Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag

Ab morgen soll in Deutschland wieder mit Astrazeneca geimpft werden, nachdem die Arzneimittelbehörde EMA dem Impfstoff Sicherheit bescheinigte. Zuvor waren weitere Fälle der seltenen Nebenwirkung des Vakzins bekanntgeworden. Ein Gericht weist einen Eilantrag auf Impfung ab. Die Greizer Landrätin führt die hohe Inzidenz auf das Testen zurück. Die Mobilität in Deutschland sinkt wieder. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Ticker.

Eine Spritze wird mit dem Impfstoff AstraZeneca aufgezogen
Astrazenca soll auch in Deutschland wieder geimpft werden Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Unser Ticker am Donnerstag, 18. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:37 Uhr | Erstes Spiel mit Zuschauern im Profifußball

Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock darf am Sonnabend zum Spiel gegen den Halleschen FC 777 Zuschauer ins Stadion lassen. Das entschied die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern am Abend in einer Sondersitzung.

Die Zuschauer müssen in Rostock leben und Dauerkartenbesitzer sein oder von Hansa-Partnerfirmen kommen. Vor dem Stadion werden Schnelltests durchgeführt, auf den Rängen herrscht Masken- und Abstandspflicht. Zudem müssen die Besucher die Luca-App zur Kontaktverfolgung nutzen. Die Begegnung wird das erste Spiel mit Zuschauern im deutschen Profi-Fußball seit dem 1. November 2020 sein.

20:40 Uhr | Alle Impftermine in Thüringen finden statt

Kurz nach der Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn hieß es bereits aus Erfurt, alle für Freitag geplanten Impftermine fänden statt - in Thüringen werde wieder mit dem Mittel von Astrazeneca geimpft. Die Kassenärztliche Vereinigung wolle noch am Abend alle Menschen mit Impftermin darüber informieren, dass sie diesen wahrnehmen können. Ab 7:30 Uhr gehe es in den überregionalen Impfzentren in Erfurt und Gera wieder los. Die ausgefallenen Termine werden nach Ministeriumsangaben nachgeholt.

20:10 Uhr | Impfungen mit Astrazeneca sollen Freitag weitergehen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Abend angekündigt, dass die Impfungen mit Astrazeneca bereits am Freitag im Laufe des Tages fortgesetzt werden sollen. Spahn sagte mit Blick auf die Entscheidung der EMA, der Impfstoff von Astrazeneca sei sicher, "die Analyse bestätigt uns in unserem Vorgehen, die Impfungen vorsorglich auszusetzen". Gegenüber den Impfwilligen bestehe bei einer staatlichen impfkamagne auch eine besondere Sorgfaltspflicht, so Spahn. Die Bürgerinnen und Bürger könnten darauf vertrauen, transparent informiert zu werden.

19:56 Uhr | Neuer Lockdown für Paris

Die leere Avenue des Champs-Elysees während der Ausgangssperre in Paris.
Neuer Lockdown in Paris Bildrechte: dpa

Wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen verhängt Frankreich einen neuen Lockdown über den Pariser Großraum und andere Landesteile. Dort müssen ab morgen um Mitternacht für einen Monat alle nicht unentbehrlichen Geschäfte schließen. Zudem gelten nach Angaben von Premierminister Jean Castex verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Betroffen seien unter anderem die Hauptstadtregion Ile de France und die an Belgien grenzende Region Hauts-de-France.

19:12 Uhr | Italien nimmt Astrazeneca-Impfungen wieder auf

Nach der Einsatzempfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll das Vakzin in Italien ab Freitag wieder verabreicht werden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Rom mit. Die EMA habe Zusammenhänge zwischen Fällen von Thrombose und dem Impfstoff ausgeschlossen und dem Präparat ein positives Verhältnis zwischen Nutzen und Risiko bestätigt. Den Plänen des Ministeriums zufolge werde die italienische Arzneimittelbehörde Aifa den Impfstopp aufheben, sobald der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA seine Auffassung ausgehändigt hat. Die Impfungen könnten dann ab Freitagnachmittag wieder anlaufen.

18:06 Uhr | Statement von Minister Spahn verzögert sich

Das im Anschluss an die Pressekonferenz der EMA zu Astrazeneca angekündigte Pressestatement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Am morgigen Freitag tritt der Minister aber gemeinsam mit dem RKI-Vizepräsidenten Lars Schaade und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor die Bundespressekonferenz.

17:40 Uhr | Impfstoffe wirksamer gegen Mutation als erwartet

Die Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca wirken einer Studie zufolge besser gegen die in Brasilien entdeckte Virus-Variante als zunächst angenommen. Die Universität Oxford teilte mit, bei der brasilianischen Variante P.1 erzielten die Impfstoffe eine ähnliche Wirkung wie bei der britischen Variante. Zunächst war man davon ausgegangen, dass die Variante aus Brasilien besonders starke Probleme verursachen könnte, wenn sie sich der Wirkung von Impfstoffen entzieht.

17:17 Uhr | EMA: Astrazeneca-Impfstoff ist sicher

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher. Das teilte die Behörde in Amsterdam mit. Es werde aber eine Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen.

16:24 Uhr | Aida Cruises will noch im März ablegen

Kreuzfahrtschiff AIDAmar läuft von der Ostsee kommend in den Seekanal von Warnemünde ein.
Die Kreuzfahrtriesen von Aida legen wieder ab (auf dem Bild die AIDAmar) Bildrechte: dpa

Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises unternimmt an diesem Sonnabend einen erneuten Versuch zur Wiederaufnahme seiner Reisen. Das Unternehmen teilte mit, für die AIDAperla heiße es um 22 Uhr in Las Palmas auf Gran Canaria "Leinen los". Das Schiff starte dann zu siebentägigen Fahrten rund um die Kanarischen Inseln.

Den Angaben zufolge gehören zum Gesundheits- und Hygienekonzept eine stark verringerte Passagierkapazität, ein verpflichtender PCR-Test vor der Anreise und die medizinische Betreuung inklusive Testkapazitäten an Bord. Landgänge seien nur im Rahmen von geführten Ausflügen möglich.

15:49 Uhr | Mehrere Landkreise schließen Schulen und Kitas

In den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau und Erzgebirge müssen ab Montag Kitas und Schulen schließen. Ausgenommen von der Regelung sind die Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge. Darauf haben sich Gesundheitsministerin Petra Köpping und Kultusminister Christian Piwarz nach Beratungen mit den Landkreisen verständigt. Es wird eine Notbetreuung eingerichtet.

Grund für die Entscheidung sind weiter steigende Inzidenzen in den genannten Landkreisen, die seit mehreren Tagen über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegen.

14:58 Uhr | Schwesig würde Sputnik V einsetzen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist offen für Impfungen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V.

Entscheidend ist nicht, wo ein Impfstoff herkommt, sondern ob er wirksam und sicher ist.

Manuela Schwesig Ministerpräsidentin

Wenn Sputnik diese Kriterien erfülle, so Schwesig weiter, dann sollte der Impfstoff eingesetzt werden. Mit Blick auf den Impfgipfel am Freitag sagte sie, sie erwarte von der Bundesregierung klare Aussagen, wie es jetzt beim Impfen weitergehe.

13:54 Uhr | Weitere Vorfälle mit Astrazeneca - drei Todesfälle

In Deutschland sind weitere Vorfälle nach Impfungen mit dem Mittel von Astrazeneca bekannt geworden. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, gibt es inzwischen 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen, die zeitlich im Zusammenhang mit den Impfungen stehen. Betroffen seien zwölf Frauen und ein Mann zwischen 20 und 63 Jahren. Drei Patienten seien gestorben.

Impfungen mit Astrazeneca waren wegen derartiger Vorfälle Anfang der Woche vorsorglich ausgesetzt worden. Zu dem Zeitpunkt waren sieben Fälle bekannt. In Deutschland wurden bisher 1,6 Millionen Astrazeneca-Dosen verabreicht. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will voraussichtlich heute noch ihre Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben.

13:34 Uhr | Schulen im Burgenlandkreis sollen offen bleiben

Im Burgenlandkreis läuft aktuell ein Test, wie Schulen auch bei hohen Infektionswerten offengehalten werden können. Landrat Götz Ulrich sagte, das Modell beinhalte regelmäßige Schnelltests bei Schülern und Pädagogen sowie die Impfung der Lehrer.

12:54 Uhr | Landrätin: Hohe Corona-Zahlen durch viele Tests

Die Landrätin von Greiz, Martina Schweinsburg, führt die hohen Infektionszahlen in ihrem Landkreis auf die zusätzlichen Tests zurück. Die CDU-Politikerin sagte MDR AKTUELL, im Gegensatz zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts habe man alle Kontaktpersonen von Infizierten getestet, auch solche ohne Symptome. Innerhalb eines Monats seien 935 Tests vorgenommen worden. Ein Drittel davon sei positiv ausgefallen. Schweinsburg forderte die Landesregierung auf, die Priorisierung in ihrem Landkreis aufzuheben und alle Erwachsenen zu impfen.

In Greiz liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 500 und ist damit bundesweit am höchsten. Die Landesregierung hat für den Landkreis weitreichend Kontaktbeschränkungen verhängt.

12:38 Uhr | Gericht weist Eilantrag auf Impfung ab

Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat einen Eilantrag auf eine Corona-Schutzimpfung eines Berechtigen abgewiesen. Wie das Gericht mitteilte, wollte der Kläger unverzüglich einen Ersatztermin für seine ursprünglich für Mittwoch geplante Impfung. Die Richter entschieden, zwar bestehe ein Rechtsanspruch auf eine Corona-Impfung gemäß der gesetzlichen Regelungen, sofern Impfstoff vorhanden sei. Es gebe aber keinen Anspruch auf Impfung zu einem bestimmten Termin.

Hintergrund ist der Stopp der Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel. Dadurch waren allein in Sachsen mehr als 47.000 Impftermine ausgefallen, in Thüringen waren es rund 20.000.

12:32 Uhr | 2.300 Schulen bundesweit geschlossen

In Deutschland sind in der vergangenen Woche rund 2.300 Schulen geschlossen gewesen. Nach Angaben der Kultusministrekonferenz war somit jede zehnte Einrichtung betroffen. Die Zahlen geben nur einen groben Überblick, da nicht alle Bundesländer Daten meldeten und in Hamburg zudem noch Ferien waren. Es lagen Daten zu rund 23.000 Schulen vor. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 40.000 Schulen und Berufsschulen.

12:25 Uhr | DIW: Wirtschaft steht schwieriges Jahr bevor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung senkt seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft. Demnach dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,0 Prozent zulegen. Im Dezember hatte das DIW noch mehr als fünf Prozent für realistisch gehalten. Dafür setzt das Institut seine Prognose für 2022 auf 3,8 Prozent hoch. DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte, der deutschen Wirtschaft stehe ein schwieriges Jahr bevor. Man sei auf direktem Weg in die dritte Corona-Welle.

Die Corona-Pandemie nimmt vorerst kein Ende, wir sind auf direktem Weg in die dritte Welle.

DIW-Präsident Marcel Fratzscher

11:59 Uhr | Kostenlose Schnelltests für Kinder in Sachsen-Anhalt

An Schulen und in Kitas in Sachsen-Anhalt soll es ab Montag kostenlose Corona-Schnelltests für die Kinder geben. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne kündigte an, die Tests würden am Freitag ausgeliefert. Eltern und Schulträger würden per Brief über die Schnelltests informiert. Die SPD-Ministerin forderte zudem, dass der Impfstoff schneller geliefert werden müsse.

11:46 Uhr | Mobilität in Deutschland sinkt wieder

Trotz der Corona-Lockerungen ist die Mobilität in Deutschland wieder zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war die Mobilität in der ersten Märzhälfte 13 Prozent geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit kehrte sich der Trend wieder um. Im Februar hatte die Mobilität noch zugenommen und nur noch acht Prozent unter dem Vorkrisenniveau gelegen. Die Statistiker nutzen für ihre Berechnungen anonymisierte Mobilfunkdaten, die von den großen Netzbetreibern erfasst werden.

11:16 Uhr | Infektionszahlen ziehen stark an

Am Mittwoch sind laut Risklayer bundesweit 16.081 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das sind knapp ein Drittel mehr als vor einer Woche. Am 10. März waren 12.294 Neuinfektionen gemeldet worden. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt nun bei 11.130.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit aktuell bei 94 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch war er noch bei 89, vor einer Woche bei 72. Die Inzidenz in Mitteldeutschland ist deutlich höher. In Thüringen liegt sie bei 178, in Sachsen bei 132 und in Sachsen-Anhalt bei 115.

10:58 Uhr | Abiturienten sorgen sich um ihre Zukunft

Schüler machen sich wegen der Corona-Pandemie zunehmend Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Das ergab eine Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Das Institut hatte 3.000 Abiturienten des Jahrgangs 2021 gefragt, wie sie ihre Jobperspektive einschätzen. Im Frühjahr gaben 20 Prozent der Schüler, sie machten sich sorgen, Im Herbst waren es schon 41 Prozent. Besonders ausgeprägt sind die Sorgen unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

10:37 Uhr | Razzia in NRW wegen Betrug mit Corona-Hilfen

Die Staatsanwaltschaft Köln ist mit einer Razzia gegen Betrug mit Corona-Soforthilfen vorgegangen. Durchsucht wurden 32 Wohnungen und 26 Firmen. Ein Mann wurde festgenommen. Die Beschuldigten sollen 2020 in mehr als 40 Fällen Soforthilfe beantragt und 170.000 Euro kassiert haben. Unter anderem sollen sie Anträge für Firmen gestellt haben, die nicht oder nicht mehr existierten.

10:12 Uhr | KMK-Vorsitzende warnt vor Schulschließungen

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, warnt davor, die Schulen in der Pandemie schnell wieder zu schließen. Die Bildungsministerin von Brandenburg sagte dem RBB, wenn man über Schließungen diskutiere, müsse man nicht als erstes über die Schulen diskutieren. Kinder und Jugendliche hätten wirklich ihr Päckchen zu tragen. Gerade für kleinere Kinder sei der Schulbesuch wichtig. Die Kultusminister der Länder beraten heute über die Corona-Lage und die Situation an den Schulen.

09:52 Uhr | Bundeswehr will rund um die Uhr impfen

Die Bundeswehr ist nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bereit, eigene Impfzentren zu eröffnen. Dort könne die Bevölkerung rund um die Uhr geimpft werden, sagte die CDU-Politikerin der "Wirtschaftswoche". Die Bundeswehr habe sich schon seit November darauf vorbereitet und könne in kürzester Zeit einsatzfähig sein.

Kramp-Karrenbauer zufolge könnte die Bundeswehr 28 Impfzentren im Schichtsystem betreiben. So könnten täglich zusätzlich bis zu 20.000 Impfdosen verabreicht werden. Die Entscheidung liege bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

09:27 Uhr | Corona hat Gastgewerbe fest im Griff

Der Umsatz im deutschen Gastgewerbe ist zum Jahresbeginn leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, setzten Hotels und Gastronomie im Januar 3,3 Prozent mehr um als im Dezember. Im Vergleich zum Februar 2020 sei das aber ein Rückgang von 70 Prozent. Die Branche ist von den Schließungen besonders hart getroffen.

09:03 Uhr | Städtebundpräsident für differenzierte Regeln

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hält es für richtig, dass die Länder trotz steigender Corona-Zahlen eigene Schutzmaßnahmen festlegen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte MDR AKTUELL, das Infektionsgeschehen sei von Landkreis zu Landkreis unterschiedlich. Häufig seien auch die Gründe dafür unterschiedlich. Er riet dazu, nicht nur auf die Inzidenzwerte zu schauen. Wichtiger sei der Blick in die Krankenhäuser und die Frage, woher die Infektionen kämen. In Landkreisen mit sehr hohen Inzidenzen sollte unabhängig von der Priorisierung geimpft werden.

08:59 Uhr | Neuseeland will Einreisen wieder erlauben

Neuseeland will sich erstmals seit Beginn der Pandemie wieder für quarantänefreie Einreisen öffnen. Vize-Regierungschef Grant Robertson kündigte in einem Radiointerview an, eine Vereinbarung mit Australien könne bereits im April in Kraft treten. Ähnliche Abmachungen solle es bald mit Cookinseln und Niue geben.

Neuseeland hatte seine Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Bis auf wenige Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger ins Land. Der Inselstaat gilt wegen extrem strenger Maßnahmen als Musterland in der Krise.

08:53 Uhr | Sechs Milliarden Euro für Masken

Deutschland hat im vergangenen Jahr Gesichtsschutzmasken im Wert von 6 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, kam die Ware fast ausschließlich aus China. Vergleichswerte aus den Vorjahren liegen nicht vor, da Masken statistisch bisher nicht gesondert erfasst wurden. Im Januar 2021 wurden 1,4 Milliarden Masken im Wert von rund 187 Millionen Euro eingeführt. Das ergibt einen Preis von gut 13 Cent pro Stück

08:33 Uhr | Ifo: Unternehmen bangen um ihre Zukunft

Fast jedes fünfte Unternehmen in Deutschland sieht sich durch Corona in seiner Existenz bedroht. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Münchner Ifo-Instituts. Der aktuelle Wert liegt bei 18,7 Prozent. Im Herbst waren es noch 17,6 Prozent, im Mai vor einem Jahr sogar 21,8 Prozent. Besonders gefährdet sehen sich Einzelhandelsfirmen (34,5 Prozent) und Dienstleister (26,3 Prozent). Vergleichsweise gering sind die Existenzsorgen dagegen in der Industrie und der Baubranche.

08:23 Uhr | Kassenärzte für eingeschränkte Astrazeneca-Zulassung

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, hält eine eingeschränkte Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs für möglich. Er sagte der "Rheinischen Post", die Experten prüften derzeit, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gebe. Möglicherweise hätten sich Risiken potenziert. Dann könne es möglicherweise eine Zulassung mit Einschränkungen geben – etwa nur für bestimmte Altersgruppen oder beispielsweise ohne gleichzeitige Nutzung der Pille. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA berät heute in einer Sondersitzung über das weitere Vorgehen.

08:10 Uhr | 15-Kilometer-Regel ohne Bedeutung

Im Januar hatten Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten die 15-Kilometer-Regel ersonnen. Um das Virus einzudämmen, sollten sich Menschen in Gebieten mit einer besonders hohen Inzidenz möglichst in einem Radius von 15 Kilometern bewegen. Diese Regel findet sich auch in etlichen Landesverordnungen. Angewandt wird sie jedoch nirgends. Das belegen Recherchen des MDR-AKTUELL-Redakteurs Alexander Laboda.

07:54 | Unternehmer fordern mehr Unterstützung

Der sächsische Unternehmerverband fordert in der Coronakrise eine staatliche Existenzsicherung für kleinere Selbstständige und Gewerbetreibende. Verbandspräsident Dietrich Enk nannte bei MDR AKTUELL als Vorbild das Land Berlin. Dort sollen Kleinunternehmer ab Mai mit monatlich 1.000 Euro unterstützt werden. Enk sagte, einen Schritt in diese Richtung wünsche er sich auch in Sachsen. Nach einem Jahr Pandemie seien in vielen Unternehmen die Reserven aufgebraucht. Die Wirtschaftsministerien von Sachsen und Sachsen-Anhalt wollten sich auf Anfrage von MDR AKTUELL nicht zu dem Thema äußern. Aus Thüringen hieß es, einen länderfinanzierten Unternehmerlohn werde es nicht geben. Eine solche Leistung müsse vom Bund finanziert werden.

07:42 Uhr | Brasilien meldet neuen Infektionshöchstwert

Brasilien hat am Mittwoch mehr als 90.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet – so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg nach Behördenangaben um rund 2.650 – die zweithöchste Zahl nach dem Rekord am Dienstag. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem südamerikanischen Land insgesamt fast 280.000 Todesfälle verzeichnet. Damit ist Brasilien nach den USA das weltweit am zweitstärksten betroffene Land.

7:25 Uhr | Dreyer: Lieber ins Gartenlokal statt nach Mallorca

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat vorgeschlagen, Konzepte für Corona-Lockerungen in Modellregionen zu testen. Die SPD-Politikerin sagte der Zeitung "Die Welt", ein Jahr nach dem ersten Lockdown könne die Politik die Menschen nicht für weitere Monate in ihre vier Wände verbannen. Sie wolle lieber, dass die Menschen in Deutschland wandern und in ein Gartenlokal gehen könnten, statt zu Ostern nach Mallorca zu fliegen.

06:56 Uhr | Ältere mit höherem Risiko einer Neuansteckung

Eine Infektion mit dem Coronavirus bietet den meisten Menschen in den Folgemonaten Schutz vor einer Neuansteckung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie in Dänemark, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" vorgestellt wurde. Die Forscher erklärten, jüngere Menschen seien zu 80 Prozent vor einer wiederholten Infektion geschützt. Dagegen könnten Menschen über 65 nur mit einem 47-prozentigen Schutz rechnen. Die Erkenntnisse legten nahe, dass auch nach einer überstandenen Infektion besonders für ältere Menschen Abstands- und Hygienemaßnahmen sowie Impfungen wichtig seien.

06:40 Uhr | Lehrerverband mit Selbsttests zufrieden

Die Corona-Tests an den sächsischen Schulen sind nach Einschätzung des Lehrerverbands gut angelaufen. Vorsitzender Jens Weichelt sagte MDR AKTUELL, ihm seien bis jetzt noch gar keine positiven Fälle bekannt. Die könne er zwar nicht ausschließen. Es werde aber vermutlich nicht viele Fälle geben. Besorgt zeigte sich Weichelt darüber, dass einige wenige Eltern die Tests ihrer Kinder verweigern. Nach Angaben des Oberverwaltungsgerichts Bautzen gingen mehrere Eilanträge gegen die Testpflicht ein. Seit gestern müssen in Sachsen alle Schüler ab der 5. Klasse einmal in der Woche einen Selbsttest machen. Für Lehrer sind wöchentlich zwei Tests vorgeschrieben.

06:29 Uhr | Wie weiter mit Astrazeneca?

Die Europäische Arzneimittel-Behörde berät heute in einer Sondersitzung, ob der Impfstoff von Astrazeneca weiter verwendet werden soll. Deutschland und andere europäische Staaten hatten die Impfungen mit dem Vakzin vorerst gestoppt. Grund waren Berichte über Blutgerinnsel.

06:23 Uhr | Sputnik V bisher ohne Zulassung

Für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V ist bisher keine EU-Zulassung in Sicht. Die Europäische Arzneimittelbehörde teilte MDR AKTUELL mit, man warte noch auf mehr Daten. Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sprachen sich für eine rasche Zulassung des russischen Impfstoffs aus. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff sagte den Funke-Medien, wenn es um die Gesundheit der Menschen gehe, sollte die Herkunft keine Rolle spielen. Auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow drängte darauf, das Thema mit Nachdruck zu bearbeiten. Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer erklärte, er habe nicht die geringsten Zweifel, dass Russland imstande sei, einen leistungsfähigen Impfstoff herzustellen.

06:20 Uhr | Verlage bedauern Buchmesse-Ausfall

Die deutschen Verlage sehen den erneuten Ausfall der Leipziger Buchmesse mit Sorge. Die Chefin des Verlegerausschusses beim Börsenverein des Buchhandels, Nadja Kneissler, sagte MDR AKTUELL, die Messe sei eine echte Publikumsveranstaltung mit großem Besucherpotenzial. Mit ihr fehle die Resonanz bei Presse und Lesern für Neuerscheinungen im Frühjahr. Kneissler verwies darauf, dass die Nachfrage nach Reiseliteratur um mehr als ein Viertel eingebrochen sei. Die Leipziger Buchmesse sollte ursprünglich heute eröffnet werden, wurde wegen der Corona-Pandemie aber erneut abgesagt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 18. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. März 2021 | 06:00 Uhr

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