Coronavirus-Pandemie Ticker vom Dienstag: Sachsen-Anhalt und Sachsen mit 2G-Option

Weitere Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt und Sachsen ermöglichen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene. Bund und Länder beraten über eine gemeinsame Regelung zu Lohnersatz für Ungeimpfte. Der Bund will Corona-geschädigte Familien stärker mit Vorsorgeprogrammen entlasten. Weitere Entwicklungen rund um die Pandemie hier im Ticker:

Gelber Impfpass neben CovPass-App
Weitere Bundesländer wollen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene. So soll auch der Druck auf Impfmuffel erhöht werden. Bildrechte: imago images/Eibner

Unser Ticker am Dienstag, 14. September 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:35 Uhr | 2G oder 3G - Regelungen in Deutschland

Mehrere Bundesländer setzen auf die 2G-Option in Restaurants, Klubs oder bei Veranstaltungen. Inhaber oder Veranstalter können demnach bestimmen, nur noch Besucher zu empfangen, die geimpft oder genesen sind. Auch Abstandsregel und Maskenpflicht können ausgesetzt werden. Mehr zum Stand und den Plänen im Video.

21:47 Uhr | Niederlande führen Gesundheitspass ein

In den Niederlanden werden ab 25. September die Corona-Abstandsregeln aufgehoben. Stattdessen wird ein Corona-Gesundheitspass eingeführt, der in Bars und Restaurants sowie bei Festivals vorgezeigt werden muss. Ministerpräsident Mark Rutte zufolge können damit künftig mehr Menschen gleichzeitig ein Cafe oder Restaurant besuchen. Auch Festivals und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel seien dann mit voller Auslastung möglich. Im Gegenzug müssen Menschen ab 13 Jahren nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Kritik, dies sei eine indirekte Impfpflicht, wies das Gesundheitsministerium zurück. Man könne sich ja testen lassen, und das bleibe erstmal kostenlos. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt jedoch weiter Maskenpflicht.

20:25 Uhr | AfD-Eilantrag gegen 3G-Regel

Die AfD im Sächsischen Landtag lässt die sogenannte 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) juristisch überprüfen. Nach Fraktionsangaben wurde ein Eilantrag zur Aufhebung etlicher Testpflichten beim Verfassungsgerichtshof in Leipzig eingereicht. Die AfD fordert, die "Diskriminierung von Ungeimpften" zu stoppen. Partei- und Fraktionschef Jörg Urban sagte, indem sich Ungeimpfte vor dem Besuch bestimmter Einrichtungen testen lassen müssten, würden sie gegenüber Geimpften benachteiligt. Das gelte in besonderem Maße, da die Tests bald kostenpflichtig sein werden.

18:52 Uhr | WHO: Impfstoffmangel in Afrika Risiko für alle

Die Weltgesundheitsorganisation hat die schleppenden Corona-Impfungen in Afrika angeprangert. WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus kritisierte in Genf scharf den Mangel an Impfstoffen für Afrika. Er mahnte vor Risiken für die ganze Welt. Je länger Menschen in weiten Teilen Afrikas ungeschützt seien, desto größer sei das Risiko von Mutationen und Übertragungen. Von den weltweit 5,7 Milliarden verabreichten Impfdosen seien bislang nur zwei Prozent in Afrika verimpft worden. Dort leben rund 1,3 Milliarden Menschen.

17:20 Uhr | Putin in Isolation

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich nach einem Corona-Fall in seinem engsten Umfeld in Selbstisolation begeben. Putin sagte bei einer Videokonferenz, er sei gesund und hoffe, der russische Sputnik-V-Impfstoff werde ihn schützen. Der 68-Jährige wurde eigenen Angaben zufolge im März gegen das Coronavirus geimpft.

16:38 Uhr | Curevac drosselt Produktion

Das Biotechunternehmen Curevac verringert wegen geringer Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff die Produktion. Die Herstellerverträge mit Wacker Chemie sowie Celonic wurden gekündigt. Die Europäische Arzneimittelbehörde prüft derzeit die Zulassung des Curevac-Impfstoffs CVnCoV. Dessen Wirksamkeit ist jedoch laut Studien deutlich geringer als bei anderen Vakzinen. 

16:05 Uhr | 2G-Option gilt sofort in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist ab heute das sogenannte 2G-Modell als Option möglich. Demnach könnten Betreiber von Restaurants, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen entscheiden, nur Geimpfte und Genesene einzulassen sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Dabei kann auch auf die Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden. Die Betreiber müssen das beim Gesundheitsamt anmelden und die Impfung oder den Genesenennachweis kontrollieren. Auch andere Bundesländer, darunter Sachsen (Eintrag 14:46 Uhr), setzen auf die 2G-Option. Sie wollen damit Gastronomie und Kultur ankurbeln und auch den Druck auf Ungeimpfte erhöhen.

15:28 Uhr | Gut 100.000 Covid-Fälle als Berufskrankheit anerkannt

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben bislang mehr als 100.000 Fälle von Covid-19 als Berufskrankheit anerkannt. Hinzu kommen nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) über 10.000 Fälle, in denen eine Corona-Erkrankung als Arbeits- oder Schulunfall anerkannt wurde. Damit stieg insgesamt die Fallzahl der Berufskrankheiten deutlich, Arbeits- und Wegeunfälle gab es hingegen weniger. Der DGUV zufolge haben sich trotz Schutzmaßnahmen viele Menschen bei der Arbeit angesteckt, vor allem im Gesundheitswesen. Folgewirkungen wie etwa durch Long-Covid könnten noch nicht abgeschätzt werden.

14:46 Uhr | Sachsen erlaubt 2G-Regelung

Sachsen will mit der neuen Corona-Schutzverordnung das 2G-System als Optionsmodell einführen. Demnach sollen nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5.000 Menschen erhalten, sofern der private Veranstalter das entscheidet. Der Impf- oder Genesennachweis soll am Einlass kontrolliert werden. Wie Staatskanzleichef Oliver Schenk mitteilte, besteht ferner die Möglichkeit, bei der Veranstaltung die Maskenpflicht und das Abstandsgebot aufzuheben. Unklar ist bisher, ob Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, einen Test benötigen. In Hamburg und Sachsen-Anhalt gilt die 2G-Option bereits, Berlin (Tickereintrag 12 Uhr) will folgen.

13:38 Uhr | Neue Bewertungskriterien und Impfstatus-Auskunft ab Mittwoch

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter können jetzt weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Neuregelungen zu den Bewertungskriterien der Pandemielage und zu Auskünften zum Impfstatus von Beschäftigten wurden heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie treten damit diesen Mittwoch in Kraft.

Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

13:23 Uhr | ADAC: Trend zum "Cocooning" im Sommerurlaub

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Urlaub im Kokon beflügelt: Viele Touristen und Touristinnen haben nach einer Analyse des ADAC in den Sommerferien versucht, den Kontakt zur Mitmenschheit zu reduzieren. Das sowohl bei der Anreise als auch bei der Wahl der Unterkunft.

Ein weiteres Indiz für das sogenannte "Cocooning": Viele Urlauber und Urlauberinnen bevorzugten das eigene Auto, so dass es nach ADAC-Daten sogar mehr Staus gab als vor Beginn der Pandemie. Nach Schätzung des Autoclubs summierten sich die Staus auf Deutschlands Autobahnen im Juli und August auf eine rekordverdächtige Gesamtlänge von 244.000 Kilometern – annähernd 80.000 Staukilometer mehr als im vergleichsweise ruhigen ersten Corona-Jahr 2020.

13:05 Uhr | IWH geht von schwachem Schlussquartal aus

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle geht von einem schwachen Schlussquartal der deutschen Wirtschaft aus. Das Institut erklärte, zwar habe sich die Wirtschaft im Sommer wieder erholt, dennoch sei der Welthandel weiter behindert - zum Beispiel durch den Rohstoffmangel und die Engpässe beim Seetransport. Auch die Aussicht auf zunehmende Corona-Infektionen wirke sich negativ aus. Konkret rechnen die IWH-Experten damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr insgesamt um 2,2 Prozent wachsen wird, im darauffolgenden Jahr um 3,6 Prozent.

Wirtschaftsforscher und IWH-Präsident Reint Gropp 17 min
Bildrechte: MDR/IWH, (c) Fotowerk BF

12:09 Uhr | Wenig positive Corona-Fälle an Sachsens Schulen

Die Zahl der Corona-Infektionen an Sachsens Schulen ist auch nach den Sommerferien gering geblieben. Wie das Kultusministerium in Dresden mitteilte, wurden in der ersten Unterrichtswoche bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften insgesamt mehr als 1,1 Millionen Antigen-Tests vorgenommen. 241 davon seien positiv ausgefallen. Die Infektionsrate liegt den Angaben zufolge unter Schülern bei 0,02 Prozent, beim Schulpersonal seien es 0,05. Die Zahlen seien damit ähnlich niedrig wie am Ende des vergangenen Schuljahres. Das Kultusministerium erklärte, Schulen seien vergleichsweise sichere Orte.

12:05 Uhr | Pandemie belastet Beschäftigte zunehmend

Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt stark beeinflusst. Immer mehr Beschäftigte berichten von Lustlosigkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit und anderen psychischen Problemen. Das geht aus dem aktuellen Fehlzeiten-Report der AOK hervor. Zudem verzeichnete die Krankenkasse im Vergleich zur Situation vor der Pandemie unter ihren 15,6 Millionen versicherten Erwerbstätigen aber insgesamt keinen höheren Krankenstand – aber dafür längere krankheitsbedingte Ausfallzeiten der Beschäftigten.

12:00 Uhr | Berlin beschließt 2G-Optionsmodell

Geimpfte und genesene Personen in Berlin können mit weiteren Erleichterungen rechnen. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur beschloss der Berliner Senat die Einführung eines 2G-Optionsmodells. In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreibenden dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen.

11:17 Uhr | Milliardenschweres Corona-Hilfspaket für Frankreich

Die EU-Kommission hat grünes Licht für seine milliardenschweren Hilfen für Frankreich und seine von der Corona-Pandemie geplagten Unternehmen gegeben. Die Regelung entspreche den gelockerten EU-Beihilfevorschriften, wie die europäische Wettbewerbsbehörde mitteilte. Damit kann die Regierung in Paris nun drei Milliarden Euro an Unternehmen verteilen, die damit ihre Kapitalbasis oder ihre Schuldenlage verbessern können. Bis zu 100 Unternehmen sollen von der Maßnahme profitieren.

10:52 Uhr | Thüringen: Tourismus bricht weiter ein

Thüringens Tourismus leidet weiter unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Die Hotels und Pensionen mit mindestens zehn Betten hätten im ersten Halbjahr 2021 einen Rückgang bei den Übernachtungen auf 423.000 Gäste verzeichnet, teilte das Landesamt für Statistik in Erfurt mit. Das sei mehr als die Hälfte weniger als im Vergleichszeitraum 2020.

Der direkte Vergleich mit dem Vorjahreshalbjahr ist aus Sicht des Landesamtes für die Betrachtung der Entwicklung im Jahre 2021 auf Grund der Corona-bedingten Einschränkungen indes nicht geeignet, da sich die jeweils geltenden Reisebeschränkungen deutlich voneinander unterschieden.

Die wirklichen Verluste würden erst bei einem Vergleich mit den Zahlen des Jahres 2019 deutlich. Die Zahl der Ankünfte 2021 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 sei um circa 77 Prozent gesunken. Die Übernachtungen schrumpften den Angaben zufolge um 65 Prozent.

09:36 Uhr | Einheitliche Regelung bei Lohnersatzleistung für Ungeimpfte geplant

Im Streit um Quarantäne-Entschädigungen für Ungeimpfte streben Bund und Länder eine gemeinsame Regelung an. Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn der "Rheinischen Post". "Wir versuchen, mit den Ländern eine gemeinsame Linie bei der Lohnersatzleistung zu finden", sagte der CDU-Politiker. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder kommen am Mittwoch zu Beratungen zusammen.

Mehrere Bundesländer haben angekündigt, keine Entschädigungen mehr für Verdienstausfälle von Ungeimpften zu zahlen, die in Quarantäne müssen. Sie berufen sich dabei auf einen Passus im Infektionsschutzgesetz, wonach der Anspruch auf Lohnfortzahlung entfallen kann, wenn die Quarantäne durch eine Schutzimpfung hätte vermieden werden können.

09:10 Uhr | Rekordeinnahmen aus Hundesteuer 2020 erzielt

Im ersten Pandemiejahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Rekordeinnahmen aus der Hundesteuer erzielt. Die öffentlichen Kassen nahmen im Jahr 2020 rund 380 Millionen Euro aus der Hundesteuer ein. Im Jahr 2019 beliefen sich die Einnahmen aus der Hundesteuer auf 370 Millionen Euro.

Der Trend setze sich bisher auch 2021 fort. Im ersten Quartal 2021 lagen die Einnahmen aus der Hundesteuer bei rund 159 Millionen Euro. Im 1. Quartal 2020 hatten die Hundesteuer-Einnahmen 146 Millionen Euro betragen. Der Trend zum Haustier hat sich allerdings schon vor der Pandemie entwickelt, soweit die Steuereinnahmen ein Indiz dafür sind.

Die Preise für Hunde- und Katzenfutter haben sich den Angaben zufolge hingegen nur unterdurchschnittlich erhöht. Im August 2021 mussten Hundebesitzerinnen und –besitzer lediglich 0,7 Prozent mehr für Futter ausgeben als im Jahresdurchschnitt 2015. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im gleichen Zeitraum um 10,1 Prozent.

08:20 Uhr | Mehr Unterstützung für Pandemie-belastete Familien

Der Bund will in einer konzentrierten Aktion Corona-geschädigte Familien stärker entlasten. "Kinder und Jugendliche haben in der Pandemie ganz besonders gelitten. Wir wollen sie auf dem Weg zurück in die Normalität besonders unterstützen und hier stärker in Prävention investieren", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Rheinischen Post".

Dazu gehörten auch mehr Vorsorgeuntersuchungen, um psychische und physische Probleme frühzeitig zu erkennen, erklärte der Minister. Hier gehe es etwa um Bewegungsmangel und psychosomatische Erkrankungen. Das geht aus einem Entwurf des Gesundheits- und Familienministeriums für den Kabinettsbeschluss am Mittwoch hervor.

Die Ministerien richten laut dem Entwurf Kernempfehlungen an die Länder und Kommunen: "Flächendeckende Schließungen von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen gilt es mit oberster Priorität zu vermeiden, ohne die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu gefährden." Außerdem sollten Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sowie Angebote der außerschulischen Bildung und Jugendarbeit auch unter den Bedingungen einer Pandemie zugänglich bleiben.

07:05 Uhr | Neue EU-Gesundheitsbehörde geplant

Die EU-Kommission will heute ihre Pläne für eine neue EU-Gesundheitsbehörde präsentieren. Damit will die Kommission ihre Idee für den Ausbau einer europäischen Gesundheitsunion vorantreiben. Ziel ist es, dass sich die EU-Mitgliedstaaten besser abstimmen können, um sich etwa auf künftige Pandemien oder andere Gesundheitsnotlagen vorzubereiten. So sollen etwa Medikamente und Impfstoffe für die rund 450 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger in Notsituationen schneller verfügbar sein.

Durch engere Zusammenarbeit möchte die EU bessere Ergebnisse in der Medikamentenforschung und bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Krebs erzielen. Da die Kompetenz für Gesundheitspolitik aber bei den Mitgliedstaaten liegt, dürfte die neue Behörde vor allem einen koordinierenden Charakter haben.

06:50 Uhr | Stiko-Chef: Corona- und Grippeimpfung zusammen möglich

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hält eine Grippe-Impfung zusammen mit einer Corona-Impfung für unbedenklich. Mertens sagte MDR AKTUELL, nach den vorliegenden Daten scheine das kein großes Problem zu sein. Es gebe keine Hinweise, dass bei einer gleichzeitigen Impfung einer der beiden Impfstoffe nicht mehr wirke. Deshalb sei es nicht nötig, die Impfungen auseinanderzuziehen.

Nach Ansicht von Mertens ist eine Grippe-Impfung in diesem Jahr besonders nötig. Da es im vergangenen Jahr keine Grippewelle gegeben habe, sollten sich Risikogruppen gerade jetzt impfen lassen.

Impfung 5 min
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Gespräch mit dem STIKO-Vorsitzenden Thomas Mertens

MDR AKTUELL Di 14.09.2021 06:48Uhr 04:35 min

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06:45 Uhr | Bundesweite Inzidenz bei 87

Bundesweit liegt die Inzidenz am Montag bei 87 Infektionen pro 100.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Das geht aus den Daten des Karlsruher Projekts Risklayer hervor. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 89 - damit ist sie leicht rückläufig.

Demnach steht Sachsen-Anhalt im Ländervergleich am besten da – mit einem Wert von 30. Gefolgt von Sachsen mit einer Wocheninzidenz von 45 und Thüringen mit 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Damit liegen die mitteldeutschen Länder noch unter dem Bundesdurchschnitt – bundesweit Spitzenreiter ist laut Risklayer der Stadtstaat Bremen mit 120

06:30 Uhr | Bayern: PCR-Lollitests in Kitas eingeführt

Bayern führt zum Schutz vor Corona-Infektionen in Kinderbetreuungseinrichtungen sogenannte Lollitests mit PCR-Standard ein. "Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas, wir werden daher auf Wunsch der Eltern die Lollitests ermöglichen", sagt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder der Zeitung "Augsburger Allgemeinen".

Die Kommunen sollen dabei dem CSU-Politiker zufolge ein Wahlrecht erhalten, ob sie die Lollitests mit hohem PCR-Standard einführen oder die bisherigen Antigen-Schnelltests weiter anbieten wollen. Bayern werde für beide Varianten die Kosten übernehmen.

06:20 Uhr | Städte und Gemeinden warnen vor neuem Lockdown

Der Städte- und Gemeindebund warnt vor einem erneuten Lockdown. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte MDR AKTUELL, Einschränkungen wie im letzten Jahr wären verheerend. Die Menschen wollten in die Städte gehen und dort einkaufen. Man werde deshalb alles daran setzen, einen neuen Lockdown zu verhindern.

Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes in Sachsen, Axel Klein. Er geht davon aus, dass viele Betriebe einen weiteren Lockdown nicht verkraften würden. Kanzleramtsminister Helge Braun hatte mit Blick auf die niedrige Impfquote nicht ausgeschlossen, dass auch auf Geimpfte wieder Einschränkungen zukommen könnten.

Im Schaufenster weist ein Schild auf die Maskenpflicht hin. 2 min
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wir haben die Reaktionen auf die Ankündigung von Helge Braun zusammengetragen

MDR AKTUELL Di 14.09.2021 06:06Uhr 02:29 min

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06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 14. September 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten:

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 14. September 2021 | 06:00 Uhr

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