Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Olympische Spiele in Japan ohne Zuschauer

Die Olympischen Spiele in Japan finden nun doch ohne Zuschauer statt. Auch Genesene können sich jetzt den digitalen Impfnachweis in einer Apotheke ausstellen lassen. Bislang sind weltweit etwa vier Millionen Menschen am Coronavirus gestorben. Die Kommunen in Deutschland beklagen Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie und einen Rückblick auf die vergangenen Tage finde Sie in unserem Coronavirus-Ticker.

Das Maskottchen der Olympischen Spiele 2020 in Tokio, Miraitowa
Keine Zuschauer bei den Olympischen Spielen Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Unser Ticker am Donnerstag, 8. Juli 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:34 Uhr | WHO warnt vor Kastrastrophe in Afrika

Angesichts steigender Infektionszahlen in Afrika warnt die WHO vor einer wachsenden Gefahr.

Afrika habe gerade die bisher schlimmste Pandemie-Woche hinter sich und die dritte Welle gewinne immer mehr an Fahrt. Bislang sind nur zwei Prozent der Afrikaner komplett geimpft.

Südafrika ist das am stärksten betroffene Land in Afrika, wo die täglichen Neuinfektionen am Wochenende mit 26.000 Fällen einen neuen Höchstwert erreichten. Tunesien klagt angesichts von Rekordzahlen über eine "katastrophale" Gesundheitssituation. "Das Gesundheitssystem ist leider zusammengebrochen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

20:20 Uhr | Stiko gibt Empfehlung für Kreuzimpfung

Rund eine Woche nach der Ankündigung hat die Ständige Impfkommission Stiko ihre ausführliche Covid-19-Impfempfehlung mit Änderungen in Hinblick auf Kreuzimpfungen veröffentlicht. Darin enthalten ist die Entscheidung, auch für Menschen ab 60 Jahren nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca die Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna zu empfehlen.

Vergangene Woche hatte das Gremium überraschend mitgeteilt, dass mit Astrazeneca Erstgeimpfte nach seiner Einschätzung als zweite Dosis bereits nach mindestens vier Wochen einen mRNA-Impfstoff erhalten sollten. Hintergrund ist die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante, gegen die vollständige Impfungen als besonders wichtig gelten.

19:45 Uhr | Portugal zieht die Zügel an

Portugal verlangt künftig für Hotelübernachtungen einen negativen Coronatest, eine vollständige Impfung oder eine Genesung. Freitagabends und an Wochenenden sind diese Nachweise nach Angaben der Regierung auch für Restaurantbesuche im Innenbereich von 60 Stadtbezirken - darunter Lissabon und Porto - nötig. Ein nächtliches Ausgangsverbot wurde auf weitere Teile des Landes ausgeweitet. In Portugal sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen wieder stetig gestiegen.

19:33 Uhr | Virologe Kekulé gegen "Schrotschuss" bei Luftfiltern

Der Virologe Alexander Kekulé sieht den geplanten Einsatz von Luftfiltern in Schulen gegen das Coronavirus skeptisch. Kekulé sagte MDR AKTUELL: "Vom Konzept her ist es möglich, dass Luftfilter etwas bringen. Allerdings nur in bestimmten Settings." Entscheidend sei unter anderem, welche Filteranlage genutzt werde und wo diese stehe. All diese Dinge seien für die Klassenzimmer nicht untersucht worden. Trotzdem baue man jetzt verschiedene Geräte in den Schulen ein. Er sei dagegen, einen Schrotschuss zu machen, der dann nur der Industrie helfe, die die Luftfilter herstelle. Die Bundesregierung finanziert seit kurzem den Einbau fester Filteranlagen in Klassenzimmern für Kindern bis 12 Jahre.

18:51 Uhr | Corona-Tote in den USA meist ungeimpft

In den USA sterben fast ausschließlich Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, die keinen Impfschutz haben. Das teilte die Direktorin der US-Seuchenbehörde CDC, Rochelle Walensky, mit. Auch bei den Covid-19-Fällen ergebe sich ein entsprechendes Bild. In der vergangenen Woche sei die Zahl um elf Prozent gestiegen. 93 Prozent der Fälle seien in Countys aufgetreten, in denen die Impfrate bei unter 40 Prozent liege.

17:58 Uhr | Mobile Luftfilter reichen nicht aus

Ein Luftfiltergerät steht in einem Klassenzimmer
Mobiler Luftfilter in einem Klassenzimmer Bildrechte: dpa

Mobile Luftfilter in Klassenräumen sind nach einer Studie der Uni Stuttgart nur begrenzt wirksam. Die Experten sprechen sich dagegen aus, derartige Geräte für alle Schulen anzuschaffen. Sinnvoll sei der Einsatz gegen das Coronavirus aber in Klassenräumen, die zu kleine oder zu wenige Fenster hätten. Die Wissenschaftler hatten für die Analyse ein halbes Jahr lang an zehn Schulen die Wirkung der Filter gemessen und warnen nun, die Geräte seien kein Ersatz für das Stoßlüften in Pausen sowie andere Maßnahmen wie das Tragen von Masken und das Testen.   

17:33 Uhr | Mehr als 1.000 Corona-Tote in Thüringen

In Thüringen sind im vergangenen Jahr 1.037 Menschen nach Angaben des Landesamtes für Statistik am Coronavirus gestorben. Somit war das Virus ursächlich für 3,4 Prozent der Sterbefälle. Fast 70 Prozent dieser Fälle habe es im Dezember gegeben. Bei weiteren 370 Todesfällen wurde Covid-19 als sogenannte Begleiterkrankung angegeben.

16:28 Uhr | Deutsche Hilfslieferungen in Namibia angekommen

In Namibias Hauptstadt Windhuk sind am Donnerstag 70 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland eingetroffen. An Bord eines Frachtflugzeuges vom Typ Antonov An-225 befanden sich 500.000 FFP2-Masken, 60.000 Krankenhausbetten sowie 300.000 Schutzhandschuhe aus Bundeswehrbeständen. Staatsministerin Michelle Müntefering kündigte an, medizinisches Material im Wert von rund 11 Millionen für Namibia bereitzustellen, darunter auch Beatmungstechnik. Die Maschine war vom Flughafen Leipzig/Halle aus gestartet.

Namibia mit knapp 2,5 Millionen Einwohnern hat bisher offiziell rund 97.100 Corona-Infektionen und 1.662 Todesfälle registriert.

Das weltgröߟte Frachtflugzeug, eine Antonow 225, landet mit Schutzmasken an Bord auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Eine Antonov 225 auf dem Flughafen Leipzig/Halle Bildrechte: dpa

15:17 Uhr | Olympische Spiele ohne Zuschauer

Japan schließt bei den Olympischen Spielen in der Hauptstadt Tokio nun doch alle Zuschauer aus.

Menschen laufen über eine Straße in Tokio
Corona in Tokio Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Das gaben die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee bekannt. Zuvor waren zumindest einheimische Zuschauer zugelassen. Ausländischen Sportfans war die Einreise bereits untersagt.

Hintergrund ist der zwei Wochen vor Beginn der Spiele verhängte Corona-Notstand in Tokio. Ministerpräsident Yoshihide Suga teilte mit, die Maßnahme werde von kommendem Montag zunächst bis 22. August gelten. Die Bürger sollen möglichst zuhause bleiben, Restaurants und Bars sollen keinen Alkohol ausschenken.

14:05 Uhr | Digitale Corona-Impfnachweise auch für Genesene in Apotheken

Wer von Covid-19 genesen ist, kann sich ab sofort auch einen digitalen Impfnachweis in einer Apotheke ausstellen lassen. Wie der Deutsche Apothekerverband in Berlin mitteilte, ist dafür nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden. Vorsitzender Thomas Dittrich, sagte, über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es bislang technisch noch nicht möglich gewesen.

Um den digitalen Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy zu bekommen, müssten Genesene drei Dokumente in der Apotheke vorlegen: einen Ausweis mit Foto, den Nachweis eines positiven PCR-Tests und den Nachweis über die einmalige Impfung, etwa im gelben Impfbuch. Dittrich zufolge gibt es in Deutschland mehr als 3,7 Millionen Genesene, von denen viele zwischenzeitlich geimpft sind. Ihnen könne das Impfzertifikat helfen, den Sommer und die Urlaubszeit unbeschwerter zu genießen.

13:08 Uhr | Italiens Staatspräsident reist für EM-Finale nach London

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella will am Sonntag zum Finale der Europameisterschaft zwischen Italien und England nach London reisen. Die italienische Mannschaft spielt im Wembley-Stadion um den Titel und damit um ihren zweiten EM-Triumph nach 1968. Der italienische Fußballverband teilte mit, dass 1.000 Fans aus Italien zum Finale nach England reisen dürfen. Sie müssen demnach aber bestimmte Charterflüge für die Anreise nutzen, einen negativen PCR-Test vorlegen und bei ihrer Rückkehr nach Italien fünf Tage in Quarantäne. Die britischen Behörden hatten bereits zuvor erlaubt, dass jeweils 1.000 Fans der Finalteilnehmer einreisen dürfen.

13:04 Uhr | Kein erhöhtes Risiko bei Corona-Testkonzert in Paris

Ein Corona-Testkonzert mit fast 4.000 Menschen in Paris hat kein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben. Das teilte eine Pariser Krankenhausgesellschaft mit, die die Daten ausgewertet hat. Nach ihren Angaben sind die Ansteckungen unter den Konzertbesuchern ähnlich hoch gewesen wie bei einer Vergleichsgruppe, die nicht teilgenommen hatte.

Als Besucher des Test-Konzerts waren nur 18- bis 45-Jährige ohne Vorerkrankungen zugelassen. Sie mussten während der Veranstaltung Masken tragen, Abstände wurden dagegen nicht eingehalten. Vergleichbare Test-Veranstaltungen in Spanien und Großbritannien hatten ebenfalls kein erhöhtes Infektionsrisiko ergeben.

12:31 Uhr | Kontrolle: Fehler in jeder zweiten Krankenhausabrechnung

Prüfer der Medizinischen Dienste haben im vergangenen Jahr jede zweite von ihnen kontrollierte Krankenhausabrechnung beanstandet. Der Geschäftsführer des Bundesverbands der regionalen Medizinischen Dienste, Stefan Gronemeyer, sagte in Berlin, coronabedingt seien zur Entlastung der Kliniken mit 1,9 Millionen Prüfungen etwa ein Drittel weniger erfolgt als im Vorjahr. Am Gesamtergebnis habe sich aber nichts geändert.

Vertreter der Dienste betonten, dass sich die Beanstandungsquote nur auf die tatsächlich geprüften Abrechnungen beziehe. Der Großteil sei als richtig festgestellt worden, hieß es. Beanstandete Abrechnungen führen zu Rückerstattungsansprüchen der Krankenkassen gegen die Kliniken. Krankenkassen konnten wegen der Pandemie maximal fünf Prozent aller Abrechnungen prüfen lassen.

12:09 Uhr | Zypern bekommt 1,2 Milliarden Euro Corona-Hilfe

Zypern erhält EU-Corona-Hilfen von rund 1,2 Milliarden Euro. Das teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Nikosia mit. Eine Milliarde Euro seien Zuschüsse, bei 230 Millionen Euro handele es sich um günstige Kredite. Große Teile des Geldes würden für die Infrastruktur, den Klimaschutz, die Digitalisierung und die Verbindung Zyperns mit dem europäischen Festland eingesetzt. Die ersten 130 Millionen Euro sollen bis Ende Juli überwiesen werden. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiadis sagte, es sei ein historischer Tag.

11:47 Uhr | Rudolstädter Vogelschießen erneut abgesagt

Das Rudolstädter Vogelschießen findet auch in diesem Jahr nicht statt. Es sei aus finanziellen und organisatorischen Gründen unmöglich, das Volksfest zu organisieren, teilte die Stadt mit Verweis auf die aktuellen Corona-Regeln mit. Bürgermeister Jörg Reichl sagte, man habe bis zum Schluss gehofft, das Vogelschießen abhalten zu können. Volksfestleiter Frank Grünert sagte, die Stadt habe das Traditionsfest "voller Lust und Zuversicht" mit Hygiene- und Sicherheitskonzept geplant. Die strengen Regeln würden dem Format und der Marke des Rudolstädter Vogelschießens aber nicht gerecht. Grünert verwies unter anderem auf stark begrenzte Besucherzahlen und "enorme" Sicherheitsauflagen.

Das Rudolstädter Vogelschießen gibt es seit 1722. Im kommenden Jahr feiert es 300-jähriges Jubiläum. Bei der letzten Auflage 2019 lockte der Rummel etwa eine halbe Millionen Besucher nach Rudolstadt.

10:32 Uhr | Britische Experten fordern Verschiebung von Lockerungen

In einem offenen Brief haben 122 Wissenschaftler und Mediziner die Corona-Öffnungspolitik der britischen Regierung als "gefährliches und skrupelloses Experiment" kritisiert. Wenn sich das Virus dank der geplanten Lockerungen weiter ausbreite, würden Millionen Menschen infiziert. Es bestehe die Gefahr, dass eine Generation mit chronischen Gesundheitsproblemen und Behinderungen zurückbleibe, deren persönliche und wirtschaftliche Auswirkungen noch über Jahrzehnte spürbar sein könnte. In dem vom Fachjournal "The Lancet" veröffentlichten Brief fordern die Experten, dass die für den 19. Juli geplanten Lockerungen verschoben werden.

Die britische Regierung plant, im größten Landesteil England alle verbliebenen Corona-Regeln aufzuheben. Dann sollen auch Nachtclubs wieder öffnen, für Veranstaltungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung mehr. Die endgültige Entscheidung soll am 12. Juli getroffen werden.

09:20 Uhr | Impfen ohne Termin startet heute auch in Dresden

Ab heute ist es auch im Dresdner Impfzentrum möglich, sich ohne Termin impfen zu lassen. Wie das Deutsche Rote Kreuz erklärte, kann aber auch weiterhin online eine feste Zeit vereinbart werden. Großes Interesse an einem Impftermin hätten zunehmend Schüler. Bereits seit gestern sind nach Angaben des Sozialministeriums Impfungen ohne Termin in allen anderen Impfzentren in Sachsen möglich – ausgenommen das temporäre Impfzentrum Grimma.

Theoretisch kann der Impfstoff gewählt werden. Ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes sagte MDR SACHSEN, es gebe allerdings nur von den Herstellern Biontech/Pfizer und Moderna genügend Impfdosen. Von Johnson & Johnson dagegen stünden nur geringe Mengen zur Verfügung. Daher könnte es passieren, dass der Wunsch nach diesem Impfstoff in einigen Zentren nicht erfüllt werden kann.

08:50 Uhr | Frankreich rät von Reisen nach Spanien und Portugal ab

Die französische Regierung hat den Menschen in Frankreich von Reisen nach Spanien und Portugal in den Sommerferien abgeraten. Der Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, Clement Beaune, sagte im Fernsehen, Grund sei das Risiko durch die hoch ansteckende Delta-Variante. Erst gestern hatte Spanien Gesundheitsministerin Carolina Darias vor allem junge Spanier zur Vorsicht aufgerufen. Sie sagte, die Mehrheit der jüngsten Corona-Infektionen sei auf Studentenpartys zum Ende der Vorlesungszeit zurückzuführen. In den vergangenen 14 Tagen hat sich die Inzidenz in Spanien von 117 auf 252 mehr als verdoppelt.

In Deutschland hatte Bundesaußenminister Heiko Maas vor zwei Tagen erklärt, dass er die Lage in Spanien derzeit nicht für besorgniserregend halte. Das Auswärtige Amt rät unterdessen von nicht notwendigen, touristischen Reisen in weite Teile Spaniens und nach Portugal ab. Portugal ist außerdem noch als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

07:21 Uhr | Vier Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als vier Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Außerdem gibt es bislang rund 185 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwochabend hervor. Damit ist die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von knapp drei Monaten von drei auf vier Millionen angestiegen. Mit etwa 605.000 Toten wurden die meisten Fälle in absoluten Zahlen aus den USA gemeldet. In Deutschland waren nach den Johns-Hopkins-Daten bislang gut 91.000 Corona-Tote zu beklagen.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach deren Angaben gab es bisher 3,98 Millionen bestätigte Todesfälle und knapp 184 Millionen bekannte Infektionen.

Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen aber von einer noch höheren Dunkelziffer aus. So kommt eine Gesundheitsstudie der Universitätsmedizin Mainz zu dem Ergebnis, dass in Deutschland 42 Prozent der Betroffenen nichts von ihrer Infektion wussten. Hochrechnungen der Forscher zufolge waren damit bereits rund 6,3 Prozent der Bevölkerung im Verlauf der Pandemie infiziert – deutlich mehr als bislang vom Robert Koch-Institut vermutet.

06:38 Uhr | Ausnahmezustand für Tokio verlängert

Japan will den Ausnahmezustand für den Olympia-Austragungsort Tokio bis zum 22. August verlängern, um eine neue Welle von Coronavirus-Infektionen einzudämmen. Wie Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura bestätigte, soll der Ausnahmezustand in Tokio am 12. Juli beginnen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei am Mittwoch auf 920 gestiegen, der höchste Stand seit Mitte Mai.

Im Moment werde außerdem erwägt, alle Zuschauer von den in zwei Wochen beginnenden Olympischen Spielen auszuschließen. Dazu berät heute die japanische Regierung zusammen mit den Organisatoren, der Stadtverwaltung sowie dem heute in Tokio eingetroffenen IOC-Präsidenten Thomas Bach und dem Paralympischen Komitee.

06:21 Uhr | Kommunen fehlen Milliarden an Steuern

Wegen der Corona-Pandemie müssen die Kommunen Steuerausfälle in Milliardenhöhe verkraften. Die Chef-Ökonomin der KfW-Förderbank, Fritzi Köhler-Geib, sagte MDR AKTUELL, Corona habe die Kommunal-Finanzen empfindlich getroffen. 80 Prozent der Städte und Gemeinden rechneten mit sinkenden Steuereinnahmen. Den Kommunen drohe ein Long-Covid. Der Städte- und Gemeindetag bezifferte die Ausfälle bei der Gewerbesteuer in diesem und im kommenden Jahr mit elf Milliarden Euro.

Die Auswirkungen zeigen sich auch in Mitteldeutschland. In Magdeburg zum Beispiel klafft ein Haushaltsloch von 30 Millionen Euro, so dass die Stadt geplante Investitionen wie neue Schulen zurückstellen muss.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 8. Juli

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, epd, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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