Coronavirus-Pandemie Ticker: Verschiebung der Zweitimpfung möglich

Der Chef der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut hält es für denkbar, die Zweitimpfung gegen das Coronavirus nach hinten zu verschieben. Die Polizei will zu Silvester mehr Präsenz zeigen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft spricht sich für die Verlängerung des Lockdowns aus. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Im Landkreis Harz in einer Senioren Pflegeeinrichtung in Halberstadt (Seniorenzentrum Krüger) wurden die ersten Bewohner sowie das Pflegepersonal geimpft.
Die Ständige Impfkommission hält es für möglich, die zweite Impfung gegen das Coronavirus erst nach zwölf statt drei Wochen zu geben. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 31. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:22 Uhr | Sachsen-Anhalt: Erste Impfstoff-Lieferung aufgebraucht

Sachsen-Anhalt hat binnen weniger Tage die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs verbraucht. Laut Robert Koch-Institut wurden bis zum Donnerstagvormittag rund 10.100 Dosen des Impfstoffs verabreicht. Bereits am Mittwoch hätten aber alle 14 Landkreise und kreisfreien Städte neuen Impfstoff sowie weiteres Zubehör wie Kanülen, Tupfer und Spritzen erhalten.

20:34 Uhr | Gericht hebt Versammlungsverbot in NRW zum Jahreswechsel auf

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte einen entsprechenden Beschluss des Münsteraner Gerichts vom Donnerstag. Die Landesregierung hatte in der Corona-Schutzverordnung für den 31.12. und den 1.1. Demonstrationen grundsätzlich untersagt. Dahinter stand die Sorge, dass angemeldete Versammlungen missbraucht werden könnten, um das Verbot von Silvesterfeiern zu umgehen. Die Richter befanden, diese Regelung sei rechtswidrig und unverhältnismäßig. Die Behörden könnten den Infektionsschutz auch ohne das pauschale Versammlungsverbot gewährleisten.

19:48 Uhr | Südafrikanische Corona-Variante in Frankreich nachgewiesen

In Frankreich ist erstmals die neue, südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, trat die Variante bei einem Mann auf, der sich zuvor in Südafrika aufgehalten hatte. Wenige Tage nach seiner Rückkehr habe der Mann Symptome gezeigt und sich umgehend zu Hause isoliert. Risikokontakte habe es nicht gegeben. Der Mann sei mittlerweile genesen.

Die Virusvariante aus Südafrika ist vermutlich sehr viel ansteckender als bisherige Varianten. Auch in Großbritannien hatte sich zuletzt eine ansteckendere Virusmutation verbreitet.

19:39 Uhr | Nach Impfpanne in Stralsund: Letzte Patientin entlassen

Vier Tage nach der Impfpanne in Stralsund ist auch die letzte vorsorglich im Krankenhaus behandelte Frau wieder zu Hause. Landrat Stefan Kerth sagte, er sei froh, dass es allen betroffenen Personen nach und nach besser gehe. Drei von ihnen klagten noch über Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und leichten Schwindel. Am Sonntag war in einem Pflegeheim in Stralsund acht Mitarbeitern versehentlich die fünffache Dosis des gelieferten Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Vier von ihnen waren daraufhin vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.

19:10 Uhr | Rückblick auf das Corona-Jahr

Erste Meldungen über eine Lungenkrankheit aus dem chinesischen Wuhan, später die Ausbreitung des Virus auf die ganze Welt. Das Jahr 2020 war geprägt von der Corona-Pandemie.

18:11 Uhr | Großbritannien meldet weiteren Rekord bei Neuinfektionen

Großbritannien verzeichnet einen neuen Rekord bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen. Diese liegt Regierungsdaten zufolge bei 55.892 nach 50.023 einen Tag zuvor. Der bisherige Höchststand wurde am Dienstag gemeldet mit 53.135 neuen Infektionen. Weitere 964 Menschen starben an oder mit dem Coronavirus.

17:42 Uhr | Vogtlandkreis mit bundesweit höchster 7-Tage-Inzidenz

Sachsen bleibt bundesweiter Hotspot der Corona-Pandemie. Besonders hoch sind die Infektionszahlen im Vogtlandkreis. Nach Zahlen des Landkreises und des sächsischen Sozialministeriums liegt die 7-Tage-Inzidenz im Vogtlandkreis bei 866. In den letzten sieben Tagen wurden dort 1.947 Neuinfektionen registriert. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz im Vogtlandkreis bei 762,4.

17:21 Uhr | Belgien will Einreisende stärker kontrollieren

Belgien will Einreisende ab morgen verstärkt kontrollieren, um Quarantänepflichten in der Corona-Krise durchzusetzen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Belga. An Autobahn-Grenzübergängen, an Bahnhöfen und Flughäfen werde die Polizei Einreisende überprüfen. Ausländer, die aus roten Zonen nach Belgien kommen, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen. Die belgische Regierung hatte angekündigt, dass ab heute alle Rückkehrer aus ausländischen Corona-Hotspots in Quarantäne müssen. Sie müssen zudem am ersten und am siebten Tag der Quarantäne einen Coronatest machen.

16:52 Uhr | Italien will mehr Schulen öffnen

Italienische Schüler protestieren dagegen, Unterricht online machen zu müssen und fordern die Rückkehr zum Präsenzunterricht.
Protest im November von italienischen Schülern für mehr Präsenzunterricht. Bildrechte: dpa

Italien will ab 7. Januar die Schulen auch für ältere Schüler verstärkt wieder öffnen. Das bestätigte das Innenministerium in Rom. Trotz der Corona-Pandemie müsse ein sicherer Unterricht gewährleistet werden, hieß es. Die Verantwortlichen vor Ort und in der Regierung in Rom peilten an, dass zunächst 50 Prozent Präsenzunterricht erteilt werde. Für den Rest der Mädchen und Jungen bleibt es zunächst beim Online-Lernen. Italien hatte in der zweiten Corona-Welle im Herbst einen Großteil des direkten Unterrichts für ältere Schüler gestoppt. Kleinere Kinder durften vielerorts aber weiter in ihre Klassen.

Die Gesundheitsbehörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land registrierten am Mittwoch rund 16.200 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

15:55 Uhr | Norwegen führt Corona-Testpflicht für Einreisende ein

In Norwegen muss man sich bei der Einreise ab dem 2. Januar verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Der Corona-Test solle so schnell wie möglich am Flughafen und spätestens einen Tag nach der Ankunft in dem skandinavischen Land vorgenommen werden, teilte die norwegische Regierung mit. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld. Von der Testpflicht ausgenommen werden Kinder unter zwölf Jahren.

15:36 Uhr | Britische Virus-Mutation in China aufgetaucht

Die in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation ist erstmals in China nachgewiesen worden. Sie sei bei einer 23-jährigen Studentin entdeckt worden, die von Großbritannien nach China zurückgekehrt sei, heißt es in einer Publikation der chinesischen Seuchenbehörde. Die Frau sei bereits am 14. Dezember in Shanghai getestet worden.

Auch in Deutschland wurde die Mutation bereits festgestellt – erstmals Heiligabend. Bisher wurde die Variante bei Menschen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nachgewiesen.

15:15 Uhr | Erneut mehr als 1.000 Tote

In Deutschland hat die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Toten zum zweiten Mal in Folge die 1.000er-Marke überschritten. Das am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelte Risklayer-Projekt verzeichnete 1.052 gemeldete Todesfälle binnen 24 Stunden. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen gibt das Projekt mit 28.132 an. Das sind etwa 3.000 weniger als vor einer Woche.

Das RKI meldete am Silvestermorgen 32.552 Neuinfektionen und 964 Todesfälle. Die unterschiedlichen Zahlen resultieren aus verschiedenen Meldewegen der Gesundheitsämter.

14:52 Uhr | RKI: Mehr als 130.000 Impfungen

Bis Donnerstagfrüh wurden in Deutschland insgesamt 131.626 Impfungen gegen das Coronavirus an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 51.465, wie aus RKI-Angaben hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betonte das RKI.

Besonders in Sachsen und Thüringen verlaufen die Impfungen bisher eher schleppend. Für Sachen meldete das RKI bisher 2.653 Impfungen, für Thüringen sogar erst 810. In Sachsen-Anhalt wurden dagegen bereits mehr als 10.000 Menschen geimpft.

13:44 Uhr | SPD kritisiert Impfstoff-Verzögerung

Die SPD hat Bundesgesundheitsminister Spahn aufgefordert, die Anlaufschwierigkeiten bei den Impfungen gegen das Coronavirus zu beheben. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD im Bundestag, Carsten Schneider, sagte der Deutschen Presse-Agentur, Spahn verantworte die Impfstoffbeschaffung und -verteilung. Diese Aufgabe müsse nun für den Minister oberste Priorität haben.

Auch Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller erwartet von Spahn, die Impfstoffproduktion zu erhöhen. Er erklärte, die Länder hätten sich auf die Impfungen gut vorbereitet. Jetzt fehlten nur noch die entsprechenden Dosen des Vakzins.

13:05 Uhr | Thüringer Impfportal wieder geschlossen

Das Thüringer Online-Impfportal ist nur Stunden nach dem Start wieder geschlossen worden. Das sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums MDR THÜRINGEN und berief sich dabei auf Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT). Derzeit können keine Impftermine online vereinbart werden.

Am Montag soll die telefonische Terminvergabe starten. Dafür sollten noch ausreichend Ressourcen vorhanden sein, so der Sprecher. Er kündigte an, dass im Laufe der kommenden Woche dann auch das Online-Portal wieder freigegeben werde. Der Start des Online-Impfportals verlief holprig. Wegen technischer Probleme war die Internetseite zeitweise überlastet, Terminvergaben waren für viele nicht möglich.

12:55 Uhr | Impfkommissions-Chef: Verschiebung der Zweitimpfung möglich

Der Chef der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, Thomas Mertens, hält es für denkbar, die Zweitimpfung gegen das Coronavirus nach hinten zu verschieben. Mertens sagte, auch nach der ersten Impfung sei der Schutz schon sehr gut. Es sei daher durchaus überlegenswert, bei Impfstoffmangel zunächst bevorzugt die erste Impfung zu verabreichen.

Ähnlich äußerte sich der Bonner Virologe Hendrik Streeck im RTL-Nachtjournal. Die Daten hätten gezeigt, dass bereits nach der ersten Impfung mehr als die Hälfte der Geimpften vor der schweren Erkrankung geschützt sei. In Großbritannien haben die Behörden wegen des knappen Kontingents empfohlen, möglichst vielen Menschen nur eine erste Impfdosis zu geben.

11:56 Uhr | Anhalt-Bitterfeld: Kontaktpersonen eigenständig informieren

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld müssen Corona-Infizierte ihre Kontaktpersonen von nun an eigenständig über ihre Erkrankung informieren. Das hat der Landkreis mitgeteilt. Grund ist demnach die zunehmende Überlastung des Gesundheitsamtes. Der Kreis teilte mit, zur Eindämmung der Pandemie sei eine schnelle Ermittlung von Kontaktpersonen erforderlich. Das Gesundheitsamt könne das wegen vieler Fälle aktuell nicht mehr gewährleisten. Infizierte müssen der neuen Verordnung zufolge auch eine Liste aller Kontaktpersonen an das Gesundheitsamt übermitteln.

11:44 Uhr |1,3 Billionen Euro Corona-Kosten 2020

Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Allerdings sind in dieser Summe auch Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro enthalten, die Bund und Länder gewährleisten und von denen man nicht weiß, in welcher Höhe sie überhaupt greifen müssen. Auch erwartete Einnahmeausfälle durch weniger Steuern sind berücksichtigt.

Für das Jahr 2021 rechnet die Bundesregierung mit weiteren Corona-Folgekosten von rund 184 Milliarden Euro, die aber auch nicht oder unvollständig in Anspruch genommene Gelder aus dem Jahr 2020 beinhalten können.

11:21 Uhr | Mühlhausen verlegt Patienten nach Niedersachsen

Aus dem Hufeland-Klinikum in Mühlhausen werden zwei Covid-Patienten in sogenannte Level-1-Krankenhäuser nach Wolfsburg und Braunschweig verlegt. Mindestens zwei weitere Transporte nach Niedersachsen sind noch geplant. Das teilte das Landratsamt mit. Am Mittwoch habe es Absprachen zwischen Klinikum, Gesundheitsministerium, Rettungsdienst und Landrat gegeben. Dabei sei es darum gegangen, wie das Krankenhaus weiter entlastet werden könnte.

Trotz Unterstützung durch zwölf Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten sei eine Überlastung nicht zu verhindern gewesen, sagte Klinik-Geschäftsführer Jens Kopp. Bundesweit hoffen Krankenhäuser auf Entlastung durch den Impfstart.

10:40 Uhr | Polizei will zu Silvester mehr Präsenz zeigen

Die Polizei will zu Silvester in Mitteldeutschland mit Großaufgeboten unterwegs sein. Das sagte die Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Cathleen Martin, MDR Aktuell. Corona-Leugner hätten angekündigt, entgegen allen Festlegungen gegen das Böllerverbot auf die Straße zu gehen. In Leipzig-Connewitz habe die linke Szene zu Aktionen aufgerufen. Nach Martins Worten sollen Extra-Einheiten der Polizei dafür sorgen, dass die Corona-Auflagen eingehalten werden.

In Sachsen-Anhalt wird unter anderem Bereitschaftspolizei im Einsatz sein. Die Polizeigewerkschaft setzt vor allem auf Gespräche. Nur wenn Leute uneinsichtig blieben, würden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Auch die Thüringer Polizei kündigte an, im Streifendienst mehr Beamte einzusetzen.

10:00 Uhr | Lockerungen im Januar unwahrscheinlich

Aus der Politik mehren sich Stimmen, den Lockdown über den 10. Januar hinaus zu verlängern. So sagte SPD-Co-Chefin Saskia Esken den Zeitungen der "Funke Mediengruppe", sie glaube nicht, dass die Zahlen Lockerungen im Januar erlauben würden. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sagte der "Rheinischen Post", die aktuellen Zahlen seien nur wenig aussagekräftig, er gehe davon aus, dass die Maßnahmen verlängert werden müssten. Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller schließt zudem eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zur Virus-Eindämmung nicht aus. "Wenn die Infektionszahlen so hoch bleiben, dann gehe ich davon aus, dass wir mindestens diese Maßnahmen, die wir jetzt haben, auch verlängern werden."

Zuvor hatte bereits Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Lockerungen für den Freistaat am 11. Januar ausgeschlossen.

08:48 Uhr | Merz fordert mehr Rechte für Corona-Geimpfte

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz spricht sich für größere Freiheitsrechte in der Pandemie für Geimpfte aus. Man könne einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe von Geimpften, Gesunden und Genesenen "nicht pauschal die Grundrechte vorenthalten, weil eine immer kleinere Gruppe nach wie vor durch das Virus gefährdet ist", sagte Merz den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Es sei daher keine Diskriminierung, denen die Freizügigkeit zurückzugeben, die sich selbst und andere nicht mehr gefährden würden. Das gehe entweder durch den Nachweis einer Impfung oder einen Negativtest.

Derzeit spricht sich eine Mehrheit der Politiker gegen Privilegien für Corona-Geimpfte aus. Ein Grund ist, dass zurzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass Geimpfte andere Menschen noch mit dem Coronavirus anstecken könnten. 

08:14 Uhr | Inselgruppe schottet sich ab

Eine Inselgruppe der Philippinen, die Provinz Sulu, mit mehr als 900.000 Einwohnern schottet sich für zumindest zwei Wochen von der Außenwelt ab. Grund ist die Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante im benachbarten Malaysia. Die Selbst-Isolation sei zunächst vom 4. bis 17. Januar geplant, sagte Gouverneur Abdusakur Tan dem Sender ANC. Sie könne aber auch verlängert werden. Auch Bewohner der Inseln, die derzeit nicht dort seien, dürften Sulu dann nicht mehr betreten.

07:40 Uhr | Patientenschützer für unkomplizierte Impftermine

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, hat unkomplizierte Terminvergaben für Corona-Impfungen gefordert. Der Deutschen Presse-Agentur sagte er, die Länder praktizierten bisher ein Vermittlungssystem, das undurchschaubar und praxisfern sei. Es dürfe nicht sein, dass daheim lebenden Senioren "ihre Impfbereitschaft vergrault wird." An mangelnder Erfahrung könne es nicht liegen. Schließlich gebe es seit Jahren Termin-Servicestellen.

Bundesweit gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, um Termine für Impfungen zu vergeben, die in der Anfangsphase gebündelt über regionale Zentren laufen sollen. Die Möglichkeit, die einheitliche Service-Nummer 116 117 der Kassenärzte dafür zu verwenden, wird nicht von allen Ländern genutzt. Dazu werden in einigen Ländern bereits Termine vergeben, in anderen nicht.

07:05 Uhr | Weltweit stilles Silvester

Weltweit wird das neue Jahr ohne die sonst üblichen Massenpartys und Silvesterfeiern begrüßt. Die australische Metropole Sydney veranstaltet zwar ihr traditionelles Feuerwerk am Hafen, allerdings ohne Zuschauer. In der brasilianischen Millionenstadt Rio de Janeiro wurden die Strände gesperrt. In Berlin fallen die traditionelle Silvesterparty und das Großfeuerwerk am Brandenburger Tor aus.

Generell ist in Deutschland der Verkauf von Böllern und anderem Feuerwerk ab Kategorie 2 zum Jahreswechsel 2020/2021 untersagt worden. Ob bereits vorhandene Pyrotechnik abgebrannt werden darf, entscheiden die Kommunen.

06:50 Uhr | Krankenhausgesellschaft für längeren Lockdown

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) spricht sich angesichts der drohenden Überlastung der Kliniken für eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns aus. DKG-Präsident Gerald Gaß sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, man verzeichne weiterhin eine steigende Belegung der Krankenhäuser mit Patienten, die an Covid-19 erkrankt seien. Mittlerweile seien es etwa doppelt so viele, wie in der ersten Welle. Die Zahlen würden frühestens ab Mitte Januar zurückgehen, wenn der Lockdown wirke, warnte der DKG-Chef. Ohne eine Verlängerung des Lockdowns würde es zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen.

06:45 Uhr | Merkel: "Der Winter ist und bleibt hart"

Bundeskanzlerin Merkel hat die Deutschen aufgerufen, in der Corona-Krise weiter durchzuhalten. In ihrer letzten Neujahrsansprache als Regierungschefin sagte Merkel, in den vergangenen 15 Jahren ihrer Amtszeit habe man nie das alte Jahr als so schwer empfunden. Zugleich habe man nie dem neuen Jahr mit so viel Hoffnung entgegengesehen. Diese Hoffnung habe seit wenigen Tagen Gesichter: Das seien die ersten Geimpften. Merkel betonte, es gebe nichts zu beschönigen. Es seien schwere Zeiten, und das werde auch noch eine ganze Weile so bleiben. Das wirksamste Mittel außer dem Impfstoff hätten die Menschen selbst in der Hand - sich an die Regeln zu halten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 31. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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