Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: EU startet Plattform für digitales Covid-Zertifikat

Die EU hat ihre Online-Plattform für das digitale Covid-Zertifikat gestartet. Sieben Länder sind bereits angeschlossen, darunter auch Deutschland. Allerdings ist es zunächst nicht jedem möglich, den "CovPass" zu erhalten. In Sachsen können sich ab sofort auch Jugendliche ab 14 Jahren auf dem Buchungsportal für die Impfzentren registrieren und einen Impftermin vereinbaren. Das RKI stuft die Gefahrenlage für Deutschland herunter. Die aktuellen Entwicklungen in unserem Coronavirus-Ticker.

Smartphone mit Impfpass-App vor Reisepass und Impfpass
Smartphone mit Impfpass-App vor Reisepass und Impfpass. Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Unser Ticker am Dienstag, 1. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:45 Uhr | Mehr Lockerungen durch neue Verordnungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Sachsen-Anhalt und Thüringen haben neue Corona-Verordnungen vorgestellt. Diese tragen vor allem der zuletzt positiven Entwicklung Rechnung und heben zahlreiche Einschränkungen auf.

22:20 Uhr | Wohnungsdurchsuchungen wegen Impfpass-Fälschungen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind Ermittler in mehreren Städten gegen mutmaßliche Impfpass-Fälscher vorgegangen. Beamte durchsuchten in Solingen, Düsseldorf und Dortmund Wohnungen. Laut Polizei besteht gegen drei Beschuldigte der Verdacht, Impfpässe gefälscht und verkauft zu haben. In dem Verfahren gehe es um bandenmäßige Urkundenfälschung. Die Ermittler fanden zwar keine Impfausweise, stellten aber größere Menge Betäubungsmittel und Bargeld in Höhe von etwa 85.000 Euro sicher.

21:18 Uhr | Kekulé: Infektionszahlen werden nicht weiter sinken

Der Virologe Alexander Kekulé erwartet, dass die Corona-Infektionszahlen in den kommenden Wochen stagnieren. Der Professor der Universität Halle-Wittenberg sagte im Corona-Kompass von MDR AKTUELL, es gebe einzelne Bereiche, in denen die Inzidenz noch sehr hoch sei. Die Menschen dort stünden einer Impfung oft kritisch gegenüber oder seien für dieses Thema nur schwer zu erreichen. Bis solche Gruppen durchimmunisiert seien, dauere es eine Weile. Er erwarte daher, dass die Zahlen auf einem Plateau stagnierten. Kekulé betonte zudem, er rechne fest mit einer weiteren Welle im Herbst.

21:00 Uhr | Die Corona-Lage am 1. Juni 2021 in Sachsen-Anhalt

Wegen niedriger Inzidenzwerte hat Sachsen-Anhalts Landesregierung weitere Lockerungen angekündigt. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt unter 30, ist aber im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen.

20:40 Uhr | Deutsche Wirtschaft kommt wieder in Schwung

Die deutsche Wirtschaft kommt nach den Corona-bedingten Einbrüchen immer mehr in Schwung. Nach dem Baugewerbe und der Autoindustrie erholt sich auch die Gastronomie zunehmend. In der Politik diskutiert man derweil über weitere Lockerungen.

20:25 Uhr | Lockerungsdebatte wegen sinkenden Inzidenzwerten

Der Rückgang der Infektionszahlen der letzten Wochen hat in der Bundespolitik eine neue Lockerungsdebatte angestoßen. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Heimarbeitspflicht für Unternehmer.

20:03 Uhr | Spahn will Vorgaben für Testzentren zügig ändern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Regelungen für Corona-Testzentren zügig überarbeiten. Der CDU-Politiker sagte, das müsse jetzt eine Frage von Tagen sein. Es liefen bereits Gespräche mit den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden, den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und dem Bundesfinanzministerium. Spahn zufolge steht bereits fest, dass die Vergütung für die Testzentren gekürzt wird. Außerdem solle vorgeschrieben werden, dass alle Zentren, die mit der KV abrechnen wollten, die Testergebnisse über die Corona-Warn-App digital übermitteln müssten.

19:36 Uhr | Ab sofort Impftermine für über 14-Jährige in Sachsen möglich

In Sachsen können sich ab sofort auch Jugendliche ab 14 Jahren auf dem Buchungsportal für die Impfzentren registrieren und einen Impftermin vereinbaren. Das hat das DRK Sachsen mitgeteilt. Auch für diese Erweiterung der Altersgruppe gilt den Angaben zufolge die aktuelle Priorisierung. Jugendliche können demnach nur dann Termine vereinbaren, wenn sie nachweisen können, dass sie zum Beispiel ältere Menschen betreuen oder medizinische Gründe für eine Impfung vorliegen. Das DRK schränkte aber ein, dass trotz gültigem Impftermin keine Garantie für eine Impfung bestehe. Der impfende Arzt im Impfzentrum entscheide, ob der Jugendliche geimpft wird. Zuvor hatte bereits Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer angekündigt, dass Jugendliche ab 14 Jahren ab dieser Woche einen eigenen Termin in einigen Impfzentren vereinbaren könnten.

19:15 Uhr | Erster Tag ohne Covid-19-Todesfall in Großbritannien

Erstmals seit mehr als 14 Monaten ist in Großbritannien nach offiziellen Statistiken niemand an oder mit Covid-19 gestorben. Wie die Behörden des Vereinigten Königreiches mitteilten, gab es am Montag (31. Mai) keinen Menschen, der innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Corona-Test gestorben ist. Zuletzt war das im März 2020 der Fall. Großbritannien verzeichnet europaweit die höchste Todesrate in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Jüngsten Statistiken zufolge starben seit Pandemiebeginn 127.782 Briten innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Corona-Test.

18:54 Uhr | Dehoga kritisiert "weltfremde" Gastronomie-Regeln in Brandenburg

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Brandenburg hat die neuen Corona-Regeln der Landesregierung als "weltfremd" kritisiert. Dehoga-Präsident Olaf Schöpe sagte, bei privaten Feiern seien nun 70 Personen zugelassen, und in der Außengastronomie gelte weiterhin Testpflicht, wenn der Betreiber auch Plätze im Gastraum anbiete: "Wie viele Gastronomen haben nur Außengastronomie? Und wenn der Gastronom im Innenbereich eine Geburtstagsfeier hat, dann müssen alle Gäste im Biergarten einen negativen Test ( ... ) vorlegen?" Damit würden Hürden hochgezogen, die angesichts der niedrigen Infektionszahlen weder nachvollziehbar noch vermittelbar seien.

17:28 Uhr | Wie Impfstudien mit Kindern ablaufen

Ab kommendem Montag können auch Kinder ab zwölf Jahren gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 geimpft werden. Die Ständige Impfkommission Stiko kritisiert jedoch, dass die Datenlage bei dem Thema zu dünn sei. Doch wie laufen Impfstudien mit Kindern überhaupt ab?

17:17 Uhr | WHO erteilt Notfallzulassung für Sinovac-Impfstoff

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac erteilt. Der Impfstoff entspreche in seiner Wirksamkeit, Sicherheit und Herstellung den internationalen Standards, teilte die Organisation in Genf mit. Es ist bereits der zweite chinesische Covid-19-Impfstoff, der von der WHO zugelassen wird. Zuvor hatte bereits das Präparat des Herstellers Sinopharm eine Notfallzulassung erhalten.

17:12 Uhr | Moderna beantragt reguläre Zulassung

Der US-Konzern Moderna beantragt die reguläre Zulassung seines Covid-19-Impfstoffs in den USA. Der mRNA-Impfstoff von Moderna ist derzeit in den Vereinigten Staaten nur für den Notfalleinsatz zugelassen.

15:00 Uhr | EU startet Plattform für digitales Covid-Zertifikat

Die Europäische Union hat ihre Online-Plattform für das digitale Covid-Zertifikat gestartet. Wie ein Sprecher der EU-Kommission sagte, sind die technischen Vorbereitungen für die EU-weite Ausgabe abgeschlossen. Sieben Länder hätten sich bereits an das sogenannte EU-Gateway angeschlossen und mit der Ausstellung des sogenannten "CovPass" begonnen, darunter Deutschland. Die Kommission zeigte sich zuversichtlich, dass das System bis zum 1. Juli vollständig in Betrieb ist.

Dem Sprecher zufolge haben in der Bundesrepublik jedoch noch nicht alle Menschen die Möglichkeit, ein Zertifikat zu bekommen. Es werde nach und nach in verschiedenen Regionen eingeführt. Dazu laufen seit der vergangenen Woche in einigen Impfzentren Deutschlands sogenannte Feldtests. Dabei wird getestet, ob geimpfte Menschen nach einer Impfung den Nachweis mit einer App einscannen können.

Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens "CovPass" neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland bis Ende Juni geplant, also vor dem Beginn der Hauptreisezeit. Mit dem digitalen Covid-Zertifikat sollen Impfungen, aktuelle Tests und überstandene Infektionen nachgewiesen werden können. Damit soll das Reisen in Europa oder der Besuch von Restaurants und Kulturveranstaltungen leichter ermöglicht werden. Die Nutzung des digitalen Passes soll freiwillig sein.

14:51 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern lockert Testpflicht für Touristen

Mecklenburg-Vorpommern ändert seine Corona-Testpflicht für Urlauber. Wie Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) mitteilte, müssen Urlauber, die in Ferienwohnungen und Ferienhäusern gastieren, nur noch bei der Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Wiederholung des Tests alle drei Tage entfällt für sie. Für Hotelgäste, die ihr Frühstück in dem Hotel einnehmen oder dessen Restaurant besuchen, bleibt die Pflicht zu einem Wiederholungstest nach drei Tagen jedoch auch weiterhin bestehen. Die Neuregelung soll nach Angaben von Glawe vor dem 4. Juni in Kraft treten. Ab diesem Datum ist Mecklenburg-Vorpommern wieder für Urlaubsgäste aus ganz Deutschland geöffnet.

13:56 Uhr | Forscher: Im Juli 75 Prozent Geimpfte möglich

Wirtschaftswissenschaftler der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung haben errechnet, dass bereits Mitte Juli 75 Prozent aller Berechtigten in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten haben könnte. Damit rückt die Herdenimmunität, die eine Zirkulation der Coronaviren unterbricht und damit ein Ende der Regeln und Einschränkungen in greifbare Nähe. Das Tempo hängt aber vom Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson ab, weil hier eine Dosis genügt.

13:27 Uhr | Arbeitsmarkt: Erste Zeichen des Aufschwungs nach der Corona-Krise

Die Corona-Krise hatte massive Folgen für den Arbeitsmarkt. Nun deutet sich eine Besserung an, dank einer Fortsetzung der Frühjahrsbelebung ging die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai nach unten, wie aus den Zahlen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hervor geht. Demnach waren im Mai 2,687 Millionen Menschen ohne Job, 84.000 weniger als im Vormonat April und 126.000 weniger als im Mai 2020.

13:18 Uhr | Spitzen von vier internationalen Organisationen fordern gerechtere Impfstoff-Verteilung

Die Spitzen von vier internationalen Organisationen haben zu einer "neuen Anstrengung" für eine ausgeglichenere Impfstoffverteilung aufgerufen. "Mittlerweile ist vollkommen klar, dass es nicht zu einer breit abgestützten Erholung kommen wird, solange die Gesundheitskrise nicht beendet ist. In beiden Fällen spielt der Zugang zu Impfungen eine entscheidende Rolle", hieß es in dem gemeinsamen Aufruf. Verfasst wurde der Gastbeitrag von den Spitzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Welthandelsorganisation (WTO), des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Er erschien in mehreren großen Zeitungen weltweit, darunter die "Washington Post" in den USA und der "Spiegel". Zur Umsetzung eines IWF-Plans, um die Pandemie schneller zu beenden, seien 50 Milliarden Dollar (rund 41 Milliarden Euro) nötig.

13:02 Uhr | Studie: Digitalisierung führt zu Kluft zwischen Schulen

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in den Schulen zwar beschleunigt, doch es gibt weiterhin deutliche Lücken bei der technischen Ausstattung. Wie aus einer repräsentativen Studie der Universität Göttingen hervorgeht, stellt beispielsweise jede zweite Schule kein Wlan für Schüler bereit. Zudem habe sich eine deutliche Kluft zwischen einzelnen Schulen etwa in Sachen digitaler Kompetenz gebildet, erklärte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die am Dienstag erste Ergebnisse der Umfrage präsentierte. Auch die Arbeitsbelastung der Lehrer sei noch einmal gewachsen.

12:46 Uhr | Weitere Lockerungen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will bereits ab Mittwoch in Regionen mit geringer Corona-Inzidenz die Regeln lockern. Das teilte Ministerpräsident Reiner Haseloff nach einer Kabinettssitzung mit. Danach sollen in Landkreisen, in denen die Inzidenz fünf Tage lang unter 35 liegt, Treffen mit bis zu zehn Menschen erlaubt sein, unabhängig von der Zahl der Haushalte. Die Testpflicht in der Außengastronomie soll entfallen, für Innenräume ist weiter ein negativer Schnelltest nötig. Busreisen und Stadtrundfahrten sollen wieder möglich sein. Laienkünstler, Orchester und Bands dürfen wieder proben und Konzerte geben. Theater und Kinos dürfen wieder mehr Besucher einlassen. Haseloff sagte, damit gehe man einen großen Schritt zurück in die Normalität.

12:33 Uhr | Wacken-Festival erneut abgesagt

Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ist erneut abgesagt. Die für Ende Juli geplante Veranstaltung könne aufgrund der andauernden Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Zuvor waren bereits andere Festivals für diesen Sommer abgesagt worden.

Die Bühne beim Wacken Festival
So sah es in früheren Jahren beim Wacken aus. Bildrechte: imago images / Manngold

11:36 Uhr | Spahn: Bis Mitte Juli soll Großteil der Impfwilligen Angebot haben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt den meisten Impfwilligen in Deutschland ein Angebot zur Erstimpfung gegen das Coronavirus noch in der ersten Sommerhälfte in Aussicht. Die Entwicklung sei derzeit so, dass bis Mitte Juli weite Teile jener, die das wollten, eine Erstimpfung bekommen haben könnten, sagte Spahn. Inzwischen seien rund 80 Prozent der über 60-Jährigen mindestens einmal geimpft und insgesamt über 50 Prozent aller Erwachsenen.

11:17 Uhr | Test-Kontrollen: Streit um Zuständigkeiten

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sieht bei schärferen Kontrollen für Corona-Test-Stationen Bund und Länder in der Pflicht. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Rheinischen Post", Kontrolle von Abrechnungsvorgängen sei keine Aufgabe der Kommunen oder Gesundheitsämter. Dafür seien sie weder ausgestattet noch personell in der Lage. Vielmehr müssten Bund und Länder wirksame Kontrollmechanismen entwickeln.

10:43 Uhr | RKI stuft Gefahrenlage für Deutschland herunter

Logo am Eingang des Robert Koch-Instituts
Das RKI hat die Gefahrenstufe für Deutschland herunter gestuft. Bildrechte: imago images/Christian Spicker

Das Robert Koch-Institut (RKI) wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-Chef Lothar Wieler noch heute die Gefahrenlage für Deutschland von "sehr hoch" auf "hoch" herunterstufen. Konkrete gesetzliche Folgen hatten die Einstufung nicht. "Die Lage wird besser, sie wird deutlich besser, aber wir sind noch mitten in dieser Pandemie", sagt Spahn. RKI-Chef Wieler sagte, inzwischen hätten nur noch vier Landkreise in Deutschland eine Inzidenz höher als 100.

09:09 Uhr | Neue Corona-Verordnung in Thüringen in Kraft

In Thüringen ist heute die überarbeitete Allgemeinverfügung in Kraft getreten. Damit sind bis zum Schuljahresende wieder Klassenfahrten möglich. Bei einer stabilen Corona-Inzidenz von unter 35 können auch Tagesausflüge und Wandertage wieder angeboten werden. Die Verfügung regelt zudem, dass ab einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 die Maskenpflicht für Schüler der ersten bis zur sechsten Klasse entfällt. Sinkt der Wert unter 35, entfällt die Maskenpflicht für alle. Die Testpflicht an den Schulen soll aber bleiben. Auch im Sport und für Volkshochschulen werden ab Juni die Regeln gelockert.

08:52 Uhr | Israel: Fast alle Corona-Restriktionen beendet

Surfer am Strand von Tel Aviv,
Surfer am Strand von Tel Aviv – in Israel gab es zuletzt kaum noch Corona-Neuinfektionen. Bildrechte: dpa

Nach einem starken Rückgang der Corona-Neuinfektionen und schwerer Erkrankungen hebt Israel die staatlichen Beschränkungen nahezu komplett auf. Einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Dienstag zufolge laufen Regelungen nach dem sogenannten Grünen Pass mit dem 1. Juni aus. Dies bedeutet, dass künftig öffentliche Einrichtungen Geimpften und Ungeimpften gleichermaßen offen stehen. Die Vorlage eines Impfnachweises als Einlassvoraussetzung entfällt. Mit dieser Maßnahme verbunden ist, dass alle Teilnehmer- und Besucher-Obergrenzen für etwa Veranstaltungen, Geschäfte und Restaurants entfallen. Bestehen bleibt allerdings vorerst die Maskenpflicht in Innenräumen. Auch bei der Einreise nach Israel gelten weiterhin bestimmte Verpflichtungen.

08:44 Uhr | Neue Lockdowns in China

Im Süden von China gibt es mehrere lokale Lockdowns. Grund sind mehrere Infektionen im bevölkerungsreichsten Landesteil Guangdong. Zuvor hatte es dort Monate lang keine bekannten Infektionen gegeben.

08:16 Uhr | MDRfragt: Mehr als zwei Drittel wünschen sich mehr gesellschaftliche Beachtung für Kinder

Kinder sollten mehr Beachtung und Wertschätzung in der Gesellschaft erfahren – dieser Meinung ist die Mehrheit bei einer aktuellen Befragung von MDRfragt zum Kindertag. Rund 23.000 MDRfragt-Mitglieder beteiligten sich daran. Zum Thema Kinderfreundlichkeit in Deutschland ist die Meinung gespalten.

07:54 Uhr | Lockdown in Malaysia

Das südostasiatische Land Malaysia hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen am Dienstag einen landesweiten Lockdown verhängt. Öffnen dürfen nur Geschäfte und Einrichtungen, die der Grundversorgung dienen, darunter Krankenhäuser und Supermärkte. Ihre Häuser dürfen die Menschen nur in Ausnahmefällen verlassen. In Malaysia stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark an. Fast 2.800 Todesfälle wurden unter den 32 Millionen Einwohnern im Zusammenhang mit der Pandemie bisher registriert, mehr als 40 Prozent davon im Mai. Auch andere Länder in der Region kämpfen mit neuen Infektionsherden, darunter Thailand und Vietnam.

Ein Mann, der eine Gesichtsmaske trägt, geht entlang einer leeren Straߟe vor den Twin Towers.
Malaysia hatte bisher kaum mit der Corona-Pandemie zu kämpfen, doch nun muss das Land wegen hoher Infektionszahlen in den Lockdown gehen. Bildrechte: dpa

06:42 Uhr | Trümper: Veranstaltungen für Jugendliche ermöglichen

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper hat dafür plädiert, die Corona-Beschränkungen für Jugendliche zu überdenken. Trümper sagte MDR AKTUELL, man könne die jungen Leute nicht auf Dauer zu Hause lassen. Man müsse vielmehr schauen, welche Veranstaltungen unter Beachtung der Hygiene-Regeln wieder erlaubt werden könnten. Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen könne man Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren. Am Wochenende war es in mehreren deutschen Städten zu spontanen Feiern unter freiem Himmel gekommen, was zu Auseinandersetzungen mit der Polizei führte.

06:36 Uhr | Kinder leiden besonders unter Pandemie

Zum heutigen Weltkindertag haben Verbände und Organisationen auf die psychischen Folgen der Pandemie aufmerksam gemacht. Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte MDR AKTUELL, es seien bei den Kindern Schäden aufgetreten, die lange nachwirken würden. Es gebe zwar ein Programm der Bundesregierung, um solche psychischen und sozialen Schäden aufzufangen. Bis jetzt stehe es aber nur auf dem Papier. Das Jugendamt der Stadt Dresden teilte auf Anfrage mit, dass im vergangenen Jahr mehr als 2.400 Meldungen auf Kindeswohlgefährdung eingegangen seien. Das sei im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 38 Prozent. Man müsse davon ausgehen, dass die Probleme durch soziale Isolation und Homeschooling verstärkt worden seien.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 1. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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