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Biontech und Pfizer haben die erste klinische Studie zu ihrem Corona-Impfstoff gegen die Omikron-Variante gestartet. Bildrechte: dpa

Coronavirus-PandemieTicker am Dienstag: Biontech startet klinische Studie mit Omikron-Impfstoff

von MDR AKTUELL

Stand: 25. Januar 2022, 22:45 Uhr

Biontech und Pfizer haben die erste klinische Studie zu ihrem Corona-Impfstoff gegen die Omikron-Variante gestartet. Ende Februar beginnen voraussichtlich die Impfungen mit dem Impfstoff Novavax. Derweil gibt es Warnungen, dass die Impfpflicht ab März die Pflege gefährdet. Nach dem Treffen von Bund und Ländern am Montag gibt es Kritik von Patientenschützern aber auch von Lehrern an der geplanten PCR-Test-Priorisierung.

Unser Ticker am Dienstag, 25. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:25 Uhr | Geimpften soll bei Reisen in EU Corona-Test erspart bleiben

Für EU-Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat soll das Reisen innerhalb der Union einfacher werden. Die EU-Mitgliedsstaaten sprachen sich in Brüssel dafür aus, dass Geimpfte und Genesene keinen zusätzlichen Test für die Einreise in ein anderes EU-Land brauchen. Derzeit verlangt etwa Italien für ihre Einreise noch einen negativen Test. Die verabschiedete Erklärung ist allerdings nur eine Empfehlung, da die EU-Länder bei der Gesundheitspolitik weitgehend selbst das Sagen haben. Die EU-Kommission rief die Mitgliedsländer auf, den Beschluss umzusetzen. Die Omikron-Variante sei inzwischen in ganz Europa dominierend. Deshalb seien zusätzliche Auflagen nicht mehr gerechtfertigt.

21:10 Uhr | Niederlande lockern strikte Corona-Auflagen

In den Niederlanden werden die strikten Corona-Auflagen nach gut einem Monat weitestgehend wieder gelockert. Regierungschef Mark Rutte kündigte an, dass Restaurants, Kneipen und Museen ab Mittwoch wieder unter Auflagen bis 22 Uhr öffnen dürfen. Damit reagiere seine Regierung auf die großen Spannungen, welche die Beschränkungen im Kultursektor und im Gastgewerbe ausgelöst hätten. Zugleich verwies er darauf, dass dies angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen ein Risiko bedeute. Derzeit registrieren die Niederlande rund 60.000 Corona-Neuinfektionen täglich.

Der erneute Corona-Lockdown war in den Niederlanden am 19. Dezember verhängt worden. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte, Restaurants, Bars, Kinos, Museen und Theater mussten schließen. Mitte Januar durften nur Geschäfte, Fitnessstudios, Friseure und Sexshops wieder öffnen. Bars, Restaurants, Cafés und kulturelle Einrichtungen blieben geschlossen. Das hatte für großen Unmut und Proteste gesorgt. In einigen niederländischen Städten öffneten Cafés trotz des Verbots. Museen und Konzerthallen öffneten ihre Pforten für Aktionstage und erklärten, die Menschen könnten sich dort die Haare schneiden lassen oder Fitnesskurse absolvieren.

20:40 Uhr | Sachsen-Anhalt-Tag wird verschoben

Der Sachsen-Anhalt-Tag wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Darauf haben sich die Ausrichterstadt Stendal und die Landesregierung verständigt. Laut Staatskanzlei soll zeitnah ein neuer Termin gefunden werden. Stendal befürworte eine Verschiebung um ein oder zwei Jahre.

19:10 Uhr Labormediziner: PCR-Test-Priorisierung unumgänglich

Die Deutsche Gesellschaft für Labormedizin hält eine Beschränkung des Zugangs zu PCR-Tests für unumgänglich. Präsident Harald Renz sagte MDR AKTUELL, das Dilemma bestehe darin, dass diese Tests zum Goldstandard in der Corona-Diagnostik geworden seien. Allerdings sei das PCR-Verfahren extrem aufwändig. Im Hintergrund brauche man eine enorme Logistik und einen großen technischen Apparat. Da seien die Kapazitäten langsam erschöpft. Hinzu komme, dass auch immer mehr Mitarbeiter in den Laboren erkrankten. Renz forderte deshalb eine Alternativ-Strategie. Als eine Möglichkeit nannte er, mehrere Abstriche zu Pool-Tests zusammenzufassen.

18:35 Uhr | Corona-Regeln in Sachsen werden verlängert

Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen ihre aktuellen Corona-Regeln verlängern. Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte nach Beratungen über die neue Corona-Verordnung, im Wesentlichen bleibe es bei den derzeitigen Regelungen. Es werde einige leichte Lockerungen geben, so könnten etwa wieder Messen und Kongresse stattfinden. Die Verordnung soll kommende Woche beschlossen werden. In Sachsen-Anhalt sollen die Corona-Regeln bis zum 23. Februar verlängert werden. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne an. In der Gastronomie soll weiterhin 2G gelten - und nicht 2G-plus.

18:30 Uhr | Corona-Hilfskredit für Galeria-Warenhauskonzern

Der Warenhauskonzern Galeria mit seinen Marken Karstadt und Kaufhof erhält einem Bericht zufolge erneut einen Staatskredit. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichten, stellt die Bundesregierung ein Darlehen von 220 Millionen Euro bereit. Es stammt aus dem so genannten Wirtschaftsstabilisierungsfond. Er soll notleidende Unternehmen in der Corona-Krise retten. Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte den Zeitungen, gerade für die Innenstädte seien zwei Jahre Pandemie besonders belastend. Daher wolle man Galeria Karstadt Kaufhof erneut unter die Arme greifen. Der Warenhauskonzern beschäftigt 16.700 Mitarbeiter.

17:30 Uhr | Kekulé sieht keinen Grund für Corona-Kursänderung

Der Virologe Kekulé unterstützt die Vereinbarung der Bund-Länder-Konferenz, an den Corona-Maßnahmen festzuhalten. Kekulé sagte MDR AKTUELL, es gebe keine harten Daten, die eine Kursänderung begründen würden. Es habe auch keine richtig klare Stellungnahme des Corona-Rates dazu gegeben. In dieser Patt-Situation finde er es richtig, dass die Politik so weitermache wie bisher. Kekulé geht davon aus, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in zwei bis drei Wochen überschritten sein wird. Deutschland habe noch zu Delta-Zeiten einen ganz guten Kurs gesetzt. Das habe zwar für Delta nicht mehr viel geholfen, man sei aber deshalb jetzt für Omikron gewappnet.

17:00 Uhr | Bayern erlaubt wieder 10.000 Fußball-Fans im Stadion

Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer in der Fußball-Bundesliga. Die Landesregierung hat die Corona-Regeln für Sport- und Kulturveranstaltungen gelockert, auch für überregionale. Für beide Bereiche gilt ab 1.000 Zuschauern, dass maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden dürfen. Bei kleineren Kultur- und Sportveranstaltungen ist ab übermorgen wieder eine Auslastung von bis zu 50 Prozent möglich. Bund und Länder hatten sich eigentlich darauf verständigt, dass bis zum 9. Februar einheitliche Regeln für überregionale Großveranstaltungen vereinbart werden sollen. Bayern greift dem nun vor.

16:30 Uhr | Update: Sachsen-Anhalt steigt aus Luca-App-Vertrag aus

Sachsen-Anhalt wird den Kooperationsvertrag zur Nutzung der Luca-App kündigen. Das teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Nach einem Beschluss des Kabinetts laufe der Vertrag mit dem privaten Anbieter Ende März aus. Mit der App sollten die Gesundheitsämter Kontakte digital nachverfolgen. Ziel war es, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die Gesundheitsämter nutzten die Luca-App jedoch kaum. Das Land zahlte für die Kooperation knapp eine Million Euro. Die Staatskanzlei erklärte, bei Bedarf könnten Landkreise und kreisfreie Städte eigene Verträge mit dem Anbieter abschließen.

15:50 Uhr | Genesenen-Status: Alte Frist teilweise im Bundestag

Trotz der Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate gilt im Bundestag teilweise weiter die alte Frist. Ein Sprecher sagte, das betreffe den Zugang zum Plenum und zu den Ausschüssen. Dieser werde durch die Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas geregelt, die sich noch an den alten Zeiträumen orientiere. Für den Zugang zum Arbeitsplatz, also zu den Büros von Abgeordneten, Fraktionen und der Bundestagsverwaltung gelte dagegen die auf 90 Tage verkürzte Frist. Von der Unionsfraktion kam Kritik. Es sei seltsam, wenn im Bundestag etwas anderes gelte als in Deutschland insgesamt.

15:25 Uhr | Biontech startet klinische Studie mit Omikron-Impfstoff

Biontech und Pfizer haben die erste klinische Studie zu ihrem Corona-Impfstoff gegen die Omikron-Variante gestartet. Wie beide Unternehmen mitteilten, werden damit bis zu 1.400 gesunde Erwachsene im Alter von 18 bis 55 geimpft. In der Studie würden die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs geprüft. Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines Omikron-Impfstoffs begonnen haben. Im März könnte man ihn ausliefern, wenn die behördlichen Genehmigungen vorlägen.

12:45 Uhr | Verkürzung des Genesenen-Status soll zeitiger angezeigt werden

Die Verkürzung des Genesenen-Status auf drei Monate sorgt für Ärger – denn die Änderung trat scheinbar unbemerkt in Kraft. Doch ganz so einfach war es nicht: Die Änderung wurde demokratisch beschlossen. Ungeachtet dessen war sie auch Thema beim Bund-Länder-Treffen am Montag. Dort wurde beschlossen, dass Festlegungen zum Geimpft- und Genesenen-Status künftig aufgrund ihrer erheblichen Reichweite rechtzeitig vor ihrem Inkrafttreten angekündigt und begründet werden sollen. Eine konkrete Regelung, mit welcher Vorlaufzeit künftig Änderungen bekannt gegeben werden müssen, steht aber noch aus.

12:10 Uhr | Anklage nach tödlichen Schüssen im Maskenstreit erhoben

Nach tödlichen Schüssen auf einen Tankstellenmitarbeiter im September vergangenen Jahres hat die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach jetzt Mordanklage erhoben. Vor Gericht muss sich ein 49 Jahre alter Mann aus Rheinland-Pfalz verantworten, der in Idar-Oberstein einen 20-Jährigen nach einem Streit um die Maskenpflicht erschossen haben soll. Laut Anklagebehörde gibt es genug Belege, dass diese Tag "heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen" erfolgt sei. Der Angeschuldigte muss sich außerdem wegen unerlaubten Waffenbesitz verantworten. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

12:00 Uhr | Ermittlungen wegen Partys in der Downing-Street

Die britische Polizei hat eine Untersuchung von zahlreichen Partys am Amtssitz von Premierminister Boris Johnson während des Lockdowns eingeleitet. Wie die Chefin von Scotland Yard, Cressida Dick, mitteilte, prüft sie, ob mit den Veranstaltungen in der Downing Street und im Regierungsviertel in den vergangenen zwei Jahren gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde.

Johnson steht seit Wochen wegen Vorwürfen unter Druck, strikte Corona-Lockdown-Regeln missachtet zu haben. Erst am Montag war berichtet worden, er habe seinen Geburtstag im Juni 2020 mit rund 30 Gästen gefeiert, obwohl Kontakte in geschlossenen Räumen zu jenem Zeitpunkt verboten waren. Im Parlament hatte er den Besuch einer Gartenparty am 20. Mai 2020 eingestanden und um Entschuldigung gebeten. Damals waren Treffen von mehr als zwei Menschen im Freien verboten.

10:55 Uhr | Was kosten Corona-Patienten im Krankenhaus

Zum Höhepunkt der vierten Welle im Dezember lagen über 1.000 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was kostet die Behandlung? Laut Kostencheck der MDR-Sendung „Hauptsache Gesund“ hat die AOK Plus je Intensivpatienten mit einer Coronainfektion rund 26.000 Euro bezahlt. Auf der Normalstation flossen demnach pro Fall rund 6.660 Euro pro Fall. Die ganze Recherche:

10:40 Uhr | Tschechien meldet neuen Rekord bei Corona-Neuinfektionen

In Tschechien sind am Dienstag 30.350 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden, das ist ein neuer Höchststand. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Tschechien weiter auf dem Vormarsch. Wie das Gesundheitsministerium in Prag mitteilte, ging die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten zuletzt allerdings wieder leicht zurück und lag bei 1.695. Die staatliche Gesundheitsbehörde SZU schätzt, dass rund 95 Prozent der neuen Fälle auf die Omikron-Variante zurückgehen. In Tschechien war zunächst eine Impfpflicht beschlossen, dann aber wieder von der Regierung kassiert worden.

10:25 Uhr | Impfstart für Novavax voraussichtlich am 21. Februar

Voraussichtlich in der vierten Februarwoche wird der Startschuss für Novavax-Impfungen fallen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wird Deutschland bis zum 20. März voraussichtlich 3,8 Millionen Impfdosen des Unternehmens Novavax erhalten. Laut EU-Kommission soll in der Woche ab dem 21. Februar die erste Tranche mit 1,4 Millionen Dosen ausgeliefert werden. In den beiden Folgewochen würden dann je 0,9 Millionen Dosen folgen, in der 11. Kalenderwoche 0,6 Million Dosen. Für das Gesamtjahr sei eine Lieferung von bis zu 34 Millionen Impfdosen vorgesehen. Da es sich bei dem Novavax-Präparat nicht um einen mRNA-Impfstoff handelt, haben etliche Landesregierungen Hoffnungen, dass sich damit auch bisher ungeimpfte Beschäftigte im Pflegebereich impfen lassen.

09:15 Uhr | Empfehlung für vierte Impfung aus Israel

In Israel gibt es jetzt die Empfehlung einer vierten Coronaschutz-Impfung. Wie das israelische Gesundheitsministerium mitteilte, geht das aus der Empfehlung eines Expertengremiums der israelischen Regierung hervor. Der Abstand der Impfung für Erwachsene zur der dritten Impfung oder einer Genesung sollte demnach fünf Monate betragen. Es habe sich herausgestellt, dass der Schutz vor einer schweren Erkrankung mit einer vierten Dosis drei bis fünf Mal höher sei als mit drei Impfungen. Die Resistenz gegen eine Infektion verdoppele sich.

08:56 Uhr | Wirtschaft fürchtet Auswirkungen von Omikron in China

Die deutsche Wirtschaft fürchtet die Auswirkungen einer Omikron-Welle in China. "Die chinesische Strategie mit punktuellen Lockdowns war bisher sehr effizient", sagte Jens Hildebrandt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in China im Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Ob dies auch bei Omikron funktioniere, werde sich erst zeigen. Deutsche Unternehmen im Land müssen sich weiter auf Einschränkungen einstellen. Die Abriegelung ganzer Städte habe Auswirkungen auf Lieferketten. "Die Produktion wird dann meist runtergefahren, Lkws kommen nicht mehr rein oder raus und Mitarbeiter nicht zur Arbeit", sagte Hildebrandt.

Am Montag hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor schweren Folgen von Omikron für die heimischen Unternehmen und eine steigende Inflation gewarnt. "Sollte sich die Omikron-Variante auch in China schneller und leichter übertragen, könnte das erneut zum Flaschenhals für globale Lieferketten werden und eine Rezession in bestimmten Branchen der deutschen Industrie anheizen". "Mit den Engpässen würden vermutlich auch höhere Preise einhergehen, die sich weiter auf die Inflation auswirken", warnte der Verband auch mit Blick auf die nächste Woche beginnenden Olympischen Spiele in Peking - zu denen Ausländer das Omikron-Virus einschleppen könnten.

08:40 Uhr | Sachsen-Anhalt will Luca-App kicken

Sachsen-Anhalts Landesregierung will offenbar den Vertrag über die Luca-App kündigen. Nach MDR-Informationen bringt das Gesundheitsministerium bei der Kabinettssitzung am Dienstag einen solchen Vorschlag ein. Mehr Informationen:

07:40 Uhr | Patientenschützer: Pflege durch Angehörige bei PCR-Test-Regelung vergessen

Die Stiftung Patientenschutz hat die PCR-Test-Entscheidung auf dem Bund-Länder-Treffen vom Montag kritisiert. Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sagte in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, "es ist gut, dass vulnerable Menschen nun bei der PCR-Testung priorisiert werden". Er schränkte aber ein: "Doch vergessen wurde der größte Pflegedienst Deutschlands. Fünf Millionen Angehörige haben jetzt keinen Zugang zu Labor-Tests." Dabei mache eine nicht oder zu spät erkannte Infektion das Leben daheim zu einem Hochrisikogebiet. Brysch erklärte: "Drei Millionen Pflegebedürftige brauchen die tägliche Unterstützung ihrer Verwandten. Hier also sicher zu erkennen, ob eine Infektion vorliegt, ist lebenswichtig."

Kritik kam auch von den Lehrern. So sagte der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, es sei ein schreiender Widerspruch, wenn die Politik unisono beteuere, das Offenhalten von Schulen habe oberste Priorität, "sich aber wie schon so oft zuvor wegduckt, wenn es ganz konkret darum geht, Schüler und Lehrkräfte bei Gesundheitsschutzmaßnahmen zu priorisieren".

07:30 Uhr | Impfpflicht könnte an Personalmangel und Aufwand scheitern

Ambulante Pflegedienste und Pflegeheime in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rechnen damit, dass sich die Personalnot mit Einsetzen der Impfpflicht im Gesundheitssektor ab Mitte März verschärft. Mehrere von MDR AKTUELL angefragte Einrichtungen schildern eine dramatische Lage.

07:15 Uhr | Diakonie Mitteldeutschland: Impfpflicht gefährdet Versorgung

Die Diakonie Mitteldeutschland hat die Landesregierungen von Thüringen und Sachsen-Anhalt aufgefordert, sich für eine Aussetzung des entsprechenden Paragrafen des Infektionsschutzgesetzes einzusetzen. Eine verbandsinterne Erhebung habe gezeigt, dass in den Diakonie-Einrichtungen zwischen 82 und 95 Prozent der Mitarbeiter geimpft seien, teilte die Diakonie Mitteldeutschland am Montag in Magdeburg mit. Das reiche nicht aus, falls die Gesundheitsämter für nicht Geimpfte ein Betretungsverbot des Arbeitsplatzes aussprechen. "Jetzt besteht die Gefahr, dass Menschen, die Pflege, Betreuung und Unterstützung benötigen, alleingelassen werden", hieß es. Die Impfpflicht müsse ausgesetzt werden, "zumindest bis der Bundestag eine Entscheidung zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht getroffen hat". 

06:45 Uhr | Söder kritisiert ausbleibende Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern unzufrieden wegen ausbleibender Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Söder sagte am Montagabend in der ARD, die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante sei offenbar weniger aggressiv und milder im Verlauf. Es sei daher nicht mehr angebracht, alles mit Zusperren zu lösen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verteidigte dagegen den Beschluss, vorerst nichts zu lockern. Im Moment müsse man angesichts der steigenden Fallzahlen noch hoffen, dass man ohne Verschärfungen hinkomme. Die Zeit für Lockerungen sei erst gekommen, wenn die Omikron-Welle Mitte Februar überwunden sei.

06:40 Uhr | Tausende bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen, Tausende bei den Gegenprotesten

In verschiedenen Städten Deutschlands haben am Montagabend mehrere zehntausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Vielerorts gab es auch Gegendemonstrationen oder Mahnwachen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden Kundgebungen unter anderem aus Gera, Jena, Magdeburg, Dresden, Meißen und Riesa gemeldet. Allein in Thüringen gingen laut Polizei etwa 22.000 Menschen auf die Straßen. Bayern zählte mehr als 100 Versammlungen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde in mehr als 25 Städten demonstriert. Vereinzelt musste die Polizei eingreifen.

Immer wieder gab es auch Verstöße gegen die Maskenpflicht oder andere Auflagen. Aus einem Demonstrationszug in Coswig in Sachsen heraus wurde ein Journalisten-Team angegriffen. Ein Vize-Landrat kündigte dort vor den Pandemie-Regel-Gegnern an, dass das Gesundheitsamt seine Kontrollaufgaben ab Mitte März mit dem Eintreten der Impfpflicht für medizinisches Personal nicht wahrnehmen soll.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 25. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

INFORMATIONEN ZU REGELN UND IMPFUNG

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 25. Januar 2022 | 06:00 Uhr