Coronavirus-Pandemie Ticker am Donnerstag: Virologe Kekulé sieht Deutschland fast am sicheren Ufer

Der Virologe Kekulé geht nicht davon aus, dass die Corona-Zahlen in Deutschland noch einmal massiv steigen. Dennoch warnte er, Schutzmaßnahmen pauschal aufzuheben. Sachsen bekommt Biontech-Impfstoff nachgeliefert. Zwei Monate vor Olympia hat die EU grünes Licht für den Export von mehr als 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff nach Japan gegeben. Sachsen-Anhalts Sportvereine bekommen Hilfen. Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

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Der Virologe Kekulé die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie positiv. Er warnte aber davor, Schutzmaßnahmen vorzeitig aufzuheben. Bildrechte: IMAGO / Müller-Stauffenberg

Unser Ticker am Donnerstag, 27. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:10 Uhr | Impfprogramm Covax fehlen 190 Millionen Impfdosen

Dem Corona-Impfprogramm Covax fehlen für seine Impfkampagne in ärmeren Ländern 190 Millionen Impfdosen. Das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgegründete Programm appellierte deshalb an reiche Länder, mehr Impfdosen zu spenden. Als Grund nannte Covax unter anderem einen indischen Export-Stopp für Corona-Impfstoffe. Covax wollte bis Ende des Jahres 1,8 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder ausliefern. Ein großer Teil war bei indischen Herstellern bestellt worden. Die indische Regierung hat Lieferungen ins Ausland wegen eigener hoher Infektionszahlen aber weitgehend gestoppt.

21:30 Uhr | Kino-Branche fordert verbindlichen Öffnungstermin

Die Kino-Branche fordert von der Politik einen verbindlichen Termin für die Wiedereröffnung der Häuser. Der Geschäftsführer der Cinestar-Gruppe, Oliver Fock, sagte, man strebe den 1. Juli an. Die Öffnung müsse bundesweit einheitlich erfolgen. Nur dann könnten neue Filme gestartet werden. Die Leiterin des Erfurter Cinestar-Kinos, Christine Frenzel, drängte im MDR auf eine baldige Entscheidung. Für die Vorbereitungen der Öffnung brauche man mindestens vier Wochen Vorlaufzeit. Laut Frenzel planen die Kinos maximal mit halber Sitzplatzauslastung. Nun müsse die Politik den Weg dafür freimachen.

20:45 Uhr | Offenbar Lieferprobleme bei Johnson & Johnson

Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Johnson und Johnson
Bei Johnson & Johnson reicht eine Impfung für eine Immunisierung. Bildrechte: dpa

Nach Biontech und Pfizer hat offenbar auch Johnson & Johnson Probleme bei seinen Impfstoff-Lieferungen. Nach dpa-Informationen hat der US-Konzern die EU darüber informiert, dass die vereinbarten 55 Millionen Impfdosen im zweiten Quartal wohl nicht erreicht werden. Gründe seien ein bereits bekannter Produktionsausfall in den USA und US-Ausfuhrbeschränkungen. Beim Impfstoff von Johnson 6 Johnson reicht im Gegensatz zu anderen Impfstoffen nur eine Spritze zur Immunisierung. Er gilt deshalb als besonders wichtig für die Impfkampagne. Das Bundesgesundheitsministerium rechnet mit gut zehn Millionen Impfdosen für Deutschland von April bis Ende Juni.

19:50 Uhr | Facebook erlaubt bisher verbotene Beiträge zum Coronavirus

Facebook entfernt keine Beiträge mehr, die das Coronavirus als menschengemacht bezeichnen. Der Konzern erklärte, angesichts der Untersuchungen und nach Beratungen mit öffentlichen Gesundheitsexperten werde nicht mehr die Behauptung verboten, dass das Virus von Menschen verursacht sei. Das Unternehmen wolle seine Politik regelmäßig aktualisieren, wenn neue Fakten zur Pandemie hinzukämen. US-Präsident Joe Biden hatte sich zuvor für weitere Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus ausgesprochen.

18:55 Uhr | Merkel: Kinder ab 12 können ab 7. Juni Impftermin bekommen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern bekräftigt, dass jedem Deutschen bis Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden könne. Sie sagte , dass schließe auch die zwölf- bis 15-Jährigen ein. Sie könnten sich um einen Impftermin bemühen, wenn am 7. Juni die Impfpriorisierung wegfalle. Voraussetzung sei aber, dass die Europäische Arzneimittelbehörde den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jüngere zulasse. Merkel betonte außerdem, ein sicherer Schulbetrieb solle unabhängig davon gewährleistet werden, ob die Schüler geimpft seien oder nicht.

17:45 Uhr | Kekulé: "Wir sind fast am sicheren Ufer"

Der Virologe Alexander Kekulé bewertet die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie positiv. Im Podcast Kekulés Corona-Kompass von MDR AKTUELL sagte er, er glaube, dass man so gut wie am sicheren Ufer sei in dieser Welle. Er gehe nicht davon aus, dass die Zahlen noch einmal massiv stiegen. Die Impfungen, die Wärme und die Maßnahmen entfalteten ihre Wirkung.

Frau mit FFP2-Maske
Kekulé rät: "Maske auf aus Solidarität mit denen, die noch nicht geimpft sind." Bildrechte: imago images/Rolf Poss

Kekulé rät aber davon ab, die Maßnahmen in allen Landkreisen mit niedrigen Inzidenzen pauschal aufzuheben. Das müsse individuell von Region zu Region entschieden werden. Nur wenn die Risikogruppen durchgeimpft seien, seien Einschränkungen nicht mehr notwendig. Für Landkreise mit nicht geimpften Risikogruppen etwa der Über-60-Jährigen gilt nach Aussage Kekulés weiterhin: "Maske auf! - aus Solidarität mit denen, die noch nicht geimpft sind."

Der Virologe machte zudem auf ein weiteres Problem in Folge sinkender Inzidenz-Werte aufmerksam. Bei niedrigen Zahlen hebe die Politik in vielen Bereichen die Testpflicht auf. Dadurch würden weniger Schnelltests gemacht. Das habe zur Folge, dass die gemeldete Fallzahl sinke. Kekulé warnte, da müsse man aufpassen, dass man sich da nicht in falscher Sicherheit wiege.

Podcast: Kekulés Corona-Kompass

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16:53 Uhr | Gut 1.100 Kontakte nach Corona-Infektionen in Sylter Restaurants

Nach positiven Corona-Tests bei sieben Mitarbeitern in zwei Sylter Restaurants sind mehr als 1.100 Kontaktpersonen ermittelt worden. Wie der Kreis Nordfriesland mitteilte, wurden 29 Mitarbeiter und 55 Gäste aus Nordfriesland in Quarantäne versetzt. Die Kontaktdaten von 1.036 weiteren Gästen seien an die Gesundheitsämter der Heimatorte gemeldet worden. Die Kreisverwaltung erklärte, der Fall zeige, wie entscheidend regelmäßige Test des Personals seien.

16:28 Uhr | Mittelständische Wirtschaft: Homeoffice-Pflicht abschaffen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft fordert ein Ende der Homeoffice-Pflicht. Geschäftsführer Markus Jerger sagte MDR AKTUELL, in der Öffentlichkeit gebe es schon Lockerungen. Diese müssten auch für Unternehmen gelten. Homeoffice belaste die Mitarbeiter extrem. Als Beispiel nannte Jerger Vereinsamung und Konzentrationsprobleme. Außerdem seien nicht immer die Technik und Sicherheit gegeben, vor allem wenn es um sensible Daten gehe. Jerger betonte, man werde durch die Coronakrise wahrscheinlich 200.000, vielleicht sogar 300.000 Unternehmen verlieren. Man dürfe Firmen deshalb nicht noch mit Verpflichtungen belasten.

15:47 Uhr | Sachsen bekommt rund 40.000 Biontech-Impfdosen nachgeliefert

Sachsen soll in dieser Woche noch rund 40.000 Impfdosen von Biontech nachgeliefert bekommen. Das hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums der Bund angekündigt. Der Freistaat bekommt die Impfdosen als Ausgleich, weil die sächsischen Arztpraxen vom Großhandel mit weniger Impfstoff beliefert wurden, als ihnen zusteht. Das betrifft vor allem das Präparat von Biontech.

15:26 Uhr | Erste teilstationäre Corona-Therapie in Sachsen gestartet

In Sachsen gibt es für Patienten mit überstandener Corona-Infektion und zugleich anhaltenden Krankheitsbildern ein besonderes Angebot. In Schkeuditz bei Leipzig startete heute die erste teilstationäre Therapie im Freistaat. Im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz werden einen Monat lang zunächst fünf Patienten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren betreut. Die Therapie wurde an der Klinik entwickelt. Dabei geht es um Stressbewältigung und das Erlernen von Achtsamkeit, um die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen. In der sogenannten Post-Covid-Phase leiden viele noch unter Erschöpfung, Leistungsminderung, Müdigkeit sowie Hilflosigkeit und Depression.

15:00 Uhr | Agentur bietet Influencer Geld für Verbreitung von Falschinformationen

Eine Agentur hat Influencern in mehreren Ländern Geld dafür geboten, dass sie falsche Informationen über den Impfstoff von Biontech/Pfizer verbreiten. Der Journalist und Youtuber Mirko Drotschmann sagte MDR AKTUELL, er selbst sei per E-Mail kontaktiert worden. Weitere Kontaktversuche habe es in Brasilien und Frankreich gegeben. Wer hinter der geplanten Desinformationskampagne stehe, sei noch unklar. Die Agentur habe als Sitz London angegeben, erste Nachforschungen würden aber eine Verbindung zu Russland nahelegen. Mirko Drotschmann moderiert den YouTube-Kanal "MrWissen2go", der zum Online-Medienangebot funk von ARD und ZDF gehört.

13:52 Uhr | 100 Millionen Impfstoffdosen aus der EU an Japan

Die Europäische Union hat vor den Olympischen Spielen in Tokio den Export von mehr als 100 Millionen Dosen Corona-Impfstoff nach Japan genehmigt. Die Entscheidung sei auch ein starkes Signal, dass die EU alle Vorbereitungen für das Sportereignis und seine Sicherheit unterstütze, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Videokonferenz mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga und EU-Ratspräsident Charles Michel. Die Spiele in Japans Hauptstadt werden vom 23. Juli bis 08. August unter strengsten Hygiene- und Corona-Regeln veranstaltet.

13:34 Uhr | 6,4 Millionen Impfdosen für Jugendliche eingeplant

Die Bundesregierung will für die Impfung von Kindern und Jugendlichen gegen das Coronavirus knapp 6,4 Millionen Dosen des Herstellers Biontech bis August bereitstellen. Dies geht aus einem Dokument des Gesundheitsministeriums für den Impfgipfel von Bund und Ländern hervor. Der Altersgruppe von zwölf bis 18 Jahren – insgesamt 5,3 Millionen Menschen – soll demnach bis Ende August mindestens eine Erstimpfung ermöglicht werden. Gehe man von einer Impfbereitschaft von 60 Prozent aus, bestehe ein angenommener Bedarf für Erst- und Zweitimpfung von jeweils 3,18 Millionen Dosen.

Das Ministerium macht den Start der Impfungen für Kinder und Jugendliche von einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA abhängig. Die EMA will morgen mitteilen, ob sie den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren zulässt. Er ist bereits ab 16 Jahren zugelassen.

12:55 Uhr | Lockerungen in drei Landkreisen Sachsen-Anhalts

In Sachsen-Anhalt gibt es seit heute in drei weiteren Landkreisen Lockerungen, weil die Bundes-Notbremse ausläuft: im Salzlandkreis, im Landkreis Stendal und im Landkreis Wittenberg. Überall gilt jetzt die Eindämmungsverordnung des Landes. Demnach können Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. An den Schulen ist Präsenzunterricht möglich. Auch Museen und Ausstellungen dürfen wieder öffnen.

Im bundesweiten Vergleich hat Tirschenreuth, der Landkreis an der bayerisch-tschechischen Grenze, die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz, nachdem er im vergangenen Jahr zeitweise der Hotspot mit den meisten Corona-Infektionen war. Laut dem Robert Koch-Institut lag der Wert in Tirschenreuth heute bei 4,2. Es folgten der Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,5 und die bayerische Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 4,7. Den höchsten Wert wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 140,6 aus.

11:59 Uhr | Termine für Astrazeneca-Impfungen in Stendal

Für eine Sonder-Impfaktion in Stendal am 1. Juni sind noch Termine frei. Das hat der Landkreis mitgeteilt und betont, dass die Impfpriorisierung für die Aktion einmalig aufgehoben wird. Das bedeutet, dass an diesem Tag in Stendal alle ab 18 Jahren das Recht auf eine Impfung mit dem Stoff von Astrazeneca haben. Der Impfstoff ist eigentlich für Menschen ab 60 empfohlen. Wer jünger ist, muss der Impfung ausdrücklich zustimmen.

Ein Anmeldungen ist unter: www. impfterminservice.de möglich. Tipps dazu finden Sie im folgenden Ticker:

11:51 Uhr | Hilfe aus Thüringen für Indien und Nepal

Die von der Corona-Pandemie besonders stark betroffenen asiatischen Länder Indien und Nepal erhalten Hilfe auch aus Thüringen. Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums hat das Universitätsklinikum Jena fünf Beatmungsgeräte für einen Hilfstransport nach Indien zur Verfügung gestellt. Sie seien bereits in die indische Metropole Neu-Delhi geschickt worden. Für eine Hilfslieferung nach Nepal in der kommenden Woche stellt der Freistaat vor allem Zelte und Schutzmasken aus den Katastrophenschutzbeständen bereit.

11:36 Uhr | China kritisiert neue US-Untersuchung

Peking hat die von US-Präsident Joe Biden angeordnete neue Geheimdienst-Untersuchung zum Ursprung der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking wies die Notwendigkeit einer solchen Untersuchung zurück. Den US-Geheimdiensten warf er vor, eine "dunkle Geschichte" zu haben. Biden hatte gestern erklärt, die US-Nachrichtendienste würden ihm binnen drei Monaten einen neuen Bericht über den Ursprung des neuartigen Coronavirus vorlegen. Hintergrund ist die Frage, ob möglicherweise ein Laborunfall in der chinesischen Stadt Wuhan zu der weltweiten Pandemie mit mehr als 3,4 Millionen Toten führte.

10:43 Uhr | Erster Millionen-Gewinn bei US-Impflotterie

Eine Impflotterie in den USA hat einen ersten Millionen-Gewinn gemeldet. Als Belohnung für ihre Corona-Impfung gewann eine Frau im Bundesstaat Ohio eine Million US-Dollar (820.000 Euro). Außerdem erhielt ein Jugendlicher ein volles Universitätsstipendium. Wie die Initiative mitteilte, nehmen derzeit mehr als drei Millionen Bürger an der Verlosung teil, die noch weitere Wochen fortgesetzt werden soll. Die Lotterie soll mehr Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen.

10:28 Uhr | Barometer deuten auf Neueinstellungen

Die Aussichten auf deutliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen schlagen sich auch positiv auf dem Arbeitsmarkt nieder. Das vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelte Arbeitsmarktbarometer sprang von April bis Mai auf den höchsten Stand seit März 2018. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg auf den höchsten Wert seit Juni 2019: Die Unternehmen in Deutschland planen, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Laut Ifo ist der Bedarf in der Elektroindustrie besonders hoch, ebenso in der Logistik-Branche und den IT-Dienstleistern.

10:00 Uhr | Ramelow: Impfangebot für Jugendliche

In Thüringen sollen Jugendliche, die sich vor dem Coronavirus schützen wollen, ein Impfangebot erhalten. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte MDR AKTUELL, Eltern und Jugendliche müssten das zusammen für sich entscheiden. Thüringen wolle ihnen die Möglichkeit anbieten, in die Impfzentren zu gehen. Vom heutigen Impfgipfel erwartet Ramelow Klarheit darüber, welche Sorten und Mengen Impfstoff bereitstehen.

09:40 Uhr | Hilfszahlung für Sportvereine angelaufen

In Sachsen-Anhalt hat die Auszahlung der vom Land angekündigten Corona-Hilfen für Sportvereine begonnen. Wie das Innenministerium mitteilte, soll das Geld automatisch an alle Vereine gehen, die Mitglied im Landessportbund sind. Dessen Präsidentin Silke Renk-Lange sagte, das Geld werde den Vereinen zusätzliche Motivation für den "hoffentlich baldigen Neustart des Trainings- und Wettkampfbetriebs" verleihen. Die genaue Höhe der Corona-Hilfe richtet sich demnach nach der Zahl der Mitglieder der Vereine: Pro Erwachsenenem gibt es zehn Euro, für Kinder und Jugendliche 20 Euro. Das Geld wird laut Innenministerium über den Landessportbund überwiesen, ein weiterer Antrag sei nicht nötig.

09:33 Uhr | Novartis beginnt klinische Medikamenten-Tests

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis und sein Partner Molecular Partners starten mit den klinischen Tests ihres experimentellen Covid-19-Medikaments Ensovibep. Wie Novatis mitteilte, soll in einer ersten Studie mit 400 Patienten die Sicherheit und Wirksamkeit der Arznei nachgewiesen werden. Behandlungsziel sei es, in einem frühen Stadium der Infektion eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern, Erste Testergebnisse sollen im August vorliegen.

09:21 Uhr | Start für zweiten Modellversuch in Weimar

Die Stadt Weimar hat heute einen zweiten Modellversuch mit weiteren Öffnungsschritten gestartet. Damit dürfen zwei Wochen lang Museen und Gedenkstätten öffnen. Touristen dürfen in Hotels und Pensionen übernachten. Museumsbesucher und Touristen müssen allerdings negativ getestet, genesen oder geimpft sein.

08:55 Uhr | TUI-Betriebsrat: Weniger Reisebüros sollen schließen

Der TUI-Konzern will in Deutschland weniger Reisebüros schließen als ursprünglich geplant. Der Betriebsrat erklärte, nach monatelangen Verhandlungen sollten nun 55 statt wie ursprünglich beabsichtigt 60 Standorte geschlossen werden. Betroffen seien gut 400 Beschäftigte. Zudem sei ein Sozialplan vereinbart worden, der im Fall von Kündigungen greife. Zugleich würden aber auch Angebote für ein freiwilliges Ausscheiden mit Abfindungen gemacht. Der TUI-Konzern selbst äußerte sich bisher nicht. TUI hatte vor dem Hintergrund der Corona-Krise hohe Einsparungen und einen Stellenabbau angekündigt.

Update 07:39 Uhr | Feldtests für digitalen Impfpass gestartet

Für den geplanten digitalen Corona-Impfnachweis sind Feldtests in ausgewählten Impfzentren angelaufen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums sollen Erfahrungen mit dem System gesammelt und Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert werden. Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens "CovPass" neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland noch im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni.

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern.

07:20 | Verunreinigungen im Astrazeneca-Impfstoff

Forscher der Universitätsmedizin Ulm haben in dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca Verunreinigungen durch Proteine entdeckt. Ob die Wirksamkeit des Vakzins dadurch beeinflusst wird oder es einen Zusammenhang zu Impfreaktionen gibt, könne aber nicht beantwortet werden, betonten die Forscher in einer Mitteilung zu noch nicht veröffentlichten Studie. Das müsse in weiteren Untersuchungen geklärt werden. Der Proteingehalt pro Impfdosis habe aber deutlich über der theoretisch zu erwartenden Menge gelegen.

Aus Kreisen des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens hieß es hingegen, die klinische Erfahrung lege nahe, dass die im Impfstoff verbliebenen Proteine auf einem sicheren und teilweise niedrigeren Niveau als bei anderen ähnlich hergestellten Vakzinen sei. Eine 100-prozentige Reinheit sei nicht zu erreichen. Das Unternehmen arbeite zu den höchstmöglichen Standards.

07:15 Uhr | Mittelstand für Ende der Homeoffice-Pflicht

Der Mittelstand fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Vorfeld des Impfgipfels dazu auf, die Homeoffice- und Testpflicht abzuschaffen. Altmaier solle "die Initiative ergreifen und sich beim Impfgipfel endlich einmal durchsetzen. Der Impffortschritt macht beides verzichtbar", sagt Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Unternehmen müssten ab sofort zum Normalbetrieb zurückkehren können.

07:05 Uhr | Hamburg: Bekommen zu wenig Impfstoff

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Impfstoff-Verteilung zwischen den Bundesländern kritisiert. An sein Land seien mehr als 40.000 Impfdosen zu wenig geliefert worden. Dem "Spiegel" sagte der SPD-Politiker, die Impfstoffverteilung in Deutschland sei ungerecht. Jede Woche werde die Benachteiligung größer. Bis zum 25. Mai seien knapp 1,1 Millionen Impfdosen in sein Bundesland geliefert worden. Das seien 44.500 weniger als Hamburg erhalten sollte. Er forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, für Ausgleich zu sorgen. Auch Sachsen hatte über einen Engpass bei den Impfstofflieferungen geklagt.

06:53 Uhr | LKA warnt: Impfpass nicht im Netz abbilden

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hat davor gewarnt, Bilder des eigenen Impfpasses ins Internet zu stellen. LKA-Sprecher Michael Klocke sagte MDR AKTUELL, es sei durchaus verständlich, dass sich jeder freue, eine Impfung erhalten zu haben. Kriminelle nutzten aber die Bilder, um mit den so verbreiteten Daten Impfpässe zu fälschen und im Netz anzubieten. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen erwartet, dass solcher Betrug mit der Einführung digitaler EU-Impfpässe auffliegt. Zu jeder Chargennummer passe nur ein Name eines Impflings und der sei in den Datenbanken der Impfzentren gespeichert.

06:15 Uhr | Beratungen über Impfungen für Kinder

Bund und Länder beraten heute über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen. Ein zentrales Thema sind die Impfungen von Kindern und Jugendlichen. Gesundheitsminister Jens Spahn will allen Über-12-Jährigen bis Ende August ein Angebot unterbreiten. Bislang ist der Impfstoff von Biontech/Pfizer jedoch noch nicht für diese Altersgruppe zugelassen. Zudem zeigt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) skeptisch in Bezug auf eine Impf-Empfehlung.

Die sächsische CDU-Gesundheitspolitikerin Daniela Kuge sagte MDR AKTUELL, Impfungen für Schüler müssten wissenschaftlich fundiert sein. Die Politik dürfe sich nicht darüber hinweg setzen. Die SPD-Gesundheitsexpertin Simone Lang schlug vor, dass die Betroffenen selbst entscheiden sollten. Der AfD-Bildungspolitiker Rolf Weigand erklärte, es brauche kein Impfangebot für Kinder und Jugendliche. Mehr zum Stand der Diskussion in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen:

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 27. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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