Coronavirus-Pandemie Ticker am Dienstag: Mögliche Medikamente gegen Covid-19 vorgestellt

In der EU könnten im Herbst fünf Covid-Medikamente zugelassen werden. Laut AOK-Pflegereport war die Sterblichkeit in Pflegeheimen während der Pandemie deutlich erhöht. In Sachsens Impfzentren wird Impfen ohne Termin möglich. Vor dem EM-Spiel der deutschen Fußballer gegen England in London gibt es in Deutschland viel Kritik an der hohen Zahl an Zuschauern, die in das Wembley-Stadion gelassen werden sollen. Diese und weitere aktuelle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Pfleger auf der Intensivstation am Bett eines Patienten.
Die EU-Kommission fünf vielversprechende Medikamente vorgestellt, die bei Corona-Infektionen verabreicht werden können. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Dienstag, 29. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:45 Uhr | Irland verschiebt geplante Lockerungen

Irland verzichtet vorerst auf geplante Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen. Premier Micheál Martin verwies auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Der Anteil der Delta-Variante ist in Irland innerhalb kurzer Zeit offiziellen Schätzungen zufolge von rund einem Fünftel auf die Hälfte der nachgewiesenen Corona-Fälle gestiegen. Die irische Regierung hatte eigentlich geplant, in der kommenden Woche die Innengastronomie wieder vollständig zu öffnen. Nun dürfen nur Geimpfte und Genesene wieder im Restaurant oder Pup sitzen. Auch andere Veranstaltungen in Innenräumen wurden zunächst aufgeschoben.

21:20 Uhr | Corona-Daten-Newsletter zur Maskenpflicht

Die Inzidenzen sind niedrig, zahlreiche Corona-Maßnahmen wurden aufgehoben oder gelockert. Was in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt und was Politiker und Experten zur möglichen Aufhebung sagen, lesen Sie in unserem neuen Corona-Daten-Newsletter.

20:55 Uhr | Testpflicht an Thüringens Schulen entfällt ab Juli

Ab Juli müssen sich Schüler in Thüringen nicht mehr auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen. Die neue Allgemeinverfügung des Bildungsministeriums sieht dann keine Testpflicht sondern ein Testangebot vor. Die Allgemeinverfügung soll am Mittwoch verkündet werden.

19:45 Uhr | Airlines warnen vor Wartezeiten durch EU-Impfzertifikat

Fluggesellschaften und Betreiber von Flughäfen befürchten wegen des EU-Impfzertifikats, dass die Abfertigung von Passagieren länger dauern wird. Sie erklärten, Schuld seien doppelte Kontrollen und die unterschiedlichen Vorgehensweisen der EU-Staaten mit dem Zertifikat. Gerade die Zeiten beim Check-In könnten sich massiv erhöhen. Das gefährde den Erfolg des Neustarts der Flugreisen in diesem Sommer. Die Verbände forderten die EU-Länder in einem Brief auf, ihren Umgang mit dem Zertifikat schnellstmöglich zu vereinheitlichen. Der offizielle Start des EU-Impfzertifikats ist übermorgen.

19:15 Uhr | RKI sieht keine Tendenz zu Verzicht auf Corona-Zweitimpfung

Das Robert-Koch-Institut sieht in Deutschland keinen Trend zu einem Verzicht auf die Zweitimpfung gegen das Coronavirus. In einer vom RKI veröffentlichten Umfrage gaben fast 99 Prozent der bisher einmal geimpften Befragten an, sich "auf jeden Fall" oder "eher" ein zweites Mal impfen lassen zu wollen. Das RKI erklärte, es sei also keine Tendenz erkennbar, dass das empfohlene Impfschema nicht vervollständigt werde. Insgesamt liege die allgemeine Impfbereitschaft auf einem hohen Niveau". Unter allen ungeimpften Befragten hätten 67 Prozent angegeben, sich impfen lassen zu wollen.

18:30 Uhr | EU-Fluggastrechte in Pandemie nicht geschützt

Während der Corona-Pandemie sind die Fluggastrechte bei europäischen Airlines nicht geschützt worden. Der Europäische Rechnungshof erklärte in einem Bericht, das betreffe insbesondere die Pflicht, die Kosten für ausgefallene Flüge zu erstatten. So hätten die Fluggesellschaften in praktisch allen Fällen die Vorschriften über die Bar-Rückerstattung für annullierte Flüge umgangen und die Kunden gezwungen, Gutscheine für künftige Reisen zu akzeptieren. Der ECA vertritt zwar die Interessen der Steuerzahler in den 27 EU-Staaten. Sie hat aber keine rechtlichen Mittel.

18:05 Uhr | Mögliche Medikamente gegen Covid-19 vorgestellt

Die EU-Kommission hat fünf Medikamente vorgestellt, mit denen bald Covid-19-Erkrankungen behandelt werden könnten. Nach Angaben der Kommission sind die Arzneien bereits weit in der Entwicklung und könnten im Oktober zugelassen werden. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA liefen entsprechende Verfahren für die Medikamente.

Vier der Mittel enthalten sogenannte mono-klonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Ein weiteres Medikament mit dem Namen Olumiant reduziert die Aktivität des Immunsystems und soll eigentlich gegen Rheuma helfen. Die Hoffnung ist, dass die entzündungshemmende Wirkung auch bei schweren Covid-19-Verläufen hilft.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte im Januar für 400 Millionen Euro Antikörpermittel eingekauft. Sie werden derzeit aber nur im Einzelfall und beim Risiko eines besonders schweren Verlaufs verabreicht. Studien hatten darauf hingewiesen, dass eine Therapie im frühen Krankheitsstadium die Viruslast verringern könnte. Zuletzt hatte es jedoch auch Berichte gegeben, wonach die Medikamente alleine gegen Virus-Varianten nicht mehr wirksam sind.

17:30 Uhr | Kekulé: Quarantänepflicht nicht nachvollziehbar

Der Virologe Alexander Kékulé hält eine Quarantänepflicht für geimpfte Reiserückkehrer aus Virusvarianten-Gebieten für nicht nachvollziehbar. Kekulé sagte MDR AKTUELL, die Maßnahme sei überflüssig, um die pandemische Welle abzubremsen. Natürlich könnten sich Geimpfte und Genesene erneut infizieren. Die Verläufe seien dann aber nicht so schwer und die Infizierten seien auch keine Superspreader.

17:02 Uhr | EU-Kommission rügt deutsche Portugal-Reise-Beschränkungen

Die EU-Kommission hat Deutschland wegen der Reise-Beschränkungen für Portugal kritisiert. Die Bundesregierung hat Portugal als Virusvarianten-Gebiet eingestuft. Die EU-Kommission erklärte, die strengen Beschränkungen für Reisen von und nach Portugal stimmten nicht mit den EU-Empfehlungen überein. Deutschland sollte keine Art von Reise-Verbot verhängen, sondern sich auf eine Test- und Quarantäne-Pflicht beschränken. Einreisende aus Portugal müssen seit heute 14 Tage in Quarantäne. Zudem dürfen nur deutsche Staatsbürger und Personen mit Wohnsitz in Deutschland einreisen.

14:50 Uhr | Update: Impfen ohne Termin in Sachsens Impfzentren

In Sachsens Impfzentren sind ab Freitag Corona-Schutzimpfungen auch ohne Termin möglich. Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, das Angebot gelte zunächst für den Impfstoff von Astrazeneca, ab Mitte kommende Woche dann auch für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, empfahl Köpping, einen Termin über das Buchungsportal zu vereinbaren. Ihren Angaben zufolge gibt es derzeit rund 17.000 freie Termine in den Impfzentren.

13:15 Uhr | Immer mehr Tote in Russland

Russische Behörden melden Tag für Tag neue Rekordwert an Todesfällen bei Covid-19-Erkrankungen. Heute waren es 652 binnen 24 Stunden, so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. In Russland, wo viele Menschen skeptisch gegenüber Impfungen sind, verbreitet sich vor allem die Delta-Variante des Coronavirus stark. Zuletzt zählte die offizielle Statistik mehr als 20.000 neue Infektionen pro Tag. Für Freitag ist in St. Petersburg aber das Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft trotzdem geplant.

13:12 Uhr | Bayern erlaubt bis zu 1.500 Zuschauer

Bayern lockert seine Schutzmaßnahmen für Kultur- und Sportveranstaltungen weiter. Heute beschloss das bayerische Kabinett, unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln im Freien statt 500 nun bis zu 1.500 Zuschauer zu erlauben. An Schulen soll die Maskenpflicht entfallen, wo die regionale Inzidenz unter 25 liegt. Empfohlen werden aber drei statt zwei Tests pro Woche.

Der Hamburger Senat lockert unterdessen das seit Beginn der Pandemie geltende Tanzverbot. Ab Freitag darf es Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in abgegrenzten Bereichen im Freien und unter Einhaltung relativ strenger Hygieneregeln geben.

12:28 Uhr | Theater Magdeburg plant optimistisch

Das Theater Magdeburg plant nach einer fast vorstellungsfreien Saison die neue jetzt optimistisch. Es werde noch mit Vorsicht und Abstandsregelungen auf der Bühne und im Zuschauerraum geplant, sagte Generalintendantin Karen Stone: "Aber wir wollen so weit wie möglich eine ganz normale Spielzeit haben."

Das Opernhaus des Theaters Magdeburg
Das Opernhaus in Magdeburg Bildrechte: dpa

Ab September soll es zehn neue Inszenierungen im Musiktheater geben, zwei Ballett-Premieren, zehn Sinfoniekonzerte, dazu 15 Schauspiel-Premieren und sieben im Jungen Theater.

Für die gebürtige Engländerin Stone, die schon seit 2009 das Theater leitet, ist diese ihre letzte Spielzeit hier. Im kommenden Jahr soll Nachfolger Julien Chavaz übernehmen.

11:05 Uhr | Brysch beklagt Impfquote bei Pflegekräften

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat eine zu geringe Impfbereitschaft beim Personal in der Altenpflege bemängelt. Vorstand Eugen Brysch sagte dem RBB, es müssten mindestens 80 Prozent des Personals geimpft sein, um das Virus aus den Heimen herauszuhalten. Das sei aber nicht der Fall. Brysch sagte weiter, man müsse bereits jetzt die kommenden Monate im Blick haben, um neuen Ausbrüchen in den Heimen vorzubeugen. Dazu sei auch zusätzliches Personal erforderlich. Mit Blick auf Berlin berichtete der RBB aber zudem, dass hohe Impfquoten an der Isolation der Menschen in den Pflegeheimen nicht viel ändere.

10:31 Uhr | Sterblichkeit in Pflegeheimen deutlich höher

Die Sterblichkeit in Deutschlands Pflegeheimen ist während der ersten beiden Pandemiewellen deutlich höher gewesen. Wie aus dem aktuellen Pflegereport des wissenschaftlichen Instituts der AOK hervorgeht, lag sie bereits rund drei Wochen nach Beginn des ersten Lockdowns im April 2020 um 20 Prozent höher als im Schnitt der Vorjahre. In den ersten drei Monaten der zweiten Welle von Oktober bis Dezember überstieg sie demnach das Vorjahresniveau um durchschnittlich 30 Prozent, am Jahresende und in der Woche um Weihnachten sogar um 80 Prozent. Der Infektionsschutz habe nicht ausgereicht, um die im Heim lebenden Menschen ausreichend zu schützen, sagte Antje Schwinger, Mitherausgeberin des Reports.

10:00 Uhr | Kliniken in Sachsen operieren wieder normal

Die sächsischen Krankenhäuser fahren ihr OP-Programm wieder hoch. Das Uniklinikum Leipzig etwa ist nach eigenen Angaben seit Mitte Juni im Regelbetrieb und nutzt seine OP-Kapazität wieder voll aus. Vom Universitätsklinikum Dresden hieß es, dass bereits seit dem Frühjahr wieder mehr Operationen durchgeführt würden.

09:35 Uhr | Erfurter Krisenstab stellt Arbeit vorerst ein

Bei aktuell wenigen neuen Coronavirus-Infektionen hat der Pandemie-Krisenstab in Erfurt seine Arbeit eingestellt. Er werde vorerst nicht mehr tagen, teilte die Stadt dem MDR mit. Bei höheren Inzidenzen könne er aber schnell wieder zusammentreten. Ihm gehören Vertreter der beiden Kliniken in der Landeshauptstadt von Thüringen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Stadtwerke und Verkehrsbetriebe sowie die Amtsärztin und die Polizei an. Er wird von Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) geleitet.

08.35 Uhr | Sorge um Indonesiens Gesundheitssystem

In Indonesien warnt das Rote Kreuz wegen der Delta-Variante des Coronavirus vor einem Kollaps des Gesundheitssystems. "Jeden Tag sehen wir, wie Indonesien näher an den Rand einer Covid-19-Katastrophe treibt", sagte Jan Gelfand, Leiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in dem südostasiatischen Land. Der Zugang zu Impfstoffen müsse verbessert werden. Krankenhäuser in besonders betroffenen Regionen meldeten demnach bereits Überlastung, auch in der Hauptstadt Jakarta. In den vergangenen Tagen verzeichneten die Behörden täglich mehr als 20.000 Neuinfektionen.

08:10 Uhr | Maskenpflicht in Fußballstadien gefordert

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert die Einhaltung der Maskenpflicht auch bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft. "Die Maske ist wichtig", sagt der CSU-Politiker im Deutschlandfunk. DFB und UEFA seien darum aufgefordert, die Maskenpflicht durchzusetzen. Er sei besorgt, dass etwa im Wembley-Stadion in London heute 45.000 Zuschauer zugelassen seien. Für Reiserückkehrer fordert er zudem "konsequente" Kontrollen von Testergebnissen und Quarantänen.

07:52 Uhr | Portugal und Russland Virusvariantengebiete

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus gelten Portugal und Russland seit heute als Virusvariantengebiete. Damit gilt ein weitgehendes Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen. Sie dürfen nur noch deutsche Bürger und Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland nach Hause bringen. Einreisende, auch geimpfte und genesene, müssen für 14 Tage in Quarantäne, die nicht durch einen Test verkürzt werden kann.

07:30 Uhr | Politiker kritisieren volle EM-Stadien

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Zuschauerzahlen bei der Fußball-EM kritisiert. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, zehntausende Fans im Stadion seien unverantwortlich. Er appellierte an die UEFA und die britische Regierung, die Zahlen beim heutigen Spiel in London deutlich nach unten zu korrigieren. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach von einem falschen Signal. Er sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Bilder vermittelten den Eindruck, dass die Pandemie vorbei sei. In eine ähnliche Richtung wies ein Kommentar von MDR-Hauptstadtkorrespondent Tim Herden (siehe unten).

07:00 Uhr | Kinderärzte widersprechen Lauterbach

Kinder- und Jugendärzte stellen sich in der Debatte um Risiken durch die Delta-Variante des Coronavirus für Kinder hinter die Beurteilung der Ständigen Impfkommission. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, sagte der "Rheinischen Post", an deren Empfehlung "ändert nach aktuellem Wissensstand auch die Delta-Variante nichts". SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte die Stiko aufgefordert, ihre nur eingeschränkte Empfehlung von Covid-19-Impfungen für Kinder zu überdenken. Die Stiko empfiehlt sie nur für Zwölf- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.

06:35 Uhr | Impfung in Sachsen bald ohne Termin

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat angekündigt, dass Covid-19-Impfungen künftig auch ohne Terminvereinbarung möglich sind. Die SPD-Politikerin sagte MDR AKTUELL, in Kürze könne man spontan in ein Impfzentrum kommen. Der konkrete Beginn werde in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Dabei appellierte die Ministerin an die Menschen, trotz des Sommers den Herbst nicht zu vergessen und sich jetzt impfen zu lassen.

06:30 Uhr | Homeoffice-Pflicht gilt ab 1. Juli nicht mehr

Ab 1. Juli gibt es keine Homeoffice-Pflicht mehr. "Allerdings können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihren Beschäftigten freiwillig das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, um sie bestmöglich vor einer Infektion zu schützen", erklärt die Bundesregierung. Testangebote für in Präsenz arbeitende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bleiben verpflichtend, es sei denn, sie haben einen vollständigen Impfschutz oder sind nachweislich nach einer Covid-19-Erkrankung genesen.

Außerdem wird das digitale Covid-Zertifikat ab 1. Juli EU-weit einsetzbar. Es dient als Nachweis dafür, von Corona genesen, vollständig dagegen geimpft oder negativ darauf getestet worden zu sein. Die EU-Kommission hatte die nationalen Behörden der Mitgliedstaaten verpflichtet, zuvor die Umsetzung auf Landesebene zu gewährleisten. Für Inhaber dieses digitalen Nachweises dürfen keine zusätzlichen Reisebeschränkungen wie Quarantäne, Test oder Selbstisolation vorgeschrieben werden.

06:25 Uhr | Kommentar: Corona-Maßnahmen auch bei EM

Obwohl die Delta-Variante sich rasend schnell ausbreitet, scheint für die UEFA das Virus nicht mehr zu existieren. Beim heutigen Spiel Deutschland gegen England dürfen 45.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ins Wembley-Stadion. Die Schutzmaßnahmen hält MDR-AKTUELL-Hauptstadtkorrespondent Tim Herden für dürftig.

06:15 Uhr | Verkehrsbetriebe machen große Verluste

Die Verkehrsbetriebe in Mitteldeutschland haben durch die Coronavirus-Pandemie große finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH berichtete auf MDR-Anfrage von Einnahmeausfällen von rund 30 Millionen Euro. Bei der Harzer Schmalspurbahn sind es vier Millionen Euro. Der Verkehrsverbund Mittelthüringen nannte keine konkrete Zahl, rechnet aber 2021 mit noch höheren Ausfällen als 2020, als der Erlös von 100 Millionen auf 80 Millionen Euro gesunken war.

Die Erfurter Bahn geht von rund neun Millionen Euro weniger Einnahmen aus. 2020 habe das Minus bei zehn Milliarden Euro gelegen. Die Unternehmen des Verkehrsverbunds Oberelbe hatten 2020 Einnahmerückgänge von insgesamt rund 30 Millionen Euro. VVO-Sprecher Christian Schlemper sagte dem MDR, in diesem Jahr seien bislang 12,4 Millionen Euro weniger erwirtschaftet worden als im Vergleichszeitraum 2019. Der Regionalverkehr Erzgebirge geht davon aus, dass die Einnahmen in diesem Jahr nur bei 65 Prozent des Niveaus vor der Pandemie liegen werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 29. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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