Coronavirus-Pandemie Ticker vom Donnerstag: Mecklenburg-Vorpommern will Impfzentren wieder öffnen

In Mecklenburg-Vorpommern sollen angesichts der rapide steigenden Corona-Zahlen und der ausstehenden Auffrischungsimpfungen stillgelegte Impfzentren reaktiviert werden. Gesundheitsminister Spahn und die Ärzteverbände haben sich auf einen Kurs zu Auffrischungsimpfungen geeinigt. Das DRK meldet einen Impfboom in Sachsen. Mit knapp 34.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gibt es in Deutschland ein neues Allzeithoch. Aktuelle Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Eine Frau steht vor dem Hinweisbanner für ein Impfzentrum
In Mecklenburg-Vorpommern sollen bald wieder Termine in Impfzentren vergeben werden. Bildrechte: imago images/Future Image

Unser Ticker am Donnerstag, 4. November 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:40 Uhr | Pflegeheimbetreiber gegen Impfpflicht für Personal

Die Infektionszahlen sind auf einem neuen Höchststand, auf den Intensivstationen wird es eng und auch in Pflegeheimen ist die Lage brenzlig. Pflegeheimbetreiber Tobias Krüger erläutert im Gespräch mit Wiebke Binder die Vorkehrungen, die getroffen werden – aber auch die Sorgen, die vorherrschen.

21:50 Uhr | Spahn für Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn macht sich für eine Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen stark. "Ich werde dafür werben, dass wir eine Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen per Bundesgesetz einführen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in den ARD-"Tagesthemen". Menschen, die mit Kranken und Pflegebedürftigen arbeiten, sollten kein Risiko für andere darstellen. Verpflichtende Tests für Personal und Besucher in Heimen sind auch Thema bei den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

Bei einer allgemeinen Impfpflicht sei er "sehr zurückhaltend", auch weil er erlebe, "dass da viele Spannungen in der Gesellschaft sind beim Thema Impfen", fügte Spahn hinzu. Seine Sorge sei, "dass bei einer verpflichtenden Impfung aus Spannungen Spaltungen werden".

20:00 Uhr | Patientenschützer: Immun-Tests könnten Impfskeptiker überzeugen

Patientenschützer fordern angesichts rasant steigender Corona-Inzidenzen ein Anrecht der Bürger auf kostenlose medizinische Kontrolle ihrer Immunität gegen das Virus. "Ein gesetzlicher Anspruch für alle Versicherten zur Überprüfung des Immunstatus ist überfällig. Das kann auch viele Impfskeptiker überzeugen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die dafür notwendige Blutuntersuchung wird derzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

19:45 Uhr | RKI stuft aktuelle Entwicklung als "sehr besorgniserregend" ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft das Risiko für die Gesundheit von unvollständig oder nicht geimpften Menschen in der Corona-Pandemie als "sehr hoch" ein. Die Bewertung wurde verschärft; das geht aus dem Wochenbericht des Instituts von Donnerstagabend hervor. "Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat, aber aufgrund der steigenden Infektionszahlen ansteigend eingeschätzt", heißt es weiter. Noch vor einer Woche war das Risiko im Bericht für Ungeimpfte als "hoch" und das Risiko für Geimpfte als "moderat" beschrieben worden. Die aktuelle Entwicklung der Lage sei "sehr besorgniserregend", heißt es nun.

19:25 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern will Impfzentren wieder öffnen

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe will angesichts der rapide steigenden Corona-Zahlen und der ausstehenden Auffrischungsimpfungen stillgelegte Impfzentren reaktivieren. "Das muss zügig passieren", sagte Glawe am Donnerstag. In den landesweit zwölf Impfzentren hatten Hunderttausende seit Jahresbeginn ihre Corona-Impfungen erhalten. Weil die Nachfrage im Sommer dann massiv zurückgegangen war und Hausärzte den Bedarf decken konnten, waren die Zentren im September geschlossen worden. Auch die Impfhotline des Landes soll wieder frei geschaltet werden, so Glawe. Über die Hotline sollen Termine für Drittimpfungen vergeben werden.

Vor Impfstützpunkten, die nur noch zu bestimmten Zeiten und ohne Anmeldung Impfungen anbieten, hatten sich bereits lange Schlangen von Seniorinnen und Senioren gebildet. In Mitteldeutschland gibt es bisher keine Bestrebungen, geschlossene Impfzentren zu reaktivieren.

18:20 Uhr | ARD-Deutschlandtrend: Mehrheit der Deutschen ist für Impfpflicht

Angesichts von Rekord-Infektionen mit dem Coronavirus spricht sich eine Mehrheit der Deutschen mittlerweile für eine Impfpflicht aus. 57 Prozent sind dafür, nachdem dies im August erst 46 Prozent waren. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend hervor, der auf einer Infratest-Umfrage von mehr als 1.300 Erwachsenen beruht. 39 Prozent sind gegen eine allgemeine Impfpflicht. Vor drei Monaten waren es noch 50 Prozent.

46 Prozent der Befragten halten die aktuellen Maßnahmen gegen die Pandemie für angemessen, das sind 14 Punkte weniger als im Oktober. 29 Prozent sind für strengere Maßnahmen, das sind 16 Punkte mehr als zuletzt. Allerdings geben 57 Prozent der Deutschen an, besorgt zu sein, dass es wieder zu stärkeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen könnte.

17:54 Uhr | Holetschek fordert Verlängerung der epidemischen Notlage

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat zum Auftakt der Gesundheitsministerkonferenz in Lindau erneut eine Verlängerung der epidemischen Notlage von nationaler Tragweite über den 25. November hinaus gefordert.

Klaus Holetschek
Klaus Holetschek Bildrechte: imago images/Sven Simon

"Ich glaube schon, dass wir jetzt – angesichts dieser Zahlen – mehr denn je tatsächlich in dieser Lage sind", sagte Holetschek am Donnerstag vor Beginn der zweitägigen Konferenz am Bodensee, deren Vorsitzender er ist.

Die Gesundheitsminister der Länder würden sich dort mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "sicherlich noch mal darüber austauschen".

Holetschek betonte, die Länder müssten für den Winter alle Maßnahmen bereithalten, die notwendig seien, "um mit aller Konsequenz" gegen die weitere Verbreitung des Virus vorgehen zu können.

17:40 Uhr | Strengere Regeln an Thüringer Schulen

Nach den Herbstferien muss flächendeckend mit strengeren Coronaregeln in den Thüringer Schulen gerechnet werden. Wie das Bildungsministerium am Donnerstag mitteilte, wird bis zum Wochenende landesweit mit der höchsten Warnstufe gerechnet. Bereits jetzt befinden sich fast alle Landkreise in der höchsten Warnstufe drei des Thüringer Frühwarnsystems. Laut Bildungsministerium muss dann im gesamten Schulhaus und auch während des Unterrichts wieder eine Maske getragen werden. Zudem sind alle Schüler verpflichtet, sich zweimal wöchentlich zu testen, außer sie sind genesen oder geimpft. Schüler, die weder geimpft noch genesen und auch nicht getestet sind, müssen in separaten Lerngruppen unterrichtet werden. Zudem droht Eltern ein Bußgeld, wenn Tests verweigert werden. Die Testpflicht gilt für alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter an Schulen.

17:25 Uhr | Virologe Kekulé: 2G nicht sicherer als 3G

Der Virologe Alexander Kekulé hält das 2G-Modell nicht für sicherer als das 3G-Modell. Jemand, der sich kurz vor einer Veranstaltung auf Corona getestet habe, sei "genauso sicher oder unsicher wie die anderen, sagte er im MDR-Podcast". Auch unter den Geimpften gebe es Menschen, bei denen "die Impfung nicht funktioniert hat" und die das Virus weiter ausscheiden und übertragen könnten. Der Virologe mahnte, dass es auch unter 2G "Stichproben" geben müsse, um mögliche Ausbrüche festzustellen. Er sprach sich außerdem – unabhängig von 2G oder 3G – für eine Maskenpflicht bei bestimmten Veranstaltungen aus, wenn die Kontakte nicht nachverfolgt werden könnten.

16:57 Uhr | Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland steigt deutlich

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern ist weiter gestiegen. Nach Angaben des Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) beträgt sie nun 2.325, eine Steigerung von 105 gegenüber dem Vortag.

16:49 Uhr | Schwierigkeiten bei Kontaktnachverfolgung in Thüringen

In Thüringen macht die Nachverfolgung von Kontakten bei Corona-Fällen zunehmend Probleme. Wie das Gesundheitsministerium MDR THÜRINGEN mitteilte, ist in einigen Regionen die tagesaktuelle und vollständige Kontakt-Nachverfolgung nicht mehr sichergestellt und läuft nur noch verzögert – um zwei bis drei Tage, in Einzelfällen auch mehr. Hauptursache sei der starke Anstieg des Infektions-Geschehens seit Anfang Oktober. Der Ilm-Kreis, der Saale-Holzland-Kreis sowie der Kreis Schmalkalden-Meiningen hätten sogenannte Überlastungsanzeigen gestellt: Abhilfe schaffen soll nun mehr Personal, auch aus anderen Teilen der Verwaltung. Einige Kreise und Städte hätten auch wieder Bundeswehr-Unterstützung beantragt.

16:35 Uhr | WHO warnt vor steigenden Zahlen in Europa

Der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, warnte vor einem starken Anstieg der Corona-Infektionen. "Das derzeitige Tempo der Übertragung in den 53 Ländern der Europäischen Region ist äußerst besorgniserregend", sagte er in Kopenhagen. Man nähere sich einem Rekordniveau. Der EU-Raum verzeichnete in der vergangenen Woche mit fast 1,8 Millionen Neuinfektionen einen Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Zahl der Todesfälle stieg im gleichen Zeitraum um zwölf Prozent.

16:18 Uhr | Leipzig plant Weihnachtsmarkt mit strengeren Regeln

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr plant Leipzig in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt. Der Baum wurde bereits heute aufgestellt. Der Markt werde vom 23. November bis 23. Dezember trotz einiger Einschränkungen fast wie gewohnt stattfinden, teilte die Stadt mit. Abstände, Wege und Gänge werden demnach vergrößert. Auch die Besucherzahl werde für bestimmte Bereiche beschränkt. Weitere Informationen:

15:59 Uhr | Nach Whistleblower-Enthüllung: Experten zweifeln nicht an Wirksamkeit von Comirnaty

Trotz Vorwürfen von Schlamperei bei der amerikanischen Studie zum Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer sehen Experten die Wirksamkeit des Mittels nicht infrage gestellt. Ein Artikel im Fachmagazin "The BMJ" über Unregelmäßigkeiten und Fehler reiche nicht aus, "um an der Qualität der klinischen Studie von Biontech/Pfizer zu zweifeln", sagte Peter Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin an der Universität Tübingen.

Hintergrund sind Informationen einer Whistleblowerin gegenüber "The BMJ": Die Frau hatte im Herbst 2020 für ein Subunternehmen gearbeitet, das im Auftrag von Pfizer einen Teil der Studie zum mittlerweile weltweit eingesetzten Impfstoff durchführte. Sie warf ihrem ehemaligen Arbeitgeber vor, falsche Impfdaten generiert zu haben, weil unter anderem Laborproben falsch etikettiert, der Impfstoff falsch gelagert und Berichten über Nebenwirkungen nur schleppend nachgegangen worden sei. Mehr dazu im Artikel von MDR Wissen:

15:21 Uhr | DRK verzeichnet Impfboom in Sachsen

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen meldet eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen. DRK-Sprecher Kranich sagte dem MDR, ein Grund sei die Freigabe der Booster-Impfungen für alle Menschen ab 18 Jahren. Dies habe sich in dieser Woche als ziemliche Herausforderung für die 30 Impfteams erwiesen. Eigentlich plane man mit maximal 3.000 Impfungen pro Tag, gestern seien es schon 3.500 gewesen. Zudem habe man in fast ganz Sachsen Impfwillige abweisen und bitten müssen, stattdessen zum Hausarzt zu gehen. Nach Angaben des DRK-Sprechers gibt es bereits Gespräche mit der Landesregierung, die Zahl der Impfteams zu erhöhen.

15:03 Uhr | Wien verbietet Ungeimpften Zugang zu Friseuren und Restaurants

In Österreichs Hauptstadt Wien dürfen bald nur noch genesene und gegen das Coronavirus geimpfte Menschen Lokale und Friseure besuchen. Diese 2G-Regel solle ab Ende nächster Woche gelten, sagte Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. Außerdem gelte diese Vorgabe für Zusammenkünfte ab 25 Personen. Die Pandemie-Prognosen ließen Schlimmes befürchten. Daher wolle man Eltern auch ermöglichen, dass sie ihre fünf- bis zwölfjährigen Kinder impfen lassen können. Bislang sind Impfungen in Österreich erst ab zwölf Jahren vorgesehen.

Nachrichten

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14:00 Uhr | Spahn und Ärzte einigen sich auf breit aufgestellte Boosterimpfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ärzteverbände legen den Streit über Boosterimpfungen bei. Wie das Gesundheitsministerium der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte, gibt es eine einheitliche Linie, wonach allen Menschen, die vor sechs Monaten vollständig geimpft worden seien, eine Auffrischungsimpfung angeboten werden solle. Vorrangig sollten Ältere, medizinisches Personal und Personen mit Immunschwäche eine Auffrischimpfung erhalten. Personen, die das Vakzin von Johnson&Johnson bekommen hätten, sollten schon nach vier Wochen eine Booster-Impfung erhalten. Zuvor hatte unter anderem die Kassenärztliche Vereinigung kritisiert, dass Spahn mit seiner Booster-Empfehlung für alle über die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinausgehe.

13:30 Uhr | Covid-19-Medikament von Merck in Großbritannien zugelassen

Großbritannien hat als erstes Land weltweit eine von den US-Konzernen Merck und Ridgeback Therapeutics entwickelte Pille für den Einsatz als Medikament gegen Corona genehmigt. Das teilte die britische Arzneimittel-Zulassungsbehörde MHRA mit. Die Pille mit dem Namen Molnupiravir soll möglichst sofort nach einem positiven Corona-Test eingenommen werden, spätestens jedoch fünf Tage nach Auftreten von Symptomen. Merck will noch dieses Jahr zehn Millionen Pillen produzieren, im Jahr 2022 sollen weitere 20 Millionen dazukommen.

12:34 Uhr | Mehr Spielsucht bei Kindern in der Pandemie

In der Corona-Pandemie hat die Zahl der mediensüchtigen Kinder und Jugendlichen deutlich zugenommen. Zu dem Schluss kommt eine Untersuchung im Auftrag der Krankenkasse DAK. Danach liegt bei mehr als vier Prozent der 10- bis 17-Jährigen ein pathologisches Nutzungsverhalten vor. Im Bereich Computer-Spiele habe sich die Zahl der Betroffenen mit Suchtverhalten von rund 144.000 im Jahr 2019 auf 219.000 in diesem Jahr erhöht.

Bei rund 246.000 Kindern und Jugendlichen sei ein pathologisches Nutzungsverhalten von Social-Media-Plattformen wie Tiktok, Whatsapp oder Instagram registriert worden. Das seien 75.000 mehr als 2019. Grundlage der Untersuchung sind jährliche Befragungen von Eltern und Kindern seit 2019.

11:02 Uhr | Vier Prozent der Todesfälle 2020 coronabedingt

In Deutschland sind im vergangenen Jahr vier von hundert Todesfällen direkt auf das Coronavirus zurückzuführen. Das teilte das Statistische Bundesamt abschließend mit. Demnach sind fast 39.760 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Die vom Virus SARS-CoV-2 verursachte Krankheit war in diesen Fällen die ausschlaggebende Todesursache. Insgesamt starben im vergangenen Jahr in Deutschland 985.572 Menschen. Das waren fast fünf Prozent mehr als 2019. Die Statistiker führen den Anstieg auch auf die Sterbefälle durch Covid-19 zurück.

10:14 Uhr | Altmarkkreis: Wieder mit Maske im Unterricht

Im Altmarkkreis Salzwedel gelten wegen der Corona-Lage ab heute strengere Maßnahmen an Schulen. An Gymnasien und Sekundarschulen müssen Schülerinnen und Schüler im Unterricht wieder eine Maske tragen und sollen in der kommenden Woche dreimal getestet werden. Bereits seit Anfang der Woche gilt in Innenräumen die 3G-Regel.

Der Altmarkkreis hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 388 den höchsten Wert in Sachsen-Anhalt. In einem Pflegeheim in Salzwedel starben vier Bewohner am Coronavirus. 38 Personen im Heim haben sich infiziert, darunter neun Mitarbeiter.

09:15 Uhr | Kliniken in Thüringen stoppen Besuche

Mehrere Thüringer Kliniken haben Besucherstopps verhängen müssen. So ist beispielsweise in den Regiomed-Kliniken in Sonneberg und Hildburghausen der Zutritt für Besucher derzeit nur in Ausnahmefällen möglich, wie eine Sprecherin sagte. Dazu gehörten etwa der Abschied von Sterbenden und die Geburtsbegleitung für werdende Väter – dann jedoch nur mit Test und Schutzkleidung. Auch in den Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau können derzeit keine regulären Besuche stattfinden, wie das Haus auf seiner Homepage mitteilte. Besuchsstopps hatten auch das KMG Klinikum in Sondershausen und die Helios Klinik Bleicherode verhängt. Ab Montag lässt auch das SRH-Waldklinikum in Gera Besuche nur in Ausnahmefällen zu.

08:56 Uhr | Bund-Länder-Treffen startet am Nachmittag

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten ab heute Nachmittag über weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus. Die Ressortchefs wollen bei ihrem Treffen in Lindau am Bodensee den Kurs für den Winter abstecken. Diskutiert werden soll bis Freitag unter anderem, wie mehr Menschen zu Auffrischungsimpfungen bewegt werden können. Auch eine Testpflicht in Pflegeheimen ist Thema.

08:37 Uhr | Maskenpflicht im Unterricht bleibt

Sachsens Schülerinnen und Schüler müssen vorerst weiter eine Maske im Unterricht tragen. Der für kommende Woche geplante Verzicht wurde nach Angaben des Kultusministeriums auf Eis gelegt. Grund sei das Erreichen der Vorwarnstufe bei der Anzahl an Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern. Damit gilt ab Klassenstufe 5 weiterhin Maskenpflicht im Unterricht.

Update 07:22 Uhr | So viele Neuinfektionen wie nie zuvor – RKI meldet fast 34.000 positive Tests

Die Zahl täglich gemeldeter Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Robert Koch-Institut (RKI) meldeten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 33.949 Neuinfektionen - so viele wie noch nie zuvor. Der bisherige Höchststand lag bei 33.777 Ansreckungen am 18. Dezember 2020.

Das an der Hochschule Karlsruhe angesiedelte Projekt Risklayer meldet mit 26.392 Fällen einen niedrigeren Wert, dort lagen die Zahlen in den letzten Tagen allerdings höher. Grund für die Differenz zwischen den Zahlen von Risklayer und dem RKI sind Nachmeldungen – die durch regionale Feiertage am Sonntag (Reformationstag) und am Montag (Allerheiligen) noch verstärkt werden. Vor allem in der Meldekette vom RKI kommt es in solchen Fällen zu deutlichen Verzögerungen, weshalb die Werte zum Ende der Woche deutlich höher sind – hier sammeln sich die Nachmeldungen vom Wochenende und Wochenbeginn.

Die Zahlen von Risklayer sind aktueller, sie lagen zum Wochenbeginn daher über denen des RKI und liegen nun aufgrund weniger Nachmeldungen unter den RKI-Zahlen. Das zeigt sich auch in der konstanteren Zahl für die Sieben-Tage-Inzidenz: Hier beschreibt das RKI eine Sprung von 146,4 gestern auf 154,5.

Der aktuellere Werte von Risklayer liegt am Donnerstag bei 162, nach 161,6 am Mittwoch. Dabei weist Sachsen mit 364 die bundesweit höchste Zahl auf. Auf Platz zwei folgt Thüringen mit 358. Sachsen-Anhalt bewegt sich mit 173 im bundesweiten Mittelfeld.

06:50 Uhr | Hausärzte-Chef für Priorisierung bei Boosterimpfung

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dringt darauf, besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen bei den Auffrischungsimpfungen vorzuziehen. Er wolle bei jüngeren Impfwilligen um Verständnis bitten. Wie im vergangenen Frühjahr gelte, zunächst die gefährdetste Patientengruppe zu schützen und das sind vorrangig Hochbetagte und Immungeschwächte, sagte Weigeldt der "Rheinischen Post". Viele Hausärztinnen und Hausärzte hielten sich an die STIKO-Empfehlungen. Weiter erklärte Weigeldt, er sei wundere sich wie viel Aufmerksamkeit die Booster-Debatte aktuell erfährt, wo die größere Herausforderung doch eindeutig beim ungeimpften Bevölkerungsanteil liege.

06:31 Uhr | Kommunen auf 2G-Regel vorbereitet

Der Städte- und Gemeinebund sieht die Kommunen gut auf eine Ausweitung auf die 2G-Regelungen vorbereitet. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte MDR AKTUELL, die Kommunen könnten damit umgehen, obwohl sie durch Corona im Dauerstress seien. Vielerorts habe man bei den Ordnungskräften bereits zusätzliches Personal eingestellt. Man sei zwar nicht begeistert, halte die Maßnahmen aber für richtig. Außerdem seien bei 2G die Veranstalter gefordert, die Einhaltung zu kontrollieren, nicht die Ordnungsämter.

06:15 Uhr | Sächsische Sportverbände gegen Kontaktbeschränkungen

In Sachsen wollen mehrere Sportverbände die ab morgen geltenden Kontaktbeschränkungen für Privatveranstaltungen nicht akzeptieren. Der Sächsische Fußball-Verband und der Handball-Verband teilten mit, alle Spiele am Wochenende könnten wie geplant stattfinden. Der Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen, Christian Dahms, sagte MDR AKTUELL, Breitensport sei keine Privatveranstaltung, sondern diene der Gesundheit und der Prävention. Das versuche man auch dem zuständigen Sozialministerium zu vermitteln.

Dagegen bestätigte das Ministerium auf Anfrage, dass die Kontaktbeschränkungen auch für Amateursportveranstaltungen und Trainings gelten. Es handle sich dabei um private Zusammenkünfte. Sie seien unzulässig, wenn mehr als zehn ungeimpfte Personen daran teilnähmen. Kinder werden nicht mitgezählt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 4. November 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. November 2021 | 06:00 Uhr

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