis Ende November auf 4,1. Die Bank of England hatte erwartet, dass sich der Jobmarkt deutlich schlechter entwickelt.

12:20 Uhr | Corona-Warn-App kann nun Gesamtstatus anzeigen

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist jetzt in der Lage, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis zusammenzufassen. Das teilten die Betreiber SAP und Deutsche Telekom mit. Demnach werden die Zertifikate zu einem Gesamtstatus zusammengefasst, wenn die Details der Nachweise übereinstimmen. Das betrifft etwa die Namen und das Geburtstdatum. In der App werden dann vier verschiedene Kombinationen angezeigt: 2G, 2G-plus, 3G und 3G-plus. Für das Iphone von Apple ist die neue Version bereits verfügbar. Für Android-Smartphones soll sie bis morgen Abend bereitstehen.

10:59 Uhr | Pflegerat rechnet mit Kündigungen wegen Impfpflicht

Der Deutsche Pflegerat rechnet mit Kündigungen in der Pflegebranche, wenn im März die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft tritt. Präsidentin Christine Volger sagte, es gehe dabei vor allem um unterstützende Mitarbeitende wie Betreuungsassistenten sowie Küchen- oder Reinigungskräfte. Einige dieser Beschäftigten überlegten, den Job zu wechseln, wenn die Impfpflicht greife.

09:57 Uhr | Lauterbach gegen Impfregister

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich dafür ausgesprochen, eine allgemeine Impfpflicht ohne ein noch zu schaffendes Impfregister einzuführen. Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandfunk, die Impfpflicht ließe sich auch ohne ein solches Register monitorisieren. "Der Aufbau eines Impfregisters dauert lange und ist auch datenschutzrechtlich nicht unumstritten", sagte Lauterbach. Details zu einer alternativen Impfstatus-Kontrolle nannte er nicht, um noch zu formulierenden Anträgen im Bundestag nicht vorzugreifen.

Eine allgemeine Impfpflicht begründete er mit möglichen weiteren Veränderungen des Coronavirus. So seien Varianten möglich, die wie Omikron höchstansteckend sei, aber wieder tödlich wie Delta. Eine Impfquote von 80 Prozent sei daher deutlich zu niedrig.

08:30 Uhr | Virologe: Bei Virusmutanten ist die Richtung entscheidend

Die niedrigen Omikron-Fallzahlen in Mitteldeutschland könnten an der Richtung der derzeitigen Welle liegen. Der Virologe Mathias Pletz von der Universität Jena sagte MDR AKTUELL, die Varianten Alpha und Delta seien aus Tschechien gekommen. In Deutschland seien zuerst Sachsen, Bayern und Thüringen stark betroffen gewesen. Bei Omikron breite sich die Welle von Norden nach Süden aus. In den kommenden Wochen werde es auch hierzulande einen starken Anstieg geben.

Pletz verwies zudem darauf, dass nun vor allem Städte betroffen sind. Delta sei deutlich schlechter übertragbar gewesen als Omikron. Man habe einen engeren Kontakt gebraucht, der bei den Familienstrukturen in ländlichen Gebieten eher gegeben sei. Bei Omikron sei nun auch eine Übertragung im Vorbeigehen zum Beispiel in der U-Bahn möglich.

08:14 Uhr | Erneuter Höchststand bei Sieben-Tage-Inzidenz

Die deutschlandweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf ein neues Rekordhoch geklettert. Nach Daten des Risklayer-Projekts lag der Wert am Montag bei 572 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in einer Woche. Am Montag vor einer Woche waren es noch 403 Fälle, vor zwei Wochen bei 249.

In Mitteldeutschland macht sich derweil noch kein deutlicher Anstieg bemerkbar. In Sachsen-Anhalt liegt die Inzidenz bei 281, in Sachsen bei 266 und in Thüringen bei 211. Grund für die vergleichsweise niedrigen Werte dürfte insbesondere die noch geringere Ausbreitung der Omikron-Variante sein.

Die bundesweit höchste Inzidenz hat Bremen mit 1.345 Fällen pro 100.000 Menschen und Woche. Dort deutet sich aber ein Stagnieren der Infektionszahlen an. In dem Stadtstaat machte die Omikron-Variante nach RKI-Daten zuletzt 96 Prozent aller Corona-Infektionen aus. In Sachsen waren es 26 Prozent, in Sachsen-Anhalt 28 Prozent und in Thüringen 39 Prozent.

07:15 Uhr | VdK-Präsidentin: FFP2-Masken für viele zu teuer

Der Sozialverband VdK drängt auf Unterstützung von Pflegebedürftigen und Menschen mit wenig Geld bei der Beschaffung von FFP2-Masken. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte, die Bundesregierung solle die Pflegehilfsmittelpauschale für Pflegebedürftige wieder auf 60 Euro hochsetzen. Es sei völlig unverständlich, dass sie zum Jahresende nicht verlängert worden sei. Zudem müssten Hartz IV- und Grundsicherungsempfängern die Kosten für die Masken übernommen werden. Das müsse auch für alle Menschen mit kleinen Einkommen wie Empfänger von Wohngeld oder Kinderzuschlag und für kinderreiche Familien gelten.

Bentele betonte, Omikron sei hochansteckend und die Masken hocheffizient dagegen. Wer aber kaum über die Runden komme, für den seien regelmäßig frische FFP2-Masken zu teuer.

06:41 Uhr | Umfrage: 43 Prozent der Deutschen mit Corona-Einbußen

Die Corona-Pandemie hat einer Umfrage zufolge viele Deutsche finanziell getroffen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, haben 43 Prozent aller Haushalte nach eigenen Angaben Einkommen oder Ersparnisse verloren. Quelle ist eine repräsentative Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Demnach hat jeder sechste Haushalt keine staatliche Hilfe erhalten, obwohl er Bedarf gehabt hätte. Die Bundesregierung habe zwar umfangreiche Leistungen bereitgestellt. Doch viele Haushalte hielten sich nicht für berechtigt, die Hilfen zu bekommen. Vielen fehlten Informationen oder sie scheiterten an der Bürokratie.

06:23 Uhr | Piechotta verteidigt Verzicht auf Ampel-Entwurf zur Impfpflicht

Die Leipziger Bundestagsabgeordnete Paula Piechotta hat die Entscheidung der Ampelkoalition verteidigt, bei der geplanten Impfpflicht keinen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen. Die Grünen-Politikerin sagte MDR AKTUELL, es sei gute Praxis im Bundestag, dass besonders schwierige Fragen, egal ob zur Sterbehilfe oder jetzt zur Impfpflicht, nicht anhand von Parteigrenzen geführt würden. Das seien Gewissensentscheidungen. Der Chef der CDU-Landesgruppe Sachsen, Carsten Körber, warf der Koalition hingegen vor, sie ziehe sich aus der Führungsverantwortung.

Nach Plänen von SPD, Grünen und FDP soll über die Impfpflicht frei abgestimmt werden, ohne Fraktionszwang. Die Regierung will keinen eigenen Entwurf vorlegen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 18. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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