Coronavirus-Pandemie Ticker: Kommission - Zweite Impfung nicht zu lange aufschieben

Die zweite Corona-Impfung sollte nicht nach hinten verschoben werden. Das hat die Ständige Impfkommission empfohlen. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte den Zeitraum prüfen lassen. Sachsen will die Testpflicht für Berufspendler aus Tschechien und Polen erst später einführen. Die EU sichert sich weitere Millionen Impfdosen bei Biontech/Pfizer. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Eine Frau wird geimpft.
Eine Patientin wird in Erfurt gegen das Coronavirus geimpft. Bildrechte: imago images/Bild13

Unser Ticker am Freitag, 8. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:19 Uhr | Zeitungsbericht: Bund plant offenbar doch Vorteile für Geimpfte

Die Bundesregierung plant offenbar doch Vorteile für Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, sollen Geimpfte von der Test- und Quarantänepflicht für Reiserückkehrer befreit werden. Das sehe eine neue Musterverordnung von Innen- und Gesundheitsministerium vor. Die Ausnahme gelte demnach auch für Personen, die bereits eine Corona-Infektion überstanden hätten. Dazu müsse ein ärztliches Zeugnis vorgelegt werden. Die beiden Ministerien äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht. Bislang hat die Bundesregierung jegliche Privilegien für Geimpfte abgelehnt.

22:05 Uhr | Brasilien: Gräber vertikal anlegen

Um einen Zusammenbruch des Bestattungswesens zu verhindern, will die brasilianische Amazonas-Metropole Manaus die Gräber künftig nicht horizontal sondern vertikal anlegen lassen. Der Bürgermeister der Stadt, David Almeida, sagte, man müsse den Platz, den man habe, ausnutzen. Die Konstruktion würde in den kommenden Tagen beginnen. Auf dem besagten Friedhof der Stadt waren bereits bei der erste Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr Massengräber angelegt worden. Am Donnerstag hatte in ganz Brasilien die Zahl der Corona-Toten die Marke von 200.000 überschritten. Innerhalb des Landes hat sich das Virus vor allem in der Amazonas-Region ausgebreitet.

21:23 Uhr | Kommission: Zweite Impfung nicht zu lange verschieben

Der Abstand zwischen der ersten und zweite Corona-Impfung sollte nicht verlängert werden. Das teilte die Ständige Impfkommission (Stiko) mit. In der Impfempfehlung heißt es, dass die zweite Dosis innerhalb von bis zu 42 Tagen verabreicht werden soll. Sollte der Abstand nicht eingehalten werden, könne die Impfung dennoch fortgesetzt und müsse nicht neu begonnen werden. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte die Kommission prüfen lassen, ob es sinnvoll wäre, den Abstand zu vergrößern, um die begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst vielen Menschen zu impfen. Derzeit ist in Deutschland geplant, die zweite Impfung bereits schon drei Wochen nach der ersten zu verabreichen.

20:45 Uhr | Dulig: Senioren sollen ÖPNV meiden

Die sächsische Regierung hat angesichts hoher Corona-Infektionszahlen ältere Bürger gebeten, den öffentlichen Nahverkehr wenn möglich zu meiden. Wirtschaftsminister Martin Dulig sprach von einer dringlichen Empfehlung. "Bleiben Sie zu Hause", sagte der SPD-Politiker wörtlich. Nach Angaben von Dulig sind Busse und Bahnen wegen der Pandemie sachsenweit derzeit im Schnitt zu 40 Prozent ausgelastet. Die Verkehrsunternehmen wurden ersucht, die Taktung der Fahrzeuge gerade während der Rush Hour nicht zu minimieren.

20:42 Uhr | Sachsen: Ein Viertel der Azubis in Kurzarbeit

Ein Viertel aller Azubis in Sachsen ist derzeit wegen des Lockdowns und der Corona-Beschränkungen in Kurzarbeit. Das geht aus dem jüngsten Ausbildungsreport hervor, den der Deutsche Gewerkschaftsbund am Freitag vorgestellt hat. Ein Hotel in Leipzig geht bei seinen Azubis einen anderen Weg. Dazu mehr im Video.

19:27 Uhr | Sachsen verabschiedet neue Regeln mit einigen Ausnahmen

Sachsen hat sich auf die neuen Corona-Regeln festgelegt, die von Montag an bis zum 7. Februar gelten sollen. Laut Gesundheitsministerin Petra Köpping bleiben die bestehenden Beschränkungen im Handel und der Gastronomie bestehen, die Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Ein Hausstand darf sich demnach nur noch mit einer weiteren Person treffen. Für die Kinderbetreuung soll es hier aber eine Ausnahme geben. So dürfen sich zwei Haushalte treffen, um sich bei der Betreuung ihrer Kinder abzuwechseln - wenn sie nicht älter als 14 Jahre alt sind. Eltern, die ihre Kinder derzeit nicht in Krippe, Kindergarten, Hort oder Kindertagespflege betreuen lassen können, müssen auch keine Elternbeiträge entrichten.

Nach Kritik an der Corona-Testpflicht für Berufspendler aus Polen und Tschechien rückt das Kabinett von der geplanten Testung zweimal pro Woche ab. Stattdessen sollen sich Pendler nur noch einmal pro Woche testen lassen. Um den Unternehmen mehr Zeit zu geben, beginnt die Testpflicht erst am 18. Januar und damit eine Woche später als geplant. Zudem versprach Justizministerin Katja Meier, für mehr Plätze in Schutzeinrichtungen für Frauen zu sorgen, die von Gewalt bedroht sind. Man habe seit dem ersten Lockdown im Frühjahr vorigen Jahres kontinuierlich steigende Zahlen in diesen Einrichtungen.

18:12 Uhr | Thüringen bringt neue Corona-Regeln erst am Samstag heraus

Die Landtagsfraktionen von CDU, FDP und Grünen in Thüringen haben für die geplanten neuen Corona-Regeln Änderungswünsche angemeldet. Die Grünen sprechen sich beispielsweise dafür aus, Kontaktmöglichkeiten auch für kleine Kinder zu erhalten. Da noch Diskussionsbedarf besteht, will der Freistaat die neuen Corona-Regeln erst am morgigen Samstag veröffentlichen.

18:01 Uhr | Aida verlängert Kreuzfahrt-Pause

Wegen der Verlängerung des Lockdowns und der Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus unterbricht die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Kreuzfahrtsaison länger als geplant. Das Unternehmen will sie nach eigenen Angaben ab 6. März fortsetzen. Ursprünglich sollten die Schiffe schon Mitte Januar wieder rund um die Kanarischen Inseln kreuzen. Auch andere Regionen können laut Unternehmen derzeit nicht angefahren werden. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden können, sollen umgehend informiert werden. Man biete Umbuchungen an, hieß es von Aida.


17:33 Uhr | Seibert mahnt gemeinsame Beschlüsse an

Die Bundesregierung hat die Bundesländer aufgerufen, die gemeinsamen Corona-Beschlüsse zur Verschärfung des Lockdowns auch umzusetzen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, "eine konsequente Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse" sei unerlässlich. Das gelte auch für die Regelungen an den Schulen. Bund und Länder hatten am Dienstag entschieden, Schulen und Kita bis Ende Januar auf die Notbetreuung zu schließen.

Einige Länder wollen hier aber einen anderen Weg gehen. So hat der Berliner Senat beschlossen, ab kommendem Montag für Abschlussklassen wieder Wechselunterricht anzubieten. Eine Woche später sollen auch die Grundschüler folgen. Auch in Niedersachsen und Baden-Württemberg gibt es entsprechende Pläne. In Sachsen-Anhalt soll es für Schüler in Abschlussklassen Präsenzunterricht geben. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte dagegen am Freitag bei MDR AKTUELL noch eine weitere Verschärfung gefordert. Um die Zahlen zu senken, müsse auch die Wirtschaft wieder deutschlandweit in den Lockdown geschickt werden, sagte der Linken-Politiker.

16:57 Uhr | Urteile zu Maskenpflicht und Ladenschließungen

Eine Auszubildende darf vom Präsenztunterricht ausgeschlossen werden, wenn sie keinen Mund-Nasen-Schutz trägt. Das hat das Oberlandesgericht Dresden am Freitag entschieden. Das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) bestätigte am Freitag die derzeitigen Ladenschließungen in Sachsen. So dürfen laut Urteil des OVG Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, demnach weiterhin nicht öffnen.

16:40 Uhr | Weiterer Impfstoff in Bundesländern eingetroffen

In Irxleben in Sachsen-Anhalt sind am Freitagmorgen neue Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer eingetroffen. Ingesamt waren heute deutschlandweit knapp 668.00 Impfdosen erwartet worden. Bundesweit sollen bis Montag viele Impfzentren mit den Impfungen beginnen. Seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts bislang 476.959 Menschen geimpft worden (Stand Donnerstag). Sie alle müssen noch eine zweite Impfung erhalten.

16:22 Uhr | Kann es bei Corona-Impfstoffen zu Spätfolgen kommen?

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Fieber oder vereinzelte allergische Reaktionen – der RNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus kann vereinzelt Nebenwirkungen hervorrufen. Doch Spätfolgen werden von Medizinern so gut wie ausgeschlossen. Mehr dazu erfahren Sie im Audio.


16:08 Uhr | Stadt Weimar ermittelt gegen Pflegeheim

Der Oberbürgermeister von Weimar, Peter Kleine, hat Anzeige gegen ein Seniorenzentrum erstattet, das in den vergangenen Tagen zahlreiche Corona-Tote hatte. Der parteilose Politiker erklärte in einer Mitteilung, er könne eine solch hohe Sterberate in einem einzelnen Pflegeheim nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen. In der betroffenen Einrichtung sind seit Weihnachten 23 von insgesamt 94 Bewohner an oder mit Covid-19 verstorben. Nur elf Bewohner sind den Angaben zufolge nicht mit dem Virus infiziert. Bei der Anzeige stützt sich die Stadt auf die Aussagen eines Arztes über die Corona-Hygiene-Regeln im Heim. Offenbar hat es hier Verstöße gegeben. Die Kriminalpolizei hat den Angaben nach die Ermittlungen aufgenommen.

15:48 Uhr | Oberhof: Polizei kontrolliert Zufahrt

Mit dem Beginn des Biathlon-Weltcups ist der Wintersportort Oberhof seit Freitag weitgehend dicht. Seit Freitagmorgen sind die Zufahrten zur Stadt abgesperrt. Die Polizei kontrolliert, wer mit berechtigtem Grund ins Zentrum fahren darf. Hintergrund ist der heute gestartete Biathlon-Weltcup. Der Bürgermeister von Oberhof, Thomas Schulz, hatte im Vorfeld an Besucher appelliert, nicht in die Stadt zu kommen. Er sagte MDR AKTUELL, die Wettkämpfe fänden diesmal vor traumhafter Kulisse statt. Wenn das über alle TV-Kanäle flimmere, werde das die Leute noch mehr animieren, in den Thüringer Wald zu fahren. Schulz bat, die Biathlon-Fans sollten vernünftig sein und den Weltcup zu Hause am Bildschirm verfolgen. Die Stadt hat zudem angekündigt, die Zufahrten zu kontrollieren, um Tagestouristen abzuhalten. Außerdem gilt für Ausflügler ein Parkverbot in der Stadt.

15:31 Uhr | Sachsen-Anhalt trägt harten Lockdown mit

Sachsen-Anhalt übernimmt die bundesweiten Lockdown-Regeln. Darauf hat sich die Landesregierung geeinigt. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte am Freitag, man mache keine Ausnahme. Damit bleiben große Teile des Einzelhandels sowie Schulen und Kindergärten bis auf eine Notbetreuung bis Ende Januar geschlossen.  Die geltenden Kontaktbeschränkungen werden verschärft. Ab Montag darf sich nur noch ein Hausstand mit einer weiteren Person treffen. In Landkreisen mit einer Inzidenz von über 200 wird die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dort darf man sich nur in einem Radius von 15 Kilometern um seinen Wohnort bewegen. Als Wohnort gilt die Stadt oder der Ort, in dem man lebt, nicht die Wohnadresse. Für die Einhaltung der Regelungen sind die Kommunen verantwortlich. Laut Robert Koch-Institut weisen derzeit Halle, der Saale- und der Burgenlandkreis sowie der Kreis Mansfeld-Südharz eine Inzidenz von über 200 aus.

13:45 Uhr | Übersterblichkeit im Dezember stark gestiegen

Die Übersterblichkeit in Deutschland ist im Dezember deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes gab es in der zweiten Dezemberwoche 23 Prozent mehr Todesfälle als im Durchschnitt der vier Vorjahre. Besonders auffällig sei die Situation in Sachsen. Dort habe die Zahl 88 Prozent über dem Durchschnitt gelegen. Aus Thüringen sei eine Zunahme um 35 Prozent gemeldet worden. Sachsen-Anhalt verzeichnete den Angaben zufolge 20 Prozent mehr Sterbefälle. Die Angaben sind laut Bundesamt vorläufig, weil bei den Standesämtern noch Nachmeldungen und Korrekturen eingingen.

13:30 Uhr | Grüne drängen auf mehr Homeoffice

Die Grünen drängen auf mehr Infektionsschutz am Arbeitsplatz. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte den Funke-Medien, vor allem Großraumbüros seien Risikogebiete. Arbeitsminister Hubertus Heil müsse ein deutliches Signal dazu an uneinsichtige Arbeitgeber senden. Viele verweigerten das Arbeiten von zu Hause aus. Die halbherzige Bitte an Unternehmen, Homeoffice zu ermöglichen, reiche nicht aus. Es müsse endlich klar gestellt werden, dass - wo immer möglich - ein Recht auf Homeoffice gelte.

Linken-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte forderte zu dem Thema einen Homeoffice-Gipfel zwischen Bundesregierung, Bundestag, Gewerkschaften und Wirtschaft.

13:12 Uhr | Thüringer Wirtschaftsverband warnt vor Folgen

Der Verband der Thüringer Wirtschaft warnt vor den Folgen eines noch härteren Lockdowns. Präsident Hartmut Koch sagte MDR AKTUELL, die Regierung müsse genau überlegen, welche Bereiche vollständig heruntergefahren würden. Die Folgen wären gravierend und nicht abzuschätzen. Nach Einschätzung Kochs könnten Thüringer Betriebe und Branchen unterschiedlich lange einen kompletten Lockdown durchhalten. Bund und Land würden nicht mehr alles ausgleichen. Mehr Arbeitslose und auch Insolvenzen wären die Folge.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte zuvor gefordert, die komplette Wirtschaft in Deutschland in den Lockdown zu schicken. Er sehe dazu keine Alternative, um die Neuinfektionen wirklich nach unten zu drücken.

12:46 Uhr | Bund: Sechs statt fünf Impfungen pro Ampulle

Ab sofort können mehr Menschen mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer geimpft werden. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, dürfen aus einer Ampulle nun sechs statt bisher fünf Dosen gezogen werden. Das habe die europäische Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Damit könnten kurzfristig 20 Prozent mehr Menschen geimpft werden.

12:04 Uhr | Biologika-Impfstoff unter den Erwartungen

Der vom Unternehmen IDT Biologika Dessau-Rosslau und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung entwickelte Corona-Impfstoff hat bisher nur eine ungenügende Wirkung. Das teilte das beteiligte Universitäts-Krankenhaus Hamburg-Eppendorf mit. In einer ersten klinischen Prüfung lägen die Immun-Reaktionen unter den Erwartungen. Die klinische Erprobung des Wirkstoffs werde daher ausgesetzt. Der Wirkstoff solle zunächst optimiert werden.

Neben dem Biologika-Impfstoff ist auch das Mittel des Tübinger Unternehmens CureVac schon in der klinischen Prüfung.

11:58 Uhr | NRW: Täglich zwei FFP2-Masken für Lehrkräfte

Nordrhein-Westfalen will Lehrerinnen und Lehrer im Präsenzunterricht täglich mit zwei FFP2-Masken ausstatten. In einem Schreiben an die Schulen erklärte das Bildungsministerium, es würden entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, um dies bis zu den Osterferien zu gewährleisten. Die angekündigten Gratis-Corona-Tests für Lehrkräfte können demnach nur in Anspruch genommen werden, wenn die Personen "in dieser Zeit tatsächlich einen Präsenzdienst in den Schulen leisten". Grundsätzlich gibt es bis zum Monatsende Distanzunterricht.

11:25 Uhr | Weitere chinesische Metropole abgeriegelt

Wegen eines Coronavirus-Ausbruchs wird in China eine weitere Millionenstadt abgeriegelt. Die Behörden ergriffen strikte Maßnahmen in der Sieben-Millionen-Einwohner-Stadt Xingtai. Ab heute dürfen Menschen die Stadt nicht mehr verlassen, auch Wohngebiete wurden abgesperrt. Schon seit gestern gelten diese Regeln in Shijiazhuang mit elf Millionen Einwohnern. Beide liegen in der Provinz Hebei. Dort gibt es aktuell rund 300 Corona-Infektionen. Um die Ausbreitung zu stoppen, wurden in der Hauptstadt Peking zudem alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest Mitte Februar verboten.

10:51 Uhr | Spahn: Impfung auch für Genesene empfohlen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert dafür, dass sich auch Genesene nach einer Corona-Infektion impfen lassen. Dem SWR sagte Spahn, nach Erkenntnissen der Wissenschaft sei die Immunität durch eine Impfung deutlich höher als nach einer überstandenen Erkrankung. Insofern macht es auch für Genesene Sinn, sich impfen zu lassen. Allerdings müssten sich diese Personen vielleicht nicht sofort immunisieren lassen.

10:34 Uhr | Thüringer Ausschussitzung wegen Coronafall unterbrochen

In Thüringen ist die Beratung der Landtagsgremien über die geplante neue Corona-Verordnung unterbrochen worden. Wie die Landtagsverwaltung in Erfurt mitteilte, gab es bei den freiwilligen Schnelltests für die Parlamentarier ein positives Ergebnis. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll es sich um eine Abgeordnete handeln, die dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales angehört. Das Gremium wollte sich gemeinsam mit dem Bildungsausschuss mit den Regeln für den verlängerten Lockdown in Thüringen befassen. Die Beratung soll nun digital abgehalten werden.

10:16 Uhr | EU vereinbart mit Biontech weitere Impfdosen

Die EU-Kommission hat mit dem Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Impfdosen abgeschlossen. Damit wurde die bisherige Menge verdoppelt. Laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen davon 75 Millionen Dosen bereits im zweiten Quartal 2021 zur Verfügung stehen. Der Rest solle bis zum Jahresende geliefert werden.

09:53 Uhr | Baubranche steigert Umsatz trotz Pandemie

Die Baubranche hat im vergangenen Jahr trotz Corona-Krise ihren Umsatz gesteigert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, verbuchten die Betriebe von Januar bis Oktober ein Umsatzplus von 3,2 Prozent. Besonders stark seien die Zuwächse im Kläranlagenbau, bei Abbrucharbeiten und in der Zimmerei gewesen. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich den Angaben zufolge innerhalb eines Jahres um 1,3 Prozent.

09:31 Uhr | Willingmann warnt vor eigenmächtigen Geschäftsöffnungen

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann hat den Handel davor gewarnt, trotz der pandemiebedingten Einschränkungen Geschäfte eigenmächtig zu öffnen. Damit bezog er sich auf den bundesweiten Aufruf der Initiative "Wir machen auf". Diese kündigt an, ab Montag Geschäfte trotz Verbot wieder zu öffnen. Willingmann sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", wer sich dieser Initiative anschließe, handle unverantwortlich und gefährde nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesundheit seiner Mitmenschen.

09:04 Uhr | Kostenlose Schnelltests für Stadt-Angestellte in Brandis

Die Stadt Brandis im Leipziger Landkreis bietet ihren Angestellten ab sofort kostenlos Corona-Schnelltests an. Wie die Stadt mitteilte, gibt es dazu eine Kooperation mit einer Hausarztpraxis. Das Personal führe die Tests einmal wöchentlich im Rathaus durch. Auch die Erzieherinnen der Kita "Purzelbaum" können sich regelmäßig testen lassen - direkt in der Einrichtung selbst.

Bürgermeister Arno Jesse (SPD) betonte, das Angebot sei freiwillig. Laut Stadtverwaltung wurden ausreichend Tests bestellt, um auch die Freien Träger wie die "Kinderstube" und den "Knirpsentreff" in Beucha auszustatten. Ebenso gebe es Kapazitäten für die Kameraden der Feuerwehren.

08:34 Uhr | Neue Impfstoff-Lieferung erwartet

Die Bundesländer sollen heute eine neue Lieferung des Impfstoffs von Biontech erhalten. Insgesamt werden knapp 668.000 Impfdosen erwartet. Den größten Anteil erhält das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 141.375 Dosen. Den kleinsten Anteil bekommt Bremen mit 4.875 Dosen.

Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts mit Stand von Donnerstag 417.060 Menschen geimpft worden. Die Quote liegt damit bei fünf Impfungen pro 1.000 Einwohner.

07:58 Uhr | Ramelow fordert allgemeinen Wirtschafts-Lockdown

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat gefordert, die Wirtschaft in Deutschland in den Lockdown zu schicken. Ramelow sagte MDR AKTUELL, es müsse so schnell wie möglich komplett eine Pause geben. Bisher hätten Gastronomen, Einzelhändler, Kulturschaffende und Kinder die Last getragen. Nötig sei aber, insgesamt die allgemeine Wirtschaft anzuhalten. Er sehe dazu keine Alternative, um die Neuinfektionen wirklich nach unten zu drücken. Leichtere Methoden führten nur dazu, dass die Beschränkungen immer wieder verlängert werden müssten.

07:49 Uhr | Deutsche setzen in der Pandemie mehr auf Kartenzahlung

Fast jeder dritte Deutsche hat in der Corona-Pandemie sein Zahlungsverhalten geändert. In einer Umfrage der Wirtschaftsberatung Ernst & Young gaben 29 Prozent an, mehr auf Kartenzahlung zu setzen und weniger Bargeld zu nutzen. Jeder Fünfte erklärte zudem, er wolle das geänderte Verhalten auch künftig beibehalten. Der Umfrage zufolge hat sich auch Onlinebanking bei einer großen Mehrheit als Standard durchgesetzt: Drei Viertel der Befragten wickelten ihre Bankgeschäfte ausschließlich oder großteils über das Internet ab. Ingesamt wurden 1.600 Menschen befragt.

07:13 Uhr | Verdi ruft Pflegepersonal zum Impfen auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat Klinik- und Pflegepersonal aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Vorstandsmitglied Sylvia Bühler sagte der "Rheinischen Post", das sei schon aus Gründen des Selbstschutzes und des Schutzes der eigenen Familie angeraten - sofern keine ernsthaften gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen. Es gebe ein erhöhtes berufliches Infektionsrisiko in dem Bereich. Bühler unterstrich aber, dass die Impfung freiwillig bleiben müsse. Sie forderte mehr Aufklärung über alle Aspekte der Impfung.

07:04 Uhr | Fast 1.200 Corona-Tote an einem Tag gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben einen neuen Höchstwert an Corona-Todesfällen gemeldet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden binnen 24 Stunden 1.188 Tote registriert.

Dem Risklayer-Projekt am Karlsruher Institut für Technologie zufolge wurden am Donnerstag 28.185 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. In Sachsen waren es 3.018 Neuinfektionen, in Thüringen 1.446 und in Sachsen-Anhalt 879. Der Sieben-Tages-Schnitt in Deutschland stieg damit erstmals seit den Feiertagen wieder auf nun 17.678 tägliche Fälle, die Inzidenz auf 149 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Rund um die Feiertage und den Jahreswechsel wurde allerdings weniger getestet und nicht alle Behörden gaben die Daten weiter.

06:47 Uhr | Oberhof macht für Tagestouristen dicht

Der Wintersportort Oberhof macht für Tagestouristen dicht. Grund ist der heute beginnende Biathlon- und Rodel-Weltcup. Bürgermeister Thomas Schulz appellierte bei MDR AKTUELL an Besucher, nicht in die Stadt zu kommen. Schulz sagte, die Wettkämpfe fänden diesmal vor traumhafter Kulisse statt. Die Leute sollten aber vernünftig sein und den Weltcup zu Hause am Bildschirm verfolgen. Der Bürgermeister betonte, es werde nicht genügend Parkplätze geben.

An den vergangenen Wochenenden hatte es einen Besucheransturm auf die Oberhofer Skigebiete gegeben. Die Tagestouristen parkten dabei auch Rettungswege zu.

06:35 Uhr | Nur wenige Bedienstete von Thüringer Landesregierung dauerhaft im Homeoffice

Bei der Thüringer Landesregierung arbeiten in der Corona-Pandemie nur wenige Bedienstete dauerhaft im Homeoffice. Das hat eine Umfrage von MDR AKTUELL ergeben. Danach wird in den meisten Ministerien im Wechselmodell gearbeitet - zum Beispiel eine Woche im Büro und eine Woche am heimischen Schreibtisch.

Nach Ansicht des Thüringer Beamtenbundes könnte die Homeoffice-Quote höher sein. Landeschef Frank Schönborn sagte, das Thema Digitalisierung sei nie Chefsache gewesen. Widerspruch kommt aus dem Finanzministerium. Ministerin Heike Taubert erklärte, in ihrem Haus arbeite man mit hoch sensiblen Daten. Wegen der Datensicherheit könne nicht alles von zu Hause aus erledigt werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 8. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Januar 2021 | 22:00 Uhr

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