Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Kekulé – Durchseuchung von Kindern brandgefährlich

Der Virologe Kekulé warnt vor den Folgen einer Durchseuchung von Kindern an Schulen. Das sei auch für andere Altersgruppen brandgefährlich. Unterdessen gehen die Vorbereitungen für Drittimpfungen in die Schlussphase. Nach Corona-Fällen in der Urlaubswelt Tropical Islands müssen die Behörden rund 10.000 Kontaktverfolgungen durchführen. Die aktuellen Entwicklungen im Coronavirus-Ticker.

Schüler einer Grundschule warten an einer Tür.
In den meisten Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen enden die Sommerferien diese Woche. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 31. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:34 Uhr | Frankreich plant 18 Millionen Drittimpfungen bis Anfang 2022

Frankreich plant offenbar bis Anfang 2022 etwa 18 Millionen Auffrischungsimpfungen. Einem Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums zufolge sollen davon 12,4 Millionen Menschen noch in diesem Jahr erneut geimpft werden. In Frankreich sind derzeit gut 65 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

21:29 Uhr | Update: Altmaier für Auskunft über Impfstatus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist dafür, dass Firmen von ihren Beschäftigten den Corona-Impfstatus abfragen dürfen. Der CDU-Politiker sagte, an vielen Orten in Deutschland müssten die Bürgerinnen und Bürger darüber Auskunft geben, etwa um in Restaurants zu kommen. Auch im Arbeitsprozess seien Informationen über den Impfstatus notwendig und sinnvoll, um die innerbetrieblichen Abläufe zu erleichtern. Er werde sich für eine solche Regelung einsetzen. Innerhalb der Bundesregierung ist das allerdings umstritten. Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD äußerte sich dazu skeptisch. Er frage sich, auf welcher Rechtsgrundlage das umgesetzt werden könnte.

20:47 Uhr | Slowakei beendet Impfungen mit Sputnik V

Die Slowakei hat die Verwendung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V offiziell beendet. Wie das Gesundheitsministerium in Bratislava mitteilte, erhielten noch einmal sechs Menschen den Vektorimpfstoff. Insgesamt seien mehr als 18.500 Menschen mit Sputnik geimpft worden. Die Slowakei war nach Ungarn das zweite EU-Land, das Sputnik im Rahmen seiner Impfkampagne eingesetzt hatte. Bratislava hatte im März 200.000 Dosen gekauft. Das Vakzin ist von der EU-Arzneimittelbehörde EMA nicht zugelassen, die Nachfrage blieb gering. Im Juli kaufte Russland 160.000 ungenutzte Impfstoffdosen zurück.

19:29 Uhr | Tui-Reisebüros ab Oktober wieder in Kurzarbeit

Der Tui-Konzern plant ab Oktober wieder Kurzarbeit in seinen rund 400 Reisebüros. Das Unternehmen vereinbarte nach eigenen Angaben mit dem Gesamtbetriebsrat, die Arbeitszeit um zehn bis 30 Prozent zu kürzen. Die Beschäftigten arbeiten dann je nach Standort zwischen 70 und 90 Prozent. Eine zeitliche Begrenzung gebe es erstmal nicht. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sind, wollte Tui nicht bekannt geben.

18:30 Uhr | Update: Auffrischungsimpfungen in Sachsen und Thüringen

In Thüringen können ab sofort Termine für Drittimpfungen gegen das Coronavirus gebucht werden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind sie über das Vergabeportal www.impfen-thueringen.de zu vereinbaren. Das Angebot richtet sich dem Ministerium zufolge zunächst vorrangig an über 80-Jährige, an immungeschwächte Personen und an das Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Ab der kommenden Woche würden dann auch wieder mobile Impfteams in Pflegeheimen unterwegs sein. Die Drittimpfung könne auch bekommen, wer zweimal mit Astrazeneca oder einmal mit Johnson & Johnson geimpft sei.

In Sachsen können sich über 70-Jährige ab Freitag in den Impfzentren oder bei Impfaktionen vor Ort die dritte Spritze geben lassen. Dem Gesundheitsministerium in Dresden zufolge ist dafür keine Terminvereinbarung nötig. Auch Menschen mit bestimmten Erkrankungen können sich demnach eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Das sollte aber vorzugsweise über den behandelnden Arzt oder die Ärztin erfolgen, hieß es. In Sachsen-Anhalt haben die Auffrischungsimpfungen in manchen Landkreisen bereits am Montag begonnen.

18:05 Uhr | Tausende Kontaktverfolgungen nach Corona-Fällen im Tropical Island

Palmen, Strand, Wasser und Besucher im Tropical Island.
Bildrechte: imago/Rainer Weisflog

Wegen fünf Corona-Infektionen nach einem Besuch in der Urlaubswelt Tropical Islands müssen rund 10.000 Kontaktverfolgungen durchgeführt werden. Das teilte der brandenburgische Landkreis Dahme-Spreewald mit. Das Unternehmen informiere Gäste, die zwischen dem 18. bis 22. August im Freizeitresort waren, per Mail über die Infektionsfälle.

17:41 Uhr | Kekulé: Durchseuchung von Kindern brandgefährlich

Der Virologe Alexander Kekulé hat vor einer Durchseuchung von Kindern mit dem Coronavirus gewarnt. Kekulé sagte bei MDR AKTUELL, man dürfe nicht einfach alles laufen lassen. Das sei brandgefährlich nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für die anderen Altersgruppen. Dann entstehe eine völlig unkontrollierte Welle. Kekulé betonte, in den bisherigen Phasen der Corona-Pandemie hätten Kinder zu den Hauptleidtragenden gehört. Bei ihnen habe es reihenweise psychische und soziale Probleme gegeben. Nun könne man in Nordrhein-Westfalen wieder sehen, wie zehntausende Schulkinder in Quarantäne geschickt würden, weil man die Schulen nicht ausreichend schütze.

17:03 Uhr | Ermittlungen gegen Arzt wegen gefälschter Corona-Impfbescheinigungen

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen einen Arzt, der Corona-Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben soll. Laut Staatsanwaltschaft waren mehrere Anzeigen und Hinweise bei der Polizei eingegangen. Ein Anzeigenerstatter habe während seines Impftermins einen Tonmitschnitt angefertigt.

16:25 Uhr | Sachsen-Anhalt gibt Geld für Luftfilter an Schulen frei

Für die Anschaffung von mobilen Luftfiltern bekommt Sachsen-Anhalt einen Millionenbetrag vom Bund. Wie die Staatskanzlei mitteilte, hat die Landesregierung einer entsprechenden Vereinbarung zugestimmt. Damit bekommt das Land 5,4 Millionen Euro aus Berlin und gibt selbst noch einmal den gleichen Betrag dazu. Mit dem Geld können den Angaben zufolge auch bereits angeschaffte Filter in Schulen, Kitas und Horten finanziert werden. Anträge seien rückwirkend bis zum 1. Mai möglich.

Sachsen-Anhalt steht in der Kritik, weil zum Beginn des neuen Schuljahres am Donnerstag viele Schulen noch immer nicht mit Filtern ausgestattet sind.

15:57 Uhr | 2G-Regel auch in Berliner Klubs und Diskos

In Berlin dürfen Klubs und Diskotheken ihre Innenbereiche nach der sogenannten 2G-Regel für Geimpfte und Genesene wieder öffnen. Wie der Senat mitteilte, soll die Neuregelung voraussichtlich bereits ab dem Wochenende gelten. Auch die Maskenpflicht falle dann dort weg, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Damit setze der Senat einen Beschluss des Verwaltungsgerichts um. Dieses hatte am 20. August das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in der Hauptstadt für Geimpfte und Genesene aufgehoben.

Auch in Saunen, Thermen und ähnlichen Einrichtungen dürfen dem Senatsbeschluss zufolge Geimpfte und Genesene wieder an Aufgüssen teilnehmen oder Dampfbäder betreten. Für Gaststätten werden die Regeln dagegen verschärft: In Innenräumen sollen die Verantwortlichen künftig nur Getestete, Geimpfte oder Genesene einlassen.

15:28 Uhr | USA: Keine tödliche Herzmuskelentzündung nach Covid-Impfung

In den USA sind keine Todesfälle bei jungen Erwachsenen aufgrund einer Herzmuskelentzündung nach Covid-19-Impfungen aufgetreten. Das teilte die US-Seuchenschutzbehörde CDC mit. Demnach seien in den USA bislang 2.574 Verdachtsfälle der bekannten, seltenen Nebenwirkung der Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna gemeldet worden, 1.282 nach Impfungen mit Biontech/Pfizer und 557 mit dem Moderna-Impfstoff.

14:05 Uhr | Auch Beamte gegen Auskunftspflicht

Auch der Deutsche Beamtenbund weist die Forderung der Arbeitgeber nach einer Impf-Auskunftspflicht für Mitarbeiter zurück. "Nach aktueller Rechtslage ist eine Auskunftspflicht zum Impfstatus weder für Arbeitnehmende noch für Beamtinnen und Beamte zu begründen", sagte der DBB-Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach der "Rheinischen Post". Freiwilligkeit sei hier "zwingend". Und wenn das geändert werden solle, "müsste dafür zunächst einmal eine verfassungsfeste gesetzliche Grundlage geschaffen werden".

13:18 Uhr | Infektionen in Israel auf neuem Höchststand

In Israel erreicht die Zahl täglicher Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen neuen Höchststand. Wie die Regierung heute mitteilte, wurden in 24 Stunden zuletzt fast 11.000 neue Fälle registriert. Die Regierung hält dennoch an ihrem Plan fest, dass 2,4 Millionen Schüler ab Mittwoch wieder zur Schule gehen. Schon in den vergangenen Wochen waren die Infektionszahlen wegen der Delta-Virusvariante stark gestiegen, und inzwischen können alle Israelis ab zwölf Jahren eine Auffrischungsimpfung bekommen.

Israel war eines der Länder, in denen die Impfungen als erstes begannen, nach einem Abkommen mit dem Pharmakonzern Pfizer, der Israel rasch belieferte und dafür Daten zur Wirksamkeit der Impfungen erhält. Vollständig geimpft sind bisher rund 60 Prozent der Israelis, darunter rund 80 Prozent der Erwachsenen.

13:13 Uhr | Freier Stadion-Eintritt bei Impfung

Zum Heimauftakt der Frauen-Fußball-Bundesliga will Turbine Potsdam beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie helfen. Unter dem Motto "Turbine impft" können Fans sich impfen lassen und dann damit freien Eintritt zum Spiel gegen Carl Zeiss Jena am Abend bekommen. Geimpft werde mit Biontech/Pfizer, über einen zweiten Impftermin im Beratungsgespräch informiert. Laut der Mitteilung des Vereins, müssen alle Besucher vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

12:53 Uhr | Bundesweite Aktionswoche für Impfungen

Eine bundesweite Aktionswoche unter dem Motto "Hier wird geimpft" soll Schwung in die Covid-19-Impfungen in Deutschland bringen. Die Bundesregierung rief heute gemeinsam mit den Ländern dazu auf, vom 13. bis 19. September an möglichst vielen Orten einfach wahrzunehmende Angebote zu machen, etwa in Sportvereinen, bei der freiwilligen Feuerwehr und in Apotheken. Auf einer Internetseite sollen dann die Impfangebote auf einer Deutschlandkarte zu finden sein.

Vollständig geimpft sind nach laut Robert Koch-Instituts hierzulande jetzt 50,2 Millionen Menschen oder 60,5 Prozent der Bevölkerung. In der EU sind nach Angaben von Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

12:01 Uhr | Arbeitgeber darf Homeoffice beenden

Ein Arbeitgeber darf die Rückkehr seiner Beschäftigten aus dem Homeoffice anordnen. Das Landesarbeitsgericht München hat jetzt die Klage eines Grafikers abgewiesen, der weiter zu Hause arbeiten und nur noch in Ausnahmen ins Büro gehen wollte.

Nach dem Urteil ergab sich aber auch aus der wegen der Coronavirus-Pandemie erlassenen Arbeitsschutzverordnung kein entsprechendes Recht des Beschäftigten. Zwingende betriebliche Gründe hätten der weiteren Arbeit in seiner privaten Wohnung entgegengestanden, die technische Ausstattung nicht genügt, und der Mann habe auch nicht darlegen können, dass Daten gegen den Zugriff von Dritten und der in Konkurrenz zu seinem Unternehmen tätigen Ehefrau geschützt waren. (Az.: 3 SaGa 13/21)

11:59 Uhr | Sicherheitslücken im Homeoffice

Auch anderthalb Jahre nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie sind nach Einschätzung der Versicherer viele deutsche Unternehmen noch nicht ausreichend gegen Risiken im Homeoffice gerüstet. Nur acht Prozent, in denen mobil gearbeitet werde, hätten IT-Sicherheits- und Datenschutzregeln überarbeitet, sagte der Chef des Branchenverbandes GVD, Jörg Asmussen. Nur sieben Prozent hätten in zusätzliche IT-Sicherheit investiert. Dabei erlaube jedes zweite Unternehmen, dass private Geräte genutzt würden.

11:50 Uhr | Datenschützer gegen Impf-Abfrage

Der Datenschutzbeauftragte von Baden-Württemberg, Stefan Brink, hält es kaum für denkbar, dass Arbeitgeber ihre Angestellten nach ihrem Impfstatus fragen dürfen (siehe auch > 06:15 Uhr). Es gehe um eine besonders geschützte, sensible und "sehr private" Information, wird Brink vom "Handelsblatt" zitiert: "Nur in ganz wenigen Berufen der Gesundheitsbranche, wo Beschäftigte notwendig mit Personen in engen Kontakt kommen, die sich vor Corona nicht wirksam selbst schützen können, sieht das Infektionsschutzgesetz eine Ausnahme von diesem Grundsatz vor und erlaubt dem Arbeitgeber die Frage nach dem Impfstatus." Das aber jetzt "undifferenziert auszuweiten", wäre Brink zufolge "ein massiver Tabubruch."

11:49 Uhr | Neue Maßstäbe zur Bewertung der Lage

Das Bundeskabinett hat mit dem Entwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute neue Indikatoren zur Bewertung der Lage in der Coronavirus-Pandemie gebilligt. Der "wesentliche Maßstab" für Schutzmaßnahmen soll demnach die Zahl der Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in den regionalen Krankenhäusern sein. Die jeweiligen kritischen Schwellenwerte und die dann folgenden Maßnahmen, sollen die Länder festlegen.

Der Entwurf wird nun im Bundestag beraten und könnte nächste Woche beschlossen werden. Wie es darin weiter heißt, sollen neben den Klinik-Einweisungen weitere Indikatoren berücksichtigt werden, etwa eine nach Altersgruppen differenzierte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner, die Zahl der verfügbaren Intensivplätze in Kliniken und die der geimpften Bewohner einer Region.

11:13 Uhr | Trotz Corona: Autohersteller erwirtschaften Rekordgewinne

Die weltweite Autoindustrie hat einer Studie zufolge im ersten Halbjahr 2021 so viel Geld verdient wie nie zuvor in der Branchengeschichte. Wie eine Erhebung des Beratungsunternehmens EY zeigt, fuhren die 16 größten Autokonzerne Betriebsgewinne von zusammen 71,5 Milliarden Euro ein. Im Vorjahreszeitrum hatten sie noch einen Verlust von 4,1 Milliarden Euro eingefahren. Damals waren wegen der Corona-Krise die weltweiten Lieferketten und die Nachfrage zusammengebrochen. Weltweit werden allerdings noch immer nicht so viele Autos verkauft wie vor der Pandemie. EY-Branchenexperte Fuß sagte, die Firmen profitierten vor allem von Sparmaßnahmen und dem Trend zu großen und teuren Modellen.

10:58 Uhr | Prozess nach Corona-Ansteckungen in Ischgl

In Österreich startet eine Reihe von Prozessen zu Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl. Das teilte der Verbraucherschutzverein mit, der die Kläger vertritt. Zum Auftakt in zweieinhalb Wochen fordere die Familie eines nach einer Corona-Infektion gestorbenen Mannes 100.000 Euro Schadenersatz von der Republik Österreich. In den Tagen darauf sollen zwölf weitere Verfahren beginnen.

Die Kläger werfen den Behörden vor, zu spät vor dem Virus gewarnt und zu zögerlich den Skibetrieb geschlossen zu haben. Ischgl ist für seine Partyszene bekannt und gilt als einer der Hotspots für die Coronavirus-Verbreitung in der ersten Welle im März 2020. Der Verbraucherschutzverein bereitet nach eigenen Angaben rund 100 weitere Klagen vor.

10:33 Uhr | Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland doppelt geimpft

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor.

Demnach wurden am Montag 171 825 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 54 Millionen Menschen (65,1 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 50,2 Millionen (60,5 Prozent) sind vollständig geimpft. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 75,1 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter und zählt mit 70,5 Prozent auch den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Sachsen steht mit 55 Prozent Erstgeimpfter und 51,6 Prozent vollständig geimpfter Einwohner am Ende beider Ranglisten.

10:16 Uhr | Marx warnt vor Arbeitsüberlastung auf ITS

Angesichts wieder steigender Covid-Patientenzahlen in den Krankenhäusern warnt die Divi erneut vor einer Überlastung des Personals auf Intensivstationen. "Unsere Leute sind erschöpft", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Die Erschöpfung aus den ersten drei Wellen konnte noch gar nicht wieder aufgeholt werden." Eine Pause habe es nicht gegeben, denn über den Sommer hinweg seien in den Kliniken viele verschobene Eingriffe nachgeholt worden.

09:34 Uhr | Mehrheit für Online-Unterricht bei Schulschließungen

Für den Fall von neuen Schulschließungen wegen der Coronavirus-Pandemie befürwortet eine große Mehrheit der Deutschen verpflichtenden Online-Unterricht. Laut Bildungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts, sprachen sich 74 Prozent der rund 4.000 Befragten dafür aus. Eine intensivere Betreuung von Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen wollen 83 Prozent und 81 Prozent eine Verpflichtung für Lehrkräfte zu Fortbildungen über Online-Unterricht.

07:07 Uhr | Spahn: In Pflegeheimen weiter testen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, auch geimpfte Mitarbeiter in Pflegeheimen ein bis zwei Mal die Woche auf Covid-19 zu testen. In einem Leser-Interview der Zeitung "Die Welt" sagte der CDU-Politiker, dass im Herbst und Winter auch geimpfte Menschen in den Einrichtungen umsichtig sein sollten, denn dort lebten verletzliche Gruppen und auch geimpfte Leute könnten weiter infektiös sein. Das Thema werde er mit seinen Ministerkollegen in den Ländern aufnehmen.

06:50 Uhr | Schüler fordern mehr Geld für Luftfilter

Die Bundesschülerkonferenz fordert eine Milliarde Euro zusätzlich für Luftfilter in Klassenräumen. Generalsekretär Dario Schramm sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, der Bund habe bislang ein Hilfspaket von 200 Millionen Euro verabschiedet, das nicht ausreiche. Er solle vielmehr das Gros der Kosten für die Filter tragen, um die Kommunen zu entlasten. Um an Schulen möglichst schnell wieder in den Normalzustand zurückkehren zu können, fordern die Schüler zudem unkomplizierte Impfangebote mit einer deutlichen Ausweitung der Aufklärungs- und Informationskampagnen und Impfmobilen vor Ort.

06:15 Uhr | Uneinigkeit über Impfstatus-Abfrage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält es für möglich, dass Arbeitgeber den Covid-19-Impfstatus ihrer Angestellten abfragen dürfen. In der ARD sagte der CDU-Politiker, er sei gerade hin- und hergerissen, ob Arbeitgeber zumindest für die kommenden sechs Monate nicht doch nach der Impfung fragen dürften.

Im Entwurf für die neue Arbeitsschutzverordnung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist diese Möglichkeit nicht vorgesehen, was die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände kritisierte. Präsident Rainer Dulger sagte gestern, hätten die Unternehmen hier Klarheit könnten sie besser dafür sorgen, die Gesundheit aller Beschäftigten gleich gut zu schützen. Ähnlich äußerte sich nun auch Spahn. Nach bisherigem Stand soll die neue Verordnung am Mittwoch im Bundeskabinett beschlossen werden und dann unter anderem auch Impfungen während der Arbeitszeit ermöglichen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 31. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Lauf des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 31. August 2021 | 06:00 Uhr

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