Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Forderung nach Rückkehr zu kostenlosen Tests

In der FDP und CDU gibt es Forderungen, Corona-Schnelltests wieder kostenlos anzubieten. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sprechen sich für allgemeine Booster-Impfungen aus. Angesichts der Rekord-Infektionszahlen wird der Ruf nach umfassenden 2G-Regeln lauter, Sachsen geht dabei voran. Auch in den Nachbarländern Österreich und Dänemark spitzt sich die Lage zu. Aktuelle Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Passanten gehen in der Fußgängerzone in der Innenstadt an einem Plakat mit der Aufschrift Corona-Schnelltest - kostenlos und ohne Anmeldung vorbei
Vertreter der FDP und CDU fordern Rückkehr zu kostenlosen Corona-Schnelltests für die Bürger. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 5. November 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

21:15 Uhr | In ganz Österreich 2G - Vollimpfung gilt nur 9 Monate

In Österreich gilt ab Montag landesweit die 2G-Regel in öffentlichen Innenräumen. Wie die Regierung am Abend nach Beratungen mit den Chefs der Bundesländer mitteilte, haben dann nur noch Geimpfte oder Genesene Zutritt zu Lokalen, Veranstaltungen oder auch Friseuren. Die Regelung gilt auch für Tourismusbetriebe. Seit dieser Woche gilt bereits eine 3G-Nachweispflicht am Arbeitsplatz. Zudem wird der Druck auf vollständig Immunisierte erhöht, damit sich möglichst viele Menschen eine Booster-Impfung holen: Impfpässe sind künftig nur neun Monate lang nach der zweiten Teilimpfung gültig. In Österreich steigen derzeit die Corona-Neuinfektionen rasant an, zuletzt auf über 9.000 täglich. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 470.

20:08 Uhr | Kliniken in Dänemark droht Überlastung

Die dänischen Gesundheitsbehörden warnen wegen hoher Corona-Infektionszahlen vor eine Überlastung der Krankenhäuser. Die Nationale Gesundheitsbehörde verwies auf schwindende Bettenkapazitäten und Personalmangel. Dänemark hatte Anfang Oktober alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Begründet wurde das mit einer Impfquote von mehr als 75 Prozent. Seitdem sind die Fallzahlen stark gestiegen. Die 7-Tage-Ansteckungsinzidenz liegt aktuell bei etwa 230. Das Gesundheitsministerium erwägt nun, die Pandemie erneut als "Bedrohung für die Gesellschaft" einzustufen und Schutzmaßnahmen anzuordnen.

19:30 Uhr | Kretschmer nicht infiziert

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kann seine häusliche Quarantäne beenden.

Michael Kretschmer setzt sich einen Mundschutz auf
Corona-Verdacht bestätigte sich nicht: Kretschmer tritt am Wochenende zur Wiederwahl als Chef der Sachsen-CDU an. Bildrechte: dpa

Wie Regierungssprecher Ralph Schreiber mitteilte, fiel auch ein zweiter PCR-Test beim Regierungschef negativ aus. Deshalb werde er ab sofort wieder Termine in der Öffentlichkeit wahrnehmen, etwa am Samstag den CDU-Landesparteitag in Dresden, wo Kretschmer zur Wiederwahl antritt. Der 46-Jährige hatte sich Anfang der Woche in häusliche Quarantäne begeben, nachdem seine Frau an Covid-19 erkrankt war. Kretschmer ist doppelt geimpft mit dem Impfstoff von Astrazeneca.

18:10 Uhr | Sachsen mit 2G-Regel und FFP2-Pflicht im ÖPNV

Sachsen führt ab Montag landesweit die 2G-Regel ein. Nach der neu beschlossenen Corona-Verordnung haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Gaststätten und Kultureinrichtungen. Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Im öffentlichen Nahverkehr sind ab Montag FFP2-Masken vorgeschrieben, OP-Masken genügen nicht mehr. Die Landesregierung reagiert damit auf hohe Infektionszahlen und Covid-19-Fälle. In Sachsen ist die 7-Tage-Inzidenz gut doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt.

17:45 Uhr | Sachsen-Anhalt lockert Quarantäne-Regel an Schulen

In Sachsen-Anhalt sollen künftig nur noch nachweislich mit Corona infizierte Schüler in Quarantäne geschickt werden. Kontaktpersonen dagegen sollen weiter die Schule besuchen dürfen. Darauf haben sich die Gesundheitsämter und das Gesundheitsministerium verständigt. Demnach sollen neben den Infizierten gegebenenfalls auch die Geschwisterkinder isoliert werden. Zugleich sollen in betroffenen Schulen die Corona-Testungen ausgeweitet und vorübergehend Masken im Unterricht getragen werden.

16:55 Uhr | Besuchsverbot in Kliniken in Sachsen

Ab sofort gilt in den Häusern des Erzgebirgsklinikums ein generelles Besuchsverbot. Betroffen sind die Kliniken Annaberg, Stollberg, Zschopau und Olbernhau. Das kommunale Unternehmen begründete das mit "der dramatischen Entwicklung des Infektionsgeschehens ( ... ) und der angespannten Belegungssituation in den Häusern" – zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern. Ausnahmen gibt es für Palliativ- und Intensivstationen, in Kinder- und Geburtenstationen sowie für Langzeitpatienten. Ein Besuchsstopp bis auf Weiteres gilt ferner für die Kliniken Erlabrunn, die Helios-Klinik Aue sowie das Klinikum Chemnitz.

16:19 Uhr | Comeback für kostenlose Corona-Tests?

FDP-Chef Christian Lindner fordert angesichts hoher Infektionszahlen wieder kostenlose Corona-Tests. Er sagte der "Bild"-Zeitung, mit Blick auf die Pandemielage war die Entscheidung der Bundesregierung offenbar verfrüht, die kostenlosen Bürgertests zu beenden. Die FDP schlage vor, die kostenlosen Tests noch bis ins Frühjahr anzubieten. Das wäre ein Baustein, um die Kontrolle zu behalten. Seit Oktober sind Corona-Schnelltests in Teststationen kostenpflichtig.

Auch die CDU in Sachsen verlangt eine bundesweite Rückkehr zu kostenlosen Tests. Fraktionschef Christian Hartmann sagte MDR AKTUELL, deutschlandweit nehme das Infektionsgeschehen zu. Besorgniserregend seien vor allem Impfdurchbrüche. Durch kostenlose Tests könnten Infektionsherde aufgedeckt und ein weiterer Lockdown verhindert werden. Hartmann betonte, hierbei sei ein Alleingang Sachsens nicht sinnvoll. Die Pandemie mache nicht vor Landesgrenzen halt.

15:40 Uhr | Todesursache von 12-Jährigem nach Impfung unklar

Die genaue Todesursache des nach einer Corona-Impfung im Kreis Cuxhaven verstorbenen 12 Jahre alten Jungen steht noch nicht fest. Nach Behördenangaben wird das abschließende Ergebnis der Obduktion frühestens in der kommenden Woche erwartet. Der Leichnam wird am Rechtsmedizinischen Institut des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersucht.

Der 12-Jährige war nach der Zweitimpfung mit dem Vakzin von Biontech-Pfizer gestorben. Nach einer Mitteilung des Paul-Ehrlich-Instituts hatte der Junge schwere Vorerkrankungen am Herz-Gefäßsystem. Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung bei Minderjährigen sind demnach sehr selten. Bis Ende September wurden fünf solcher Verdachtsfälle bei 12- bis 17-Jährigen bekannt, mindestens drei der Jugendlichen hatten Vorerkrankungen.

15:05 Uhr | Neues Corona-Pille in Studie sehr wirksam

Ein Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Pfizer hat sich in einer Studie als hoch effektiv erwiesen. Demnach sinkt das Risiko einer ernsthaften Covid-19-Erkrankung nach Einnahme um 89 Prozent. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge ist die Pille damit wirksamer als das Medikament Molnupiravir vom Merck-Konzern, das in ähnlichen Tests das Risiko halbiert hatte. Die Studie mit rund 1.200 Probanden sei vorzeitig beendet worden, erklärte Pfizer. Man werde die Daten nun bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einreichen, ein Antrag auf Notfallzulassung sei bereits gestellt.

14:14 Uhr | Gesundheitsminister wollen Booster für alle

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich für Corona-Auffrischungsimpfungen für alle Altersgruppen ausgesprochen. Bundesminister Jens Spahn sagte nach zweitägigen Beratungen in Lindau, Boostern nach sechs Monaten solle die Regel werden, nicht die Ausnahme. Spahn sprach von einem wichtigen Signal, dass in dieser Frage sowohl Ärzte als auch Bund und Länder einig seien. Zugleich forderte er mehr Tempo bei Auffrischungen. Es bestehe Einigkeit, dass es zusätzlich zu den Arztpraxen auch öffentliche Stellen wie Impfzentren oder Impfbusse brauche. Bisher erhalten vor allem Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen und medizinisches Personal eine dritte Spritze. Zugleich verständigte sich die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) auf mehr Tests in Alten- und Pflegeheimen.

14:03 Uhr | Arbeitgeber fordern Auskunft über Impfstatus

Arbeitgeber in Thüringen pochen auf eine Auskunftspflicht für Arbeitnehmer zum Impfstatus. Ein Sprecher der IHK Erfurt sagte, in allen Bereichen der Gesellschaft müssten die Menschen nachweisen, ob sie geimpft, genesen oder getestet seien. Nur am Arbeitsplatz nicht.

Auch der Verband der Wirtschaft Thüringens hält es für wichtig, dass die Arbeitgeber über den Impfstatus ihrer Mitarbeiter Bescheid wissen. Dann könnten die Unternehmen - je nach Impfquote - ihre Corona-Schutzkonzepte anpassen.

Der DGB Hessen-Thüringen wies die Forderungen zurück. Die Arbeitgeber sollten nicht rechtlich sensible Daten abfragen, sondern ihren Beschäftigten ausreichend Corona-Tests zur Verfügung stellen.

13:51 Uhr | Kuba und Jamaika ab Sonntag nicht mehr Hochrisikogebiete

Kuba, Jamaika und mehrere weitere Karibikinseln gehören ab Sonntag nicht mehr zu den Corona-Hochrisikogebieten. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, werden sie von der Liste gestrichen. Das gelte auch für Myanmar in Südostasien. Damit entfallen bei Einreise aus diesen Ländern alle Quarantäneregeln.

Weltweit stuft das RKI derzeit rund 70 Staaten ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete ein. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von dort einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Eine Befreiung ist erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test möglich.

Leerer Hörsaal einer Universität. 3 min
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MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Di 01.12.2020 12:40Uhr 03:03 min

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12:09 Uhr | Weitere Verschärfungen auch in Sachsen-Anhalt

In Halle und Dessau-Roßlau gilt wieder die 3G-Corona-Regel. Demnach dürfen nur noch geimpfte, genesene oder negativ-getestete Leute ins Kino, Konzert, Theater, Museum oder Restaurant. Der Burgenlandkreis folgt am Montag. Auch der Landkreis Wittenberg nimmt dann Lockerungen zurück. Im Altmarkkreis Salzwedel gelten schon strengere Maßnahmen.

11:37 Uhr | Grünen-Gesundheitsexperte Dahmen für flächendeckende 2G-Regeln

Der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen, hat sich angesichts massiv steigender Infektionszahlen für flächendeckende 2G-Regeln in Deutschland ausgesprochen. "Wir brauchen dringend 2G-Regeln in diesem Land, und zwar flächendeckend", sagte Dahmen bei RTL/n-tv. Die 2G-Regel sei ein entscheidender Hebel, allerdings müsse sie auch konsequenter kontrolliert werden, sagte Dahmen. Zu oft würden QR-Codes nur "aus großer Ferne" angeschaut.

Bei der 2G-Regel reicht ein negativer Corona-Test für Ungeimpfte nicht mehr aus. Geimpfte und Genesene können sich dann zwar immer noch anstecken, ein schwerer bis tödlicher Verlauf ist für diese jedoch um ein Vielfaches unwahrscheinlicher.

11:16 Uhr | Weitere Regionen in Thüringen mit höchster Corona-Warnstufe

In Thüringen ist in zwei weiteren Regionen die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums betrifft das die Stadt Suhl und den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Damit ist nur noch der Landkreis Nordhausen in der niedrigeren Corona-Warnstufe 2.

10:34 Uhr | Kritik an mangelnden Kontrollen bei 2G und 3G

Der Berliner Hotel und Gaststättenverband bemängelt eine unzureichende Beachtung und Kontrolle der Corona-Regeln wie 2G und 3G in der Gastronomie. Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder sagte bei Radioeins, es sei "vollkommen inakzeptabel", dass viele Betriebe sich nicht an die Vorschriften hielten. An diesem Problem müssten alle arbeiten: Der Gastronom müsse die Vorschriften einhalten, die Ordnungsämter müssten aber auch wirklich kontrollieren. Zudem müssten die Verbraucher bei einem Gastronomiebesuch darauf hinweisen, dass die Vorschriften einzuhalten sind.

09:49 Uhr | Ramelow warnt vor Überlastung von Krankenhäusern

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat vor einer einer Überlastung der Krankenhäuser in seinem Bundesland gewarnt. "Wir werden in den nächsten Tagen in die Situation kommen, dass wir nicht mehr genügend Intensivbetten haben", sagte der Linken-Politiker im ZDF. "Wir haben eine Pandemie der Ungeimpften. Und wir werden niemandem mehr garantieren können, der ungeimpft ins Krankenhaus kommt, dass er überhaupt noch in Thüringen behandelt wird." Eine Behandlung sei zwar weiterhin für alle sichergestellt, jedoch nicht mehr in Thüringer Krankenhäusern.

08:56 Uhr | Landkreise für Impfpflicht in der Pflege

Der Deutsche Landkreistag fordert eine Corona-Impfpflicht für Menschen in Pflegeberufen. Präsident Reinhard Sager sagte den Funke Medien, es sei wichtig, die besonders gefährdeten Personen in Alten- und Pflegeheimen auch besonders wirksam zu schützen. Zuvor hatte sich bereits der Hausärzteverband für eine verpflichtende Corona-Impfung im Pflegesektor ausgesprochen. Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn steht einer solchen Pflicht dagegen kritisch gegenüber.

Die privaten Anbieter sozialer Dienste lehnen eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte strikt ab. Der Chef des Bundesverbandes, Bernd Meurer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dafür gebe es keine rechtliche Grundlage. Vielmehr müssten die Booster-Impfungen schnell und flächendeckend umgesetzt werden. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sieht in einer Impflicht zudem die Gefahr, dass sich der Personalmangel in der Pflege weiter verschärfen könnte.

08:20 Uhr | Kretschmer: 2G ist Instrument gegen kompletten Lockdown

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor einem möglicherweise erneut drohenden Lockdown gewarnt. Der CDU-Politiker warnte im Deutschlandfunk davor, zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Man müsse jetzt Maßnahmen treffen und nicht erst in zwei oder drei Wochen. "Wir müssen dieses Land vor einem Lockdown schützen", sagte er.

Es müsse zudem deutlich werden, dass etwa die 2G-Regelung keine unzumutbare Belastung sei, sondern ein Instrument, um einen kompletten Lockdown zu verhindern. Nach der 2G-Regel haben nur Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Orten. Der Status "Genesen" gilt dabei ein halbes Jahr, danach wird eine Impfung empfohlen.

07:35 Uhr | Neuer Höchststand bei Infektionen

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 hat einen neuen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut meldete am Morgen 37.120 Fälle. Damit ist das bisherige Allzeithoch von gestern bereits am Folgetag geknackt. Davor lag der Höchstand am 18. Dezember 2020 bei 33.777 Ansteckungen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg damit sprunghaft und liegt dem RKI zufolge bei 169,6 Infektionen pro 100.000 Menschen. Gestern hatte der Wert bei 154,5 gelegen, vor einer Woche bei 139,2. Die bislang höchste Inzidenz im Verlauf der Pandemie wurde am 22.12.2020 mit 197,6 erreicht.

Der aktuellere Wert von Risklayer verzeichnete für Donnerstag eine Inzidenz von 173. Demnach stieg die Inzidenz in Sachsen deutlich auf 409, in Thüringen auf 374, in Sachsen-Anhalt auf 185.

06:45 Uhr | Spahn besorgt über neue Corona-Welle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich mit Blick auf die Entwicklung der vierten Corona-Welle vorsichtig gezeigt. Ob auch in diesem Jahr wieder ein Weihnachten in kleinem Kreis notwendig werden könnte, entscheide sich in den nächsten Wochen. Zugleich betonte Spahn in der ARD, für Geimpfte und Genesene werde es keine Einschränkungen geben. In Alten- und Pflegeheimen ist der Minister für eine Testpflicht per Bundesgesetz. Bei einer allgemeinen Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen sei er aber sehr zurückhaltend.

Laut einer Umfrage befürwortet die Mehrheit der Deutschen eine generelle Impfpflicht. Im ARD-Deutschlandtrend sprachen sich 57 Prozent der Befragten dafür aus. 39 Prozent waren dagegen. Im August waren die Gegner von Pflichtimpfungen noch in der Mehrzahl.

06:20 Uhr | Sachsen will schärfere Coronaregeln beschließen

Das sächsische Kabinett will heute schärfere Corona-Auflagen beschließen. Anlass ist die sprunghaft steigende Zahl an Neuinfektionen. Schon am Dienstag hatte die Landesregierung in Dresden angekündigt, dass mit der neuen Verordnung die 2G-Regel ausgeweitet werden soll. Danach haben ab kommender Woche in Gaststätten oder bei Veranstaltungen in Innenräumen nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.

Einige Verschärfungen treten bereits heute in Kraft, da Sachsen die Vorwarnstufe bei der Bettenbelegung in den Krankenhäusern erreicht hat. Bei privaten Zusammenkünften dürfen maximal zehn ungeimpfte Personen aus verschiedenen Hausständen anwesend sein. Auch bei Versammlungen gelten verschärfte Regeln.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 5. November 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. November 2021 | 06:00 Uhr

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