Coronavirus-Pandemie Ticker: Sachsen-Anhalt hilft anderen Bundesländern

Kliniken in Sachsen-Anhalt nehmen Covid-19-Patienten aus Sachsen und Thüringen auf, wo die Intensivkapazitäten knapp werden. In Deutschland und anderen EU-Ländern sollen die Corona-Impfungen sofort nach Weihnachten starten. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer stellte klar, die Abriegelung von Hotspots im Freistaat stehe vorerst nicht an. Aktuelle Entwicklungen im Coronavirus-Ticker:

Unser Ticker am Donnerstag, 17. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:08 Uhr | Umfrage: Große Mehrheit für Lockdown

Gut zwei Drittel der Deutschen halten den seit gestern geltenden bundesweiten harten Lockdown für angemessen. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. 14 Prozent stimmten der Aussage zu, die Maßnahmen seien überzogen.16 Prozent sprachen sich für noch härtere Vorgaben aus. Die größte Zustimmung finden Verbote von Alkohol in der Öffentlichkeit und von Feuerwerken auf öffentlichen Plätzen. Gespalten sind die Meinungen bei der Frage, ob Gottesdienste unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin stattfinden dürfen. Eine Hälfte unterstützt das, die andere lehnt es ab.

21:15 Uhr | Corona-Newsletter am Donnerstag

Es ist bislang eine schlimme Woche: Bundesweiter Lockdown, neuer Höchstwert bei Covid-19-Todesopfern und Engpässe in Kliniken. Hier ein kurzes Daten-Update zur Lage in Mitteldeutschland. Trotzdem haben viele Leser freundliche E-Mails geschickt, einige Aussagen gibt es im Newsletter. Weiteres Thema ist die brisante Lage in Sachsen.

20:32 Uhr | Sachsen-Anhalt hilft anderen Bundesländern

Kliniken in Sachsen-Anhalt nehmen in den kommenden Tagen Covid-Patienten aus benachbarten Bundesländern mit knappen Kapazitäten auf. Innerhalb einer Länder-Verabredung sollen Anfang kommender Woche 30 Patientinnen und Patienten aus Sachsen und Thüringen verlegt werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Magdeburg. Derzeit würden vorrangig in Nord- und Ostsachsen, in Südbrandenburg und in Berlin Engpässe bei Intensivbetten erwartet. In Sachsen-Anhalt seien knapp 140 reguläre Intensivbetten frei. Parallel zu den von den Ländern koordinierten Krankentransporten organisierten auch die Kliniken selbst permanent Verlegungen von Patienten zwischen Häusern. Ein Beispiel dafür nannte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand: Seine Stadt habe 15 Patientinnen und Patienten aus Sachsen aufgenommen.

19:30 Uhr | FFP-2-Masken richtig gebrauchen

Für Corona-Risikogruppen gibt es in Deutschland sogenannte FFP2-Masken in der Apotheke. Aber wie muss man damit umgehen, damit diese medizinischen Masken möglichst lange schützen? Die Krankenhaus-Hygienikerin Dr. Katharina Hendrich erklärt, dass diese Mehrwegmasken nur mit gewaschenen Händen benutzt und daheim geschützt aufbewahrt werden sollten.

19:05 Uhr | Leipzig verbietet "Querdenker"-Demo

Die Stadt Leipzig untersagt mögliche neue "Querdenken"-Proteste am kommenden Samstag. Zur Begründung heißt es, die geplante Kundgebung sei nicht fristgemäß bis zum 17. Dezember 12 Uhr angemeldet worden. Leipzig war Anfang November bundesweit in die Schlagzeilen geraten, weil eine "Querdenken"-Demo aus dem Ruder gelaufen war. Die Polizei wollte die Veranstaltung wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzauflagen auflösen. Tausende marschierten dennoch über den Innenstadtring. Der Polizei war danach Versagen vorgeworfen worden.

18:38 Uhr | Sachsen: Alle Kreise und Städte über Inzidenz 200

Die 7-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner in Leipzig hat erstmals die 200er-Marke überschritten. Laut dem Risklayer-Datenprojekt kletterte der Wert auf 212, die Stadt selbst beziffert ihn mit 207. Damit liegen nun alle Landkreise und Großstädte in Sachsen oberhalb dieser Grenze. Sechs Landkreise haben aktuell sogar einen Inzidenzwert von mehr als 600 Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche.

18:05 Uhr | Kekulé gegen Abriegelung von Kommunen

Der Virologe Alexander Kekulé hat sich dagegen ausgesprochen, in Sachsen Kommunen mit besonders hohen Infektionszahlen abzuriegeln. Kekulé sagte im MDR-AKTUELL-Podcast, es habe doch keinen Sinn, dunkelrote von etwas weniger dunkelroten Zonen zu trennen. Zudem seien die psychologischen Folgen einer solchen Abriegelung verheerend. Man bekomme dann auch erhebliche logistische Probleme, weil man die Menschen versorgen müsse. Kekulé betonte, nur in seltenen Fällen sei eine Abriegelung sinnvoll. Nämlich dann, wenn es einen konkreten Ausbruch nur lokal oder in einer Region gebe. Das Coronavirus habe sich aber längst viel zu weit ausgebreitet.

17:43 Uhr | Schwedens König sieht Sonderweg gescheitert

Schwedens König hat den Sonderweg seines Landes in der Corona-Pandemie als gescheitert bezeichnet. König Carl Gustaf sagte im Fernsehen, er glaube, Schweden habe versagt. Viele Menschen seien gestorben, das sei furchtbar. Schweden ist in der Pandemie lange einen Weg ohne Einschränkungen gegangen, bis heute gibt es keine Maskenpflicht. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl führte das zu einer hohen Todesrate im Zusammenhang mit Covid-19, besonders unter Senioren in Heimen. Mehr im Eintrag 14:10 Uhr.

17:35 Uhr | Skispringer Geiger positiv getestet

Skiflug-Weltmeister Karl Geiger ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Deutsche Skiverband mitteilte, zeigt Geiger keinerlei Symptome. Der 27-jährige Oberstdorfer sei in Quarantäne. Alle anderen Team-Mitglieder wurden demnach mehrfach negativ getestet. Geigers Start bei der Vierschanzentournee (29. Dezember bis 6. Januar) ist offen.

17:12 Uhr | Impfkommission: Erst über 80-Jährige impfen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut hat Empfehlungen zur Covid-19-Impfung gegeben. Angesichts der anfangs begrenzten Menge an Impfstoffdosen sollen demnach zunächst schwere Krankheitsverläufe und Sterbefälle reduziert werden. Die Impfung soll daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Diese seien besonders gefährdet. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung von medizinischem Personal mit hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege. In der 1. Stufe sollen demnach folgende Personengruppen geimpft werden:

  • BewohnerInnen von Senioren- und Altenpflegeheimen
  • Personen im Alter ab 80 Jahren
  • Medizinisches Personal mit besonders hohem Risiko (z.B. in Notaufnahmen, auf Covid-19-Stationen)
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen (z.B. in der Onkologie oder Transplantationsmedizin)
  • Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege

Als mittelfristiges Ziel nennt die STIKO, allen Menschen eine Covid-19-Impfung anbieten zu können. RKI-Chef Lothar Wieler erklärte: "Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 deutlich abzuschwächen, muss ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickeln."

16:50 Uhr | Sachsen erlaubt 12-Stunden-Arbeitstag

Sachsens Landesdirektion hat für zahlreiche Branchen die Arbeitszeitregeln gelockert. Das betrifft Sonn- und Feiertagsarbeit, zudem wurde die Höchstarbeitszeit von acht auf zwölf Stunden täglich angehoben. Damit wird zum Beispiel Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht, Personalausfall durch längere Schichten anderer Mitarbeiter zu kompensieren. Die Regelung gilt auch für Verkehrsbetriebe, Energie- und Wasserversorgung, die Landwirtschaft, das Bewachungsgewerbe sowie den Rundfunk und Nachrichtenagenturen.

16:35 Uhr | Lauterbach fordert langen Lockdown

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine Verlängerung des seit Mittwoch geltenden Lockdowns deutlich über den anvisierten 10. Januar hinaus. Er sagte der "Rheinischen Post", bis 10. Januar sei ein angestrebter bundesweiter Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche nicht zu schaffen. Aus Sicht von Lauterbach ist der Wert 50 auch zu hoch angesetzt. Der Mediziner verlangte, den harten Lockdown bis zu einem bundesweiten Inzidenzwert von weniger als 25 durchzuhalten – "egal, wie lange das dauert". Nur dann bestehe ein Polster, damit die Gesundheitsämter wieder die Kontakte verfolgen könnten und nicht gleich der nächste Lockdown komme. Lauterbach mahnte, der aktuelle Lockdown sei der wichtigste in der gesamten Pandemie. Jetzt entscheide sich, "wie viele Tote das Virus noch fordern wird".

15:28 Uhr | EU plant Impfstart am 27. Dezember

In Deutschland und den meisten anderen EU-Ländern sollen die Impfungen gegen das Coronavirus am 27. Dezember starten. Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte, beginnt das Impfprogramm in manchen Staaten auch erst am 28. oder 29. Dezember. Bedingung ist die Zulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer, die für den 21. Dezember von der EU-Arzneimittelbehörde EMA erwartet wird.

Die Kommission gab darüber hinaus am Donnerstag bekannt, dass sie mit dem Pharmahersteller Novavax über die Lieferung von bis zu 200 Millionen Dosen von dessen Impfstoff vereinbart habe. Die EU-Staaten haben sich bereits die Lieferung von sechs Impfstoffkandidaten vertraglich gesichert. Neben dem Vakzin von Biontech/Pfizer sind das Mittel von Astrazeneca, Sanofi-GSK, Janssen Pharmaceutica, Curevac und Moderna.

14:45 Uhr | Insolvenzantragspflicht bleibt ausgesetzt

Zur Vermeidung von Firmenpleiten durch die Corona-Krise wird die Insolvenzantragspflicht bis 31. Januar 2021 ausgesetzt. Das hat der Bundestag beschlossen. Die Ausnahmeregelung gilt demnach für Schuldner, die im November oder Dezember Antrag auf Staatshilfen zur Abmilderung der Folgen der Pandemie gestellt haben oder dazu berechtigt gewesen wären. Das soll verhindern, dass Betriebe nur deswegen insolvent werden, weil die Hilfen erst im Januar ausgezahlt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte eingeräumt, dass die vollen Hilfen erst im nächsten Jahr fließen. Bis Ende 2020 war die Insolvenzantragspflicht bei Überschuldung bereits ausgesetzt.

14:10 Uhr | Schweden mit Rekord-Neuinfektionen

In Schweden melden die Behörden mit 8.881 Coronavirus-Fällen einen neuen Tagesrekord. Die Zahl der Todesfälle stieg um 91 auf nunmehr insgesamt 7.893. Zum Vergleich: In Deutschland mit der achtfachen Einwohnerzahl gibt es bislang etwa 24.000 Tote im Zusammenhang mit Covid-19. In Schweden ist die Corona-Sterberate um ein Vielfaches höher als in den nordischen Nachbarländern, im Vergleich zu anderen EU-Ländern aber trotz des schwedischen Sonderwegs niedriger. Das Land verzichtet im Kampf gegen die Pandemie auf strenge Corona-Auflagen.

13:02 Uhr | Erste Impfungen in Sachsen-Anhalt kurz nach Weihnachten geplant

Sachsen-Anhalt plant die ersten Corona-Schutzimpfungen kurz nach Weihnachten in Altenheimen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, ab dem 27. Dezember sollen Impf-Teams in die Einrichtungen kommen. Ob der Zeitplan so eingehalten werden könne, hänge davon ab, ob die ersten Impfdosen rechtzeitig geliefert werden könnten. Ursprünglich sollten in einer ersten Runde 130.000 Impfdosen nach Sachsen-Anhalt kommen. Nach Produktionsproblemen werden es nun aber weniger sein. Wie viele Menschen in der ersten Runde geimpft werden könnten, sei noch unklar, sagte die Sprecherin. In einer zweiten Phase sollen dann landesweit aufgebauten Impfzentren zum Einsatz kommen. Sobald klar ist, wann die zweite Lieferung des Impfstoffes eintrifft, können sich Risikopatienten für eine Impfung in den Impfzentren anmelden.

12:38 Uhr | Lockdown könnte länger dauern

Deutschland fährt seit Mittwoch das öffentliche Leben herunter, in Sachsen war es schon Montag soweit. Vorerst soll der Lockdown bis zum 10. Januar dauern. Doch Wissenschaftler gehen von einer Verlängerung aus – zumindest in einigen Regionen. Denn die Forscher halten nicht nur selbst eine Inzidenz von 50 für noch zu hoch, sie blicken auch mit Sorge auf die bevorstehenden Feierlichkeiten zu Weihnachten und Silvester, die wegen der kalten Jahreszeit vor allem drinnen stattfinden werden.

12:20 Uhr | Faktencheck: Warum Corona nicht "nur eine Grippe" ist

952 Corona-Tote innerhalb eines Tages. Das ist der bisherige Höchststand in der Corona-Pandemie. Doch noch immer gibt es Zweifler, die meinen das Coronavirus sei nicht gefährlicher als das Grippevirus. Ein Faktencheck.

11:57 Uhr | Thüringer Polizei bittet um Anzeigenerstattung per E-Mail

Die Thüringer Polizei bittet die Menschen, Anzeigen möglichst per E-Mail zu erstatten. Die Landespolizeidirektion teilte in Erfurt mit, der direkte Kontakt solle so weit wie möglich minimiert werden. Das diene dem Schutz der Bürger sowie der Polizisten in den Dienststellen. Ziel sei auch, die Polizei funktionsfähig zu erhalten. Wer eine Anzeige dennoch persönlich erstatten wolle, solle zunächst bei der zuständigen Wache anrufen. In Notfällen könne weiterhin der Polizeinotruf 110 gewählt werden.

10:40 Uhr | Frankreichs Präsident positiv getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Élyséepalast am Donnerstag mitteilte, hatte er zuvor erste Symptome gezeigt. Macron wird sich demnach entsprechend der geltenden Vorschriften für sieben Tage isolieren. Er werde seine Arbeit von zuhause aus fortführen.

10:30 Uhr | Kretschmer: Keine Entscheidung zur Abriegelung

In Sachsen gibt es laut Ministerpräsident Michael Kretschmer keine Entscheidung, Corona-Hotspots abzuriegeln. Kretschmer sagte in Dresden, es seien keine ausgangsbeschränkenden Maßnahmen beschlossen worden. Eine solche Entscheidung stehe auch aktuell nicht an. Dennoch müsse der Freistaat darüber nachdenken, was noch getan werden kann und muss, um die Pandemie zu stoppen.

Ein Krisenstab habe die Gemeinden mit der höchsten Inzidenz analysiert. Die Kommunen würden nun weiter untersucht, um Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen im ganzen Land ziehen zu können. Medienberichten zufolge erwägt der Freistaat drastischere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie. Corona-Hotspots könnten demnach abgeriegelt und Ausgangsbeschränkungen verschärft werden.

10:16 Uhr | Neuzulassungen auf EU-Automarkt brechen weiter ein

Verschärfte Corona-Auflagen haben im November die Neuzulassungen auf dem EU-Automarkt einbrechen lassen. Wie der europäische Branchenverband mitteilte, ging die Zahl der neu registrierten Autos im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwölf Prozent zurück. Am stärksten betroffen war Frankreich mit einem Minus von mehr als 25 Prozent. Der Rückgang in Deutschland fiel mit einem Minus von drei Prozent vergleichsweise moderat aus. Unter den deutschen Autobauern musste Daimler mit 15 Prozent das stärkste Minus hinnehmen. Bei BMW waren es gut sechs Prozent.

09:40 Uhr | Bundestagspräsident Schäuble gedenkt Corona-Toten

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat an die Corona-Toten erinnert. Er sagte zu Beginn des Sitzungstags im Parlament, alleine in Deutschland seien bislang mehr als 24.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Zahlen seien abstrakt, aber dahinter stünden persönliche Schicksale und Angehörige, die sich vielfach noch nicht einmal würdig von den Sterbenden haben verabschieden können. Schäuble sagte, wie menschlich eine Gesellschaft sei, bemesse sich an ihrem Umgang mit den Schwächsten. Er dankte zugleich dem Personal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Sie arbeiteten an der psychischen wie physischen Belastungsgrenze.

08:28 Uhr | Twitter will Fake News zu Corona-Impfungen löschen

Twitter will schärfer gegen Falschinformationen zu Corona-Impfungen vorgehen. Der Kurznachrichten-Dienst kündigte an, solche Botschaften würden künftig mit Warnhinweisen versehen oder gleich ganz gelöscht. Die Aktion soll nächste Woche beginnen. Konkret will Twitter gegen Verschwörungstheorien vorgehen aber auch gegen Behauptungen zu vermeintlichen Gesundheitsschäden durch Impfungen, die wissenschaftlich widerlegt sind. Auch soll die Leugnung jeglicher Gefahr durch das Coronavirus nicht länger geduldet werden.

07:42 Uhr | Keine Bindung an bestimmtes Impfzentrum in Sachsen

In allen Kreisen und kreisfreien Städte in Sachsen gibt es inzwischen Impfzentren. Nach Angaben des DRK müssen sich Impfwillige eines Landkreises aber nicht zwingend in genau diesem Kreis gegen das Coronavirus impfen lassen. Wenn zum Beispiel ein anderes Zentrum besser zu erreichen sei oder näher liege, sollten die Sachsen frei wählen können.

07:33 Uhr | Stadion-Weihnacht in Jena fast ausgebucht

Der Weihnachtsgottesdienst zu Heiligabend am Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena ist fast ausgebucht. 500 Menschen können hier maximal unter freiem Himmel an Heiligabend zusammen kommen. Auch ein Krippenspiel ist geplant. Die dafür nötigen Tickets sind fast vergeben.

In Jena finden in diesem Jahr die evangelischen Gottesdienste an Heiligabend und an den Feiertagen vor allem im Freien statt. Wie der evangelische Kirchenkreis informierte, können deutlich weniger Besucher teilnehmen als sonst.

07:16 Uhr | KBV: Corona-Einschränkungen nach Immunisierung der Impfbereiten aufheben

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, plädiert für die Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen, wenn alle impfbereiten Menschen eine Impfung erhalten haben. Gassen sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", wer sich nicht impfen lassen möchte, müsse dann mit dem Risiko leben, an Covid-19 zu erkranken oder gar daran zu sterben. "Es kann nicht sein, dass der Rest der Gesellschaft dauerhaft auf Impfverweigerer Rücksicht nehmen muss." Er rechne mit einer Durchimpfung der Bevölkerung bis zum Sommer.

06:45 Uhr | Sachsen erwägt angeblich Abriegelung von Corona-Hotspots

Die sächsische Landesregierung prüft Medienberichten zufolge, Kommunen mit einer besonders angespannten Corona-Lage abzuriegeln. Wie unter anderem die "Freie Presse" berichtet, würde die Polizei dann alle Zufahrtsstraßen und -wege in die betroffenen Kommunen sperren. Die Einwohner dürften nur noch während eines festgelegten Zeitfensters und auf kürzestem Weg einkaufen gehen. Ministerpräsident Kretschmer hatte gestern im Landtag schärfere Corona-Maßnahmen angekündigt, sollten die Infektionszahlen weiter steigen. Die Infektionsrate in Sachsen liegt inzwischen bei 407 Fällen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

06:25 Uhr | Helfen die Corona-Maßnhamen?

Was bringen Veranstaltungsverbote und wären generelle Schließungen von Geschäften verzichtbar im Kampf gegen das Virus? Epidemiologen haben nachgerechnet und sagen: Es bringt etwas.

06:15 Uhr | Diskussion um Dokumenationspflicht in der Pflege

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung in Sachsen ist gegen ein Aussetzen der Dokumentationspflicht in Pflegeheimen. Die Leiterin Kerstin Vogt sagte MDR AKTUELL, die eine oder andere Notiz wegzulassen, sei denkbar - allerdings nur, wenn die Versorgung sonst gar nicht mehr funktioniere. Dokumentationen seien beispielsweise bei Stürzen wichtig, da sonst Versicherungen nicht zahlten. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband zeigte sich skeptisch. Die Pflegeverantwortliche Lisa Schmidt sagte, das Aussetzen der Dokumentationspflicht hätte weitreichende Folgen. Die müssten erst geklärt werden. Bis es soweit sei, sei die Pandemie wahrscheinlich überstanden. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hatte die Diskussion angestoßen, um die Pflegekräfte in der Corona-Krise zu entlasten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 17. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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