Coronavirus-Pandemie Ticker: Neuentdeckte Corona-Variante in Deutschland nachgewiesen

In Baden-Württemberg ist bei einer Frau die neue Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Noch immer harren Tausende LKW-Fahrer im kilometerlangen Stau vor dem Eurotunnel aus. Die Physikerin Viola Priesemann hat auf die Möglichkeiten eines exponentiellen Rückgangs der Infektionszahlen hingewiesen. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie hier im Ticker.

Nur wenige Passanten in der Oxford Street in London
Die in Lodon und Südengland neuentdeckte Coronavirus-Variante wurde jetzt erstmals in Deutschland nachgeiwesen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 24. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

18:55 Uhr | Niedrige Auslastung im Weihnachtsverkehr

In der Pandemie ist der übliche weihnachtliche Ansturm auf Züge in Deutschland bisher ausgeblieben. Das teilte die Deutsche Bahn am Abend mit. Das Unternehmen rechne für den gesamten Weihnachtsreiseverkehr mit einer durchschnittlichen Auslastung der Züge von 35 bis 40 Prozent, sagte ein Sprecher.

Über alle Verkehrsträger hinweg liege das rund 60 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Um Abstandsregeln besser einzuhalten, setze die Bahn dennoch rund 100 Sonderzüge ein.

17:40 Uhr | Über zwei Millionen Corona-Fälle in Italien

In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden um 18.040 auf 2,009 Millionen Corona-Fälle insgesamt gestiegen. Damit ist das Land, das von der ersten Corona-Welle besonders hart getroffen wurde, das achte Land mit insgesamt mehr als zwei Millionen nachgewiesenen Ansteckungsfällen.

Zudem melden die Behörden 505 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Ausbruch der Pandemie im Februar sind damit in Italien 70.900 Menschen mit oder an dem Virus verstorben. Das ist die höchste Zahl in Europa und die fünfthöchste weltweit.

17:10 Uhr | Mexiko startet mit Corona-Impfungen

Mexiko hat als erstes Land in Lateinamerika mit der Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus begonnen. Der Impfstart wurde während der morgendlichen Pressekonferenz von Präsident Andrés Manuel López Obrador am Donnerstag live übertragen.

Die Oberschwester der Intensivstation des Krankenhauses Rubén Leñero in Mexiko-Stadt war die erste Mexikanerin, die die Corona-Impfung bekam, wie die mexikanische Zeitung "El Universal" berichtete. Die erste Ladung des Impfstoffes der Unternehmen Biontech und Pfizer war am Mittwoch aus Belgien in Mexiko angekommen.

16:35 Uhr | Corona-Variante erstmals in Deutschland nachgewiesen

In Baden-Württemberg ist am Donnerstag bei einer Frau die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante nachgewiesen worden. Es handele sich um den ersten bekannten Fall in Deutschland, teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums mit.

Die Frau sei am 20. Dezember aus Großbritannien über den Flughafen Frankfurt/Main nach Baden-Württemberg eingereist. Sie befinde sich aktuell in häuslicher Isolation.

16:10 Uhr | Weihnachtsfeiern in Bethlehem begonnen

Im Heiligen Land haben die Weihnachtsfeiern begonnen. Wegen der Corona-Pandemie fiel die traditionelle Prozession von Jerusalem nach Bethlehem deutlich kleiner aus als üblich.

Der Lateinische Patriarch, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, erreichte am Nachmittag an der Spitze eines Autokonvois den Platz vor der Geburtskirche. Dort wurde die Prozession von einem kleinen Kreis christlicher Würdenträger empfangen.

Später wird Pizzaballa in Bethlehem, das als Geburtsort Jesu verehrt wird, die Mitternachtsmesse zelebrieren. Auch sie findet nur in kleinstem Rahmen statt.

15:55 Uhr | Jena erwägt den Katastrophenfall auszurufen

Die Stadt Jena denkt darüber nach, den Katastrophenfall auszurufen. Angesichts stark belasteter Krankenhäuser und Pflegeheimen sorge man sich mit Blick auf die kommenden Wochen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Zwar sei die Personalsituation überwiegend angespannt, aber die Versorgung könne gegenwärtig noch sichergestellt werden.

"Die Stadt erwartet, dass sich die Infektionslage in den kommenden Tagen und Wochen noch weiter verschlechtert", heißt es weiter. Demnach würde die Ausrufung des Katastrophenfalls Zugriff auf Unterstützung von staatlichen Hilfswerken ermöglichen. Die Stadt Jena ruft zudem die Bevölkerung dazu auf, sich zur freiwilligen Hilfe in Seniorenheimen oder anderen sozialen Einrichtungen zu melden.

15:40 Uhr | Zunahme des Drogenhandels in der Corona-Krise

Es hat eine massive Zunahme des Drogenhandels über die Marktplätze im Internet und im Darknet gegeben. Das teilte der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) mit. Der Vorsitzende des Verbandes Bundespolizei beim BDK, Thomas Mischke, sagte der "Welt", dass sich der Handel im Netz wahrscheinlich aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Krise verstärkt habe.

Mischke zufolge hätten auch die beschlagnahmten Rauschgiftmengen 2020 noch einmal enorm zugenommen. Dies gelte besonders für Kokain und harte synthetische Drogen wie Amphetamin und Metamphetamin (XTC, Speed, Chrystal Meth). Aber auch Heroin, gestreckt mit Fentanyl und dadurch viel stärker und gefährlicher, erlebe gerade eine Renaissance, sagte Mischke.

15:00 Uhr | Stau am Eurotunnel: Fahrverbot an Feiertagen soll aufgehoben werden

Die EU-Verkehrskommissarin Adina Valean rief die Mitgliedstaaten dazu auf, die Ruhezeiten zu lockern und Fahrverbote an Feiertagen aufzuheben. Dann könnten die an der britisch-französischen Grenze festsitzenden Lkw-Fahrer noch zu ihren Familien zurückkehren.

Außerdem soll die Grenze am Eurotunnel über Weihnachten offen bleiben damit die Lkw-Fahrer schnellstmöglich nach Hause zurückkehren können. Das teilte der britische Verkehrsminister Grant Shapps über die Nachrichtenplattform Twitter mit.

Noch immer harren Tausende Fahrer vor dem Eurotunnel und vor dem Fährhafen in Dover in kilometerlangen Staus aus, denn nur mit einem negativen Corona-Test dürfen sie wieder in Frankreich einreisen. Um schnellstmöglich viele Fahrer zu testen, worden französische Feuerwehrleute und britische Soldaten zur Unterstützung geschickt sowie 10.000 Corona-Tests.

14:05 Uhr | Haseloff zu Weihnachtsbesuch in Wittenberg

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat am Vormittag Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Wittenberg besucht.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, steht mit Geschenken vor dem Gesundheitsamt der Lutherstadt Wittenberg
Reiner Haseloff zu Besuch in Wittenberg. Bildrechte: dpa

Per Videoschalte sprach er zudem mit Ehrenamtlichen einer Telefonseelsorge und dankte traditionell den Menschen, die auch an den Feiertagen arbeiten.

Zuvor appellierte Haseloff in seiner Videobotschaft zu Weihnachten an die Bürger, möglichst auf direkte Begegnungen mit anderen Menschen zu verzichten. Die Weihnachtszeit solle nicht zu einem noch viel stärkeren Anstieg der Infiziertenzahlen und somit auch zu einem Anstieg der Todesfälle beitragen.

13:45 Uhr | Abstand, Hygiene und Lüften – auch unter dem Weihnachtsbaum

Der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalts, Wolfgang Schütte, rät, die geltenden Corona-Regeln auch beim Weihnachtsfest mit der Familie einzuhalten: Nur so könnte das Ansteckungsrisiko gering gehalten werden.

Alle halbe, dreiviertel Stunde intensiv lüften, Masken tragen, Abstand halten – das muss man selbst unterm Weihnachtsbaum ganz deutlich fordern, wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass man sich trifft.

Wolfgang Schütte

Die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt erwarten nach den Feiertagen einen Anstieg der Corona-Zahlen. 

13:30 Uhr | Mutiertes Virus in Dänemark nachgewiesen

In Dänemark haben sich 33 Menschen mit dem mutierten, in Großbritannien grassierenden Coronavirus infiziert. Wie die dänische Behörde für Infektionskrankheiten mitteilte, sind sie bei Positivtests zwischen dem 14. November und 14. Dezember entdeckt worden. Rund 7.800 positive Corona-Tests aus dieser Zeit seien untersucht worden.

12:55 Uhr | Thüringer "Online-Wache" kommt später

Wegen der Corona-Krise verzögert sich die Digitalisierung der Polizei in Thüringen. Wie Innenminister Georg Maier sagte, hat die Pandemie die Polizei vor allem im ersten Halbjahr sehr stark gefordert. Dadurch hätte die Umsetzung einiger Projekte, zum Beispiel die sogenannte Online-Wache, länger gedauert. Sie sollte eigentlich in diesem Jahr starten. Jetzt rechnet der Minister damit, dass erste Funktionen bis März zur Verfügung stehen werden. Mit Hilfe der Online-Wache sollen im Internet Strafanzeigen gestellt werden können.

12:28 Uhr | Macron beendet Corona-Isolierung

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine Corona-Infektion überstanden und seine Isolation beendet. Das teilte das Präsidentenamt in Paris mit. Der Staatschef zeige keine Symptome mehr. Macron war vor einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden und hatte sich in Versailles in Quarantänte begeben.

12:00 Uhr | Israel geht in den dritten Lockdown

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verhängt Israel einen dritten Lockdown. Wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ankündigte, sollen die neuen Beschränkungen am Sonntagabend in Kraft treten und für 14 Tage gelten. Dazu gehören die Schließung von Geschäften, Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln und eine teilweise Schließung von Schulen. Zudem dürfen sich die Menschen nur noch für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen weiter als einen Kilometer von zu Hause entfernen. Das Kabinett muss den Maßnahmen noch zustimmen. Israel hatte am Samstag mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.

11:45 Uhr | Serbien beginnt mit Corona-Impfungen

Serbien hat heute damit begonnen, die Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen. Vor laufenden Kameras ließ sich Ministerpräsidentin Ana Brnabic als erste Bürgerin des Balkanlandes den Impfstoff des deutsch-amerikanischen Konsortiums Biontech-Pfizer injizieren. Im Belgrader Virologie-Institut Torlak folgten ihr Gesundheitsministerin Darija Kisic-Tepavcevic und der serbische Chef-Virologe Predrag Kon. Weitere Corona-Impfungen wurden am Donnerstag in Altenheimen in Belgrad und Novi Sad verabreicht.

Serbien hat im Rahmen einer ersten Lieferung 4.875 Impfdosen erhalten. Serbien ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. In der letzten 14-Tages-Periode verzeichnete die EU-Behörde ECDC mehr als 84.000 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2. Das entspricht einer Inzidenz von 1.214 pro 100.000 Einwohner.

11:00 Uhr | Österreichs Skilifte öffnen für Einheimische

In Österreich dürfen ab heute die Skilifte wieder öffnen – allerdings nur für Einheimische und unter Einhaltung strenger Auflagen. So gilt etwa an Seilbahnen für alle Skifahrer über 14 die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. 

Nur in Ischgl und Saalbach-Hinterglemm bleiben die Lifte noch geschlossen. Auch Hotels und Restaurants dürfen nicht öffnen.

10:45 Uhr | Priesemann: Dem Virus den Weg abschneiden

Die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Plank-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen hat auf Twitter auf die Möglichkeiten eines exponentiellen Rückgangs der Infektionszahlen hingewiesen.

Viola Priesemann leitet eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation
Viola Priesemann Bildrechte: Joao Pinheiro Neto

Die Inzidenz einer Region könne beispielsweise von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf 100 in der folgenden Woche gedrückt werden. Eine weitere Woche später könne die Inzidenz auf 50 und in der vierten Woche auf 25 gesenkt werden.

Jeder Kontakt sei ein neues offenes Tor für das Virus, schrieb Priesemann. Wer sich zuletzt extrem zurückgehalten habe und nun Kontakte suche, können sich einen Partnerhaushalt suchen, der es ebenso halte.

In dieser "Bubble" könne man sich dann auch viel und oft treffen. "Solange keiner der beiden Haushalte andere trifft, ist das eine Sackgasse für das Virus."

10:25 Uhr | Deutsche spielen in der Krise mehr

Ostdeutschlands größter Spiele-Hersteller, die Altenburger Spielkartenfabrik, hat in der Pandemie die Umsätze kräftig erhöht. "Die Krise wird teilweise spielend bewältigt", sagte Unternehmenschef Stefan Luther der "Mitteldeutschen Zeitung". Dadurch seien deutlich mehr Karten- und Brettspielen verkauft worden. Der Umsatz des Thüringer Unternehmens aus Altenburg wird laut Luther 2020 um mehr als 20 Prozent auf 40 Millionen Euro steigen.

10:15 Uhr | Gottesdienste im Altenburger Land abgesagt

Im Altenburger Land in Thüringen sind alle Präsenzgottesdienste abgesagt worden. Wie der Kirchenkreis mitteilte, bleiben alle Kirchen der Region geöffnet. Einige Krippenspiele und Gottesdienste würden online und in den Sozialen Medien übertragen. Zudem könne in vielen Kirchen des Altenburger Landes das Friedenslicht aus Bethlehem abgeholt werden.

Zuvor hatte das Landratsamt eine Verschärfung der Corona-Regeln im Kreis angesichts hoher Infektionszahlen angekündigt. Die neue Allgemeinverfügung im Altenburger Land gilt ab Sonntag.

10:00 Uhr | Lkw-Stau in England löst sich nur langsam auf

In Südostengland werden Tausende Lastwagenfahrer auf das Coronavirus getestet. Wer negativ ist, darf in Richtung Frankreich weiterfahren. In den vergangenen Tagen hatte sich ein kilometerlanger Stau von Tausenden Fahrzeugen gebildet, weil Frankreich wegen einer Coronavirus-Mutation auf der Insel den Eurotunnel gesperrt und die Fährverbindungen unterbrochen hatte. Die britische Regierung geht davon aus, dass es noch Tage dauern wird, alle Fahrer zu testen.

09:45 Uhr | Große Nachfrage nach Corona-Schnelltests in Mittweida

Das Angebot kostenloser Corona-Schnelltests in Mittweida ist auf große Resonanz gestoßen. Bis vor Ende der Aktion haben sich nach Angaben eines DRK - Sprechers gestern rund 800 Personen testen lassen. In etwa 20 Fällen fiel das Testergebnis positiv aus.

Der Landkreis Mittelsachsen hatte die Tests am Mittwoch im künftigen Impfzentrum angeboten. Sie sollen den Bürgern etwas Sicherheit vor Weihnachten geben, gleichzeitig dienen die Massentests als Bewährungsprobe für das Impfzentrum.

09:00 Uhr | Diese Regeln gelten zu Weihnachten

Überall gelten strenge Kontaktbeschränkungen und teilweise sogar Ausgangssperren. Zu Weihnachten sollen die Regeln gelockert werden, allerdings von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Welche grundlegenden Regeln in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gelten, finden Sie in folgendem Überblick:

08:45 Uhr | Mehr Notrufe wegen Desinfektionsmitteln

Das Giftinformationszentrum in Erfurt hat in diesem Jahr knapp 600 Anfragen wegen Vergiftungsgefahren erhalten. Das seien fast ein Drittel mehr Anrufe wegen Desinfektionsmitteln gewesen als in den Jahren zuvor, sagte die Leiterin des Giftnotrufs, Dagmar Prasa. Das Giftinformationszentrum in Erfurt wird von den Ländern Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam betrieben. Die meisten Hilferufe seien von Eltern gekommen, deren Kleinkinder versehentlich Desinfektionsmittel getrunken hätten oder bei denen aus dem Spender etwas ins Auge gespritzt sei, sagte Prasa.

In einem Fall aus Sachsen habe ein Mann mit Erkältungssymptomen aus Angst vor Corona absichtlich einen Schluck Desinfektionsmittel genommen. Zum Glück sei aber nichts weiter passiert, so Prasa.

08:20 Uhr | Landesbischof verteidigt Öffnung der Kirchen

Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer, hat die Öffnung der Kirchen an Weihnachten verteidigt. Menschen bräuchten Seelsorge an diesen Tagen besonders, sagte Kramer im Interview mit MDR AKTUELL. Dazu gehörten auch Orte, an denen man sich umeinander kümmere. Kramer betonte, dort, wo die Kirchen geöffnet seien, geschehe dies mit einem sicheren Hygienekonzept. In den großen Kirchenräumen könne viel Abstand gehalten werden, zudem werde mit einem Einlasssystem gearbeitet.

Auch der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr hält eine Öffnung der Kirchen für richtig.

07:30 Uhr | Mehr als 31.000 neue Corona-Fälle

Deutschlandweit haben die Gesundheitsämter am Mittwoch 31.328 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Ähnlich hohe Werte gab es vergangenen Donnerstag und Freitag. Der Durchschnitt an täglichen Neuinfektionen in einer Woche stieg mit 25.774 Fällen auf einen neuen Höchststand. Seit Anfang des Monats bleibt der Anstieg damit ungebrochen.

Die bundesweite Inzidenz stieg auf 217 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. In Sachsen ist er mehr als doppelt so hoch. Dort wurden am Mittwoch 3.524 neue Corona-Fälle registriert. In Thüringen waren es 1.362 Neuinfektionen, in Sachsen-Anhalt 919.

Nach Daten des Divi-Intensivregisters werden mehr als 5.200 Covid-19-Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen behandelt.

07:15 Uhr | Ärztepräsident: Höchstgrenzen nicht ausreizen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat an die Bundesbürger appelliert, auch an Weihnachten ihre Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und die zulässigen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte möglichst nicht auszureizen.

"Eine dritte, noch stärkere Infektionswelle würde unser Gesundheitssystem überlasten", sagte er der "Rheinischen Post". Natürlich wolle man Isolation und Einsamkeit vor allem von älteren Familienmitgliedern an den Festtagen vermeiden. "Aber gerade diese Bevölkerungsgruppe ist ganz besonders von Corona bedroht", sagte der Reinhardt.

07:00 Uhr | Steinmeier ruft zu Zuversicht auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in seiner Weihnachtsansprache zu Zuversicht aufgerufen.

Steinmeier sagte, auch dieses Weihnachten in Corona-Zeiten sei ein Fest der Hoffnung. Der Bundespräsident verwies auf den bevorstehenden Start der Corona-Impfungen. Neben den vielen dunklen dürfe man die hellen Seiten dieses Jahres nicht vergessen. Das Land sei stark, weil so viele Menschen in der Krise über sich hinausgewachsen seien.

Steinmeier dankte unter anderem dem medizinischen und dem pflegenden Personal, Erzieherinnen, Forschern und Busfahrern. Die Rede wird morgen Abend in der ARD übertragen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 24. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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