Coronavirus-Pandemie Ticker: Österreich führt FFP2-Pflicht im Freien ein

Österreich schreibt FFP2-Masken im Freien etwa in Fußgängerzonen vor. Der Expertenrat der Bundesregierung warnt vor Überlastung der Krankenhäuser durch Omikron. In Sachsen sollen die strengen Corona-Regeln gelockert werden. Dem RKI zufolge haben aktuell 71,5 Prozent der Bevölkerung einen doppelten Impfschutz und 41 Prozent bereits die Booster-Impfung erhalten. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Eine Person trägt eine FFP2-Maske.
In Österreich muss überall im Freien, wo ein Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, eine FFP2-Maske getragen werden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 6. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:25 Uhr | WHO warnt vor Einstufung von Omikron-Variante als "mild"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, die Omikron-Variante des Coronavirus zu verharmlosen. WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, genau wie bei vorangegangenen Varianten müssten Menschen wegen Omikron ins Krankenhaus, und Omikron töte Menschen. Auch wenn Omikron offenbar meist zu weniger schweren Krankheitsverläufen führe als die bisher vorherrschende Delta-Variante, dürfe die Variante deshalb nicht als "mild" eingestuft werden. Tedros warnte zudem, die Flutwelle an Neuinfektionen durch die Omikron-Variante sei so riesig und schnell, dass sie weltweit zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führe.

21:45 Uhr | Philippinischer Präsident ordnet Festnahme ungeimpfter Lockdown-Verweigerer an

Auf den Philippinen droht allen Ungeimpften die Festnahme, wenn sie die Ausgangssperre missachten. Präsident Rodrigo Duterte sagte, wer sich weigere, entgegen den Anweisungen zu Hause zu bleiben, könne festgenommen werden. Er erklärte, bei der Pandemie handle es sich um einen nationalen Notstand, der ein solches Vorgehen rechtfertige. Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hatte die Regierung Anfang der Woche entschieden, dass in der Hauptstadt Manila und mehreren weiteren Städten Ungeimpfte ihre Häuser nur noch zum Einkauf lebensnotwendiger Güter oder zum Sport verlassen dürfen. Bisher sind erst weniger als die Hälfte der Philippiner gegen das Coronavirus geimpft.

20:30 Uhr | Viele Hotels und Gaststätten sehen Existenz bedroht

Knapp zwei Drittel der Hotels und Gaststätten in Sachsen sehen sich durch die Corona-Maßnahmen in ihrer Existenz bedroht. Das geht aus einer Umfrage des Branchenverbands DEHOGA hervor. Danach haben die Unternehmen im Freistaat im vergangenen Jahr durch angeordnete Schließung und eingeschränkte Öffnungszeiten im Schnitt 44 Prozent ihres Umsatzes im Vergleich zu der Zeit vor Corona im Jahr 2019 eingebüßt. Im Dezember seien es zwei Drittel im Vergleich zu 2019 gewesen. Damit liege Sachsen deutlich über dem Bundesdurchschnitt, betonte DEHOGA Geschäftsführer Axel Klein.

20:10 Uhr | WHO: Rekordwert von 9,5 Millionen neuen Coronafällen weltweit

Um den Jahreswechsel sind weltweit so viele neue Coronafälle registriert worden wie noch nie. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, stieg die Zahl der neuen Fälle innerhalb einer Woche weltweit um 71 Prozent auf knapp 9,5 Millionen. Die WHO vermutet, dass die tatsächliche Zahl viel höher liege, weil vielerorts nicht genügend getestet wird oder Meldungen unvollständig sind. Die Zahlen beziehen sich auf die Woche vom 27. Dezember bis 2. Januar. In diesen sieben Tagen rund um den Jahreswechsel wurden weltweit auch 41.000 neue Todesfälle gemeldet. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren etwa 289 Millionen Corona-Infektionen und 5,4 Millionen Todesopfer registriert.

19:25 Uhr | Schnelle Anklage nach Ausschreitungen in Bautzen

Nach Ausschreitungen bei Corona-Protesten am Montag in Bautzen ist gegen einen Beteiligten Anklage erhoben worden. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, hat sie beim Amtsgericht ein beschleunigtes Verfahren gegen einen polizeibekannten 21-Jährigen beantragt. Dem Mann wird vorgeworfen, Polizisten beleidigt und einen Beamten tätlich angegriffen zu haben. Der Beschuldigte war einer von zwei Männern, die bei den Auseinandersetzungen am Montag festgenommen worden waren. Gegen den anderen Verdächtigen wird der Staatsanwaltschaft zufolge weiter ermittelt.

18:50 Uhr | Kekulé: Schnelltests bei Omikron zu unzuverlässig

Der Virologe Alexander Kekulé hält Schnelltests nur noch für begrenzt geeignet, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Er sagte MDR AKTUELL, man müsse bei der Omikron-Variante davon ausgehen, dass das Testergebnis noch unsicherer sei als vorher. Kekulé verwies auf jüngste Studienergebnisse aus den USA. Diese zeigten, dass ein Antigen-Test eine Infektion erst zwei bis drei Tage später nachweise als ein PCR-Test. Damit sei man bei Omikron in einer Situation, wo man das Infektionsgeschehen nur noch ein bisschen bremsen könne. Letztlich könne man die Welle aber nicht aufhalten.

Podcast: Kekulés Corona-Kompass

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Ein Porträt-Foto von Virologe Alexander Kekulé.
Bildrechte: MDR/dpa
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18:20 Uhr | OVG bestätigt 2G-Regel im sächsischen Einzelhandel

Die 2G-Regel im sächsischen Einzelhandel bleibt bestehen. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte die Regel. Das Gericht in Bautzen erklärte, die Pflicht von Einzelhändlern, die Nachweise Geimpfter und Genesener zu kontrollieren, sei verhältnismäßig. Die Kontrollpflicht sei zwar ein Eingriff in die Berufsfreiheit, dieser sei jedoch gerechtfertigt. Geklagt hatte ein Textileinzelhandelsunternehmen mit mehreren Filialen in Sachsen, das die Nachweise nicht kontrollieren wollte. (Aktenzeichen: OVG Bautzen 3 B 454/21)

18:05 Uhr | Expertenrat warnt vor Überlastung durch Omikron

Die Corona-Expertenkommission rechnet mit einer erheblichen Belastung des Gesundheitssystems durch die schnelle Ausbreitung von Omikron. In der neuen Stellungnahme des Gremiums heißt es, Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssten durch Ansteckungen mit akuten Personalengpässen rechnen. Dies könne innerhalb kurzer Zeit zu einer Überlastung des Gesundheitswesens führen. Darauf müsse man sich einstellen, etwa mit der Verschiebung von Operationen und mit verkürzten Quarantänezeiten.

17:55 Uhr | Schleswig-Holstein verkürzt Quarantäne-Zeiten

Schleswig-Holstein verkürzt wegen der Omikron-Variante ab sofort die Corona-Quarantäne-Zeiten. Wie das Gesundheitsministerium in Kiel mitteilte, gelten für enge Kontaktpersonen von Infizierten jetzt einheitlich zehn Tage. Bisher waren es volle zwei Wochen. Geimpfte Beschäftigte aus Bereichen der kritischen Infrastruktur können nach einem negativen PCR-Test sogar schon nach fünf Tagen wieder arbeiten gehen. Schleswig-Holstein kam damit Beschlüssen des Bund-Länder-Gipfels zuvor, der morgen über weitere Maßnahmen gegen Omikron beraten will.

17:30 Uhr | Kretschmer kündigt Lockerungen für Sachsen an

Sachsen will seine strengen Corona-Regeln nach rund zwei Monaten wieder lockern. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer an. Er sagte, endgültig solle das nach der Bund-Länder-Konferenz am Freitag entschieden werden. Dann wolle Sachsen Eckpunkte einer neuen Schutzverordnung fixieren. Unter anderem sollten Kulturveranstaltungen und Sport in Innenräumen unter der Maßgabe 2G-Plus wieder möglich sein. Kretschmer machte aber auch deutlich, dass Lockerungen immer an das Infektionsgeschehen und die Situation in den Krankenhäusern gekoppelt blieben.

15:45 Uhr | Österreich schreibt FFP2-Masken im Freien vor

Eine Anzeige in einem Skigebiet weist auf Corona-Regeln hin.
In Österreichs Skigebieten gilt eine FFP2-Pflicht und die 2G-Regel. Bildrechte: dpa

Österreich verschärft erneut die Corona-Regeln. Künftig muss auch im Freien eine FFP2-Maske getragen werden, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Das kündigte Bundeskanzler Karl Nehammer an. Die neue Regelung soll etwa in Fußgängerzonen und in Warteschlangen gelten. In Österreichs Skigebieten gilt in Skiliften und Gondeln für alle ab 15 Jahren bereits die FFP2-Pflicht. Die Regierung in Wien verpflichtet zudem den Handel, die 2G-Regel zu kontrollieren – also Einlass nur für Geimpfte und Genesene zu gewähren. Gleichzeitig werden die Quarantäne-Fristen verkürzt. Kontaktpersonen von Infizierten können sich nach dem fünften Tag aus der Quarantäne freitesten. Österreich reagiert mit neuen Beschränkungen und kürzeren Quarantänefristen auf die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus.

14:55 Uhr | Thüringer OVG lehnt Eilantrag gegen 2G-Regel im Einzelhandel ab

Die 2G-Regel im Thüringer Einzelhandel bleibt vorerst bestehen. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat den Eilantrag eines Kaufhaus-Konzerns abgelehnt. Die Entscheidung fiel am 30. Dezember, wurde aber erst jetzt bekannt gegeben. Die Thüringer entschieden damit anders als das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen, dass die 2G-Regel für den Einzelhandel des Bundeslandes gekippt hatte. Die Weimarer Richter begründeten ihre gegensätzliche Entscheidung damit, dass das Infektionsgeschehen in Thüringen von dem in Niedersachsen abweiche. Zudem gebe es mit der Omikron-Variante des Coronavirus nun eine wesentlich höhere Übertragbarkeit. Der Kläger muss nun auf das Hauptsacheverfahren hoffen. (Aktenzeichen 3 EN 775/21)

14:07 Uhr | IHK Erfurt für einheitlich verkürzte Quarantäne

Die Erfurter Industrie- und Handelskammer fordert einheitliche Corona-Quarantänezeiten. Hauptgeschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch sagte, Sonderregelungen brächten nur neue Unsicherheiten, mehr bürokratischen Aufwand und damit höhere Belastungen. Generell begrüßten die Unternehmen aber die Verkürzung oder den Wegfall von Quarantäne. Dadurch könne die angespannte Personalsituation in der Wirtschaft entschärft werden. Gesundheitspolitiker von Bund und Ländern haben vorgeschlagen, die Quarantänezeit für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur auf fünf Tage zu verkürzen. Für andere Bereiche soll sie auf sieben Tage verringert werden.

13:47 Uhr | RKI: 71,5 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft

Die Impfkampagne in Deutschland gewinnt weiter an Fahrt. Gestern wurden laut Robert Koch-Institut 728.000 Impfdosen verabreicht. Damit hätten nun 71,5 Prozent der Bevölkerung den vollständigen Grundschutz mit meist zwei Spritzen. Fast 41 Prozent hätten bereits eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die dritte Dosis gilt inzwischen als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Dem RKI zufolge sind noch etwa 21,3 Millionen Bundesbürger ungeimpft, das entspricht ein Viertel der Bevölkerung. Allerdings sind darunter auch rund vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist.

13:39 Uhr | Lindner lehnt Lockdown auch bei Omikron-Ausbreitung ab

FDP-Chef Christian Lindner hat für moderate Einschränkungen auch in einer neuen Corona-Welle geworben. Auf dem Drei-Königs-Treffen der Liberalen in Stuttgart sagte Lindner, noch sei nicht umfassend klar, welche Risiken die Omikron-Variante mit sich bringe. Es sei die neue Krisen-Strategie der Bundesregierung, auf Boostern und maßvolle Kontaktbeschränkungen zu setzen. Einen neuen Lockdown mit flächendeckenden Schließungen dürfe es nicht geben.

Lindner warnte zudem davor, das Pandemiegeschehen nur anhand der Zahl der Neuinfektionen zu bewerten, die durch Omikron deutlich steigen dürften. Das eigentliche Ziel müsse sein, die Überforderung des Gesundheitssystems abzuwenden. Bund und Länder wollen am Freitag darüber beraten, welche Änderungen es angesichts der Ausbreitung von Omikron geben soll.

13:03 Uhr | Sachsen: Sechs Unternehmen haben offenbar beim Kurzarbeitergeld betrogen

Offenbar haben Geschäftsleute aus Sachsen von der Pandemie profitieren wollen. Sie sollen Kurzarbeitergeld beantragt haben, obwohl ihre Belegschaft in Vollzeit beschäftigt war. Der dadurch entstandene Schaden könnte sich auf bis zu 190.000 Euro belaufen. Die Polizei hat Beweismittel von insgesamt sechs Dresdner Unternehmen gesichert. Zudem wurden Ermittlungen gegen fünf Beschuldigte unter anderem wegen versuchten bandenmäßigen Betruges in 64 Fällen aufgenommen.

12:52 Uhr | Buchmarkt mit Umsatzplus trotz Corona

Im zweiten Jahr der Pandemie sind insgesamt mehr Bücher verkauft worden. Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels lag der Umsatz 2021 insgesamt 3,2 Prozent über dem des Vorjahres. Gewinne habe es etwa beim Online-Handel, beispielsweise bei Einkäufen über Amazon gegeben. Der stationäre Buchhandel hat dennoch gelitten. Durch die Schließungen im Frühjahr hatten die Buchläden ein Minus von circa drei Prozent gegenüber 2020 und von elf Prozent gegenüber 2019 zu verzeichnen. Große Zuwächse gab es vor allem bei Kinder- und Jugendbüchern.

12:12 Uhr | Afrikanische Union: Fast Zehn Millionen Infektionen registriert

Der afrikanische Kontinent nähert sich bei der Zahl der Corona-Infektionen mittlerweile der Zehn-Millionen-Marke und befindet sich in fünf Ländern nun in der fünften Infektionswelle. Gut 9,8 Millionen Infektionen wurden bisher dokumentiert, von denen mehr als 229.000 tödlich waren. Auch Omikron sei nun in 42 afrikanischen Ländern registriert worden, erklärte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union. Nkengasong hält die Entdeckung weiterer Varianten im Laufe des Jahres für durchaus möglich.

In ganz Afrika wurden vergangene Woche 300.000 Corona-Neuinfektionen gezählt - ein Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Allerdings entfielen fast die Hälfte der Fälle auf die südlichen afrikanischen Staaten. Der Kontinent hat mittlerweile knapp 547 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in allen afrikanischen Staaten zusammen weiter erst gut zehn Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft. Nkengasong hofft, bis zum Jahresende diesen Wert auf 70 Prozent zu steigern.

Interview Stöbe 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min

Dr. Tankred Stöbe zur Frage, was ein Lockdown für die Menschen in armen Ländern bedeutet, die weder auf staatliche Hilfen noch finanzielle Reserven zurückgreifen können.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Sa 31.07.2021 06:00Uhr 01:20 min

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/video-impfstoff-patent-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

11:53 Uhr | Gürtelrose als mögliche Impf-Nebenwirkung

Immer wieder wird von Nebenwirkungen berichtet, die nach einer Impfung auftreten können. Zuletzt ist dabei das Thema Gürtelrose aufgekommen, die in Zusammenhang mit einer Impfung gebracht wird. Bisher wurden aus der Schweiz und aus Israel solche Fälle gemeldet, bei denen ein solcher Verdacht besteht. Das Paul Ehrlich-Institut erklärte dazu, dass derzeit weder in Deutschland noch EU-weit ein Risikosignal bestehe für das Auftreten einer Gürtelrose nach einer Corona-Impfung. Bisher gebe es noch keine Informationen über eine entsprechende Nebenwirkung.

Gürtelrose-Schriftzug auf Tablet, über dem ein Stethoskop liegt 3 min
Bildrechte: IMAGO / Panthermedia

11:44 Uhr | Sachsen-Anhalt: Immer mehr gefälschte Impfpässe im Umlauf

In Sachsen-Anhalt werden immer öfter gefälschte Impfzertifikate registriert. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, seien diesbezüglich hunderte Verfahren anhängig. Die Tendenz sei deutlich steigend, hieß es. Etwa 150 Fälle seien allein im vergangenen Jahr aufgenommen worden, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts mit. Dazu gehörte größtenteils die Nutzung gefälschter Impfpässe. Hinzu kamen Fälle, bei denen die Pässe hergestellt, verkauft oder im Internet angeboten würden.

11:20 Uhr | Djokovic geht gegen seine Ausweisung gerichtlich vor

Tennis-Profi Novak Djokovic geht gegen seine Ausweisung aus Australien gerichtlich vor. Seine Anwälte legten Rechtsmittel ein. Nach Angaben eines Gerichts soll Donnerstagnachmittag darüber verhandelt werden. Gesundheitsminister Greg Hunt zufolge wurde das Visum für den Weltranglisten-Ersten gestrichen. Er habe nicht darlegen können, dass er die Einreisebestimmungen erfülle. Derzeit befindet sich der Serbe in einem Quarantäne-Hotel in Melbourne. Der Tennis-Profi schweigt über seinen Impfstatus, hatte sich zuvor aber mehrfach impfkritisch geäußert.

10:55 Uhr | DJV: Journalisten sollen Teil kritischer Infrastruktur werden

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat eine generelle Einstufung von Journalistinnen und Journalisten als Teil der wichtigen Infrastruktur gefordert. "Das muss auch für die Verkürzung der Quarantäne- und Isolationsfristen gelten, die Bund und Länder am morgigen Freitag für die Berufe beschließen wollen, die zur kritischen Infrastruktur zählen", erklärte der Verband am Donnerstag in Berlin.

"Die Versorgung der Menschen mit verlässlichen Informationen ist genauso wichtig wie funktionierende Stromnetze oder Wasserversorgung", betonte der DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Das gelte erst recht vor dem Hintergrund von Desinformationskampagnen, gegen die nur gut recherchierter Journalismus helfe. "Wenn Journalisten symptomfrei sind, müssen sie so schnell wie möglich ihren Job machen können", verlangte Überall.

10:36 Uhr | Stiftung Patientenschutz: Bonus für alle Pflegekräfte

Die Stiftung Patientenschutz fordert, den von der Bundesregierung geplanten Corona-Bonus für alle Pflegekräfte zu zahlen. Vorstand Eugen Brysch sagte im Deutschlandfunk, er hoffe, dass auch diejenigen, die sich um schwer kranke Krebspatienten kümmerten, den Bonus bekämen. Den Vorschlag des Arbeitgeberverbands Pflege, die Zahlung nur geimpftem Personal zu gewähren, wies Brysch zurück. Die Impfung sei zwar wichtig und weise den Weg aus der Krise. Diese Unterscheidung würde aber die Beschäftigten spalten. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte angeregt, dass nur diejenigen einen Zuschlag erhalten, die Corona-Patienten versorgen, denn so könne der Bonus höher ausfallen.

10:25 Uhr | Frankreich: Strengere Regeln für Ungeimpfte

Nach heftigen Debatten hat die französische Nationalversammlung im Kampf gegen die Pandemie die Einführung drastischer Einschränkungen für Ungeimpfte gebilligt. Die Regelungen sehen vor, dass Ungeimpfte künftig keinen Zugang mehr zu Orten wie Restaurants, Kinos oder Fernzügen haben. Am frühen Donnerstagmorgen nahm die Nationalversammlung das Gesetzesvorhaben in erster Lesung an. Nun muss sich noch der Senat mit dem Text befassen.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen will die Regierung den sogenannten Gesundheitspass (Nachweis über Impfung, negativen Corona-Test oder Genesung) durch einen neuen Impfpass ersetzen. Ein negativer Test soll dann nicht mehr reichen. Die Regeln sollen voraussichtlich zum 15. Januar in Kraft treten.

10:16 Uhr | Studie: Homeschooling birgt auch Vorteile

Kinder und Jugendliche gelten gemeinhin als die großen Verlierer und Verliererinnen der Pandemie, leiden sie doch unter den Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen am meisten. Ein Forscherteam aus der Schweiz hat nun aber herausgefunden, dass Homeschooling auch positive Effekte auf Jugendliche haben kann, denn ihr Schlaf-Wach-Rhythmus ist im Lockdown natürlicher.

10:10 Uhr | Sachsen: Diskussion über erlaubte Größe von Demos

Die sächsische Landesregierung denkt darüber nach, die erlaubte Teilnehmerzahl bei Demonstrationen zu erhöhen. Medien nennen übereinstimmend als mögliche neue Höchstgrenze die Zahl von 1.000 Menschen. Bisher sind coronabedingt maximal zehn Teilnehmer erlaubt. Wie die "Leipziger Volkszeitung" schreibt, will Innenminister Roland Wöller mit der möglichen Lockerung der Polizei entgegenkommen. Diese hofft auf eine Entlastung der Einsatzkräfte. Der "Sächsischen Zeitung" zufolge will das Kabinett Freitagabend eine Entscheidung treffen.

08:41 Uhr | Städte- und Gemeindebund fordert mehr Kontaktbeschränkungen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Politik zu schärferen Maßnahmen gegen die Omikron-Welle aufgerufen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, er erwarte von der Bund-Länder-Konferenz am Freitag eine "Konkretisierung und auch eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen". Bei der geplanten Verkürzung von Quarantäne-Zeiten forderte er klare Rahmenbedingungen, aber auch Entscheidungsspielraum für die Gesundheitsämter vor Ort.

08:00 Uhr | FDP-Antrag gegen Impfpflicht

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg hat mit anderen Fraktionskollegen einen Antrag gegen die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gestellt. Die frühere FDP-Generalsekretärin kritisierte "eine allgemeine Impfpflicht als falsches Instrument". Teuteberg verwies in der ARD auf große verfassungsrechtliche und praktische Probleme. Man müsse sich vielmehr darum kümmern, die Impfungen leichter verfügbar zu machen und Ungeimpfte zu erreichen.

07:46 Uhr | Niedersachsen meldet 29.000 Impfdurchbrüche

In Niedersachsen sind bislang knapp 29.000 Menschen trotz vollständiger Corona-Schutzimpfung (Einfachimpfung mit Johnson&Johnson oder Doppel-Impfung) symptomatisch an Covid-19 erkrankt. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden bis Ende Dezember 28.977 Impfdurchbrüche gemeldet. Hinzu kommen demnach 9.545 Ansteckungen ohne Symptome. Von den Patienten mit Impfdurchbrüchen mussten 909 im Krankenhaus behandelt werden, davon 164 auf der Intensivstation. 277 Menschen starben trotz Grundimmunisierung. Zu möglichen Vorerkrankungen lagen keine Angaben vor. 5,84 Millionen Einwohner sind geimpft, etwa 75 Prozent.

07:22 Uhr | Corona-Fallzahlen steigen kräftig an

Das Robert Koch-Institut hat deutschlandweit binnen eines Tages gut 64.300 Neuinfektionen erfasst, 21.570 mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich auf 286 Ansteckungen je 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 259 gelegen, vor einer Woche bei 207. 443 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Die Daten sind verzerrt durch Meldelücken in der Weihnachts- und Silvesterzeit.

Nach den in der Regel aktuelleren Daten des Risklayerprojekts liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Mitteldeutschland über dem Bundesdurchschnitt. Thüringen kommt aktuell auf einen Wert von 421, Sachsen auf 369 und Sachsen-Anhalt auf 307. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bekräftigte seine Forderung nach weiteren Schutzmaßnahmen. Bund und Länder wollen morgen darüber beraten.

07:00 Uhr | Unterschiedliche Lage auf mitteldeutschen Intensivstationen

Die Lage auf den mitteldeutschen Intensivstationen ist aktuell sehr unterschiedlich. Das Städtische Klinikum Dessau teilte MDR AKTUELL mit, es sei nur noch ein Corona-Patient intensivpflichtig. Am Städtischen Klinikum Görlitz entspannt sich die Lage nach eigenen Angaben ebenfalls. Demnach werden jetzt viele Patienten behandelt, die in den vergangenen Wochen zurückstehen mussten. Anders sieht es in Leipzig aus. Das Universitätsklinikum sieht sich von einer normalen Situation noch weit entfernt. Die Uni-Klinik Jena rechnet sogar mit einer baldigen Überforderung. Ein Drittel aller Intensivbetten sei mit Corona-Patienten belegt. Alle angefragten Kliniken bereiten sich wegen der Omikron-Welle auf Personalausfälle vor.

06:48 Uhr | Kretschmer gegen generelle Quarantäne-Lockerung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor einer generellen Verkürzung der Corona-Quarantäne gewarnt. Der CDU-Politiker sagte den Funke-Medien, Omikron sei extrem gefährlich, gerade für Ungeimpfte. Daher sei er gegen eine generelle Quarantäne-Verkürzung. Kretschmer kritisierte die Debatte als zu einseitig. Die Politik solle nicht versuchen, dem Virus einen politischen Willen aufzuzwingen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, seine Länderkollegen und das RKI hatten sich gestern für Lockerungen ausgesprochen. Die Quarantäne soll bei geimpften Beschäftigten in Schlüsselbereichen bereits nach fünf Tagen enden. Dazu gehören Feuerwehr, Polizei, Versorger und der Gesundheitsbereich.

06:35 Uhr | Italien führt Impfpflicht ab 50 ein

In Italien wird eine Corona-Impfpflicht für alle Menschen ab 50 Jahren eingeführt. Ministerpräsident Mario Draghi sagte, damit würden vor allem Risikogruppen vor schweren Erkrankungen geschützt und Krankenhäuser entlastet. Für über 50-Jährige gilt demnach ab 15. Februar außerdem die 2G-Regel am Arbeitsplatz. Derzeit wird der Impfnachweis bereits von Mitarbeitern im Gesundheits- und Schulwesen sowie von Polizeikräften verlangt. Er soll jetzt auch auf das Personal an Universitäten ausgeweitet werden. 

06:20 Uhr | Verletzte bei Protest in München

Die Münchner Polizei hat am Mittwochabend einen Demonstrationszug gegen die Corona-Politik aufgelöst. Nach mehreren störungsfreien Versammlungen formierten sich nach Polizeiangaben entgegen der Allgemeinverfügung bis zu 3.000 Menschen in der Innenstadt. Ein Marsch ab dem Marienplatz sei verhindert worden. Bei der Feststellung von Identitäten hätten einige Protestierende versucht, Absperrungen der Polizei zu durchbrechen. Die Beamten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Fünf Menschen wurden laut Polizei verletzt, davon zwei Polizisten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 6. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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