Coronavirus-Pandemie Ticker am Donnerstag: Mehrheit der Deutschen für härteren Lockdown

In Deutschland sind wieder deutlich mehr Bürger für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Nach Ostern werden bei Hausärzten Corona-Impfungen möglich sein. Die WHO bezeichnet die Impfkampagne in Europa "inakzeptabel langsam". Die britische Mutation des Coronavirus ist in Deutschland für fast alle Neuinfektionen verantwortlich. Die Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Schilder weisen in einer Fußgängerzone auf die Maskenpflicht und die 1,5-Meter-Abstandsregel hin
Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Forderung nach einem härteren Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.  Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 1. April 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:29 Uhr | mdrFRAGT: Wenig Verständnis für Wechselkurs der Regierung

Überraschende Osterruhe, überraschende Aufhebung, erneuter Impfstopp bei Astrazeneca – in den letzten Tagen ging es turbulent zu. Das MDR-Meinungsbarometer mdrFRAGT wollte wissen, wie die Corona-Politik aktuell gesehen wird. Die Ergebnisse:

22:07 Uhr | Zusammenstöße bei Massenparty in Brüssel

Bei einer Massenparty ist es am Abend in Brüssel zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Trotz Verbots hatten sich in einem Park am südlichen Stadtrand Tausende Menschen zu einer als Aprilscherz deklarierten Feier eingefunden. Sie folgten einem Aufruf in den sozialen Netzwerken. Als die Polizei eintraf, wurde sie laut einem AFP-Reporter aus der Menge mit Wurfgeschossen empfangen. Die Beamten setzten Wasserwerfer ein und nahmen mehrere Randalierer fest. Medienberichten zufolge wurden bei dem Einsatz mehrere Feiernde und mindestens ein Polizist verletzt. Wegen der Corona-Auflagen sind derzeit in Brüssel Treffen von mehr als vier Erwachsenen im Freien untersagt.

22:00 Uhr | Johnson & Johnson will Lieferversprechen halten

Johnson & Johnson geht nach eigenen Angaben davon aus, trotz der Fertigungspanne in den USA die Impfstoff-Lieferzusagen gegenüber der EU einhalten zu können. Das wären in diesem Jahr 200 Millionen Dosen, erklärt eine Sprecherin des US-Konzerns auf Anfrage. "Die Auslieferung soll, wie angekündigt, in der zweiten Aprilhälfte beginnen."

21:42 Uhr | Mehr als 153 Millionen Dosen in den USA verimpft

Die Zahl der von der US-Seuchenbehörde CDC ausgelieferten Impfdosen übersteigt die Marke von 200 Millionen. Inzwischen habe man mehr als 153 Millionen Dosen verimpft, teilt die Behörde mit. Abgeschlossen sei die Impfung bei 56,1 Millionen Amerikanern. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

21:25 Uhr | Weimarer Modell: Umsätze unter den Erwartungen

Als erste Stadt in Thüringen hat Weimar ein Modell zur Öffnung des Einzelhandels und der Kultur in der Corona-Krise erprobt. Nach vier Tagen ging es am Donnerstagabend zu Ende. Die Umsätze der Einzelhändlerinnen und -händler lagen im Schnitt etwas unter den Erwartungen, wie die Stadt mitteilte. Besonders gut sei es für Textilgeschäfte gelaufen. Unterm Strich hätten sich aber fast alle Läden zufrieden und dankbar gezeigt, nach langer Schließzeit wieder für einige Tage öffnen zu dürfen. Ein Einkaufstourismus aus anderen Städten oder Regionen sei ausgeblieben, hieß es. Die Schnelltestzentren, die größtenteils weiter geöffnet bleiben, seien an allen vier Tagen voll gewesen. Seit Montag ließen sich mehr als 10.000 Menschen testen. 16 Schnelltests fielen positiv aus.

Ulrike Lorenz, neue Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, posiert vor einer Pressekonferenz. 7 min
Bildrechte: picture alliance/dpa

21:17 Uhr | Corona beendet Olympia-Traum von Kanutin

Nach ihrer Covid-19-Infektion klagt Kanutin Steffi Kriegerstein über Schwindel, Übelkeit und deutliche Leistungseinbußen. Auch der Traum von einer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio scheint ausgeträumt.

21:08 Uhr | Für Jüngere: Zweite Impfdosis nicht mit Astrazeneca

Wer zunächst nur eine Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten hat und jünger ist als 60 Jahre, soll bei der zweiten ein Mittel wie das von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten. Das teilt die Ständige Impfkommission (Stiko) mit. Es werde "eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung" empfohlen, bis weitere Daten vorlägen. Zu dieser Klasse von Impfstoffen gehören die von Biontech und Moderna

20:38 Uhr | Corona-Behandlung: Verschärfte Situation durch Mutationen

Die klinische Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten hat sich in einem Jahr Pandemie stark verbessert. Doch der Durchbruch steht noch aus. Aufgrund der weit verbreiteten Virus-Mutationen erkranken aktuell auch mehr Jüngere schwer.

20:10 Uhr | Corona-Zahlen auf Mallorca bleiben konstant

Auch nach der Ankunft tausender Urlauber aus Deutschland sind die Corona-Zahlen auf Mallorca relativ niedrig. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag auf der spanischen Mittelmeerinsel bei rund 35. Die Sieben-Tage-Inzidenz war damit genauso hoch wie am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. In den meisten anderen spanischen Regionen lag die Inzidenz über 50. Das ist der Wert, bei dem die Bundesregierung eine Region als Risikogebiet einstuft und eine Reisewarnung ausspricht.

19:48 Uhr | Bangladesh lässt Reisende aus der EU vorerst nicht ins Land

Angesichts steigender Corona-Zahlen lässt Bangladesch in den nächsten beiden Wochen keine Reisenden aus der Europäischen Union mehr ins Land. Das Verbot gilt für Bürger der EU und zwölf weiterer Länder von diesem Samstag an, wie die Zivilluftfahrtsbehörde des südasiatischen Landes am Donnerstag mitteilte. Passagiere von Flügen aus Großbritannien dürfen einreisen, weil die Infektionsraten dort niedriger seien als in Kontinentaleuropa. Sie müssen aber für 14 Tage in Quarantäne.

19:02 Uhr | Bulgarien lockert Beschränkungen trotz hoher Zahlen

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Bulgarien hat die Regierung die Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Trotz der dramatischen Lage auf den Intensivstationen haben die erst vor zehn Tagen geschlossenen Restaurants und Cafés seit Donnerstag ihre Terrassen wieder geöffnet, Sporthallen, Museen, Kinos und Theater dürfen 30 Prozent ihrer üblichen Kundschaft empfangen. Die Kindergärten öffnen einen Tag nach der für den Ostersonntag angesetzten Wahl, die Schulen eine Woche später. "Wir sind zwar am Höhepunkt der dritten Welle, in den nächsten Wochen aber wird es besser", verteidigte Gesundheitsminister Kostadin Angelow die Entscheidung. "Wir müssen ein Gleichgewicht finden zwischen psychischer und physischer Gesundheit".

Mitarbeiter auf den Intensivstationen des Landes nannten die Maßnahmen eine "Farce". Das Leben der Patienten werde dadurch bedroht.

18:54 Uhr | Vorsichtige Lockerungen in Lettland

Angesichts einer sinkenden Zahl von Neuinfektionen lockert Lettland vorsichtig seine Corona-Beschränkungen. In dem baltischen EU-Land dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln von 7. April an alle Geschäfte außerhalb der großen Einkaufszentren wieder öffnen, wie die Regierung am Donnerstag in Riga beschloss. Auch Märkte sind dann wieder erlaubt. Nach Ostern sollen sich auch wieder bis zu zehn Menschen aus zwei Haushalten im Freien versammeln dürfen.

18:39 Uhr | Modellversuch: Geschäfte im Landkreis Nordhausen dürfen fünf Tage öffnen

Der Landkreis Nordhausen darf als Modellregion seine Geschäfte vom 6. bis zum 10. April öffnen. Fünf Tage lang können Besucherinnen und Besucher mit negativem Corona-Test einkaufen sowie Galerien und Museen besuchen. Fitnessstudios dürfen jedoch nicht öffnen. Es gelten strenge Hygieneauflagen.

18:30 Uhr | WHO bei Impfziel vor dem Scheitern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht bei ihrem Ziel, bis zum 10. April in allen Ländern der Welt mit Impfungen gegen das Coronavirus zu beginnen, vor dem Scheitern. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte reiche Länder vergangene Woche aufgerufen, dringend zehn Millionen Impfdosen aus ihren Beständen zu spenden. Bis Donnerstag erhielt er nach eigenen Angaben aber keine Zusagen.

Die WHO hatte Anfang Januar die Losung ausgegeben, dass in den ersten 100 Tagen des Jahres 2021 überall auf der Welt mit dem Impfen begonnen werden soll. Der 100. Tag des Jahres ist der 10. April. Tedros sagte in Genf, 20 Länder stünden in den Startlöchern für Impfungen, hätten aber bislang keine einzige Dosis erhalten.

18:19 Uhr | 48 Prozent für härteren Lockdown

Die Mehrheit der Deutschen unterstützt die Forderung nach einem härteren Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Zwei Drittel (67 Prozent) der Bundesbürgerinnen und -bürger stimmen angesichts steigender Infektionszahlen einem entsprechenden Appell von Intensivmedizinern zu, wie aus einer repräsentativen Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. Die Mediziner fordern, das gesellschaftliche Leben in Deutschland für zwei bis drei Wochen herunterzufahren, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Die derzeitigen Maßnahmen gehen etwa der Hälfte der Befragten (48 Prozent) nicht weit genug. Dies sind 16 Prozentpunkte mehr als noch Mitte März. Gut ein Viertel der Befragten sagte jeweils, dass die derzeitigen Maßnahmen ausreichend (24 Prozent) oder zu streng (24 Prozent) seien. Eine große Mehrheit gibt Bund und Ländern ein schlechtes Zeugnis für die Krisenbewältigung. Etwa vier Fünftel (79 Prozent) sehen deren Arbeit deutlich kritischer als noch Anfang Februar (56 Prozent). Nur 19 Prozent sehen den Kurs der Regierung in der Krise positiv. Dies zeigt sich vor allem beim Urteil über die schleppende Impfstrategie. 83 Prozent der Befragten sind derzeit weniger oder gar nicht zufrieden mit dem Verlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus.

18:10 Uhr | Kroatien ist wieder Risikogebiet

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kroatien inklusive der Urlaubsregion Istrien ab Samstag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Donnerstag bekannt. Wer aus Kroatien nach Deutschland einreist, muss damit künftig wieder für zehn Tage in Quarantäne, kann sich davon allerdings nach fünf Tagen mit einem zweiten negativen Corona-Test befreien. Der erste Test muss spätestens 48 Stunden nach Einreise erfolgen.

17:53 Uhr | Sachsens Städte und Landkreise bereiten Öffnungen vor

Die Städte und Landkreise in Sachsen stellen sich trotz unsicherer Aussichten auf weitere Öffnungen in der kommenden Woche ein. Die sächsische Corona-Schutzverordnung lässt ab 6. April Lockerungen im Handel, bei Museen und sogenannten körpernahen Dienstleistungen unabhängig von der Inzidenz zu. Zahlreiche Regionen teilten am Donnerstag mit, davon Gebrauch machen zu wollen. Dazu gehört auch die Stadt Leipzig, die noch am Mittwoch angekündigt hatte, dass es voraussichtlich keine Lockerungen geben werde. Allerdings ist unsicher, wie lange es dabei bleiben wird. Sachsen hat die Lockerungen an eine Obergrenze von 1.300 mit Covid-Patienten belegten Krankenhausbetten geknüpft.

17:45 Uhr | Osterreiten in der Oberlausitz kann stattfinden

Das traditionelle Osterreiten in der Oberlausitz kann trotz Corona-Krise am Sonntag unter Einschränkungen stattfinden. Wie das katholische Bistum Dresden-Meißen am Donnerstag mitteilte, müssen die Reiter einen aktuellen Negativtest vorweisen und Masken tragen – außer beim Beten und Singen auf dem Pferd. Um Ansammlungen von Zuschauern zu vermeiden, seien auch die Zeiten und traditionellen Streckenverläufe geändert und nicht bekanntgegeben worden. Zunächst war der Jahrhunderte alte Brauch des Osterreitens der katholischen Sorben pandemiebedingt in diesem Jahr erneut abgesagt worden.

17:35 Uhr | Merkel: "Es wird ein Ostern mit Einschränkungen"

Kurz vor dem Osterfest hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen an die Bevölkerung appelliert, Kontakte zu reduzieren und auf Reisen zu verzichten.

Angela Markel (CD) im Bundestag
Angela Merkel Bildrechte: dpa

"Es wird leider noch einmal ein Ostern mit Einschränkungen sein müssen", sagte die Kanzlerin am Donnerstag. Zugleich machte sie Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, unter anderem durch Impfungen, die der Schlüssel seien, um das Virus zu bekämpfen.

Wegen der grassierenden Virus-Mutation müsse das Hauptziel sein, die Gesundheit möglichst vieler Menschen zu schützen und dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Mit unserem Verhalten können wir das starke Wachstum der Infektionszahlen wieder bremsen, stoppen und dann umkehren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel

17:25 Uhr | Schulen in Gera bleiben geschlossen

Wegen der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen verlängert die Stadt Gera die Schließung der Schulen über die Osterferien hinaus. Wie die Stadt mitteilte, sollen sie bis einschließlich 18. April für den Präsenzunterricht geschlossen bleiben. Ursprünglich sollten Kinder und Jugendliche am 12. April wieder in die Schulen zurückkehren.

Gera gehört seit Wochen zu den bundesweiten Corona-Hotspots.

17:00 Uhr | Eigenkapitalzuschuss für hart getroffene Firmen

Von der Corona-Krise und den staatlich angeordneten Schließungen besonders hart getroffene Firmen können nun auch einen Zuschuss zum Eigenkapital bekommen. Außerdem würden die Bedingungen für die Überbrückungshilfe III verbessert, erklärten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium. Die Neuerungen gehen auf Beschlüsse der Bund-Länder-Runde vor eineinhalb Wochen zurück. Den Eigenkapitalzuschuss können den Angaben zufolge alle Unternehmen bekommen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 in mindestens drei Monaten einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 Prozent verzeichnen. Er beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen über die Überbrückungshilfe III erhält

16:43 Uhr | Uniklinik Dresden impft erste Patienten

Das Universitätsklinikum Dresden hat am Donnerstag erstmals Patientinnen und Patienten gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Klinikums stellt das Sozialministerium für das Modellprojekt knapp 3.000 Impfdosen bereit. Damit sollen Patienten von Spezialambulanzen versorgt werden. In der kommenden Woche seien Impfungen auch in den Medizinischen Versorgungszentren in Dippoldiswalde und Freital sowie im Städtischen Klinikum Görlitz möglich. Auch sie erhalten jeweils 3.000 Dosen.

16:25 Uhr | Halle zieht Corona-Notbremse

Die Stadt Halle (Saale) zieht die Corona-Notbremse. Wie die Verwaltung mitteilte, gilt ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre. Demnach darf die eigene Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr nur aus einem triftigen Grund verlassen werden. Außerdem sollen die Schulen nach den Osterferien geschlossen bleiben. Das Bildungsministerium wurde den Angaben nach gebeten, für Halle wieder Distanzunterricht anzuweisen. Auch der Bergzoo muss wieder schließen. Der Hallesche Wochenmarkt soll den Angaben zufolge offen bleiben. Auch das Einkaufen per Click & Meet bleibe möglich.

16:10 Uhr | Astrazeneca in Sachsen-Anhalt nur in Arztpraxen

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Sachsen-Anhalt demnächst nur noch von Hausärzten verabreicht werden. Das teilte das Sozialministerium dem MDR mit. Demnach sollen die Praxen das Präparat ab dem 18. April erhalten. In den Impfzentren werde Astrazeneca nur noch für die Zweitimpfung eingesetzt. Bundesweit beteiligen sich rund 35.000 Hausarztpraxen an der Impfkampagne. In der ersten Woche nach Ostern sollen sie insgesamt fast eine Million Dosen erhalten. Gesundheitsminister Spahn zufolge handelt es sich zunächst ausschließlich um Biontech-Impfstoff. Später kämen auch Astrazeneca und Johnson & Johnson hinzu.

15:57 Uhr | Überblick: Impfstoffe in Deutschland

Bisher sind in Deutschland die Impfstoffe von drei verschiedenen Herstellern verimpft worden: Biontech/Pfizer, Astrazeneca und Moderna. Die meisten Impfdosen kamen dabei mit Abstand von Biontech. Ein Überblick:

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze 1 min
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15:50 Uhr | Studie zu Wirksamkeit von Corona-Maßnahmen

Welche Auswirkungen haben Corona-Maßnahmen auf den R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt? Diese Frage hat eine neue Studie aus Großbritannien beantwortet.

Schilder weisen in einer Fußgängerzone auf die Maskenpflicht und die 1,5-Meter-Abstandsregel hin 1 min
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15:40 Uhr | Kretschmer: Über Ostern Kontakte reduzieren

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, über Ostern Kontakte zu reduzieren. Nach Weihnachten habe man einen Ausschlag bei den Corona-Infektionszahlen gesehen, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einem Klinikbesuch in Plauen im Vogtland. Das könne vermieden werden.

15:28 Uhr | Bald erste Lieferung von Biontech-Werk in Marburg

Die neue Produktionsstätte von Biontech in Marburg will in Kürze die ersten Impfdosen ausliefern. Das teilte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag nach einer Schaltkonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Vertretern des Unternehmens mit. Nachdem am vergangenen Freitag auch die europäische Arzneimittelbehörde EMA dem mittelhessischen Werk die offizielle Zulassung erteilt habe, könnten "in diesen Tagen die ersten Impfstoffe das Werk verlassen", erklärte die Staatskanzlei in Wiesbaden. Die Produktion in Marburg läuft schon seit etwa zwei Monaten.

15:12 Uhr | Israel will 12- bis 15-Jährige ab Mai mit Biontech impfen

Israel strebt eine Impfung der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen mit dem Biontech-Pfizer-Vakzin ab Mai an. Das sagte der Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums, Hesi Levy, am Donnerstag. Es gebe eine zunehmende Anzahl von Kindern, die ins Krankenhaus eingeliefert würden, führte Levy aus. Auch gebe es eine zunehmende Anzahl von Kindern, die keine Symptome der Virus-Erkrankung zeigten, die aber an "Komplikationen" litten. Die Unternehmen Biontech und Pfizer hatten am Mittwoch mitgeteilt, ihr Corona-Impfstoff habe bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren in einer Zulassungsstudie eine Wirksamkeit von hundert Prozent gezeigt.

In den USA und in der EU ist der Impfstoff bislang nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Andere Vakzine werden erst ab einem Alter von 18 Jahren verimpft.

15:00 Uhr | Biontech-Impfstoff schützt auch vor Südafrika-Variante

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer schützt nach Angaben der beiden Unternehmen wirksam auch vor der südafrikanische Virusvariante. Das ist das Ergebnis einer Studie, bei der die Daten von Teilnehmern an klinischen Tests in Südafrika bis zu sechs Monate nach der Injektion ausgewertet wurden, teilten die Hersteller am Donnerstag mit. "In Südafrika, wo derzeit die Virusmutante B.1.351 vorherrscht, zeigte der Impfstoff eine 100-prozentige Schutzwirkung vor einer Covid-19-Erkrankung", erklärten die Unternehmen. An den Tests der sogenannten klinischen Phase 3 in Südafrika nahmen den Angaben zufolge 800 Menschen teil.

Insgesamt hätten Phase-3-Tests mit mehr als 44.000 Teilnehmern in mehreren Ländern gezeigt, dass der Impfstoff "sieben Tage bis sechs Monate nach der zweiten Impfdosis mit einer Wirksamkeit von 91,3 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung schützt", hieß es weiter. Dabei seien "keine bemerkenswerten Unterschiede in der Wirksamkeit in Bezug auf Alter, Geschlecht, ethnische Hintergründe oder bei Teilnehmern mit bestehenden Vorerkrankungen" aufgetreten.

14:42 Uhr | Spahn: Der Schutz durch Astrazeneca ist gut

Nach Ostern sollen die Hausarztpraxen mit Corona-Impfungen beginnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht trotz der Berichte über Nebenwirkungen weiter von einer hohen Bereitschaft aus, dass sich Über-60-Jährige mit Astrazeneca impfen lassen.

14:02 Uhr | Handwerkskammern fordern klare Regeln für Testpflicht

Das Handwerk in Sachsen-Anhalt fordert klare Regeln für eine mögliche Corona-Testpflicht in Unternehmen. Die Handwerkskammern in Halle und Magdeburg erklärten dazu, es müsse klargestellt werden, wie sich Firmen verhalten sollen, deren Belegschaft zum Teil in Heimarbeit ist. Geklärt werden müsse die Lage auch für Soloselbstständige und Firmen, die mit Standorten auch in anderen Bundesländern vertreten seien.

12:45 Uhr | Hotels in Augustusburg wieder geöffnet

In Augustusburg bei Chemnitz ist ein Modellversuch gestartet, bei dem Hotels und Gaststätten wieder für Privatbesucher öffnen.

Martin Dulig (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen, spricht vor einem Testcenter über den Start eines Modellprojektes.
Martin Dulig Bildrechte: dpa

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte bei einem Besuch vor Ort, das sei für Sachsen ein großes Hoffnungsprojekt. Die Menschen bräuchten eine Öffnungsperspektive. Mit solchen Projekten könne gezeigt werden, dass solch ein System mit Tests und Kontaktnachverfolgung funktioniere.

Bei dem Projekt müssen sich Gäste und Personal täglich auf das Coronavirus testen lassen. Dazu wurde ein Testzentrum in der Stadt aufgebaut. Ein negatives Ergebnis ist dann die Eintrittskarte zu Hotels und Restaurants. Das Projekt wird von der Universität Mainz wissenschaftlich begleitet.

12:32 Uhr | Neue Mutationen in Afrika und Brasilien entdeckt

In Afrika ist eine neue Coronavirus-Variante registriert worden. Wie die pan-afrikanische Gesundheitsbehörde in Johannesburg mitteilte, wurde sie in Angola bei Reisenden aus Tansania entdeckt. Die neue Variante weise bis zu 40 Mutationen auf. Den Angaben zufolge ist es schwer, Informationen aus Tansania zu Corona-Infektionen zu bekommen. Das ostafrikanische Land habe seit Mitte vergangenen Jahres keine Daten zu Infektionen oder Todesfällen herausgegeben. Auch in Brasilien wurde eine neue Coronavirus-Variante festgestellt. Nach Angaben von Forschern ähnelt sie der südafrikanischen Mutation.

12:30 Uhr | ESC in Rotterdam mit Publikum

Der Eurovision Song-Contest soll im Mai in Rotterdam mit Publikum stattfinden. Das teilten die niederländischen Organisatoren mit. Die Regierung in Den Haag hat bereits angekündigt, dass der ESC zum Testfall für Publikums-Veranstaltungen in Corona-Zeiten gemacht werde. Sowohl bei den sechs öffentlichen Proben als auch bei den zwei Halbfinals und dem Finale sollen jeweils maximal 3.500 Zuschauer erlaubt werden – das ist etwa die Hälfte der möglichen Anzahl. Voraussetzung soll ein negativer Corona-Test sein. Ob auch Publikum aus dem Ausland zugelassen wird, ist noch nicht bekannt.

12:17 Uhr | Bundespräsident Steinmeier erhält erste Impfung

Frank-Walter Steinmeier wird geimpft
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird geimpft. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes wurde der 65-Jährige im Bundeswehr-Krankenhaus in Berlin mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft. Steinmeier sagte im Anschluss: "Ich vertraue den in Deutschland zugelassenen Impfstoffen."

Steinmeier hatte immer betont, dass er erst geimpft werden wolle, wenn er nach der Priorisierung an der Reihe sei. Dies trat nun ein, weil Bund und Länder der Empfehlung der Ständigen Impfkommission gefolgt sind, wonach das Präparat von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden soll. Dadurch kann nun auch schon die Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen für dieses Mittel in die Impfkampagne einbezogen werden.

12:11 Uhr | Kunstmuseum Moritzburg in Halle bleibt zu

Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle wird nicht wie geplant am Samstag öffnen. Wie die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, bleiben auch Schloss Neuenburg und Schloss Goseck im Burgenlandkreis bis auf Weiteres geschlossen. Generaldirektor Christian Philipsen sagte, aufgrund der stetig steigenden Corona-Zahlen im Burgenlandkreis und in der Stadt Halle "können wir eine Öffnung nicht mehr verantworten".

11:56 Uhr | 35.000 Arztpraxen starten mit Corona-Impfungen

Für kommende Woche haben 35.000 Hausarztpraxen in Deutschland insgesamt 1,4 Millionen Corona-Impfdosen bestellt. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. Nach seinen Angaben können 940.000 Dosen geliefert werden, die dann auch verimpft würden. Die Lieferungen würde Ende April deutlich anziehen. So sollten ab Ende April in den Praxen dann mehr als drei Millionen Dosen pro Woche verimpft werden.

Spahn zufolge werden die Hausarztpraxen in den kommenden zwei Wochen ausschließlich mit Impfstoff von Biontech versorgt. Danach sollte auch Astrazeneca, eine weitere Woche später dann auch Johnson & Johnson als dritter Impfstoff an die Praxen geliefert werden.

11:37 Uhr | Burgenlandkreis vergibt weitere Impftermine

Der Burgenlandkreis hat 16.000 Corona-Impftermine auf einem kreiseigenen Impfportal freigeschaltet. Wie der Kreis mitteilte, können jetzt Menschen über 60 Jahren und Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel Impfungen wahrnehmen. Die Impfungen finden demnach auch über die Osterfeiertage statt. Der Kreis richtete zudem für Bürger ohne Internetzugang eine Hotline ein, welche eine telefonische Buchung für die Corona-Impfung ermögliche. Der Kreis weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts die höchste Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt auf.

11:34 Uhr | So viele Corona-Tote wie noch nie in Tschechien

In Tschechien sind im März 5.779 Menschen gestorben, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren. Das waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Prag so viele wie noch nie in einem Monat seit Beginn der Pandemie. Insgesamt habe es bislang mehr als 26.500 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben.

Vor den Feiertagen rief Gesundheitsminister Jan Blatny die Bürgerinnen und Bürger auf, die Corona-Schutzmaßnahmen trotz des warmen Wetters einzuhalten. "Wenn die Leute über Ostern die Ketten abschütteln, dann stehen wir vor einem großen Schlamassel", sagte Blatny vor Abgeordneten in Prag.

11:23 Uhr | WHO: Impfkampagne in Europa "inakzeptabel langsam"

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Corona-Impfkampagne in Europa als "inakzeptabel langsam" angeprangert. Europa-Direktor Hans Kluge sagte, Impfstoffe seien der beste Weg, um aus der Pandemie zu kommen. Die langsame Verteilung der Vakzine in Europa führe zu einer Verlängerung der Pandemie. Kluge forderte, die Produktion von Impfstoffen anzukurbeln und bürokratische Hürden abzubauen. Jede einzelne Ampulle müsse sofort genutzt werden. Die Infektionslage in Europa sei so besorgniserregend wie seit Monaten nicht mehr.

11:20 Uhr | Neue Impftermine für Thüringer Hotspot-Regionen verfügbar

In mehreren Thüringer Impfzentren können wieder Termine gebucht werden. Das betrifft die Hotspot-Regionen in den Kreisen Greiz, Saale-Orla, Schmalkalden-Meiningen, im Wartburgkreis und in Gera. Das Land hatte am Montag 35.000 zusätzliche Impfdosen für die Corona-Hotspots bekommen. Es handelt sich dabei um den Stoff des Herstellers Biontech-Pfizer. Alle Dosen werden für Erstimpfungen eingesetzt. Geimpft werden soll nach Ostern. Die Kreise können dafür auch festlegen, dass sich weitere Personengruppen der Priorisierungsstufe 3 impfen lassen können. Dazu gehören zum Beispiel Regelschul- und Gymnasiallehrer.

11:08 Uhr | Selbsttest für Friseur-Besuch nötig

Sachsen und Thüringen setzen mit ihrer neuen Corona-Verordnung verstärkt auf Selbsttests. So müssen Verbraucher in Sachsen nach der neuen Coronaschutzverordnung beim Friseur einen Selbsttest vorlegen. Auch beim Besuch der Fußpflege und von medizinisch notwendigen körpernahen Dienstleistungen wie der Physiotherapie ist ein tagesaktueller Schnelltest vorzuweisen.

Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums können sich die Kunden zuhause testen und beim Dienstleister eine schriftliche Selbstauskunft über die eigene Kontaktdaten und dem Testergebnis hinterlegen. Ein entsprechendes Formular ist auf der Website des Ministeriums zu finden.

Eine Kontrolle, ob der Test auch tatsächlich tagesaktuell ist, erfolgt nicht. Vom Sozialministerium hieß es auf MDR-Anfrage, man gehe davon aus, dass das Formular ehrlich ausgefüllt werde. Ein Selbsttest ist ab 6. April in Sachsen auch beim Besuch in Museen, Galerien oder beispielsweise Zoos nötig.

Auch Thüringen verlangt die Vorlage eines Negativtests beim Friseur oder Kosmetiker, aber nur, wenn während der Behandlung die Schutzmaske abgenommen werden muss. Zudem dürfen im Freistaat ab 12. April Geschäfte des Einzelhandels Termineinkäufe vereinbaren. Auch hier müssen die Verbraucher beim Einkauf einen negativen Corona-Test vorlegen. Sachsen-Anhalt verzichtet in seiner jüngsten Verordnung auf solche Regelungen.

10:34 Uhr | PCR-Test bei Ramelow negativ

Ein PCR-Test bei Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ist negativ ausgefallen. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Nach seinen Angaben war zuvor bereits ein Schnelltest negativ gewesen. Ramelow habe dann noch einen PCR-Test machen lassen, um Gewissheit zu bekommen.

Der Linken-Politiker hatte nach der Bundesratssitzung am Freitag vergangener Woche über die Corona-Warnapp des Bundes angezeigt bekommen, dass er Kontakt zu jemandem hatte, der später positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden war. Ramelow hatte sich daraufhin in Selbstisolation begeben.

09:52 Uhr | Schuhgeschäfte in Bayern dürfen öffnen

In Bayern dürfen ab heute Schuhläden wieder öffnen. Das teilte der Verwaltungsgerichtshof des Freistaates MDR AKTUELL mit. Zur Begründung hieß es, Schuhgeschäfte gehörten zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Geschäften. Sie seien gleichzusetzen mit Buchhandlungen, Bau- und Gartenmärkten oder Versicherungsbüros. Deshalb dürften Schuhläden auch in Gebieten mit einer Inzidenz von über 100 öffnen. Ein Händler aus Schweinfurt hatte gegen die bayerische Corona-Schutzverordnung geklagt.

09:38 Uhr | Weniger Wohnungseinbrüche wegen Pandemie

Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist in der Corona-Pandemie auf ein historisches Tief gesunken. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, zählte die Branche im vergangenen Jahr rund 85.000 Einbrüche. Das seien rund 10.000 weniger gewesen als im Jahr zuvor. Zudem handele es sich um den niedrigsten Wert in der bis 1998 zurückreichenden Statistik. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sagte, der Rückgang der Einbruchszahlen liege vor allem daran, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht hätten. Einbrechern habe somit oft die Gelegenheit für ihre Tat gefehlt. Die Schadenshöhe verringerte sich dem Verband zufolge um 70 Millionen auf 230 Millionen Euro.

09:14 Uhr | Höchststand bei Neuinfektionen in der Türkei

Das türkische Gesundheitsministerium hat rund 39.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte, die zuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-Variante B.1.1.7 breite sich auch in der Türkei aus. Sie habe einen Anteil von 75 Prozent erreicht. Koca zufolge sind neben dem Vakzin des chinesischen Herstellers Sinovac jetzt auch 2,8 Millionen Dosen Impfstoff von Biontech verfügbar. Mit Sinovac wird in der Türkei seit Mitte Januar geimpft.

08:45 Uhr | Kassenärzte: Impfstart bei Hausärzten nicht gefährdet

Die Kassenärzte sehen den Impfstart bei den Hausärzten in der kommenden Woche durch die Einschränkungen für den Astrazeneca-Impfstoff nicht gefährdet. Verbands-Chef Andreas Gassen sagte der "Rheinischen Post", in den Praxen werde überwiegend das Vakzin von Biontech eingesetzt. Bald werde zudem Johnson & Johnson hinzukommen. Mit Astrazeneca werde nun vorwiegend in den Impfzentren geimpft. Gassen sagte, trotz der Rückschläge halte er das Versprechen der Bundesregierung noch für haltbar, bis Ende des Sommers allen Bürgern ein Impfangebot zu machen.

08:11 Uhr | GEW fordert Rückkehr zur Notbetreuung an Kitas

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert, dass die Kindertagesstätten in Deutschland nach Ostern nur noch eine Notbetreuung anbieten. GEW-Chefin Marlis Tepe sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, in Kitas stiegen die Infektionen schnell. "Nachdem wir wissen, dass Kinder von der neuen Mutante stärker betroffen sind, muss hier wirklich die Notbremse gezogen werden", betonte Tepe. Die Notbetreuung sollte so lange gelten, "bis die Belegschaft geimpft ist". Es sei nicht zu verstehen, warum die Länder hier nicht handelten.

Erzieherinnen und Erzieher sind in der Prioritätsgruppe 2 eingestuft. Viele von ihnen sollten ursprünglich mit Astrazeneca geimpft werden. Nach Meldungen über weitere Hirnvenenthrombosen hatten die Gesundheitsminister der Länder aber beschlossen, dass der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns nur noch bei Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt eingesetzt werden soll.

07:49 Uhr | Osterfeierlichkeiten im Vatikan wieder stark eingeschränkt

Im Vatikan beginnen heute die Osterfeierlichkeiten. Am Vormittag werden im Petersdom zunächst die heiligen Öle für Salbungen geweiht. Wegen der Corona-Pandemie ist das Oster-Programm auch in diesem Jahr stark eingeschränkt. So fällt die traditionelle Fußwaschung durch Papst Franziskus erneut aus. Die Kreuzwegsprozession am Karfreitag findet wieder auf dem Petersplatz statt und nicht mit Tausenden Gläubigen am Kolosseum.

07:27 Uhr | Todesfall nach Astrazeneca-Impfung in Dessau-Roßlau

In Dessau-Roßlau wird der Tod einer Frau untersucht, die zuvor mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft worden war. Nach Angaben der Stadtverwaltung hatte die 58-Jährige am 19. März die Erstimpfung erhalten. Es werde nun geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen ihrem Tod und der Verabreichung des Impfstoffs gebe. Zum Todeszeitpunkt der Frau wurden keine Angaben gemacht. Die Stadt erklärte aber, vorerst auf weitere Impfungen mit Astrazeneca zu verzichten. Deutschlandweit wurden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bislang 31 Fälle gemeldet, in denen nach Impfungen mit Astrazeneca schwere Hirnthrombosen auftraten – fast alle bei Frauen unter 60. Neun der Fälle verliefen tödlich. Die Behörden entschieden inzwischen, den Astrazeneca-Wirkstoff vorerst nur noch bei Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt einzusetzen.

06:48 Uhr | Britische Virusvariante bei knapp 90 Prozent aller Fälle

Die britische Coronavirus-Variante B.1.1.7 macht in Deutschland mittlerweile knapp 90 Prozent aller Fälle aus. Das Robert Koch-Institut erklärte, das zeigten die Test-Auswertungen. Die Mutation sei nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender und führe zu schwereren Krankheitsverläufen. Die in Deutschland verfügbaren Impfstoffe schützten jedoch gut vor der Virusvariante.

Die zwei anderen Virusvarianten spielen laut RKI derzeit in Deutschland kaum eine Rolle: Die in Südafrika verbreitete Variante B.1.351 sei in 0,8 Prozent der darauf untersuchten positiven Proben nachgewiesen worden, die stark in Brasilien zirkulierende Variante P.1 sogar nur in 0,1 Prozent. Beide Varianten können die Wirkung der Antikörper des Immunsystems etwas vermindern.

06:39 Uhr | Neue Corona-Regeln in Thüringen und Sachsen

In Thüringen und Sachsen treten heute neue Corona-Regeln in Kraft. Die Thüringer Verordnung sieht leichte Lockerungen während der Osterfeiertage vor. So dürfen sich von Karfreitag bis Ostermontag maximal fünf Erwachsene aus zwei Haushalten treffen. In Pflegeheimen sind wieder Besuche möglich, wenn der Inzidenzwert unter 100 liegt.

Sachsen setzt vor allem auf Tests. So müssen sich Beschäftigte mit Kundenkontakt ab sofort zwei Mal wöchentlich testen lassen. Den Kommunen werden nach Ostern einige Lockerungen für Menschen mit negativem Test-Ergebnis ermöglicht. Allerdings gilt das nur so lange, wie die Zahl der Covid-19-Patienten in den sächsischen Krankenhäusern nicht über 1.300 steigt.

Sachsen-Anhalt hatte seine neue Coronaschutz-Verordnung schon Anfang der Woche in Kraft gesetzt.

06:31 Uhr | FDP: Gesundheitsschäden durch geschlossene Fitness-Studios

Die FDP befürchtet langfristige Gesundheitsschäden durch geschlossene Fitness-Studios. Die sportpolitische Sprecherin der Fraktion, Britta Dassler, sagte MDR AKTUELL, Kreislauf- und Krafttraining zahle sich im Alter aus. Wenn das heute verweigert werde, müsse es später vom Bundesgesundheitsministerium bezahlt werden. Auch die Krankenkassen müssten tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement hatten im November und Dezember mehr als 40 Prozent der Menschen maximal einmal pro Woche trainiert. Das bleibe weit hinter den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zurück.

06:24 Uhr | 15 Millionen Impfdosen müssen in den USA vernichtet werden

In den USA müssen rund 15 Millionen Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson vernichtet werden. Wie das Unternehmen mitteilte, hat eine Charge des Vakzins in einer Produktionsstätte in Baltimore die Qualitätskontrolle nicht bestanden. Der Fehler sei der Gesundheitsbehörde FDA mitgeteilt worden. Zudem würden nun mehr Mitarbeiter zur Überwachung der Produktion eingesetzt. Nach einem Bericht der "New York Times" werden in dem Werk parallel die Impfstoffe für Johnson & Johnson und Astrazeneca hergestellt. Mitarbeiter hätten versehentlich die Inhaltsstoffe für die Herstellung verwechselt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 1. April 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. April 2021 | 06:00 Uhr

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