Coronavirus-Pandemie Ticker: Mehrere Millionen Schnelltests für die Länder

Der Bund stellt noch einmal millionenweise Schnelltests für die Länder zur Verfügung. RKI-Chef Lothar Wieler zufolge ist aktuell vor allem die berufstätige Bevölkerung von Covid-Infektionen betroffen. Die EU-Kommission hat den Coronavirus-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugelassen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie.

Schnelltest
Die Bundesregierung stellt den Ländern ein zweites Paket mit Selbsttests zur Verfügung. Bildrechte: imago images/Martin Wagner

Unser Ticker am Donnerstag, 11. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Vorsichtige Lockerungen in Portugal

Portugal will nach einem rund zwei Monate dauernden Lockdown in der nächsten Woche mit Lockerungen beginnen. Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen sollen am Montag öffnen, teilt Ministerpräsident Antonio Costa bei einer Pressekonferenz mit. Auch Friseure und Buchläden sollen dann wieder öffnen dürfen. Für Restaurants sei der Schritt erst im Mai vorgesehen. Die Lockerungsmaßnahmen würden alle 15 Tage überprüft. Die Landesgrenze zu Spanien soll bis Ostern geschlossen bleiben.

21:15 Uhr | Erfurter Theater will für geimpfte Senioren öffnen

Das Theater Erfurt will im April wieder öffnen. Wie eine Sprecherin mitteilte, werden zur ersten Vorstellung ausschließlich bereits geimpfte Bewohner von Pflegeeinrichtungen eingeladen. Generalintendant Guy Montavon sagte, das Theater wolle damit Menschen helfen, die unter Isolation gelitten hätten. Vorbild sei das Modell der spanischen Hauptstadt Madrid gewesen. Auch dort waren geimpfte Senioren die ersten, die wieder eine Theatervorstellung besuchen durften.

21:00 Uhr | Sachsen plant neues Schutzkonzept für Schulen

Das Land Sachsen bereitet für die nächste Corona-Schutzverordnung ein neues Schutz- und Stufenkonzept für Schulen in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen vor. Ziel sei es, wiederkehrende Schließungen ab einer bestimmten Corona-Inzidenz zu verhindern, erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Donnerstagabend in einer Online-Konferenz. Dabei gehe es etwa um bestimmte Test- und Maskenkonzeptionen sowie andere Unterrichtsmodelle. Für das Vogtland wird allerdings eine Öffnung der Schulen vor Ostern ausgeschlossen. Das wäre ein "Brandbeschleuniger" in der aktuellen Situation, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der Vogtlandkreis ist Corona-Brennpunkt in Sachsen und gehört bundesweit zu den Regionen mit dem höchsten Infektionsgeschehen.

20:40 Uhr | USA: Biden setzt billionenschweres Konjunkturpaket in Kraft

US-Präsident Joe Biden hat das billionenschwere Corona-Konjunkturpaket mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Es handele sich um ein "historisches Gesetz", das der Mittelschicht und der arbeitenden Bevölkerung eine faire Chance gebe, sagte Biden am Donnerstag.

US-Präsident Biden
US-Präsident Joe Biden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das von Biden vorgeschlagene Paket zur Bewältigung der Corona-Krise hatte am Mittwoch seine letzte Hürde im US-Kongress genommen.

Der Umfang des Konjunkturpakets in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar (rund 1,6 Billionen Euro) entspricht fast zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Es beinhaltet unter anderem Direktzahlungen für die meisten Steuerzahler in Höhe von 1.400 Dollar und zusätzliche Hilfen für Familien, darunter ein Kindergeld. Zudem mobilisiert es Mittel für Corona-Tests, die Impfkampagne, Schulöffnungen und Geld für klamme Bundesstaaten und Kommunen.

20:15 Uhr | Deutschland hält an Astrazeneca fest

Deutschland setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus. Bislang gebe es keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe, teilte das Paul-Ehrlich-Institut am Donnerstagabend mit. Nach einer ersten Prüfung halte auch die Europäische Arzneimittelagentur "an der positiven Bewertung des zugelassenen Astrazeneca-Impfstoffs fest", hieß es.

20:00 Uhr | Stadt Leipzig richtet Schnelltest-Zentrum ein

Die Stadt Leipzig richtet in ihrem Neuen Rathaus ein Corona-Testzentrum ein. Von Samstag an könnten sich Bürgerinnen und Bürger dort ohne vorherige Terminvergabe testen lassen, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Das Testzentrum werde täglich geöffnet sein, wochentags von 8:00 bis 18:00 Uhr und an den Wochenenden von 10:00 bis 17:00 Uhr. Testwillige können dort einen Antigen-Schnelltest machen, der 10 bis 15 Minuten dauere. Pro Stunde könnten im Rathaus 120 Menschen getestet werden.

19:45 Uhr | Tschechien, Ungarn und Israel planen Bündnis gegen Corona

Auch Tschechien und Ungarn wollen im Kampf gegen das Coronavirus mit Israel zusammenarbeiten. Das sagten die Ministerpräsidenten beider Länder, Andrej Babis und Viktor Orban, nach einem Dreiertreffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. Zuvor hatten bereits Dänemark und Österreich Kooperationen mit Israel angekündigt. Babis und Orban sprachen von Israel als Modell-Land angesichts der rasanten Impfkampagne. Netanjahu sagte, Tschechien und Ungarn seien an einer Beteiligung an einem Impfstoffwerk interessiert, das in Israel entstehen solle.

19:20 Uhr | Landkreis Görlitz fordert Impffreigabe für alle Erwachsenen

Der sächsische Landkreis Görlitz fordert die Impffreigabe für alle Einwohner ab 18 Jahren. Landrat Bernd Lange erklärte, mit der längsten nationalen Außengrenze Deutschlands sei auch Görlitz einem erhöhten Corona-Risiko ausgesetzt. Er habe mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass im Vogtlandkreis die Impfreihenfolge aufgehoben werde. Gesundheitsministerin Petra Köpping hatte angekündigt, dass sich im Vogtland alle Erwachsenen impfen lassen könnten. Grund sei die Nähe zum Corona-Hotspot Tschechien und die hohe Sieben-Tage-Inzidenz. Sie liegt im Vogtland derzeit rund 227, im Landkreis Görlitz bei 89.

18:20 Uhr | Bund beschafft Millionen Schnelltests für die Länder

Die Bundesregierung will die Länder beim Erwerb von Corona-Selbsttests, etwa für Schulen und Kitas, unterstützen. Wie aus einem Schreiben von Verkehrs- und Gesundheitsministerium hervorgeht, stehen im März 17 Millionen Tests und im April bis zu 45 Millionen Tests des Herstellers Siemens Healthcare zur Verfügung. Interessierte Länder sollen sich bis Freitagmittag melden. Die Tests zahlen die Länder selbst. Der Bund hatte bereits ein erstes Paket von gut zehn Millionen Tests als Starthilfe beschafft. Im Kern sollen die Länder aber künftig mit eigener Initiative die Selbsttests für Zuhause beschaffen. Der breite Einsatz der Tests ist ein Baustein in der Öffnungsstrategie von Bund und Ländern.

17:58 Uhr | Nach Maskendeals: Hauptmann zieht sich aus Bundestag zurück

Der Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann zieht sich aus dem Bundestag zurück. Seine Vermittlungsangebote für Masken an mindestens zwei Landkreise sowie diverse Geschäfte Hauptmanns im In- und Ausland werfen viele Fragen auf. Die Hintergründe:

17:45 Uhr | Spahn: Impfangebot für alle bis zum Spätsommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich optimistisch gezeigt, dass mit Hilfe der Arztpraxen bis Ende des Sommers große Teile der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sein werden. Bis zum dritten Quartal werde man allen Menschen nicht nur eine Impfung anbieten können, sondern sie auch dazu auffordern können, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin-Prenzlauer Berg bei einem der ersten Impftermine eines Pilotprojekts mit knapp 150 Arztpraxen in der Hauptstadt.

17:15 Uhr | Verbraucherzentrale: Rückerstattung nicht in allen Fällen

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat darauf hingewiesen, dass Verbraucher bei abgesagten Festivals nur in bestimmten Fällen den Ticketpreis erstattet bekommen. Sprecherin Simone Meisel sagte MDR AKTUELL, nur wenn Tickets nach dem 8. März 2020 erworben worden seien, gebe es einen gesetzlichen Anspruch auf sofortige Rückzahlung. Verbraucher sollten sich an die Vorverkaufsstellen oder die Veranstalter wenden. Seien Tickets eher gekauft worden, gelte weiter die Gutschein-Regelung. In diesen Fällen könne das Geld erst ab 1. Januar 2022 zurückverlangt werden. Zahlreiche Veranstalter hatten gestern große Open-Air-Festivals für dieses Jahr abgesagt.

17:05 Uhr | Sachsen impft ab sofort über 70-Jährige

In Sachsen können sich ab sofort auch Menschen über 70 gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, gilt das Angebot für alle Personen der Priorisierungsgruppe 2. Ministerin Petra Köpping sagte, die Nachfrage nach Terminen sei erfreulicherweise hoch, auch nach dem Impfstoff von Astrazeneca. Er schütze ebenfalls sehr gut vor schweren Krankheitsverläufen. In der Priorisierungsgruppe befinden sich neben den über 70-Jährigen auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes, Adipositas oder Demenz.

17:00 Uhr | EU lässt Impfstoff von Johnson & Johnson zu

Die EU-Kommission hat den Coronavirus-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson zugelassen. Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen teilte auf Twitter mit: "Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt." Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin geprüft und eine Empfehlung ausgesprochen hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19. Es stehe in der EU nun erstmals ein Corona-Impfstoff zur Verfügung, bei dem nur eine Dosis erforderlich sei, erklärte EMA-Chefin Emer Cooke.

16:10 Uhr | RKI: Mehr Ansteckungen bei Jüngeren und Berufstätigen

Das Robert Koch-Institut sieht aktuell vor allem die berufstätige Bevölkerung von Covid-Infektionen betroffen. RKI-Chef Lothar Wieler sagte bei einem Online-Vortrag, die Zahl der Ansteckungen liege bei jüngeren und mobilen Menschen derzeit auf einem deutlich höheren Niveau als früher. Diese Gruppen hätten die meisten Kontakte, was die Bekämpfung der Pandemie erschwere. Bei den 20- bis 24-Jährigen etwa seien Anfang August zu Beginn der zweiten Welle 11 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Mittlerweile seien es 95 Fälle – mehr als in allen anderen Altersgruppen. Wieler rief dazu auf, die Kontakte zu reduzieren oder sich immer nur mit den gleichen Menschen zu treffen.

15:09 Uhr | Musiker wechselt zum Bund

Vom Orchester- in den Schützengraben: Die Corona-Krise wirbelte das Leben eines 51-Jährigen Berufsmusikers durcheinander. Da Auftritte mit seinen Orchestern gestrichen sind, lässt er sich im Marinemusikkorps anstellen – und muss dafür nun die militärische Grundausbildung in Weißenfels absolvieren.

15:00 Uhr | EMA überprüft Astrazeneca-Impfstoff

Dänemark hat die Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff wegen möglicher Nebenwirkungen vorerst gestoppt. Zuvor hatte bereits Österreich die Astrazenca-Impfungen ausgesetzt. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA überprüft die Fälle. Mehr dazu im Artikel von MDR WISSEN:

14:55 Uhr | Studie: Biontech-Impfstoff schützt zu 97 Prozent

Eine Datenauswertung zur Corona-Impfkampagne in Israel hat die hohe Wirksamkeit des Biontech-Vakzins bestätigt. Der Impfstoff schütze zwei Wochen nach Verabreichung der zweiten Dosis zu mindestens 97 Prozent vor symptomatischen Erkrankungen, schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen, teilte die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer am Donnerstag mit. Die Auswertung habe außerdem eine Wirksamkeit des Impfstoffs von 94 Prozent gegen asymptomatische Corona-Infektionen gezeigt. Die Angaben beruhen demnach auf Kontrolldaten des israelischen Gesundheitsministeriums, die zwischen dem 17. Januar und 6. März erhoben wurden.

14:18 Uhr | Ema gibt grünes Licht für Impfstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson. Der Ema-Ausschuss für Humanarzneimittel habe eine bedingte Zulassung des Impfstoffs in der Europäischen Union empfohlen, teilte die EU-Behörde in Amsterdam mit. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Diese gilt aber als Formsache.

14:10 Uhr | Dresden verbietet "Querdenken"-Demos

Dresden hat die für Samstag geplanten "Querdenken"-Demonstrationen gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt. Die Stadt teilte als Versammlungsbehörde mit, die Kundgebungen sowie die damit einhergehenden Anreisen aus Sachsen und angrenzenden Bundesländern würden dem "Schutzzweck aller Corona-Schutzverordnungen zuwiderlaufen". Der Anmelder habe infektionsschutzrechtliche Bedenken nicht entkräften können. So seien zunächst 3.000 Menschen für eine Veranstaltung am Königsufer angemeldet, dann die Prognose auf 5.000 Teilnehmer erhöht und später noch zwei weitere Kundgebungen beantragt worden.

Die Organisatoren kündigten juristische Schritte gegen das Verbot an. "Querdenken 351"-Sprecher Marcus Fuchs bezeichnete es als "bodenlose Frechheit". Man habe viele Vorschläge und Kompromisse unterbreitet, um einen friedlichen und sicheren Protest zu ermöglichen. Als Beleg nannte er unter anderem die Aufteilung der Kundgebung auf zwei Plätzen beiderseits der Elbe.

13:49 Uhr | 50 Thüringer Hausarztpraxen für Corona-Impfprojekt ausgewählt

Für den Testlauf zur Corona-Impfung in Thüringer Hausarztpraxen sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen 50 Praxen ausgewählt worden. Wie die KV-Landesvorsitzende Annette Rommel mitteilte, wurden Praxen im gesamten Land ausgesucht. An welchem Tag genau das Pilotprokejt startet, ist laut KV bislang unklar. Dies hänge davon ab, wann wieder Impfstoff geliefert werden könne, so Rommel.

In dem Pilotprojekt sollen Hausärzte in ihren Praxen Menschen aus den beiden höchsten Prioritätsstufen impfen. Dazu gehören etwa Menschen über 70 Jahre und Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen. An die Priorisierung müssten sich die an dem Testlauf teilnehmenden Praxen halten, sagte Rommel.

13:35 Uhr | Sachsen-Anhalts Bildungsminister lehnt Samstagsunterricht ab

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner lehnt Samstagsunterricht nach den coronabedingten monatelangen Schulschließungen ab. Der CDU-Politiker sagte im Magdeburger Landtag, es gehe zunächst darum, die Situation realistisch einzuschätzen, bevor Schulen zusätzliche Belastungen wie Samstagsunterricht auferlegt würden. Sein Ministerium prüfe derzeit Ferienangebote an Schulen.

Den zusätzlichen Unterrichten an Samstagen hatte die AfD-Fraktion gefordert, damit versäumter Lernstoff aufgeholt werden könne. Die Linke verlangte, Klassenarbeiten und Tests herunterzufahren. Lernen sei jetzt wichtiger, als prüfen auf Papier.

13:14 Uhr | Erstmals mehr als 250.000 Impfungen an einem Tag

Am gestrigen Mittwoch sind bundesweit erstmals seit Beginn der Impfkampagne mehr als 250.000 Impfstoffdosen gegen das Coronavirus verimpft worden. Das zeigt die tägliche Erhebung des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach wurden im Laufe des Tages 192.612 Menschen erst- und 65.059 Menschen zweitgeimpft.

Bundesweit haben damit nun 2,67 Millionen Menschen einen vollen Impfschutz und 5,76 Millionen Menschen sind erstgeimpft – davon etwa 151.000 in Thüringen, etwa 290.000 in Sachsen und rund 138.000 in Sachsen-Anhalt.

12:58 Uhr | EU verlängert Impfstoff-Exportkontrolle

Die Ende Januar eingeführte EU-Exportkontrolle für Corona-Impfstoffe wird bis Ende Juni verlängert. Dies teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Demnach müssen Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge geschlossen haben, weiterhin Genehmigungen beantragen, wenn sie bestimmte Drittstaaten beliefern wollen.

Wie eine Kommissionssprecherin mitteilte, wurden seit Anfang Februar 249 derartige Anträge genehmigt und der Export von 34 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an 31 Länder erlaubt. Lediglich der Antrag zum Export von 250.000 Astrazeneca-Impfdosen an Australien sei auf Antrag Italiens gestoppt worden.

Die Exportkontrolle wurde gestartet, nachdem Astrazeneca angekündigt hatte, zunächst weniger Impfstoff an die EU zu liefern als vertraglich zugesichert. Ausfuhren in eine Reihe von EU-Partnerländern wie die Schweiz, Israel und die Ukraine sowie Entwicklungsländer müssen nicht genehmigt werden.

12:44 Uhr | Forschungsprojekt untersucht Schulöffnung im Burgenlandkreis

Sachsen-Anhalt begleitet die Schulöffnung im Burgenlandkreis mit einem Forschungsprojekt. Bildungsminister Marco Tullner erklärte, Ziel sei es, das Ansteckungsrisiko zu untersuchen. Die Schüler sollen dafür mehrmals in der Woche auf das Coronavirus getestet werden. Die Kosten übernehme das Land, sagte der CDU-Politiker.

Der Burgenlandkreis weist seit Wochen die höchsten Corona-Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt auf. Laut Risklayer liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 165,5.

12:10 Uhr | Stiko gegen Aufhebung der Impfpriorisierung im Vogtlandkreis

Die Ständige Impfkommission hat vor einer zu schnellen Aufhebung der Priorisierung bei Corona-Impfungen gewarnt. Stiko-Mitglied Eva Hummers sagte dem RBB, noch sei nicht genügend Impfstoff verfügbar, um alle zu versorgen. Die Medizinerin bezog sich auf Pläne für den sächsischen Vogtlandkreis. Wegen hoher Inzidenz-Zahlen soll dort die Impfreihenfolge nicht mehr gelten. Hummers sagte, es sei nicht sinnvoll, wenn letztlich die geimpft würden, die am schnellsten laufen könnten.

11:23 Uhr | Dänemark stoppt Impfungen mit Astrazeneca

Dänemark hat Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff vorerst gestoppt. Wie die örtliche Gesundheitsbehörde mitteilte, sind bei mehreren geimpften Personen schwere Komplikationen durch Blutgerinnsel aufgetreten. Es sei aber noch nicht geklärt, ob es einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und der Gerinnungsstörung gebe. Die Sperre sei zunächst befristet. Dänemarks Gesundheitsminister Heunicke kündigte eine gründliche Untersuchung an.

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca ist seit Januar in der EU zugelassen. In Deutschland und mehreren anderen europäischen Länder war das mit der Universität Oxford entwickelte Vakzin zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen, weil belastbare Daten für die Wirksamkeit bei älteren Menschen erst fehlten. Inzwischen wird der Impfstoff aber auch für Senioren empfohlen.

10:55 Uhr | Piwarz erklärt Verschiebung der Test-Strategie an Schulen

In Sachsen wird es zum Unterrichtsstart an den weiterführenden Schulen noch keine Corona-Testpflicht geben. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz begründet das im Interview mit MDR SACHSEN mit fehlenden Selbsttests.

10:25 Uhr | Kretschmer fordert schnelle Impfung der Grenzbewohner zu Tschechien

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat für die Grenzregion zu Tschechien schnellstmögliche Corona-Impfungen für die gesamte Bevölkerung gefordert. Der CDU-Politiker sagte im ZDF-Morgenmagazin, man werde dort mit den bisherigen Regeln nicht erfolgreich sein. Man brauche eine - so wörtlich - "Brandmauer" gegen die hohen Infektionszahlen im Nachbarland. Andernfalls könne sich das erhöhte Infektionsgeschehen in den Grenzregionen auf ganz Deutschland auswirken. Als positiv wertete Kretschmer das steigende Impftempo. Im Mai/Juni werde sich die Situation grundlegend verändert haben, so der sächsische Regierungschef.

09:45 Uhr | Bund rechnet mit 1,6 Milliarden Euro Steuernachforderungen von Kurzarbeitern

Arbeitnehmern in Kurzarbeit drohen möglicherweise hohe Steuernachforderungen. Die Bundesregierung erklärte auf Anfrage der Linken im Bundestag, dass sie für das Steuerjahr 2020 mit Einnahmen von rund 1,6 Milliarden Euro rechne. Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann erklärte, Kurzarbeitenden drohten Steuernachforderungen in Höhe von mehreren hundert Euro pro Person.

Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei. Durch die Leistung erhöht sich aber der Steuersatz für den Rest des zu versteuernden Einkommens. Im April 2020 waren bei der Bundesagentur für Arbeit rund sechs Millionen Menschen in Kurzarbeit gemeldet.

09:10 Uhr | Noch immer nicht alle Corona-Hilfen für 2020 ausgezahlt

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die für das vergangene Jahr von Unternehmen beantragten Corona-Hilfen noch immer nicht vollständig geflossen. Das haben Recherchen von MDR AKTUELL ergeben. Danach wurden in Sachsen bisher 94 Prozent der Anträge auf November-Hilfen und 86 Prozent der Dezember-Hilfen abschließend bearbeitet. Ähnlich sehen die Zahlen in Sachsen-Anhalt und Thüringen aus.

Der Sprecher der Sächsischen Aufbaubank, Volker Stößel, sagte, spätestens nächste Woche würden alle bewilligungsreifen Anträge ausgezahlt. Wo es Unstimmigkeiten gebe, werde die Bearbeitung voraussichtlich noch bis Ostern dauern. Vor allem die Gastronomie hofft zudem auf die sogenannten Überbrückungshilfen III für die Erstattung von Fixkosten. Der Hauptgeschäftsführer des Sächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Axel Klein, sagte, es dürfe nicht noch einmal so eine Katastrophe geben, dass Hilfen so spät kämen.

08:55 Uhr | Kassenärzte-Chef rechnet mit Impfstart der Hausärzte erst im Mai

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, zweifelt die für April geplante Einbindung der Haus- und Fachärzte in die Corona-Impfungen an. "Ich würde da im Moment sehr vorsichtig sein", sagt Gassen im ZDF.

Andreas Gassen, 2018
Gassen: "Rückgriff auf Ressourcen der Hausärzte wohl erst im Mai." Bildrechte: dpa

Da der Impfstoff zunächst prioritär an die Impfzentren der Länder gehen solle, sehe er die Haus- und Fachärzte im April eher nicht im Impfgeschehen, weil sie zu wenig Impfstoff bekommen würden. "So dass wir auf diese Ressourcen wohl erst im Mai zurückgreifen dürften und es bei dem bisherigen Impftempo bleiben dürfte."

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass die Hausärzte spätestens Mitte April schrittweise beim Impfen eingebunden werden sollen.

08:38 Uhr | Ex-Präsidenten Obama, Bush, Clinton und Carter rufen Amerikaner zur Impfung auf

In den USA schalten sich die früheren Präsidenten Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton and Jimmy Carter in die Impfkampagne ein. In zwei Werbeanzeigen der gemeinnützigen Agentur Ad Council rufen sie gemeinsam mit ihren Ehefrauen die Amerikaner dazu auf, sich impfen zu lassen. "Diese Impfstoffe werden Sie und Ihre Lieben vor dieser gefährlichen und tödlichen Krankheit schützen", sagt Bush. Obama ergänzt: "Das ist der erste Schritt, um die Pandemie zu beenden und unser Land nach vorne zu bringen." Carter sagt: "Jetzt liegt es an Ihnen."

08:16 Uhr | Finanzminister debattieren über finanzielle Folgen der Pandemie

Per Videoschalte beraten die Finanzminister von Bund und Ländern heute über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Dabei herrscht Uneinigkeit darüber, wie stark die Ausgaben in Zukunft noch steigen dürfen. Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter sagte MDR AKTUELL, es müsse weiter investiert werden, etwa im IT-Bereich. Es werde aber auch Bereiche geben, in denen man bestimmte Dinge nicht mehr im bisherigen Maße finanzieren könne. Künftig müssten wieder ausgeglichene Haushalte ohne Schulden zustande gebracht werden, betonte der CDU-Politiker.

Thüringens Finanzministerin Heike Taubert (SPD) erklärte, kreditfinanzierte Mehrausgaben seien unerlässlich und notwendig. Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann sagte, das Land spare fallenden Einnahmen nicht hinterher. Wegen Corona würden bis 2022 Kredite von sechs Milliarden Euro aufgenommen, so der CDU-Politiker.

07:48 Uhr | Ramelow befürwortet Einsatz von Sputnik V

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich dafür ausgesprochen, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu bestellen. Der Linke-Politiker sagte den Zeitungen der "Funke Mediengruppe", er sehe den Impfstoff als Chance, schneller zur Normalität zurückzukehren. Die Bundesregierung müsse gegenüber der EU jetzt deutlich machen, dass bei den Herstellern entsprechende Impfmengen geordert würden.

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche erklärt, sie verhandele derzeit nicht mit den Herstellern über einen Lieferrahmenvertrag für alle 27 EU-Staaten. In der EU wird Sputnik V bislang nur in Ungarn eingesetzt. Die Europäische Arzneimittelagentur prüft den Impfstoff derzeit.

07:43 Uhr | Hausärzte kritisieren späteren Impfstart in Arztpraxen

Der Deutsche Hausärzteverband hat die Verzögerungen beim Start der Corona-Impfungen in Arztpraxen kritisiert. Verbandschef Ulrich Weigeldt sagte dem Deutschlandfunk, er könne nicht nachvollziehen, dass man das Volk im Lockdown halte, statt es zu impfen. Die Impfzentren seien am Anfang sicher notwendig gewesen, doch in den Praxen könne schneller und besser geimpft werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich gestern darauf geeinigt, mit Impfungen in Hausarztpraxen erste Mitte April zu beginnen. Die endgültige Entscheidung dazu soll der Bund-Länder Gipfel treffen.

07:38 Uhr | Abschluss von Erstimpfungen in Thüringer Seniorenheimen

Die Erstimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen in Thüringen werden in dieser Woche abgeschlossen. Das sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen MDR THÜRINGEN. Nur vereinzelt würden noch Nachzügler geimpft, die zum Beispiel wegen Krankheiten warten mussten. Den Angaben zufolge haben damit bisher 24.700 Menschen in den Einrichtungen die erste Impfung erhalten. Gut 14.700 Bewohner seien bereits zum zweiten Mal geimpft worden, heißt es. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden insgesamt in Thüringen bisher gut 148.000 Menschen erstgeimpft. Mehr als 76.000 haben die zweite Dosis erhalten. Das entspricht 3,6 Prozent der Einwohnerzahl des Freistaates.

07:20 Uhr | Union verliert durch Maskenaffäre massiv an Vertrauen

Die Union verliert durch die Maskenaffäre an Vertrauen in der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Demnach vertraut nur rund ein Drittel der Befragten der Union in gleichem Maße wie vor den Korruptionsvorwürfen. Rund 60 Prozent geben hingegen an, dass die Maskenaffäre ihr Vertrauen in die CDU und CSU negativ beeinflusst habe. Gut 75 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Parteien daher bei der Bundestagswahl mit großer Wahrscheinlichkeit Schaden nehmen werden.

06:55 Uhr | Sachsen verschiebt Testpflicht an Schulen

In Sachsen wackeln die Pläne, in der kommenden Woche alle Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen zu testen. Die Sprecherin des Kultusministeriums, Susann Meerheim, sagte MDR AKTUELL, entgegen ursprünglichen Plänen gelte ab 15. März noch keine Testpflicht für Schulkinder und Personal. Es sei noch nicht sicher, dass an allen Schulen ausreichend Selbsttests zur Verfügung stünden. Außerdem werde zunächst mit einer Art Probelauf gerechnet. Alle müssten sich an das neue Verfahren herantasten. Für die freiwilligen Schnelltests sind unter Koordination des DRK landesweit 200 Teams im Einsatz. Am Montag sollen 200.000 Kinder und Jugendliche der Klassen fünf bis zehn wieder die Schule besuchen.

06:45 Uhr | Thüringens Grüne kritisieren Pandemie-Management

Angesichts weiterhin hoher Inzidenzzahlen haben die Grünen in Thüringen Unmut über das Corona-Management im Freistaat geäußert. Grünen-Umweltministerin Anja Siegesmund sagte MDR AKTUELL, das Pandemie-Management innerhalb der Landesregierung laufe nicht optimal. Es brauche mehr Testungen, eine effektive Kontaktnachverfolgung und es müsse mehr geimpft werden. Man sei da als Koalitionspartner inzwischen sehr ungeduldig. Die in der Pandemie wichtigsten Ministerien werden von Linkspartei und SPD geführt, wie etwa Gesundheits- und Innenministerium.

06:40 Uhr | EMA entscheidet über weiteren Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA entscheidet heute über eine Empfehlung für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson. Wird eine bedingte Zulassung empfohlen, liegt die letzte Entscheidung bei EU-Kommission. Dies gilt aber als Formsache. Es wäre der vierte zugelassene Impfstoff in der EU. Die Kommission hat bereits 200 Millionen Dosen bestellt. Das Produkt von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass nur eine Impfung nötig ist. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben des Herstellers bei 66 Prozent. In mehr als 85 Prozent der Fälle soll das Präparat aber vor einer schweren Erkrankung schützen.

06:30 Uhr | US-Repräsentantenhaus verabschiedet Billionen-Hilfspaket

Das US-Repräsentantenhaus hat das 1,9-Billionen-Dollar Corona-Hilfspaket von Präsident Joe Biden verabschiedet. In der Kongresskammer stimmten 220 Abgeordnete für, 211 gegen den Plan. Damit folgten sie bis auf eine Demokratin ihrer Parteilinie. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte, Präsident Biden werde das Gesetz am Freitagnachmittag Ortszeit unterzeichnen.

Das Hilfspaket enthält unter anderem eine Einmalzahlung von bis zu 1.400 US-Dollar an einen Großteil aller Haushalte. Außerdem wird das Arbeitslosengeld staatlich aufgestockt und es gibt Steuervergünstigungen für Menschen mit Kindern. Ursprünglich war auch ein stufenweiser Anstieg des Mindestlohns bis 15 Dollar vorgesehen, die Passage wurde aber bei der Behandlung im Senat gestrichen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 11. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. März 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland