Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Lissabon wegen Delta-Variante abgeriegelt

Lissabon wird wegen vieler Infektionen für zweieinhalb Tage isoliert. Deutschland lockert die Regelungen für Reisende aus Nicht-EU-Staaten. Der Virologe Alexander Kekulé hält den Curevac-Impfstoff für gescheitert. Fast jeder zweite Bürger in Deutschland ist erstgeimpft. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auch heute hier im Ticker.

Touristen in Lissabon
Touristen genießen am vergangenen Wochenende den Ausblick über Lissabon. Bildrechte: imago images/TheNews2

Unser Ticker am Donnerstag, 17. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:24 Uhr | Lissabon wegen Delta-Variante isoliert

Lissabon wird wegen einer starken Zunahme der Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage weitgehend abgeriegelt. Von Freitagnachmittag bis Montagmorgen dürfen die 2,8 Millionen Bewohner den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen.

Mit über 900 neuen Infektionen binnen 24 Stunden verzeichnete Lissabon am Donnerstag den höchsten Wert seit dem 19. Februar. Das entspricht rund 75 Prozent aller in Portugal registrierten Fälle. In der "Area Metropolitana" Lissabons wohnen aber lediglich rund 27 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger Portugals.

In Lissabon breite sich derzeit die zunächst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus relativ stark aus, sagte Präsidentschaftsministerin Mariana Vieira da Silva: "Es ist nicht leicht, solche Maßnahmen zu ergreifen, aber uns erschienen sie unerlässlich, damit die Lage, die in Lissabon derzeit herrscht, nicht auf das ganze Land übergreift."

20:06 Uhr | Deutschland erleichtert Einreise aus Drittstaaten

Deutschland lockert die Regeln für Einreisende aus Nicht-EU-Staaten. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums soll die Einreise vollständig geimpfter Personen ab dem 25. Juni grundsätzlich wieder erlaubt sein. Dabei sei es egal, ob es sich um Geschäftsreisende, Touristen oder Studenten handle. Voraussetzung sei, dass seit der letzten Impfung 14 Tage vergangen seien.

Allerdings würden nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt, sondern nur diejenigen, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufliste. Das seien derzeit die Präparate von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Von der Neuregelung ausgenommen seien weiterhin Einreisen aus Virus-Variantengebieten.

19:49 Uhr | Köpping sucht Fehler

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) lässt einem Medienbericht zufolge das Corona-Krisenmanagement in ihrem Haus auf Fehler prüfen. Die Todeszahlen in Sachsen seien erschreckend hoch, sagte Köpping laut der "Sächsischen Zeitung". Darum wolle sie den Gründen für die Entwicklung nachgehen. Wörtlich sagte die Ministerin:

Wir hätten die Grenzen eher schließen müssen.

Petra Köpping, SPD Gesundheitsministerin Sachsen
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, kommt vor Beginn der Sitzung des Sächsischen Landtages in den Plenarsaal.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping Bildrechte: dpa

Köpping verwies auf viele Pendler zwischen Tschechien und Sachsen. Tschechien verzeichnete immer wieder enorm hohe Inzidenzen. Die Ministerin nannte aber auch den hohen Altersdurchschnitt in Sachsen als mögliche Ursache für hohe Sterbezahlen.

In Sachsen sind laut Robert Koch-Institut etwa 10.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Deutschlandweit wird die Zahl der Todesfälle auf etwa 90.100 beziffert.

18:10 Uhr | USA investieren in Entwicklung von Medikamenten

Die USA wollen umgerechnet etwa 2,6 Milliarden Euro in die Entdeckung und Entwicklung antiviraler Medikamente zur Behandlung von Covid-19 investieren. Der US-Immunologe Anthony Fauci stellte die Pläne bei einem Briefing der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses in Washington vor. "Impfstoffe bleiben eindeutig das Kernstück unseres Arsenals gegen Covid-19", betonte er. Antivirale Mittel könnten jedoch eine wichtige Ergänzung zu Impfstoffen sein.

18:00 Uhr | Kekulé: Curevac-Impfstoff ist praktisch tot

Der Virologe Kekulé hält den Impfstoff des Tübinger Pharmaunternehmens Curevac für gescheitert. Kekulé sagte MDR AKTUELL, zwar stehe das Endergebnis der Studien noch aus, doch an der Tendenz werde sich nicht mehr viel ändern. Der Impfstoff sei tot.

Kekulé betonte, Curevac habe bei seinen Untersuchungen nicht die gleichen Voraussetzungen gehabt wie andere Hersteller. So sei ein Großteil der Studie in Südamerika durchgeführt worden, wo viele Virusvarianten kursierten. Würde man unter diesen Voraussetzungen Moderna und Biontech erneut testen, kämen diese auch nicht mehr auf 95 Prozent Wirksamkeit.

Der Impfstoff von Curevac hatte in einer Zwischenanalyse nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent gezeigt.

17:15 Uhr | Urlaub: Briten blicken neidisch auf deutsche Reisende

Angesichts unklarer Regeln für Reisen im Sommer wächst in Großbritannien der Ärger über die Regierung – und der Neid auf deutsche Urlauber. Der Chef der Flughafengesellschaft Manchester Airport Group (MAG), Charlie Cornish, krisierte am Donnerstag: "Wir können einfach nicht verstehen, wie die Regierung Entscheidungen trifft, die grundlegend sind für unsere Fähigkeiten, zu planen und unsere Kunden in die Lage zu versetzen, Reisen zu buchen."

In Großbritannien gibt es ein Ampelsystem für Reiseländer, doch die beliebtesten Urlaubsziele der Briten wie Spanien, Italien oder Griechenland sind – wie alle anderen EU-Ländern – noch immer auf gelb. Das ist mit Test- und Quarantänevorschriften bei der Rückkehr verbunden. Dabei haben einige dieser Länder niedrigere Fallzahlen als das Vereinigte Königreich.

Touristen genießen die Sonne an einem Strand auf der spanischen Insel Mallorca.
Urlauber auf Mallorca. Bildrechte: dpa

Die BBC berichtete am Donnerstag über die Reiselust der Deutschen. Man sieht sich dort nicht mehr nur im Wettstreit um die besten Liegen am Pool, sondern um die guten Hotels. Steve Heapy, Chef des Urlaubsfliegers Jet 2, sagte der BBC: "Deutsche Kunden landen in Jumbo Jets, die nach Mallorca geschickt werden und die Hotels füllen sich."

16:00 Uhr | Weiter telefonische Krankschreibung bei Erkältung

Bei Erkältungen und anderen leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Gemeinsame Bundesausschuss hat die Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit am Donnerstag bis 30. September verlängert, wie das Gremium von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken in Berlin mitteilte. Als Grund wurde ein nach wie vor "relevantes Infektionsgeschehen" genannt.

15:40 Uhr | Bund hält an Curevac-Beteiligung fest

Der Bund hält auch nach dem Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs an seiner Beteiligung an dem Unternehmen fest. "Mit der Beteiligung an Curevac verfolgte und verfolgt die Bundesregierung gesundheits- und industriepolitische Ziele", erklärte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag. Es gehe nicht nur darum, mehr Impfstoffproduktion in Deutschland und Europa anzusiedeln, sondern auch um Forschungsaktivitäten. Für die mRNA-Technologie, die auch bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna zum Einsatz kommt, gebe es vielfältige Anwendungsbereiche, etwa in der Krebsbekämpfung, erklärte eine Sprecherin.

15:10 Uhr | Fast jeder Zweite geimpft

Beinahe jeder zweite Bundesbürger hat inzwischen mindestens eine Corona-Impfung bekommen. Bislang erhielten 41,2 Millionen Menschen oder 49,6 Prozent der Gesamtbevölkerung nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag eine erste Dosis. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 23,9 Millionen Menschen, was rund 29 Prozent der Bevölkerung entspricht. Minister Jens Spahn (CDU) hob hervor, dass am Mittwoch knapp 1,3 Millionen Impfungen gemacht worden seien. Das sei der bisher dritthöchste Wert für einen Tag.

13:05 Uhr | Eisenach muss Regeln wieder verschärfen

Gegen den Trend in Thüringen steigt in Eisenach die Sieben-Tage-Inzidenz wieder an. Weil sie den dritten Tag in Folge über 35 gelegen hat, gelten in der Stadt ab Donnerstag wieder schärfere Regeln.

12:10 Uhr | Unternehmenshilfen wenig abgerufen

Die Unternehmen in Deutschland haben bisher viel weniger an Corona-Hilfen abgerufen als von der Bundesregierung geplant. Nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts hatte der Bund in Programmen für Zuschüsse 150 Milliarden Euro bereitgestellt, wovon 24 Prozent abgerufen worden seien. Für Soforthilfen seien 50 Milliarden Euro veranschlagt und weniger als ein Drittel in Anspruch genommen worden. Auch bei den Überbrückungshilfen lagen die Auszahlungen demnach deutlich unter den möglichen Summen, was vermutlich auch damit zu tun habe, dass die Anspruchsvoraussetzungen zum Teil recht streng gefasst seien, um Missbrauch auszuschließen.

11:45 Uhr | Lauterbach schreibt Curevac-Impfstoff ab

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach schreibt den Curevac-Impfstoff ab, nachdem Studien eine Wirksamkeit von nur 47 Prozent gezeigt haben (siehe unten). Selbst wenn der Wert noch leicht steige, sei das Mittel nicht einsetzbar in Deutschland, sagte Lauterbach der "Rheinischen Post." Dies und geringere Lieferungen von Biontech-Pfizer seien für die Impfkampagne in Deutschland ein Dämpfer.

11:15 Uhr | Null-Inzidenz im Jerichower Land

Das Jerichower Land in Sachsen-Anhalt ist der erste Landkreis in Mitteldeutschland, aus dem seit sieben Tagen keine Coronavirus-Neuinfektionen mehr gemeldet worden sind.

11:00 Uhr | Mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage

Nach Zahlen der größten gesetzlichen Krankenkassen haben Eltern von Januar bis Mai 2021 mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage in Anspruch genommen, weil die Betreuung ihrer Kinder wegen der Coronavirus-Pandemie nicht oder nur eingeschränkt möglich war. Das teilten der AOK-Bundesverband, die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit auf dpa-Anfrage mit.

Die Zahl der Kinderkrankentage war von sonst zehn auf 30 pro Elternteil erhöht worden, für allein erziehende Eltern von 20 auf 60 Tage. Sie bekommen 90 Prozent ihres sonstigen Nettoverdiensts, wenn sie Kinder zu Hause pflegen und nicht zur Arbeit können. In der Pandemie wird die Leistung auch gewährt, wenn Schulen und Kitas schließen, nur Notbetrieb haben, die Präsenzpflicht in Schulen aufgehoben ist oder Kinder in Quarantäne geschickt werden.

Laut AOK-Bundesverband entstanden den AOK-Kassen zwischen Januar und Mai dadurch Kosten von mehr als 56 Millionen Euro. Darauf bleiben die Kassen aber nicht sitzen, den der Bund hatte entsprechende Zuschüsse zugesagt. Ursprünglich kalkuliert hatte das Bundesgesundheitsministerium mit 300 Millionen Euro.

10:37 Uhr | Impfnachweise in sächischen Impfzentren

Die sächischen Impfzentren in Belgern, Borna, Pirna, Kamenz, Zwickau und Riesa stellen seit heute nach einer vollständigen Impfung auch die digitalen Zertifikate dafür aus. Nach Angaben des Sozialministeriums in Dresden gilt das jedoch nicht nachträglich für bereits geimpfte Personen. Weitere Impfzentren im Land sollen die Austellung der Zertifikate im Lauf dieser Woche aufnehmen.

10:02 Uhr | Lockerungen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gelten seit heute neue, weniger strenge Infektionsschutzregeln. Vielerorts sind die Maskenpflichten gelockert, unter anderem in den Schulen. Auch Testpflichten gelten an weniger Orten und sind nicht mehr streng wie zuvor.

09:56 Uhr | Debatte über Schutz von Schulkindern

Immunologen fordern die Politik auf, wegen der Ausbreitung der Delta-Variante an Schulen diese intensiv auf eine mögliche Welle von Infektionen im Herbst vorzubereiten. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), Carsten Watzl, sagte der "Augsburger Allgemeinen", der Anstieg der Fallzahlen in Großbritannien gehe größtenteils auf Schulkinder zurück. Man müsse sich daher jetzt an Konzepte wie Luftfilter machen, um nicht im Herbst die Schulen wieder schließen zu müssen.

Ein Porträt-Foto von Virologe Alexander Kekulé. 65 min
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MDR AKTUELL Di 15.06.2021 15:45Uhr 65:01 min

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Derweil sprechen sich Politiker und andere Experten angesichts aktueller sinkender Inzidenzen und der Hitze in Deutschland für ein Ende der Maskenpflicht in Schulen aus. So sagte Thomas Fischbach, Chef des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte der "Bild"-Zeitung: "Masken haben eine Schutzfunktion, schränken aber auch ein. Auch Infektologe Peter Kremsner, Leiter der CureVac-Studie, regte an, die Masken wegzulassen, auch weil bei einer steigenden Durchimpfungsrate die Eltern und Ältere geschützt seien. Die jüngeren Kinder selbst hätten praktisch nichts zu befürchten, meinte Kremsner, weil sie seltener und weniger schwer erkrankten.

09:09 Uhr | Delta-Variante infiziert geimpfte Ärzte

In Indonesien haben sich Behörden zufolge mehr als 350 Ärzte angesteckt, die mit dem chinesischen Impfstoff Sinovac geimpft worden waren. Die meisten seien symptomfrei, Dutzende aber müssten behandelt werden. In dem Bezirk auf Java gibt es einen von der Delta-Variante des Coronovirus dominierten Ausbruch.

08:26 Uhr | Kommunen für Weiterbetrieb der Impfzentren

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Absicht der Gesundheitsministerkonferenz begrüßt, die Impfzentren über den September hinaus zu betreiben. Sie seien "ein unverzichtbarer Baustein in der Pandemiebekämpfung", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post". Ihr Weiterbetrieb sei bis mindestens Ende des Jahres nötig. Die Finanzierung durch den Bund ist bislang nur bis zum 30. September gesichert. Gestern hatten die Gesundheitsminister ein Konzept für die Zeit danach verlangt.

07:45 Uhr | Drosten und Lauterbach häufig angefeindet

Das Robert Koch-Institut, der Virologe Christian Drosten und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach werden in den sozialen Netzwerken am häufigsten von Impfgegnern angefeindet. Das gehe aus einer Studie des Deutschland-Ablegers des Londoner Institute für Strategic Dialogue hervor, berichtete das "RedaktionsNetzwerk Deutschland". Demnach wurden 400.000 Posts der impfskeptischen Szenen in verschiedenen sozialen Netzwerkern ausgewertet.

Nach Lauterbach stehen auf der Liste der am meisten in dem Zusammenhang angefeindeten Personen und Organisationen die Weltgesundheitsorganisation WHO, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Präsident Lothar Wieler und weitere.

07:00 Uhr | Höherer Anteil der Delta-Variante

Die zuerst in Indien entdeckte sogenannte Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Ihr Anteil an den Neuinfektionen stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts in einer Woche von 3,2 auf 6,2 Prozent. Die Delta-Variante gilt als deutlich ansteckender als die Alpha-Variante, die mit einem Anteil von mehr als 86 Prozent in Deutschland nach wie vor die dominante ist.

06:45 Uhr | Bisher 1,7 Milliarden Euro für Tests

Seit dem Start der kostenlosen Covid-19-Tests in Deutschland hat der Bund dafür rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums und des Bundesamts für Soziale Sicherung hervor. Damit bewegen sich die Ausgaben für die Tests in der zuvor angenommenen Größenordnung.

06:35 Uhr | Masken-Kauf: Rechnungshof kritisiert Spahn

Der Bundesrechnungshof wirft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seinem Ministerium ein chaotisches und unnötig teures Vorgehen bei der Beschaffung von Schutzmasken vor. In einem Prüfbericht an den Bundestag heißt es, dass eine systematische Steuerung der Mengen gefehlt habe. So habe die Arbeitsgruppe im Ministerium insgesamt 5,8 Milliarden Masken geordert – viel mehr, als sie selbst für nötig hielt. Die Gesamtkosten liege demnach bisher bei gut 6,6 Milliarden Euro. Die Rechnungsprüfer erklären aber auch, dass mit dem Vorgehen im Frühjahr 2020 geholfen worden sei, eine Notlage bei der Versorgung im Gesundheitswesen abzuwenden.

06:10 Uhr | Curevac-Impfstoff weniger wirksam

Der Covid-19-Impfstoff des deutschen Pharma-Unternehmens Curevac hat eine relativ geringe Wirksamkeit. Wie das Tübinger Unternehmen in der Nacht in einer Pflichtmitteilung bekanntgab, hat die Zwischenanalyse einer internationalen Studie ergeben, dass die vorläufige Wirksamkeit bei 47 Prozent liege. Curevac-Chef Franz-Werne Haas sagte, bei der Bandbreite an Virus-Varianten sei es eine Herausforderung, eine hohe Wirksamkeit zu erzielen. Die Studie werde aber fortgesetzt, sagte der Curevac-Vorstandschef.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 17. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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