Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Jugendliche sollen im Sommer geimpft werden

Die Familienminister von Bund und Ländern haben sich für eine möglichst schnelle Impfung von Jugendlichen ausgesprochen. Die Stiko hält vorerst an der Priorisierung fest, nur das Astrazeneca-Vakzin wird freigegeben. Der Bundestag beschloss Erleichterungen für Geimpfte und Genesene. Russland hat mit Sputnik light jetzt einen weiteren Covid-Impfstoff. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Junge Frauen mit Maske sitzen auf einer Bank
Bis zum neuen Schuljahr sollen offenbar auch Jugendliche ab 12 ein Impfangebot erhalten. Bildrechte: imago images/Westend61

Unser Ticker am Donnerstag, 6. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:50 Uhr | Bundesregierung gegen Freigabe von Impfstoff-Patenten

Die Bundesregierung ist skeptisch gegenüber der vorgeschlagenen Freigabe von Impfstoff-Patenten. Eine Sprecherin sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben." Limitierende Faktoren bei der Herstellung von Impfstoffen seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente an sich. Die Bundesregierung, die EU und weltweit werde nach Wegen gesucht, die Kapazitäten zu erhöhen. Die US-Regierung hatte vorgeschlagen, den Patentschutz von Pharmafirmen auf ihre Corona-Impfstoffe auszusetzen, damit mehr Hersteller Impfstoffe produzieren können.

20:50 Uhr | Brandenburg unter Inzidenz 100

Erstmals seit vier Wochen ist die Inzidenz in Brandenburg unter die Marke von 100 gesunken. Das Gesundheitsministerium meldete einen Wert von 98,3 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Mittwoch stand der Wert noch bei 101,5, vor einer Woche bei knapp 114. Damit ist Brandenburg neben Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen eines von vier Bundesländern mit einem Wert unter 100. Liegt der Wert in Landkreisen und Städten an fünf Tagen in Folge unterhalb des Grenzwertes, sind Lockerungen der Corona-Notbremse möglich. In Mitteldeutschland sind die Werte im Schnitt doppelt so hoch. Das Risklayer-Datenprojekt erfasste für Sachsen eine Inzidenz von 211, in Thüringen von 217 und in Sachsen-Anhalt von 148. Bundesweiter Hotspot ist der Saale-Orla-Kreis mit gut 500. Die bundesweite Inzidenz liegt bei 140.

19:46 Uhr | Umfrage – Privilegien für Geimpfte umstritten

Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen sofortige Lockerungen der Corona-Vorschriften für Geimpfte und Genesene. Das geht aus dem neuen ARD-Deutschlandtrend von infratest dimap hervor. Demnach finden es 40 Prozent der Befragten grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte und Genesene von Einschränkungen befreit werden. Für 55 Prozent gehen Lockerungen zwar in die richtige Richtung, der Zeitpunkt ist aber umstritten. Etwa die Hälfte der Befürworter begrüßt sofortige Lockerungen. Die andere Hälfte fordert, noch zu warten, bis mehr Menschen die Chance auf eine Impfung hatten. Die Impfbereitschaft ist der Umfrage zufolge seit Februar um 15 Punkte auf 75 Prozent gestiegen.

18:25 Uhr | Müller – Freigabe der Impfstoff-Patente bringt wenig  

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat sich gegen eine Freigabe der Patente auf Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Der CSU-Politiker sagte dem "Spiegel", ein solcher Schritte bringe wenig. Nötig sei auch das Wissen zur Impfstoffherstellung. Ein Patent freizugeben bringe keine einzige zusätzliche Impfdose. Müller reagierte damit auf einen Vorstoß der US-Regierung, sich bei der Welthandelsorganisation für eine Ausnahmeregelung beim Patentschutz einzusetzen. Zuspruch kam aus der EU.

Auch der Virologe Alexander Kekulé ist skeptisch. Der Forscher sagte im MDR-Podcast, die Herstellung von mRNA-Impfstoffen sei extrem kompliziert. Außerdem konkurrierten die Hersteller schon jetzt stark um Rohstoffe. Kekulé forderte stattdessen eine bessere Koordination der Impfstoffproduktion, etwa unter dem Dach der UNO. Er könne sich vorstellen, dass die Impfstoffhersteller da mitmachen würden.

18:00 Uhr | Priorisierung für Astrazeneca-Vakzin aufgehoben

Bund und Länder haben die Priorisierung bei der Impfung mit dem Covid-Vakzin von Astrazeneca aufgehoben. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen mit. Auch soll die Zweitimpfung nicht mehr zwingend erst nach zwölf Wochen erfolgen. Es liege dann im Ermessen des Arztes, wann der vollständige Impfschutz eintrete.

17:52 Uhr | Weitere Hilfe für Indien unterwegs

Eine Sauerstoffanlage der Bundeswehr soll bald in Indien bei der Versorgung von Covid-Kranken helfen. Ein Bundeswehr-Airbus mit Technik zur Produktion von medizinischem Sauerstoff startete vom niedersächsischen Wunstorf aus nach Neu Delhi. Indien meldete neue Höchstwerte in der Corona-Welle: Rund 412.000 Neuinfektionen binnen eines Tages sowie etwa 4.000 Todesfälle. Experten gehen von weit höheren Fallzahlen aus.

17:23 Uhr | Familienminister wollen Jugendliche schnell impfen

Die Familienminister von Bund und Ländern haben sich für eine möglichst schnelle Impfung von Jugendlichen ausgesprochen. Bundesministerin Franziska Giffey sagte, wenn der Impfstoff für 12- bis 15-Jährige zugelassen sei, müsse man sehr zügig impfen. Dabei gehe es um rund drei Millionen junge Menschen. Die Bundesregierung will offenbar allen Zwölf- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot machen. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, geht das aus den Beschlussentwürfen für die Beratungen der Gesundheitsminister hervor. Biontech ist bisher erst ab 16 Jahren zugelassen. Mit einer Zulassung für Kinder ab 12 wird im Juni gerechnet.

16:35 Uhr | Stiko hält an Priorisierung fest

Die Ständige Impfkommission (Stiko) befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19. Wie das Gremium am Robert Koch-Institut mitteilte, gibt es noch einen "beträchtlichen Anteil an impfbereiten Personen mit hohem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf, die noch keine Möglichkeit zur Impfung hatten". So seien rund 45 Prozent der 70- bis 79-Jährigen und fast 70 Prozent der 60 bis 69-Jährigen bisher nicht geimpft (Stand Ende April). Das seien insgesamt 10,8 Millionen Menschen. Auch bei jüngeren Vorerkrankten sei nur etwa ein Viertel einmal geimpft. Wenn mehr Impfstoff verfügbar sei, könnten in den nächsten Monaten verschiedene Gruppen parallel geimpft und Priorisierungsstufen regional angepasst werden.

15:58 Uhr | Moderna meldet Milliarden-Gewinn

Das US-Biotechunternehmen Moderna hat dank der weltweiten Impfkampagne gegen Covid-19 erstmals in seiner Geschichte schwarze Zahlen geschrieben. Der Hersteller meldete für das erste Quartal einen Gewinn von mehr als 1,2 Milliarden Dollar. Im Vorjahr habe man noch ein Minus von 124 Millionen Dollar verbucht. Für das gesamte Geschäftsjahr erhöhte Moderna seine Umsatzprognose auf 19,2 Milliarden Dollar. In diesem Jahr will Moderna bis zu eine Milliarde Impfstoffdosen produzieren, im kommenden Jahr dann drei Milliarden.

15:25 Uhr | In Afrika nur ein Prozent aller Covid-Impfungen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sorgt sich wegen der langsamen Immunisierung gegen das Coronavirus in Afrika. Die WHO-Zentrale in Brazzaville erklärte, Afrika falle immer weiter hinter den Rest der Welt zurück. Der Kontinent erhalte nur noch ein Prozent der weltweit verabreichten Impfungen. Gepaart mit Mutationen, der Lockerung von Ausgangsbeschränkungen und Ermüdung in der Bevölkerung wachse die Gefahr einer dritten Welle in Afrika. 

WHO-Afrika-Direktorin Matshidiso Moeti kritisierte auch einige Regierungen afrikanischer Staaten. Sie seien mitverantwortlich dafür, dass bisher nur etwa die Hälfte der gelieferten Dosen auch tatsächlich verimpft worden seien. Sie lobte die Ankündigung der USA, eine Aussetzung der Patentrechte auf Covid-Impfstoffe zu unterstützen.

14:48 Uhr | Russland genehmigt Sputnik Light

Russland hat einen sogenannten Sputnik Light Impfstoff zugelassen, der nur einmal gespritzt werden muss. Das teilte der staatliche Russian Direct Investment Fund (RDIF) mit. Der Impfstoff soll eine Wirksamkeit von 79,4 Prozent gegen Covid-19 haben. Er wurde wie schon der Impfstoff Sputnik-V vom staatlichen Gamaleya Institut entwickelt.

14:30 Uhr | Unterschiedliche Reaktionen auf BVerfG-Entscheidung zur Ausgangssperre

Die Initiatoren der durch das Bundesverfassungsgericht abgelehnten Eilanträge gegen die in der Bundesnotbremse verankerte nächtliche Ausgangssperre haben die Karlsruher Entscheidung bedauert. Notbremse-Befürworter wie SPD-Politiker Lauterbach oder die bayerische Staatsregierung sind hingegen erleichtert. Mehr zum Thema im Artikel.

14:05 Uhr | Lauterbach warnt vor zu hohen Erwartungen an Patentschutz-Freigabe

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach warnt vor zu hohen Erwartungen bei der Patentschutz-Freigabe von Impfstoffen. Er habe sich zwar über die Ankündigung des US-Präsidenten Joe Biden gefreut, sagt er der "Saarbrücker Zeitung". Er glaube aber nicht, dass ein solcher Schritt große Unterschiede bei der Impfstoffproduktion machen würde, die sehr komplex sei. Die Unternehmen seien ja bereits an Projekten zur Versorgung ärmerer Länder beteiligt.

13:58 Uhr | Biontech stellt Impfdosen für Olympia-Teilnehmer bereit

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer stellen ihren Corona-Impfstoff den Teilnehmern der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio zur Verfügung. Wie die Firmen mitteilte, wurde eine entsprechende Absichtserklärung mit dem Internationalen Olympischen Komitee IOC unterzeichnet. Um wie viele Impfdosen es sich genau handelt, sei noch offen. Man werde sich mit dem IOC und den Nationalen Olympischen Komitees abstimmen, um den Bedarf für die Athleten und Betreuer abzuschätzen. Die Lieferungen sollen möglichst Ende Mai beginnen. Die zur Verfügung gestellten Impfdosen hätten keinerlei Einfluss auf die vertraglich vereinbarten Impfstoff-Lieferungen an die jeweiligen Länder, teilten Biontech und Pfizer mit.

13:06 Uhr | Bundestag stimmt für Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Der Bundestag hat sich für Erleichterungen für Geimpfte und Covid-19-Genesene bei den Pandemiebeschränkungen ausgesprochen. Das Parlament stimmte in Berlin für eine Verordnung, die Ausnahmen unter anderem bei den Kontaktbeschränkungen und Quarantäneregeln vorsieht. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

12:42 Uhr | EU hebt Corona-Einreisestopp für Israel auf

Die EU hat den wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp für Israel aufgehoben. Israel ist mit mehr als 50 Prozent an Geimpften das Land mit der höchsten Quote weltweit. Wie der EU-Rat mitteilte, gilt die Ausnahme von den Reisebeschränkungen nunmehr für insgesamt sieben Drittstaaten. Ausgenommen von dem EU-Einreisestopp sind neben Israel auch Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand. Die EU hatte wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus im März vergangenen Jahres entschieden, nicht unbedingt notwendige Einreisen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union zu untersagen.

11:59 Uhr | Wieder mehr als eine Million Impfungen am Tag

Am gestrigen Mittwoch wurden zum zweiten Mal während der laufenden Impf-Kampagne mehr als eine Million Impfdosen an einem Tag verabreicht. Laut Robert Koch-Institut wurden insgesamt knapp 1,1 Millionen Dosen gespritzt; davon 888.000 Erst- und 205.000 Zweitimpfungen. Die Impfquote kletterte damit auf 30,6 Erstimpfungen je 100 Einwohner. Details zu den Impfungen in den Ländern können Sie in dieser interaktiven Grafik nachschlagen:

10:56 Uhr | Auch Ramelow fordert Lockerungen für Getestete

Auch Thüringens Ministerpräsident Brodo Ramelow dringt darauf, neben Geimpften auch Menschen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden, mehr Erleichterungen zu gewähren. Der Linke-Politiker sagte dem RBB, Negativ-Getestete sollte zumindest tagesaktuell den gleichen Rechtsstatus wie Geimpften und Genesenen eingeräumt werden. Das müsse bundesweit einheitlich geregelt werden. Um Kontrollen zu erleichtern, müssten die Daten zentral und fälschungssicher gespeichert werden.

Auch der Deutsche Städtetag hatte zuvor gefordert, negativ Getesteten begrenzt und tagesaktuell ihre Freiheiten zurückzugeben.

10:06 Uhr | EU offen für Gespräche über Patent-Aussetzung für Covid-Impfstoffe

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für Gespräche zur Aussetzung von Covid-Impfstoffpatenten. Die Europäische Union sei bereit, jeden Vorschlag zu diskutieren, der die Corona-Krise wirksam angehe, sagte die CDU-Politikerin mit Blick auf den Vorschlag der USA, den Patentschutz für Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Man müsse sehen, wie der US-Vorschlag diesem Ziel dienen könne, betonte von der Leyen: "Kurzfristig rufen wir jedoch alle Länder mit Impfstoffproduktion auf, Exporte zu erlauben und alles zu vermeiden, was Lieferketten stören könnte."

US-Präsident Joe Biden hatte sich am Mittwoch für eine zeitlich befristete Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen, die viele Länder seit langem fordern. In Genf streiten Mitglieder der Welthandelsorganisation WTO seit Wochen über das Thema.

09:48 Uhr | Ex-Biathlet und SPD-Politiker Ullrich kritisiert Vereinssport-Verbote

Der SPD-Politiker und frühere Biathlet beziehungsweise Biathlon-Bundestrainer Frank Ullrich beklagt die Corona-Einschränkungen im Vereinssport. Der Thüringer sagte MDR AKTUELL, im Spitzensport sei vieles möglich, im Nachwuchsbereich dagegen so gut wie nichts. Viele Vereine bekämen Probleme, weil es so viele Austritte gebe. Ullrich appellierte an die Politik, dem Massensport wieder mehr Beachtung zu schenken. Es gehe um Fitness, Gesundheit und Prävention. Der Sport spiele eine unglaubliche Rolle in der Gesellschaft und strahle bis in die Wirtschaft hinein.

Ullrich bewirbt sich bei der Bundestagswahl in Südthüringen um ein Direktmandat. Damit tritt er gegen den Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen von der CDU an.

09:39 Uhr | Keine Fördermittel für Schul-Luftfilter in Thüringen abgerufen

Die staatlichen Schulträger in Thüringen haben bislang noch keine Fördermittel für den Kauf von Luftfilteranlagen in Schulen abgerufen. Nach Angaben des Bauministeriums in Erfurt liegen den Trägern die Förderbescheide dafür aber vor. Man rechne nun zeitnah damit, dass die Landesmittel in Anspruch genommen würden. Die Gelder könnten bis Ende Oktober beantragt werden. Insgesamt stellt der Freistaat den Schulen rund 4,5 Millionen Euro unter anderem für Luftfilteranlagen und Trennwände zur Verfügung. Weitere 500.000 Euro werden für die wissenschaftliche Begleitung zu den Raumluftanlagen bereitgestellt.

09:15 Uhr | Bundestag stimmt über Erleichterungen für Geimpfte ab

Der Bundestag entscheidet heute über Ausnahmen von den Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene. Das Kabinett hatte sie bereits am Dienstag beschlossen. Ab dem Wochenende könnten sie gelten.

08:56 Uhr | EU verteidigt höhere Kosten für nächsten Biontech-Impfstoff

Die EU-Staaten müssen für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig deutlich mehr zahlen. Die EU-Kommission in Brüssel bestätigte entsprechende Medienberichte. Gleichzeitig verteidigte sie die neuen Preise. Demnach gibt es im neuen Vertrag strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Coronavirus-Varianten. Außerdem zahle die EU künftig kein Geld mehr für Produktionsförderung. Genaue Zahlen nannte die EU-Kommission nicht. Laut einem Bericht der "Welt" soll eine Dosis künftig 23,20 Euro kosten, bisher waren es 15,50 Euro.

07:42 Uhr | Städtetag will Lockerungen auch für negativ Getestete

Der Deutsche Städtetag fordert angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte auch mehr Lockerungen für negativ Getestete. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte den Funke-Medien, viele Menschen hätten sich wegen des Impfstoff-Mangels noch nicht impfen lassen können. Es müsse daher geprüft werden, "in begrenztem Umfang auch tagesaktuell negativ getesteten Personen Freiheiten zurückzugeben". Die Gesellschaft dürfe sich nicht in Geimpfte und Genesene sowie alle anderen spalten, forderte Dedy.

Der Bundestag stimmt heute über die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene ab. Am Freitag soll der Bundesrat die Neuregelungen besiegeln. Eine entsprechende Zustimmung gilt als Formsache. Bereits am Mittwoch hatte sich das Bundeskabinett auf die Vorlage geeinigt.

07:32 Uhr | US-Regierung unterstützt Patent-Aussetzung für Covid-19-Impfstoffe

Die US-Regierung unterstützt die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet die Entscheidung als einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie.

07:22 Uhr | Wie Geimpfte und Genesene wieder zu ihren Grundrechten kommen

Geimpfte und Genesene sollen nach dem Willen der Bundesregierung etwas mehr Normalität leben können, ohne dafür einen Corona-Negativtest vorweisen zu müssen. Doch wie weist man das gegenüber den Behörden nach, dass man einst positiv auf das Coronavirus getestet war bzw. bereits geimpft ist? Eine App soll die Lösung bringen.

07:06 Uhr | Was rund um die Covid-19-Impfung zu beachten ist

Rund um die Covid-19-Impfung kann man selbst einiges tun. Was ist zulässig, was sollte man meiden? Wie kann man sich vorbereiten, was muss man danach beachten? Die Fragen beantwortet die ärztliche Geschäftsführerin der sächsischen Landesärztekammer, Dr. med. Patricia Klein.

06:55 Uhr | Was Intensivmediziner von den beschlossenen Lockerungen halten

Die Öffnungsdebatte nimmt durch die beschlossenen Lockerungen für Genesene und Geimpfte weiter Fahrt auf. Was halten Pflegekräfte und Ärzte auf Intensivstationen davon?

06:46 Uhr | Kommender Biontech-Impfstoff deutlich teurer

Die EU zahlt offenbar für den Biontech-Impfstoff der zweiten Generation einen deutlichen Preisaufschlag. Wie die Zeitung "Die Welt" schreibt, soll Deutschland für seinen Anteil von 165 Millionen Dosen 3,83 Milliarden Euro zahlen. Das seien pro Dosis 23,20 Euro und damit etwa 50 Prozent mehr als bisher. Die Zeitung beruft sich auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums. Demnach ist der inzwischen dritte Vertrag der EU mit den Konzernen Biontech und Pfizer inzwischen fertig verhandelt. Dabei gehe es um 900 Millionen Impfdosen, die ab Dezember an die EU geliefert würden.

06:40 Uhr | Lehrerverband und GEW kritisieren Corona-Aufholprogramm

Der Deutsche Lehrerverband hält das geplante Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche für unzureichend. DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Mittel müssten von den Ländern massiv aufgestockt werden - am besten verdreifacht. Andernfalls würden die Fördermaßnahmen nicht wirklich greifen.

Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stellt in der Bundespressekonferenz das Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche, Gesetzentwurf zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter vor.
Familienministerin Giffey (SPD) bei der Vorstellung des Corona-Aufholprogrammes für Kinder und Jugendliche. Bildrechte: dpa

Kritik kam auch von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Thüringer GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum sagte MDR AKTUELL, schon vor Corona hätten viele Schülerinnen und Schüler den Abschluss nicht erreicht. Das zeige, dass Schule an sich ein Problem habe. Das könne man nicht über individuelle Nachhilfe lösen.

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter kündigte an, für das Nachhilfe-Programm unter anderem ehemalige Lehrer, Lehramtsanwärter und Studenten gewinnen zu wollen. Der Bund stellt für das Corona-Aufholprogramm insgesamt zwei Milliarden Euro zur Verfügung.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 6. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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