Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Weitere Urlaubsländer keine Risikogebiete mehr

Das RKI stuft Frankreich, Griechenland, die Schweiz, weite Teile Spaniens sowie andere Länder nicht mehr als Risikogebiete ein. Dennoch wächst die Sorge vor weiterer Ausbreitung der Delta-Virusvariante und Gesundheitsminister Spahn mahnt zur Vorsicht. In Innenräumen sollen weiter Masken getragen werden. Nachrichten zur aktuellen Entwicklung der Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Mutter und Tochter am Strand von Fuerteventura
Die Regierungen in vielen Ländern Europas erleichtern für die Sommerferien den Reiseverkehr. Deutschland und Spanien etwa hoben wechselseitig den Risikostatus auf. Bildrechte: IMAGO

Unser Ticker am Freitag, 18. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:18 Uhr | Drosten: Müssen uns für Delta-Variante rüsten

Der Virologe Christian Drosten hat an die deutsche Politik appelliert, die Delta-Variante des Coronavirus ernst zu nehmen. Auf einem Kongress für Infektionskrankheiten sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité, das Rennen mit der zuerst in Indien entdeckten aggressiven Virusvariante laufe bereits. Drosten verwies auf Ausbrüche in Dänemark und Schleswig-Holstein. Er verglich die Situation mit dem Beginn der Ausbreitung der in Großbritannien entdeckten Alpha-Variante. Eindämmungsmaßnahmen in Deutschland seien zu spät gekommen oder zu inkonsequent gewesen. Dem RKI zufolge hat sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland binnen einer Woche auf fast sechs Prozent nahezu verdoppelt.

20:45 Uhr | Merkel warnt vor Delta-Variante

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt, dass bei einer kompletten Ausbreitung der Delta-Virusvariante die Infektionszahlen auch in Deutschland wieder steigen könnten. Der derzeitige sogenannte R-Wert von 0,7 sei nicht niedrig genug, um die Zahlen dauerhaft stabil zu halten. Dafür sei die Variante zu aggressiv. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter rechnerisch ansteckt.

Zugleich kritisierte Merkel volle Stadien bei der Fußball-Europameisterschaft. Begrenzte Zuschauerzahlen wie in München seien schön. Doch volle Zuschauerränge wie in Budapest sehe sie skeptisch. Die Corona-Pandemie sei nicht vorbei,

20:05 Uhr | WHO: Vielen Ländern Afrikas fehlt zweite Impfdosis

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Corona-Lage in Afrika als "sehr, sehr besorgniserregend" ein. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan kritisierte, großen Teilen der afrikanischen Bevölkerung werde der Impfschutz "vorenthalten" - aufgrund der höchst ungerechten Verteilung. Einige Länder mussten demnach mangels Impfstoffen ihre Impfprogramme abbrechen, andere könnten keine zweiten Impfdosen verabreichen. Nach WHO-Angaben wurden in Afrika in der vergangenen Woche 116.500 Neuinfektionen registriert, 25.500 mehr als in der Vorwoche. Bisher sind auf dem Kontinent nur ein Prozent der Menschen zweifach und damit vollständig gegen Corona geimpft.

19:26 Uhr | Reisen nach Spanien ohne Negativtest

Spanien erleichtert die Einreise für deutsche Urlauber. Fast alle deutschen Bundesländer wurden von der Liste der Risikogebiete gestrichen, Ausnahmen sind Baden-Württemberg und das Saarland. Deshalb dürfen die Bewohner der 14 Bundesländer ohne Beschränkung einreisen, sie müssen lediglich ein Online-Formular ausfüllen und erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Reisende aus Baden-Württemberg und dem Saarland müssen dagegen weiterhin einen negativen Corona-Test oder einen Impfnachweis vorlegen. Die spanische Risikoliste wird einmal wöchentlich aktualisiert.

18:45 Uhr | Lufthansa will Staatshilfe schnell zurückzahlen

Der Lufthansa-Konzern will das milliardenschwere Rettungspaket in der Corona-Krise schneller zurückzahlen als geplant. Vorstandschef Carsten Spohr sagte bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz in Berlin, man hoffe, die Rettungsmittel noch vor der Bundestagswahl im Herbst zurückgeben zu können. Die Lufthansa war durch den Einbruch der Passagierflüge in der Corona-Krise in Existenznot geraten und musste mit insgesamt neun Milliarden Euro von Deutschland und den Ländern ihrer Tochter-Airlines gestützt werden. Auf den Bund entfielen insgesamt 6,8 Milliarden Euro an Beteiligungen und Krediten, er wurde dadurch zum größten Aktionär. Bislang galt eine Rückzahlung bis 2023 als wahrscheinlich.

18:05 Uhr | Lissabon ist abgeriegelt

Portugals Hauptstadt Lissabon ist wegen starker Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bis zum Montagmorgen weitgehend abgeriegelt worden. Seit dem Nachmittag dürfen gut 2,8 Millionen Menschen den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen ins Stadtgebiet.

17:38 Uhr | Krankenkassen im Minus bei hohen Rücklagen

Die 103 gesetzlichen Krankenkassen haben wegen der Corona-Pandemie auch im ersten Quartal dieses Jahres ein Defizit verbucht. Das Bundesgesundheitsministerium bezifferte das Minus auf 148 Millionen Euro. Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen demnach trotz einer Abgabe von rund zwei Milliarden Euro an den Gesundheitsfonds Ende März 2021 bei rund 16,6 Milliarden Euro. Das entspricht im Durchschnitt 0,7 Monatsausgaben, gesetzlich vorgesehen sind 0,2 Monatsausgaben.

16:05 Uhr | Gericht verurteilt Astrazeneca

Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Demnach muss ein fester Lieferplan eingehalten werden, anderenfalls drohen Zwangsgelder. Die EU-Kommission hatte Astrazeneca verklagt, weil der Hersteller viel weniger Impfstoff geliefert hat als vertraglich zugesagt. So gingen im ersten Quartal nur 30 Millionen statt 120 Millionen Impfdosen an die 27 EU-Staaten. Die praktischen Folgen des Urteils sind unklar, da viele Länder wegen Nebenwirkungen inzwischen auf andere Impfstoffe setzen.

15:01 Uhr | Frankreich, Schweiz und Griechenland keine Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut hat weitere Länder und Regionen von der Corona-Risikoliste gestrichen. Dazu zählen Frankreich, Griechenland, die Schweiz, Slowenien, Belgien, mehrere Regionen in Spanien und den Niederlanden sowie Litauen. Die Änderungen gelten ab Sonntag. Für die genannten Gebiete entfällt nach einer Auto- oder Zugreise die zehntägige Quarantänepflicht bei der Rückreise nach Deutschland. Für Flugreisen wird weiterhin ein negativer Test, ein Impf- oder ein Genesenennachweis benötigt.

14:47 Uhr | Spanien lockert Maskenpflicht

Spanien hebt die Pflicht zum Tragen einer Corona-Schutzmaske im Freien auf. Wie Ministerpräsident Pedro Sanchez ankündigte, muss angesichts sinkender Infektionszahlen und steigender Impfrate ab 26. Juni unter freiem Himmel keine Atemmaske mehr getragen werden. Abgesehen von wenigen Ausnahmen galt seit fast einem Jahr in den meisten Landesteilen eine Maskenpflicht für Menschen ab sechs Jahren. Deutschland hatte Mitte Mai weitere Teile Spaniens als Risikoregion eingestuft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell landesweit bei etwa 50.

14:13 Uhr | Würzburg schließt Impfzentrum wegen Hitze

In Würzburg ist ein Impfzentrum am Freitagnachmittag wegen Hitze vorübergehend geschlossen worden. Die Menschen hätten unter Raumtemperaturen von mehr als 40 Grad gelitten, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamts. Rund 700 für Freitag geplanten Impftermine sollen demnach auf Sonntag verlegt werden, teilte die Stadt in Bayern mit. Die Termine vom Samstagnachmittag seien vorsorglich auf den frühen Vormittag verlegt worden.

13:05 Uhr | Moskau verlängert Infektionsschutzregeln

Die russische Hauptstadt Moskau verlängert wegen wieder zunehmender Coronavirus-Neuinfektionen die Beschränkungen des Alltags. Die Maßnahmen würden nun bis zum 29. Juni gelten, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Demnach müssen Cafés und Restaurants am Abend geschlossen werden. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern sind verboten, womit auch die EM-Fanzone in Moskau geschlossen werden muss. Die Behörden hatten zuletzt erklärt, dass sich in Moskau die Delta-Variante des Virus ausbreite. Am Freitag wurden mehr als 9.000 Neuinfektionen in Moskau gemeldet, dreimal so viele wie vor zwei Wochen und die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie.

12:30 Uhr | Schwierigkeiten mit dem Impfzertifikat

Der Burgenlandkreis ist noch nicht in der Lage, digitale Impfzertifikate auszustellen. Auch die Stadt Halle scheint da noch Probleme zu haben, während die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt bei sinkenden Infektionszahlen im Land ihre Besuchsregeln wieder lockern. Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie und einige andere gab es auch heute wieder im Morgenticker aus Magdeburg:

12:15 Uhr | Weiter gesunkene Inzidenz in Sachsen

Die Kollegen aus Sachsen berichten heute über eine auf 6,0 gesunkene Sieben-Tage-Inzidenz im Land, über den geplanten Neustart der Semperoper in Dresden, über Veranstaltungen, die stattfinden und solche, die doch noch abgesagt wurden:

11:55 Uhr | Tansania schlägt neuen Kurs ein

Nach dem Tod von Präsident John Magufuli hat Tansania nach Angaben des Gesundheitsexperten Christoph Bonsmann einen neuen Kurs eingeschlagen. Wie der Vorstand des Medikamenten-Hilfswerks "action medeor" dem epd aus Daressalam berichtete, nimmt das ostafrikanische Land nun auch an der internationalen Impfinitiative Covax teil. Die neue Präsidentin Samia Suluha Hassan trage im Gegensatz zu ihrem Vorgänger eine Schutzmaske, wozu das Gesundheitsministerium auch die Menschen anhalte. Magufuli hatte die Krankheit geleugnet. Getestet wurde nicht, die Diagnose nicht gestellt, weshalb bis heute keine Fallzahlen bekannt sind. Im Frühjahr dann starb Magufuli – Gerüchten zufolge an Covid-19.

11:20 Uhr | Auch Merkel mahnt Vorsicht an

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnt wegen der Ausbreitung der Delta-Virusvariante in Großbritannien zur Vorsicht bei der Öffnung des Reiseverkehrs. "Ich bitte um Verständnis, wenn wir an manchen Stellen ein bisschen vorsichtig sind", sagte die CDU-Politikerin heute während der nationalen Luftfahrtkonferenz in Berlin.

10:30 Uhr | Spahn und Wieler werben für Zurückhaltung

Trotz niedriger Inzidenzen und Fortschritten beim Impfen haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, angesichts der Delta-Variante des Coronavirus weiter zu großer Vorsicht aufgedrufen.

Jens Spahn (r, CDU), Bundesminister für Gesundheit, Lothar H. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institut (RKI) und Anke Richter-Scheer, Vorstandsmitglied Hausärzteverband Westfalen-Lippe und Leiterin des Impfzentrums im Kreis Minden-Lübbecke, geben eine Pressekonferenz zur Corona-Lage.
Wieler und Spahn bei einer ihrer Pressekonferenzen Bildrechte: dpa

Die Frage sei nicht, ob die Variante die dominierende werde, sondern nur wann und unter welchen Bedingungen, sagte der CDU-Politiker Spahn heute bei der wöchentlichen Pressekonferenz zur Lage in der Pandemie in Berlin.

Wieler verwies dabei auf Erkenntnisse aus Großbritannien, wonach nur vollständig geimpfte Menschen vor den schweren Verläufen einer Infektion mit der Delta-Variante geschützt sind. In Großbritannien sei die Variante bereits für 90 Prozent der Ansteckungen verantwortlich. Wie es hierzulande weitergehe, hänge entscheidend vom Fortschritt bei den Impfungen ab, aber auch davon, "wie wir uns verhalten". Wieler warb dafür, den ganzen Sommer über in Innenräumen, im öffentlichen Verkehr, am Arbeitsplatz und auch in Schulen weiter Masken zu tragen.

10:06 Uhr | Hälfte der Bevölkerung einmal geimpft

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Covid-19-Impfung bekommen. Wie der CDU-Politiker bei der Pressekonferenz heute in Berlin mitteilte, sind das mit 41,5 Millionen Menschen jetzt 50,1 Prozent der gesamten Bevölkerung. Vollständig geimpft seien nach aktuellem Stand jetzt 29,6 Prozent der Menschen im Land.

09:30 Uhr | Bundesverfassungsgericht weist Beschwerde ab

Das Bundesverfassungsgericht hat die Beschwerde eines ehemaligen Covid-19-Infizierten abgewiesen, dessen Ansteckung nach den Regelungen zu Lockerungen für genesene und geimpfte Menschen zu lange zurückliegt. Der Mann hatte sich Ende März 2020 infiziert und kann laut dem Gericht noch heute nachweisen, genügend Antikörper im Blut zu haben. Als genesen gelten offiziell jedoch nur Menschen, deren Infektion weniger als sechs Monate zurückliegt. Der Mann habe sich dadurch benachteiligt gesehen.

Als Gründe für die Ablehnung der Beschwerde erläuterte das Gericht, dass die Beschränkungen am Wohnort des Mannes zur Zeit seiner Beschwerde schon gelockert gewesen seien. Sollte er gegen die landesrechtlichen Regeln in Berlin vorgehen wollen, müsste er sich zunächst an Berliner Gerichte wenden. (Az.: 1 BvR 1260/21)

08:45 Uhr | Curevac verteidigt seinen Impfstoff

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Covid-19-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht von Vorstandschef Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Mittel sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte er in einem dpa-Gespräch. Es sei eigentlich nicht korrekt, die vorläufige Wirksamkeit des Curevac-Impfstoffs mit der anderer zu vergleichen. In der Studie seien 29 Virusvarianten enthalten gewesen. "Die Zahlen zur Wirksamkeit der anderen Impfstoffe sähen vermutlich anders aus", wenn man deren Studien später durchgeführt hätte, sagte Haas.

Curevac hatte am Mittwoch gemeldet, dass sein Mittel in einer Zwischenanalyse eine vorläufige Wirksamkeit von nur 47 Prozent gegen Covid-19-Erkrankungen "jeglichen Schweregrades" gehabt habe. Das Tübinger Unternehmen will in den kommenden zwei bis drei Wochen die Analyse der finalen Studienphase nun abschließen. Dabei, zeigte sich Haas in dem dpa-Interview jetzt überzeugt, werde sich die Wirksamkeit des Impfstoffs nochmals verändern.

08:09 Uhr | Lauterbach: Streeck lag richtig

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate dem Virologen Hendrik Streeck recht gegeben. Der "Bild"-Zeitung sagte Lauterbach: "Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht." Streeck hatte im Januar gesagt, dass im März, spätestens im April die Infektionszahlen nach unten gehen würden. Das sei das typische Verhalten von Coronaviren, "die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten". Lauterbach war damals anderer Ansicht.

07:42 Uhr | Montgomery gegen zu schnelle Lockerungen

Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat jetzt vor einer schnellen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt.

Frank Ulrich Montgomery
Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Vorstands des Weltärztebunds Bildrechte: Adam Berry/dapd

Er sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben."

Montgomery sieht deshalb auch Handlungsbedarf für die Politik. Die Länder sollten prüfen, ob die angekündigten Lockerungen nicht zu weit gingen. Solange noch immer nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten vor allem die Ansteckungsrisiken im Alltag reduziert werden.

07:05 Uhr | WHO warnt vor Delta-Variante

Die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus breitet sich zunehmend aus. Die Weltgesundheitsorganisation hat die erstmals in Indien nachgewiesene Variante als "besorgniserregend" eingestuft, weil sie Wissenschaftlern zufolge ansteckender ist als die Ursprungsform des Coronavirus. Auch in Deutschland warnen Immunologen, dass spätestens im Herbst die Delta-Variante die dominierende sein könnte. Auch zeigen Laboruntersuchungen, dass Covid19-Impfstoffe weniger wirksam sind. So ergab eine in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichte britische Studie, dass die Zahl der Antikörper nach zwei Impfdosen von Pfizer/Biontech sechs Mal niedriger war als beim ursprünglichen Virus.

06:40 Uhr | Gesundheitsämter fordern schnelleren Ausbau

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus fordern Amtsärzte einen schnelleren Ausbau der Gesundheitsämter. Der Ausbau beim Personal komme nur langsam voran, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vereinbart sei, 1.500 neue Stellen für Fachpersonal bei den Gesundheitsämtern zu schaffen. Doch "ein Großteil dieser Stellen ist noch nicht besetzt".

06:10 Uhr | Vier Millionen Todesfälle weltweit

Die Zahl der von Coronaviren verursachten Todesfälle hat nach Zählungen der Nachrichtenagentur Reuters weltweit die Marke von vier Millionen überschritten. Den Angaben zufolge gab es die Hälfte der Todesfälle insgesamt in nur fünf Ländern – in den USA, in Brasilien, Indien, Russland und Mexiko.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 18. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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