Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: EU und Großbritannien erkennen Corona-Zertifikate gegenseitig an

Nachweise über Impfung, Genesung oder negativen Test können bald in der EU und in Großbritannien gleichermaßen genutzt werden. Der Virologe Kekulé drängt auf eine schnellere Herstellung von Delta-Impfstoffen. Auf einem Donau-Kreuzfahrtschiff hat ein Corona-Ausbruch für ein vorzeitiges Ende der Reise gesorgt. Die Passagiere werden nach Leipzig gebracht. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft
EU-weit werden Nachweise zu Impfung, Genesung und Test bereits anerkannt – künftig gelten die Nachweise auch in Großbritannien. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 28. Oktober 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:41 Uhr | Experten warnen vor gefälschten Impfpässen

Die Belastung der Krankenhäuser durch Covid-19 nimmt wieder deutlich zu. Zu einem Umdenken bei Impf-Verweigerern dürfte das jedoch nicht führen, wie unter anderem eine neue Studie des Gesundheitsministeriums zeigt. Zugleich sehen Experten ein zunehmendes Problem durch gefälschte Impfpässe.

22:20 Uhr | Corona-Lage in Rumänien verschärft sich drastisch

Die Covid-19-Situation in Rumänien hat sich in den letzten Wochen stark verschärft. Mehr als 400 Menschen sterben dort mittlerweile täglich an der Krankheit. Doch auch abseits der Todeszahlen ist die Belastung enorm.

20:54 Uhr | Besucherstopp in ersten Kliniken

In der Oberlausitz verhängen erste Krankenhäuser wieder einen Besucherstopp. Wie das Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mitteilte, dürfen in seinen Kliniken in Zittau, Ebersbach-Neugersdorf und Weißwasser Patienten ab Freitag nur in Ausnahmefällen besucht werden. Dazu gehöre die Begleitung von Sterbenden und Schwerstkranken oder der Besuch von Kindern und Jugendlichen sowie die Begleitung Schwangerer bei der Entbindung.

Andere Krankenhäuser setzen trotz zunehmender Corona-Fälle auf die 3G-Regeln oder geringere Besucherzahlen.

19:46 Uhr | Ermittlungen gegen Erfurterin nach Ansteckungs-Versuch

In einem Erfurter Krankenhaus hat eine Corona-Patientin versucht, andere Menschen anzustecken. Laut Polizei hustete die 36-Jährige absichtlich mehreren Personen ins Gesicht. Gegen die Frau wird wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

19:10 Uhr | Landkreis Wittenberg muss Impfstoff entsorgen

Der Landkreis Wittenberg entsorgt wegen geringer Nachfrage täglich ungenutzte Corona-Impfdosen. Das zuständige Landratsamt erklärte, bei jedem der vier Impfteams fielen pro Tag bis zu fünf Dosen an, die nicht verimpft werden könnten. Es mangele an Impfwilligen.

Es sei schwierig, den genauen Bedarf zu ermitteln. Die Fläschchen müssen aber innerhalb von sechs Stunden nach Anbruch verbraucht werden. Der Landkreis impft ohne Termin.

18:32 Uhr | WHO fordert von G20 mehr Geld für Corona-Bekämpfung

Die Weltgesundheitsorganisation fordert von den Industrie- und Schwellenländern mehr Geld für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in den ärmsten Staaten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Genf, das sei ein Gebot der globalen Gesundheitssicherheit. Die Finanzierung solle beim G20-Gipfel am Wochenende in Rom zugesagt werden. Nach eigenen Angaben braucht die WHO in den kommenden zwölf Monaten umgerechnet über 20 Milliarden Euro. Damit sollten die am stärksten gefährdeten Länder bei Beschaffung und Einsatz von Ressourcen gegen Covid unterstützt werden. Dadurch könnten weltweit mindestens fünf Millionen neue Todesfälle verhindert werden.

17:49 Uhr | Bundeswehr unterstützt wieder Jena und Kyffhäuserkreis

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen holen sich die Stadt Jena und der Kyffhäuserkreis erneut Hilfe von der Bundeswehr. Den Angaben zufolge sollen die Soldaten die Gesundheitsämter beim Pandemie-Management unterstützen. Das betrifft vor allem die Ermittlung von Kontaktpersonen Corona-Infizierter.

17:36 Uhr Update | Kreuzfahrtschiff bricht Donau-Reise wegen Corona-Ausbruch ab

Für knapp 140 Passagiere eines Fluss-Kreuzfahrtschiffs aus Deutschland ist die Reise auf der Donau wegen eines Corona-Ausbruchs an Bord abrupt zu Ende gegangen. Bei einem Stopp in Wien waren rund 80 Gäste nach Angaben des medizinischen Krisenstabs der Stadt positiv auf das Virus getestet worden. Das an einer Schleuse liegende Schiff wurde unter Quarantäne gestellt. Am Donnerstag waren alle Passagiere dem Krisenstab zufolge in vier Bussen wieder auf dem Weg nach Leipzig. Dort sollen sie nach Angaben des Reiseunternehmens am Abend ankommen.

Die Stadt Leipzig erklärte auf MDR-Anfrage, das Gesundheitsamt sei am Morgen von der Landesuntersuchungsanstalt informiert worden. Demnach blieben zwei ungeimpfte, positiv getestete Personen in Quarantäne in Rumänien, wo die Donaufahrt gestartet war. Die übrigen 137 Passagiere seien in vier Reisebussen auf dem Weg nach Leipzig: zwei Busse für positiv Getestete, ein Bus für negativ Getestete und ein Bus mit positiv getesteten Personen und deren negativ getesteten Angehörigen.

Insgesamt seien 22 der 139 Passagiere aus Leipzig, hieß es. Das Gesundheitsamt habe die Kontaktdaten der Reisenden, Hinweise zum Impfstatus und zum Teil die positiven Testergebnisse. Die Informationen würden an die zuständigen Gesundheitsämter der jeweiligen Wohnorte weitergeleitet.

17:01 Uhr | EU und Großbritannien erkennen Corona-Zertifikate gegenseitig an

Menschen aus der EU können mit ihrem Covid-Zertifikat bald auch in Großbritannien eine Impfung, einen Test oder eine Genesung nachweisen. Die EU-Kommission teilte mit, man habe sich mit London darauf geeinigt, die Nachweise der jeweiligen Gegenseite zu akzeptieren. Der Beschluss solle am Freitag in Kraft treten. Eine ähnliche Vereinbarung sei mit Armenien getroffen worden.

16:43 Uhr | Ethiker Dabrock erschüttert über Impfverweigerer

Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, zeigt sich erschüttert über die Ergebnisse einer Umfrage, wonach sich die meisten Corona-Impfverweigerer kaum noch umstimmen lassen.

Der Theologieprofessor sagte MDR AKTUELL, er habe gehofft, dass die relativ hohe Zahl der freiwillig Ungeimpften sehr viele Menschen einschließe, die einfach nur impf-faul seien. Die Forsa-Umfrage habe ihn eines Schlechteren belehrt.

Dabrock warf den Verweigerern vor, die Solidarität mit Kindern oder Älteren ohne Booster-Impfung aufzukündigen. Zugleich machte er Fehler der Bundesregierung mitverantwortlich für die Lage. Schon Ende Juli, Anfang August sei ein deutliches Abflachen der Impfkurve absehbar gewesen. Die Politik habe darauf aber nicht reagiert und sei vorhandenen Ängsten bei den Bürgern nicht aktiv entgegengetreten.

16:34 Uhr | Virologe Kekulé fordert Druck auf Politik für Delta-Impfstoff

Der Virologe Alexander Kekulé fordert die Politik auf, Druck auf die Hersteller bezüglich neuer Corona-Impfstoffe zu machen. Er sagte MDR AKTUELL, die herkömmlichen Impfstoffe seien gegen die Delta-Variante weniger wirksam. Wegen solcher neuen Virus-Varianten hätten die Hersteller ursprünglich angekündigt, neue Impfstoffe auf den Markt zu bringen. Diese sind Kekulé zufolge schon entwickelt, hätten aber noch nicht die klinische Prüfung durchlaufen. Die Pharmaunternehmen profitierten mehr davon, die alten Impfstoffe zu verimpfen. Kekulé sprach sich für eine Auffrischungsimpfung für Menschen ab 60 Jahren aus. Die Ständige Impfkommisison empfiehlt das derzeit erst ab 70 Jahren.

16:25 Uhr | Londoner gedenken Corona-Toten mit Gedenkmauer

Im Vereinigten Königreich haben Angehörige von Corona-Opfern eine Gedenkmauer in London initiiert. Ein Herz für jeden Verstorbenen an Covid-19 sind darauf gemalt. Inzwischen sind es fast 150.000.

14:08 Uhr | USA bestellen weitere 50 Millionen Biontech-Kinder-Impfdosen

Die USA haben bei Biontech und Pfizer weitere 50 Millionen Impfdosen für Kinder bestellt. Die US-Regierung hat sich damit insgesamt seit Beginn der Pandemie 600 Millionen Impfdosen bei den Unternehmen gesichert. Die bestellten Kinderimpfdosen können voraussichtlich bis Ende April nächsten Jahres geliefert werden. "Diese Liefervereinbarung wird dazu beitragen, allen Kindern unter zwölf Jahren in den Vereinigten Staaten ein Impfangebot zu machen", sagte Biontech-Chef Ugur Sahin.

13:59 Uhr | Corona belastet Ausbildungsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt entwickelt sich dank kräftiger Herbstbelebung auch weiterhin positiv. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, ist der Ausbildungsmarkt jedoch weiterhin von "großen Herausforderungen" infolge der Corona-Pandemie geprägt. In den beiden Monaten September und Oktober wurden den Arbeitsagenturen sowie den Jobcentern demnach 511.300 Ausbildungsstellen gemeldet – 19.000 weniger als im Vorjahr.

13:25 Uhr | Russland meldet weiteren Rekordstand an Toten und Neuansteckungen

Erneut hat Russland einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus und an Todesopfern durch die Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden mehr als 40.000 Neuinfektionen und 1.159 Todesopfer registriert, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. In der Hauptstadt Moskau schlossen alle nicht zur Grundversorgung nötigen Geschäfte sowie Schulen, Kindergärten, Restaurants und Kultur- sowie Sporteinrichtungen für elf Tage. Nur der Verkauf von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern ist ausgenommen.

Landesweit sollen von diesem Samstag an arbeitsfreie Tage gelten. Präsident Wladimir Putin hatte verfügt, dass der Lohn in dieser Zeit weitergezahlt werde. Das gilt aber hauptsächlich für den öffentlichen Dienst. Medien hatten zuletzt berichtet, dass Russen massenhaft in den Urlaub ins Ausland fliegen wollten, etwa nach Ägypten.

13:17 Uhr | FDP: Können Pandemie nur "wegimpfen"

Die FDP verteidigt die Vereinbarung der Ampel-Parteien, die epidemische Lage von nationaler Tragweite zu beenden. Es drohe keine systemische Überlastung des Gesundheitssystems mehr, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Trotzdem gehen von Corona weiter Gefahren aus. Aber die sind mit milderen Mitteln beherrschbar." Auf die Frage, warum Impfen wichtig bleibe, sagt Buschmann, "weil wir die Pandemie nur wegimpfen können. Anders geht es nicht".

11:48 Uhr | Verein von Kritikern der Corona-Maßnahmen ist nicht gemeinnützig

Ein Verein, der im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen auf das im Grundgesetz verankerte Widerstandsrecht verweist und Politikern eine Abhängigkeit "von anderen Mächten" unterstellt, ist nicht mehr gemeinnützig. Das stellte der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss klar. Von zulässigen Satzungszielen sei dies nicht mehr gedeckt. (Az: V B 25/21 (AdV)) Der klagende und nun unterlegene Verein hatte sich in seiner Satzung "die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens" sowie "die Förderung des allgemeinen demokratischen Staatswesens" auf die Fahnen geschrieben. Unter anderem auf seinen Internetseiten stellte er die Wirksamkeit von Masken infrage und forderte einen Stopp sämtlicher Coronamaßnahmen.

10:57 Uhr | NRW schafft Maskenpflicht an Schulen ab

In Nordrhein-Westfalen müssen Schülerinnen und Schüler im Unterricht bald keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Die Maskenpflicht auf den Sitzplätzen im Klassenraum werde zum 2. November abgeschafft. Das teilte das NRW-Schulministerium mit. Im übrigen Schulgebäude bestehe die Maskenpflicht weiterhin.

09:35 Uhr | Rund 2.700 Corona-Infektionen nach doppelter Impfung in Thüringen

In Thüringen haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 2.712 Menschen nach vollständiger Impfung mit dem Coronavirus infiziert und Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufgewiesen. Das entspreche einem Anteil von 0,2 Prozent der knapp 1,26 Millionen Menschen in Thüringen mit bis zum 12. Oktober abgeschlossener Covid-Impfserie, teilte das Ministerium auf dpa-Anfrage mit. Die sogenannten Impfdurchbrüche häuften sich seit Herbst. Als Impfdurchbruch gilt laut Ministerium nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts eine Corona-Infektion mit klinischen Symptomen von Covid-19 ab 14 Tage nach der zweiten Impfung. Ansteckungen vollständig Geimpfter, die keinerlei Symptome aufweisen, fallen laut Ministerium nicht darunter.

07:55 Uhr | Steigende Zahlen auch in den USA

Auch in den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen rasant. Binnen eines Tages haben sich mehr als 117.000 mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um mindestens 2018 auf 743.903.

06:55 Uhr | RKI meldet mehr als 28.000 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut meldet am Morgen 28.037 neue Positiv-Tests. Das sind 11.960 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 16.077 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt sprunghaft auf 130,2 von 118,0 am Vortag. 126 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Nach den aktuelleren Daten des Risklayer-Projekts in Karlsruhe liegt die Wocheninzidenz bundesweit bei 131,5. Das Institut meldete am Dienstagabend 152 Todesfälle sowie 26.171 neue Coronavirus-Fälle in Deutschland. Das sind 40,4 % mehr im Vergleich zur Vorwoche. Die Neuinfektionen schießen insbesondere in Sachsen und Thüringen in die Höhe. Risklayer zufolge liegt seit die landesweite Inzidenz in Sachsen seit gestern mit 258 bundesweit am höchsten, vor der in Thüringen mit 253. In den letzten zehn Tagen hat sich die Inzidenz in Sachsen mehr als verdoppelt. In Sachsen-Anhalt liegt die Inzidenz demnach derzeit bei 118, am 9. Oktober lag sie noch unter 50.

Die unterschiedlichen Zahlen von Risklayer und RKI ergeben sich aus einem Meldeverzug beim RKI. Risklayer recherchiert die Daten mittels teilweise automatisierter Verfahren selbst. Beim RKI melden die Kreise und Städte ihre Zahlen zunächst an das Land, von wo sie an das RKI weitergegeben werden. Dabei kann ein Verzug von bis zu 48 Stunden entstehen. So sammeln sich zu Anfang der Woche nicht gemeldete Fälle, was die ab Mitte der Woche oft deutlich höheren RKI-Zahlen erklärt.

06:49 Uhr | Neuseeland lockert Einreiseregeln

Neuseeland lockert ab dem 14. November erstmals seit Beginn der Pandemie seine Einreiseregeln. Jedoch dürfen weiterhin nur Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in dem Pazifikstaat ins Land kommen.

Eine Frau steht in ihrer Wohnung an einem Fenster.
Neuseeland verkürzt die Quarantäne-Zeit für einreisende Staatsbürger. Bildrechte: dpa

Statt 14 Tagen müssen sie demnächst nur noch sieben Tage in staatliche Quarantäne, bevor sie sich in eine dreitägige häusliche Isolation begeben. Weitere Lockerungen würden in Kraft treten, wenn 90 Prozent der Bevölkerung vollen Impfschutz gegen das Virus hätten, sagte der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Chris Hipkins, am Donnerstag. Bislang sind 72 Prozent der fünf Millionen Einwohner vollständig geimpft.

06:43 Uhr | Leipziger Mediziner spricht sich für breiteres Testangebot aus

Der Leiter des Diagnostik-Labors am Leipziger Sankt Georg Krankenhaus, Stephan Borte, hält Corona-Tests weiter für sinnvoll. Borte sagte MDR AKTUELL, es sollten möglichst viele niederschwellige Test-Angebote geschaffen werden. Auch Geimpfte könnten sich schließlich infizieren. Borte sprach sich auch dafür aus, dass es perspektivisch mehrere Test-Konzepte gleichzeitig gibt. Neben Viren-Tests sollten auch Analysen der Abwässer oder Pool-Testungen durchgeführt werden. Seit etwas mehr als zwei Wochen sind Corona-Test nicht mehr für alle kostenlos. Gratis bleiben sie nur für die Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

06:30 Uhr | Studie: Ungeimpfte lassen sich meist nicht überzeugen

Die große Mehrheit der Ungeimpften wird sich voraussichtlich nicht mehr von einer Impfung gegen das Coronavirus überzeugen lassen. Das geht laut "Redaktionsnetzwerk Deutschland" aus einer Befragung von Ungeimpften im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach gaben 65 Prozent der rund 3.000 Teilnehmer an, sich auf keinen Fall in den nächsten zwei Monaten impfen zu lassen. 23 Prozent tendierten zu "eher nein". Lediglich zwei Prozent wollten sich "auf jeden Fall" impfen lassen. Als Gründe für die Ablehnung wurde vor allem genannt, dass die Impfstoffe zu wenig erprobt seien und man Impfschäden und Langzeitfolgen befürchte.

06:15 Uhr | DKG warnt vor Auslastung der Intensivstationen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wächst abermals die Sorge vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnt wegen steigender Corona-Zahlen vor einer hohen Auslastung der Intensivstationen, durch die erneut nicht dringend notwendige Operationen verschoben werden müssen. Die DKG sieht eine "kritische Situation der Pandemie".

Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen, sagt Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. So seien knapp 40 Prozent mehr Patienten auf der Normalstation als noch vor einer Woche. Auf den Intensivstationen seien es 15 Prozent mehr. Auch wenn die Krankenhäuser dies leisten können, werde es nicht ohne Einschränkung des Regelbetriebs ablaufen. Dann müssten die Mediziner in den Kliniken wieder planbare, weniger dringliche Behandlungen verschieben.

Auch nach Einschätzung des Weltärztebundes arbeiten das Pflegepersonal der Intensivstationen und die Ärzte längst am Anschlag. Wer sich jetzt nicht impfen lasse, obwohl er es machen könnte, riskiere sein Leben und das seiner Mitmenschen, sagt der Vorsitzende Frank Ulrich Montgomery der "Augsburger Allgemeinen".

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 28. Oktober 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

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