Coronavirus-Pandemie Ticker am Donnerstag: Entscheidung zu Großveranstaltungen vertagt

Die Ständige Impfkommission spricht keine generelle Impfempfehlung für Kinder aus, sondern nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Erstmals seit Beginn der Pandemie stauen sich laut RKI in deutschen Laboren keine Corona-Tests mehr. Der digitale Impfpass ist jetzt nach und nach in Deutschland abrufbar. Thüringens Ministerpräsident Ramelow ist für komplette Öffnungen im Herbst. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Menschen feiern auf dem Musikfestival Parookaville eine Schaumparty.
Festivals mit vielen Besuchern wird es trotz sinkender Coronafall-Zahlen so schnell nicht geben. Die Länder haben sich nicht auf einheitliche Regeln dafür einigen können. Das soll jetzt eine Arbeitsgruppe tun. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 10. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:25 Uhr | Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung für Kinder in den USA

Der US-Hersteller Moderna hat auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt. Moderna erklärte, Grundlage für den Antrag seine Studie mit 2.500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA. Dabei habe die Wirksamkeit bei 100 Prozent gelegen. Sicherheit und Verträglichkeit hätten der bei Erwachsenen in vergleichbaren Studien entsprochen.

21:25 Uhr | Bundeswehr reduziert Corona-Hilfe

Die Bundeswehr reduziert ihre Amtshilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sinkt das Kontingent ab Juli von 25.000 auf 15.000 Helfer. Der Bedarf sei im Zuge der Fortschritte beim Impfen zurückgegangen. Derzeit seien rund 11.000 Soldaten und Soldatinnen in die Amtshilfe eingebunden. Insgesamt hätte bis heute über 75.000 Soldatinnen und Soldaten unter anderem in Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung, Corona-Teststationen oder Impfzentren geholfen.

20:30 Uhr | Italiener können sich am Urlaubsort impfen lassen

Italiener dürfen sich ihre zweite Impfdosis im Juli und August auch an ihrem Urlaubsort abholen. Darauf hat sich die Regierung in Rom mit den für die Impfungen zuständigen Regionen verständigt. Sie müssen sich dafür vorab bei der zuständigen Gesundheitsbehörde im Urlaubsort melden. Viele Italiener haben ihre Impftermine bereits vorsorglich so gelegt, dass die zweite Dosis nicht in die Sommerferien fällt.

19:38 Uhr | Thüringen bleibt bei Impfangebot für Kinder und Jugendliche

Die Thüringer Landesregierung hält am Impfangebot für Kinder und Jugendliche fest. Das teilten Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter mit. Sie reagierten damit auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Die rät zu einer Corona-Impfung nur bei Zwölf- bis 17-Jährigen mit bestimmten Vorerkrankungen. Gesundheitsministerin Werner sagte, das vorsichtige Agieren der Kommission sei nachvollziehbar. Sie rate unsicheren Eltern, den jeweiligen Kinderarzt zu kontaktieren. Holter sagte noch einmal, die Impfung für Schülerinnen und Schüler in Thüringen sei keine Pflicht und damit auch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht.

18:50 Uhr | Entscheidung zu Großveranstaltungen vertagt

Die Bundesländer haben sich offenbar nicht auf ein einheitliches Vorgehen bei der Genehmigung von Großveranstaltungen einigen können. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Teilnehmer der Ministerpräsidentenkonferenz. Stattdessen sollen die Länderchefs entschieden haben, dass eine Arbeitsgruppe den Umgang mit Großveranstaltungen regeln soll.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder etwa hält Lockerungen für Großveranstaltungen noch für verfrüht. Er sagte nach der Konferenz, die Lage sei zwar sehr positiv. Er verwies aber auf die Entwicklung in Großbritannien, wo sich die sogenannte Delta-Variante des Virus stark ausbreite. Aus diesem Grund könne jetzt nicht alles ohne Regeln freigegeben werden.

18:02 Uhr | Polen lockert für Urlaubssaison Beschränkungen

Polen hat für die kommende Urlaubszeit weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen angekündigt. Regierungschef Mateusz Morawiecki sagte, ab dem 26. Juni dürften Hotels bis zu einer maximalen Auslastung von 75 Prozent Gäste beherbergen. Kinder würden dabei nicht mitgezählt. Bislang lag das Limit bei 50 Prozent. Auch in Restaurants dürfen künftig bis zu 75 Prozent der Plätze besetzt werden. Bei Konzerten und Sportveranstaltungen sei eine maximale Auslastung von 50 Prozent erlaubt. Diskotheken dürften öffnen und bis zu 150 Gäste einlassen.

17:25 Uhr | Warnung vor Nachlässigkeit bei Corona-Regeln zur Fußball-EM

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben vor der Fußball-EM davor gewarnt, bei den Corona-Regeln nachlässig zu werden. Spahn sagte, entscheidend sei, dass die Spiele draußen und mit Abstand verfolgt würden und die Beteiligten idealerweise geimpft oder getestet seien. Das gelte auch für Public Viewing im Garten. Wieler mahnte, das Virus werde von Mobilität getragen. Wichtig sei, dass sich jeder an "Basismaßnahmen" halte, weiter auf Abstand achte, die Hygiene einhalte und Maske trage.

16:30 Uhr | Impfkommission empfiehlt Corona-Impfung nur für vorerkrankte Kinder

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat keine generelle Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Das geht aus der aktualisierten Empfehlung der Stiko hervor. 12- bis 17-Jährige sollten dann geimpft werden, wenn sie etwa starkes Übergewicht, Herzfehler, Diabetes oder chronische Lungenerkrankungen haben. Außerdem rät sie, Kinder und Jugendliche zu immunisieren, in deren Umfeld sich Angehörige oder Kontaktpersonen befinden, die eine hohe Gefährdung für einen schweren Covid-Verlauf haben, aber selbst nicht geimpft werden können. Die Impfung von Kindern ohne Vorerkrankung sei aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz möglich.

Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte, bei der Entscheidung sei es um eine Abwägung von Nutzen und möglichem Risiko gegangen. Die Wirkung der Impfung für 12- bis 17-Jährige sei dabei unbestritten. Durch die relativ kleine Gruppe von rund 1.100 Kindern und Jugendlichen in der Zulassungsstudie und einen Beobachtungszeitraum von nur zwei Monaten seien aber mögliche schwere Nebenwirkungen nicht hinreichend auszuschließen. Dazu sei das Risiko für 12- bis 17-Jährige, schwer an Covid-19 zu erkranken, sehr gering.

16:10 Uhr | Kekulé kritisiert mögliche Komplettöffnung im Herbst

Der Virologe Alexander Kekulé hat davor gewarnt, im Herbst schon wieder alles zu öffnen. Damit widersprach er dem thüringischen Ministerpräsidenten Ramelow. Dieser hatte angesichts der Impfungen für den Herbst eine Komplettöffnung in Aussicht gestellt. Kekulé sagte im Corona-Kompass von MDR AKTUELL, er verstehe die Politik, dass sie im Hinblick auf die Bundestagswahl alle möglichen Versprechungen mache. Rein wissenschaftlich gebe es aber keine Basis für so eine Prognose. Man könne jetzt noch nicht die Lage im Herbst einschätzen. Zudem sei es auch möglich, dass im kommenden Herbst mehr Atemwegsinfekte aufträten. Möglicherweise sei die Immunitätslage der Bevölkerung schlechter als in den Jahren zuvor.

16:00 Uhr | Mehr Geld für Thüringer Kurorte

Die 18 Kurorte in Thüringen erhalten mehr Geld vom Land. Das Innenministerium teilte mit, zum Ausgleich ihrer besonderen Belastungen seien den Kurorten aus dem kommunalen Finanzausgleich in diesem Jahr bereits elf Millionen Euro angewiesen worden - eine Million mehr als im Vorjahr. Innenminister Georg Maier sagte, das Geld sei eigentlich erst im Oktober fällig gewesen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kurorte machten aber schnelles Handeln erforderlich. Maier kündigte zudem noch Sonder-Zuweisungen von fünf Millionen Euro an, um die Corona-Folgen für die Kurorte abzufedern.

15:35 Uhr | Sachsen-Anhalt erlaubt wieder Klassenfahrten

In Sachsen-Anhalt dürfen Schulklassen wieder auf mehrtägige Klassen- und Schulfahrten, wenn sich ihre Schule im Regelbetrieb befindet. Das geht laut Deutscher Presseagentur aus einem neuen Erlass des Bildungsministeriums in Magdeburg hervor. Danach sollen die Fahrten möglichst in Sachsen-Anhalt durchgeführt werden. Für Abschluss-Klassen seien nach allen Prüfungen aber auch grundsätzlich Fahrten ins Ausland möglich. - In Thüringen sind bereits Klassenfahrten bei einer stabilen Inzidenz von unter 35 möglich. In Sachsen sind sie ab kommenden Montag wieder erlaubt, aber nur innerhalb Deutschlands.

14:26 Uhr | Dänemark lockert Maskenpflicht

Dänemark schafft die Maskenpflicht weitgehend ab. Das gab die Regierung in Kopenhagen bekannt. Danach gilt ab Montag nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Bereits ab Samstag werden die Öffnungszeiten für Bars und Restaurants um eine Stunde auf Mitternacht verlängert. Ab dem 15. Juli können Bars und Restaurants sogar bis 2 Uhr nachts offenbleiben. Auch weitere Lockerungen sind geplant. So sind bei den vier Spielen der Fußball-Europameisterschaft, die in Kopenhagen ausgetragen werden, 25.000 Zuschauer zugelassen. Das sind 9.000 mehr als bisher geplant.

13:15 Uhr | WHO warnt vor zu früheren Lockerungen

Die Weltgesundheitsorganisation hat die europäischen Länder eindringlich vor einer zu frühen Lockerung der Corona-Maßnahmen gewarnt. WHO-Europa-Direktor Hans Kluge sagte in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die Impfraten seien noch viel zu gering, um einen Wiederanstieg der Infektionsfälle zu verhindern.

Kluge forderte die Menschen in Europa auf, den Sommer "sicher zu genießen" und sich weiter an die Hygiene-Regeln zu halten. Im vergangenen Jahr sei es im Sommer allmählich zu einem Anstieg der Infektionszahlen bei jüngeren und dann auch bei älteren Menschen gekommen. Dies habe im Herbst und Winter zu "verheerenden" Infektionswellen, Lockdowns und Todesfällen geführt.

12:25 Uhr | Spahn gibt Startschuss für CovPass

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass der neue digitale Impfpass bis Ende Juni "für alle, die wollen, zur Verfügung steht". Spahn sagte in Berlin, es gehe jetzt los mit dem sogenannten CovPass. Schritt für Schritt würden die Impfzentren und Arztpraxen an das System angeschlossen. Der Impfnachweis kann einerseits in die Corona-Warn-App integriert oder in einer eigenen App installiert werden.

Spahn ging auch auch die aktuelle Corona-Lage ein. Er betonte, der positive Trend setze sich fort. Die Infektionszahlen gingen zurück, die Impfzahlen stiegen und auf den Intensivstationen gebe es weniger Covid-19-Patienten. Das Erreichte müsse nun abgesichert werden. Je tiefer man bei den Zahlen komme, umso länger werde man etwas davon haben.

11:35 Uhr | Spahn-Ministerium legt neue Testverordnung vor

Das Bundesgesundheitsministerium hat wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung und Qualität von Corona-Schnelltests eine Neufassung der Testverordnung vorgelegt. Sie sieht unter anderem eine geänderte Vergütung für die Tests vor. Demnach sollen pro Schnelltest maximal 12,50 Euro gezahlt werden. Zuvor wurden bis zu 15 Euro erstattet. Außerdem sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen künftig stichprobenartig die Abrechnungen überprüfen. Auch rückwirkende Prüfungen bis zum 1. Januar sind vorgesehen. Zuletzt hatte es vermehrt Berichte über Betrug bei den kostenlosen Bürgertests gegeben.

10:58 Uhr | Indischer Bundesstaat meldet fast 4.000 Tote nach

In Indien sind innerhalb eines Tages 6.148 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Wie die Zeitung "Times of India" schreibt, geht die hohe Zahl allerdings auf eine Nachmeldung des Bundesstaates Bihar zurück. Dieser habe die Zahl der Todesfälle um fast 4.000 nach oben korrigiert. Indien hat nach offiziellen Angaben seit Beginn der Pandemie über 29 Millionen Corona-Infektionen gemeldet und fast 360.000 Corona-Tote. Experten gehen aber davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

10:37 Uhr | Bundesrechnungshof übt scharfe Kritik an Corona-Maßnahmen

Der Bundesrechnungshof hat eine Reihe von Entscheidungen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie als zu teuer kritisiert. Das berichtet die Zeitung "Die Welt" und beruft sich auf einen Bericht der Rechnungsprüfer. Unter anderem heißt es darin, die Apotheken hätten übermäßig von der Abgabe von Mund-Nase-Masken profitiert. Sechs Euro pro Maske und später 3,90 Euro seien zu viel an Erstattung gewesen. Auch die Ausgleichzahlungen an Kliniken für verschobene Operationen werden kritisiert. Mehr dazu im Audio von Jennifer Lange.

10:10 Uhr | RKI: Kein Probenrückstau mehr

In deutschen Laboren gibt es erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie keinen Probenrückstau bei Corona-Tests mehr. Wie das RKI im wöchentlichen Situationsbericht meldet, gibt es mit Stand 9. Juni deutschlandweit nicht ein Labor, in dem sich noch Proben stauen. In der vergangenen Woche gab es demnach noch einen Rückstau von 1.832.

Der Rückstau von Corona-Tests war im Laufe der Pandemie teilweise sehr hoch, was zu Verzerrungen in den öffentlichen Corona-Statistiken führte. In der letzten Oktoberwoche 2020 stauten sich deutschlandweit mehr als 98.000 Corona-Testproben.

In der Zeit danach konnten verstärkt Laborkapazitäten aufgebaut werden, so dass der Rückstau aufgelöst werden konnte, obwohl die Zahl der durchgeführten Tests weiter stieg. Die meisten Corona-Tests wurden deutschlandweit in der Woche vom 14. Dezember 2020 durchgeführt – mit fast 1,7 Millionen. Mit 188.283 positiven Test wurden in dieser Woche auch die meisten Fälle innerhalb von sieben Tag entdeckt, die sogenannte Positivenrate lag bei 11,26 Prozent. Ähnlich viele positive Fälle wurden mit 177.251 in der Woche vom 19. April 2021 entdeckt – bei etwa 1,4 Millionen Tests. Dort lag die Rate der positiven Tests mit 12,42 erkennbar höher.

09:48 Uhr | Keine Maskenpflicht mehr in Erfurter Innenstadt

In der Innenstadt von Erfurt ist die Maskenpflicht jetzt weitgehend aufgehoben. Das hat der Pandemiestab der Stadtverwaltung beschlossen. Lediglich auf der Krämerbrücke sollen noch Gesichtsmasken getragen werden, ebenso auf Wochenmärkten, in Unterführungen sowie im Bereich von Bus- und Straßenbahnhaltestellen.

08:17 Uhr | Impfzertifikat: Vorbereitungen in Apotheken laufen

Die Apotheken bereiten sich auf das Ausstellen des digitalen Corona-Impfzertifikats vor. Der Chef des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt, Matthias Clasen, sagte MDR AKTUELL, der Bundesverband habe bereits eine Plattform geschaffen. Dort seien bis zu 80 Prozent aller Apotheken registriert. Aktuell fehle aber noch das Modul, das die Daten aus dem Impfpass übernehme. Das solle spätestens morgen freigeschaltet werden.

07:44 Uhr | RKI meldet 7-Tage-Inzidenz unter 20

Die 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken und liegt nun nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit bei 19,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Damit ist der Wert von 20 erstmals seit Oktober 2020 wieder unterschritten. Vor einer Woche lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 34,1.

Das Projekt Risklayer am Institut für Technologie der Universität Karlsruhe gibt die 7-Tage-Inzidenz dagegen am Donnerstagmorgen noch mit 22 an. Risklayer hat keinen so starken Meldeverzug wie das RKI. Zudem werden Nachmeldungen anders gewichtet in die Berechnungen einbezogen. Risklayer zufolge hat aktuell Baden-Württemberg mit 30 die höchste Inzidenz. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie mit 5 am niedrigsten.

07:06 Uhr | Stiko-Chef: Trotz Impfung kann Immunschutz fehlen

Die Ständige Impfkommission geht davon aus, dass manche Menschen trotz vollständiger Corona-Impfung keinen wirksamen Immunschutz aufbauen. Stiko-Chef Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, betroffen seien Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst werde. Das seien etwa Patienten nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. Bei ihnen sei die Immunantwort trotz vollständiger Impfung deutlich schlechter oder falle ganz aus. Mertens zufolge werden derzeit weitere Studien durchgeführt. Dabei gehe es vor allem um die Frage, wann die Betroffenen erneut geimpft werden sollten.

06:35 Uhr | Leipzig: Mann nach Impfung gestorben

Am Universitätsklinikum Leipzig ist ein Mann an den Folgen einer Hirnvenen-Thrombose gestorben. Wie die "Leipziger Volkszeitung" schreibt, geht das Klinikum davon aus, dass der Fall im Zusammenhang mit einer vorherigen Corona-Impfung mit Astrazeneca steht. Eine Sprecherin sagte, die Symptome seien mehrere Tage nach der Impfung aufgetreten. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen. Alle Daten seien zur weiteren Prüfung dem Paul-Ehrlich-Institut übermittelt worden.

06:25 Uhr | Digitaler Impfnachweis jetzt möglich

In Deutschland sollen ab heute die ersten digitalen Corona-Impfpässe erhältlich sein. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium sagte, die Anwendung namens Covpass werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein. Der digitale Impfnachweis könne zudem nach einem Update auch in der Corona-App des Bundes angezeigt werden. Das würde das Vorzeigen des Impfheftes etwa bei einem Restaurantbesuch ersetzen. Den digitalen Impfnachweis kann man sich direkt nach der Impfung ausstellen lassen. Ab Montag ist auch eine nachträgliche Ausstellung beim Arzt, in Impfzentren oder Apotheken möglich.

06:16 Uhr | Ramelow: Komplette Öffnung im Herbst wagen

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. Ramelow sagte der "Rheinischen Post", man könne das Risiko eingehen. Die Widerstandskraft sei in diesem Jahr durch den Impfstoff höher. Er wisse aber auch, dass sich bis zu 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen wollten. Sie müssten das Risiko einer Covid-19-Erkrankung dann selbst tragen und verantworten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Donnerstag, 10. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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