Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Rund 600.000 Kinder in den USA geimpft

In den USA sind in der vergangenen Woche rund 600.000 Kinder im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren gegen Corona geimpft worden. Der Bund und die Länder wollen am Donnerstag der kommenden Woche erneut über das Vorgehen bei den Covid-19-Impfungen beraten. Berichten zufolge ist ein neuer Impfgipfel geplant. Diese und andere aktuelle Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Ein Junge bekommt eine Spritze in den Arm
In den USA sind bereits mehr als eine halbe Million Kinder zwischen zwölf und 15 geimpft worden. Bildrechte: IMAGO / Westend61

Unser Ticker am Dienstag, 18. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:25 Uhr | Tourismusbranche hofft auf Öffnungen

Die Tourismusbranche in Sachsen-Anhalt hofft, nach Pfingsten wieder Hotels und Gastronomie öffnen zu können. Nach monatelanger Schließung wird zum Teil dringend Personal gesucht. So auch in der Altmark. Sehen Sie den Bericht von MDR SACHSEN-ANHALT.

21:22 Uhr | Österreich plant elektronischen Impfnachweis

Während auf EU-Ebene noch über ein Corona-Impfzertifikat geredet wird, hat Österreich bereits für Anfang Juni eine nationale Lösung angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur APA mitteilte, soll der Nachweis elektronisch erfolgen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein zufolge soll er dem geplanten EU-weiten QR-Code für Corona-Impfungen entsprechen.

In Brüssel wird zur Stunde über ein europaweit gültiges Zertifikat verhandelt. Es soll das Reisen wieder vereinfachen. Die SPD-Europa-Abgeordnete Birgit Sippel sagte zu Beginn, es seien noch viele Fragen offen. Sie rechne mit langen Verhandlungen.

21:14 Uhr | OLG hebt Amtsrichter-Beschluss zu Maskenpflicht auf

Der umstrittene Beschluss eines Weimarer Amtsrichters zur Maskenpflicht im Schulunterricht ist aufgehoben worden. Nach MDR-Informationen hat das das Oberlandesgericht in Jena entschieden. Es habe einer Beschwerde des Thüringer Bildungsministeriums stattgegeben. Der Amtsrichter hatte im April verfügt, dass an zwei Weimarer Schulen die Corona-Hygienevorgaben nicht länger angewendet werden dürfen. Das sah das Bildungsministerium als nicht rechtens an. Auch das Verwaltungsgericht Weimar nannte den Beschluss des Amtsrichters offensichtlich rechtswidrig. Er sei hier nicht zuständig gewesen. Der Beschluss blieb dennoch in Kraft, weil er nur von einem ordentlichen Gericht aufgehoben werden konnte, also durch das Oberlandesgericht. Verwaltungsgerichte zählen zu den Fachgerichten.

20:59 Uhr | Ärztevertreter und Patientenschützer warnen vor Aufhebung der Impfreihenfolge

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Aufhebung der Impfreihenfolge deutlich kritisiert. Vorstand Eugen Brysch sprach von einer staatlich organisierten Verantwortungslosigkeit. Am 7. Juni werde der Startschuss für ein Windhundrennen bei den Corona-Impfungen gegeben. Es komme dadurch nicht mehr Impfstoff auf den Markt. Brysch nannte die Entscheidung auch nicht transparent. Gesundheitsminister Spahn habe nicht erklärt, wie weit bisher die Impfungen in den priorisierten Gruppen vorangekommen seien.

Auch Ärztevertreterinnen und -vertreter warnen vor der geplanten Aufhebung der Priorisierung: Es brauche zunächst mehr Impfstoff und Geduld. MDR AKTUELL hat mit dem Vorstandsmitglied des Hausärzteverbandes Sachsen-Anhalt, Burkhard John Schönebeck, gesprochen.

20:45 Uhr | Leichte Lockerungen in Lettland

Lettland lockert wegen sinkender Corona-Neuinfektionen weiter vorsichtig die geltenden Beschränkungen. In dem baltischen EU-Land dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln nun auch wieder Geschäfte in Einkaufszentren öffnen, die über einen direkten Zugang von der Straße oder einen separaten Eingang verfügen. Dies beschloss die Regierung in Riga am Dienstag.

19:36 Uhr | Rund 600.000 Kinder in den USA geimpft

In den USA sind in der vergangenen Woche nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC rund 600.000 Kinder im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren gegen Corona geimpft worden, nachdem die Aufsichtsbehörden das Vakzin von Pfizer und BioNTech für diese Altergruppe freigegeben haben. Insgesamt seien bereits mehr als vier Millionen Menschen unter 17 geimpft worden, führt CDC-Direktorin Rochelle Walensky weiter aus. Der Immunologe Anthony Fauci sagt, er gehe davon aus, dass bis Ende des Jahres in den USA ausreichend Daten vorlägen, um Kinder jeden Alters impfen zu können.

19:23 Uhr | Lockerungen in Österreich

Nach monatelangem Lockdown dürfen in Österreich ab Mittwoch Gastronomie, Hotels und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Besucht werden dürfen nicht nur die Außenbereiche, sondern auch die Innenräume der Lokale – dort ist allerdings nur eine geringere Auslastung erlaubt. Voraussetzung für den Besuch von Lokalen, Hotels und Kulturveranstaltungen ist ein negativer Corona-Test, ein vollständiger Corona-Impfschutz oder eine überstandene Infektion. In Österreich haben mittlerweile etwa 40 Prozent der 8,9 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten.

19:13 Uhr | Virologin Ciesek: Indische Variante schaltet Impfschutz nicht aus

Die indische Variante des Coronavirus kann nach Einschätzung der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek die Wirkung der Impfung schwächen, ihren Schutz aber nicht ausschalten. Die inzwischen schon in Dutzenden Ländern kursierende Mutante B.1.617 hatte in Deutschland zuletzt einen Anteil von weniger als zwei Prozent, mit steigender Tendenz allerdings. Was man beobachte, sei "eine leichte Einschränkung, aber kein vollständiges Versagen der Impfungen".

19:00 Uhr | Kinder aus der EU dürfen ohne Corona-Test nach Bulgarien

Das Urlaubsland Bulgarien erlaubt ab diesem Mittwoch die Einreise von Kindern im Alter bis fünf Jahren aus EU-Staaten ohne Corona-Test. Die Verordnung von Interims-Gesundheitsminister Stojtscho Kazarow vom Dienstag gilt auch für die Einreise von Kindern unter anderem aus den Schengen-Staaten, Großbritannien und Nordirland, den USA, Israel sowie mehreren Balkanstaaten. Gleichzeitig wurde die Einreise von Personen aus Corona-Hochinzidenzländern, unter anderem aus Indien, Bangladesch, Nepal und Myanmar sowie Brasilien und zahlreichen afrikanischen Staaten, vorübergehend untersagt.

18:29 Uhr | Psychiaterin: Pandemie sorgt vermehrt für psychische Erkrankungen

Der Verband der Kinder- und Jugendpsychiater beobachtet in der Pandemie, dass Essstörungen und Zwänge zunehmen. Dafür gibt es laut der Vizevorsitzenden Annegret Brauer weniger Anfragen wegen Schulproblemen. Mehr dazu im Radiobeitrag:

17:12 Uhr | Leipziger Bach-Wettbewerb erneut abgesagt

Der Internationale Bach-Wettbewerb in Leipzig kann wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht ausgetragen werden. Das Konzept beruhe auf dem regen Austausch der Beteiligten, teilte das Leipziger Bach-Archiv am Dienstag mit. Hinzu kämen Reisebeschränkungen und mögliche Quarantäneauflagen. Demnach hatten sich insgesamt 114 junge Musikerinnen und Musiker aus 23 Ländern für den Wettbewerb qualifiziert.

17:05 Uhr | #divigate: Stellungnahme weist Mängel auf

Im Netz sorgt eine Stellungnahme von Wissenschaftlern und Ärzten für intensive Diskussionen: Dort wird behauptet, dass während der Covid-Pandemie niemals eine Überlastung der Intensivstationen gedroht habe. Die Autoren des Papiers werfen den Intensivmedizinern von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vor, zu Unrecht vor einer drohenden Überlastung der Intensivstationen gewarnt zu haben. Patienten seien zudem überdurchschnittlich oft auf Intensivstationen verlegt worden. Doch das Papier weist Mängel auf. Lesen Sie die ganze Recherche:

16:46 Uhr | Sachsen will Testpflicht teilweise lockern

Sachsen will die Testpflicht für Corona-Infektionen in bestimmten Bereichen lockern. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping bei der Vorstellung des aktuellen Regierungsberichts zur Pandemie am Dienstag. Grund seien die sinkenden Inzidenzahlen im Freistaat. So solle zum Beispiel die Testpflicht für Eltern wegfallen, die ihre Kinder im Außenbereich von Schulen abgeben oder abholen, sagte Köpping. Bisher gelte das nur für Kitas. Wer sich in einem Unternehmen mit Kundenkontakt von geschultem Personal testen lasse oder das selbst im Beisein von Kollegen mache, könne diesen Test 24 Stunden lang benutzen. Laut Köpping sollen die neuen Regelungen am Freitag in den Ausschüssen des Landtags diskutiert werden und dann in die neue Corona-Schutzverordnung ab 1. Juni einfließen.

16:42 Uhr | Thüringer SPD will Familienurlaub vereinfachen

Die SPD in Thüringen will Urlaub für Familien im Land während der Corona-Pandemie deutlich vereinfachen. Parteichef Georg Maier sagte MDR THÜRINGEN, Kinder und Jugendliche dürften bei Ferienreisen oder Ausflügen kein limitierender Faktor sein. Es könne nicht sein, dass Familien erhebliche Einschränkungen befürchten müssten, weil ihre Kinder entweder noch nicht geimpft seien oder aus Altersgründen gar nicht geimpft werden dürften.

Wichtig ist laut Maier, dass die Eltern komplett geimpft, genesen oder getestet sind. Frauen und Männer mit Kindern müssten dann als Familienverbund gewertet werden.

16:27 Uhr | Kanzlerin Merkel zeigt sich nur vorsichtig optimistisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich angesichts steigender Impfzahlen in der Corona-Pandemie optimistisch gezeigt, aber zugleich zur Vorsicht gemahnt. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber "noch nicht das rettende Ufer erreicht", sagte Merkel am Dienstag im Bundestag. Öffnungsschritte sollten gut durchdacht werden. Zwar funktionierten die Impfstoffe, aber je aggressiver eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Ein Unruheherd sei die indische Virus-Variante, die sich schneller ausbreite als die britische, sagte die Kanzlerin.

15:53 Uhr | Spahn will Fälschung von Impfpässen unter Strafe stellen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Fälschung von Impfpässen unter Strafe stellen. Wer falsche Angaben in einen Impfpass eintrage und diesen Pass nutze, mache sich strafbar, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Gesetzentwurf des Ministers sieht vor, dass sich strafbar macht, wer unwahre Angaben in Impfpässe, Genesenen- oder Testdokumente einträgt oder wer Dokumente mit falschen Angaben nutzt. Das soll mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe geahndet werden. Wer Dokumente mit falschen Angaben ausstellt, dem drohe demnach eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

14:38 Uhr | Wieder Impfungen mit Astrazeneca in Impfzentren

In den sächsischen Impfzentren wird künftig auch wieder der Impfstoff von Astrazeneca an über 60-Jährige verabreicht. Wie das Deutsche Rote Kreuz mitteilte, wurden über das Buchungsportal bereits erste Termine freigeschaltet. In den Impfzentren Annaberg, Löbau und Mittweida gebe es noch vereinzelt Termine. Bislang wurde das Präparat über die Hausärzte geimpft. Dem DRK zufolge laufen inzwischen Vorbereitungen, damit Astrazeneca in den Impfzentren auch bei 40- bis 59-Jährigen eingesetzt werden kann.

12:37 Uhr | Spanische Studie: Kreuzimpfung sicher und wirksam

Eine Corona-Schutzimpfung mit dem Biontech-Vakzin nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca ist einer spanischen Studie zufolge sehr sicher und hoch wirksam. Die Immunantwort sei in diesem Fall zwischen 30 und 40 Mal größer als bei einer Kontrollgruppe, die nur den Astrazeneca-Impfstoff erhalten habe, wie aus der am Dienstag vorgelegten Combivacs-Studie von Spaniens staatlichem Gesundheitsinstitut Carlos III hervorgeht. Zudem seien nur wenige schwere Nebenwirkungen unter den 600 Studienteilnehmern aufgetreten. Wegen eines erhöhten Thromboserisikos nach einer Astrazeneca-Impfung wird in zahlreichen Ländern für bestimmte Personengruppen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie von der Mainzer Firma Biontech und ihrem US-Partner Pfizer oder vom US-Konzern Moderna empfohlen. In Deutschland gilt dies für Menschen unter 60 Jahren.

12:11 Uhr | Kita- und Schulöffnungen in Sachsen

In den sächsischen Landkreisen Bautzen, Meißen, Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge öffnen ab Donnerstag wieder Schulen und Kindertagesstätten. Möglich wird dies durch die zuletzt gesunkenen Coronavirus-Inzidenzen in diesen Landkreisen.

11:46 Uhr | Impfungen für Asylbewerber in Suhl

In der Landeserstaufnahmestelle in Suhl laufen die Covid-19-Impfungen für Asylbewerber. Bislang haben dort nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt etwa 200 Menschen dem Impfstoff von Johnson & Johnson bekommen, bei dem eine Impfung ausreicht. Deshalb soll er in Thüringen vor allem bei Menschen eingesetzt werden, die rasch den Ort wechseln oder schwer zu erreichen sind. Neben Geflüchteten betrifft das auch Obdachlose oder Strafgefangene in Justizvollzugsanstalten. Dort sollen den Angaben zufolge voraussichtlich in der Woche nach Pfingsten die Impfungen durch mobile Teams beginnen.

10:48 Uhr | Neuer Impfgipfel kommende Woche

Bund und Länder werden vermutlich am 27. Mai erneut über das weitere Vorgehen bei den Covid-19-Impfungen beraten. Dabei soll es nach dpa-Informationen unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis und die Impfstoff-Logistik im Sommer gehen. Eine offizielle Einladung gab es demnach allerdings noch nicht. Zuletzt hatten der Bund und die Länder am 26. April über die Impfungen beraten.

10:41 Uhr | "Finanztest": Auf Covid-19-Versicherung achten

Urlauber sollten beachten, dass Auslandskrankenversicherungen auch Covid-19 abdecken. Laut der Juni-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" ist das nicht bei allen der Fall. Einige springen demnach nicht im Pandemiefall ein oder zahlen nicht, wenn vor Reisebeginn für das Urlaubsziel eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts vorlag. Komme die Warnung während des Urlaubs, springen Versicherer ein, sofern sie Pandemien nicht generell ausschließen.

10:39 Uhr | Indische Virusvariante in Nordrhein-Westfalen

Unter den in Velbert unter Quarantäne gestellten Menschen ist bislang bei einem die indische Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Seit Sonntag dürfen 189 Personen aus zwei Hochhäusern diese nicht mehr verlassen. Der Gesundheitsdezernent des nordrhein-westfälischen Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, sagte heute, dass alle Bewohner der Häuser im Stadtteil Birth getestet seien. Demnach lagen bisher 19 positive Ergebnisse aus vier Familien in beiden Häusern vor. Die besonders ansteckende Variante des Virus sei aber nur einmal nachgewiesen worden. Weitere Test-Ergebnisse wurden noch am Dienstag erwartet.

10:22 Uhr | Börde und Dessau vor Ende der Notbremse

Im Landkreis Börde und der Stadt Dessau-Roßlau werden die strengeren Infektionsschutz-Regeln der sogenannten Bundes-Notbremse voraussichtlich am Donnerstag fallen. Nach den dafür maßgeblichen Daten des Robert Koch-Instituts lag der Landkreis heute mit 50,9 Infektionen pro Woche je 100.000 Einwohner den fünften Werktag in Folge unter der Inzidenz von 100. Für Dessau-Roßlau gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 86,1 an, womit die Stadt ebenfalls fünf Werktage unter der 100er-Marke lag.

Zuvor hatten in Sachsen-Anhalt bereits die Landeshauptstadt Magdeburg und der Kreis Anhalt-Bitterfeld fünf Werktage unter diesem Richtwert gelegen. Wenn die "Notbremse" gelöst wird, gelten unter anderem keine nächtlichen Ausgangsbeschränkungen mehr und die Außengastronomie darf wieder öffnen.

08:56 Uhr | Infektionszahlen in Indien gehen zurück

In Indien sinkt die Zahl der täglichen Coronavirus-Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium meldete heute 263.533 neue Fälle und so etwa 18.000 weniger als am Vortag, als die Zahl erstmals seit dem 21. April wieder unter 300.000 gefallen war. Allerdings registrierten die Behörden mit 4.329 weiteren Todesfällen so viele wie noch nie an einem Tag. Befürchtet wird aber, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen könnten. Das Gesundheitssystem des Landes ist überlastet und wird mit internationaler Hilfe unterstützt.

08:10 Uhr | Spahn bittet bei Impfungen um Geduld

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der nun angekündigten Aufhebung der Impfreihenfolge vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Der CDU-Politiker sagte, das bedeute nicht, dass alle schnell geimpft werden könnten. Das werde bis in den Sommer dauern. Bund und Länder hatten sich gestern verständigt, dass sich ab 7. Juni jeder um einen Impftermin bemühen kann. Ärztevertreter kritisierten das. Auch der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen, wo die Priorisierung für die Arztpraxen ab 24. Mai nicht mehr gelten soll, warnte vor zu großen Erwartungen. Noch gebe es nicht genug Impfstoff, sagte Klaus Heckemann.

07:45 Uhr | Erstmals Johnson & Johnson in Praxen

In der letzten Maiwoche sollen die Arztpraxen in Deutschland erstmals Covid-19-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Der Bund stelle für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von Astrazeneca bereit, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson braucht es nur eine Impfung.

07:30 Uhr | Keine Corona-Tests im Gazastreifen mehr

Nach einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist nach Angaben der dortigen Behörden das einzige Labor zur Auswertung von Coronavirus-Tests in dem Palästinensergebiet außer Betrieb. Wie das Gesundheitsministerium der radikalen islamistischen Hamas mitteilte, befand sich das Labor in einer Klinik, die ebenfalls teilweise zerstört wurde. Auch das Gesundheitsministerium sei getroffen worden, und es gebe Verletzte beim medizinischen Personal. Zuvor waren im Gazastreifen jede Woche rund 1.600 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Fast jeder dritte Test fiel positiv aus – eine der höchsten Positivraten weltweit.

07:15 Uhr | Österreich erlaubt Einreise ohne Quarantäne

Österreich erlaubt ab morgen die Einreise aus Deutschland ohne Quarantäne. Das erklärte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit Verweis auf eine neue Verordnung. Verpflichtend bleibe jedoch der Nachweis einer Impfung, Testung oder Genesung.

07:00 Uhr | Ärzte fordern schnelle Schul- und Kita-Öffnungen

Kinder- und Jugendärzte haben schnelle Schul- und Kitaöffnungen gefordert und vor "verheerenden Langzeitfolgen" gewarnt. Schulen und Kitas sollten schnell öffnen, "natürlich gemäß den geltenden Leitlinien und mit angemessenen Testungen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, in der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Von Impfungen dürften die Schulöffnungen nicht abhängig gemacht werden.

Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben. Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und "nur" eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.

Jakob Maske, BVKJ-Sprecher "Rheinische Post"

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) warnte vor "verheerenden Langzeitfolgen" für Kinder und Jugendliche. Sie seien in der Coronavirus-Pandemie "von Anfang an massiv vernachlässigt" worden, sagte BVKJ-Sprecher Jakob Maske. Es gebe psychiatrische Erkrankungen in einem nie gekannten Ausmaß. Auch sei bei 15 bis 20 Prozent der Kinder starke Gewichtszunahme zu beobachten.

Ein junger Mann am Laptop 1 min
Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Mehr als 3.500 Schüler und Schülerinnen in Ost-Thüringen haben sich an einer Umfrage zu diesem Thema beteiligt.

Mo 17.05.2021 12:07Uhr 00:38 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/ost-thueringen/altenburg/video-519146.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

06:30 Uhr | Ärzte müssen nicht impfen

Niedergelassene Ärzte können zum Impfen nicht verpflichtet werden. Das haben der Hausärzteverband, die Landesärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen bestätigt. KV-Vorstandschef Klaus Heckmann sagte MDR AKTUELL, grundsätzlich übten Ärzte einen freien Beruf aus. Es gebe Mediziner, die aus Überzeugung nicht impften, durchaus aber auch Praxen, die wegen ihrer räumlicher Gegebenheiten etwa die Abstandsregeln nicht einhalten könnten.

06:05 Uhr | Lockerungen in Sachsen-Anhalt möglich

Die Landesregierung in Sachsen-Anhalt berät heute weitere Lockerungen für Landkreise und Städte mit einer dauerhaft zweistelligen Sieben-Tage-Inzidenz. Auf einer Pressekonferenz gegen Mittag will dann unter anderem Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) das weitere Vorgehen erklären. Die aktuelle Landesverordnung gilt noch bis Montag.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 18. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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