Coronavirus-Pandemie Ticker: EMA entscheidet über Impfstoff-Zulassung am 21. Dezember

Die europäische Arzneimittelagentur EMA will noch vor Weihnachten über die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer entscheiden. Als neues Datum ist jetzt der 21. Dezember vorgesehen. Ältere und kranke Menschen können sich ab heute kostenlose FFP2-Masken in ihrer Apotheke abholen. Auch heute finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Die Entscheidung über den Impfstoff von Biontech und Pfizer soll am 21. Dezember fallen. Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

Unser Ticker am Dienstag, 15. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:12 Uhr | WHO-Weihnachtsbotschaft: Weihnachtsmann ist gegen Corona immun

Weihnachtsmann mit Mundschutz
Der Weihnachtsmann ist laut WHO gegen das Corona-Virus immun. Bildrechte: limago images / biky

Die Weltgesundheitsorganisation hat eine beruhigende Weihnachtsbotschaft an alle Kinder ausgesandt: Der Weihnachtsmann ist gegen das Coronavirus immun. Deswegen kann der ältere Herr auch in Pandemiezeiten um den Globus reisen, um Geschenke zu verteilen. Bei einem Pressebriefing in Genf sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove, sie verstehe die Sorge der Kinder. Sie und ihre WHO-Kollegen hätten sich aber vor kurzem mit dem Weihnachtsmann und seiner Frau getroffen. Beiden gehe es "sehr gut", sie seien derzeit "sehr beschäftigt". Zudem will sie von zahlreichen Regierungen erfahren haben, dass die Länder ihre strikten Einreise- und Quarantänebestimmungen speziell für den Weihnachtsmann gelockert hätten.

20:48 Uhr | Sachsen-Anhalt verlängert Regelstudienzeit um ein Semester

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat wegen der Corona-Krise die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert. Dafür wurde am Dienstagdas Studierendengesetz geändert. Damit haben die Studierenden, die durch die Corona-Maßnahmen viel Unterrichtsausfall hinnehmen mussten, ein halbes Jahr länger Zeit, ihr Studium in der vorgegebenen Zeit zu beenden. Auch finanziell dürfte die Änderung vielen Studenten helfen: Die Bafög-Bezugsdauer wird mit der Änderung ebenfalls um ein Semester verlängert.

20:17 Uhr | Landkreis Wittenberg verhängt nächtliche Ausgangssperre

Der Landkreis Wittenberg hat eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Grund sind die stark steigenden Corona-Infektionszahlen. Wie der Landkreis mitteilte, gilt die Ausgangssperre bereits ab Dienstagabend. Zwischen 21 Uhr und 5 Uhr früh darf die Wohnung ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen werden. Landrat Jürgen Dannenberg sprach beim MDR von einer harten Entscheidung. Er schätze die Lage aber als alarmierend ein. Der Landkreis sei an den Schwellenwert von 300 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche herangekommen. Dannenberg zufolge ist vor allem die Situation im großen Wittenberger Krankenhaus "Paul-Gerhardt-Stift" angespannt. Dort hätten sich auch Mitarbeiter infiziert. Die Intensivstationen würden sich zunehmend füllen.

20:02 Uhr | Streit über Spielplatzschließungen in Jena

In Jena ist ein Streit über gesperrte Spielplätze entbrannt. Die Stadt hatte wegen der gestiegenen Corona-Infektionezahlen angeordnet, dass Spiel- und Bolzplätzen nicht mehr benutzt werden dürfen. Unter anderem die Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund von den Grünen hat den Schritt scharf kritisiert. Sie sagte, gerade jetzt sei es wichtig, dass Kindern das Toben auf Spielplätzen ermöglicht wird. Die Stadt erklärte, am Wochenende hätten sich viele Menschen auf den Spielplätzen getroffen und oft nicht auf Abstände geachtet.

17:54 Uhr | Wegen Lockdown erheblich höhere Paketmengen erwartet

Die Logistikunternehmen rechnen wegen des bundesweiten Lockdowns mit besonders hohen Paketmengen. Branchenverbands-Chef Marten Bosselmann sagte MDR AKTUELL, die Paketlogistik sei seit Jahren im Weihnachtsgeschäft ein Wachstumsmarkt. In diesem Jahr seien 30.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden. Durch den Lockdown werde aber zusätzlich bestellt, weil die Läden geschlossen seien. Bosselman äußerte sich zuversichtlich, dass man das Paketaufkommen bewältigen werde. Er empfahl Kunden, Pakete bis spätestens 21. Dezember zu versenden, damit sie rechtzeitig ankommen.

17:27 Uhr | Plattform "Lernsax" nach Hackerangriff noch nicht nutzbar

In Sachsen gibt es nach einem Hackerangriff noch immer massive Probleme beim Digitalunterricht. Wie Kultusminister Christian Piwarz mitteilte, war die Plattform "Lernsax" am Dienstag den zweiten Tag in Folge lahmgelegt. Grund sei die am Montag gestartete Cyberattacke auf eine übergeordnete Lernplattform. Systemumstellungen im Rechenzentrum in Karlsruhe hätten noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Piwarz bedauerte die Probleme und kündigte ein zusätzliches Schutzsystem an. Lernsax ist in der Corona-Pandemie für Schüler und Lehrer ein wichtiges Instrument, um sich auszutauschen, Lernstoff abzurufen oder Unterricht zu erteilen. Es gab allerdings schon mehrfach Störungen. Sachsens Schulen sind seit Montag im Lockdown, die Schüler sollen per Fernunterricht lernen.

17:20 Uhr | Kekulé: Kritik von Politikern an Impfstoff-Zulassung unberechtigt

Der Hallesche Virologe Alexander Kekulé hat das Vorgehen der Europäischen Arzneimittelbehörde bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen verteidigt. Kekulé sagte MDR AKTUELL, Politiker sollten sich mit Kritik zurückhalten. Die Zulassung erfolge durch die EU-Kommission. Diese habe den Vertrag mit den Herstellern Biontech und Pfizer sehr spät geschlossen. Selbst bei einer Zulassung vor Weihnachten glaube er daher nicht, dass der Impfstoff schon übernächste Woche in Europa ausgeliefert würde. Die Europäische Arzneimittelbehörde gab am Montag bekannt, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten über den Impfstoff vorlegen wird. Das ist acht Tage früher als bisher geplant.

17:14 Uhr | Ferropolis: Drohende Insolvenz abgewendet

Der Veranstalter Ferropolis in Gräfenhainichen hat eine drohende Insolvenz abgewendet. Geschäftsführer Thies Schröder sagte dem MDR, durch die zahlreichen Absagen von Konzerten und Festivals sei das Unternehmen finanziell stark unter Druck geraten. Es sei ein Umsatz von fast 400.000 Euro weggebrochen. Mit Finanzhilfen des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt sei die Zahlungsunfähigkeit verhindert worden. Schröder erwartet, dass es im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen in Ferropolis geben wird. Geplant sind in der "Stadt aus Eisen" dann unter anderem wieder die Festivals "MELT!", "Full Force" und "SPLASH!"

16:31 Uhr | Die Corona-Impfung erklärt

Impfzentren sind größtenteils eingerichtet, der Impfstoff steht kurz vor der Zulassung: Bald wird wohl auch in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Wie eine Impfung ablaufen soll, sehen Sie in diesem Video.

16:29 Uhr | Elf Prozent weniger neue Ausbildungsverträge

Im Corona-Jahr haben deutlich weniger junge Menschen eine Ausbildung begonnen als noch 2019. Das ist die Bilanz, die das Bundesinstitut für Berufsbildung vorgestellt hat. Danach wurden rund 58.000 Verträge weniger abgeschlossen. Das ist ein Rückgang um elf Prozent. Gründe sind nach Angaben des Instituts zum einen ein deutlich reduziertes Angebot an Lehrstellen, aber auch eine gesunkene Nachfrage. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte, ein Rückgang sei in fast allen Branchen zu beobachten. Verantwortlich dafür sei neben der Pandemie auch die abnehmende Zahl der Schulabgänger.

16:17 Uhr | Heim-Betreiber mit Besucher-Testpflicht überfordert

Betreiber von Pflegeheimen sehen sich mit der Corona-Testpflicht für Besucher überfordert. Wie die Liga der Wohlfahrtsverbände in Sachsen mitteilte, fehlen Schulungen im Umgang mit den Schnelltests und auch Personal. Die Pflegeeinrichtungen seien ohnehin schon seit Wochen an ihren Grenzen. Die Liga schlug als Alternative mobile Teams oder regionale Testzentren vor. Dort könnten Studierende oder die Bundeswehr helfen. Die Landesregierung hatte festgelegt, dass Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen nur noch mit negativem Coronatest betreten werden dürfen. Das soll die Sicherheit der Bewohner erhöhen.

15:57 Uhr | Technische Probleme beim RKI

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist es beim Robert Koch-Institut mehrfach zu technischen Problemen bei den Corona-Daten gekommen, Übermittlungsverzug und Nachmeldungen sind das Resultat. Am Montag wurden aus dem Hotspot-Bundesland Sachsen überhaupt keine Zahlen übermittelt. Die bundesweiten Neuinfektionszahlen waren damit deutlich zu niedrig – vorerst.

15:16 Uhr | RKI-Präsident Wieler erwartet Zuspitzung über Weihnachten

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich auf einer Pressekonferenz am Mittag besorgt über das Infektionsgeschehen gezeigt. Wieler sagte, die Lage sei so ernst, wie sie es noch nie gewesen sei in dieser Pandemie. Im Moment würden sich zu viele Menschen infizieren. Wieler sagte: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich die Situation über Weihnachten nochmal zuspitzen wird." Er appelierte an die Bevölkerung, die Einschränkungen der Kontakte einzuhalten und nach Möglichkeit die erlaubte Obergrenze nicht auszureizen.

15:03 Uhr | Sachsen schärft Corona-Regeln nach

Sachsen hat seine Corona-Regeln nach Beschlüssen von Bund und Ländern nachgeschärft. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping in Dresden mit. So müssen ab Mittwoch in Sachsen auch Friseure schließen. Ursprünglich sollten sie auch im Lockdown öffnen dürfen. Zudem fallen die Lockerungen an den Festtagen geringer aus als geplant. Nun dürfen zum eigenen Haushalt maximal vier Personen aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis hinzukommen. Kinder unter 14 werden nicht mitgezählt. In Sachsen sind bereits seit Montag Schulen und Kitas sowie der Einzelhandel geschlossen. In Thüringen und Sachsen-Anhalt gilt der harte Lockdown ab morgen.

14:32 Uhr | EMA will vor Weihnachten über Impfstoff-Zulassung entscheiden

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will nach eigenen Angaben am 21. Dezember zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, um über die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer zu beraten. Das ist acht Tage früher als zuletzt geplant. Der Impfstoff könnte damit noch vor Weihnachten für die EU zugelassen sein. Zugleich hieß es, bei dem ursprünglich am 29. Dezember geplanten Treffen bleibe es bei Bedarf. Nach einer möglichen positiven Entscheidung der EMA muss die EU-Kommission den Impfstoff noch formell zulassen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schrieb auf Twitter, sie begrüße, dass das Treffen vorgezogen worden sei. Es sei wahrscheinlich, dass die ersten Europäer noch vor Ende 2020 geimpft würden.

14:28 Uhr | Impfzentren in Sachsen sind aufgebaut

Die Corona-Impfzentren in Sachsen sind komplett aufgebaut und stehen für eine Inbetriebnahme bereit. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping in Dresden mit. Nach ihren Angaben könnten die ersten Impfungen im Freistaat am 27. oder 28. Dezember erfolgen, falls die erforderlichen Impfdosen rechtzeitig ausgeliefert würden.

Köpping zufolge gibt es 13 Impfzentren und zwar in jeder Großstadt und in jedem Landkreis. Die Impfzentren in Dresden und Leipzig sind in der Messe eingerichtet. Das Impfzentrum im Landkreis Bautzen wurde in der Sporthalle am Flughafen aufgebaut, das für den Landkreis Meißen in der Sachsen-Arena in Riesa. Köpping verwies darauf, dass es an allen Impfzentren ein Security-Team gebe. Laut Ministerin stehen für Sachsen bei den ersten Lieferungen rund 25.000 Impfdosen zur Verfügung.

14:04 Uhr | Rektoren erwarten nach Corona wieder Präsenzbetrieb an Unis

Die deutschen Universitäten gehen davon aus, dass die Lehre nach der Corona-Pandemie wieder im Präsenzbetrieb stattfinden wird. Der Vorsitzende der Hochschulrektoren-Konferenz, Peter-André Alt, sagte MDR AKTUELL, der Uni-Betrieb lebe vom Austausch zwischen Menschen. Die digitale Lehre könne aber eine Ergänzung sein. Die Naturwissenschaften seien schon vor der Pandemie auf diesem Weg vorangegangen. Man könne Experimente beispielsweise auch simulieren und online präsentieren. Die Lehrveranstaltungen finden aktuell wegen der Corona-Pandemie überwiegend digital statt.

13:53 Uhr | Sächsische Grüne verschieben Parteitag

Die sächsischen Grünen verschieben wegen der Corona-Pandemie ihren für Ende Februar geplanten Parteitag. Dort sollte die Kandidatenliste für die Bundestagswahl bestimmt werden. Wie die Partei mitteilte, soll die Landesdelegiertenkonferenz nun am 23. und 24. April stattfinden. Die Wahlversammlung für die Kandidaten zur Bundestagswahl müsse zwingend eine Präsenzveranstaltung sein. Man hoffe, dass sich die Pandemie-Lage im Frühjahr etwas beruhigt haben werde. Die Landesdelegiertenkonferenz soll in der Kongresshalle am Zoo Leipzig stattfinden.

13:39 Uhr | Apotheker: Kurzfristige Lieferengpässe bei Masken möglich

Bei der kostenlosen Abgabe von FFP2-Masken an Risikogruppen kann es nach Angaben der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt kurzfristige Lieferengpässe geben. Der Vorsitzende Jens-Andreas Münch sagte dem MDR, die Zeit der Vorbereitung sei extrem kurz gewesen. Innerhalb von wenigen Tagen hätten in Deutschland 19.000 Apotheken die Masken bestellt. Die Versandlogistik arbeite durch das Weihnachtsgeschäft aber ohnehin schon am Limit. Grundsätzlich stehen seinen Angaben zufolge aber ausreichend Masken zur Verfügung. Wer 60 Jahre und älter ist oder an einer Vorerkrankung wie Diabetes oder Demenz leidet, kann sich bis 6. Januar kostenlos drei FFP2-Masken aus der Apotheke holen. Vor vielen Apotheken in Mitteldeutschland bildeten sich am Vormittag längere Schlangen.

13:19 Uhr | Erste November-Hilfen ausgezahlt

Im Rahmen der November-Hilfen sind bislang Abschlagszahlungen im Umfang von rund 610 Millionen Euro ausbezahlt worden. Das sagt eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Insgesamt seien bisher 203.708 Anträge eingegangen, rund ein Viertel davon von Selbstständigen. Unternehmen, die vom Teil-Lockdown im November betroffen waren, können einen Großteil ihrer Umsatzausfälle ersetzt bekommen. Insgesamt sind dafür rund 15 Milliarden Euro eingeplant.

12:47 Uhr | Einzelhändler sprechen von Fiasko

Die deutschen Einzelhändler haben ihre Prognose für das Weihnachtsgeschäft wegen der Lockdown-Maßnahmen gesenkt. Der Branchenverband HDE rechnet für November und Dezember nun mit einem Umsatzminus von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, die sonst so umsatzstarke Phase zum Jahresende werde für viele Händler zum Fiasko. Der Online-Handel könne in dieser Zeit seine Umsätze um fast ein Drittel auf knapp 20 Milliarden Euro steigern, während der stationäre Handel ein Minus von 14 Prozent auf rund 79 Milliarden Euro hinnehmen müsse. Deutschlandweit gilt ab Mittwoch ein strenger Lockdown, in Sachsen ist er bereits seit Montag in Kraft.

11:45 Uhr | Spahn rechnet mit Impfstoff-Zulassung vor Weihnachten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Forderungen nach einer Notzulassung für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nachdrücklich zurückgewiesen. Er sagte, man habe von Anfang an gesagt, man mache das nicht im nationalen Alleingang, sondern europäisch. Man wolle eine gründliche Zulassung, um Vertrauen in die Impfung zu gewinnen und zu erhalten. Gleichwohl setze sich die Bundesregierung für eine zügige Zulassung ein. Er gehe davon aus, dass ein erster Impfstoff gegen das Coronavirus "Stand jetzt" am 23. Dezember in der EU zugelassen werde. Dann könne man noch vor dem Jahreswechsel mit ersten Impfungen beginnen. Spahn sagte, das werde die erste ordentliche Zulassung des Impfstoffs auf der Welt sein. Bislang gibt es in mehreren Ländern weltweit Notfallzulassungen.

11:22 Uhr | Flixbus bietet doch keine Fahrten an

Der Fernbusanbieter Flixbus will angesichts des neuerlichen Lockdowns doch keine Fahrten zwischen dem 17. Dezember und dem 11. Januar anbieten. Das teilte das Unternehmen mit. Kunden, die bereits eine Reise gebucht haben, sollen nun angeschrieben werden. Sie sollen ihr Geld zurückbekommen. Darüber hinaus erhielten sie einen Flixbus-Gutschein in Höhe von 15 Euro für eine Fahrt im kommenden Jahr. Flixbus hatte seinen Betrieb bereits am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt. Für die Weihnachtstage und bis ins neue Jahr hinein wollte das Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen.

11:05 Uhr | Theater Stendal schließt bis Februar

Das Theater der Altmark in Stendal schließt bis einschließlich 7. Februar. Darauf hat sich die Theaterleitung mit der Stadt verständigt. Als Grund wurde die Planungssicherheit genannt. Da das Theater dann ohnehin eine Spielzeitplanung geplant hat, bleibt das Theater bis zum 21. Februar zu. In einer Mitteilung heißt es, diese Entscheidung sei nicht leicht gefallen. Angesichts der jüngsten Pandemie-Entwicklungen sei es allerdings unwahrscheinlich, dass Kultureinrichtungen wieder am 11. Januar öffnen dürften. Ein Theater, insbesondere ein Landestheater mit Spielverpflichtungen in ganz Sachsen-Anhalt, brauche Planungssicherheit. Ein Ansetzen und Absagen von Veranstaltungen im Wochen- oder Monatsrhythmus sei nicht möglich.

10:36 Uhr | Haseloff verteidigt sein Vorgehen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat Kritik zurückgewiesen, dass öffentliche Leben nicht schon im November drastischer zurückgefahren zu haben. Haseloff sagte in einer Regierungserklärung im Landtag, die November-Maßnahmen seien der damaligen Pandemie-Lage in Sachsen-Anhalt angemessen gewesen. "Eine deutlich strengere Eindämmungspolitik wäre mit Sicherheit nicht verhältnismäßig gewesen, wiesen damals doch mehr als zwei Drittel der Kreise und kreisfreien Städte noch 7-Tage-Inzidenzen unter 50 auf", so der Ministerpräsident.

10:06 Uhr | Frühere Zulassung für Impfstoff gefordert

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, fordert für den Corona-Impfstoff eine Zulassung noch vor Weihnachten. Gaß sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", er frage sich, ob man dafür wirklich bis zum 29. Dezember brauche. Würde es schon vorher eine Zulassung geben, könnten Pflegeheimbewohner noch vor Weihnachten geimpft werden. In Großbritannien, den USA und Kanada ist der Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits zugelassen. Dort liefen die Impfaktionen auch schon an.

09:30 Uhr | H&M meldet deutlichen Umsatzrückgang

Der schwedische Modekonzern H&M meldet wegen der Corona-Krise einen deutlichen Umsatzrückgang. Wie das Unternehmen in Stockholm mitteilte, ging der Umsatz im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (18,3 Milliarden Euro) im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr zurück.

H&M zufolge hat bereits die erste Welle der Corona-Pandemie mit vorübergehenden Filialschließungen und weniger Kunden in den Geschäften Spuren hinterlassen. Von September bis November seien die Zahlen dann um zehn Prozent zurückgegangen.

08:37 Uhr | Hersteller von Feuerwerk fordern Ausgleichszahlungen

Die Hersteller von Feuerwerk fordern wegen des Verkaufsverbots zu Silvester Corona-Hilfen von der Politik. Der Geschäftsführer des deutschen Branchenverbands, Klaus Gotzen, sagte MDR AKTUELL, wenn es keine Hilfen gebe, sei absehbar, dass einige Firmen im kommenden Jahr Insolvenz anmelden müssten. Feuerwerk sei in der Regel Kommissionsware. Das bedeute, die Hersteller müssten nicht verkaufte Raketen und Böller wieder zurücknehmen. Die Retouren-Quote werde diesmal bei fast 100 Prozent liegen. Damit fehle den Herstellern im kommenden Jahr das Geld, um neue Ware vorzufinanzieren.

08:30 Uhr | Sachsen-Anhalt bekommt deutlich weniger Impfdosen als geplant

In Sachsen-Anhalt wird die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs nach Ansicht des Sozialministeriums nicht ausreichen, um alle Pflegebedürftigen zu versorgen. Staatssekretärin Beate Bröcker sagte am Montagabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!", man habe 130.000 Imfpdosen erwartet. Bekommen werde man voraussichtlich nur 65.000. Bröcker zufolge werden in Heimen in Sachsen-Anhalt aktuell rund 29.000 Menschen gepflegt, zu Hause seien es 93.000.

08:12 Uhr | DRK sucht Personal für Impfzentren in Sachsen

In Sachsen sucht das Deutsche Rote Kreuz weiterhin Mitarbeitende für die Impfzentren. Ein DRK-Sprecher sagte, landesweit würden 300 Helfer benötigt. Derzeit sichte man rund 2.000 Bewerbungen. Weitere Bewerberinnen und Bewerber seien willkommen. Insgesamt soll das DRK im Auftrag des Landes einmal 13 Impfzentren betreiben. Im Laufe dieser Woche sollen die ersten Zentren in Leipzig, Dresden und Chemnitz betriebsbereit sein.

07:45 Uhr | Lehrerverband: Schulen stehen nicht viel besser da als im März

Der Lehrerverband hat den Landesregierungen und Bildungsministerien in der Corona-Pandemie ein teils katastrophales Krisenmanagement vorgeworfen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der "Passauer Neuen Presse", man habe versäumt, sich auf eine neue Phase des Wechselunterrichts vorzubereiten. Bei der Versorgung mit schnellem Internet stünden die Schulen nicht viel besser da als im März dieses Jahres. Das räche sich jetzt. Notwendig sei ein Gesamtkonzept der Politik, wie die Bildungsqualität in Zukunft gesichert werden könne.

07:34 Uhr | Impfzentren in Thüringen einsatzbereit

Die 29 Impfstellen und zehn mobilen Teams in Thüringen sind einsatzbereit. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Die Räume seien vorbereitet, der genaue Ablaufplan stehe. Inzwischen hätten sich mehr als 900 Mediziner gemeldet, die mitmachen wollten, wenn es voraussichtlich im Januar losgehe.

06:40 Uhr | Arbeitgeber befürchten Personalmangel durch Lockdown

Die Arbeitgeber befürchten, dass wegen der geschlossenen Kindereinrichtungen zum Jahresende viele Mitarbeiter ausfallen. Der Präsident des Kommunalen Arbeitgeberverbandes in Sachsen, Michael Harig, zeigte sich bei MDR AKTUELL vor allem wegen möglicher Engpässe in den Gesundheitsämtern besorgt. Man bange um jeden Einzelnen. Derzeit ziehe man bereits Mitarbeiter aus den Verwaltungen ab, um die Gesundheitsämter zu stabilisieren. Die Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Wirtschaft in Sachsen-Anhalt, Sigrun Trognitz, warnte davor, die Kosten für die Ausfälle den Betrieben zu überlassen. Bund und Länder hatten vereinbart, dass Eltern zu Hause bleiben können, wenn für ihre Kinder keine Betreuung sichergestellt ist.

06:35 Uhr | FFP2-Masken für Risikogruppen werden verteilt

Rund 27 Millionen Deutsche aus Corona-Risikogruppen bekommen ab heute die ersten kostenlosen FFP2-Masken. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, tritt dazu eine Verordnung in Kraft. In einem ersten Schritt erhalten über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Krebsleiden, Herzproblemen und Lungenkrankheiten drei FFP2-Masken in Apotheken. Dazu genügt der Personalausweis oder ein Nachweis, dass man zur Risikogruppe gehört. Im Januar können Berechtigte weitere zwölf Masken erhalten.

06:20 Uhr | Mehrere illegale Demos in Thüringen

In Thüringen hat es am Montagabend in mehreren Regionen teils verbotene Demonstrationen gegeben. Im Saale-Orla-Kreis hatte das Landratsamt alle angemeldeten Versammlungen untersagt. Dennoch protestierten in Pößneck rund 35 Menschen gegen Corona-Maßnahmen. Sie wurden durch die Polizei gestoppt. Auch in Bad Lobenstein, Triptis und Schleiz kamen Menschen zusammen. Im gesamten Kreis registrierte die Polizei fünf Strafanzeigen und gut 30 Ordnungswidrigkeiten. In Weimar trafen sich rund 120 Menschen. Die Teilnehmer hielten sich laut Polizei an die Corona-Auflagen. In Zeulenroda gingen 300 Menschen auf die Straße. Am Wochenende hatte es bereits in Erfurt eine illegale Corona-Demo gegeben.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 15. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland