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Strand auf Gran Canaria: Auch die Kanarischen Inseln sind ab sofort Hochrisikigebiete. Bildrechte: imago images/Lagencia

Coronavirus-PandemieTicker vom Donnerstag: Spanien und Portugal werden Hochrisikogebiete

von MDR AKTUELL

Stand: 23. Dezember 2021, 21:45 Uhr

Die Bundesregierung setzt die Urlaubsländer und Vorzeige-Impfstaaten Spanien und Portugal ab Samstag auf die Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Der designierte CDU-Chef Merz warnt davor, die Bevölkerung "in Angst und Schrecken" zu versetzen. Booster-Impfungen sind in Thüringen jetzt schon nach drei Monaten möglich. Gesundheitsminister Lauterbach hält eine vierte Impfung wegen Omikron für nötig. Aktuelle Entwicklungen im Coronavirus-Ticker.

Unser Ticker am Donnerstag, 23. Dezember 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:35 Uhr | Auch britische Gesundheitsbehörde sieht mildere Omikron-Verläufe

Nach ersten Studien haben auch Erhebungen der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA ergeben, dass Omikron deutlich milderere Krankheitsverläufe auslöst als bisherige Coronavirus-Varianten. Das Risiko, nach einer Infektion im Krankenhaus zu landen, ist demnach bei Omikron 50 bis 70 Prozent geringer als bei der Delta-Variante. Das Risiko einer Intensivbehandlung, ist den UKHSA-Zahlen zufolge bis zu 45 Prozent geringer. Allerdings seien diese Angaben nur vorläufig und wissenschaftlich noch unsicher, so die Behörde.

Am Mittwoch waren in Großbritannien zwei Studien veröffentlicht worden, die darauf hindeuten, dass Corona-Infektionen bei der Omikron-Variante im Vergleich zur Delta-Variante seltener zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Die vorläufigen Studienergebnisse bestätigten entsprechende Erkenntnisse aus Südafrika, wo die Omikron-Variante erstmals entdeckt worden war.

20:40 Uhr | Merz: "Bevölkerung nicht in Angst und Schrecken versetzen"

Der designierte CDU-Chef Friedrich Merz hat dazu geraten, die Bevölkerung "nicht in Angst und Schrecken" zu versetzen. Merz sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", es gebe in Deutschland eine gewisse Neigung, immer denen besonders viel Gehör zu schenken, die die Situation besonders dramatisch darstellen. Die Pandemie müsse den politischen Entscheidungsträgern zwar Respekt gebieten, "aber sie sollten nicht in Angst erstarren".

Merz: "Wir sollten die Bevölkerung jetzt nicht in Angst und Schrecken versetzen." Bildrechte: dpa

In der Diskussion über eine allgemeine Impfpflicht wies Merz auf Vorschläge hin, möglicherweise stufenweise vorzugehen und die einrichtungsbezogene Impfpflicht auf die "kritische Infrastruktur" auszuweiten. Zugleich gab er aber zu bedenken: "Bei jeder staatlichen Impfanordnung muss man ja auch immer fragen, ob unser Staat das auch durchsetzen kann."

18:38 Uhr | Stiko-Chef zurückhaltend bei vierter Impfung

In der Diskussion um eine vierte Covid-19-Impfung hat sich der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, zurückhaltend geäußert. Mertens sagte MDR AKTUELL, es sei nicht auszuschließen, dass eine vierte Impfung nötig werde. Die neue Ominkron-Variante sorge für einen Rückgang der Immunität. Allerdings müsse vorher geklärt werden, wie lange der Schutz durch die dritte Impfung anhalte. Dabei müsse man sich die Laborwerte anschauen und die Zahl der Impfdurchbrüche. Außerdem brauche man Informationen darüber, wann ein neuer angepasster Impfstoff auf den Markt komme. Auf Dauer hält es der Stiko-Chef aber für sinnvoll, die Impfungen auf Menschen zu beschränken, die ein hohes Risiko hätten, schwer zu erkranken.

17:17 Uhr | Spanien und Portugal werden Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft die beliebten Urlaubsländer Spanien – einschließlich der Balearen und Kanaren – sowie Portugal ab Samstag als Hochrisikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Spanien und Portugal gehören mit Impfquoten von rund 81 bzw. 89 Prozent zu den Ländern mit den besten Impfquoten in Europa. Portugal steht in der Rangliste der vollständigen Impfungen (ohne Booster) aktuell sogar auf Platz 4 in der Welt.

Wegen hoher Corona-Fallzahlen werden auch die USA, Zypern und Finnland ab Samstag als Hochrisikogebiete geführt. Wie das RKI weiter mitteilte, wird Österreich hingegen von der Risikoliste gestrichen. Auch Bosnien und Serbien gelten nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiete.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft ist oder als genesen gilt, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

16:42 Uhr | Booster-Impfung in Thüringen schon nach drei Monaten möglich

In Thüringen ist ab sofort schon drei Monate nach der zweiten Corona-Impfung eine Auffrischung möglich. Wie die Landesregierung mitteilte, wird damit ein Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz umgesetzt. Gesundheitsministerin Heike Werner rief vor allem die Über-60-Jährigen dazu auf, das Angebot zu nutzen. In dieser Altersgruppe seien zwar knapp 84 Prozent der Menschen geimpft. Bislang hätten aber nur rund 51 Prozent eine Booster-Impfung erhalten. Laut der Linke-Politikerin werden die Impfstellen deshalb ab der zweiten Januarwoche jeden Montag Termine speziell für Senioren bereithalten.

16:33 Uhr | Vierschanzentournee doch komplett ohne Publikum

Die Vierschanzentournee der Skispringer wird nun doch komplett ohne Zuschauer ausgetragen. Wie Österreichs Skiverband mitteilte, werden wegen Corona auch bei den Springen in Innsbruck und Bischofshofen sowie den jeweiligen Qualifikationen keine Fans zugelassen.

In der vergangenen Woche hatten die beiden Tourstationen noch mit bis zu 4.000 Zuschauern geplant und den Ticketverkauf gestartet. Die beiden deutschen Austragungsorte, Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen, hatten bereits zuvor Publikum ausgeschlossen. Das erste Springen der Vierschanzentournee wird am kommenden Mittwoch in Oberstdorf ausgetragen.

15:52 Uhr | Bulgarien lockt mit Geldprämien zur Impfung

Bulgarien will angesichts einer geringen Impfquote ältere Bürger mit einer Geldprämie in Arztpraxen und Impfzentren locken. Rentner, die eine erste oder zweite Impfdosis bekommen, würden 75 Lew (rund 38 Euro) erhalten, sagt Ministerpräsident Kiril Petkow. Auch bei einer Booster-Impfung hätten die Ruheständler Anspruch auf die Leistung.

Bulgarien hat mit aktuell knapp 28 Prozent die niedrigste Impfquote in der EU. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in dem südosteuropäischen Land mit 141,6 trotzdem nur bei etwa der Hälfte von Deutschland (280,3), das eine Impfqoute von knapp 71 Prozent hat.

15:30 Uhr | Lufthansa streicht wegen Buchungseinbruch 33.000 Flüge

Die Lufthansa streicht wegen sinkender Buchungszahlen im Winterflugplan 33.000 Flüge. Man sehe von Mitte Januar bis Februar einen "scharfen Abriss in den Buchungen", sagte Airline-Chef Carsten Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Deshalb müsse man rund zehn Prozent der Flüge streichen.

Spohr kritisierte in dem Zusammenhang, die Lufthansa hätte aufgrund der schwachen Nachfrage sogar deutlich mehr Flüge reduziert. Wegen der EU-Vorgaben zur Nutzung von Start- und Landerechten müsse man aber "18.000 zusätzliche, unnötige Flüge durchführen, nur um unsere Start- und Lande-Rechte zu sichern."

12:58 Uhr | Bundesregierung will neue Medikamente beschaffen

Die Bundesregierung will das neu zugelassene Anti-Covid-Medikament Paxlovid von Pfizer schnell beschaffen. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, man verhandele mit den Herstellern, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah zur Verfügung zu stellen. Das gelte neben dem Präparat Paxlovid auch für das Mittel Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird. Bei beiden handelt es sich laut Ministerium um antivirale Präparate, die das Virus dabei hindern, sich zu reproduzieren. In der EU seien sie noch nicht zugelassen, die Bewertungsverfahren seien aber angelaufen. In den USA war gestern für Paxlovid eine Notzulassung erteilt worden. Die Tabletten können laut Studien das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen um knapp 90 Prozent senken.

12:18 Uhr | Polizeipräsident: Bisher nicht hart genug gegen Proteste vorgegangen

Sachsens Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar hat eingeräumt, nicht hart genug gegen Corona-Proteste vorgegangen zu sein. Kretzschmar sagte der "taz", mit der Versammlungsfreiheit müsse man sehr sorgsam umgehen. Deshalb habe er sich mit einer härteren Vorgehensweise schwergetan. Er sei davon ausgegangen, dass die Menschen in Sachsen in Anbetracht der dramatischen Lage in den Krankenhäusern zur Vernunft kämen. Das seien aber leider zu wenige. Möglicherweise sei er zu spät zu der Entscheidung gekommen, die Strategie zu wechseln.

Kretzschmar zufolge geht die Polizei seit Beginn des Monats mit deutlich robusterer Art gegen die Proteste vor. Nach seinen Angaben gab es seit Anfang des Monats in Sachsen mehr als 300 Corona-Proteste mit insgesamt knapp 30.000 Teilnehmern.

11:21 Uhr | Antikörper sinken auch nach Booster-Impfung

Israelische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nach einer Booster-Impfung die Zahl der Antikörper ähnlich sinkt wie nach der zweiten Dosis. Der Experte für Infektionskrankheiten, Ejal Leschem, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei ein natürlicher Prozess, dass die Antikörper allmählich wieder weniger werden nach einer Impfung. Erst innerhalb einiger Wochen werde man aber wissen, was das konkret für den Impfschutz bedeute. Denn dieser hängt nicht nur von Antikörpern ab, sondern etwa auch von sogenannten T-Zellen. Mit Ausbreitung der ansteckenderen Omikron-Variante auch in Israel werde man sehen, "ob es auch viele Fälle von Geimpften gibt, die erkranken", sagte Leschem, der an der Universität Tel Aviv unterrichtet. Israel hat gestern mit der vierten Corona-Schutzimpfung begonnen.

10:49 Uhr | Novavax wirkt offenbar auch gegen Omikron

Der Impfstoff von Novavax bietet nach Angaben des Pharmaunternehmens einen wirksamen Schutz gegen die Omikron-Variante. Das Vakzin rufe eine wirksame Immunreaktion gegen die Variante hervor, eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhöhe die Immunantwort, teilt das US-Unternehmen nach ersten Daten einer laufenden Studie zur Wirksamkeit des Impfstoffs bei Jugendlichen und als Booster mit.

10:25 Uhr | Drohungen gegen Ärzte in Sachsen-Anhalt

Ärztinnen und Ärzte, die Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen, sehen sich vermehrt mit Angriffen konfrontiert. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Sachsen-Anhalt bestätigte dem MDR, 20 Praxen hätten sich gemeldet, weil sie Drohbriefe von Impfgegnern bekommen haben. Die KV sprach von zwei ihr bekannten Musterbriefen. Da steht drin, dass Ärzte bei Impfschäden angeblich persönlich haftbar gemacht werden könnten.

09:25 Uhr | Inzidenzen gehen leicht zurück

Thüringen bleibt das Bundesland mit der höchsten Corona-Infektionsrate. Allerdings sinkt die Sieben-Tages-Inzidenz auch im Freistaat weiter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) betrug sie am Donnerstag 726,7. Am Vortag hatte sie noch bei 750,2 gelegen.

Auch nach den Daten des Risklayer-Projekts sind die Inzidenzen in den mitteldeutschen Länder innerhalb eines Tages weiter leicht gesunken (siehe Grafik). Bundesweit liegt die Inzidenz laut Risklayer bei 309, nach Daten des RKI bei 280.

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09:03 Uhr | Lohnfortzahlung bei freiwilliger Quarantäne

Auch bei freiwilliger Quarantäne muss ein Verdienstausfall gezahlt werden. Darauf hat der Leipziger Rechtsanwalt Erik Jochem hingewiesen. Seiner Einschätzung nach ist eine Entschädigung für Verdienstausfall auch ohne einen Quarantäne-Bescheid des Gesundheitsamtes im Infektionsschutzgesetz vorgeschrieben.

08:23 Uhr | Weitere Studien legen mildere Verläufe bei Omikron nahe

Untersuchungen in Großbritannien stützen bisherige Erkenntnisse über minderschwere Erkrankungen nach Omikron-Infektionen. Wie der "Spiegel" berichtet, ergaben zwei Studien, dass deutlich weniger erkrankte Menschen ins Krankenhaus mussten als mit Delta Infizierte. Dafür verglichen Forscher der Universität Edinburgh im November und Dezember die Krankheitsverläufe nach einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus mit jenen nach einer Delta-Infektion. Es zeigte sich, dass bei Omikron das Risiko einer Klinikeinweisung wegen Covid-19 um zwei Drittel sinkt.

Eine zweite Studie ergab einen Rückgang der Klinikaufenthalte bei Omikron im Vergleich zu Delta um etwa ein Viertel. Die Zahl der stationären Behandlungen länger als eine Nacht ging sogar um 40 bis 45 Prozent zurück.

Wie der "Spiegel" weiter berichtet, wurde allerdings keine der Studien bislang von unabhängiger Seite begutachtet. Die beiden Analysen tragen zu einer wachsenden Zahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen bei, die einen weniger schweren Verlauf von Omikron-Infektionen zu bestätigen scheinen.

07:50 Uhr | USA: Supreme Court prüft Impf- und Testpflicht

Die von US-Präsident Joe Biden vorangetriebenen Impf- und Testvorschriften im Kampf gegen das Coronavirus sind ein Fall für das Oberste Gericht des Landes. Der Supreme Court kündigte eine Anhörung dazu für den 7. Januar an. Bidens Regierung hatte eine Impf- oder Testpflicht für große Unternehmen und eine Impfpflicht für Beschäftigte des Gesundheitswesens erlassen. Republikanisch regierte Bundesstaaten, Unternehmen und religiöse Gruppen gingen juristisch dagegen vor. Die Prüfung der Anträge auf Aussetzung dieser Vorschriften sei nun bis zur mündlichen Verhandlung verschoben, so das Oberste Gericht.

07:34 Uhr | Streeck erwartet Infektionen von Geimpften und Genesenen im Sommer

Der Bonner Virologen Hendrik Streeck erwartet, dass sich auch Geimpfte und Genesene "gerade in den Sommermonaten" mit dem Coronavirus infizieren. Diese Infektionen würden allerdings keine großen Probleme bereiten. Auch, wenn man nicht jeden schweren Verlauf verhindern könne, sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur. Seiner Ansicht nach sollte sich jeder Bürger darauf vorbereiten, in den kommenden Jahren mal positiv auf das Coronavirus getestet zu werden. Streeck ist Mitglied im neuen Corona-Expertenrat, der die Bundesregierung berät.

07:15 Uhr | Lauterbach stellte vierte Impfung in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geht davon aus, dass eine vierte Impfung gegen das Coronavirus nötig ist. Lauterbach sagte im ZDF, das sei jetzt schon absehbar, weil man eine spezifische Varianten-Impfung gegen Omikron benötige. Deutschland habe bereits 80 Millionen Dosen eines spezifischen Varianten-Impfstoffs bei Biontech bestellt. Die Gesundheitsminister der Länder teilten mit, dass sie für alle Erwachsene Auffrischungs-Impfungen schon nach drei statt wie bisher nach sechs Monaten ermöglichen wollen. Sie folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang dieser Woche.

06:35 Uhr | Ausschreitungen bei Protesten in München

Gegner der Corona-Politik demonstrieren in München. Bildrechte: dpa

In München haben am Abend rund 5.000 Menschen unangemeldet und teils gewaltsam gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Wie die Polizei mitteilte, musste sie dutzende Male Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um einen größeren Marsch in Richtung Innenstadt zu stoppen. Es sei zu Angriffen auf Polizeibeamte und Medienvertreter gekommen. Elf Menschen seien festgenommen worden. Zudem seien mehrere Delikte angezeigt worden, unter anderem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auch aus Thüringen wurden am Abend erneut Proteste gegen Corona-Maßnahmen gemeldet.

06:15 Uhr | Weiter Kritik an Bund-Länder-Beschlüssen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bleibt bei seiner Kritik an den Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz. Kretschmer sagte MDR AKTUELL, der Bund müsse dafür sorgen, dass in allen Ländern der ganze Instrumentenkasten zur Pandemie-Abwehr zur Verfügung stehe. Als Beispiel nannte Kretschmer die Schließung der Gastronomie. Auch Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner beklagte, nicht auf alle Instrumente zur Pandemie-Bekämpfung zurückgreifen zu können. Dafür hätte man die epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellen müssen.

Der Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Herbst, hielt Kretschmer "Dauer-Alarmismus" vor. Es gebe nur drei Instrumente, die derzeit nicht gegen die Pandemie eingesetzt werden könnten: flächendeckende Schulschließungen, generelle Ausgangssperren und ein genereller Lockdown. Darunter seien alle Möglichkeiten vorhanden. Die sächsische Regierung habe sie aber über Wochen nicht ausgeschöpft.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 23. Dezember 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

INFORMATIONEN ZU REGELN UND IMPFUNG

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 23. Dezember 2021 | 06:00 Uhr