Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Bundesregierung – Keine 3G-Regel in Fernzügen

In Deutschland wird es nach Aussage der Bundesregierung keine sogenannte 3G-Regel in Fernzügen geben. Der Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sprechen sich dafür aus, die Maskenpflicht an Schulen beizubehalten. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft im Osten nicht ganz so stark getroffen wie im Westen. Auch heute finden Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

ICE in Halle
Im August war über eine mögliche 3G-Regel in Fernzügen der Deutschen Bahn heiß diskutiert worden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag,, 1. Oktober 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:13 Uhr | Impfpflicht für Schüler in Kalifornien

Männlicher Jugendlicher mit Maske bekommt von einer medizinischen Mitarbeiterin in Schutzkleidung eine Impfung. Ansicht von schräg oben.
Impfpflicht für Schüler in Kalifornien kommt Bildrechte: imago images/Eibner

Kalifornien führt als erster US-Bundesstaat eine weitgehende Corona-Impfpflicht für Schüler ein. Eine Impfung gegen das Coronavirus soll ab dem kommenden Jahr Voraussetzung für eine Teilnahme am Präsenzunterricht werden, kündigte Gouverneur Gavin Newsom an. Ausnahmen soll es wegen religiöser oder medizinischer Gründe geben. Nicht geimpfte Schüler werden zudem über das Internet am Unterricht teilnehmen können. Bislang hat der Impfstoff von Biontech/Pfizer in den USA eine vollständige Zulassung ab einem Alter von 16 Jahren und eine Notfallzulassung für Zwölf- bis 15-Jährige.

19:36 Uhr | Situation im Norden Syriens "außer Kontrolle"

Im Norden Syriens hat sich die Corona-Infektionslage Hilfsorganisationen zufolge in den vergangenen Wochen deutlich verschlimmert. In der Region Idlib gibt es kaum noch freie Intensivbetten, warnte die Hilfsorganisation Save the Children. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen habe sich in der schwer vom Bürgerkrieg getroffenen Region von August bis September mehr als verdoppelt. Die Situation sei "außer Kontrolle", erklärte Ärzte ohne Grenzen. Der Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen in Syrien, Francisco Otero Y Villar, sagte, die Krankenhäuser seien voll, es gebe Warteschlangen für Intensivbetten.

18:23 Uhr | "Drive Impf" in Aue-Bad Schlema

Eine Mitarbeiterin des DRK impft im Drive Impf auf dem Parkplatz eines Einkaufcenters eine Frau in ihrem Auto
Das neue "Drive Impf" in Aktion Bildrechte: dpa

Trotz Schließung der Impfzentren in Sachsen geht die Immunisierung gegen Corona unter anderem mit Sonderaktionen weiter. Seit dem Nachmittag können sich Impfwillige in Aue-Bad Schlema am Simmel-Markt in einem Impf-Drive-In immunisieren lassen - ohne das Auto zu verlassen.

Der Oberbürgermeister von Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl, sagte bei MDR SACHSEN, für viele Leute sei das Impfzentrum in Annaberg zu weit weg gewesen. Zudem machten nicht alle Hausärzte beim Impfen mit. Deswegen biete man das Impfen im Auto nun als Herz des Erzgebirges an.

15:26 Uhr | Auch Thüringen führt G2-Option ein

Nach Sachsen-Anhalt und Sachsen führt auch Thüringen die sogenannte 2G-Option ein. Das sieht die neue Corona-Verordnung vor, die am Sonntag in Kraft tritt. Danach können sich Betreiber etwa von Diskos, Kinos und Theatern entscheiden, nur Geimpfte und Genesene reinzulassen. Im Gegenzug können Maskenpflicht und Abstandsregeln entfallen.

Neben dem 2G-Modell ist auch eine 3G-Plus-Variante möglich. Dabei wird Zugang nur Geimpften, Genesenen und Getesteten mit einem negativen PCR-Test gewährt. Für 3G-Plus gilt in geschlossenen Räumen eine maximale Kapazitätsauslastung von 75 Prozent.

14:47 Uhr | Kein Zertifikat für Impfung mit Sputnik V

Aufziehen einer Impfspritze mit SputnikV Impfstoff
Sputnik: Kein Anspruch auf Impfzertifikat in Deutschland Bildrechte: imago images/Xinhua

Wer sich mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik impfen lässt, hat dem hessischen Verwaltungsgerichtshof zufolge keinen Anspruch auf ein Impfzertifikat in Deutschland. Zur Begründung hieß es, Sputnik sei in Deutschland nicht als Impfstoff zugelassen.

Geklagt hatte den Angaben zufolge eine Person, die im Mai in Moskau eine erste Impfung mit Sputnik V erhalten hatte und eine zweite im Juli in San Marino. Sie habe deshalb vom Landkreis Fulda die Ausstellung eines deutschen Impfzertifikats verlangt. Der Landkreis habe dies bereits mit der Begründung abgelehnt, das Vakzin gehöre nicht zu den vom Paul-Ehrlich-Institut aufgelisteten Impfstoffen.

14:16 Uhr | Sachsen erwägt Ende der Maskenpflicht im Unterricht

Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz erwägt, nach den Herbstferien die Maskenpflicht im Unterricht abzuschaffen. Das Ministerium teilte mit, bei einer Inzidenz ab 35 solle die Maske im Schulgebäude getragen werden, aber nicht mehr am Platz oder im Unterricht. Piwarz erklärte, kaum eine Bevölkerungsgruppe müsse am Tag so lange Maske tragen wie die Schüler. Man dürfe Kindern nicht mehr abverlangen als Erwachsenen. Deshalb solle man die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht ernsthaft diskutieren. An der Testpflicht in den Schulen will Piwarz aber weiter festhalten.

Zuvor hatten sich der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gegen Lockerungen der Maskenpflicht in Schulen ausgesprochen. Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, der Verzicht auf Testungen und die zu frühe Abschaffung der Maskenpflicht erhöhten die Gefahr, dass die Schule zur Black Box werde, was eine Kontrolle von Infektionen nicht mehr zulasse.

13:27 Uhr | Paul-Ehrlich-Institut baut Zentrum für Pandemie-Impfstoffe auf

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, baut im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ein Zentrum für Pandemie-Impfstoffe und -Therapeutika (ZEPAI) auf. Wie das PEI mitteilte, koordiniert und unterstützt es künftig die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen, deren Lagerung sowie deren Verteilung im Pandemiefall. Die kommissarische Leitung übernehme Isabelle Bekeredjian-Ding vom PEI. "Mit der Arbeit des ZEPAI wird das Paul-Ehrlich-Institut einen signifikanten Beitrag für die Bereitstellung von Impfstoffen und Therapeutika im Pandemiefall leisten", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek. Damit sei das Gesundheitssystem in Deutschland für zukünftige Pandemien besser gerüstet.

13:00 Uhr | Bundesregierung: 3G-Regel für Fernzüge kommt nicht

In Deutschland wird es keine sogenannte 3G-Regel in Fernzügen geben. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, hat sich die Regierung nach einer Prüfung dagegen entschieden, dass nur noch geimpfte, genesene oder getestete Menschen mitfahren dürften. Die Auflage sei weder rechtlich möglich noch praktikabel. Zudem würde der Kontrollaufwand den Nutzen nicht rechtfertigen.

Die Bundesregierung hatte im August mitgeteilt, man prüfe 3G-Vorgaben für Fernzüge und Inlandsflüge. Regierungssprecher Steffen Seibert zufolge hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Maßnahme als möglich und sinnvoll bezeichnet und auf Länder wie Frankreich und Italien verwiesen. Auch Vize-Kanzler Olaf Scholz hatte sich dafür eingesetzt. Sowohl die Bahn als auch Polizeigewerkschaften hatten die Maßnahme hingegen als kaum durchführbar kritisiert.

12:16 Uhr | RKI: Rumänien und Litauen ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

Das Robert Koch-Institut, das die Corona-Lage weltweit einschätzt, hat seine Liste der Hochrisikogebiete aktualisiert. Neu auf der Liste sind Rumänien, Litauen, Belarus und El Salvador. Für sie gelten ab Sonntag strengere Einreiseregeln nach Deutschland. Nicht mehr als Hochrisikogebiet gezählt wird ab Sonntag Mosambik.

Übersicht Einreiseverordnung ab 1. August 2021
Übersicht der Einreiseverordnung ab 1. August 2021 Bildrechte: Bundesregierung

12:02 Uhr | Thüringer Gesundheitsministerium: Inzidenz bei Ungeimpften zehnmal höher

Ungeimpfte infizieren sich in Thüringen zurzeit zehnmal häufiger mit dem Coronavirus als Geimpfte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Erfurt werden die Inzidenzzahlen im Freistaat ab sofort getrennt voneinander veröffentlicht. Ziel sei es, so Gesundheitsministerin Heike Werner, sichtbar zu machen, wie wirksam die Impfungen seien. Sie rief alle Thüringerinnen und Thüringer noch einmal eindringlich dazu auf, sich impfen zu lassen. Vergangene Woche betrug die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Thüringen bei Geimpften knapp zwölf, bei Ungeimpften 113. Im Krankenhaus liegen landesweit derzeit 33 ungeimpfte Corona-Patienten und zehn geimpfte.

11:29 Uhr | Firmenpleiten: Bremen deutlich über dem Schnitt

In der Corona-Krise sind prozentual gesehen die meisten Unternehmen in Bremen pleite gegangen. Wie das Statistische Bundesamt errechnete, beantragten in Bremen im Monats-Durchschnitt 8,3 von 10.000 Unternehmen Insolvenz. Der Bundesschnitt der 16 Länder lag bei 4,0. Bremen war zugleich das einzige Bundesland, in dem es 2020 mehr Unternehmens-Insolvenzen gab als 2019, als noch keine Sonderregelungen zur Insolvenzantragspflicht beschlossen waren. Die geringste Insolvenz-Häufigkeit gab es den Statistikern zufolge in Thüringen. Dort gaben 2020 im Monatsschnitt nur 2,5 von 10.000 Unternehmen auf.

10:02 Uhr | Ramelow kritisiert Opel-Mutterkonzern

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat dem Opel-Mutterkonzern Stellantis vorgeworfen, seine Probleme auf Kosten der Steuerzahler zu regeln. Ramelow sagte MDR AKTUELL, Stellantis kalkuliere das Kurzarbeitergeld in Deutschland in seine Gesamtproduktivitäts-Rechnung ein. Das könne man nicht akzeptieren. Zugleich forderte der Ministerpräsident, über Produktions-Verlagerungen nachzudenken. Wie bei der Masken-Produktion müssten auch Chip-Fabriken wieder in Deutschland und Europa gebaut werden.

Der Konzern hatte gestern angekündigt, wegen der Chip-Krise im Eisenacher Opel-Werk bis Jahresende die Produktion zu stoppen. Nach Angaben von Stellantis soll es im Opel-Werk in Frankreich, wo der SUV Grandland auch gebaut wird, keine Produktionsunterbrechungen geben.

09:48 Uhr | Konjunktureinbruch 2020 im Osten etwas geringer

Die Corona-Krise hat die Wirtschaft im Osten nicht ganz so stark getroffen wie im Westen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ging das Bruttoinlandsprodukt in den ostdeutschen Ländern im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent zurück. In den westdeutschen Ländern dagegen wurde ein Rückgang um 5,1 Prozent verzeichnet. Als Grund dafür gaben die Statistiker die stukturellen Unterschiede an. So sei etwa der Einbruch im verarbeitenden Gewerbe im Westen besonders deutlich gewesen. Dort habe die Branche allerdings auch einen höheren Anteil an der Wirtschaftsleistung.

09:17 Uhr | Thailand lockert Corona-Regeln

In Thailand müssen vollständig Geimpfte bei der Einreise ab sofort nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden um eine Stunde verkürzt: Sie gelten nun von 22:00 bis 4:00 Uhr statt. Damit können auch Restaurants, Shopping Malls und Geschäfte wieder länger öffnen.

Die Corona-Zahlen in Thailand mit seinen rund 70 Millionen Einwohnern waren zuletzt gesunken. Die Behörden verzeichneten rund 11.600 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im August lag die Zahl der täglichen neuen Fälle zeitweise bei mehr als 20.000. Wegen der positiven Tendenz dürfen heute auch Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios wieder aufmachen.

08:49 Uhr | Amtsärzte fordern 3G für alle Berufe mit Kundenkontakt

Die Amtsärzte fordern für die kühlere Jahreszeit eine Ausweitung der 3G-Regel auf alle Berufe mit Kundenkontakt. Verbands-Chefin Ute Teichert sagte den Funke-Medien, zudem müsse es eine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber geben. Der Infektionsschutz im Lebensmittelrecht sehe vor, dass Beschäftigte etwa mit Durchfallerkrankungen oder Hepatitis beispielsweise nicht an der Wursttheke arbeiten dürften und eine Infektion dem Arbeitgeber gemeldet werden müsse. Bei Corona gebe es solche Regeln nicht – das sei höchst widersprüchlich. Hier müsse nachgebessert werden. Es nutze wenig, wenn etwa Restaurant-Gäste geimpft, genesen oder getestet sein müssten, der Arbeitgeber aber sein Personal nicht danach fragen dürfe. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Abend vor einem erneuten Anstieg der Corona-Zahlen im Herbst und Winter gewarnt.

Am Morgen bezifferte das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 64,3. Gestern waren es 63,0. Nach Zahlen des Risklayer-Daten-Projekts aus Karlsruhe lag die bundesweite Inzidenz bei 67. Mitteldeutschland liegt im Schnitt im 61 darunter. Ausreißer ist aber Thüringen mit einer Inzidenz von 76.

08:18 Uhr | Leipziger Messe startet nach anderthalb Jahren wieder

In Leipzig startet heute nach anderthalb Jahren Corona-Pause die erste große Publikums-Messe. Auf der Modell-Hobby-Spiel zeigen bis Sonntag 320 Aussteller Neuheiten aus der Kreativ-, Spiel- und Modellbau-Branche. Besucher müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein und eine Maske tragen. Die Tickets werden nur vorab online verkauft. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist die Messe aber deutlich geschrumpft: 320 Aussteller sind etwa die Hälfte der Zahl von 2019. Die Gründe dafür sind laut Messe vielfältig. Manch kleiner Händler, gerade im Kreativbereich, habe die Krise nicht überstanden. Andere Firmen hielten sich dieses Jahr noch mit Messe-Auftritten zurück.

08:02 Uhr | Siko rechnet mit mehr Grippefällen in Sachsen

Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald, rechnet mit deutlich mehr Grippefällen in dieser Saison. In Sachsen gebe es deutlich gelockerte Maßnahmen. Das Risiko und die Chance, dass sich die Influenza stärker verbreite, sei relativ groß. Bereits jetzt litten viele Menschen an Atemwegsinfektionen. Es gebe auch ein sehr frühzeitiges Auftreten des sogenannten RS-Virus, eines Atemwegserregers. Der sei im letzten Jahr gar nicht in Erscheinung getreten.

07:57 Uhr | Wegfall von Dienstreisen sparen Firmen elf Milliarden Euro

Durch den Wegfall vieler Dienstreisen im Corona-Jahr 2020 haben deutsche Unternehmen rund elf Milliarden Euro gespart. Das schreibt die Rheinische Post und beruft sich auf eine noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Es seien deutlich weniger Dienstreisen durchgeführt worden, viele Beratungen hätten wegen Corona virtuell stattgefunden.

07:34 Uhr | Studie legt Zusammenhang zwischen Impfquote und Bildungsgrad nahe

Mehrere Untersuchungen legen nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und der Impfbereitschaft in der Bevölkerung gibt. Je höher der Schulabschluss eines Menschen in Deutschland ist, desto positiver ist demnach seine Einstellung zum Impfen.

Die Erfurter Professorin für Gesundheitskommunikation, Cornelia Betsch, sagte, dieser Zusammenhang bedeute, dass bestimmte Menschen schlechter von Informationen erreicht würden. Das müsse besser werden. Betsch sagte aber auch, ein Faktor allein reiche nicht aus, um Impfquoten zu erklären. Neben dem Bildungsgrad spiele auch Vertrauen in die Regierung eine Rolle. Das sei im Osten Deutschlands häufig geringer.

07:15 Uhr | EU-Airlines wollen Tickets erstatten

Große europäische Airlines wollen ihren Kunden nun doch die Tickets für Flüge erstatten, die wegen Corona gestrichen worden waren. Bei einem Gespräch mit der EU-Kommission sagten das 16 Fluggesellschaften zu. Darunter sind die Lufthansa, Air France, British Airways, Easyjet und Ryanair. Die Vereinbarung sieht vor, das Geld innerhalb von sieben Tagen zu überweisen. Gutscheine soll es nur noch dann geben, wenn die Passagiere das ausdrücklich wünschen.

Justizkommissar Didier Reynders sagte, in der Frühphase der Pandemie hätten manche Airlines den Kunden die Gutscheine regelrecht aufgedrängt. Damit hätten die Unternehmen gegen den Verbraucherschutz in der EU verstoßen. Das Eingreifen der Brüsseler Kommission war durch eine Beschwerde des Europäischen Verbraucherverbandes ausgelöst worden.

06:48 Uhr | Australien plant die Aufhebung des internationalen Reiseverbots

Australien will das internationale Reiseverbot aufheben und für geimpfte Australier eine siebentägige Hausquarantäne einrichten. Aus Regierungskreisen hieß es, sobald die nationale Impfquote von 80 Prozent für Personen ab 16 Jahren erreicht sei, könnten die Grenzen wieder geöffnet werden. Dies werde für November erwartet. Seit März 2020 ist die internationale Grenze des Landes dicht. Seitdem durfte lediglich eine begrenzte Anzahl von Staatsbürgern einreisen, die sich sofort in eine zweiwöchige Hotelquarantäne begeben mussten.

06:42 Uhr | Mehr als 233 Millionen Infizierte auf der Welt

Weltweit haben sich mehr als 233,7 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,98 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Todesfälle weisen die USA auf. An zweiter und dritter Stelle liegen Indien und Brasilien. Knapp nach den USA weist Brasilien mit 596.122 die meisten Todesfälle auf.

06:32 Uhr | Lehrerverband gegen Lockerung der Maskenpflicht in Schulen

Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnen Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen in mehreren Bundesländern ab. Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Der Verzicht auf Testungen und die zu frühe Abschaffung der Maskenpflicht sowie die zu starke Reduzierung von Quarantänemaßnahmen erhöht die Gefahr, dass die Schule zur Black Box wird, was eine Kontrolle von Infektionen nicht mehr zulässt."

Die GEW-Vorsitzende Maike Finnern betonte, eine Maskenpflicht bleibe als "Teil des Maßnahmenbündels abhängig vom Infektionsgeschehen sinnvoll". Mehrere Länder wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg hatten Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen angekündigt oder bereits umgesetzt. Das Robert Koch-Institut (RKI) erwartet für Herbst und Winter derweil wieder einen Anstieg der Infektionszahlen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 1. Oktober 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

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