Coronavirus-Pandemie Ticker am Dienstag: Studie – AHA-Regeln haben viele Menschenleben gerettet

Eine internationale Studie belegt die Wirksamkeit der AHA-Regeln nicht nur gegen das Coronavirus, sondern auch gegen andere Atemwegserkrankungen. Wegen steigender Infektionszahlen gilt nun auch in Leipzig wieder eine Maskenpflicht beim Einkauf und in Kultureinrichtungen. Der Streit um die Impfung von Kindern hält an. In Japan spitzt sich die Coronakrise zu. Die aktuellen Entwicklungen in unserem Corona-Ticker:

Die Corona Regeln auf einem Plakat
Das Plakat erklärt die AHA+A+L-Regeln: Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, App + Lüften. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 032. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:14 Uhr | Vorbereitungen für dritte Corona-Impfungen laufen

Eine Impfung kann Ansteckungen verhindern, vor allem aber vermeidet sie schwere Krankheitsverläufe, so Experten. Damit dies bei bestimmten Personengruppen auch weiterhin so bleibt, wird bald eine Drittimpfung angeboten. Experten äußern im Video Bedenken.

20:10 Uhr | Studie zu Polizisten in Corona-Krise vorgestellt

Die Polizei setzt die Corona-Maßnahmen durch. Doch was denken Beamte und Beamtinnen eigentlich über die Pandemie? Diese Frage beantworten Wissenschaftler der Hochschule der Sächsischen Polizei nun mit einer Studie.

19:25 Uhr | Schottland hebt Großteil der Corona-Beschränkungen auf

Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon bekannt. Pups oder Restaurants können dann ihre komplette Kapazität ausschöpfen. Besucher müssen keine Abstand mehr einhalten. Gleiches gilt bei Konzerten. Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie zu einem Infizierten Kontakt hatten. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben. Die Maskenpflicht bleibt in vielen öffentlichen Räumen dagegen bestehen. Schottland hatte Anfang Juli noch mit die höchste Infektionsrate in Europa. Danach sanken die Corona-Zahlen deutlich. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit rund 156 deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt Großbritanniens von 284.

18:50 Uhr | Auch Aue bietet Bratwurst-Impfen an

Auch Aue-Bad Schlema setzt auf Bratwürste, um die Impfquote zu erhöhen. Eine Sprecherin der Kreisstadt sagte, Thüringen habe es vorgemacht, nun schließe man sich an. Demnach soll jeder eine Bratwurst erhalten, der sich diesen Donnerstag oder Freitag im Kulturhaus Aktivist gegen das Coronavirus impfen lässt. Angeboten wird den Informationen zufolge das Vakzin von Biontech/Pfizer. Vorab einen Termin zu vereinbaren sei nicht notwendig. Vergangene Woche hatte in Sonneberg eine Bratwurst als Belohnung für einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine gesorgt.

18:10 Uhr | Thüringen gibt ungenutzte Impfdosen zurück

Thüringen gibt 30.800 ungenutzte Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca an den Bund zurück. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit. Sie sagte, die Impfdosen seien noch bis zum 31. Oktober haltbar und könnten so in anderen Ländern mit Impfstoffmangel eingesetzt werden. Der Freistaat behält lediglich 230 Dosen des Präparats - für den Fall, dass es Menschen mit einer Astrazeneca-Erstimpfung auch für die Zweitimpfung wünschen. Die Bundesregierung hatte den Ländern ermöglicht, ungenutzte Impfstoffe vor allem von Astrazeneca und Johnson & Johnson als Spende für andere Länder an den Bund zurückzugeben. Dabei geht es ausschließlich um jene Impfdosen, die ursprünglich für Impfzentren bestimmt waren. Von Arztpraxen und Betriebsärzten bestellte, aber nicht eingesetzte Impfdosen sind von der Aktion nicht betroffen.

17:40 Uhr | Kostenlose Corona-Schnelltests sollen Mitte Oktober enden

Ab Mitte Oktober soll es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums keine kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger geben. In einem Bericht des Ministeriums heißt es, da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiterhin kostenlose Schnelltests geben. Am 10. August wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über die kostenlosen Schnelltests beraten. Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche.

17:05 Uhr | Sachsen weitet Corona-Hilfe für Firmengründer aus

Sachsen weitet die Corona-Hilfe für Start-ups aus. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wurde der entsprechende Fonds auf 40 Millionen Euro aufgestockt. Anträge können Gründerinnen und Gründer noch bis zum Jahresende einreichen. Der Corona-Hilfsfonds soll die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie bei jungen Unternehmen abfedern. Er war im August 2020 aufgelegt worden. Laut Ministerium wurden bisher Start-ups mit mehr als 36 Millionen Euro unterstützt. Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte, Corona sei für viele junge Firmengründer ein harter Einschnitt gewesen. Die Pandemie habe aber auch viel Kreativität freigesetzt.

15:50 Uhr | EU zahlt erste Corona-Hilfen aus neuem Aufbaufonds aus

Die EU-Kommission hat erste Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds ausgezahlt. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, wurden erste Teil-Beträge an Portugal, Belgien und Luxemburg überwiesen. Die größte Summe habe Portugal mit 2,2 Milliarden Euro erhalten. Belgien bekam demnach 770 Millionen Euro und Luxemburg rund 12 Millionen Euro. Das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU sieht Hilfen von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Finanziert wird es über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen. Deutschland kann aus dem Fonds nach aktuellem Stand rund 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen erwarten.

15:35 Uhr | Bei Einreisekontrollen nur wenig Verstöße festgestellt

Die Bundespolizei hat bislang bei den Einreisekontrollen am vergangenen Wochenende relativ wenige Verstöße festgestellt. Wie die Beamten mitteilten, wurden am Wochenende rund 155.000 Rückreisende überpüft. Die meisten hätten entweder einen Testnachweis gehabt oder seien geimpft gewesen. Nur 616 hätten keine oder fehlerhafte Unterlagen gehabt. Das entspreche etwa 0,4 Prozent der Kontrollierten. In diesen Fällen seien die Gesundheitsämter der Bundesländer informiert worden, die nun ein Bußgeld prüften.

14:35 Uhr | Sachsen bestellt beim Bund Tausende Impfdosen ab

Sachsen hat Zehntausende Corona-Impfdosen beim Bund abbestellt. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitteilte, handelt es sich um 58.500 Dosen des Biontech-Präparats. Sie seien ursprünglich für die nächste Woche geordert gewesen. Auch für die darauffolgende Woche sei keine Bestellung geplant. Hintergrund sei die geringe Nachfrage. Die Lager seien derzeit noch gut gefüllt. Das Ministerium verwies darauf, dass sich ab Mitte August die Zuteilung von Impfstoff an die Bundesländer ändert. Dann erhalten sie vom Bund nur noch die bestellte Menge der jeweiligen Präparate. Bisher wurde der Impfstoff nach Bevölkerungsanteil an die Länder geliefert.

13:50 Uhr | DFB-Pokalspiel des FC Bayern verschoben

Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem Fünftligisten Bremer SV ist verschoben worden. Hintergrund sind behördlich angeordnete Corona-Quarantänemaßnahmen für die gastgebenden Bremer, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

12:27 Uhr | Studie – AHA-Regeln haben viele Menschenleben gerettet

Die AHA-Regeln haben in Deutschland laut einer internationalen Studie offenbar Tausende Todesfälle durch andere Atemwegserkrankungen neben Covid-19 verhindert. Forscher der Uni Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem ermittelten seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 eine Übersterblichkeit von 40.000. Das seien viel weniger als die 90.000 offiziell gemeldeten Covid-Todesopfer. Wahrscheinlich seien die Sterbezahlen bei anderen Atemwegserkrankungen gesunken.

Mit 50 zusätzlichen Toten pro 100.000 Einwohnern weist demnach Deutschland in der Pandemie zudem eine viel geringere Übersterblichkeit auf als die Nachbarländer Niederlande (110), Belgien (140), Frankreich (110), Schweiz (100), Österreich (110), Tschechien (320) und Polen (310). In anderen Ländern wie etwa Australien und Neuseeland sei die Sterblichkeit während der Pandemie sogar unter das übliche Maß gesunken, sehr wahrscheinlich ebenfalls durch die Mund-Nase-Masken, Abstands- und Hygieneregeln.

Das deutsch-israelische Forscherteam hat nach eigenen Angaben die aktuell größte Sammlung weltweiter Sterbedaten aufgebaut und damit die tödlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie aufbereitet, unabhängig von offiziellen Zahlen.

11:50 Uhr | Prozess um Klinikbesuch trotz Infektion

Am Amtsgericht Quedlinburg hat der Prozess gegen eine Frau begonnen, weil sie trotz Corona-Symptomen und Quarantäne ihre erwachsene Tochter im Krankenhaus besucht hatte. Die Anklage lautet auf versuchte gefährliche Körperverletzung und Hausfriedensbruch. Der Frau droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe.

11:15 Uhr | Im Hotspot Salzwedel wird wieder Negativtest verlangt

Nach Corona-Ausbrüchen im Altmarkkreis Salzwedel gilt dort ab Mittwoch wieder eine Testpflicht in verschiedenen Bereichen. Laut Kreisverwaltung wird unter anderem in der Innengastronomie, in Kinos, Theatern, Bädern und Sportkursen ein negativer Coronatest verpflichtend. Die Corona-Verordnung des Landes sieht die Aussetzung der Testpflicht in diesen Bereichen nur bei einer Inzidenz von unter 35 vor. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis war am Sonntag sprunghaft auf 40,9 angestiegen und lag auch an drei Tagen in Folge über der kritischen Marke 35. Am Dienstag meldete das RKI erneut mehr als 40 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Landesweit liegt die Inzidenz bei 7, in Sachsen und Thüringen sieht es ähnlich aus. Bundesweit liegt die Inzidenz nach Daten des Risklayer-Projekts im Schnitt bei 19.

10:27 Uhr | Thüringen will Impfangebot an Jugendliche ausweiten

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner sieht keine Probleme, Kindern und Jugendlichen flächendeckend Impfangebote zu machen. Werner sagte MDR AKTUELL, die Gesundheitsminister seien sich einig gewesen, dass impfwillige Kinder und Jugendliche den Schutz auch erhalten sollten. Die Strukturen sein vorhanden, das bis zum Schulstart zu schaffen. So werde man in Thüringen gegen Ende der Ferien erneut Familien-Impftage anbieten. Zudem werde man mehr Impfangebote machen, auch an Berufsschulen und Hochschulen.

09:25 Uhr | NRW-Gesundheitsminister verteidigt Stiko

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Ständige Impfkommission für ihre Zurückhaltung bei Covid-Impfungen für Kinder verteidigt. Man solle die Unabhängigkeit der Stiko akzeptieren, er habe Vertrauen in das wissenschaftliche Gremium, sagte der CDU-Politiker dem WDR. NRW folge der Stiko-Einschätzung, wonach zunächst vor allem junge Risikopatienten geimpft werden sollten. Es gebe das Angebot für alle ab 12 Jahren bereits seit rund zwei Wochen in Praxen und Impfzentren. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben einstimmig beschlossen, die Impfungen für 12- bis 17-Jährige in regionalen Impfzentren anzubieten.

08:32 Uhr | Spahn betont Freiwilligkeit der Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Freiwilligkeit des Corona-Impfangebots für Kinder und Jugendliche hervorgehoben. Der CDU-Politiker sagte dem RBB, es gehe "ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen". Spahn stellte heraus, dass sich in Deutschland bereits gut 900.000 der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal hätten impfen lassen – jeder Fünfte dieser Altersgruppe. Spahn sieht auch keinen Widerspruch zur Stiko-Zurückhaltung in der Frage. Diese habe zwar keine Impfempfehlung ab 12 gegeben, diese aber als möglich bezeichnet.

Kritik an der Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern für ein Impfangebot an alle ab zwölf Jahren kam vom Hausärzteverband. Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt sprach von einer Missachtung der Kompetenz der Ständigen Impfkommission, die viele verunsichern könnte. Weigeldt sagte dem Redaktionsnetzwerk: "Das Ganze klingt ein wenig nach Wahlkampfgetöse."

07:55 Uhr | Chinesische Metropole Wuhan wird durchgetestet

Chinas Gesundheitsbehörde hat Massentests im einstigen Pandemie-Epizentrum Wuhan auf die neue Delta-Virusvariante angeordnet. Demnach sollen alle Einwohner der 11-Millionen-Metropole auf Corona getestet werden. Grund: In Wuhan wurden kürzlich die ersten drei Ansteckungen seit gut einem Jahr verzeichnet. Das Coronavirus war im Dezember 2019 weltweit erstmals in der zentralchinesischen Stadt aufgetreten und hatte sich dann weltweit ausgebreitet. Wuhan wurde damals gut zwei Monate lang abgeriegelt. China bekam die Pandemie vergleichsweise gut in den Griff, doch zuletzt gab es vermehrt Ansteckungen mit der Delta-Variante.

07:30 Uhr | Japan – Kliniken weisen Patienten ab

In Japan werden nach Angaben der Regierung wegen einer drohenden Überlastung des Gesundheitssystems nur noch schwer Covid-19-Kranke und Risikopatienten in Krankenhäusern aufgenommen. Premierminister Yoshihide Suga rief Patienten mit milden Symptomen auf, zu Hause zu bleiben. Sollte sich ihr Zustand verschlechtern, würden sie natürlich stationär behandelt. Zuletzt waren 70 Prozent der Intensiv-Betten für Covid-Patienten belegt. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 46, täglich werden mehr als 10.000 Neuinfektionen registriert. In Tokio wurde am Samstag die  Marke von 4.000 durchbrochen.

07:00 Uhr | Wieder strengere Regeln in Leipzig

Nach Dresden müssen ab heute auch die Menschen in Leipzig beim Einkaufen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt fünf Tage in Folge über der Grenze von 10 gelegen hat, greift nach der sächsischen Coronaschutz-Verordnung nach zwei weiteren Tagen erneut die Maskenpflicht. Das gilt auch für die Innengastronomie und Kulturstätten, dort werden auch wieder die Kontaktdaten erfasst. Private Treffen sind auf maximal zehn Personen beschränkt, Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der größten Stadt Sachsens liegt aktuell bei 13,2.

06:45 Uhr | Messen laufen wieder an

Nach monatelanger pandemiebedingter Pause läuft das Messegeschäft in Mitteldeutschland langsam wieder an. Laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur stehen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis Jahresende zwar zahlreiche Messen und Tagungen an. Die Messebetreiber rechnen allerdings mit einer zögerlichen Normalisierung des Geschäfts. Die Leipziger Messe hat in diesem Jahr rund 120 Veranstaltungen auf dem Terminplan – ein Drittel eines normalen Jahres. Die Messe in Dresden plant rund 60 Veranstaltungen. In Erfurt sind knapp 90 Messen geplant. In Magdeburg soll es bis Jahresende noch sechs Veranstaltungen geben.

06:25 Uhr | Kinderärzte-Appell an Stiko

Nach dem Beschluss der Gesundheitsminister zur Impfung von Jugendlichen ab 12 Jahren ruft der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte die Ständige Impfkommission zu einer Neubewertung auf. Verbandspräsident Thomas Fischbach sagte der "Rheinischen Post", das Risiko für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren durch die Impfung sei extrem gering. Das zeigten alle Daten aus anderen Ländern. Nicht nur er wünsche sich eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko, sondern auch seine Patientinnen und Patienten und deren Eltern.

Der Medizinethiker Urban Wiesing verteidigte dagegen die Zurückhaltung der Stiko. Das Leopoldina-Mitglied sagte MDR AKTUELL, er wünsche sich, dass sie dem Druck aus der Politik standhalte. Wenn sie sage, dass sie noch keine Daten habe, könne sie auch noch keine Empfehlung geben.

06:10 Uhr | Sachsen-Anhalts Hochschulen planen Präsenzunterricht

Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt wollen im Wintersemester wieder Studierende in die Hörsäle lassen. Der Präsident der Landes-Rektorenkonferenz, Jens Strackeljan, sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", nach drei Online-Semestern wolle man soweit wie möglich zum Präsenz-Betrieb zurückkehren. Zwar hätten im Bereich digitale Lehre alle viel dazugelernt. Es sei aber kein richtiges Studium, wenn die Studierenden überhaupt keinen persönlichen Kontakt hätten. Einzelheiten für ihre Rückkehr müssen laut Strackeljan aber noch geklärt werden. Auch andere mitteldeutsche Hochschulen haben für das Wintersemester wieder Präsenz-Betrieb angekündigt, darunter die Universität Leipzig und die Hochschule Nordhausen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 3. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 03. August 2021 | 06:00 Uhr

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