Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Mehr als 90 Ermittlungsverfahren gegen Testzentren

Wegen des Verdachts auf Falschabrechnungen wird bundesweit gegen Dutzende Betreiber von Testzentren ermittelt. Die Zahl täglich neu bestätigter Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Frankreich hält trotz der Proteste an der Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen fest. Diese und weitere aktuelle Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie auch heute hier im Ticker.

MEnschen stehen vor einem Corona Testzentrum an.
Menschen stehen vor einem Corona Testzentrum an. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Ralph Peters

Unser Ticker am Donnerstag, 26. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:54 Uhr | IWF fordert höheres Impftempo auch in Entwicklungsländern

Internationale Wirtschafts- und Finanzorganisationen drängen auf mehr Tempo bei den Corona-Impfungen in den Entwicklungsländern. IWF-Präsidentin Kristalina Georgieva und Weltbank-Chef David Malpass betonten nach Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Berlin, die Impfung der Bevölkerung sei das Wichtigste für die Erholung der Weltwirtschaft. Da dürften keine Länder abgehängt werden.

Die Leiterin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, forderte mehr Transparenz bei der Produktion und Verteilung der Impfstoffe. Die Afrikanische Entwicklungsbank verwies darauf, dass es auf ihrem Kontinent den größten Nachholbedarf gebe. Afrika sollte nicht um Impfstoff betteln müssen.

20:37 Uhr | Russland lässt weiteren Impfstoff zu

Russland hat einen weiteren Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Laut Agentur Interfax wurde das Vakzin EpiVacCorona-N ins staatliche Arzneimittelregister aufgenommen. Damit verfügt Russland nun über fünf unterschiedliche Corona-Impfstoffe.

18:03 Uhr | Spahn will Impfungen während Arbeitszeit ermöglichen

Arbeitgeber in Deutschland sollen Corona-Impfungen künftig während der Arbeitszeit ermöglichen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sieht das ein Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine neue Arbeitsschutzverordnung vor. Demnach sollen Arbeitgeber die Betriebsärzte beim Impfen personell und organisatorisch unterstützen. Die Impfbereitschaft solle durch eine Ansprache der Beschäftigten und durch eine innerbetriebliche Informationskampagne gefördert werden. Der Entwurf wird innerhalb der Bundesregierung noch abgestimmt und soll nächste Woche im Kabinett verabschiedet werden.

17:24 Uhr | Medizinethiker: Anreizsystem richtig

Regelmäßig werden Forderungen nach einer Impfpflicht gegen Corona laut. Der Medizinethiker Urban Wiesing hält Impfungen für sinnvoll, eine Impfpflicht lehnt er aber ab. Dennoch sei ein Anreizsystem richtig, sagte Wiesing MDR AKTUELL. Das Interview mit ihm können Sie hier nachhören:

17:16 Uhr | Kekulé gegen Einlagern von Impfstoffen

Der hallesche Virologe Alexander Kekulé hat die Pläne der Bundesregierung kritisiert, einen großen Vorrat mit Corona-Impfstoff anzulegen. Kekulé sagte MDR AKTUELL, das ergebe derzeit keinen Sinn. Die aktuell verfügbaren Vakzine seien gegen eine frühere Virusvariante entwickelt worden. Man müsse damit rechnen, dass sie weiterentwickelt würden. Das sei, also ob man veraltete Handys einlagern wollte. Kekulé schlug vor, Deutschland solle stattdessen überschüssige Impfdosen an andere Länder spenden. Das Bundesgesundheitsministerium hatte bestätigt, dass weitere 80 Millionen Impfdosen vorsorglich eingelagert werden sollen.

17:14 Uhr | Post-Covid-Ambulanzen in Mitteldeutschland

Wer an Covid-19 erkrankt, kann noch Monate später an Symptomen leiden. Mediziner sprechen dann von "Long Covid" oder "Post Covid". Mittlerweile gibt es spezielle Post Covid-Ambulanzen für solche Fälle auch in Mitteldeutschland. Mehr dazu lesen Sie im Artikel:

17:05 Uhr | Weitere "Querdenken"-Demos in Berlin verboten

Die Berliner Polizei hat weitere "Querdenker"-Demonstrationen am Wochenende verboten. Laut Polizeipräsidium wurden für Sonnabend fünf gegen die Corona-Maßnahmen gerichtete Versammlungen untersagt. Für Sonntag erhielten zwei Demonstrationen keine Genehmigung. Die Polizei begründete dies vor allem damit, dass in der Vergangenheit bei derartigen Veranstaltungen die Infektionsschutzregeln wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes nicht eingehalten wurden. Bereits gestern waren mehrere für das Wochenende angemeldete Kundgebungen verboten worden.

15:26 Uhr | Tiefensee: Kein viertes digitales Semester

In Thüringen wird es nach jetzigem Stand kein viertes digitales Semester geben. Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee teilte mit, das Wintersemester an den Thüringer Hochschulen solle nur in besonderen Fällen auf digitale Vorlesungen und Seminare ausweichen. Vorrangig werde auf Präsenzlehre gesetzt. Allerdings sei der Zugang zu Lehrveranstaltungen nur Geimpften, Genesenen oder Getesteten möglich. Zudem solle es für Studierende zusätzliche Impfangebote geben.

14:58 Uhr | Mindestens 94 Ermittlungsverfahren gegen Testzentren

Gegen Betreiber von Corona-Testzentren laufen bundesweit mindestens 94 Ermittlungsverfahren. Das ergab eine Abfrage von WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung bei Justizministerien und Staatsanwaltschaften. Demnach geht es fast immer um Falschabrechnungen. Besonders viele Verfahren sind dem Bericht zufolge in Berlin anhängig. Die Hauptstadt habe als einziges Bundesland eine flächendeckende Überprüfung der Teststellen eingeführt. In Sachsen gibt es derzeit nur ein Verfahren, in Sachsen-Anhalt und Thüringen gar keine. Die Testzentren bekommen je Abstrich Geld vom Bund. Die Vergütung wurde inzwischen von 18 auf 11,50 Euro gesenkt.

13:31 Uhr | Viele neue Infektionen in Australien

Australien hat erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 1.000 inländische Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Der Rekord ist auf einen Ausbruch im Bundesstaat New South Wales zurückzuführen, zu dem auch Sydney gehört. Die Behörden registrierten 1.029 Neuinfektionen in 24 Stunden. Seit einem Ausbruch in Sydney Mitte Juni steckten sich in der Metropole mehr als 15.000 Menschen an, und das Virus friff auch auf andere kleinere Städte über. Deshalb wurden neue Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt.

13:07 Uhr | Frankreich hält an Impfpflicht fest

Trotz der Proteste hält Frankreich an der Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal fest. Regierungschef Jean Castex sagte am Donnerstag dem Rundfunksender RTL, die Regierung werde in diesem Punkt "nicht nachgeben". Ab 15. September werde es Sanktionen gegen Beschäftigte vgeben, die bis dahin nicht mindestens eine Impfdosis erhalten haben. An den vergangenen sechs Wochenenden waren dagegen zehntausende Franzosen auf die Straße gegangen. Auch für kommenden Samstag sind Proteste angekündigt. Es gibt jedoch auch Umfragen, nach denen bis zu drei Viertel der Franzosen diese Impfpflicht befürworten.

13:20 Uhr | Kein Anspruch auf Distanzunterricht

Schüler haben trotz einer hohen Coronavirus-Inzidenz keinen Anspruch auf Distanzunterricht. Einen entsprechenden Eilantrag hat das Verwaltungsgericht in Düsseldorf abgelehnt. Der Schüler wollte vom Präsenzunterricht befreit werden, weil die Sieben-Tage-Inzidenz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt über 100 liegt. Zur Begründung erklärte das Gericht unter anderem, dass sich aus der Betreuungsverordnung kein solcher Anspruch herleiten lasse. Der Kläger habe auch nicht belegt, dass für ihn oder seine Angehörigen eine besondere Gefahr bestehe. (Az.: 7 L 1811/21)

13:05 Uhr | Viele Tote in Russland gemeldet

Russland hat heute die höchste Zahl an Todesfällen seit Pandemie-Beginn gemeldet. Innerhalb von 24 Stunden seien 820 Menschen an Covid-19 gestorben, teilten die Behörden mit. Insgesamt starben in Russland demnach bislang 179.243 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion.

12:55 Uhr | EU-Gelder aus Corona-Fonds fließen

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem EU-Aufbaufonds bekommen. Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen, die Deutschland bekommen soll. Laut Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für klimafreundliche Wasserstoff-Technologien, für digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden.

12:38 Uhr | Ermittlungen gegen Testzentren in Bayern

In Bayern stehen die Betreiber von zehn Testzentren im Verdacht, bei Covid-Schnelltests falsch abgerechnet zu haben. Es werde wegen Betrugsverdachts ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Nürnberg heute mit. So könnten zum Beispiel nicht durchgeführte Tests in Rechnung gestellt und auch Tests etwa der Mitarbeiter von Unternehmen als Bürgertests abgerechnet worden sein.

12:31 Uhr | Spahn will neue Maßstäbe setzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Klinik-Belegung in den Ländern zum Maßstab etwa für Beschränkungen des Alltags machen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Spahn: "Entscheiden müssen dann die Länder", denn diese könnten "die Lage in ihrer Region am besten beurteilen".

Konkret soll nach einem Entwurf des Ministeriums für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes die "Hospitalisierungs-Inzidenz" herangezogen werden – also die Zahl der behandelten Patienten je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Schwellenwerte für Gegenmaßnahmen seien "unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festzusetzen, um eine Überlastung zu vermeiden". Einbezogen werden könne etwa auch die Infektionsdynamik und die Zahl der geimpften Personen.

12:00 Uhr | Impfquote bei fast 60 Prozent

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sind jetzt fast 49,7 Millionen Menschen oder 59,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben 53,7 Millionen Menschen oder 64,6 Prozent. Unter den Bundesländern näherte sich Bremen als erstes der Marke von 70 Prozent vollständig geimpfter Einwohner.

11:37 Uhr | Bayern führt 3-G-Regel ein

Bayern führt eine von der Inzidenz unabhängige 3G-Regel ein. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, geimpfte, genesene und negativ getestete Menschen könnten überall am öffentlichen Leben teilnehmen. Maßgebend für Einschränkungen werde für Bayern künftig die Belegung von Krankenhäusern.

11:28 Uhr | FDP-Familienminister für Eigenverantwortung

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp hat die erneute Feststellung einer epidemischen Lage kritisiert. Der Staat könne nicht dauerhaft "die Gouvernante geben", sagte der FDP-Politiker im Deutschlandfunk. Es müsse eine andere Souveränität im Umgang mit dem Coronavirus geben. Jeder in Deutschland habe mittlerweile die Möglichkeit gehabt, sich impfen zu lassen. Es sei an Zeit, auch wieder mehr auf Eigenverantwortung zu setzen.

11:15 Uhr | Schlägerei im Streit um Maskenpflicht

Wegen eines Streits um die Maskenpflicht sollen vier betrunkene junge Männer in Bamberg einen 32 Jahre alten Mann verprügelt haben. Nach Polizeiangaben hatte das Opfer in einem Spätverkauf die vier Tatverdächtigen auf die Maskenpflicht hingewiesen, da sie keine Masken getragen hätten. Einen von ihnen habe er aus dem Laden schieben wollen, worauf die 19 bis 20 Jahre alten Männer ihn zu Boden gebracht und auf ihn eingetreten hätten. Ihm sei das Nasenbein gebrochen und er habe eine Gehirnerschütterung. Als Polizisten eintrafen, seien dies ebenfalls attackiert worden.

11:00 Uhr | Spahn will großen Impfstoff-Vorrat anlegen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einen Vorrat von rund 80 Millionen Dosen Covid-19-Impfstoff anlegen. Das hat sein Ministerium der ARD bestätigt. Geplant sei eine Bevorratung mit unterschiedlichen Impfstoffen, vor allem aber wohl mit den rund 100 Millionen Dosen von BionTech/Pfizer und Moderna, die bis Ende des Jahres noch kommen sollen. Der Immunologe Carsten Watzl kritisierte das und forderte eine schnelle Weitergabe von Impfstoff an andere Länder. Andernfalls würden Mutationen, die auf der Welt irgendwo entstünden, auch den Weg nach Deutschland finden.

10:30 Uhr | Auffrischungsimpfungen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) will Covid-Schutzimpfungen bei Menschen in Pflege-Einrichtungen auffrischen. Im September solle damit begonnen werden.

10:00 Uhr | Die Lage in Thüringen: Mehr Infektionen

Thüringen gehört weiter zu den Bundesländern mit dem aktuell geringsten Infektionsgeschehen. Die Gesundheitsämter meldeten am Mittwoch jedoch die meisten Neuinfektionen seit langem.

09:30 Uhr | Lehrerverband gegen "Durchseuchung"

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer "Durchseuchung" der Schulen mit Coronaviren. Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er, neuere Studien hätten gezeigt, dass zwischen 0,3 bis 1,7 Prozent der infizierten Kinder in die Krankenhäuser müssten: "Bezogen auf Deutschland bei knapp elf Millionen Schülern hieße das, dass zwischen 30.000 und 180.000 in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, von eventuellen Long-Covid-Folgen mal völlig abgesehen. Das, glaube ich, darf kein Politiker verantworten."

Erneut kritisierte Meidinger dabei politische Versäumnisse: "Das fängt damit an, dass bis heute nicht klar ist, nach welchen Vorgaben, Kriterien und Regeln der Schulunterricht laufen soll. Es setzt sich fort bei dem Trauerspiel um die Anschaffung von Raumluftfiltern. Und es endet damit, dass wir immer noch bei der digitalen Infrastruktur der Schulen große Defizite haben", vor allem beim schnellen Internet.

09:00 Uhr | Die Lage in Sachsen: Neue Verordnung

Während in Sachsen bei einer zuletzt weiter leicht gestiegenen Wocheninzidenz nicht geimpfte junge Erwachsene und Jugendliche das Geschehen auf den Covid-19-Stationen dominieren, ist eine neue Schutzverordnung in Kraft getreten, die sich neben der vom Robert Koch-Institut ermittelten Sieben-Tage-Inzidenz auch an der Belastung der Krankenhäuser mit Covid-Patienten orientiert.

08:40 Uhr | Polizei durchsucht Impfzentrum

Im niedersächsischen Landkreis Friesland hat die Polizei heute Morgen das Impfzentrum in Schortens-Roffhausen durchsucht. Auch Räume von zwei Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes seien durchsucht worden, teilte die Polizei. Die "Ermittlungsgruppe Vakzin" werde noch heute Details bekanntgeben, hieß es.

Einer Krankenschwester wird vorgeworfen, in mindestens sechs Fällen im April den Covid-19-Impfstoff gegen eine Kochsalzlösung ausgetauscht zu haben. Als Grund gab sie laut Polizei an, ihr sei eine Ampulle zerbrochen. Weil sie in sozialen Medien aber impfkritische Chats verbreitet hatte, schließen Ermittler nicht aus, dass sie auch vorher schon nur Kochsalzlösung aufgezogen haben könnte. Darum sollen nun mehr als 10.000 Menschen nachgeimpft werden.

08:01 Uhr | Konsumklima in Deutschland trübt sich ein

Höhere Covid-19-Infektionszahlen drücken anscheinend auf die Stimmung der deutschen Verbraucher. Das Marktforschungsinstitut GfK meldete im Konsumklima-Barometer für September einen Wert von minus 1,2 Punkten – 0,8 weniger als im August. GfK-Experte Rolf Bürkl sagte, dass bei gestiegenen Preisen die Bereitschaft zum Kauf teurer Güter ab- und die Sparneigung wieder zugenommen habe: "Steigende Inzidenzen, ein Nachlassen der Impfdynamik sowie die Diskussionen, wie künftig mit ungeimpften Personen umgegangen werden soll, haben die Konsumenten spürbar verunsichert."

07:30 Uhr | Fuest: Inflation kein Grund zur Sorge

Der Chef des ifo-Wirtschaftsforschungsinstituts, Clemens Fuest, hält den derzeitigen Anstieg der Inflation nicht für besorgniserregend. Er sagte MDR AKTUELL, er teile zwar die Auffassung, dass die Teuerung dieses Jahr auf fünf Prozent steige. Im nächsten Jahr gehe sie aber wieder auf ein normales Niveau von rund zwei Prozent zurück. Der Grund für den aktuellen "Inflationsbuckel" seien die 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie stark gefallenen, 2021 aber wieder deutlich gestiegenen Preise, woraus sich eine hohe Inflationsrate ergebe.

07:09 Uhr | Weiter Streit um kostenlose Covid-Tests

Politiker von SPD und Linken haben die Kritik von Virologen am geplanten Ende kostenloser Coronavirus-Tests zurückgewiesen. SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner sagte MDR AKTUELL, wer sich nicht impfen lassen wolle, könne von der Allgemeinheit nicht mehr erwarten, dass diese die Tests weiter bezahle. Auch die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) und ihre SPD-Kollegin Petra Grimm-Benne aus Sachsen-Anhalt stellten sich hinter die ab Oktober geplante und bereits beschlossene Neuregelung.

Die Virologen Alexander Kekulé und Jonas Schmidt-Chanasit warnten dagegen bei MDR AKTUELL, kostenlose Tests für nicht geimpfte Leute abzuschaffen. Es brauche weiter niedrigschwellige Angebote und genug Tests, um den Überblick über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie nicht zu verlieren.

07:00 Uhr | Provisorische Notaufnahmen in Sydney

Zwei Krankenhäuser in der australischen Metropole Sydney errichten zur Bewältigung des Anstiegs der Covid-19-Patienten Notfallzelte. Die provisorischen Notaufnahmen dienten dazu, "Wartezeiten abzubauen", sagt ein Sprecher des Bezirks. Die beiden Kliniken seien derart überlastet, dass Rettungswagen in andere Krankenhäuser umgeleitet werden müssen, teilt die australische Sanitäter-Vereinigung mit. Die größte Stadt Australiens hat nach zwei Monaten im strengen Lockdown weiter Rekordstände bei Neuinfektionen mit der Delta-Variante des Virus.

06:45 Uhr | Über 12.500 neue Infektionen in Deutschland

Das Risklayer-Projekt hat 12.542 neue Positiv-Tests auf das Coronavirus gemeldet, 4.142 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit auf 67, während sie in den mitteldeutschen Ländern noch geringer ist. In Sachsen lag sie jetzt bei 20 und bei je 16 neuen Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in Sachsen-Anhalt und Thüringen.

06:30 Uhr | Impfungen ohne Zustimmung der Eltern

Die Gesundheitsbehörde NHS in Großbritannien erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren ohne Einverständnis der Eltern in den Schulen zu impfen. Das berichtet die Zeitung "The Telegraph" unter Berufung auf E-Mails des National Health Service, nach denen die Kinder keine elterliche Zustimmung zur Teilnahme am Impfprogramm in den Schulen benötigten.

06:15 Uhr | Bartsch gegen Sonderkompetenzen

Der Fraktionschef der Linken im Bundestags, Dietmar Bartsch, hat sich strikt dagegen ausgesprochen, die Sonderkompetenzen der Bundesregierung in der Coronavirus-Pandemie zu verlängern. Bartsch sagte MDR AKTUELL, man könne nicht akzeptieren, dass der Bundestag weiter entmachtet werde. Der Bundestag hatte erst gestern mit der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite die Sonderbefugnisse von Bund und Ländern in der Pandemie über den 11. September hinaus verlängert.

06:10 Uhr | Neue Schutzverordnung in Sachsen

In Sachsen ist eine neue Covid-19-Schutzverordnung in Kraft getreten. Lockdowns soll es mit der zunächst bis 22. September geltenden Verordnung nicht mehr geben. Es gibt es nur noch zwei relevante Stufen bei der Sieben-Tage-Inzidenz, die ab zehn und die ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Dafür soll die Belegung der Betten mit Covid-19-Patienten in Kliniken eine größere Rolle spielen. Je nach Belegungsrate gibt es eine Warnstufe und eine Überlastungsstufe. In mehr Bereichen als bisher gilt die sogenannte 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 26. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Lauf des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 25. August 2021 | 06:00 Uhr

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