Coronavirus-Pandemie Ticker: Merkel will Lockdown bis 1. März

Kanzlerin Merkel möchte vor dem 1. März keine Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Thüringen legt einen Stufenplan vor. Sachsen will ab Montag die Schulen und Kitas öffnen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Dienstag, 9. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:53 Uhr | Panne bei Impfstoff-Lieferung in Halle

Bei der Lieferung von Impfstoffen ist in Halle ein Fehler passiert. Wie die Stadt mitteilte, trafen am Nachmittag Dosen vom Hersteller Astrazeneca ein, die zu kalt gelagert waren. Statt der empfohlenen zwei bis acht Grad sei das Serum bei minus drei Grad transportiert worden. Der Vorfall sei unverzüglich dem Land Sachsen-Anhalt gemeldet worden. Das Land habe den Hersteller um Klärung gebeten, ob die Dosen noch verimpft werden könnten. Vorerst setzte Halle alle geplanten Impfungen mit dem Serum aus.

21:16 Uhr | Schneechaos behindert Impfungen

Eis, Schnee und Glätte haben den Impf-Ablauf in Sachsen durcheinander gebracht. Lieferungen mit Impfstoff verzögerten sich, Impfwillige waren außerstande ihre Termine wahrzunehmen.

21:09 Uhr | Gegensätzliche Standpunkte vor Bund-Länder-Beratungen

Bund und Länder wollen sich am Mittwochnachmittag über das weitere Vorgehen in der Krise verständigen. Vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten zeichnet sich einerseits eine Verlängerung des vorerst bis 14. Februar vereinbarten Lockdowns ab. Andererseits haben bereits mehrere Länder konkrete Pläne, Kitas und Schulen ab kommender Woche schrittweise wieder zu öffnen.

Einen Überblick über die Lage und die Positionen sehen Sie im Video:

19:57 Uhr | Harbarth: Bundestag berufen

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Stephan Harbarth, hat die Aufgabe des Bundestags in der Corona-Pandemie hervorgehoben. "Je wichtiger die betroffenen Rechtsgüter sind, desto stärker ist der Gesetzgeber zur Entscheidung berufen", sagte Harbarth der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Die wesentlichen Entscheidungen müssen vom Parlament getroffen werden.

Stephan Harbarth Präsident Bundesverfassungsgericht

19:52 Uhr | Erneuter Lockdown in Athen

Der Großraum Athen wird von Donnerstag an für zwei Wochen erneut unter einen harten Lockdown gestellt. Geschäfte und Schulen müssen schließen, nachdem sie erst Mitte Januar hatten öffnen dürfen. Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis begründete die Maßnahme am Dienstagabend in einer Fernsehansprache mit den stark steigenden Infektionszahlen. Noch bestehe die Chance, eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, sagte er.

18:40 Uhr | Pflegerat kritisiert neue Corona-Prämie

Die von der Bundesregierung angekündigte Corona-Prämie allein für das Krankenhauspersonal stößt beim Deutschen Pflegerat auf deutliche Kritik. Auch die in Alten- und Pflegeheimen arbeitenden Pflegekräfte seien massiv belastet, erklärte Vizepräsidentin Christine Vogler. "Benötigt wird ein Gesamtkonzept, denn alle Pflegenden waren und sind von der Pandemie betroffen – in der direkten Versorgung der Patienten oder auch in der Versorgung von potenziell infizierten Personen." Eine Corona-Prämie sei ein Ausdruck der Wertschätzung für den außerordentlichen Einsatz der professionell Pflegenden, fügte Vogler hinzu. Jedoch scheine der Bundesregierung ein einheitliches Konzept zu fehlen. Wichtiger als eine punktuelle Prämie sei zudem eine grundsätzliche angemessene Bezahlung in der Pflege.

17:44 Uhr | Landrat zieht Beigeordneten von Impfzentrum ab

Im Landkreis Stendal haben die Unregelmäßigkeiten bei der Impfreihenfolge personelle Konsequenzen. Nach MDR-Informationen zieht Landrat Patrick Puhlmann den Beigeordneten Sebastian Stoll als Verantwortlichen für das Impfzentrum ab. Ob auch disziplinarrechtliche Folgen drohen, ist noch unklar.

Der Landkreis Stendal hatte im Januar 330 Polizisten impfen lassen, obwohl diese laut Impfverordnung noch nicht an der Reihe waren. Verstöße gegen die Impfreihenfolge waren auch aus Halle, Wittenberg und dem Saalekreis bekannt geworden.

17:28 Uhr | Merkel gegen Lockerungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen jegliche Lockerungen des aktuellen Corona-Lockdowns vor dem 1. März ausgesprochen. Das melden mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Teilnehmer einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. "Wir würden nichts gewinnen, wenn wir jetzt vorzeitig aus dem Lockdown rausgehen", sagte Merkel bei der Sitzung laut der Agentur AFP.

Die Kanzlerin argumentierte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit der Ausbreitung von Virus-Mutationen. Merkel erklärte demnach, es sei nun der Moment, die Infektionszahlen herunter zu bekommen, ehe die britische Virusvariante die Oberhand gewinne. Wenn die derzeitigen Auflagen bis zum 1. März fortgeführt würden, könne womöglich verhindert werden, dass es später noch einen weiteren Lockdown geben müsse, sagte Merkel den Angaben zufolge.

In Deutschland sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stetig zurückgegangen. In den Bundesländern mehren sich daher die Stimmen, die Lockerungen der bestehenden Einschränkungen fordern, etwa auch in Sachsen oder Thüringen. Am Mittwoch beraten Bund und Länder dazu.

16:32 Uhr | 77 Prozent mehr Sterbefälle im Januar in Sachsen

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland hat auch im Januar über dem Durchschnitt der Vorjahre gelegen. Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes starben im Januar rund 103.800 Menschen. Das seien 18 Prozent mehr gewesen als durchschnittlich im Januar der vier Vorjahre.

Auffällig sei die Entwicklung vor allem in Sachsen. Dort hätten die Sterbefallzahlen in der ersten Januarwoche 77 Prozent über dem Durchschnitt gelegen. Thüringen verzeichnete den Angaben zufolge 55 Prozent mehr Sterbefälle als sonst, Sachsen-Anhalt von 39 Prozent.

16:18 Uhr | WHO: Keine Anhaltspunkte für Virus aus dem Labor

Die Expertenkommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bei ihren vierwöchigen Untersuchungen in China den Ursprung der Pandemie nicht eindeutig klären können. Bei einer Pressekonferenz erklärte das Forscherteam, man habe nicht herausfinden können, welches Tier das Virus an den Menschen weitergegeben habe. Die ursprünglichen Wirte seien vermutlich Fledermäuse gewesen. Es sei aber unwahrscheinlich, dass sie das Virus direkt auf den Menschen übertragen hätten. Es gäbe außerdem keine Anhaltspunkte für die Vermutung, das Virus könne aus einem Labor entwichen sein.

15:57 Uhr | Thüringen will zuerst Friseure und Einzelhandel öffnen

Thüringen hat einen Plan vorgelegt, wie die Corona-Einschränkungen stufenweise aufgehoben werden könnten. Das Papier soll in die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch eingehen, kündigte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow am Dienstag in Erfurt an – gemeinsam mit ähnlichen Plänen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Ziel sei ein bundesweit möglichst einheitliches Vorgehen.

Im Konzept sind fünf Stufen mit unterschiedlichem Grad an Öffnungen vorgesehen – abhängig vom Infektionsgeschehen. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 liegt, sollen die Schulen in einen eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Ebenfalls ab dieser Inzidenz sollen Friseursalons oder Kosmetikstudios unter bestimmten Regeln öffnen dürfen. Auch Einzelhandel und Fitnessstudios sollen bei diesen Infektionszahlen Kunden empfangen dürfen, ebenfalls unter Hygieneauflagen. Gleiches gilt für die Gastronomie, jedoch nur bis 21 Uhr.

Bei einer Inzidenz von unter 50 soll es weitere Lockerungen geben, etwa weniger strenge Regeln für Kontakte oder mehr Gäste bei privaten Feiern. Erst ab einer Inzidenz von unter 25 sollen Bars oder Clubs öffnen dürfen.

Dienstagmittag lag der thüringenweite Wert für neue Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 143.

15:03 Uhr | Testpflicht bei Ausreise aus Tirol

Österreich verschärft angesichts der Verbreitung der südafrikanischen Virus-Mutation die Maßnahmen für Tirol. Bei der Ausreise aus dem Bundesland gilt ab Freitag eine Testpflicht, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die Maßnahme gilt vorerst für zehn Tage. Nicht betroffen von der Testpflicht ist Osttirol.

In Tirol gibt es derzeit laut Angaben des Kanzleramts insgesamt 400 Verdachtsfälle der südafrikanischen Variante. 293 Fälle seien bereits bestätigt.

14:15 Uhr | Sachsen will Grundschulen und Kitas ab Montag öffnen

In Sachsen sollen Grundschulen und Kindertagesstätten ab kommendem Montag eingeschränkt wieder öffnen. Das teilte Kultusminister Christian Piwarz nach einer Sitzung der Landesregierung mit. Der CDU-Politiker betonte, für die Grundschüler bleibe die Schulbesuchspflicht vorerst aufgehoben. Eltern könnten damit selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schickten. Die Regelung soll sachsenweit gelten – auch für Landkreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100.

Ebenfalls ab kommender Woche soll in Sachsen der Abholservice "Click and Collect" erlaubt sein. Dabei können Kunden Waren bestellen und sie dann in den Geschäften abholen. Der Freistaat war das einzige Bundesland, in dem dieser Service in der Pandemie nicht gestattet war.

13:32 Uhr | Bundesregierung plant weitere 6,2 Mrd. Euro für Impfstoff ein

Für die Beschaffung von Corona-Impfstoff plant die Bundesregierung weitere rund 6,2 Milliarden Euro ein. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen. Sie berufen sich auf eine Vorlage des Finanzministeriums. Zusammen mit bereits bewilligten Mitteln stünden damit in diesem Jahr knapp 8,9 Milliarden Euro für die zentrale Beschaffung von Impfstoff zur Verfügung. Mit dem Geld sollen dem Papier zufolge rund 635 Millionen Impfdosen beschafft werden. Das zusätzliche Geld muss allerdings noch vom Haushaltsausschuss des Bundestages freigegeben werden.

12:35 Uhr | Studie: Corona-Demos waren Superspreader-Events

Die Corona-Demonstrationen in Leipzig und Berlin im November haben nach einer Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen. Die Studienmacher haben das Infektionsgeschehen in den Landkreisen analysiert, in denen auf Reisen zu den Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den Demonstrationen in Leipzig am 7. November und in Berlin am 18. November angeboten hatten. Den Angaben nach stieg in diesen Kreisen die Sieben-Tages-Inzidenz stärker an als dort, wo keine Reisen angeboten wurden. Die Wissenschaftler schätzen, dass bis Weihnachten zwischen 16.000 und 21.000 Covid-19-Infektionen hätten verhindert werden können, wenn diese beiden großen "Querdenker"-Kundgebungen abgesagt worden wären.

11:14 Uhr | Masken könnten wie Warnwesten im Auto Pflicht werden

Das Bundesverkehrsministerium will Autofahrer offenbar dazu verpflichten, zwei Masken im Fahrzeug mitzuführen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet, soll die Regelung ab der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung gelten, auch für die Zeit nach der Pandemie. Dabei will sich das Ministerium der Zeitung zufolge an den Vorschriften für Warnwesten orientieren. Verstöße sollen mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet werden.

11:03 Uhr | EU will Katastrophenschutz stärken

Die Europäische Union zieht Lehren aus der Corona-Krise und will den Katastrophenschutz stärken. Darauf einigten sich am Abend Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlaments. Ziel sei es, künftig schneller und entschlossener auf Naturkatastrophen und andere Unglücke innerhalb der EU reagieren zu können. Unter anderem darf die EU-Kommission danach künftig unter bestimmten Bedingungen nötige Ressourcen anschaffen. In den kommenden sieben Jahren soll das Hilfsprogramm dafür mit über 1,2 Milliarden Euro ausgestattet werden – dreimal so viel wie zuletzt.

10:14 Uhr | Lauterbach warnt vor dritter Welle mit "Turbo-Virus"

Trotz sinkender Infektionszahlen warnen Fachleute und Politiker vor baldigen Lockerungen. Der Epidemiologe und SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach schrieb auf Twitter, Grund seien die wahrscheinlich deutlich ansteckenderen Virusmutanten. Dabei verwies er auf Modellrechnungen in einem "Spiegel"-Artikel und auf eigene Berechnungen. Demnach sei mit sinkenden Fallzahlen bis Ende Februar zu rechnen, dann drohe eine dritte Welle mit dem "Turbo-Virus". Statt Lockerungen brauche es daher zurzeit epidemiologische Verschärfungen. Auch Linken-Vorsitzende Katja Kipping sprach sich für eine strikte Eindämmungsstrategie aus.

Den Modellierungen zufolge machen die ansteckenderen Mutationen einen immer höheren Anteil am gesamten Infektionsgeschehen aus. Dadurch drohe bereits jetzt eine noch nicht sichtbare neue Welle an Corona-Infektionen. Zuletzt lag der Anteil der britischen Virusvariante in Deutschland bei fast sechs Prozent.

09:51 Uhr | Winterchaos verzögert Impf-Lieferungen in Sachsen

In Sachsen gibt es durch das Winterchaos Probleme bei der Versorgung der Impfzentren mit Corona-Impfstoffen. Ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes sagte dem MDR, Lieferungen seien verschoben worden. Nach derzeitiger Einschätzung werden die Vorräte bis etwa Mitte der Woche reichen.

09:16 Uhr | Gastronomie und Handel drängen auf Öffnungsperspektive

In der Gastronomie und im Handel wird die Stimmung angesichts des wochenlangen Lockdowns immer schlechter. Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Ingrid Hartges, forderte dringend klare Kriterien, unter welchen Voraussetzungen die Betriebe wieder geöffnet werden könnten. 75 Prozent bangten derzeit um ihre Existenz.

Auch der Zentralverband des Friseur-Handwerks betonte, für die 80.000 Salons in Deutschland sei die wirtschaftliche Situation zum Teil dramatisch. Und Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer forderte einen klar nachvollziehbaren und epidemiologisch vertretbaren Öffnungsplan. Es gehe um das schiere Überleben vieler Betriebe.

09:03 Uhr | WHO wirbt für Astrazeneca-Impfstoff

Trotz mehrerer Rückschläge für den Impfstoff von Astrazeneca hat sich die Weltgesundheitsorganisation hinter das Mittel gestellt. Die WHO teilte mit, es sei zu früh, den Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens als zu wenig wirksam abzutun. Hintergrund ist die Entscheidung Südafrikas, die Impfkampagne zunächst auszusetzen. Das Land verwies auf eine Studie, wonach das Serum zwar gegen den Original-Stamm, nicht aber umfassend gegen die südafrikanische Coronaviriusmutation wirkt.

08:40 Uhr | Stärkster Exporteinbruch seit Finanzkrise

Die Corona-Krise hat die deutschen Exporte vergangenes Jahr massiv einbrechen lassen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sanken die Warenausfuhren im Vergleich zu 2019 um 9,3 Prozent auf 1.204,7 Milliarden Euro. Das war der stärkste Rückgang seit der weltweiten Finanzkrise 2009. Damals waren die Exporte sogar um 18,4 Prozent gesunken. Das Import-Volumen verringerte sich im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf 1.025,6 Milliarden Euro.

Für das aktuelle Jahr rechnete der Außenhandelsverband BGA zuletzt mit einem deutlichen Plus. Das Vorkrisenniveau soll demnach spätestens im Sommer 2022 wieder erreicht werden.

08:17 Uhr | Inzidenz sinkt langsamer als erhofft

Die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 ist am Montag erstmals wieder unter die Marke von 5.000 gesunken. Die Gesundheitsämter meldeten nach Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie 4.882 neue Ansteckungen. Der Sieben-Tage-Schnitt an täglichen Fällen fiel weiter auf 9.131. Die Inzidenz lag damit bei 77 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an. Dies hat bisher kein Bundesland erreicht.

Trotz stetigen Rückgangs der Infektionszahlen geht die Entwicklung langsamer voran als von vielen erhofft: So hatte die Physikerin Viola Priesemann im Dezember noch dafür geworben, die Eindämmungsmaßnahmen so umzusehen, dass sich die Inzidenz wöchentlich halbiert. Im bundesweiten Schnitt dauert das aber derzeit nahezu vier Wochen: am 11. Januar lag die Inzidenz bei 175, eine Woche später bei 141, am 25. Januar bei 115 und am 1. Februar bei 91.

Die niedrigsten Inzidenzen haben aktuell Baden-Württemberg (61), Schleswig-Holstein (63) und Rheinland-Pfalz (66). Mit die höchsten Werte haben weiterhin Thüringen (146), Sachsen-Anhalt (110) und Sachsen (103). Auch das Saarland ist mit einer Inzidenz von 113 noch im dreistelligen Bereich.

07:13 Uhr | Grimm-Benne: Konsequenzen für Impf-Vordrängler denkbar

In Sachsen-Anhalt hält die Diskussion über Corona-Impfungen entgegen der offiziellen Prioritäten-Liste an. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte MDR AKTUELL, auch dienstrechtliche Konsequenzen für Impf-Vordrängler würden geprüft.

Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass in Halle Oberbürgermeister Bernd Wiegand, zehn Stadträte und Mitglieder des Katastrophenschutz-Stabes mit Rest-Dosen geimpft worden waren, um die Impfdosen nicht verfallen zu lassen. Auch aus den Landkreisen Wittenberg und Stendal sowie zuletzt dem Saalekreis sind ähnliche Fälle bekannt geworden. Gegen Halles Oberbürgermeister Wiegand sind inzwischen mehrere Anzeigen eingegangen. Die Staatsanwaltschaft teilte aber mit, sie könne keine Anzeichen für eine Straftat sehen. Das Verhalten des OB sei allenfalls moralisch zu bewerten.

07:01 Uhr | WHO-Kommission beendet Untersuchung in Wuhan

Die WHO-Expertenkommission zur Untersuchung der Ursprünge der Corona-Pandemie beendet heute ihren Aufenthalt in der chinesischen Millionen-Metropole Wuhan. Zum Abschluss will sich das Team zusammen mit chinesischen Experten äußern. In Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des Coronavirus festgestellt worden.

06:45 Uhr | Lockdown wohl bis Ende Februar

Einen Tag vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Beschränkungen deutet vieles auf eine Verlängerung des Lockdowns bis Monatsende hin. Nach den Worten von Regierungssprecher Steffen Seibert ist die zweite Pandemie-Welle zwar gebrochen, aber noch nicht zu Ende. Dem ARD-Hauptstadtstudio wurde bestätigt, dass sich Kanzlerin Angela Merkel im CDU-Präsidium dafür ausgesprochen hat, die Infektionszahlen dadurch weitere zwei Wochen zu drücken. Derzeit wird vor allem über die Öffnungsperspektiven von Schulen diskutiert.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 9. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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