Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: ARD-Deutschlandtrend - Sorge vor neuer Corona-Welle

Die meisten Menschen in Deutschland befürchten wieder steigende Infektionszahlen. Der Virologe Kekulé äußert sich optimistisch für den Herbst, betont aber zugleich die Bedeutung von weiteren Impffortschritten. Die Stiko hat ihre Empfehlungen für den Astrazeneca-Impfstoff geändert. Auch heute finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie und einen Rückblick auf die vergangenen Tage in unserem Coronavirus-Ticker.

Ärzte und Intensivpfleger auf einer Covid-Intensivstation
Bildrechte: imago images/Max Stein

Unser Ticker am Donnerstag, 1. Juli 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:56 Uhr | Portugal führt wieder nächtliche Ausgangssperren ein

In Portugal gilt ab Freitag in mehreren Städten eine nächtliche Ausgangssperre ab 23 Uhr. Nach Regierungsangaben sind 45 Bezirke betroffen, darunter die Hauptstadt Lissabon und Porto. Auch Homeoffice wird dort wieder zur Pflicht.

Begründet wurde der Schritt mit weiter steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Pandemie sei nicht unter Kontrolle. Die 14-Tage-Inzidenz stieg zuletzt nach Angaben der EU-Behörde ECDC auf fast 169 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 124. Deutschland liegt derzeit bei knapp 14. Wegen der hohen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante stufte das Robert Koch-Institut Portugal inzwischen als Virusvariantengebiet ein. Seit Dienstag gilt für Rückkehrer nach Deutschland eine Quarantänepflicht.

20:48 Uhr | ARD-Deutschlandtrend: Sorge vor neuer Corona-Welle

In Deutschland befürchten die meisten Menschen eine neue Corona-Infektionswelle. Dem ARD-Deutschlandtrend zufolge gaben 62 Prozent der Befragten an, große oder sehr große Sorgen zu haben, dass die Ansteckungszahlen in den kommenden Wochen wieder steigen könnten. Mit 64 Prozent machten sich etwa genauso viele Menschen große oder sehr große Sorgen wegen neuer Corona-Varianten wie der Delta-Mutation.

Mit Abstand die meisten Sorgen machen sich der Befragung zufolge die Menschen in Deutschland um die Situation von Kindern: 79 Prozent der Wahlberechtigten und 89 Prozent der Eltern mit schulpflichtigen Kindern befürchten wegen der Einschränkungen von Schulbetrieb und Betreuungsangeboten in den vergangenen Monaten Beeinträchtigungen in der Entwicklung von Kindern. 84 Prozent aller Befragten sind dafür, in den Unterrichtsräumen Luftfilteranlagen zu installieren. Drei Viertel der Befragten und 71 Prozent der Eltern wollen zwei Corona-Tests pro Woche beibehalten. Die Maskenpflicht befürworten nur 37 Prozent aller Befragten und 27 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder.

17:38 Uhr | Kekulé: Covid wird an Gefährlichkeit verlieren

Der Virologe Alexander Kekulé hält es für wahrscheinlich, dass die nächste Corona-Welle weniger gefährlich wird als die vorherigen. Er sagte MDR AKTUELL, er hoffe, dass das Infektionsgeschehen vergleichbar mit der Influenza werde. Voraussetzung sei, dass bis Herbst mindestens 70 Prozent aller Erwachsenen gegen Corona geimpft seien. Impfstoff gebe es dafür genug. Sorge bereite ihm aber, dass die Impfbereitschaft zurückgehe. Es sei nun Aufgabe der Politik, die Gruppen der Unentschlossenen zu überzeugen. Das sei der schwierigste Teil der Pandemiebekämpfung. Notwendig sei ein konkreter Fahrplan, der aufzeige, welche Freiheiten durch eine hohe Impfquote erreicht werden könnten.

16:41 Uhr | Stiko: Astrazeneca nur noch für Erstimpfungen

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus ändert die Ständige Impfkommisson ihre Empfehlung für alle, die ihre Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben. Wie das Gremium mitteilte, soll künftig unabhängig vom Alter bei der Zweitimpfung ein mRNA-Impfstoff eingesetzt werden. Dies könne Biontech oder Moderna sein. Der Abstand zwischen den beiden Dosen solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die StiKo begründet ihre Empfehlung mit neuen wissenschaftlicen Erkenntnissen, Demnach ist die Immunisierung durch zwei verschiedene Präparate deutlich besser als nach zwei Dosen Astrazeneca. Die Experten gehen davon aus, dass vollständig Geimpfte dann auch bei der Delta-Variante gut gegen einen schweren Krankheitsverlauf geschützt sind.

16:34 Uhr | 200 Millionen Impfdosen für 2022 in Deutschland geplant

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für das kommende Jahr gut 200 Millionen Impfstoffdosen gegen das Coronavirus beschaffen. Der CDU-Politiker sagte in Berlin, das werde für zwei Dosen pro Einwohner und einen zusätzlichen Sicherheitspuffer reichen. Er versicherte, bald würde den Impfzentren und Praxen so viel Impfstoff geliefert, wie diese benötigten. Kosten spielten dabei eine untergeordnete Rolle, wenn so teure Einschränkungen in der Wirtschaft vermieden würden. Spahn sprach von einer bewussten politischen Entscheidung, auch wenn der Bundesrechnungshof das Vorgehen in ein paar Monaten kritisieren werde.

Nach Informationen des Handelsblattes summieren sich die Beschaffungskosten für das kommende Jahr auf 3,9 Milliarden Euro.

15:56 Uhr | Curevac rechnet weiter mit Impfstoffzulassung

Das Tübinger Unternehmen Curevac geht trotz enttäuschender Testergebnisse davon aus, dass sein Corona-Impfstoff in Europa zugelassen wird. Vorstandschef Franz-Werner Haas verwies darauf, dass nur bei Personen über 60 Jahren kein wirksamer Schutz nachgewiesen worden sei. Bei 18- bis 60-Jährigen schütze Curevac aber zu 77 Prozent vor einem moderaten oder schweren Verlauf und vollständig vor einem tödlichen Ausgang der Infektion.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärte, dass sie die Daten zu dem Impfstoff weiter prüfe. Die Zusammenarbeit mit dem Hersteller sei sehr konstruktiv.

15:18 Uhr | DRK Sachsen rät weiter zu Terminen vor Impfung

Das DRK Sachsen rät Corona-Impfwilligen weiter einen Termin zu vereinbaren. Ab morgen sei zwar in allen Impfzentren - außer in Grimma - auch eine Impfung ohne Termin möglich. Dies sei aber nur ein Zusatzangebot. Vor allem die Zentren in Dresden und Leipzig seien in den nächsten Tagen noch sehr gut ausgelastet. Dort gebe es nur wenig Kapazitäten für Spontanimpfungen. Generell müssten Impfwillige ohne Termin mit Wartezeiten rechnen. Laut dem Roten Kreuz wird in den nächsten Tagen für Spontanimpfungen nur der Wirkstoff von Astrazeneca zur Verfügung stehen. Ab dem 7. Juli sollen dann Impfungen mit Biontech, Moderna und Johnson & Johnson dazukommen.

15:05 Uhr | Spahn: Portugal und Großbritannien bald heruntergestuft

Die Bundesregierung will die strengen Corona-Schutzmaßnahmen für Rückreisende aus Portugal und Großbritannien bald lockern. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn an. Beide Länder sollten nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft werden, sobald sich die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante angeglichen hätten. Er gehe davon aus, dass die Variante noch in diesem Monat auch in Deutschland 70 bis 80 Prozent der Infektionen ausmachen werde.

Ein Datum für die Herabstufung von Großbritannien und Portugal nannte Spahn noch nicht. Wer aus einem Virausvariantengebiet nach Deutschland einreist, muss 14 Tage in Quarantäne. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.

14:10 Uhr | Kunstfest Weimar trotz Corona mit vollem Programm

Für das Kunstfest Weimar sind in diesem Jahr rund 165 Veranstaltungen geplant. Das teilte Festivalchef Rolf C. Hemke mit. Wegen der Pandemie und erforderlicher Schutzvorkehrungen wie Mindestabständen könnten allerdings voraussichtlich nur etwa 25 Prozent der normalen Platzkapazitäten bei den Theateraufführungen und Konzerten genutzt werden. Das Kunstfest Weimar soll vom 25. August bis 11. September stattfinden. Es soll 23 Spielorte in Weimar und 25 weitere in ganz Thüringen geben. Das Kunstfest ist Thüringens wichtigstes Festival für zeitgenössische Kunst.

13:39 Uhr | Phuket öffnet für geimpfte Touristen

Die beliebte thailändische Urlaubsinsel Phuket empfängt wieder ausländische Touristen. Wer einreisen will, muss vollständig geimpft sein, einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen und sich vor Ort noch drei Mal testen lassen. Eine Quarantäne ist nicht vorgesehen. Um die Sicherheit der Urlauber zu erhöhen, hat die thailändische Regierung die Impfkampagne für Phuket beschleunigt. 75 Prozent der Menschen dort sind inzwischen geimpft. Im Rest des Landes sind es vier Prozent. Mehr dazu im Audio von Jennifer Lange:

12:36 Uhr | WHO: Wieder mehr Infektionen in Europa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Europa nimmt nach einem zehnwöchigen Rückgang erstmals wieder zu. Das gab der Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation für Europa, Hans Kluge, in Kopenhagen bekannt. Angetrieben von "Reisen, Zusammenkünften und Lockerungen der sozialen Beschränkungen" sei die Fallzahl in der vergangenen Woche um zehn Prozent gestiegen. Kluge betonte, Europa drohe eine neue Pandemie-Welle, "es sei denn, wir bleiben diszipliniert".

10:24 Uhr | Weniger angemeldete Prostituierte wegen Pandemie

Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten ist in der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte mit, Ende 2020 seien bei den Behörden bundesweit rund 24.900 Prostituierte angemeldet gewesen – 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bordelle und andere Prostitutionsstätten seien in der Pandemie monatelang geschlossen gewesen. Zudem habe es wegen der Pandemie Verzögerungen im Anmeldeverfahren gegeben.

Das geltende Prostituiertenschutzgesetz schreibt Prostituierten eine Anmeldepflicht und für Prostitutionsgewerbe eine Erlaubnispflicht vor. Nicht angemeldete Gewerbe und Prostituierte werden in der Statistik des Bundesamtes nicht erfasst.

10:12 Uhr | Auch Russland beginnt mit Auffrischungsimpfungen

Russland beginnt ab sofort mit Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus. Grund sind steigende Infektionszahlen. Wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte, sollen zunächst in acht Krankenhäusern in der Hauptstadt Auffrischungsimpfungen für vollständig Geimpfte angeboten werden. Dabei sei grundsätzlich eine Verwendung aller vier zugelassenen russischen Vakzine möglich. Zunächst werde aber mit dem führenden Impfstoff Sputnik V und der Ein-Dosis-Version Sputnik-Light begonnen.

10:03 Uhr | Harzer Schmalspurbahnen fahren wieder regelmäßig

Die Harzer Schmalspurbahnen kehren heute weitestgehend zum regulären Sommerfahrplan zurück. Nach Angaben des Unternehmens wird außerdem der Dampfbetrieb im Selketal und im Südharz wieder aufgenommen. Allerdings entfallen nach wie vor nachmittags zwei Touren zum Brocken. Seit November vergangenen Jahres befand sich die HSB aufgrund der Corona-Pandemie in der Pause. Seit dem 9. Juni war nur ein eingeschränkter Verkehr auf dem rund 140 Kilometer langen Streckennetz möglich.

09:39 Uhr | Covid-Intensiv-Stationen: Patienten meist seit Frühjahr dort

Auf den deutschen Covid-Intensivstationen werden fast nur noch Langzeit-Patienten behandelt. Das teilte der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, mit. Nach seinen Angaben gibt es derzeit noch in Einzelfällen Neuaufnahmen. Die meisten der aktuell rund 600 Covid-Intensiv-Patienten hätten sich aber in der dritten Welle im Frühjahr angesteckt.

08:46 Uhr | Türkei startet Drittimpfungen

Im Kampf gegen das Coronavirus setzt die Türkei auf eine dritte Impfung. Gesundheitsminister Fahrettin Koca zufolge beginnt heute die Registrierung dafür. Anmelden können sich demnach alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gesundheitswesens und alle Über-50-Jährigen, die bereits zweimal geimpft sind. Der Impfstoff sei frei wählbar.

Die Türkei verwendet derzeit den Impfstoff von Biontech/Pfizer sowie ein Präparat des chinesischen Herstellers Sinovac. Nach offiziellen Angaben sind bisher rund 40 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

08:17 Uhr | Thüringer Schulträger rufen Fördermittel ab

In Thüringen sind bislang rund 3,6 Millionen Euro aus einem Förderprogramm für Schulen abgerufen worden. Nach Angaben des Bau- und des Bildungsministeriums haben bis Mitte Juni 24 der 33 staatlichen Schulträger Geld aus dem Programm beantragt. Insgesamt stellt das Land rund fünf Millionen Euro zur Verfügung. 4,5 Millionen Euro können davon für Luftfilteranlagen und andere Ausstattung in der Corona-Krise abgerufen werden, etwa für Trennwände oder Co2-Sensoren. Gut 500.000 Euro sind für wissenschaftliche Begleitung zu Raumluftanlagen an Schulen vorgesehen.

07:45 Uhr | Bundesregierung plant gezielte Impfangebote für Studierende

Kanzleramtsminister Helge Braun hat spezielle Impfangebote für Studierende angekündigt. Braun sagte mehreren Zeitungen, Bund und Ländern hätten abgesprochen, im Herbst zum Semesterstart an den Universitäten leicht zugängliche Impfangebote zu machen. Weitere Angaben machte der CDU-Politiker vorerst nicht.

07:20 Uhr | Strenger Lockdown in Bangladesch in Kraft

In Bangladesch ist ein strikter Corona-Lockdown in Kraft getreten. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur noch zum Einkäufen und in Notfällen verlassen. Geschäfte und Büros bleiben geschlossen. Lebensmittel-Märkte dürfen nur noch für einige Stunden am Tag öffnen. Ausgenommen von den Beschränkungen sind allerdings Textilfabriken, die für Ketten wie H&M oder Walmart produzieren. Polizisten und Soldaten sollen die Einhaltung der Regeln überwachen.

In dem südasiatischen Land hatte es zuletzt deutlich mehr Corona-Infektionen gegeben. Vor allem in den Regionen an der Grenze zum Nachbarland Indien breitete sich die Delta-Variante rasch aus. Die Krankenhäuser sind teilweise überlastet.

06:52 Uhr | EU-Impfausweis soll Reisen erleichtern

Reisen in der EU sollen ab heute durch den EU-weit gültigen Impfausweis erleichtert werden. Das Zertifikat besteht aus einem QR-Code, der gescannt werden kann. Man kann ihn auf dem Handy speichern oder auf Papier vorzeigen. Er informiert über eine Corona-Impfung, über eine überstandene Erkrankung oder über aktuelle Test-Ergebnisse. Der Impfausweis kann über eine elektronische Plattform auf Echtheit überprüft werden. Die Staaten haben zugesichert, bei Inhabern des EU-Impfausweises auf Quarantäne- und Testpflichten zu verzichten. Allerdings können Länder dennoch Reise-Beschränkungen verhängen, wie Deutschland etwa für Virus-Variantengebiete. Die Bundesregierung hat aber ab heute die Reisewarnung für mehr als 80 Länder aufgehoben, darunter die Türkei sowie Urlaubsgebiete in Spanien und Kroatien.

06:38 Uhr | Finale Analyse bestätigt geringe Wirksamkeit von Curvac

Für den Corona-Impfstoffkandidaten des Tübinger Unternehmens Curevac liegen nun die finalen Analysen vor. Wie das Unternehmen mitteilte, hat das Vakzin eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades über alle Altersgruppen hinweg. In einer Mitte Juni veröffentlichten Zwischenanalyse war von einer vorläufigen Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung "jeglichen Schweregrades" die Rede gewesen.

Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac mit dem Slogan «the RNA people» steht an der Unternehmenszentrale.
Das Unternehmen Curevac hat die finale Analyse seines Corona-Impfstoffkandidaten vorgelegt. Bildrechte: dpa

Curevac zufolge hat die Analyse nur in der Altersgruppe von 18 bis 60 Jahren eine "signifikante Schutzwirkung" des Impfstoffs gezeigt. Bei diesen Probanden wurde demnach eine Wirksamkeit von 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades festgestellt und von 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf. Es habe eine vollständiger Schutz vor Krankenhausaufenthalt und Tod bestanden. Das Mittel der Tübinger galt lange als sehr vielversprechend. Inzwischen spielt es in der Impfkampagne der Bundesregierung keine Rolle mehr.

06:20 Uhr | Telefonische Krankschreibung bleibt umstritten

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hält die Verlängerung der telefonischen Krankschreibung für unnötig. Vorsitzender Klaus Heckemann sagte MDR AKTUELL, in den Arztpraxen sei die Gefahr nicht mehr groß, sich mit Corona zu infizieren. Außerdem lade die telefonische Krankschreibung zum Blaumachen ein. Sachsen-Anhalts Arbeitgeberpräsident Marco Langhof sagte, man könne nicht sicherstellen, dass der Anrufer nicht im Namen eines anderen spreche. Die Krankenkasse AOK Plus lobte dagegen die Verlängerung. Dadurch ließen sich volle Wartezimmer und Krankheitsübertragungen vermeiden. Patienten können sich noch bis Ende September bei leichten Atemwegserkrankungen per Telefon krankschreiben lassen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 01. Juli

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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