Coronavirus-Pandemie Ticker: Biathlon-Weltcups in Oberhof ohne Zuschauer

Die beiden Biathlon-Weltcups in Oberhof im Januar finden vor leeren Rängen statt. Der Leipziger Weihnachtsmarkt fällt aus. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff verteidigt die schärferen Auflagen. Sein Brandenburger Amtskollege Dietmar Woidke ist infiziert. Die Labore warnen vor einer Überlastung durch zu viele Coronavirus-Tests. Alle aktuellen Entwicklungen im Coronavirus-Ticker.

IBU Weltcup, Biathlon, Oberhof, 12.01.2020, Start der Damen
Die Biathleten werden ihren Weltcup in Oberhof im Januar vor leeren Rängen austragen. Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Unser Ticker am Dienstag, 3. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:24 Uhr | RKI nennt Kriterien für Corona-Tests

Die Corona-Testlabore in Deutschland sind komplett ausgelastet. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt deshalb, Menschen nur zu testen, falls folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Eindeutige Symtome wie schwerer Husten, Fieber, Atemnot und Verlust des Geschmacksinns
  • Patient oder Kontaktpersonen zählen zu Risikogruppe
  • Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung

20:43 Uhr | Veranstaltungen mit Schleuse aus Schmölln?

Die Veranstaltungsbranche liegt momentan danieder. Hoffnungen auf eine bessere Zukunft macht die Entwicklung einer Firma aus Schmölln. Sie hat eine mobile Schleuse hergestellt, die Kontaktdaten schnell erfasst uns außerdem die Körpertemperatur misst:

20:17 Uhr | Über 850 Tote in Frankreich an einem Tag

Frankreich meldet weniger Neuinfektionen als am Montag, aber mehr als doppelt so viele Todesfälle wie am Tag zuvor. In den vergangenen 24 Stunden registrierten die Behörden über 36.000 neue Ansteckungen. 854 Menschen seien an beziehungsweise mit dem Virus gestorben. Am Montag wurden noch 416 Patienten gemeldet, die im Zusammenhang mit Corona starben.

Insgesamt sind in Frankreich jetzt mehr als 1,5 Millionen Corona-Infizierte bekannt, die fünfthöchste Zahl weltweit.

20:10 Uhr | Kritik an Beschränkungen

Die erneuten drastischen Corona-Einschränkungen stoßen in Mitteldeutschland vielerorts auch auf Kritik. Vor allem in Regionen mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen fordern die Verantwortlichen wieder lokale Entscheidungshoheit – so etwa in Quedlinburg:

20:05 Uhr | Bundespolizei meldet fast 3.000 Verstöße

Die Bundespolizei hat am ersten Tag der neuen Corona-Beschränkungen fast 3.000 Bürger wegen Verstößen ermahnt. Wie das Präsidium in Potsdam mitteilte, informierten die Einsatzkräfte bundesweit aber lediglich in 26 Fällen die örtlichen Gesundheitsämter, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten. Insgesamt seien rund 6.000 Bundespolizisten im Einsatz gewesen. Sie hätten an Landesgrenzen, in Zügen, Bahnhöfen und auf Flughäfen auf die neuen Vorschriften hingewiesen. Dabei brachten die Beamten in Offenburg ein sogenannter Reichsbürger gefesselt zur Wache. Er habe sich geweigert, in einem Zug die Maske aufzusetzen.

18:58 Uhr | Thüringen: Vier Klagen gegen neue Corona-Verordnung

In Thüringen sind bisher vier Klagen gegen die neue Corona-Schutzverordnung des Landes eingegangen. Das teilte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts in Weimar dem MDR mit. Die Klagen hätten drei Fitnessstudiobetreiber und ein Hotelbetrieb eingereicht. Sie richteten sich gegen die seit gestern geltenden Schließungen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow rief in einer Sondersitzung des Landtags dazu auf, die neuen Regeln einzuhalten. Davon werde die Wirkung des "Wellenbrechers" abhängen. Die Sondersitzung fand in einem Gebäude des Steigerwald-Stadions statt. Auf dem Gelände demonstrierten rund 150 Menschen gegen den neuen Teil-Lockdown. Etwa 150 weitere Menschen nahmen an einer Protest-Kundgebung der AfD teil.

18:40 | Biathlon-Weltcups in Oberhof ohne Zuschauer

Bei den beiden Biathlon-Weltcups im Januar in Oberhof werden wegen der Pandemie keine Zuschauer erlaubt sein. Das gaben die Organisatoren am Dienstag bekannt. Das Präsidium des Wintersport-Fördervereins verstädnigte sich demnach mit den lokalen Gesundheitsbehörden und dem Freistaat Thüringen darauf, auf Publikum zu verzichten. Angesichts des Infektionsgeschehens sei dieser Schritt zwingend gewesen, hieß es in einer Pressemitteilung. Den Veranstaltern der Weltcups droht damit ein Millionenverluste. Für die Wettbewerbe sind schon mehr als 17.000 Tickets verkauft worden.

18:34 | Frankreich bringt wieder Patienten nach Deutschland

Frankreich wird erneut Corona-Patienten nach Deutschland verlegen. Das kündigte der Krankenhausverband in Paris an. Demnach sollen die ersten Patienten in den kommenden Tagen nach Deutschland gebracht werden. Der Verband begründete die Entscheidung mit der hohen Auslastung der Krankenhäuser vor allem im Norden und im Südosten Frankreichs. Die Regierung in Paris und Gesundheitsexperten erwarten, dass die Krankenhäuser bis Mitte November wieder an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Bereits im Frühjahr hatten mehrere Bundesländer insgesamt rund 130 französische Corona-Patienten aufgenommen. Frankreich hatte vergangene Woche zum Teil mehr als 100.000 Neuinfektionen an einem Tag.

17:51 Uhr | Individualsport wie Tennis oder Badminton Indoor weiter möglich

Individualsportarten sind in Sachsen auch Indoor weiter möglich. Das Sächsische Sozialministeriums antwortete heute auf MDR-Anfrage, entsprechende Anlagen des Amateur- und Freizeitsports dürften weiter geöffnet werden. Maßgeblich sei, dass es sich um keinen Mannschaftssport handele. Individualsportarten sind zum Beispiel Leichtathletik, Tennis, Golf oder Turnen. Auch organisiertes Training in Individualsportarten bleibt demnach erlaubt.

17:36 Uhr | Haseloff verteidigt schärfere Corona-Maßnahmen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat seine Zustimmung für die bundesweite Verschärfung der Corona-Regeln verteidigt. Haseloff sagte bei einer Sondersitzung des Landtags, Sachsen-Anhalt habe den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und Woche überschritten. Je später das Infektionsgeschehen umgekehrt werde, desto längere Beschränkungen seien nötig.

Haseloff kündigte zugleich an, dass das Land eine halbe Million Schnelltests anschaffen wolle. Bereits morgen solle sich der Finanzausschuss mit dem Thema befassen und die nötigen Gelder in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro freigeben. Die ersten 100.000 Schnelltests sollten noch in dieser Woche bestellt werden.

17:00 Uhr | Schützt die Grippe-Impfung gegen eine Coronavirus-Infektion?

Die Grippe-Schutzimpfung könnte einen gewissen Schutz vor dem Coronavirus bieten. Darauf deutet eine aktuelle niederländisch-deutsche Studie hin. Das Forscherteam prüfte während der ersten Corona-Welle im Frühjahr das Infektionsrisiko von Grippe-Geimpften im Vergleich zu Ungeimpften. Hierfür analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Daten von mehr als 10.000 Mitarbeitenden des medizinischen Zentrums der Radboud Universität im niederländischen Nimwegen. Das Ergebnis: 184 Personen steckten sich mit dem Coronavirus an – 2,23 Prozent der Ungeimpften und 1,33 Prozent der Geimpften. Das entspricht einem verringerten Risiko für eine Infektion von 39 Prozent.

Bereits im Juni kam eine Studie aus Italien zu ähnlichen Ergebnissen. Menschen über 65 Jahre, die gegen Grippe geimpft waren, erkrankten demnach weniger oft an Covid-19 als Ungeimpfte. Eine mögliche Erklärung sei, dass die körpereigenen Zellen Immunität "lernen" und dass sie so schneller auf Krankheiten reagieren können.

Es sind allerdings laut den Fachleuten noch weitere Untersuchungen notwendig. So könnte es zum Beispiel auch sein, dass Menschen, die sich impfen lassen, grundsätzlich gesünder leben.

16:31 Uhr | Warnung vor Corona-Enkeltrick

Trickbetrüger versuchen mit einer perfiden Masche ihren eigenen Vorteil aus der ernsten Lage zu ziehen. Sie erzählen älteren Menschen, ihre Enkel seien an Sars-Cov-2 infiziert und bräuchten ihre Hilfe. Die Unterstützung soll dann in einer Geldzahlung bestehen – die selbstverständlich die Betrüger kassieren wollen.

16:10 Uhr | Klepsch verlangt Hilfen für Kultur und Gastronomie

Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch hat vom Bund schnelle und unbürokratische Hilfen für Kunst, Kultur, Tourismus und Gastronomie gefordert. Die CDU-Politikerin bezeichnete die aktuellen Einschränkungen für die Branchen als "unglaublich schmerzlich". Unternehmen und Soloselbstständigen müsse rasch und unkompliziert geholfen werden. Sie verwies außerdem auf Landeshilfen.

16:05 Uhr | Kekulé: Fallzahlen werden schnell sinken

Die seit Montag geltenden drastischen Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé schnell senken. In der aktuellen Folge seines Podcasts erklärt der Wissenschaftler der Universität Halle, wann wir vermutlich die ersten Effekte spüren können.

15:53 Uhr | Gesetzliche Lösung für digitale Parteitage nicht absehbar

Der Chef der Bundestagsfraktion der Union, Ralph Brinkhaus, hat sich zurückhaltend zu einer raschen Einigung über komplett digitale Parteitage geäußert. Inwieweit es gesetzlicher Änderungen bedürfe, werde derzeit mit der SPD und im Bundestag besprochen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin vor einer digitalen Sitzung der Unionsfraktion. Man müsse aber im 21. Jahrhundert lernen, Parteitage komplett digital abhalten zu können.

Hintergrund der Diskussion ist, dass die Pandemie Präsenzparteitage immer schwieriger macht. Unter anderem die CDU musste ihren Bundesparteitag jüngst erneut verschieben. Digital dürfen laut Gesetz keine Parteivorstände gewählt werden.

14:40 Uhr | Leipzig sagt Weihnachtsmarkt ab

Der Leipziger Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr nun doch nicht stattfinden. Die Stadt verwies am Dienstag auf die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes Sachsen: "Wir hatten bis zuletzt die Hoffnung, wenigstens einen Weihnachtsmarkt in kleinem Rahmen in der Innenstadt zu haben", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung. Doch man müsse den Realitäten ins Auge sehen, Gesundheit gehe vor.

13:25 Uhr | Neufassung des Infektionsschutzgesetzes

Die Koalitionsparteien von Union und SPD haben ihren Streit um die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes nach Angaben von SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich beigelegt. Auf Wunsch der SPD solle es "gesetzliche Konkretisierungen" für einzelne Schutzmaßnahmen geben, etwa eine klare bundeseinheitliche Regelung für Maßnahmen wie die Schließung von Gaststätten in einem neuen Paragrafen 28a. Bislang sei dergleichen durch die Länder "auf Grundlage einer sehr allgemeinen Formulierung im Infektionsschutzgesetz erlassen" und von Gerichten oft wieder aufgehoben worden. Die Vorlage solle noch diese Woche in den Bundestag und Mitte November verabschiedet werden.

11:55 Uhr | Labore warnen vor Überlastung

Labore warnen vor einer Überlastung durch die Auswertung von Coronavirus-Tests. Die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin heute auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. Inzwischen sei "die rote Ampel überfahren". Bei der Fortsetzung dieser "Überflutung mit Proben" drohe ein Zusammenbruch des Systems.

Verbandschef Michael Müller sprach von "gefährlichen und so nicht mehr akzeptablen Zuständen". Nötig sei es, die Tests noch stärker auf besonders dringliche Fälle zu konzentrieren. Wie für Kliniken brauche es Mechanismen gegen Überlastungsszenarien für fachärztliche Labore, denn in diesen "werden auch alle anderen Untersuchungen für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung durchgeführt".

Der Verband kritisierte, dass noch immer zu viele PCR-Tests bei Personen ohne Symptome gemacht würden, die eine geringe Priorität hätten. Für zusätzliche ungezielte Testkonzepte gebe es keinen Spielraum mehr. Vergangenen Woche wurden in den 162 erfassten Labore rund 1,4 Millionen PCR-Tests gemacht, wovon 7,3 Prozent oder 104.663 positiv waren. Der Rückstau von Proben ohne Befund aus der Vorwoche habe sich am Montagmorgen auf 98.310 vergrößert.

11:00 Uhr | Beherbungsprobleme für "Querdenker" in Leipzig

Vor der am Samstag geplanten Kundgebung der bundesweiten "Querdenken"-Bewegung in Leipzig berichten lokale Medien über Probleme bei der Unterbringung von anreisenden Teilnehmern. Das Stadtmagazin "Kreuzer" schrieb etwa, dass die Hotelkette "MotelOne" Buchungen für ihr Haus am Augustusplatz annehme, wo am Samstag die Hauptbühne der Demonstration steht. Die Hotelkette habe später aber erklärt, sich an die aktuellen Corona-Maßnahmen zu halten und die Teilnahme an einer Demonstration nicht als geschäftlichen Reisegrund anzuerkennen. Gegen eben die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie richtet sich die geplante Demonstration.

10:02 Uhr | UKE: Aktuell auch mehr jüngere Patienten

Der Direktor der Intensivmedizin am Universitätskrankenhaus in Hamburg Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von mehr jungen Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.

Das sei jetzt anders als im Frühjahr, sagte der Hamburger Professor dem Radiosender Bayern 2: "Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen."

Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Zahl der Intensivpatienten der von Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: "In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend." Aktuell sei aber die "Lage noch halbwegs entspannt".

09:54 Uhr | Woidke positiv getestet

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe nach Erkältungserscheinungen am Sonntag keine dienstlichen Termine mehr wahrgenommen, teilte sein Regierungssprecher mit. Demnach sollen vorherige Kontaktpersonen des 59 Jahre alten SPD-Politikers jetzt identifiziert werden.

09:20 Uhr | Verkehrsunternehmen für gestaffelten Schulanfang

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hat gestaffelte Schulanfangszeiten gefordert, um weniger volle Busse und Bahnen zu haben und das Risiko von Infektionen so zu senken. VDV-Präsident Ingo Wortmann sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Die Beeinträchtigung des Schulbetriebs wäre minimal, wenn die jüngeren Kinder gegen 8 Uhr starten würden und die älteren zeitversetzt, beispielsweise eine Stunde später." Die Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs sei rund um den Schulbeginn am stärksten.

08:51 Uhr | Scholz kündigt bessere Überbrückungshilfen an

Das Bundesfinanzministerium will die Überbrückungshilfen für Unternehmen und Selbstständige, die besonders unter den Corona-Maßnahmen leiden, auch für die Zeit nach November weiterentwickeln. Es solle das geben, "was es bisher schon gab, aber noch mal verbessert", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz im ZDF-"Morgenmagazin".

Leere Stühle und Tische stehen auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche vor einem Restaurant.
Nicht nur der Gastronomie macht der neue Lockdown im November schwer zu schaffen. Bildrechte: dpa

Für die neuen Hilfen im November hat die Regierung bis zu zehn Milliarden Euro geplant. Sie habe sich vom Bundestag große Mittel zur Verfügung stellen lassen, um wirtschaftliche Folgen abzufedern, sagte Scholz: "Wir haben die Kraft, für dieses und das nächste Jahr die Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stabilisieren."

Im November betroffene kleinere Betriebe sollen pauschal mit 75 Prozent des Umsatzes vom November 2019 entschädigt werden. Für Solo-Selbstständige mit schwankenden Umsätzen solle aber, sagte Scholz jetzt, auch eine Orientierung am Jahresschnitt des monatlichen Einkommens möglich sein.

08:15 Uhr | Thüringer Landtag berät neue Verordnung

Der Thüringer Landtag berät am Mittag im Parksaal des Erfurter Steigerwaldstadions die neue Corona-Verordnung. Beantragt hatte die Sondersitzung die CDU. Die Sonderverordnung für einen Teil-Lockdown enthält erstmals eine Regelung, die dem Parlament eine Möglichkeit offen lässt hierüber mitzuentscheiden. Der Landtag muss zustimmen und kann dabei Änderungen einfordern. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat eine Regierungserklärung angekündigt. Wir übertragen die Sitzung ab 14:00 Uhr hier im Livestream.

08:00 Uhr | 16.275 neue Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind am Montag insgesamt 16.275 neue Coronavirus-Infektionen von den Gesundheitsämtern gemeldet worden. Nach den Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie lag der Sieben-Tage-Durchschnitt bei 15.750 täglich neu bekannten Fällen. Für Sachsen wurde der Wert für Montag mit 855, für Sachsen-Anhalt mit 203 und mit 112 neuen Fällen für Thüringen angegeben.

07:05 Uhr | Handel: Hygienekonzepte funktionieren

Der Handelsverband Deutschland ist zufrieden mit den Coronavirus-Schutzmaßnahmen in der Branche. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte MDR AKTUELL, die Hygienekonzepte funktionierten gut. Es gebe im Einzelhandel keine Infektionshotspots, auch nicht beim eigenen Personal. Genth lobte zugleich die Kunden. Die allermeisten hielten sich an die Maskenpflicht. Die Bürger hätten sich an die Pandemie-Situation angepasst, gingen seltener in den Supermarkt, kauften dann aber mehr. Zudem werde immer häufiger online bestellt.

06:56 Uhr | Mehr Gewalt bei Corona-Demos

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik sieht eine steigende Gewaltbereitschaft von Demonstranten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Wir beobachten, dass sich die Versammlungen der Corona-Bestreiter verändern", sagte Slowik der Tageszeitung "Welt". Die Demonstranten seien deutlicher gewaltbereit. "Wir mussten auch schon Menschen, die mit Messern bewaffnet sind, feststellen. Ich gehe davon aus, dass das in den nächsten Wochen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Lockdown light, weiter zunimmt", sagte die Polizeipräsidentin.

06:00 Uhr | Der Ticker am 3. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. November 2020 | 06:00 Uhr

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