Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Gemischte Corona-Impfung wohl gut verträglich

Eine gemischte Corona-Impfung mit Astrazeneca und Biontech/Pfizer hat einer Charité-Studie zufolge wohl keine Nachteile für den Geimpften. In Dresden wurde ein Studentenwohnheim nach einem Corona-Todesfall und Quarantäne gestellt. Der Virologe Kekulé warnte angesichts sinkender Corona-Fallzahlen vor Leichtsinn. Thüringen hat den bundesweiten Spitzenplatz bei der Inzidenz abgegeben. Die aktuellen Entwicklungen in unserem Coronavirus-Ticker.

Impfstoff der Firman BionTech und AstraZeneca
Erst Vektor, dann mRNA - das ist das "heterologe Impfschema". Bildrechte: IMAGO / Sven Simon

Unser Ticker am Donnerstag, 3. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:45 Uhr | Lauterbach: Kein weiterer Lockdown nötig

Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht keinen Bedarf für einen weiteren Lockdown in Deutschland. Der SPD-Bundestagsabgeordnete sagte der "Welt", dem wirklich guten Sommer stehe im Prinzip nichts mehr entgegen. Er rechne zwar mit einer vierten Corona-Welle, wenn die Innenräume geöffnet würden und Leute aufeinander träffen. Es würden aber keine Ausbrüche von einer Dimension sein, dass man nochmals einen Lockdown benötige.

20:38 Uhr | Dresdner Studentenwohnheim nach Todesfall unter Quarantäne

Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten Bewohners ist in Dresden ein Studentenwohnheim unter Quarantäne gestellt worden. Nach Angaben der Stadt dürfen die Bewohner das Haus bis 8. Juni nicht mehr verlassen. Anlass sei der schnelle Krankheitsverlauf des Mannes. Seine Gesundheit habe sich nach zunächst gutem Allgemeinzustand rapide verschlechtert habe. Er war zuvor aus Indien zurückgekehrt und hatte keine erkennbaren Vorerkrankungen.Am Freitag sollen alle Bewohner verpflichtend auf Corona getestet werden. So sollen laut Stadtverwaltung etwaige Infektionsketten aufgedeckt und weiter nachverfolgt werden. In dem Wohnheim leben normalerweise mehr als 200 Menschen. Wie viele betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt.

22:25 Uhr | Gericht hebt Ausgangssperre auf Mallorca auf

Nach gut sieben Monate gilt auf Mallorca keine nächtliche Ausgangssperre mehr. Der Oberste Gerichtshof Spanien hob das nächtliche Ausgehverbot auf der Urlaubsinsel und den anderen Balearen auf. Allerdings sollte es am Sonntag zu Ende gehen. Das Gericht kippte auch Beschränkungen bei privaten Versammlungen. Es erklärte, die Regeln seien unvereinbar mit den Gesetzen und der Bedrohungslage nicht angemessen.

19:10 Uhr | Nebenwirkung bei Biontech/Pfizer-Impfstoff entdeckt

Israelische Mediziner sind auf eine mögliche, bislang unentdeckte Nebenwirkung der mRNA-Impfstoffe gestoßen. Sie stellten fest, dass sich bei einigen jungen Männern im Alter von 16 bis 24 Jahren nach einer Impfung mit Comirnaty von Biontech/Pfizer der Herzmuskel entzündete. Die Mediziner schätzen, dass die als Myokarditis bekannte Erkrankung etwa bei einer von 3.000 bis 6.000 Impfungen von 16 bis 24-jährigen Männern auftreten kann. Der Virologe Alexander Kekulé geht davon aus, dass die Dunkelziffer mit Sicherheit größer ist. Er sagte MDR AKTUELL, ein Entzündung des Herzmuskels sei eine häufig übersehene Diagnose. Kekulé warnte zugleich vor Panikmache. Die allermeisten Entzündungen merke man nicht und sie heilten zu 100 Prozent aus.

18:30 Uhr | Kekulé: "Der Feind ist noch da!"

Der Virologe Alexander Kekulé warnt vor Leichtsinn angesichts sinkender Corona-Fallzahlen. Er sagte im Podcast Corona-Kompass von MDR AKTUELL: "Das Virus lauere im Keller und warte auf seine Chance. Wenn wir uns locker machen, nach dem Motto: Wird schon nicht so schlimm sein wie vor einem Jahr, dann ist das ein Automatismus, dass die Fallzahlen und die Sterblichkeiten wieder hoch gehen." Kekulé räumte ein, dass es schwierig sei, sich immer noch an den Riemen zu reißen. Leichtsinn sei aber fehl am Platz.

Mit Blick auf den Herbst rät Kekulé Schulen, sich schon jetzt eine Teststrategie zu überlegen, wenn nicht alle Kinder geimpft sein werden. Er hält es für unrealistisch, dass im Herbst alle Kinder geimpft sind. Kekulé schätzt, dass 20 bis 30 Prozent der Kinder nicht geimpft sein werden. Dann komme man um Tests nicht herum.

18:10 Uhr | Keine Impfreihenfolge mehr in Sachsen

In Sachsen kann sich ab Montag jeder Impfwillige um einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung bemühen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, schließt sich der Freistaat der bundesweit für diesen Tag geplante Aufhebung der Impfreihenfolge an. Auch über 14-Jährige könnten über das Buchungsportal einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Zudem können nächsten Montag auch die Betriebsärzte mit den Impfungen ohne Reihenfolge beginnen. Das Ministerium bat wegen des knappen Impfstoffs aber um Geduld.  

17:05 Uhr | Mittelstand: Corona-Hilfen wirken - Ausblick bleibt skeptisch

Die schnellen Corona-Hilfen für die mittelständische Wirtschaft vor einem Jahr sind nach Einschätzung des Bundesverbands wirksam gewesen. Der stellvertretende Verbandschef Jochen Leonhardt sagte MDR AKTUELL, die Hilfen hätten die meisten Betriebe vor der Insolvenz bewahrt. Allerdings hätten viele auch Eigenkapital eingesetzt und seien jetzt auf Null. Diese Firmen seien nun auf normale Umsätze angewiesen. Weil die Pandemie aber noch nicht vorbei sei, sei auch unklar, ob sie langfristig überlebten. Leonhardt beurteilte die Aussichten für das dritte und vierte Quartal skeptisch. Der Preisanstieg in der Bauindustrie bremse das Wachstum. Zudem seien ganze Branchen wie die Gastronomie, Veranstalter und Kultur noch nicht wieder in das Wirtschaftsleben integriert.

16:20 Uhr | VW will Belegschaft flächendeckend impfen

Der Autobauer VW will seine eigenen Beschäftigten ab der kommenden Woche flächendeckend gegen das Coronavirus impfen. Wie das Unternehmen in seiner Mitarbeiterzeitung mitteilte, sollen die Betriebsärzte ab 10. Juni an allen deutschen Standorten der Kernmarke in Niedersachsen, Sachsen und Hessen impfen. Dabei würden Mitarbeitende in der Produktion intern Vorrang vor anderen Belegschaftsgruppen etwa aus der Verwaltung erhalten. Bis spätestens Ende Juni sollen alle VW-Beschäftigen ein persönliches Impfangebot erhalten und einen Termin reservieren können. Volkswagen hatte bereits mehrere eigene Impfzentren aufgebaut und in den vergangenen Wochen an Testläufen für verschiedene Firmen in Niedersachsen und Sachsen teilgenommen.

15:30 Uhr | Gemischte Corona-Impfung wohl gut verträglich

Eine gemischte Corona-Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Biontech/Pfizer hat für den Geimpften offenbar keine Nachteile. Das geht aus der vorläufigen Auswertung einer Studie der Berliner Charité hervor. Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander teilte mit, eine Kombination der Präparate in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei danach gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Biontech hervor.

Hintergrund der gemischten Impfserie ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission nach dem Bekanntwerden von seltenen, aber schweren Komplikationen nach Astrazeneca-Erstimpfungen vor allem bei Jüngeren. Danach sollen Menschen unter 60 Jahren, die schon eine Astrazeneca-Impfung erhalten haben, mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer geimpft werden.

Die Charité-Ergebnisse müssen noch von externen Experten überprüft werden. Die Klinik hatte die Daten von 340 Mitarbeitern des Gesundheitswesens verglichen. Eine Gruppe war zweifach mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer im Abstand von drei Wochen und eine weitere mit Astrazeneca bei der Erst- und Biontech bei der Zweitimpfung geimpft worden.

14:50 Uhr | Millionen-Hilfe für Kinder und Jugendliche in Sachsen

Mit einen Millionen-schweren Aufholprogramm will Sachsen die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche abmildern. Nach Angaben des Kultusministeriums stehen in den nächsten zwei Jahren 47,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Aufholen nach Corona" bereit, um Lerndefizite aufzuholen. Der Freistaat stelle für weitere Maßnahmen an Schulen noch einmal die gleiche Summe bereit. Sachsen hat dazu eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet. Mit dem Geld sollen unter anderem spezielle Förder- und Nachhilfe-Angebote, der Ausbau von Ganztagsangeboten, Ausbau von Schulassistenz und Schulsozialarbeit finanziert werden. Zudem sollen Kinder- und Jugendfreizeiten ermöglicht und Angebote der Kinder- und Jugendhilfe ausgebaut werden.

13:54 Uhr | Studie: Jede zweite Infektion unbekannt

Auf jede gemeldete Corona-Erkrankung könnte einer Studie zufolge eine weitere, nicht gemeldete Infektion kommen. Das ist eines der ersten Ergebnisse einer Antikörperstudie der Unimedizin Magdeburg. Demnach entwickelten von knapp 1.900 Teilnehmenden 110 Antikörper. 57 von ihnen hätten von ihrer Covid-19-Infektion gewusst. Die andere Hälfte sei von ihrer Diagnose zum Teil sehr überrascht gewesen, erklärte Achim Kaasch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen bilde also nur etwa die Hälfte des Infektionsgeschehens ab.

Antikörper im Blut gelten bei Nicht-Geimpften als Zeichen für eine durchgemachte Infektion. Nach Angaben der Unimedizin wurden die Studiendaten zwischen Januar und Ende April erhoben. Bis zum Oktober kommenden Jahres sollen weitere Erhebungen folgen.

12:50 Uhr | Studie: Viele Menschen haben Corona-Kilos zugelegt

Seit Beginn der Pandemie haben sich viele Menschen deutlich weniger bewegt und im Durchschnitt 5,6 Kilogramm zugenommen. Das belegt eine Studie von Ernährungsmedizinern und dem Meinungsforschungsinstitut Forsa. Demnach legten rund 40 Prozent der Befragten in der Pandemie an Gewicht zu - im Schnitt fünf bis sechs Kilogramm. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sich weniger zu bewegen. Vor allem Männer zwischen 18 und 44 Jahren seien betroffen sowie die Menschen, die schon zuvor Gewichtsprobleme hatten, sagte Forschungsleiter Hans Hauner vom Zentrum für Ernährungsmedizin in München. Die Forscher warnten, Corona befeuere die Adipositas-Pandemie.

12:30 Uhr | Thüringen nicht länger mit höchster Inzidenz

Thüringen ist bei Corona-Neuinfektionen nicht mehr bundesweiter Spitzenreiter bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt der Wert bei 38,6. Vier andere Bundesländer weisen höhere Inzidenzen aus - der höchste Wert wird mit 42 für Baden-Württemberg angegeben. Auch ist Hildburghausen mit einer Inzidenz von fast 127 nicht mehr der Landkreis mit der höchsten Inzidenz bundesweit.

Thüringenweit liegen mittlerweile 18 von 23 Kreisen und kreisfreien Städten unter der Marke von 50. Nach der neuen Corona-Verordnung des Landes sind damit weitgehende Lockerungen der Beschränkungen in Handel und Gastronomie sowie bei Freizeitaktivitäten möglich.

11:46 Uhr | KKH: Deutlich mehr Kinder psychisch erkrankt

Die Zahl der Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen hat während der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Wie die ARD unter Berufung auf die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) berichtet, wurden im vergangenen Jahr rund 60 Prozent mehr Minderjährige wegen falschen Essverhaltens behandelt. Auch andere psychische Erkrankungen hätten bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Bei Depressionen und Burnout habe die KKH rund 30 Prozent mehr Fälle registriert. Für den Bericht wurden die Daten von mehr als 200.000 sechs- bis 18-jährigen Versicherten ausgewertet.

11:31 Uhr | Landrat befürchtet Ende für Testzentren - Einladung an Spahn

Bautzens Landrat Michael Harig hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingeladen. Hintergrund ist die geplante Kürzung der Vergütungspauschalen für die Schnelltestzentren. Harig befürchtet nach Angaben der Kreisverwaltung dadurch einen Kahlschlag im Schnelltest-Netz. Einige Testanbieter hätten dem Landratsamt bereits signalisiert, bei einer Kürzung der Pauschalen die Arbeit einzustellen, so der Bautzener Landrat weiter. Damit könnten die an vielen Stellen geforderten Testnachweise nicht mehr erbracht werden. Harig möchte dem Bundesgesundheitsminister bei einem Besuch das nach eigenen Angaben gut funktionierende System im Landkreis Bautzen vor Ort demonstrieren.

10:35 Uhr | WHO: Keine neue Mutation in Vietnam

Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge gibt es keine neue Mutante des Coronavirus in Vietnam. Der WHO-Vertreter für Vietnam, Kidong Park, sagte der Zeitung "Nikkei", was die Behörden in Vietnam als neue Mutante ausgemacht hätten, gehöre zur indischen Variante. Vietnam hatte am Wochenende gemeldet, dass es eine neue Variante des Virus gebe. Dabei handele es sich um eine Kreuzung aus der indischen und britischen Mutanten, wurde der Gesundheitsminister des Landes zitiert.

10:12 Uhr | Sachsen: Testpflicht auf Außensportanlagen bleibt

Sachsen hält an der Corona-Testpflicht für Kinder- und Jugendsportgruppen beim Training auf Außensportanlagen fest. Wie der Landessportbund mitteilte, wies das Sozialministerium eine Beschwerde gegen die Regelung zurück. Der Verband hatte unter anderem argumentiert, dass für Gruppensport im Park oder auf der grünen Wiese auch keine Testpflicht bestehe. Das Sozialministerium erklärte die Ungleichbehandlung damit, dass Kontrollen abseits von Trainingsanlagen schwierig wären, weil es dort keine potentiell Verantwortlichen gebe. Der Landessportbund sprach von einer unverständlichen Erklärung. Durch die Hygienekonzepte sei die Infektionsgefahr im Vereinssport deutlich geringer.

09:20 Uhr | Ein Jahr Konjunkturpaket - Altmaier zufrieden

Ein Jahr nach dem Beschluss des Konjunkturpakets zur Linderung der Corona-Folgen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine positive Bilanz der Maßnahmen gezogen. Die Devise sei gewesen: "Es soll kein Unternehmen in Insolvenz gehen müssen und es soll kein Arbeitsplatz verloren gehen müssen", sagte Altmaier am Morgen im ZDF.

Wir haben tatsächlich erlebt, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen niedriger ist heute als vor der Corona-Krise.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Zudem sei der Anstieg der Arbeitslosigkeit hierzulande "einer der geringsten in ganz Europa" gewesen, sagte der Wirtschaftsminister. Derzeit sinke die Arbeitslosigkeit wieder und "Millionen Menschen haben dank der Kurzarbeit und dank des Konjunkturpakets ihren Arbeitsplatz behalten".

08:40 Uhr | Klinikbetrieb normalisiert sich

Die Krankenhäuser in Mitteldeutschland kehren langsam in den Normalbetrieb zurück. Grund dafür sind die sinkenden Infektionszahlen. Die Krankenhausgesellschaft in Sachsen-Anhalt rechnet damit, dass die Kliniken noch in diesem Monat versuchen, wieder auf 80 bis 90 Prozent des Normalbetriebs hochzufahren. Vorsitzender Wolfgang Schütte sagte MDR AKTUELL, die aufgeschobenen Behandlungen sollten in zwei bis drei Monaten abgearbeitet werden. Schüttes Thüringer Kollege Rainer Poniewaß hält es für möglich, im Sommer etwa 75 Prozent des Vor-Corona-Betriebs in den Kliniken zu erreichen. Die Krankenhausgesellschaft in Sachsen hofft ebenfalls auf einen schnellen Normalbetrieb, wollte aber keine Zeitangaben machen.

Update 07:35 Uhr | Studie: Weniger Kriminalität in Städten weltweit

Die Kriminalität in Städten ist durch die Corona-Beschränkungen einer aktuellen Studie zufolge weltweit gesunken. Demnach ging die Zahl der tägliche Angriffe in den untersuchten 27 Städten im Schnitt um 35 Prozent zurück, die Zahl der Taschendiebstähle um fast die Hälfte. Bei Mordfällen gab es einen Rückgang von durchschnittlich 14 Prozent. Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Universitäten Cambridge und Utrecht durchgeführt. Unter den untersuchten Städten waren zum Beispiel Barcelona, Chicago, Sao Paulo und Hannover.

07:28 Uhr | Lauterbach: Inzidenz wird sich bei 35 einpendeln

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet, dass sich die Corona-Inzidenz bei einem Wert um 35 einpendeln wird. Lauterbach sagte den Funke-Zeitungen, Öffnungsschritte führten zu mehr Infektionen, gleichzeitig seien aber immer mehr Menschen durch Impfungen geschützt.

Auch der Virologe Alexander Kekulé erwartet, dass die Infektionszahlen in den kommenden Wochen stagnieren. Im Podcast Corona-Kompass von MDR AKTUELL sagte der Wissenschaftler am Dienstag: "Es gibt einzelne Bereiche, in denen die Inzidenz noch sehr hoch ist. Die Menschen dort stehen einer Impfung oft kritisch gegenüber oder sind für dieses Thema nur schwer zu erreichen. Bis solche Gruppen durchimmunisiert sind, dauert es eine Weile."

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 4.640 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1.673 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 34,1 von 36,8 am Vortag. 166 weitere Menschen starben.

06:45 Uhr | Kostenlose Tests für Kita-Kinder in Bayern

Bayern wird bald auch Corona-Tests für Kita-Kinder anbieten. Wie die Staatsregierung mitteilte, können die Eltern nach den Pfingstferien in Apotheken gegen Vorlage von Berechtigungsscheinen zwei Selbsttests pro Woche erhalten. Die Gutscheine würden durch die Kindertageseinrichtungen verteilt. Ein negativer Test ist allerdings nicht notwendig, um in die Kitas zu gehen, sofern die Kleinen keinen Krankheitssymptome haben.

06:30 Uhr | Laschet gegen priorisierte Impfung von Kindern und Jugendlichen

Der Kanzlerkandidat der Union und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet lehnt eine priorisierte Impfung von Kindern und Jugendlichen ab. Durch die Zulassung der EMA sei aber nicht mehr Impfstoff da, sagt Laschet den Funke-Zeitungen. Deshalb bleibe die derzeitige Priorisierung richtig: Es müssten als Erstes die geimpft werden, die am gefährdetsten seien. Außerdem warte man noch auf die fachliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission.

06:15 Uhr | Infektiologe fordert umfassende Aufklärung bei Impfung von Kindern

In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren hat der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald, eine umfassende Aufklärung aller Impfwilligen über Wirkungen und Nebenwirkungen angemahnt. Die Nebenwirkungsraten seien durchaus hoch - etwa was Schmerzen an der Einstichstelle, Schwäche oder Kopfschmerzen betreffe, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zudem beruhe die Zulassungsstudie nur auf gut 1.100 Kindern; bei der Zulassung der Impfstoffe für Erwachsene sei die Zahl sehr viel höher gewesen.

Wir wissen, dass sehr seltene Nebenwirkungen oder Probleme erst dann auftauchen und festgestellt werden, wenn eine ausreichend große Zahl an Impflingen in Studien überwacht geimpft wurden.

Die Sächsische Impfkommission erarbeitet derzeit ein Positionspapier zu Fragen einer Corona-Impfung für 12- bis 15-Jährige. Grünewald zufolge wird dieses sehr bald veröffentlicht.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 3. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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