Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn - Bund und Länder sollten an einem Strang ziehen

Die Diskussion um das nächste Bund-Länder-Treffen am 12. April läuft bereits auf Hochtouren. Bundesgesundheitsminister Spahn erklärte am Dienstag, wichtig sei, dass beide Seiten gemeinsam agierten. CDU-Chef Laschet hatte zu Wochenbeginn einen "Brücken-Lockdown" gefordert. Unterstützung bekommt er vom sächsischen Regierungschef Kretschmer, Kritik dagegen vom Städte- und Gemeindebund. Alle aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Statement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, in Rom nach einem Krisentreffen von Gesundheitsministern aus Mitteleuropa.
Bundesgesundheitsminister Spahn, hier bei einem Auftritt vor mehr als einem Jahr im Februar 2020 Bildrechte: imago images/photothek

Unser Ticker am Dienstag, 6. April 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:44 Uhr | Biden gegen staatlichen Impfpass

US-Präsident Joe Biden hat Vorschlägen für einen staatlichen Corona-Impfausweis in den USA eine Absage erteilt. Eine Sprecherin sagte am Dienstag, die Regierung unterstütze "kein System", das von US-Bürgern das Mitführen einer Impfbestätigung verlange. Es werde auf Bundesebene weder eine Impfdatenbank geben, noch eine Anordnung, dass jeder einen einheitliche Impfnachweis erhalten müsse. Private Unternehmen könnten der Idee einer Impfbestätigung aber nachgehen, sagte die Sprecherin, etwa für Sportveranstaltungen in Stadien. Dabei müsse aber die Privatsphäre geschützt werden. Auch dürfe es keine Diskriminierung geben. Die Regierung wolle dazu Richtlinien entwerfen, sagte die Biden-Sprecherin.

Joe Biden
US-Präsident Joe Biden hier am 5. Februar 2021. Bildrechte: dpa

21:42 Uhr | Spahn: Müssen dritte Welle brechen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf ein bundesweit einheitliches Agieren von Bund und Ländern gegen die Corona-Pandemie. Entscheidend sei nicht, auf welchem Weg dies erreicht werde, sondern, dass es passiere, sagte der CDU-Politiker in der ARD. Impfen und Testen allein könnten die dritte Welle nicht brechen, sagte Spahn. Es müssten auch Kontakte und damit Infektionen reduziert werden. Dabei seien die privaten Kontakte, Schulen beziehungsweise Kitas sowie das Arbeitsleben die drei Hauptbereiche, die in den Blick zu nehmen seien. Es ginge um einen Lockdown, der die Welle breche. Spahn wiederholte zugleich sein Versprechen: "Wir werden im Sommer alle impfen können."

20:03 Uhr | Wirtschaft sieht sich auf Kurs, Stiftung nicht

Zu den in Unternehmen angebotenen Corona-Schnelltests gehen die Einschätzungen deutlich auseinander. Die Wirtschaft sieht sich voll auf Kurs. "Zwischen 80 und 90 Prozent der Unternehmen testen oder bereiten den Teststart unmittelbar vor", erklärten die großen Industrie-, Handwerks- und Handelsverbände in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel. Der freiwillige Ansatz zeige trotz der kurzen Vorbereitungszeit "Wirkung".

Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat dagegen andere Zahlen publik gemacht. Demnach hätten in der zweiten Märzhälfte nur 23 Prozent der Befragten berichtet, dass alle Präsenzbeschäftigten in ihren Unternehmen mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest machen könnten. Für 54 Prozent gebe es hingegen weder betriebliche Schnelltests, noch seien diese angekündigt. Von der Stiftung hieß es, die Umfrage sei zwar nicht repräsentativ, doch basiere sie auf einer Auswertung von über 2.800 Datensätzen.

Mitarbeiterin analysiert eine Probe in einem Corona Schnelltest Zentrum der Johanniter Unfallhilfe.
Mitarbeiterin analysiert eine Probe in einem Schnelltest-Zentrum der Johanniter Unfallhilfe. Bildrechte: imago images/Jochen Eckel

19:49 Uhr | Betrüger bieten angeblichen Covid-Impfstoff an

Die Polizei warnt vor Betrügern, die auf Plattformen Impfstoffe gegen das Coronavirus zum Verkauf anbieten. Unter den Offerten sind Ampullen von Impfstoffen namhafter Hersteller wie Biontech, Moderna und Astrazeneca. Angeboten werden diese über das Darknet, aber auch über den Messenger-Dienst Telegram, wie Recherchen von Kripo live ergaben. Bundesweit wurden bereits mehrere mutmaßliche Betrugsversuche im Zusammenhang mit Corona-Impfstoff zur Anzeige gebracht. Unter anderem im Salzlandkreis wurde einer Seniorin Impfstoff angeboten. Die 85-Jährige ging nicht darauf ein und erstattete Anzeige.

18:13 Uhr | Österreich verlängert teilweisen Lockdown

Österreich hat angesichts einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens für die Hauptstadt Wien und zwei weitere Bundesländer den harten Lockdown bis zum 18. April verlängert. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte am Dienstag, man habe nach wie vor eine regional sehr unterschiedliche Situation, gerade was die Belegung der Intensivstationen angehe. Im Osten Österreichs mit den Bundesländern Wien, Niederösterreich und dem Burgenland hat sich die ansteckendere britische Virus-Variante stark verbreitet, die auch zu schwereren Verläufen führt. Das sorgt für eine angespannte Lage auf den Intensivstationen in dieser Region.

17:45 Uhr | Kein EU-Staat erfüllt selbstgestecktes Impfziel

Nicht einer der 27 EU-Staaten hat das selbstgesteckte Ziel erreicht, bis Ende März mindestens 80 Prozent der Über-80-Jährigen gegen Corona zu impfen. Das sei auf "verschiedene Gründe" zurückzuführen, sagte am Dienstag ein Sprecher der EU-Kommission.

Nach einer Statistik der EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC, die sich auf 23 Länder bezieht, erhielten rund 60 Prozent der über 80-Jährigen in der EU bis zum 5. April mindestens eine Impfdosis, knapp 30 Prozent erhielten die beiden Dosen des Vakzins, die für eine vollständige Impfung erforderlich sind.

Im ersten Quartal wurden an die Staaten der EU 107 Millionen Impfdosen ausgeliefert – weit weniger als ursprünglich angenommen. Bis Ende Juni wird eine deutliche Beschleunigung der Auslieferungen erwartet. Der Sprecher der EU-Kommission sprach von 300 bis 360 Millionen Dosen im zweiten Quartal. Damit könne das "Kardinalziel" erreicht werden, 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen.

17:16 Uhr | So läuft die Impfung bei Hausärzten

Seit dieser Woche dürfen auch mehr Hausärzte in Sachsen gegen das Coronavirus impfen. Allerdings ist die Zahl der Impfdosen begrenzt. Wir erklären was Patienten zur Terminvergabe und teilnehmenden Praxen, den zur Verfügung stehenden Impfstoffen und Nachrückerplätzen wissen müssen.

17:10 Uhr | Kekulé: Kurzer Brückenlockdown ist "Illusion"

Der Virologe Alexander Kekulé hält einen Brückenlockdown von zwei bis drei Wochen für illusorisch. Kekulé sagte im Podcast von MDR AKTUELL, die Rechnung gehe "auf dieser Zeitschiene" nicht auf. CDU-Chef Laschet steuere mit seinem Vorschlag auf eine Herdenimmunität hin. "Da sind wir weit von entfernt, da darf man sich überhaupt keine Illusionen machen." Das gelte auch für den Fall, wenn man die, die sich schon mit dem Coronavirus infiziert hätten und die es noch würden, mit einrechne. Ein Ende der Pandemie, "das werden wir vor Juni auf gar keinen Fall haben - auf keinen Fall in zwei bis drei Wochen." Kekulé betonte, die Impfbemühungen stimmten ihn auch "nicht sehr optimistisch". CDU-Chef Armin Laschet hatte sich am Ostermontag für einen Brückenlockdown ausgesprochen. Deutschland sei im letzen Stück der Pandemie.

16:18 Uhr | Kretschmer begrüßt Forderung nach "Brücken-Lockdown"

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Forderung von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zum "Brücken-Lockdown" begrüßt, hält sie aber für schwer umsetzbar. So spürten viele Menschen die Last der Einschränkungen, nicht aber die Bedrohung durch das Virus, sagte Sachsens Regierungschef auf Anfrage von MDR AKTUELL. Kretschmer warnte, dass in Sachsen in kurzer Zeit die Intensivstationen überlastet sein würden. Der Vogtlandkreis sei mit seinen hohen Infektionszahlen der deutschlandweiten Entwicklung drei bis vier Wochen heraus. Hier könne man alles beobachten. Auch arbeiteten die Krankenhäuser im Freistaat unter Hochdruck, um nicht "wieder so furchtbare Situation wie zu Weihnachten eintreten zu lassen". Auch ihnen sei man eine Reaktion schuldig. CDU-Chef Laschet hatte für diesen Monat einen harten und kurzen "Brücken-Lockdown" gefordert. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien.

15:50 Uhr | Sachsen: Ministerium hält an Abiprüfungen fest

Das sächsische Kultusministerium hält trotz der Corona-Einschränkungen an den Abitur-Prüfungen fest. Eine Ministeriumssprecherin sagte dem MDR, es werde alles für faire Bedingungen getan. Auch der sächsische Lehrerverband betonte, die Absolventen dürften bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz nicht durch ein Corona-Abitur benachteiligt werden. Thüringens Bildungsminister Holter nannte die Debatte bei MDR AKTUELL verfrüht. Man müsse abwarten, wie sich das Corona-Infektionsgeschehen entwickle. Zuvor hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gefordert, die Abiprüfungen notfalls zu streichen.

15:20 Uhr | EMA – noch keine Entscheidung zu Astrazeneca

Nach Äußerungen eines EMA-Verantwortlichen über einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin und dem vereinzelten Auftreten von Blutgerinnseln hat die EU-Arzneimittelbehörde klar gestellt, dass sie in der Sache noch keine Entscheidung getroffen hat. Der EMA-Ausschuss für Medikamentensicherheit habe "noch keine Schlussfolgerung gezogen und die Prüfung läuft derzeit weiter", teilte die EU-Behörde mit. Eine Entscheidung werde voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag bekanntgegeben.

Der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, hatte in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messagero" eine Verbindung zwischen der Astrazeneca-Impfung und dem vereinzelten Auftreten gefährlicher Blutgerinnsel insbesondere bei jüngeren Geimpften hergestellt. Bis dato hatte die EMA keine Beweise für einen Zusammenhang gesehen.

13:53 Uhr | Sachsens Lehrer gegen Aussetzen von Abiturprüfungen

Der sächsische Lehrerverband hat sich dafür ausgesprochen, trotz der Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie an Abiturprüfungen auf dem Niveau der Vorjahre festzuhalten. Der Verband erklärte in Radebeul, ein Aussetzen der schriftlichen Prüfungen, wie dies die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordere, würde die Abiturientinnen und Abiturienten bei der Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz benachteiligen.

13:32 Uhr | Pariser Stadion ist jetzt Impfzentrum

Spritze statt Fußball: Seit heute können sich Menschen im größten Fußballstadion Frankreichs gegen Corona impfen lassen. Wöchentlich sollen im Stade de France nördlich von Paris mehr als 10.000 Impfdosen gespritzt werden, das Impfenzentrum hat sechs Tage die Woche geöffnet.

Pariser Stadion jetzt Impfzentrum
Schlangestehen für eine Impfung am Stade de France. Bildrechte: dpa

13:06 Uhr | Städte gewähren Aufschub von Mietzahlungen

Thüringer Städte haben in der Corona-Krise als Vermieter bereits Tausende Euro an Gewerbemiete gestundet. Das ergab eine Stichprobe von MDR THÜRINGEN. Demnach kam die Stadt Erfurt im ersten Pandemie-Lockdown 14 Gewerbemietern entgegen und stundete etwa 40.000 Euro monatlich. Im zweiten Lockdown hätten bislang sechs Unternehmer und Vereine insgesamt 182.000 Euro vorerst nicht zahlen müssen. Sie könnten die ausstehenden Mieten innerhalb von drei Jahren abzahlen. Die Stadt Weimar gewährte zwei Gaststätten und einem Dienstleister Zahlungsaufschub für Mieten in Höhe von insgesamt 27.150 Euro. In Jena erhielten etwa 40 gewerbliche Mieter kommunaler Räume eine Aussetzung der Mietzahlungen.

12:37 Uhr | EMA sieht Zusammenhang zwischen Astrazeneca-Impfstoff und Thrombosen

Ein hochrangiger Vertreter der EU-Arzneimittelbehörde EMA hat eine Verbindung zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff und dem Auftreten von Blutgerinnseln bei einzelnen Geimpften gezogen. "Wir können mittlerweile sagen, dass es klar ist, dass es einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt", sagte der Chef der EMA-Impfabteilung, Marco Cavaleri, mit Blick auf die Thrombosen nach Astrazeneca-Impfungen in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Messaggero".

Cavaleri legte nahe, dass die EMA den Zusammenhang noch am Dienstag offiziell feststellen wird. Wie das Astrazeneca-Vakzin in wenigen Fällen Blutgerinnsel bei Geimpften auslöst, ist nach seinen Angaben jedoch noch nicht klar.

Bislang hat die EMA den Astrazeneca-Impfstoff als sicher empfohlen und hervorgehoben, dass es keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen der Impfung und den Blutgerinnseln gebe. Mehrere EU-Länder, darunter Deutschland, schränkten den Einsatz des Vakzins jedoch ein.

11:20 Uhr | Geschäfte in Leipzig wieder offen

In Leipzig kann seit heute der Einzelhandel für Bestellungen und Abholungen wieder öffnen. Mit einer neuen Allgemeinverfügung sind auch Museen, Galerien und körpernahe Dienstleistungen wieder zugänglich, wie die Stadt mitteilte. Voraussetzung ist ein Hygienekonzept der Einrichtungen. Besucher und Kunden müssen einen tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest vorlegen. Auch der Sport für Kinder und Jugendliche ist in Gruppen bis maximal 20 Personen im Außenbereich wieder möglich. Der Zoo bleibt dagegen geschlossen.

Die Coronaschutzverordnung des Freistaates lässt Öffnungen ab dem 6. April unter der Bedingung zu, dass nicht mehr als 1.300 Krankenhausbetten in Sachsen auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Am Ostermontag waren nach Angaben des Sozialministeriums in Dresden 1.002 Betten belegt.

10:52 Uhr | Umfrage: Mehrheit noch immer ohne Tests am Arbeitsplatz

Etwa einem Viertel aller Beschäftigten wird im Betrieb nach Einschätzung der Hans-Böckler-Stiftung ein Schnelltest angeboten. In der zweiten März-Hälfte hätten 23 Prozent der Befragten berichtet, dass alle Präsenzbeschäftigten in ihrem Unternehmen mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest machen könnten, teilte das WSI-Institut der gewerkschaftsnahen Stiftung mit.

Für 54 Prozent gebe es hingegen weder betriebliche Schnelltests noch seien diese angekündigt. Für die Umfrage sind laut WSI mehr als 2.800 Datensätzen ausgewertet worden.

10:39 Uhr | Städtebund gegen "Brücken-Lockdown"

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat der Forderung von CDU-Chef Armin Laschet nach einem "Brücken-Lockdown" eine Absage erteilt. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte im ZDF, wer eine Brücke baue, müsse wissen, wie weit das andere Ufer entfernt sei. Momentan sei aber noch nicht klar, wie lange es dauern werde, bis durch die Impfungen ein Infektionsrückgang einsetze. Landsberg forderte stattdessen, sich auf das bereits Vereinbarte zu konzentrieren, wie etwa die Notbremse bei einer Inzidenz von 100. Laschet hatte heute seine Forderung nach einem "Brücken-Lockdown" noch in diesem Monat konkretisiert. Es gehe darum, für zwei bis drei Wochen das öffentliche Leben zurückzufahren, um die Inzidenz unter 100 zu bringen.

10:00 Uhr | Hausärzte klagen über zu wenig Impfstoff

Der Deutsche Hausärzteverband wünscht sich zum Impfstart in den Arztpraxen mehr Impfdosen. Verbandschef Ulrich Weigeldt sagte dem RBB, die Ärzte seien unglücklich darüber, dass es zunächst pro Praxis und Woche nur gut 20 Impfdosen gebe. Pilotprojekte hätten gezeigt, dass bis zu 100 Impfungen möglich seien. Zugleich forderte Weigelt Klarheit über die Nebenwirkungen des Impfstoffes von Astrazeneca. Wie er der "Bild"-Zeitung sagte, fehlen bisher Informationen, welche Vorerkrankungen und Auffälligkeiten die Geimpften hätten, bei denen Hirnvenen-Thrombosen aufgetreten sind.

Wer durch eine Impfung einen gesundheitlichen Schaden davonträgt, hat unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Schadenersatz. Nach Recherchen von MDR AKTUELL gilt das auch für Hinterbliebene.

09:32 Uhr | Nachsorge-Sprechstunden in Weimar

Ehemalige Covid-Patienten können sich ab sofort im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Goetheplatz im Weimar behandeln lassen. Nach Angaben des Zentrums bietet die pneumologische Praxis Nachsorge-Sprechstunden an. Insbesondere Patienten, die eine spürbare Erkrankung oder einen schweren Corona-Verlauf hatten, würden behandelt hieß es. Das Weimarer MVZ gehört zur Zentralklinik Bad Berka.

09:24 Uhr | Zeitung: Disziplinarverfahren gegen Halles OB läuft weiter

Das Disziplinarverfahren gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand wird offenbar nicht gestoppt. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, sind die Anwälte Wiegands beim Landesverwaltungsamt mit ihrem Vorstoß gescheitert. Die Behörde führt derzeit ein Verfahren gegen den Oberbürgermeister. Grund ist sein Umgang mit Impfstoffresten. Wiegand und mindestens 28 weitere Personen wurden geimpft, obwohl sie noch gar nicht an der Reihe waren. Der OB rechtfertigt sein Handeln und spricht von einem politisch unklugen Verhalten, nicht aber von einem unrechtmäßigen. Morgen befasst sich der Stadtrat mit der Impfaffäre. Dabei geht es um die mögliche Suspendierung Wiegands.

08:30 Uhr | Tausende Hinweise auf Betrug bei Kurzarbeit

Bei der Bundesagentur für Arbeit sind 4.250 Hinweise auf Betrug beim Kurzarbeitergeld eingegangen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" schreibt, gibt es in den meisten Fällen einen Verdacht auf Manipulation bei der Arbeitszeit, also etwa Anmeldung von Kurzarbeit, obwohl die Betroffenen unverändert oder sogar mehr als zuvor arbeiteten. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der -Pandemie hat die Bundesregierung den Zugang zum Kurzarbeitergeld deutlich erleichtert.

07:47 Uhr | Modellprojekt in Nordhausen startet

Im Kreis Nordhausen dürfen ab heute Geschäfte, Museen und Galerien öffnen. Das Gesundheitsministerium hatte diesen landesweit zweiten Modellversuch, der bis zum Samstag geht, trotz Corona-Pandemie genehmigt. Kunden und Besucher brauchen einen negativen Schnelltest und müssen sich registrieren lassen.

Der Kreis Nordhausen weist derzeit thüringenweit die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz aus. Am Ostermontag lag die Zahl derCorona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bei 62,3.

07:19 Uhr | Lockerungen in Sachsen

Einige sächsische Landkreise sowie die Städte Chemnitz und Dresden lockern ab heute Beschränkungen. Dort können zum Beispiel Botanische Gärten, Zoos und Tierparks sowie Museen und Galerien mit vorheriger Terminbuchung wieder Besucher empfangen. Die sächsische Corona-Schutzverordnung erlaubt den einzelnen Kommunen Lockerungen ab 06. April unabhängig von der Inzidenz.

06:45 Uhr | Holter: Noch zu früh für Entscheidung über Abi-Prüfungen

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter hält eine mögliche Absage der Abiturprüfungen in diesem Jahr für noch verfrüht. Der Linke-Politiker sagte MDR AKTUELL, man sollte noch abwarten, wie sich das Corona-Infektionsgeschehen entwickele. Auch im vergangenen Jahr habe das Abitur stattgefunden. In Thüringen seien die Ergebnisse dabei im Schnitt sogar besser gewesen als 2019. Auch aktuell würden die Schüler intensiv vorbereitet. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte sich dafür ausgesprochen, bei stark steigenden Infektionszahlen die Abiturprüfungen dieses Jahr notfalls ausfallen zu lassen. Der Deutsche Lehrerverband lehnte das ab.

Update 06:30 Uhr | Hausärzte beginnen mit Impfungen

In Deutschland beginnt die zweite Stufe der Impfkampagne gegen das Coronavirus. In vielen Regionen, etwa in Nordrhein-Westfalen, starten die Hausärzte mit Impfungen in ihren Praxen. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll es losgehen, abhängig davon, ob die Impfdosen pünktlich geliefert werden. Zunächst stehen jedem der bundesweit rund 35.000 beteiligten Hausärzte im Schnitt rund gut 26 Dosen pro Woche zu. Ab 26. April sollen die Praxen mit deutlich mehr Dosen rechnen können. Termine für Impfungen müssen in der Regel direkt mit den Praxen vereinbart werden.

06:15 Uhr | Niederlande jetzt Hochinzidenzgebiet

Die Bundesregierung stuft die Niederlande seit heute als Hochinzidenzgebiet ein und verschärft damit die Regeln für Einreisende aus dem Nachbarland. Wer von dort über die deutsche Grenze kommt, muss einen negativen Coronavirus-Test vorweisen können. Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

06:10 Uhr | Saarland öffnet mit Schnelltestpflicht

Mit dem Saarland geht heute erstmals ein ganzes Bundesland in einen Modellversuch: Die Außengastronomie, Fitnessstudios und Tennishallen, Kinos und Theater dürfen wieder öffnen. Voraussetzung für Gäste und Nutzer ist meist ein negativer Coronavirus-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem können sich im Freien bis zu zehn Personen treffen, wenn sie negativ getestet worden sind.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 6. April 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Lauf des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. April 2021 | 21:30 Uhr

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