Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: WHO erwartet rasante Omikron-Ausbreitung in Europa

Bis März könnten sich nach Einschätzung der WHO mehr als die Hälfte der Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante anstecken. Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland ist vergangenes Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen - Statistikern zufolge auch wegen der Pandemie. Einige Kur-Standorte in Sachsen-Anhalt spezialisieren sich auf Long-Covid. Aktuelle Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Passanten drängen sich auf der Einkaufsstraߟe Via del Corso in Rom.
Innerhalb von zwei Wochen haben sich laut WHO die Corona-Fälle in Europa mehr als verdoppelt. Bildrechte: dpa


Unser Ticker am Dienstag, 11. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.


21:20 Uhr | Höchstwert von 368.149 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 368.000 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Rekordwert verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Dienstagabend wurden innerhalb von 24 Stunden 368.149 Neuinfektion gemeldet. Der bisherige Höchstwert vom vergangenen Mittwoch hatte bei 332.252 registrierten Ansteckungen gelegen.

Die Fallzahlen in Frankreich sind über die vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2790. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen erfasst wurden. Um die fünfte Welle einzudämmen, will Frankreichs Regierung zu Mitte Januar die Corona-Regeln für Ungeimpfte deutlich verschärfen.

20:30 Uhr | Biontech und Pfizer produzieren angepassten Impfstoff

Der Mediziner und Biontech-Gründer Ugur Sahin bei der Ehrung durch die Stadt Köln im Rathaus.
Biontech-Chef Ugur Sahin Bildrechte: dpa

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen. Das teilte Biontech-Chef Ugur Sahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. "Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen."

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält.

20:00 Uhr | Kultur kritisiert geplante Corona-Auflagen in Sachsen

Mehr als 30 Dresdner Kultureinrichtungen haben sich wegen der Corona-Politik in einem Offenen Brief an die sächsische Landesregierung gewandt. Darin fordern sie, als verlässliche Partner ernstgenommen und nicht weiter in eine Notlage getrieben zu werden. Die Öffnung der Theater, Kinos und Konzertsäle dürfe nicht an die Krankenhausauslastung gekoppelt werden. Auch sollte die Besucherzahl nicht auf 250 begrenzt sein.

Ein weiterer Kultur-Lockdown sei nicht mit Geld zu heilen. Das mehrfache, kurzfristige Schließen und zwischenzeitliche Öffnen zermürbe Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und Publikum gleichermaßen und gefährde Kunst und Kultur in ihren Grundfesten. Zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören die Intendanten von Semperoper, Staatsschauspiel, Philharmonie und den Musikfestspielen.

19:36 Uhr | Berlin stellt Millionen FFP2-Masken für Bedürftige bereit

Der Berliner Senat hat angesichts der Pandemielage 1,4 Millionen FFP2-Masken für Bedürftige bereitgestellt. Das teilte die Sozialverwaltung mit. Der Großteil der Masken werde in Kürze in den Bezirken verteilt, etwa in Bürgerämtern und sozialen Einrichtungen. 200.000 FFP2-Masken gehen in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, für geflüchtete Menschen sind 190.000 Masken vorgesehen.

Anspruch haben demnach Menschen, die Sozialhilfe, Grundsicherung, Bafög oder Ausbildungsbeihilfe beziehen. FFP2-Masken dienen nicht nur dem Fremdschutz, sondern schützen auch die tragende Person in hohem Maß vor einer Ansteckung. Für Kritik sorgt aber immer wieder, dass ärmere Menschen sich die Einwegprodukte kaum leisten können.

19:18 Uhr | Neue Quarantäne-Regeln in Thüringen

Das Gesundheitsministerium von Thüringen hat die Quarantäne-Regeln für Infizierte mit der Omikron-Variante und deren Kontaktpersonen angepasst. Bei einer nachgewiesenen Infektion oder konkretem Verdacht für Kontaktpersonen müssen sich Betroffene ab sofort nur noch zehn Tage absondern. Mit einem negativen Test können sie die Zeit auf sieben Tage verkürzen.

Personen unter 18 Jahren können sich sogar schon nach fünf Tagen freitesten. Ausgenommen sind jedoch Azubis medizinischer Einrichtungen. Der entsprechende Erlass setzt die von Bund und Ländern beschlossenen Regeln um und trat mit sofortiger Wirkung auf zunächst unbestimmte Zeit in Kraft.

18:58 Uhr | SPD kündigt noch für Januar Entwurf für Impfpflicht an

Die SPD will Ende Januar einen konkreten Vorschlag für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht machen. Das teilte Fraktionschef Rolf Mützenich mit. Die Eckpunkte für einen Gesetzentwurf würden unmittelbar nach der ersten Orientierungsdebatte im Bundestag in zwei Wochen vorgelegt. Sie könnten dann Grundlage für einen Gruppenantrag zusammen mit Abgeordneten anderer Fraktionen sein.

Mützenich sprach sich zudem dafür aus, dass eine Entscheidung im Bundestag spätestens nach zwei Monaten fallen müsse. Er gehe davon aus, dass eine Mehrheit der SPD-Fraktion der Einführung einer Impfpflicht zustimmen werde.

Die Union erklärte am Vormittag, den Vorschlag der Ampel-Koalition abwarten zu wollen. Die FDP sprach sich zunächst lediglich für eine Impfpflicht ab 50 Jahren oder eine verpflichtende Impfaufklärung aus.

18:13 Uhr | Rund 250 Verfahren nach Corona-Protesten in Sachsen-Anhalt

Nach den gestrigen Protesten gegen die Corona-Politik sind in Sachsen-Anhalt rund 250 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden. Wie das Innenministerium mitteilte, wurden außerdem zehn Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Widerstand und Angriffen auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Zwei Polizeibeamte seien bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten in Magdeburg leicht verletzt worden. Zuvor war von fünf leicht verletzten Beamten berichtet worden.

Dem Ministerium zufolge hatten sich landesweit 17.000 Menschen an den Protesten beteiligt. Das waren weniger als in der Vorwoche, als 18.200 Demonstranten gezählt wurden.

17:37 Uhr | Kekulé: Quarantäne für Kontaktpersonen abschaffen

Der Virologe Alexander Kekulé ist dafür, mit der Omikron-Welle die Quarantäne und Kontaktverfolgung aufzugeben. Kekulé sagte MDR AKTUELL, mit der zu erwartenden Unmenge an Fällen wäre eine Nachverfolgung ohnehin nicht mehr zu schaffen. Damit wäre auch keine vernünftige Quarantäne der Kontaktpersonen mehr möglich.

Stattdessen sollte man sich auf die konzentrieren, die tatsächlich ansteckend seien. Jeder, der Symptome habe oder positiv getestet sei, müsse konsequent isoliert werden. Ausnahmen schlägt der Virologe aber weiterhin für Riskobereiche wie Krankenhaus und Pflegeheim vor. Hier müsse weiter auf Kontaktverfolgung und Quarantäne gesetzt werden.

17:24 Uhr | Umfrage: Jeder vierte Zahnarzt in Sachsen nicht geimpft

In Sachsen ist einer Umfrage zufolge jeder vierte Zahnarzt nicht gegen Covid-19 geimpft. An der Umfrage der Landeszahnärztekammer haben 487 von 2.570 Praxen teilgenommen, das Ergebnis liegt dem MDR vor. Danach sind 25 Prozent der Zahnärztinnen und Zahnärzte und 40 Prozent der Beschäftigten in den Praxen nicht geimpft. Mehr als die Hälfte der Befragten rechneten damit, dass mit der Impfpflicht ab Mitte März Mitarbeiter kündigten. Das könne zur Schließung von Praxen führen. Die Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen und der Landeszahnärztekammer warnten deshalb vor Engpässen bei der zahnmedizinischen Versorgung.

16:25 Uhr | USA: So viele Covid-19-Patienten in Kliniken wie nie zuvor

In den USA sind derzeit knapp 146.000 Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Nach Daten des Gesundheitsministeriums ist das mehr als jedes fünfte verfügbare Bett im Land und bisheriger Höchststand in der Pandemie. Vor knapp einem Jahr waren es rund 142.000 Covid-Patienten in Krankenhäusern.

Dem Ministerium zufolge stieg die Zahl der Einlieferungen in Krankenhäuser innerhalb einer Woche um mehr als 60 Prozent. Die Zunahme bei den Corona-Neuinfektionen lag im selben Zeitraum bei mehr als 85 Prozent. Die Entwicklung wird auf die rasante Omikron-Ausbreitung zurückgeführt.

15:45 Uhr | Kliniken: Steuerfreibetrag statt Bonus für Pflegekräfte

In der Debatte um eine finanzielle Anerkennung für Pflegekräfte in der Corona-Krise schlagen die Kliniken einen Steuerfreibetrag statt einer Prämie vor. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte, dies wäre wesentlich besser als ein einmaliger Bonus für einen Teil der Beschäftigten. Ein Freibetrag könnte für vergangenes und dieses Jahr gelten. Er würde auch Anreize für eine Rückkehr von Pflegekräften in den Beruf oder ein Aufstocken der Arbeitszeit geben.

Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass es einen Corona-Bonus vor allem für jene Pflegekräfte geben soll, die in der Pandemie besonders belastet waren.

15:32 Uhr | 2G-Regel in Sachsen-Anhalt gerichtlich bestätigt

Das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt hat die 2G-Regelung im Einzelhandel bestätigt. Das Gericht teilte mit, die Pflicht von Einzelhändlern, die Nachweise Geimpfter und Genesener zu kontrollieren, sei verhältnismäßig. Geklagt hatte ein Betreibers von bundesweiten Filialen des Textileinzelhandels. (Aktenzeichen: 3 R 216/21)

15:14 Uhr | WHO erwartet rasante Omikron-Ausbreitung in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einer explosionsartigen Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Europa. WHO-Europadirektor Hans Kluge sagte, in der ersten Woche des neuen Jahres seien mehr als sieben Millionen neue Corona-Fälle gemeldet worden. Das sei eine Verdopplung innerhalb von zwei Wochen.

Bei diesem Tempo könnten sich schon bis März mehr als die Hälfte der Menschen im Großraum Europa anstecken. Die neue Infektionswelle setze die Gesundheitssysteme und den Dienstleistungsbereich in vielen Ländern unter Druck. In mehreren Ländern ist Omikron bereits die dominierende Coronavirus-Variante bei den Neuinfektionen.

Update 14:44 Uhr | 2021 erstmals mehr als eine Million Sterbefälle

Erstmals seit dem Bestehen der Bundesrepublik hat es 2021 mehr als eine Million Sterbefälle innerhalb eines Jahres gegeben. Wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Daten mitteilte, wurden im vergangenen Jahr in Deutschland insgesamt rund 1,02 Millionen Sterbefälle registriert. Grund dafür dürften die Alterung der Bevölkerung und die Folgen der Corona-Pandemie sein.

14:15 Uhr | Bundesweit mehr als 1.000 Protestaktionen

Bundesweit hat es gestern mehr als 1.000 Demonstrationen gegen die Corona-Politik gegeben. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hätten insgesamt rund 188.000 Menschen daran teilgenommen. In mehreren Städten kam es zu Angriffen auf Polizisten. Dem Ministerium zufolge wurden neun Beamte verletzt, darunter in Bautzen, Gera und Magdeburg.

14:00 Uhr | Auch 2022 Milliarden-Umsatz für Biontech

Biontech erwartet in diesem Jahr Umsätze von bis zu 17 Milliarden Euro mit seinem Covid-19-Impfstoff. 2022 geht Vorstandschef Ugur Sahin von einer Spanne von 13 bis 17 Milliarden aus, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Investoren-Präsentation hervorgeht. Im vergangenen Jahr dürfte der Umsatz wie bislang vorhergesagt bei 16 bis 17 Milliarden Euro gelegen haben.

13:27 Uhr | Bayern bleibt bei 2G für Gastronomie

Bayern verzichtet anders als fast alle anderen Bundesländer auf schärfere Corona-Regeln für Gaststätten. Wie die Staatskanzlei nach einer Kabinettssitzung in München mitteilte, bleibt es im Freistaat dabei, dass Geimpfte und Genesene ohne zusätzlichen Test bzw. ohne Auffrischungsimpfung in Restaurants gehen dürfen. Es gilt also weiterhin die 2G-Regel und nicht 2G+, wie Bund und Länder vergangenen Freitag mehrheitlich vereinbart hatten. Auch Sachsen-Anhalt will die 2G+-Regelung nicht umsetzen.

13:00 Uhr | Erneut chinesische Millionenstadt abgeriegelt

Die chinesischen Behörden haben nach neuen Corona-Infektionsfällen einen Lockdown für eine weitere Millionenstadt verhängt. Die fünf Millionen Einwohner von Anyang in der ostchinesischen Provinz Henan dürften ihre Wohnungen nicht mehr verlassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte wurden geschlossen, es wurde mit Massentests der Bevölkerung begonnen. Mehr dazu im Video:

12:33 Uhr | Mehr als 100.000 Corona-Tote in Polen

In Polen ist die Zahl der Corona-Toten nach offiziellen Angaben über die Marke von 100.000 gestiegen. Am Dienstag meldete das Gesundheitsministerium 493 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Damit sind seit Beginn der Pandemie nunmehr 100.254 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

Zum Vergleich: In Deutschland leben mit etwa 83 Millionen mehr als doppelt so viele Menschen, nach Angaben des Datenprojekts Risklayer sind bisher knapp 115.000 Corona-Tote gezählt worden.

12:08 Uhr | Kurstandorte spezialisieren sich auf Long-Covid-Patienten

Kurstandorte in Sachsen-Anhalt leiden unter der Corona-Pandemie: Da weniger operiert wird, kommen in die Reha-Kliniken auch weniger Patienten. Empfindliche Umsatzeinbußen sind die Folge.

Nun machen Standorte wie in Bad Salzelmen und Bad Schmiedeberg aus der Not eine Tugend. Sie wollen umrüsten und ihr Personal schulen, um auch Long-Covid-Patienten behandeln zu können. Für die gibt es bundesweit bisher viel zu wenig Behandlungskapazitäten. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht:

11:22 Uhr | Studien: Zahlreiche Omikron-Infizierten ohne Symptome

Bei der Omikron-Variante ist nach vorläufigen Ergebnissen zweier südafrikanischer Studien der Anteil der Menschen ohne Symptome unter den Infizierten viel höher als bei früheren Varianten. Weitaus mehr Menschen, die positiv getestet wurden, hatten demnach im Vergleich zu früheren Studien keine Symptome. Das könnte erklären, warum sich die Variante so schnell weltweit ausbreitet, erklärten die Wissenschaftler der Studien Ubuntu und Sisonke.

11:10 Uhr | Union wohl doch ohne eigenen Antrag zur Impfpflicht

Die Unions-Bundestagsfraktion wird nach Angaben ihres Parlamentarischen Geschäftsführers Thorsten Frei derzeit keinen eigenen Gesetzentwurf für eine allgemeine Impfpflicht vorlegen. "Wir erwarten einen Vorschlag der Bundesregierung", sagt der CDU-Politiker. Die Ampel-Koalition habe im Bundestag keine eigene Mehrheit in der Frage und gehe deshalb den Weg von Gruppenanträgen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe sich aber selbst für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen und müsse deshalb in dieser Frage nun Führung zeigen, fordert Frei.

Der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger hatte in den Funke-Zeitungen von heute erklärte, Abgeordnete von CDU und CSU planten einen eigenen Gesetzesantrag für eine Impfpflicht.

11:00 Uhr | Skisaison am Fichtelberg startet

Am Fichtelberg beginnt die Skisaison. Wie die Liftgesellschaft Oberwiesenthal mitteilte, startet am Sonnabend um 9 Uhr der Liftbetrieb. Allerdings steht das Skigebiet nur Geimpften und Genesenen (2G) offen. Beim Anstehen am Lift und im Lift selbst muss eine Maske getragen werden. Der 2G-Status werde vor Kauf des Skipasses sowie im Skigebiet kontrolliert, erklärte Geschäftsführer Constantin Gläß.

10:54 Uhr | Bislang höchster Tageswert: 1,35 Millionen Neuinfektionen in den USA

Die USA haben erneut mehr als eine Million Neuinfektionen verzeichnet und damit wieder einen weltweiten Höchstwert. Am Montag registrierten die Behörden mindestens 1,35 Millionen neue Ansteckungen, den höchsten Tageswert rund um den Globus seit Beginn der Pandemie, wie eine Reuters-Erhebung basierend auf den offiziellen Daten zeigt.

10:15 Uhr | Auch FDP diskutiert Impfpflicht für über 50-Jährige

Eine Initiative um den FDP-Abgeordneten Andrew Ullmann plant einen Antrag zu einer gestaffelten Impfpflicht. Ullmann sagte der "Welt", zunächst könnte es eine verpflichtende Impfaufklärung für alle geben. Wenn danach die Impfquote nicht signifikant steige, könnte ein nächster Schritt eine "Impfpflicht beispielsweise für Menschen ab 50 Jahren sein." Denn diese erkrankten vergleichsweise häufiger schwer und müssten auf die Intensivstationen verlegt werden, sagte Ullmann. Abgeordnete von CDU und CSU haben heute einen eigenen Antrag für eine Impfpflicht ab 50 Jahre an.

Die Spitzen der Bundestagsfraktionen wollen am Nachmittag darüber beraten, wann über ein Impfpflichtgesetz debattiert wird.

10:00 Uhr | Pfizer-Chef erwartet jährliche Impfungen

Pfizer-Chef Albert Bourla zufolge könnten jährliche Impfungen gegen das Coronavirus notwendig werden. Möglicherweise müssten Hochrisiko-Patienten noch häufiger eine Auffrischung erhalten, sagt er auf einem Gesundheitskongress von J.P. Morgan. Bourla wiederholt die Ankündigung, dass ein spezieller Impfstoff des BioNTech-Partners gegen Omikron im März bereitstehen werde. Dem Sender CNBC sagte er wenige Stunden vor der Veranstaltung dazu, es müsse noch getestet werden, ob eine vierte Impfung zunächst notwendig sein werde.

09:53 Uhr | Strengere Regeln in Österreich in Kraft

In Österreich gelten seit heute neue Corona-Restriktionen: Die Betreiber von nicht lebensnotwendigen Geschäften müssen nun bei Eintritt der Kunden, spätestens aber an der Kasse, deren 2G-Nachweis überprüfen. Das heißt, nur noch gegen das Coronavirus Geimpfte oder von Covid-19 Genesene dürfen dort einkaufen. Schwangere ohne 2G-Nachweis können ersatzweise einen negativen PCR-Test vorlegen.

Außerdem muss nun auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn zu Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, nicht mindestens zwei Meter Abstand gehalten werden kann. Ausnahmen gelten, wenn der Mindestabstand nur kurz unterschritten wird wie etwa beim Vorbeigehen auf dem Bürgersteig.

09:15 Uhr | Verletzte Polizisten bei Protesten in Thüringen

Mindestens drei Polizisten sind bei Corona-Demonstrationen in Thüringen am Montagabend verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Erfurt wurden zudem 37 Strafanzeigen und 89 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten erstattet. Insgesamt hätten sich 20.800 Gegner der Corona-Maßnahmen an 67 Zusammenkünften im ganzen Freistaat beteiligt. Schwerpunkte seien die Städte Gera mit 2000 Teilnehmern, Jena mit rund 1400 Menschen, sowie Saalfeld und Altenburg mit je 1200 Menschen gewesen. Die überwiegende Zahl der Protestierenden missachtete nach Polizeiangaben die geltenden Infektionsschutzregeln.

08:40 Uhr | Nur wenige Staaten mit allgemeiner Impfpflicht

In Deutschland wird über eine allgemeine Impfpflicht debattiert. Einige wenige Staaten haben diese bereits beschlossen. Andere Länder verpflichten bestimmte Berufs- oder Altersgruppen zur Impfung. Ein Überblick.

07:27 Uhr | Lauterbach: Lockdowns nicht für psychische Störungen verantwortlich

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass die deutsche Corona-Politik mit ihren international eher etwas strengeren Maßnahmen für die Zunahme psychischer Störungen verantwortlich ist. "Da muss man vorsichtig sein, dass geben die Studien aus meiner Sicht nicht her", sagte der SPD-Politiker am Abend in der ARD-Sendung "Hart aber fair". Es gebe mehr psychische Störungen auch in Staaten, die weniger gemacht haben als Deutschland. Als Beispiel nannte er die USA.

Günter Reich, Familientherapeut und Professor an der Uni Göttingen 19 min
Bildrechte: privat

07:15 Uhr | Genesenen-Nachweis bald nur noch digital

Vom Coronavirus genesene Personen sollen ihren Status nach dem Willen der Länder künftig ausschließlich digital mit einem QR-Code nachweisen können. Das haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach habe zugesichert, dies zeitnah umzusetzen, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach einer Videokonferenz mit ihren Kollegen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

07:00 Uhr | Union für Impfpflicht für über 50-Jährige

Abgeordnete von CDU und CSU im Bundestag bereiten einen eigenen Gesetzesvorschlag für eine Impfpflicht ab 50 vor: "Weil der größte Teil der Covid-Intensivpatienten älter als 50 Jahre ist, können wir mit einer Impflicht für alle ab 50-Jährigen das Gesundheitssystem effektiv schützen und dennoch den Freiheitseingriff für die Gesellschaft so gering wie möglich halten", sagt der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dabei will die Gruppe aus Gesundheits- und Rechtspolitikern der Unionsfraktion hinter dem Vorschlag nicht mit Abgeordneten anderer Parteien zusammenarbeiten. "Unser Ziel ist es, einen eigenen Unionsantrag auf den Weg zu bringen", bekräftigt Pilsinger.

06:41 Uhr | FDP-Politiker: Corona-Mythen entkräften

Der Infektiologe und FDP-Bundestagsabgeordnete Andrew Ullmann sieht weiter Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation über Corona. Ullmann sagte MDR AKTUELL, die Politik habe bislang keine gute Strategie, um die Bevölkerung über die Bedeutung von Impfungen, Hygienemaßnahmen oder die Konsequenzen eines positiven Tests aufzuklären. Dadurch entstünden Mythen. Ullmann wies aber entschieden Behauptungen zurück, die Politik nutze Inzidenzzahlen, um die Bevölkerung zu drangsalieren. Deutschland renne gerade in die fünfte Welle hinein.

06:23 Uhr | Impfpflicht gilt auch für Ehrenamtliche

Die Impfpflicht in Gesundheits-und Pflegeeinrichtungen wird auch für Ehrenamtliche gelten. Das hat das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage von MDR AKTUELL klargestellt. Demnach müssen ab Mitte März alle in solchen Einrichtungen Tätigen eine Impfung nachweisen. Das betreffe beispielsweise auch Küchen- und Reinigungspersonal, Leiharbeiter, Auszubildende und Praktikanten. Ausgenommen sind nur Beschäftigte, die per Attest nachweisen, dass sie aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Der Verband der Pflegeberufe kritisiert diese Ausnahme, weil so Infektionen eingeschleppt werden könnten. Verbandspräsidentin Bienstein sagte MDR AKTUELL, einige Einrichtungen planten deshalb, auch ungeimpften Mitarbeitern mit Attest den Zugang zu verwehren.

06:15 Uhr | Vielerorts Proteste gegen Corona-Politik - Zwischenfälle mit Polizei

In Mitteldeutschland haben am Abend erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. In mehreren Städten kam es dabei zu Ausschreitungen. In Bautzen etwa wurden nach Polizeiangaben drei Beamte verletzt, nachdem sie mit Pflastersteinen und Flaschen beworfen worden waren. In Magdeburg wurden fünf Polizisten verletzt. In Freiberg wurde ein Streifenwagen beschädigt. In Dresden wurde laut Polizei ein Journalist von Unbekannten geschlagen. Proteste gab es auch in Chemnitz, Gera, Halle, Wittenberg, Naumburg und zahlreichen weiteren Städten. In Thüringen zählte die Polizei landesweit mehr als 20.000 Demonstranten. Es gab auch Gegenkundgebungen, unter anderem in Leipzig, Jena und Halle.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 11. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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