Coronavirus-Pandemie Ticker: Supermärkte in Sachsen müssen Angebot ausdünnen

Supermärkte in Sachsen dürfen künftig nur Waren für den Grundbedarf verkaufen. Österreich geht kommende Woche in den dritten Lockdown. In Deutschland ist die Sterblichkeit deutlich gestiegen. Zudem wurden erstmals bundesweit mehr als 30.000 Neuinfektionen an einem Tag erfasst. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie hier im Ticker.

Unser Ticker am Freitag, 18. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Sachsen ist für Impfstart gerüstet

Die Bundesregierung hat ihre Impfstrategie vorgestellt, nun sind die Länder dran, sie umzusetzen. Thomas Rechentin, der Leiter des sächsischen Corona-Krisenstabs, sieht Sachsen gut aufgestellt. Das zentrale Impfstoffdepot befinde sich in Leipzig, von dort werde der Impfstoff auf die Landkreise und Städte verteilt. Besondere logistische Herausforderung sei, dass der Impfstoff von Biontech-Pfizer tiefgekühlt werden müsse.

21:22 Uhr | Warnung vor Betrügern

Die Corona-Pandemie bietet Kriminellen neue Möglichkeiten. Da kassieren zum Beispiel angebliche Behördenmitarbeiter wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht ab oder der Enkeltrick wird neu erfunden.

21:02 Uhr | Corona-Newsletter am Freitag

Das Daten-Update zur Corona-Lage in Mitteldeutschland. Und: Die Hoffnung wächst auf eine Rückkehr ins "normale Leben". Nach Weihnachten sollen in Deutschland und Europa die Covid-19-Impfungen beginnen. Die Impfzentren sind fertig und seit heute auch die Impfverordnung. Am Montag wird über die Zulassung des ersten Impfstoffs entschieden.

20:25 Uhr | Thüringen: Corona-Verordnungen nur mit Landtag

Die Thüringer Landesregierung soll den Landtag stärker bei wichtigen Entscheidungen in der Corona-Pandemie einbinden. Dazu haben die Fraktionen von Linke, CDU, SPD und Grünen einen Antrag verabschiedet. Demnach sollen Verordnungen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie erst dann in Kraft treten, wenn das Parlament Stellung nehmen konnte. Weicht die Regierung davon ab, muss sie es schriftlich begründen.

19:42 Uhr | Neue Coronavirus-Variante in Südafrika

In Südafrika grassiert eine neue Variante des Coronavirus. Gesundheitsminister Zweli Mkhize erklärte auf Twitter, Genetiker hätten den als "501.V2" bezeichneten Strang isoliert. Die vorliegenden Daten deuteten darauf hin, dass "die aktuelle zweite Welle von dieser neuen Variante angetrieben wird". Mkhize warnte vor Spekulationen. Es gebe keinen Grund, die geltenden Empfehlungen für Schutzmaßnahmen zu ändern. Experten der Weltgesundheitsorganisation sehen keine Anzeichen, dass sich die neue Sars-CoV-2-Variante anders verhält als die bereits beschriebenen.

19:10 Uhr | Sachsen: Supermärkte dürfen nur Waren für Grundbedarf verkaufen

Supermärkte in Sachsen dürfen künftig keine Waren mehr verkaufen, die nicht zum täglichen Bedarf gehören. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, wird die Corona-Schutzverordnung um einen entsprechenden Passus ergänzt. Demnach müssen künftig Waren wie Kleidung, Bücher, Spielzeug oder Elektronik vom Rest des Angebots abgetrennt werden. Den Angaben zufolge reicht es, wenn diese Waren etwa durch ein Absperrband separiert werden. Aus dem Verkaufsraum müssten sie nicht entfernt werden.

18:35 Uhr | Österreich geht in dritten Lockdown

Österreich geht ab dem 26. Dezember erneut in den Lockdown. Drei Wochen bleiben der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie geschlossen. Ab 18. Januar können Bürger dann wieder freier konsumieren – allerdings nur, wenn sie bei landesweit angebotenen kostenfreien Corona-Schnelltests negativ sind. Für alle anderen gilt der Lockdown bis 24. Januar. Kanzler Sebastian Kurz sagte am Freitagabend: "Ohne Einschränkungen gibt es keine Möglichkeit, durch diese Pandemie zu kommen."

Demnach darf im Lockdown die Wohnung nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben der Handel und körpernahe Dienstleister geschlossen, Schüler lernen im Online-Unterricht. Es ist bereits der dritte strenge Lockdown in der Alpenrepublik. Über die Öffnung von Skigebieten sollen Bundesländer und Bezirke eigenständig entscheiden.

18:25 Uhr | Kaum Treffer bei Schnelltests in Hildburghausen

Bei den großangelegten Corona-Schnelltests Anfang Dezember im Thüringer Landkreis Hildburghausen ist nach endgültiger Auswertung bei weniger als 1 Prozent eine Infektion nachgewiesen worden. Lediglich 17 von 2.444 getesteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen waren positiv, wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium meldet. Allerdings beteiligten sich auch viele Einwohner nicht am freiwilligen Massentest. Der LK Hildburghausen war Ende November mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 600 Infektionen je 100.000 Einwohner Hotspot in Deutschland.

18:03 Uhr | MV schickt viele Rückkehrer in Quarantäne

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Hochrisikogebieten in eine Zwangsquarantäne, wenn sie entfernte Verwandte oder Freunde besucht haben. Die Quarantänepflicht gilt aber nicht nach Kontakten zu engen Familienangehörigen. Die Landesregierung will mit dieser umstrittenen Vorschrift einer Einschleppung des Coronavirus entgegenwirken.

17:50 Uhr | Schweden empfiehlt Masken

Schweden führt die bislang strengsten Maßnahmen in der Pandemie ein. Dazu gehören die Empfehlung, in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maske zu tragen sowie Schließungen im öffentlichen Dienst. Ministerpräsident Stefan Löfven sagte: "Wir können nicht zum normalen Alltagsleben zurückkehren." Schweden verzichtet bislang auf Lockdowns, hat aber dafür auch eine relativ hohe Corona-Todesrate in Alten- und Pflegeheimen.

17:30 Uhr | Schweiz mit Mini-Lockdown

In der Schweiz werden ab kommenden Dienstag Gasthäuser sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen für einen Monat geschlossen. Die Geschäfte bleiben offen. Auch Skifahren ist über die Feiertage möglich. Die Neuinfektionen in dem Land sind gemessen an der Bevölkerungszahl höher als etwa in Deutschland.

17:15 Uhr | Kritische Lage in Chemnitz

Der künftige Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze sieht Kliniken in Chemnitz an ihrer Belastungsgrenze mit Covid-19-Patienten. Auf Facebook schilderte er, dass Rettungswagen mehrere Stunden vor der Notaufnahme warten müssten, weil die Kapazitäten nicht ausreichten. Das treffe nicht nur Covid-Patienten. Auch andere notwendige OPs würden abgesagt, weil Betten und Personal fehlten. Schulze beschrieb eine dramatische Lage, von der er gehofft habe, sie in Deutschland nie erleben zu müssen. Zugleich appellierte er an Corona-Leugner und Relativierer: "Das ist keine Verschwörung, keine Fiktion, dass ist nur noch schlimm. Wer jetzt noch immer sorglos agiert, gefährdet Menschenleben!"

Aufgrund der hohen Anzahl an Todesfällen durch Covid-19 geraten viele sächsische Friedhofsbetriebe an ihre Grenzen. Ein Bericht aus Chemnitz.

16:30 Uhr | Thüringen nimmt Covid-Patienten aus Sachsen auf

Thüringen wird in den kommenden Tagen bis zu 30 Corona-Patienten aus Sachsen aufnehmen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. Ministerin Heike Werner zufolge werden die ersten Patientinnen und Patienten am Montag erwartet. Zugleich stellte Werner klar, aktuell könnten Thüringer Kliniken alle Covid-19-Patienten im Land intensivmedizinisch versorgen. Das seien landesweit derzeit 122 Fälle, vor einer Woche seien es noch 100 gewesen. Werner mahnte, halte die Steigerung über Weihnachten und Silvester an, gerieten Krankenhäuser an ihre Grenzen.

Zuvor hatte ein Bericht für Verwirrung gesorgt, dass Covid-Patienten aus Thüringen nach Sachsen-Anhalt verlegt werden sollen, weil im Freistaat Intensivkapazitäten fehlten. Die Bundesländer haben gegenseitige Unterstützung vereinbart, sollten Krankenhäuser bei der Versorgung von Covid-19-Patienten an ihre Grenzen stoßen. Es wurden sogenannte Kleeblätter gebildet. Im Osten bilden Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Brandenburg einen Hilfsverbund.

15:25 Uhr | Berlinale wird verschoben

Das Berliner Filmfestival findet wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant im Februar statt. Stattdessen soll es im März einen digitalen Branchentreff geben und im Juni dann das Berlinale-Festival mit Publikum.

14:47 Uhr | Sterblichkeit im November gestiegen – besonders stark in Sachsen

Die Sterbefallzahlen in Deutschland sind im November gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt gab es in der 47. Kalenderwoche vom 16. bis 22. November neun Prozent mehr Sterbefälle als im Durchschnitt der vier Vorjahre in dieser Woche. Bundesweit starben demnach fast 20.000 Menschen. Besonders hoch war die sogenannte Übersterblichkeit in Sachsen, wo binnen Wochenfrist 46 Prozent mehr Menschen starben als im Wochenvergleich zu den Vorjahren. Erhöht war die Sterblichkeit mit plus zwölf Prozent auch in Baden-Württemberg, Brandenburg und Thüringen. Viele Experten führen die zeitweise Übersterblichkeit auf Folgen der Corona-Pandemie zurück.

14:00 Uhr | Auch Spielabsage beim Halleschen FC

Nach dem 1. FC Magdeburg (siehe unten) muss auch der Hallesche FC wegen einer Quarantäne pausieren. Die Mannschaft musste nach einer positiven Testung im Funktionsteam ihr nächstes Spiel absagen. 

13:09 Uhr | Kanarische Inseln wieder Risikogebiet

Deutschland stuft auch die Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein und damit ganz Spanien. Das gilt nach Angaben des Außenministeriums ab Sonntag. Die Ausnahme für die Inseln von der Reisewarnung für Spanien, die seit 2. September gilt, sei gestrichen.

13:03 Uhr | Feuerwerksverbot in Niedersachsen außer Kraft

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat das Feuerwerksverbot in der niedersächsischen Corona-Verordnung vorläufig außer Kraft gesetzt. Ein so umfassendes Feuerwerksverbot sei für den Infektionsschutz nicht notwendig, heißt es im Beschluss des Gerichts in einem Eilverfahren. Die niedersächsische Verordnung verbietet in § 10a den Verkauf, aber auch das Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik. (Az.: 13 MN 568/20).

12:55 Uhr | Soldaten in Thüringer Gesundheitsämtern

In Thüringen sind derzeit rund 200 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Pandemie-Einsatz. Nach Angaben des Bundeswehr-Landeskommandos helfen die meisten den Gesundheitsämtern bei der Kontaktverfolgung und der Abstrichabnahme für Tests, darunter zwölf aus Bayern und zehn Sanitäter aus Weißenfels in Sachsen-Anhalt.

12:30 Uhr | Corona-Impfzentren in Sachsen-Anhalt

Alle elf Landkreise und die drei kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt haben eigene Impfzentren aufgebaut. Wie das Sozialministerium mitteilte, sind sie einsatzbereit. Unklar sei aber, wann sie mit der Arbeit beginnen, denn die ersten Impfdosen werden laut der nun vorliegenden Verordnung von mobilen Teams in Altenheimen verabreicht.

12:05 Uhr | Landesärztekammer zeigt Kollegin an

Die sächsische Ärztekammer hat eine Kollegin aus Oelsnitz wegen Volksverhetzung bei der Staatsanwaltschaft in Zwickau angezeigt. Die Ärztin soll öffentlich die Mund-Nase-Bedeckung gegen die Coronavirus-Pandemie mit dem Judenstern der Nazis verglichen haben. Diese Aussage ist laut Landesärztekammer von der Meinungsfreiheit nicht mehr gedeckt und geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören.

11:45 Uhr | Spahn stellt Impfverordnung vor

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Impfverordnung vorgestellt, in der unter anderem die Reihenfolge der Impfungen festgelegt wird. "Wir werden dabei zuerst denjenigen einen Schutz anbieten, die ihn auch besonders benötigen", sagte der CDU-Politiker. Los gehe es voraussichtlich am 27. Dezember in Pflegeeinrichtungen und mit Menschen, die schon älter als 80 Jahre seien: "Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel unserer Impfkampagne", sagt Spahn. Das werde wohl zunächst aber etwa ein bis zwei Monate dauern.

11:30 Uhr | Bewaffnete Eskorte für Impfstoff-Transporte

Die Bundespolizei wird angeblich mit bewaffneten Begleitkommandos die Transporte von Corona-Impfstoffen in die Zentrallager der Länder eskortieren. Das berichtet "Der Spiegel" unter Berufung auf eine noch informelle Absprache zwischen Bund und Ländern.

11:02 Uhr | Fußball: FCM-Spiel in Duisburg abgesagt

Auch das letzte Spiel des Jahres für den 1. FC Magdeburg ist abgesagt, die Auswärtspartie in Duisburg. Ausgefallen war schon das Spiel gegen Saarbrücken, da die Mannschaft noch in häuslicher Isolation ist.

10:12 Uhr | Berlin sorgt sich wegen Böllerkauf in Polen

Der Berliner Senat hat die Menschen ermahnt, nicht zum Einkauf nach Polen zu fahren. Aus der die aktuellen Infektionsschutzverordnung gehe hervor, dass die Wohnung nur "aus triftigem Grund" verlassen werden dürfe. Böllerkauf in Polen gehöre nicht dazu. Das Thema hatte zu Streit mit dem benachbarten Bundesland geführt: Berliner dürfen noch ohne Quarantäne danach zum Einkauf nach Polen, Brandenburger nicht.

Aus Polen berichtet unser Hörfunk-Korrespondent heute, dass die Schutzmaßnahmen erst nach Weihnachten verschärft werden sollen und es auch dort ein verbreitets Umgehen bisheriger Regelungen gibt.

09:49 Uhr | Studie: Restaurant-Besuche erhöhen Risiko

Der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Bar könnte das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus erhöhen. Das legt eine Studie des französischen Pasteur-Instituts in Paris nahe.

Tische und Stühle stehen vor einer Pizzeria, die derzeit nur Speisen zum Mitnehmen anbieten darf.
Richtig oder falsch? Schließungen in der Gastronomie Bildrechte: dpa

Die Forscher erklärten, dass geselliges Beisammensitzen zum Essen die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung erhöhe.
Demnach wurden Infizierte und nicht Infizierte über ihr Verhalten im Beruf, zu Verkehrsmitteln und besuchten Orten befragt.

Ein Vergleich der Aussagen habe ergeben, dass Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Läden weniger wahrscheinlich sei als im Restaurant.

09:10 Uhr | Bundespräsident sagt Neujahrsempfänge ab

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wegen der Pandemie seine Neujahrsempfänge im Schloss Bellevue in ihrer klassischen Form abgesagt. Das gilt nach Angaben des Präsidialamts für den Empfang von engagierten Bürgern und Vertretern des öffentlichen Lebens wie auch für das Treffen mit dem internationalen diplomatischen Korps.

09:00 Uhr | Forscher relativiert Aussagen zu Mobilität

Der Physiker Dirk Brockmann hat Aussagen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zur Mobilität der Sachsen und Thüringer relativiert. Der CDU-Politiker hatte gesagt, dass sie mehr als andere unterwegs seien, was die Bekämpfung der Pandemie gefährde. Brockmann sagte nun MDR AKTUELL, es sei richtig, dass die Menschen in den beiden Bundesländern besonders viel unterwegs seien. Daten des Mobilitäts-Monitors seien jedoch noch nicht abschließend untersucht. Bisher wisse man nur, dass im Frühjahr die Mobilität bundesweit um rund 40 Prozent gesunken sei. Im Vergleich zum ersten Lockdown seien die Menschen im zweiten aber jetzt insgesamt mehr unterwegs.

08:35 Uhr | Spahn legt Verordnung für Impf-Reihenfolge vor

Als Rechtsgrundlage für eine Priorisierung bei Impfungen gegen das Coronavirus will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute eine Impfverordnung unterzeichnen. Vor der Presse will der CDU-Politiker sie gegen 11:00 Uhr erläutern und informieren, wer zuerst geimpft werden soll. Nach bisherigem Kenntnisstand sollen es Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Berufsgruppen mit hohem Ansteckungsrisiko, etwa medizinisches Personal in bestimmten Bereichen und Pflegekräfte.

08:00 Uhr | Auch EMA entscheidet über Moderna-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will am 6. Januar über die Zulassung des Impfstoffs von Moderna entscheiden. Am kommenden Montag geht es hier aber zunächst um den von Biontech und Pfizer, dessen reguläre EU-Zulassung noch kurz vor Weihnachten erwartet wird und damit ein Beginn der Impfungen in Europa kurz danach.

07:30 Uhr | Neue Regeln für Einreise aus Risikogebieten

Die Bundesregierung will angeblich die Regeln für Einreisen aus ausländischen Risikogebieten ändern. Das schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Einreisende aus Risikogebieten außerhalb des Schengen-Raums sollen demnach schon vor dem Antritt ihrer Reise nach Deutschland einen negativen Test vorlegen. Akzeptiert werde auch ein Immunitäts- oder Impfnachweis. Wer nichts dergleichen habe, solle nicht einreisen dürfen.

07:15 Uhr | US-Experten empfehlen auch Moderna-Impfstoff

Ein Beratungskreis der US-Arzneibehörde FDA hat sich auch für den Impfstoff des US-Konzerns Moderna ausgesprochen. Auf Basis der bisher verfügbaren Informationen seien die Vorteile des Präparats für Menschen ab 18 Jahren größer als die Risiken, erklärten die 20 Fachleute bei einer Videoschalte. Es gab eine Enthaltung dabei. Das Votum gilt als wichtiges Signal für eine weitere Notfallzulassung durch die FDA in den nächsten Tagen und einen möglichen Einsatz dieses zweiten Vakzins bereits zu Anfang nächster Woche. Unter Vorbehalt genehmigt und im Einsatz ist in den USA bereits der Impfstoff von Biontech und Pfizer.

07:00 Uhr | Mehr als 30.000 neue Infektionen an einem Tag

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben am Donnerstag 30.951 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ist wiederum ein bisher höchster Tageswert seit Beginn der Pandemie. Wie weiter aus den Daten des Risklayer-Projekts in Karlsruhe hervorgeht, stieg die Zahl der an einem Tag neu bekannt gewordenen Fälle in Sachsen um 3.017, um 1.445 in Thüringen und um 816 neue Fälle in Sachsen-Anhalt.

06:55 Uhr | Erzgebirgskreis gegen schärfere Maßnahmen

Der Landrat im Erzgebirgskreis, Frank Vogel, lehnt schärfere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorerst ab. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, entscheidend sei nicht, dass die Politik strengere Regeln festlege. Jeder Einzelne müsse sie auch leben, damit sie nicht ins Leere liefen. Vogel sagte, es steckten sich vor allem Menschen der Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren an. Diese Gruppe sei in Freizeit und im Arbeitsleben am aktivsten. Wer nicht achtsam miteinander umgehe, riskiere, sich zu infizieren. Der Erzgebirgskreis hat eine der bundesweit höchsten Ansteckungsraten. Einige Kommunen hatten zuletzt sogar über dem Wert von 1.000 gelegen.

06:38 Uhr | Sachsen-Anhalt nimmt Patienten auf

Sachsen-Anhalt nimmt Covid-19-Patienten aus benachbarten Bundesländern auf. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte in Magdeburg, Anfang kommender Woche sollten 30 Patienten aus Sachsen und Thüringen kommen. Die Vorbereitungen liefen. Es sei bekannt, dass es in mehreren Regionen zu Engpässen auf den Intensivstationen komme. In Sachsen-Anhalt sind den Angaben zufolge knapp 140 reguläre Intensiv-Betten frei. Verlegungen von Patienten erfolgen auf der Grundlage einer Länder-Vereinbarung. Parallel dazu kooperieren auch die Kliniken untereinander.
Am Nachmittag widersprach das Thüringer Gesundheitsministerium den Angaben. Demnach hat Thüringen derzeit ausreichend Intensivkapazitäten und muss keine Covid-19-Patienten nach Sachsen-Anhalt verlegen. Siehe Eintrag um 15:50 Uhr.

06:10 Uhr | Gedenkveranstaltung für Corona-Tote?

Die Bundesregierung denkt über ein zentrales Gedenken für Opfer der Coronavirus-Pandemie nach. Wie ein Regierungssprecher der Redaktion der Funke-Mediengruppe sagte, soll ein Zeichen gesetzt werden, dass die Verstorbenen nicht vergessen seien. Wann so etwas stattfinden könne, sei aufgrund der aktuellen Pandemielage aber unklar. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte bereits Anfang September eine offizielle Gedenkstunde ins Gespräch gebracht.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 18. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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