Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Tests für Einreisende ab Sonntag

Die Bundesregierung hat sich auf verpflichtende Tests für Reiserückkehrer ab 1. August geeinigt. Digitale Impfzertifikate sind wieder bei Apotheken erhältlich. Der Verhaltensforscher Armin Falk hat es als Eigennutz bezeichnet, sich nicht impfen zu lassen. In Dresden kommt wegen gestiegener Infektionszahlen wieder die Maskenpflicht in Geschäften. Aktuelle Entwicklungen in unserem Coronavirus-Ticker.

Ein Mann geht durch die automatisierte Kontrollschranke bei Einreise an einem Flughafen
Wer nach Deutschland einreist, muss ab kommenden Sonntag entweder geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 29. Juli 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:04 Uhr | 100 Dollar für Impfung in den USA

Jeder neu geimpfte US-Bürger soll nach dem Willen von Präsident Joe Biden 100 Dollar erhalten. Die Bundesstaaten und Kommunen sollten den Betrag zahlen, um das Impfprogramm voranzutreiben, erklärt das Finanzministerium in Washington unter Berufung auf Biden. Das Geld könne dabei aus den Covid-Hilfsgeldern des Bundes in Höhe von 350 Milliarden Dollar genommen werden.

Präsident Biden kündigte außerdem die Einführung neuer Regeln an, mit denen Millionen Angestellte der Regierung zu einer Impfung bewegt werden sollen. Mitarbeiter, die keinen Impfnachweis vorlegen können, sollen künftig stets eine Maske tragen müssen und ein bis zwei Mal pro Woche auf eine Infektion getestet werden, teilte das Weiße Haus mit. Zudem sollen sie in Bezug auf Dienstreisen Beschränkungen unterliegen. Zudem wies der Präsident demnach das Verteidigungsministerium an, zu prüfen, ab wann die Streitkräfte eine Impfpflicht verhängen können.

21:13 Uhr | Einigung auf Testpflicht bei Einreise

Die zuständigen Bundesministerien haben sich auf einheitliche Corona-Regeln für alle Reiserückkehrer geeinigt. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios müssen künftig alle Einreisenden ab zwölf Jahren vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Dabei sei es egal, von wo und mit welchem Verkehrsmittel sie nach Deutschland zurückkommen. Bei Einreisen aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten müssen auch Geimpfte und Genesene einen negativen Test vorlegen. Für die Kontrollen seien Airline-Mitarbeiter, Zugbegleiter und die Bundespolizei zuständig. Die Verordnung soll am Freitag endgültig beschlossen werden und ab Sonntag gelten.

20:49 Uhr | Infektionen im Ausland gewinnen an Bedeutung

Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland. Das schreibt das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht vom Donnerstagabend. In der Zeit vom 28. Juni bis 25. Juli sind demnach 3.662 Fälle gemeldet worden, in denen die Betroffenen dem Virus wahrscheinlich im Ausland ausgesetzt waren. Als wahrscheinliche Infektionsländer in den vier betrachteten Wochen wurden Spanien, die Türkei und die Niederlande am häufigsten genannt, vor Kroatien und Griechenland. Der überwiegende Anteil der Corona-Übertragungen finde allerdings weiterhin innerhalb Deutschlands statt, betont das RKI – die Rede ist von mindestens 81 Prozent. Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland liegen jedoch oftmals gar nicht vor.

20:45 Uhr | Portugal kündigt Lockerungen an

Portugal will ab Sonntag seine Corona-Beschränkungen lockern. "Es ist an der Zeit, die Pandemie nach dem entscheidenden Kriterium der Impfungen zu handhaben", sagte Regierungschef António Costa am Donnerstag in Lissabon. Geplant ist eine Lockerung in drei Stufen, die sich am Fortschritt der Impfkampagne orientiert. Bis Sonntag soll eine Impfqote von 57 Prozent erreicht werden.  Dann dürfen Geschäfte, Restaurants und Theater wieder bis 2 Uhr morgens öffnen. Die Homeoffice-Pflicht entfällt, und die nächtliche Ausgangssperre in den am meisten betroffenen Gebieten wird aufgehoben. Bis September will die Regierung 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben. Dann soll auch die Maskenpflicht im Freien entfallen. Wird bis Oktober eine Impfquote von 85 Prozent erreicht, sollen auch Bars und Nachtclubs wieder für Geimpfte und negativ Getestete geöffnet werden.

20:38 Uhr | Proteste in Bratislava

In der slowakischen Hauptstadt Bratislava haben am Donnerstag etwa 1.500 Menschen gegen eine gesetzlich festgeschriebene Testpflicht für Ungeimpfte protestiert. Die Menschenmenge blockierte ab Mittag einen der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsknoten. Ein neues Gesetz erlaubt den Gesundheitsbehörden im Falle einer Verschlechterung der Corona-Lage weitreichende Einschränkungen für all jene Menschen, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Unter anderem könnte ihnen dann der Zutritt zu Geschäften oder der Weg zur Arbeit nur mit regelmäßigen Corona-Tests erlaubt sein.

20:27 Uhr | Israel impft über 60-Jährige ein drittes Mal

Israel ruft alle Menschen über 60 zu einer dritten Corona-Impfung auf. Das erklärte Regierungschef Naftali Bennett am Donnerstagabend in einer Fernsehansprache. Die Aufforderung richte sich an alle Menschen in der Altersgruppe, bei denen die zweite Impfung mehr als fünf Monate her sei.

19:05 Uhr | Erste Apotheken erstellen wieder Impfzertifikate

Einige Apotheken in Deutschland stellen nach einer Unterbrechung wieder digitale Corona-Impfzertifikate aus. Schrittweise werde begonnen, den Service für Geimpfte wieder anzubieten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Donnerstag in Berlin mit. Wer das Zertifikat haben möchte, solle sich jedoch vorab auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de informieren, welche Apotheke man zu dem Zweck aufsuchen kann.

17:35 Uhr | Leopoldina-Forscher für Impfpflicht

In die Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus hat sich mit drastischen Worten ein Wissenschaftler der Leopoldina eingeschaltet. "Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern einfach nur mit Eigennutz", sagte der Bonner Verhaltensökonom Armin Falk der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Verhaltensökonom Armin Falk nimmt am 07.04.2015 in Berlin an einer Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Wirtschaft für morgen» im Bundeswirtschaftsministerium teil.
Armin Falk arbeitet und forscht an der Universität Bonn. Bildrechte: dpa

Die Allgemeinheit muss hier zahlen für die Trägheit und die Dummheit der Impfgegner.

Armin Falk Verhaltensökonom

Weil die Nebenwirkungen des Impfens überschaubar und der Nutzen für die Gesellschaft riesig seien, fordert Falk eine "Impfverpflichtung". Das Mindeste aber müsse es sein, den Zugang zu Restaurants, Reisen und Veranstaltungen für Nicht-Geimpfte zu erschweren, "weil im Moment die Kooperativen die Dummen sind".

17:03 Uhr | Katalonien verlängert nächtliche Ausgangssperre

Die Ausgangssperre in Barcelona und weiten Teilen der Urlaubsregion Katalonien ist bis 6. August verlängert worden. Ein Gericht habe grünes Licht für die zweite Verlängerung der Mitte Juli beschlossenen Maßnahme gegeben, erklärte eine Sprecherin der Regionalregierung am Donnerstag. Die nächtliche Ausgangssperre von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens gilt für alle Ortschaften mit mehr als 5.000 Einwohnern.

Katalonien ist die am stärksten betroffene Region Spaniens. Der seit Wochen andauernde Anstieg der Infektionszahlen hat die Krankenhäuser in der Region unter Druck gesetzt. 45 Prozent der Intensivbetten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mit Corona-Patienten belegt, während es landesweit nur 17 Prozent sind.

16:36 Uhr | Reiserückkehrer: Politologe spricht von "Politikversagen"

Albrecht von LUCKE, Politikwissenschaftler im Porträt
Albrecht von Lucke Bildrechte: imago images/Sven Simon

Der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke hat angesichts der Debatte um eine Testpflicht für Reiserückkehrer von einem Versagen der Politik gesprochen. Von Lucke sagte im Deutschlandfunk, man könne nur den Kopf schütteln. Wieder finde alles unkoordiniert statt. Dabei gehe es um die gleiche bundespolitische Frage wie im vergangenen Jahr, die längst im Vorfeld hätte geklärt werden müssen. "Wir wissen ja schon lange, wann die Ferien beginnen und wann die Ferien enden."

Laut Medienberichten steht eine Einigung in der Frage bevor. Die Nachrichtenagentur Reuters und das Magazin "Der Spiegel" melden, die Testpflicht für Reiserückkehrer solle am 1. August in Kraft treten.

16:25 Uhr | Inflation auf Rekordniveau

Die Preise für Waren und Dienstleistungen sind in diesem Monat erneut kräftig gestiegen. Die Inflationsrate lag im abgelaufenen Monat bei 3,8 Prozent. Als Ursachen gelten unter anderem die Mehrwertsteuersenkung im vergangenen Jahr und Nachholeffekte im Zuge der Corona-Krise. Weitere Details:

16:16 Uhr | Bahn mit hohen Verlusten

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 1,4 Milliarden Euro Verlust gemacht. Wie der Konzern mitteilte, ist der Verlust damit nicht mehr ganz so massiv wie im Vorjahreszeitraum. Damals lag er noch bei 3,75 Milliarden Euro. Laut Bahnangaben steigen die Zahl der Reisenden und transportierten Güter mittlerweile wieder. Doch der mehrfach verlängerte Lockdown habe tiefe Spuren hinterlassen. Das sei in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr aufzuholen.

13:16 Uhr | Warn-App ruft 690.000 Briten zu Isolation auf

Die britische Corona-Warn-App hat fast 690.000 Einwohner in England und Wales aufgerufen, sich in Quarantäne zu begeben. Wie der Gesundheitsdienst mitteilte, sind das so viele wie noch nie. Die Zahlen beziehen sich auf die vergangene Woche. Die App schlägt an, wenn sich Nutzer eine gewisse Zeit in direkter Nähe eines positiv Getesteten aufgehalten haben. Britische Unternehmen klagen inzwischen über Schwierigkeiten den Betrieb aufrechtzuerhalten, wenn so viele Beschäftigte zu Hause bleiben sollen. So blieben Supermarktregale leer, wurde Müll nicht abgeholt und fielen Züge aus.

11:35 Uhr | Knapp 51 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

In Deutschland sind mittlerweile 50,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Daten des Robert Koch-Instituts sind das 42,36 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben demnach 61,3 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 51,01 Millionen Menschen erhalten. Im Schnitt werden derzeit dem RKI zufolge fünf Menschen pro Sekunde geimpft. Schätzungen zufolge muss die Impfquote bei 85 Prozent liegen, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

Die höchste Impfquote hat Bremen mit 59,2 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften. Schlusslicht ist Sachsen mit 46,5 Prozent. Auch Sachsen-Anhalt (49,4) und Thüringen (49,7) liegen auf den hinteren Plätzen.

11:04 Uhr | Ifo-Schätzung: Noch ein Viertel der Beschäftigten im Homeoffice

Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie arbeitet eine wachsende Zahl der Beschäftigten nicht mehr im Homeoffice. Einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zufolge wird der Anteil für Juli nur noch auf 25,5 Prozent geschätzt. Im Juni waren es demnach noch 28,4 Prozent. Ifo-Experte Jean-Victor Alipour sagte, die Menschen suchten wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro.

Nach einer Umfrage des Reisezahlungs-Dienstleisters AirPlus rechnen die Firmen jedoch mit einem bleibenden Homeoffice-Anteil. Besonders geeignet sei dies für Beschäftigte der IT, Finanzen und Management sowie bei Marketing, Kommunikation und allgemeiner Verwaltung.

09:40 Uhr | Spahn widerspricht Wieler bei Inzidenz-Debatte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Debatte um die Bedeutung des Inzidenz-Wertes RKI-Chef Lothar Wieler widersprochen. Spahn sagte der "Bild"-Zeitung, mit steigender Impfrate verliere die Inzidenz an Aussagekraft. Daher brauche es zwingend weitere Kennzahlen, um die Lage zu bewerten, so etwa die Zahl der neu aufgenommenen Covid-19-Patienten im Krankenhaus. Spahn fügte aber hinzu, da noch nicht alle Menschen geimpft seien, könne man noch nicht ganz auf die Inzidenz verzichten.

RKI-Chef Wieler hatte am Montag in einer Bund-Länder-Schalte betont, die Sieben-Tage-Inzidenz müsse wichtigster Indikator bleiben, um die Situation zu bewerten. Fachleute hatten im Verlauf der Pandemie immer wieder auf die Bedeutung der Inzidenz hingewiesen: Sie gibt deutlich früher Auskunft über das Pandemiegeschehen als etwa Krankenhausaufenthalte.

07:58 Uhr | Google und Facebook verhängen Corona-Impfpflicht für Arbeit im Büro

Die US-Internetkonzerne Google und Facebook haben eine Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter verhängt, die nicht im Homeoffice arbeiten wollen. Außerdem wird die Homeoffice-Regelung in beiden Unternehmen wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen bis Oktober verlängert. Google-Firmenchef Sundar Pichai sagte, die Regelung werde zunächst in den Vereinigten Staaten eingeführt und dann auf andere Regionen ausgeweitet. Man werde die Bestimmungen an die jeweiligen Corona-Regelungen der Länder sowie die Verfügbarkeit von Impfstoff anpassen.

07:47 Uhr | Dresden steht wieder Maskenpflicht bevor

In Dresden liegt die Sieben-Tage-Inzidenz den fünften Tag in Folge über einem Wert von zehn Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. Damit müssen in der sächsischen Landeshauptstadt nach zwei weiteren Tagen unter anderem in Geschäften wieder Masken getragen werden. Nach der Corona-Schutzverordnung im Freistaat gilt das auch in Kulturstätten, in Innenräumen von Lokalen, in Volkshochschulen, Hotels oder auf Messen und Kongressen.

Auch Leipzig könnte bald wieder zur Maskenpflicht zurückkehren. Hier liegt die Inzidenz den zweiten Tag in Folge über zehn. Fällt der Wert jedoch in den kommenden Tagen unter zehn, beginnt die Zählung von vorn.

07:35 Uhr | Sachsen-Anhalt bietet Impfungen für Jugendliche in Impfzentren an

In Sachsen-Anhalt können Kinder und Jugendliche jetzt auch in Impfzentren gegen das Coronavirus geimpft werden. Das kündigte das Sozialministerium an. Das Angebot gilt demnach an speziellen Tagen für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Sozialministerin Petra Grimm-Benne erklärte, für Familien sei es oft schwierig gewesen, einen Kinderarzt zu finden, der die Impfungen anbiete.

Bislang gibt es keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche. Die Ständige Impfkomission empfiehlt die Impfung nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder wenn sich im Umfeld gefährdete Personen befinden.

07:19 Uhr | Mehrere Länder drängen auf Testpflicht

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder dringen weitere Regierungschefs auf schnelles Handeln bei einer Testpflicht für Reiserückkehrer. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es sei ein kleiner Mehraufwand für jeden, schaffe aber viel Sicherheit. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte, Tests seien der zentrale Baustein, um das Infektionsgeschehen in der ungeimpften Bevölkerung einzudämmen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte, jeder, der mit Auto, Bahn oder Flugzeug aus dem Ausland einreise und nicht geimpft oder genesen sei, sollte einen Test vorlegen müssen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte dem Fernsehsender Phoenix, die Entscheidung sollte möglichst schnell fallen und nicht erst Mitte oder Ende August. Die Ruhe auf Bundesebene sei nicht nachvollziehbar.

06:49 Uhr | Schäuble: Einschränkungen nur für Ungeimpfte angemessen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält es für angemessen, dass Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte gelten. Der CDU-Politiker sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", es sei erwiesen, dass nach Genesung oder nach einer vollständigen Impfung die Gefahr, andere anzustecken, deutlich sinke. Deswegen werde man diese Gruppen nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterwerfen können.

Schäuble äußerte zudem Sorge angesichts der gesunkenen Impfquote. Zu Jahresbeginn hätten die Menschen es nicht erwarten können, die rettende Spritze zu bekommen. Jetzt verzweifelten Hausärzte, weil Impfdosen massenhaft bei ihnen liegen blieben.

06:37 Uhr | Kein Bußgeld für Schul-Fehltage wegen Quarantäne

In Sachsen droht kein Bußgeld, wenn Kinder nach einem Urlaub im Corona-Risikogebiet in Quarantäne müssen und damit den Schulstart verpassen. Der Sprecher des Landesamtes für Schule und Bildung, Roman Schulz, sagte MDR AKTUELL, eine solche Regelung sei nicht bekannt. Zudem halte er es für schwierig, nach dem anstrengenden letzten Halbjahr nun gleich wieder eine Droh-Kulisse aufzubauen. Hinzu komme, dass die Homeschooling-Möglichkeiten viel besser geworden seien.

Zuletzt waren mehrere beliebte Reiseziele wie Spanien und die Niederlande zu Risiko- beziehungsweise Hochinzidenzgebieten erklärt worden. Wer nicht geimpft ist und aus solch einem Land zurückkehrt, muss in Deutschland zunächst in Quarantäne.

06:29 Uhr | Nachfrage nach Pflegeheim-Plätzen eingebrochen

In Mitteldeutschland ist die Nachfrage nach Pflegeheim-Plätzen eingebrochen. Das ergab eine Umfrage von MDR AKTUELL unter Betreibern von Pflege-Einrichtungen. So hat die AOK Plus in Thüringen und Sachsen von November bis Februar einen Rückgang von 15 Prozent verzeichnet. Auch das DRK sprach von einer zögerlichen Nachfrage und verkürzten Wartelisten. Als Grund nannten die Betreiber unter anderem die Erfahrungen aus dem Corona-Lockdown, in dem strenge Besuchs- und Kontaktbeschränkungen galten. Der Vertreter der Diakonie Thüringen, Karsten Stüber, sagte, es sei Vertrauen verloren gegangen. Nach Angaben der AOK nimmt die Zahl der Anträge inzwischen aber wieder zu.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 29. Juli 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 29. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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