Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Sachsen verschärft Bestimmungen für Selbsttests

In Sachsen werden selbstbestätigte Corona-Schnelltests nicht mehr als Nachweis akzeptiert. Sie müssen nun in einem Testzentrum oder vor Ort gemacht werden. In Mecklenburg-Vorpommern ist ab 14. Juni Tourismus für alle möglich. Österreich fordert ein Ende deutscher Quarantäneregeln. Brandenburg will bei niedrigen Inzidenzen ab Pfingsten Gaststätten und Campingplätze öffnen. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Eine Mitarbeiterin im Friseurstudio macht bei Friseurmeister Holger Knievel einen Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus.
Eine Mitarbeiterin eines Friseurstudios testet ihren Chef: Künftig müssen Schnelltests vor Ort oder in einem Testzentrum absolviert werden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 11. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:49 Uhr | Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern ab 14. Juni für alle möglich

Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Ab sofort könne gebucht werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Sitzung des Kabinetts. Die Gastronomie in dem Bundesland darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen.

Der Druck auf die Landesregierung für rasche Öffnungen in der Corona-Krise war an den vergangenen Tagen zunehmend gewachsen. Die drei Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern hatten unmittelbar vor der Kabinettssitzung mitgeteilt, das Land laufe Gefahr, die Öffnung der Wirtschaft zu verschlafen, während Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern oder andere Bundesländer schon längst klare Öffnungsperspektiven vorgestellt hätten.

22:15 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern kündigt Klarstellung zu Urlaub mit oder ohne Kindern an

Die neue Corona-Verordnung von Mecklenburg-Vorpommern erlaubt nur noch geimpften Personen die Einreise. Was bedeutet das für den Urlaub mit Kindern, für die es ja noch gar keine Impfung gibt? Muss der Nachwuchs zu Hause bleiben? Das Gesundheitsministerium hat eine Klarstellun angekündigt.

21:58 Uhr | Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein auch für Touristen

In Schleswig-Holstein gelten vom kommenden Montag an Corona-Lockerungen auch im Tourismus und der Gastronomie. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor. Gaststätten dürfen demnach ab 17. Mai unter strengen Auflagen auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist. Wer als Tourist in Schleswig-Holstein übernachten will, muss mit frischem negativen Coronatest anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test höchstens 48 Stunden alt sein. Schleswig-Holstein ist mit einem Wert von 50 das Bundesland mit der niedrigsten Inzidenz in Deutschland.

19:08 Uhr | Tausende zusätzliche Impftermine im Erzgebirge

Sachsen will im Corona-Hotspot Erzgebirge beim Impfen mehr Tempo machen und damit die Infektionszahlen senken. Dafür sollen von Mittwoch an die Öffnungszeiten des Impfzentrums in Annaberg-Buchholz bis Mitternacht ausgedehnt werden, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping an. Dem Impfzentrum sollen für Abendtermine zusätzliche Impfdosen zur Verfügung gestellt werden. Zudem soll es rund 10.000 zusätzliche Termine mit dem Präparat von Johnson & Johnson in den nächsten Tagen geben.

18:50 Uhr | Trotz langem Wochenende bleiben die Campingplätze zu

Für Campingplatzbetreiber ist Christi Himmelfahrt nach Ostern das zweite große Event im Jahr - wenn sie denn öffnen dürften. Doch danach sieht es in Mitteldeutschland aktuell nicht aus.

18:40 Uhr | Slowakei setzt Erstimpfung mit Astrazeneca aus

Die Slowakei setzt Erstimpfungen mit dem Mittel von Astrazeneca aus. Dem Gesundheitsministerium zufolge sollen allerdings Menschen, die das Mittel bereits einmal erhalten haben, auch beim zweiten Mal mit Astrazeneca geimpft werden. Über das weitere Vorgehen werde beraten. In der vergangenen Woche berichtete die slowakische Arzneimittelbehörde über den Tod einer 47-Jährigen, der vermutlich im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung stehe.

18:12 Uhr | Österreich fordert Ende deutscher Quarantäne-Regeln

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz fordert ein Ende der deutschen Quarantäne-Regeln. Kurz sagte in München, Österreich sollte von der deutschen Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen werden. Quarantäne-Regeln seien nur schwer nachvollziehbar, wenn die Corona-Ansteckungszahlen ungefähr gleich seien - oder in einem Nachbarland sogar niedriger als im eigenen. Die Inzidenzwerte sind mit 95 in Österreich inzwischen deutlich niedriger als in Deutschland.

Ab Mittwoch ist zumindest der kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich wieder möglich. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, grenzübergreifende Treffen mit Verwandten oder Freunden oder auch Einkäufe im Nachbarland seien dann wieder erlaubt.

18:08 Uhr | Leipziger Bundesliga-Handballer geimpft

Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben die erste Corona-Impfung erhalten. Wie der Verein mitteilte, bekam das Team gestern den Impfstoff von Astrazeneca. Um mögliche Reaktionen vorzubeugen, pausiere die Mannschaft drei Tage mit dem Training. Die Zweitimpfung sei für Mitte Juli vorgesehen. Nationalspieler Philipp Weber wurde laut Verein über den Olympiastützpunkt Sachsen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft. Somit benötigt er keine Zweitimpfung und kann zu den Olympischen Spielen nach Tokio fahren.

18:00 Uhr | Kekulés Corona-Kompass vom 11. Mai 2021

Eine Studie wirft die Frage auf, ob das Coronavirus ins menschliche Erbgut, in unsere DNA, gelangen kann. Außerdem: Ist die dritte Welle endgültig gebrochen? Und: Warum gelten Genesene nur ein halbes Jahr als immun? Diese und andere Fragen beantwortet der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé von der Universität Halle-Wittenberg in seinem aktuellen Corona-Kompass.

17:55 Uhr | Balearen werben mit sicherem Urlaub

Die Regierung der spanischen Urlaubsregion der Balearen wirbt um deutsche Touristen. Ministerpräsidentin Francina Armengol sagte der "Bild"-Zeitung: "Der Mallorca-Urlaub ist absolut sicher." Die derzeitige Sieben-Tage Inzidenz liege unter 25 pro 100.000 Einwohner. Voraussetzung für einen Urlaub sei ein Nachweis über einen negativen PCR-Test bei der Einreise. Im öffentlichen Raum gelte weitgehend Maskenpflicht.

17:42 Uhr | 200 Bußgeldverfahren nach verbotenen Demos in Weimar

Die Stadt Weimar hat rund 200 Bußgeldverfahren gegen Teilnehmer nicht genehmigter Mai-Kundgebungen eingeleitet. Das teilte Oberbürgermeister Peter Kleine mit. Am 1. Mai hatten sich trotz eines gerichtlichen Verbots hunderte Anhänger der "Querdenker"-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen in Weimar versammelt. Auch Gegendemonstranten waren unterwegs. Geahndet werden laut dem parteilosen Stadtoberhaupt nun unter anderem Verstöße gegen das Versammlungsrecht und gegen Corona-Schutzbestimmungen.

16:58 Uhr | Brandenburg öffnet Gaststätten und erlaubt Camping

In Brandenburg soll es bei niedrigen Inzidenzwerten ab Freitag (21. Mai) vor Pfingsten wieder möglich sein, Gaststätten zu besuchen und auf Campingplätzen zu übernachten. Wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ankündigte, soll das in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 möglich sein. Bereits ab Mittwoch (12. Mai) soll in Regionen mit weniger als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auch wieder Dauercampen erlaubt sein.

16:00 Uhr | Kein Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Halle

Das Bürgerfest zur Deutschen Einheit fällt auch in diesem Jahr aus. Es sollte im Oktober in Halle stattfinden. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra erklärte, ein dreitägiges Fest mit hunderttausenden Besuchern sei nicht verantwortbar. Stattdessen solle es eine dreiwöchige Ausstellung in der Innenstadt von Halle geben. Die Bundesländer und Verfassungsorgane könnten sich dabei in Glascontainern vorstellen.

14:06 Uhr | Sachsen-Anhalt erstattet Kita-Beiträge auch für Mai und Juni

Eltern in Sachsen-Anhalt, deren Kinder im Mai und Juni von pandemiebedingten Kita- und Hortschließungen betroffen sind, bekommen ihre Beiträge erstattet. Wie schon im Januar und Februar kommt das Land für die Einnahmeausfälle auf, die den Gemeinden durch die Schließungen entstehen. Das hat das Landeskabinett nach Angaben der Staatskanzlei in Magdeburg beschlossen. Die Regelung greift demnach, wenn die entsprechenden Einrichtungen innerhalb eines der Monate mehr als 14 Kalendertage geschlossen sind und die Eltern keine Notbetreuung beanspruchen. 2020 hat Sachsen-Anhalt für die Erstattung der Beiträge nach eigenen Angaben 18 Millionen Euro bereitgestellt. Für Januar und Februar 2021 rechnet die Landesregierung insgesamt mit weiteren 14 Millionen Euro.

13:42 Uhr | Sachsen verschärft Selbsttest-Bestimmungen

Wer in Sachsen Dienstleistungen in Anspruch nehmen will, für den reicht ab sofort ein Corona-Selbsttest mit eigenhändig ausgefülltem Formular nicht mehr aus. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) riet nach der Kabinettssitzung den Bürgern des Freistaats, die Tests in einem Testzentrum oder direkt etwa beim Friseur zu machen. Mit Blick auf die Bundesregelungen sagte die Ministerin, das sei eine Änderung, der sich Sachsen beugen müsse. Deshalb werde die aktuelle sächsische Corona-Schutzverordnung in diesem Punkt geändert. Die Regelung gelte auch für Schulen. Eltern können ihren Kindern demnach nicht mehr eine Bescheinigung über einen zu Hause gemachten Test mitgeben.

13:33 Uhr | Norwegen investiert mehr Öl-Einnahmen in Abfederung der Corona-Folgen

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, investiert Norwegen einen deutlich höheren Anteil seiner Öl-Einnahmen als bislang geplant. Im heute vorgestellten Nachtragshaushalt sind Ausgaben in Höhe von umgerechnet 40 Milliarden Euro aus dem Öl-Geschäft vorgesehen – knapp neun Milliarden Euro mehr als im usprünglich veranschlagt. Di e Regierung darf üblicherweise bis zu drei Prozent des Fonds-Werts in ihren Haushalt stecken. In diesem Jahr werden es den neuesten Zahlen zufolge 3,7 Prozent sein.

13:25 Uhr | Ab morgen wieder kleiner Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich möglich

Bayern ermöglicht ab Mittwoch wieder den sogenannten kleinen Grenzverkehr mit Österreich. Das kündigte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einem Gespräch mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in München an. Damit könnten sich Freunde und Verwandte grenzübergreifend wieder treffen. Auch das Einkaufen im jeweiligen Nachbarland sei wieder erlaubt. Der kleine Grenzverkehr war seit Dezember verboten, für Verstöße drohten bis zu 2000 Euro Bußgeld.

Wie Söder weiter ankündigte, wollen Bayern und Österreich nun gemeinsam die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie aufarbeiten. Es solle ein gemeinsames Team der beiden Nachbarländer gebildet werden, das einen gezielten Austausch führen solle.

12:46 Uhr | Berlusconi erneut wegen Covid-19-Folgen in Klinik

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist erneut in eine Klinik gebracht worden. Agenturberichten zufolge leidet er an Nachwirkungen seiner Covid-19-Erkrankung. Berlusconi hatte sich im September mit dem Coronavirus angesteckt. Bereits im April lag er deshalb wochenlang im Krankenhaus. Wegen der Behandlung waren etliche Prozesstermine in Gerichtsverfahren, die gegen den Politiker laufen, immer wieder verschoben worden. Für diesen Donnerstag war ein weiterer Gerichtstermin angesetzt. Berlusconi war zwischen den Jahren 1994 und 2011 vier Mal italienischer Ministerpräsident.

12:03 Uhr | Jugendweihe-Feiern in Thüringen fallen wieder aus

Die Jugendweihe-Feiern in Thüringen müssen coronabedingt abgesagt oder verschoben werden – wie schon im vergangenen Jahr. Etwa 6.600 Jugendliche sind für dieses Jahr angemeldet. Auch Kirchengemeinden müssen Erstkommunionen und Konfirmationen verschieben.

12:00 Uhr | Impfstoff von Johnson & Johnson in Sachsen-Anhalt eingetroffen

In Sachsen-Anhalt sind die ersten 12.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson eingetroffen. Das bestätigte das zuständige Apotheker-Team, das die Verteilung auf die 14 Impfzentren im Land koordiniert. Außerdem seien 15.000 Dosen Moderna- und rund 40.000 Dosen Biontech-Impfstoff angekommen sowie 1.000 Dosen Astrazeneca. Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ist der vierte Corona-Impfstoff, der in Deutschland zum Einsatz kommt. Er ist der einzige, bei dem eine Impfung für den vollen Impfschutz genügt. Die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson ist in Deutschland aufgehoben worden. Der Einsatz wird dennoch nur für Menschen ab 60 Jahren empfohlen.

11:19 Uhr | Teilweise 20 Prozent mehr Nutzer bei den Tafeln

Die Tafeln in vielen Städten Deutschlands haben in der Corona-Pandemie teilweise bis zu einem Fünftel mehr Bedürftige registriert. Wie der Dachverband in Berlin mitteilte, meldeten rund 40 Prozent der 1.000 Einrichtungen steigende Nutzerzahlen. Vor allem Hartz-IV-Bezieher und Menschen in Kurzarbeit suchten die Tafeln verstärkt auf. Verbandschef Jochen Brühl sagte, man sehe immer mehr Menschen, die durch die Pandemie in eine existenzielle Notlage geraten seien. Seit dem vergangenen Herbst habe sich die Situation vieler Betroffener weiter zugespitzt, da Ersparnisse aufgebraucht seien sowie ganze Branchen lahmliegen würden.

Die Tafeln-Dachorganisation übte scharfe Kritik an sozialen Versäumnissen in der deutschen Corona-Politik. Brühl erklärte, die Hartz-IV-Sätze hätten in der Pandemie dringend erhöht werden müssen. Die gewährte einmalige Sonderzahlung in Höhe von 150 Euro sei "ein Witz". Auch die langfristigen Folgen müssten angegangen werden.

 11:05 Uhr | Pöbeleien gegen Lehrer wegen Corona-Maßnahmen

Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten wegen der Umsetzung von Corona-Maßnahmen an Schulen von Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen. Das ergab eine repräsentative Forsa-Befragung unter 1.500 Lehrkräften im Auftrag der Bildungsgewerkschaft VBE. Demnach gaben 22 Prozent an, dass ihnen an der eigenen Schule entsprechende direkte Angriffe auf Lehrkräfte im "Zusammenhang mit der Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen" bekannt seien. Ein Viertel berichtete von Beschimpfungen und Bedrohungen über E-Mail oder Chats. Als weitere Beispiele nannte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann Drohungen beim Elternabend, eskalierende Gespräche, Briefe sowie Drohungen mit Strafanzeigen und Berufsverboten.

Zum allergrößten Teil gingen die Angriffe demnach von Eltern aus, zum Teil aber auch von Erwachsenen, die gar keine Kinder an der Schule hätten oder von Organisationen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen aussprechen. Am häufigsten betroffen sind der Umfrage zufolge Grundschulen, am wenigsten Gymnasien.

10:54 Uhr | Gutes Fazit für Modellregionen in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat die Erfahrungen in seinem Land mit Öffnungen für Touristen als positiv bezeichnet. In der ARD sagte der CDU-Politiker, in allen Modellregionen seien die Corona-Zahlen weiter gesunken. Die Gäste hielten sich an die Regeln, das Testen habe sich bewährt. In Schleswig-Holstein ist seit vier Wochen die Außengastronomie geöffnet, auch Übernachtungen sind teilweise erlaubt. In Mecklenburg-Vorpommern berät das Kabinett heute über nächste Öffnungsschritte.

09:52 Uhr | Erstes Freizeitbad in Deutschland öffnet wieder

In Nordrhein-Westfalen öffnet heute das erste Freizeitbad in Deutschland wieder. Angesichts der beginnenden Saison beklagt die Branche eine fehlende bundeseinheitliche Perspektive. Der Geschäftsführer der European Waterpark Association, Klaus Batz, kritisierte, anders als in Österreich, wo ab dem 19. Mai alle öffentlichen Bäder wieder in Betrieb gehen könnten, werde in Deutschland von Bundesland zu Bundesland anders entschieden. Dabei hätten die öffentlichen Bäder im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt, dass ihre sorgfältigen Hygienekonzepte funktionierten. Der Verband der europäischen Freizeitbäder und Thermen habe schon seit März ein Konzept unter dem Namen TINA gestartet, eine Kombination aus Testen, Impfung, Nachverfolgung und Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln.

Geöffnet hat ab heute das Klutensee-Bad in Lüdinghausen. Grundlage sind ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Modellprojekt und eine Allgemeinverfügung des Kreises Coesfeld. Wie der Verband erklärte, bereiten sich auch Freizeitbäder und Thermen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf einen Neustart im Rahmen von Modellprojekten vor.

09:08 Uhr | Acht Polizisten bei nicht angemeldeter Corona-Demo in Sachsen verletzt

Bei einer nicht angemeldeten Versammlung von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Zwönitz im Erzgebirgskreis sind acht Polizisten verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden Beamte unter anderem von einer siebenköpfigen Menschengruppe mit Pfefferspray besprüht und gebissen. Daraufhin habe auch die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Die zumeist männlichen Teilnehmenden im Alter zwischen 30 und 57 Jahren hätten keine Maske getragen und auch keine Abstände eingehalten. Die Polizei führte mehrere Identitätsfeststellungen durch, gegen die es teilweise Widerstand gab.

09:06 Uhr | Dresden untersagt "Querdenker"-Demonstrationen

Die Stadt Dresden hat alle für kommenden Samstag geplanten "Querdenker"-Demonstrationen untersagt. Der Stadtverwaltung zufolge ist aufgrund früherer Erfahrungen davon auszugehen, dass die Teilnehmenden gegen die Maskenpflicht verstoßen und sich nicht an die Abstandsregeln halten. Den Angaben nach war eine Kundgebung mit mindestens 3.000 Menschen am Königsufer angemeldet worden. Als Ausweichstandorte wurden zudem Versammlungen auf drei großen Plätzen in der Innenstadt mit jeweils 1.000 Menschen beantragt.

09:01 Uhr | Corona auch Thema bei Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Corona beschäftigt auch die Parteien in Sachsen-Anhalt, die zur Landtagswahl am 6. Juni antreten. Dort reichen die Forderungen und Vorschläge von mehr psychologischer Hilfe für Kinder und Jugendliche bis zu Entschädigungszahlungen an Firmen und Geschäfte. Machen Sie sich selbst ein Bild in unserem Wahlprogramm-Check: Dort lassen sich Standpunkte filtern und vergleichen – zu Corona, aber auch zu den Themen Wirtschaft, Gesundheit oder Mobilität. Auch die Thesen der 16 zur Wahl zugelassenen kleinen und Kleinstparteien haben wir aufgearbeitet:

08:39 Uhr | Debatte um zusätzlichen EU-Investitionsplan

In Brüssel gibt es offenbar Gespräche über ein großes gesamteuropäisches Investitionsprogramm zusätzlich zum Corona-Aufbauprogramm. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire erklärte, er habe bereits mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier geredet. Inhalt des Programms sollten unter anderem Investitionen in Universitäten und Industrie sein, beispielsweise in die europäische Produktion von Schlüsseltechnologien wie Halbleiter. Le Maire sagte, die geplante Dekarbonisierung der EU-Industrie sei sehr teuer. So müssten zum Beispiel in Wasserstofftechnologie Dutzende Milliarden fließen. Weitere Details zu dem potentiellen Investitionsplan wurden nicht genannt.

Die 27 EU-Staaten hatten sich im Sommer 2020 auf ein Corona-Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro geeinigt, das über EU-Schulden finanziert werden soll. Frankreich kritisiert, dass die Hilfen immer noch nicht angelaufen sind. Dafür ist unter anderem die Ratifizierung des Haushaltsbeschlusses in allen 27 Staaten nötig. Diese ist noch nicht abgeschlossen.

08:24 Uhr | Magdeburg: Impfwillige sollen auf Hausärzte ausweichen

In Magdeburg kommen die Corona-Erstimpfungen ins Stocken. Oberbürgermeister Lutz Trümper forderte an einer Impfung interessierte Menschen auf, sich zunächst an die Hausärzte zu wenden. Im Impfzentrum seien keine Termine mehr frei. Die Einrichtung habe zu wenig Dosen und konzentriere sich nun auf die 40.000 Zweitimpfungen in der Stadt. Trümper sagte, das betreffe nicht nur Magdeburg, sondern auch viele Kreise in Sachsen-Anhalt.

07:34 Uhr | US-Unternehmen arbeitet an Doppelimpfstoff gegen Corona und Grippe

Das US-Biotech-Unternehmen Novavax arbeitet an einem Doppelimpfstoff gegen das Coronavirus und die saisonale Grippe. Wie das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Maryland mitteilte, haben Tierversuche positive Ergebnisse erbracht. Demnach entwickelten Hamster und Frettchen, die das Vakzin verabreicht bekamen, Antikörper gegen das Coronavirus und gegen Grippeviren.

Der Teil des Vakzins, der gegen Corona immunisieren soll, zeigte dem Unternehmen zufolge bei einer Phase-3-Studie in Großbritannien eine hundertprozentige Wirksamkeit gegen schwere Verläufe von Covid-19. Der Doppelimpfstoff werde derzeit in getrennten klinischen Versuchen mit Menschen getestet, sei aber noch nicht zugelassen.

07:27 Uhr | Kommunen fordern Finanzhilfen von Bund und Ländern

Wegen drohender Steuerausfälle haben die Kommunen massive Finanzhilfen von Bund und Ländern gefordert. Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung, sagte den Funke-Medien, die Einnahmen würden 2021 und 2022 mehrere Milliarden Euro niedriger sein als vor Corona erwartet. Ohne Hilfen müssten die Kommunen Investitionen gravierend einschränken. Der SPD-Politiker sagte: "Wir bangen in den Städten um Investitionen in Schulen, Digitalisierung, Verkehrswende und Klimaschutz. Die Hälfte der öffentlichen Sachinvestitionen sind Aufträge von uns."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will morgen bekannt geben, wie hoch die Steuerausfälle von Bund, Ländern und Kommunen für das laufende Jahr und die kommenden Jahre geschätzt werden. Einer Umfrage der KfW-Bankengruppe zufolge erwarten 85 Prozent der Städte, Kreise und Gemeinden geringere Einnahmen.

07:21 Uhr | Corona-Lockerungen nun auch in Frankreich

Weitere europäische Länder lockern ihre Corona-Regeln: Nun hat auch Frankreich angekündigt, wieder die Außenbewirtung in Cafés, Bars und Restaurants zuzulassen. Ab dem 19. Mai sollen an den Tischen bis zu sechs Personen sitzen dürfen. Auch die meisten Geschäfte können wieder öffnen. Premierminister Jean Castex sagte, das Land sei endlich dabei, nachhaltig aus der Krise herauszukommen. Die Lockerungen würden schrittweise und vorsichtig erfolgen. "Aber der Trend ist klar, wir nähern uns dem Ende und das ist eine gute Nachricht", erklärte Castex. Zuvor hatten bereits Großbritannien, Tschechien und Österreich weitreichende Lockerungen ab der kommenden Woche angekündigt.

07:11 Uhr | 18.500 neue Pflegekräfte eingestellt

Krankenhäuser haben im vergangenen Jahr wegen der Pandemie etwa 18.500 neue Pflegekräfte eingestellt. Das gehe aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit hervor, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte: "Darunter sind Neueinsteiger und Rückkehrer sowie Pflegekräfte aus dem Ausland. Wir haben jeden eingesetzt, den wir bekommen konnten". Der Trend wird sich nach Überzeugung von Gaß in diesem Jahr fortsetzen.

Für den morgigen Internationalen Tag der Pflege haben Pflegekräfte bundesweit Aktionen für bessere Arbeitsbedingungen angekündigt. So ist etwa in Berlin ein Demonstrationszug mit bis zu 75 Teilnehmern und fünf Krankenhausbetten geplant.

06:54 Uhr | Impfstoff für Kinder eventuell schon im Mai

In Europa könnte ein Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche möglicherweise noch im Mai zugelassen werden. Die Chefin der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, Emer Cooke, sagte dem "Handelsblatt", derzeit werde der Biontech/Pfizer-Impfstoff für Zwölf- bis 15-Jährige geprüft. "Im Moment ist Juni das Ziel, das wir für die Zulassung angeben. Wir versuchen, ob wir das bis Ende Mai beschleunigen können."

Nach Kanada haben nun auch die USA den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Zwölf- bis 15-Jährige zugelassen. Die Arzneimittelbehörde FDA erklärte, die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 sei entsprechend angepasst und erweitert worden. Hausärzte in Deutschland forderten rasch einen Impfstoff für Kinder auch hierzulande.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 11. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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