Coronavirus-Pandemie Ticker: Nebenwirkungen in Studien mit Astrazeneca-Impfstoff künstlich gedämpft

Astrazeneca hat die Impfreaktionen in Studien offenbar mit Paracetamol gedämpft. Der in Russland entwickelte Impfstoff "Sputnik V" hat eine Wirksamkeit von über 90 Prozent. Österreich verschärft die Regelungen für Einreisende. Nach dem Impfgipfel in Berlin gibt es durchwachsene Reaktionen. Und der Handelsverband fordert eine Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. Aktuelle Infos zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Bildmontage - AstraZeneca Impfstoff Corona
Astrazeneca hat in Studien die Impfreaktionen durch die Gabe von Paracetamol künstlich gedämpft. Bildrechte: imago images/MiS

Unser Ticker am Dienstag, 2. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:26 Uhr | Digitale Risiken wachsen im Homeoffice

Immer wieder werden Firmen von Hackern um teilweise riesige Geldsummen erpresst. Und das Homeoffice macht diese Herausforderung noch größer. Die Unternehmen müssen gegensteuern, auch die Schulen.

21:26 Uhr | Höhere Impfpriorität für Polizisten und Krebskranke

Krebskranke und Polizisten sollen in der Impfpriorität nach oben rutschen. Das sieht der Entwurf der überarbeiteten Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Demnach sollen Personen mit etlichen schweren Erkrankungen in eine höhere Risikogruppe eingeteilt und damit früher geimpft werden. Laut dem Entwurf soll zudem an Menschen zwischen 18 und 64 Jahren vorrangig das Vakzin von Astrazeneca verimpft werden. Die Ständige Impfkommission hatte empfohlen das Präparat nur Menschen unter 65 zu verabreichen. In die zweithöchste Prioritätengruppe für den Astrazeneca-Wirkstoff werden nun auch Polizei- und Ordnungskräfte hochgestuft, die zum Beispiel bei Demonstrationen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Eine weitere Neuerung ist, dass eine Öffnungsklausel den Impfärzten Einzelfallentscheidungen ermöglichen soll.

20:53 Uhr | Flüchtlingsunterkunft wird Corona-Hotspot

In einer Asyl-Unterkunft in Kamenz ist es zu einem Ausbruch von Corona-Infektionen gekommen. Insgesamt 23 Bewohnerinnen und Bewohner sind infiziert. Bündnisse und Geflüchteten-Paten kritisieren die Hygieneverhältnisse.

20:48 Uhr | Spahn zu Kritik an Impfungen

Die Impfungen laufen in Deutschland nur schleppend, dafür gibt es viel Kritik. Doch Gesundheitsminister Spahn findet Schuldzuweisungen in der Krise falsch. Hat er recht? Seine Aussage stößt auf gemischte Reaktionen.

19:48 Uhr | Merkel verteidigt Vorgehen beim Impfen gegen Kritik

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Vorgehen bei den Corona-Impfungen gegen Kritik verteidigt. Merkel sagte in der ARD-Sendung "Farbe bekennen", das gründliche Vorgehen sei notwendig gewesen. "Wir können keinen starren Impfplan machen", verteidigte Merkel das Vorgehen von Bund und Ländern. Der Plan müsse dynamisch angepasst werden. Nach dem Impfgipfel am Montagabend hatte es Kritik vor allem aus der Opposition gegeben. Grüne, Linke und FDP werteten das Treffen als Fehlschlag.

Zum russischen Impfstoff "Sputnik V" sagte sie, jeder Impfstoff sei in der Europäischen Union "herzlich Willkommen", sofern er eine Zulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA bekomme. Die Kanzlerin erwähnte die "guten Daten" des Impfstoffs, der laut einer Studie zu mehr als 90 Prozent wirksam ist.

19:32 Uhr | Kekulé: Zunächst nur die Alten impfen

Der hallesche Virologe Alexander Kekulé hat gefordert, zunächst den gesamten verfügbaren Corona-Impfstoff für alte Menschen zu verwenden. Kekulé sagte MDR AKTUELL, es komme darauf an, jetzt das Sterben zu stoppen. Deshalb sollte man alles nehmen, um die Alten zu impfen. Für medizinisches Personal seien Ansteckungen vermeidbar. Kekulé sprach sich auch dafür aus, pro Person zunächst nur eine Dosis des Impfstoffs zu verabreichen. So könne man schnell mehr Menschen schützen. Befürchtungen, dass dadurch neue Virus-Mutationen entstehen könnten, wies er zurück. Das Risiko sei zu vernachlässigen.

18:59 Uhr | Britischer Spendenheld stirbt an Covid-19

Der in Großbritannien verehrte Spendenheld Captain Tom Moore ist im Alter von 100 Jahren an Covid-19 gestorben. Das teilte seine Familie mit. Er habe sich mit Corona infiziert und an einer Lungenentzündung gelitten. Der Weltkriegsveteran war am Sonntag in ein Krankenhaus nördlich von London gebracht worden. Moore hatte im April mit dem Rollator 100 Runden im eigenen Garten zurückgelegt und damit umgerechnet mehr als 44 Millionen Euro Spenden für Mitarbeiter des Gesundheitssystems gesammelt. Moore wurde damit für viele Briten zum Vorbild in der Krise. Im Juli schlug Königin Elizabeth II. Moore zum Ritter. Die Queen habe die Begegnung sehr geschätzt und werde der Familie persönlich kondolieren, erklärte der Buckingham-Palast. Premierminister Boris Johnson sagte, Moore sei nicht nur für die Briten zur Inspiration geworden. Er "war ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die Welt".

Tom Moore
Tom Moore starb im Alter von 100 Jahren an Covid-19. Bildrechte: imago images/i Images

16:31 Uhr | Astrazenecas Studie zu Impfnebenwirkungen durch Paracetamol-Gabe verfälscht

Der Impfststoff-Hersteller Astrazeneca hat bei der Untersuchung der Impf-Nebenwirkungen den Effekt offenbar mit Paracetamol gedämpft. Zahlreiche Probanden haben vor der Gabe der zweiten Dosis prophylaktisch Paracetamol erhalten. Das Robert Koch-Institut schreibt in seinem Epidemiologischen Bulletin, "durch die prophylaktische Paracetamol-Gabe konnten Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit signifikant reduziert werden". Astrazeneca steht im Vergleich zu den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna in puncto Nebenwirkungen auf dem Papier der Studien deutlich besser da. Durch die Gabe von Paracetamol sind die Untersuchungen aber nur bedingt vergleichbar. Die mRNA-Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna verabreichten den Fiebersenker in ihren Studien nicht.

EU-Gesundheitspolitiker Peter Liese (CDU) hatte bereits Anfang Januar auf eine weitere unkonventionelle Praktik aufmerksam gemacht. Vor der Zulassung des Vakzins durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA wies er darauf hin, dass bei einem Teil der klinischen Tests nur die Hälfte der protokollierten Impfdosis verabreicht worden sei. Das habe das Unternehmen in einer anschließenden Pressemitteilung als Erfolg verkauft. Das Mittel wirke bei einer halben Dosis noch besser als bei einer ganzen. Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Liese, sagte, unter normalen Umständen in Vor-Corona-Zeiten hätten man in einem solchen Fall von Betrug gesprochen.

15:41 Uhr | Schulöffnung in Sachsen-Anhalt frühestens im März

Die Schüler in Sachsen-Anhalt müssen auch nach dem Ende der Winterferien größtenteils zu Hause lernen. Bildungsminister Marco Tullner sagte in Magdeburg, frühestens ab 1. März werde ein eingeschränkter Präsenzunterricht möglich sein. Grundschüler sollen dabei in festen Gruppen durch dieselben Lehrer unterrichtet werden. An den weiterführenden Schulen soll es ein Wechselmodell geben. Die Abschlussklassen bleiben weiter im Präsenz-Unterricht, auch an den Prüfungsterminen wird vorerst festgehalten.

15:12 Uhr | Sachsen erwägt Corona-Lockerungen ab 15. Februar

Sachsens Regierung erwägt erste Corona-Lockerungen im aktuellen Lockdown ab dem 15. Februar. Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte nach der Kabinettssitzung am Dienstag, eine Öffnung von Friseurläden und Erleichterungen für den geschlossenen Handel durch das "Click & Collect" Prinzp seien denkbar. Auch die Öffnung von Schulen und Kitas stehe auf dem Plan. Entscheidendes Kriterium sei die Nachverfolgbarkeit der Infektionen. Von daher müsse die 7-Tage-Inzidenz auf unter 100 fallen. Derzeit liegt sie in Sachsen bei 149 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage. Sozialministerin Petra Köpping brachte zudem eine Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre ins Gespräch.

14:49 Uhr | Deutlich weniger Vorsorge-Untersuchungen durch Corona

Wegen der Corona-Krise werden deutlich weniger Vorsorge-Untersuchungen in Anspruch genommen. Wie die Techniker Krankenkasse mitteilte, nahm die Zahl der Untersuchungen in Sachsen im ersten Halbjahr 2020 um 58 Prozent ab. Auch bei der Krebsvorsorge gibt es deutliche Rückgänge - bei Mammografien beispielsweise um 23 Prozent. Eine Sprecherin sagte, auch in Corona-Zeiten sollen Vorsorge-Untersuchungen nicht vernachlässigt werden. Sei seien wichtig, um Herz-Kreislauf- oder Nierenkrankheiten rechtzeitig zu erkennen.

14:03 Uhr | Lockdown in Thüringen wird verlängert

In Thüringen wird der Corona-Lockdown um weitere fünf Tage verlängert. Nach Angaben von Regierungssprecher Falk Neubert hat das Kabinett beschlossen, die bestehende Sonder-Eindämmungsverordnung bis zum 19. Februar zu verlängern. Damit gelten auch die damit verbundenen Auflagen wie die Schließung von Teilen des Einzelhandels und der Gaststätten weiter.

13:41 Uhr | Studie: Russischer Corona-Impfstoff mit hoher Wirksamkeit

Nach Kritik an fehlenden belastbaren Studien haben russische Forscher weitere Details zu dem Corona-Impfstoff "Sputnik V" veröffentlicht. Demnach hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Die Ergebnisse wurden am Dienstag im medizinischen Fachblatt "The Lancet" publiziert. Russland strebt eine Registrierung in der EU an. In mehr als 15 Ländern wird der Impfstoff mittlerweile im Kampf gegen Corona eingesetzt. Die Wissenschaftler sprachen von "Zwischen-Analysen" der wichtigen Testphase III unter rund 20.000 Freiwilligen. Die Ergebnisse decken sich mit früheren Angaben. Eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent bedeutet, dass in der geimpften Gruppe 91,6 Prozent weniger Erkrankungen pro 100 Probanden auftraten als in der Kontrollgruppe. Damit hätte "Sputnik V" nahezu die gleiche Wirksamkeit wie die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer, und eine höhere als das Mittel von Astrazeneca.

13:12 Uhr | Jena öffnet Spielplätze

In Jena werden ab Mittwoch die Spielplätze wieder geöffnet. Jeder Nutzer ab 14 Jahren muss dort aber eine Mund-Nase-Bedeckung tragen und zwischen Personen, die nicht demselben Haushalt angehören, muss ein Abstand von anderthalb Metern eingehalten werden, teilte die Stadt am Dienstag mit. Eltern seien angehalten, auf ausreichend Abstand der spielenden Kinder zu achten. Sollte sich die Infektionslage wieder verschärfen, dann behält sich die Stadt weitere Regelungen für die öffentlichen Spielplätze vor.

12:52 Uhr | Astrazeneca-Impfstoff: Nebenwirkungen künstlich gedämpft

Potenzielle Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffe wurden offenbar mit Paracetamol künstlich gesenkt. Bei den Nebenwirkungen wäre der Impfstoff mit anderen Vakzinen durch die prophylaktische Paracetamol-Einnahme dadurch nicht vergleichbar.

12:42 Uhr | Japan verlängert Ausnahmezustand

Japans Regierung hat den Corona-Ausnahmezustand um einen Monat verlängert. Der bis zum 7. Februar verhängte Ausnahmezustand im Großraum Tokio und mehreren weiteren Regionen werde nun bis zum 7. März dauern, sagte Regierungschef Yoshihide Suga. Nur in der Region Tochigi nördlich der Hauptstadt wird der Ausnahmezustand wie geplant am Sonntag aufgehoben. Der Ausnahmezustand in Japan ist weniger strikt als die Corona-Maßnahmen in vielen anderen Ländern. Unter anderem dürfen Bars und Restaurants bis 20 Uhr geöffnet bleiben, die Menschen sind aufgerufen, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.

11:49 Uhr | Impfgipfel: Was beschlossen wurde

Was hat der Impfgipfel in Berlin gebracht? Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit den Ländern, der EU-Kommission und Pharmaunternehmen beraten, wie in Deutschland bessere Fortschritte beim Impfen erzielt werden können. Die Ergebnisse im Video.

11:42 Uhr | Nächstes Bund-Länder-Treffen am 10. Februar

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

11:33 Uhr | Sachsen-Anhalt: Haldenslebener Kita entwickelt "Kita-Schooling" für Zuhause

Ein Drittel der Kinder der Haldenslebener Kita "Max und Moritz" nutzt derzeit die Notbetreuung. Um auch die Zuhause bleibenden Kinder geistig zu fordern, hat sich das Kita-Team das "Kita-Schooling" einfallen lassen.

11:28 Uhr | Spanien trotz Einschränkungen erneut beliebtestes Flugziel

Spanien ist im vergangenen Jahr trotz Einschränkungen in der Corona-Krise das mit Abstand beliebteste Flugziel der Deutschen gewesen. Von deutschen Airports starteten im vergangenen Jahr 3,18 Millionen Passagiere in das Urlaubsland, wie aus Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Das war ein Einbruch um fast 78 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Während die Passagierzahl Richtung Kanaren nur um 65 Prozent zurückging, lag das Minus im Flugverkehr auf die Balearen bei knapp 84 Prozent. Der gesamte Passagierverkehr schrumpfte 2020 um rund drei Viertel.

11:15 Uhr | Mehr Postkarten in der Pandemie geschrieben

Die Deutsche Post stellt während der Corona-Pandemie wieder deutlich mehr Postkarten zu. Die Zahl der versendeten Postkarten sei Ende 2020 erstmals seit Langem gestiegen, sagte Post-Vorstand Tobias Meyer der "Süddeutschen Zeitung". Im Dezember habe man elf Prozent mehr Postkarten befördert als im Vorjahresmonat. In der Pandemie nutzten offenbar viele Menschen die Postkarte, um Kontakt zu halten. Briefpost sei dagegen zurückgegangen. Während des Lockdowns habe es weniger Behördenpost gegeben, zum Beispiel Strafzettel wegen Verkehrsverstößen. Diese dürfte mit zunehmender Mobilität auch wieder steigen.

10:55 Uhr | Schärfere Einreiseregeln in Österreich

Österreich verschärft erneut die Einreisebedingungen. Künftig müssen sich alle Einreisenden, auch Pendler, registrieren lassen und einmal in der Woche einen negativen Corona-Test vorweisen, sagte Innenminister Karl Nehammer. Das trifft auch Deutsche, die in grenznahen Städten, wie etwa in Salzburg, arbeiten. Von der nach der Einreise verpflichtenden zehntägigen Quarantäne werden Berufspendler allerdings ausgenommen. Für alle anderen Einreisenden fällt das bisher mögliche "frei-testen" nach fünf Tagen Quarantäne weg. Zudem werden die bestehenden Grenzkontrollen zu den Nachbarländern Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien verlängert.

10:30 Uhr | Neuer Höchststand an Förderkrediten

Die staatliche Förderbank KfW hat 2020 so viele Kredite vergeben wie nie. Das Fördervolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 135,3 Milliarden Euro, sagte Vorstandschef Günther Bräunig am Dienstag. Die KfW unterstützt mit ihren Corona-Hilfsprogrammen im Auftrag des Bundes zusammen mit Banken und Sparkassen Unternehmen, die es in der Pandemie schwer haben. Mehr als 50 Milliarden Euro Corona-Hilfen seien an Betriebe, Start-ups, Studierende und gemeinnützige Organisationen in Deutschland sowie Partner in Entwicklungs- und Schwellenländern geflossen.

09:50 Uhr | "Lockdown" ist Anglizismus des Jahres

Lockdown geschrieben in Scrabble-Buchstaben
Bildrechte: imago images / Winfried Rothermel

Das Wort "Lockdown" ist zum Anglizismus des Jahres 2020 gekürt worden. Wie die Jury erklärte, habe sich der Begriff schnell in den deutschen Wortschatz integriert und spiele eine zentrale Rolle in der Diskussion um die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. "Lockdown" bezeichnet im Deutschen eine Mischung aus Kontaktbeschränkungen, Bewegungseinschränkungen und dem Schließen öffentlicher Einrichtungen. Auf den zweiten Platz setzte die Jury fünf weitere Anglizismen: Social Distancing, Superspreader, Homeoffice, Homeschooling und Shutdown.

08:43 Uhr | EMA prüft Antikörper-Medikament gegen Corona

Regeneron Pharmaceuticals
Die EMA prüft eine Zulassung des Medikaments des Herstellers Regeneron Pharmaceuticals. Bildrechte: imago images/Pacific Press Agency

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat mit der Prüfung eines neuen Corona-Medikaments begonnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte das Mittel kürzlich für Deutschland eingekauft. Wie die EMA mitteilte, deutet eine Studie darauf hin, dass REGN-COV2 die im Blut vorhandene Menge an Coronaviren reduzieren kann. Es sei aber noch zu früh, um Schlussfolgerungen über das Verhältnis von Nutzen und Risiken zu ziehen. Das Medikament vom US-Hertsellers Regeneron soll im vergangenen Jahr zur Behandlung der Covid-Erkrankung von US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt worden sein.

07:53 Uhr | Bayer hofft Anfang 2022 auf erste Curevac-Impfdosen

Der Pharmakonzern Bayer rechnet damit, den von Kooperationspartner Curevac entwickelten Impfstoff ungefähr Anfang 2022 auf den Markt bringen zu können. Wenn alles gut laufe, könne es gelingen, "in etwa einem Jahr oder sogar schneller" das Vakzin zur Verfügung zu stellen, sagt Bayer-Vorstandsmitglied Stefan Oelrich im ARD Morgenmagazin. Der Curevac-Impfstoff ist noch nicht zugelassen – ebenso wenig wie das Bayer-Werk in Wuppertal, in dem das Vakzin produziert werden soll.

07:34 Uhr | Inzidenz in Mitteldeutschland unter 150

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern ist das erste Mal seit Wochen in Mitteldeutschland wieder unter den Wert von 150 gesunken und lag am Dienstag bei 149. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts hervor. In Sachsen lag die Inzidenz bei 135, in Sachsen-Anhalt bei 160 und in Thüringen bei 166. In ganz Deutschland bei 94.

Die Gesundheitsämter meldeten laut Risklayer am Montag insgesamt 6.657 neue Corona-Infektionen in Deutschland.

07:13 Uhr | Russischer Impfstoffhersteller sondiert Produktion in Sachsen-Anhalt

Der Entwickler des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" hat Kontakt zum Pharmahersteller IDT Biologika in Sachsen-Anhalt aufgenommen. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium MDR AKTUELL. Zum Inhalt der vertraulichen Gespräche gibt es keine Informationen. Russland bemüht sich derzeit um eine EU-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff und sucht nach Kooperationspartnern für die Herstellung.

06:51 Uhr | Handelsverband fordert Öffnungsperspektive von Altmaier

Der Handelsverband Deutschland warnt vor einem noch längeren Lockdown ohne Öffnungsperspektive für den Einzelhandel. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dringt der Verband auf eine realistische Ansage von Bund und Ländern, wann und unter welchen Bedingungen die Geschäfte wieder öffnen dürften. Der HDE reagiert damit auf eine Aussage Altmaiers über anhaltende Schließungen. Der CDU-Politiker hatte erklärt, selbst bei einem Inzidenzwert unter 50 könne der Lockdown möglicherweise noch einmal verlängert werden.

06:49 Uhr | Impfgipfel: Patientenschützer sehen unzureichende Ergebnisse

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Resultate des gestrigen Impfgipfels zur Corona-Panemie als unzureichend kritisiert. Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte den Funke-Medien, die Konferenz sei die Steigerung des Unverbindlichen gewesen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund betonte hingegen, es gebe nun mehr Informationen über Impfstoff-Lieferungen. Es sei ein positives Signal, dass bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot gemacht werden könne.

06:00 Uhr | Der Ticker am Dienstag, 2. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Februar 2021 | 07:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland