Coronavirus-Pandemie Ticker: Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

In Deutschland gilt ab Samstag eine Einreisesperre für Länder, in denen sich die neuen Corona-Mutationen besonders ausgebreitet haben. Das Kabinett beschloss ein Beförderungsverbot zu Land, zu Luft und auf der See. Die EU-Kommission ist der Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA gefolgt und hat den Astrazeneca-Impfstoff zugelassen. Außerdem beschloss die EU-Kommission Exportkontrollen für Corona-Impfstoffe. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Eine Verkehrskontrolle von Polizisten
Grenzkontrolle in Sachsen: Ab Samstag gelten Einreisesperren für Länder mit hohen Testergebnissen bei hochansteckenden Corona-Mutationen. Bildrechte: Tino Plunert

Unser Ticker am Freitag, 29. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:45 Uhr | Kretschmer stellt sich in Online-Forum kritischen Fragen

Unter dem Titel "Fakten statt Fake News" hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einer Online-Veranstaltung den Fragen kritischer Bürger gestellt. An dem Forum in Regie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) hatten sich zeitweise 800 Menschen über Zoom, Facebook und Youtube beteiligt.

22:35 Uhr | Italien kündigt trotz Bedenken Lockerungen an

Italien will trotz Bedenken einzelner Experten ab Montag die Beschränkungen in zahlreichen Regionen lockern. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sollen elf Regionen von orangen in gelbe Zonen umgestuft werden. Damit dürfen dort z.B. tagsüber Gaststätten öffnen. Ein Berater des Ministeriums hatte vor einigen Tagen statt Lockerungen einen "echten Lockdown" gefordert, um wegen der neuen Corona-Mutationen nicht Zustände wie in Spanien oder Portugal zu bekommen.

22:10 Uhr | Kretschmer hält Lockerungen ab 15. Februar für denkbar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ist zuversichtlich, dass es bei weiter rückläufigen Corona-Zahlen ab Mitte Februar Lockerungen geben kann. Der CDU-Politker sagte bei einem Online-Forum zur Situation in Sachsen, man könne aber nicht alle Lockerungen auf einmal starten. Sonst würde es zu viel Mobilität geben. Er räumte ein, rückwirkend wäre jede Woche Lockdown früher besser gewesen. An dem Online-Forum hatten zeitweise rund 800 Menschen über Zoom, Facebook oder Youtube teilgenommen. Für sein Gesprächsangebot an Corona-Kritiker war Kretschmer im Vorfeld kritisiert worden.

21:38 Uhr | EU-Kommission erteilt Astrazeneca-Impfstoff Zulassung

Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca darf nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission erteilte dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers eine entsprechende Zulassung. Das hat Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Abend mitgeteilt. Zuvor hatte die Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA die bedingte Zulassung empfohlen. Es ist der dritte Corona-Impfstoff, der in der EU genutzt werden kann.

21:20 Uhr | Über die Hälfte der Moskauer soll bereits Corona-infiziert gewesen sein

In Russlands Hauptstadt Moskau hatte nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin bereits über die Hälfte der Einwohner eine Coronavirus-Infektion. Sobjanin sprach in seinem Blog von einem "Nachlassen" der Pandemie und verkündete eine Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. Seinen Angaben zufolge wurden in der Zwölf-Millionen-Metropole letzte Woche täglich noch 2.000 bis 3.000 Neuinfektionen registriert. Auf dem Höhepunkt des Infektionsgeschehens waren es rund 7.000 Neuinfektionen täglich.

Als im Oktober europaweit die Infektionszahlen hochschnellten, entschied sich Russland gegen einen harten Lockdown und setzte stattdessen auf schnelle Impfungen.

20:45 Uhr | Tschechien schließt Grenzen für Ausländer

Tschechien erlaubt Ausländern ab Samstag die Einreise nur noch in notwendigen Fällen. Laut einem Regierungsbeschluss gelten Ausnahmen unter anderem für Dienstreisen, unerlässliche Familienbesuche, die Teilnahme an Beerdigungen sowie unaufschiebbare Behördenbesuche. Wer in Tschechien ein Ferienhaus besitzt, darf dieses vorerst nicht mehr nutzen. Die Ausreise bleibt möglich. Für Deutsche ändert sich nicht viel: Bereits seit dem 18. Dezember sind Aufenthalte in Tschechien nur noch mit einem triftigen Reisegrund möglich. Da die Bundesrepublik als Corona-Risikogebiet gilt, muss seitdem ein Einreiseformular ausgefüllt und ein negativer PCR-Test vorgelegt werden.

20:30 Uhr | Corona-Daten-Newsletter vom Freitag, 29. Januar

Heute im Corona-Daten-Newsletter: Das Robert Koch-Institut hat über die positive Entwicklung der Inzidenz gesprochen, vor allem in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg. Und: Neues vom Astrazeneca-Impfstoff.

20:15 Uhr | Kölner Feuerwehr-Verwaltung lässt sich mit Rest-Dosen impfen

Immer wieder bleiben in Deutschland bei mobilen Impfeinsätzen wie in Pflegeheimen Impfdosen übrig. In Köln haben offenbar einige Führungskräfte und Verwaltungsangestellte der dortigen Feuerwehr die Chance genutzt und sich gleich mal selbst impfen lassen. Das hat deutschlandweit für Unverständnis gesorgt. Doch die Verteilung übrig gebliebener Vakzine scheint nicht eindeutig geregelt. Was passiert mit den angebrochenen Impfstoffen? MDR um 4 hat beim DRK in Sachsen nachgefragt.

20:02 Uhr | Maske, Abstand und ganz vorsichtiger Optimismus

Auch nach der Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs in der EU bleiben Maske und Abstand zum Schutz gegen das Coronavirus Pflicht. Denn aktuell sind die Impfstoffe noch knapp. Trotzdem ist vorsichtiger Optimismus angebracht.

17:33 Uhr | Einreisesperre für Corona-Mutationsgebiete ab Samstag

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, beschloss das Kabinett am Freitag ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar. Es sieht allerdings zahlreiche Ausnahmen unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr vor.

16:17 Uhr | EU-Behörde macht Weg für Astrazeneca-Impfstoff frei

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca. Ein EMA-Ausschuss empfahl eine bedingte Zulassung des Impfstoffs für Personen ab 18 Jahren. Die finale Entscheidung muss nun noch von der Europäischen Kommission gefällt werden. Dies gilt als Formsache. Es wäre die dritte Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der Europäischen Union.

16:10 Uhr | EU beschließt Exportkontrollen für Corona-Impfstoffe

Die EU kann künftig die Exporte von Corona-Impfstoffen überwachen und gegebenenfalls beschränken. Wie der für Außenhandel zuständige Kommissionsvize Valdis Dombrovskis mitteilte, beschloss die EU-Kommission eine entsprechende "Ausfuhrgenehmigungspflicht". Alle Pharmakonzerne, die mit der EU Lieferverträge über Corona-Impfstoffe abgeschlossen haben, müssen demnach künftig Lieferungen an Drittstaaten in Brüssel anmelden.

16:02 Uhr | Astrazeneca liefert doch mehr Impfdosen in die EU

Astrazeneca lenkt im Streit mit der EU über Impfstoff-Lieferungen offenbar ein. Wie der CDU-Europa-Abgeordnete Peter Liese MDR AKTUELL sagte, hat der britisch-schwedische Konzern für Februar nicht eine, sondern drei Lieferungen in Aussicht gestellt. Die erste solle bereits Anfang des Monats erfolgen. Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion sagte weiter, die Firma habe gemerkt, dass sie Fehler gemacht habe. Sie habe den Eindruck vermittelt, Menschen in der EU seien für sie Bürger zweiter Klasse. Astrazeneca hatte vergangene Woche erklärt, man werde im ersten Quartal deutlich weniger Impfdosen in die EU liefern. Der Lieferumfang für Großbritannien wurde aber nicht verringert.

15:47 Uhr | Ungarn lässt als erstes EU-Land chinesischen Impfstoff zu

Als erstes EU-Land hat Ungarn einen Corona-Impfstoff aus China zugelassen. Die Gesundheitsbehörde in Budapest teilte mit, das Mittel des Herstellers Sinopharm dürfe genutzt werden. Ministerpräsident Viktor Orban kündigte an, heute oder morgen den Kaufvertrag zu unterzeichnen. Nach Angaben seines Büros hat das Land bereits vorab 500.000 Impfdosen in China bestellt. In der vergangenen Woche hatte Ungarn bereits eine vorläufige Notfallzulassung für den russischen Impfstoff Sputnik V erteilt und zwei Millionen Dosen davon bestellt.

15:42 Uhr | Zwei Millionen chinesische FFP2-Masken am Airport Erfurt gelandet

Am Flughafen Erfurt-Weimar ist ein Flugzeug mit zwei Millionen FFP2-Masken gelandet. Die Ware für eine Drogeriekette kommt aus China. Der Aiport wird genutzt, weil die Logistik in Erfurt schnell abgewickelt werden kann.

15:15 Uhr | Novartis will Biontech-Pfizer bei Impfstoffproduktion unterstützen

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird Biontech und Pfizer bei der Herstellung ihres Corona-Impfstoffs unterstützen. Wie das Unternehmen mitteilte, sieht eine Vereinbarung vor, dass Biontech die Produktionskapazitäten von Novartis in der Gemeinde Stein bei Basel nutzen kann. Novartis werde den Impfstoff unter aseptischen Bedingungen abfüllen und dann an Biontech liefern. Geplant sei, im Frühjahr mit der Produktion zu beginnen.

13:56 Uhr | Spielplätze in Jena wieder gesperrt

Jena schließt erneut seine Spielplätze. Grund sei der weitere nachgewiesene Fall der britischen Mutation des Corona-Virus, sagte ein Stadtsprecher. Gestern hatte die Stadt bereits die erste Entdeckung des mutierten Virus bei einer Achtjährigen gemeldet. Die Situation sei derzeit zu riskant, jedes Öffnungssignal falsch. Wahrscheinlich habe sich die neue Variante des Virus schon deutlich stärker ausgebreitet als angenommen, so der Stadtsprecher weiter. Die Behörden gehen von einer Verbindung zwischen dem neuen Fall in Jena und einem Fall in Weimar aus. Jena hatte seine Spielplätze erst gestern wieder geöffnet.

13:30 Uhr | Zweifach geimpfte Heimbewohner gestorben

Bei einem Corona-Ausbruch im einem Dessauer Pflegeheim sind zwei schwer erkrankte Bewohner verstorben, die bereits zweifach geimpft waren. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Mediziner vom städtischen Klinikum vermuten, dass sich die Bewohner zwischen den beiden Impfterminen mit dem Virus infiziert haben könnten. Das habe mit der Inkubationszeit zu tun. Neben den Heimbewohnern sind auch 15 Mitarbeiter erkrankt.

12:55 Uhr | RKI-Chef Wieler in Sorge wegen Mutationen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich angesichts der Ausbreitung von Virusmutationen besorgt gezeigt. Es würden immer mehr Fälle und Ausbrüche gemeldet, sagte Wieler in Berlin. Die Eigenschaften der Mutanten seien noch nicht vollständig bekannt. So sei bei einigen Varianten unklar, ob sich bereits zuvor infizierte Menschen oder Geimpfte durch die neuen Varianten anstecken können. Es müsse verhindert werden, dass sich die Mutationen ausbreiten und die Lage möglicherweise verschlimmern. Bisher wurden die Virus-Mutanten laut Bundesgesundheitsministerium 150 Mal in Deutschland nachgewiesen. Experten gehen aber von einer beträchtlichen Dunkelziffer aus.

12:45 Uhr | Spahn stimmt auf "harte Wochen" ein

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht grundsätzlich einen positiven Trend in der aktuellen Pandemie und begrüßt die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs. Eine mögliche Altersbeschränkung sei aber noch nicht entschieden.

12:40 Uhr | Britische Mutation in Leipzig aufgetaucht

Nach der Südafrika-Variante ist in Leipzig erstmals auch die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Test am Universitätsklinikum habe das Virus vom Typ B.1.1.7 bei einer Person nachgewiesen, teilte die Stadt am Freitag mit. Es seien strenge Quarantäne-Maßnahmen verhängt worden. Auch werde der Weg der Infektion nachverfolgt. Bisher seien acht Kontakte ermittelt worden, Testergebnisse lägen noch nicht vor.

In der vergangenen Woche war bei einem Routine-Screening am Leipziger Universitätsklinikum auch die südafrikanische Variante erstmals in Sachsen bestätigt worden. Insgesamt wurden in Leipzig seither elf Infektionen mit dem Stamm B.1.351 bekannt, hinzu kommen Betroffene im benachbarten Halle.

12:15 Uhr | Bergzoo in Halle wieder geöffnet

Mehrere Personen an der Besucherkasse des Zoos Halle
Erste Besucher am Eingang zum Bergzoo Halle. Bildrechte: dpa

Der Bergzoo in Halle hat nach etwa anderthalb Monaten wieder seine Türen für Besucher geöffnet. Bei Schneefall fanden sich zu Beginn nur vereinzelte Gruppen von Kindergartenkindern und deren Betreuern ein. Das Hygienekonzept des Zoos sieht vor, dass sich maximal 600 Personen gleichzeitig auf dem Zoo-Gelände befinden dürfen. Außerdem gilt auf dem gesamten Gelände eine Maskenpflicht. Die Öffnung des Zoo gehört zu ersten Lockerungen der Saalestadt, die seit heute gelten.

11:50 Uhr | Impfstoffangebot aus Russland

Russland hat der EU 100 Millionen Dosen seines Impfstoffes Sputnik V angeboten. Der Staatsfonds erklärte, die Dosen könnten im zweiten Quartal geliefert werden. Damit könnten 50 Millionen Menschen immunisiert werden. Voraussetzung sei, dass die EU den Wirkstoff zulasse. Ein entsprechender Antrag war in der vergangenen Woche eingereicht worden. Sputnik V ist den Angaben zufolge mittlerweile in 15 Ländern registriert. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sollen das Vakzin, das aus zwei Komponenten besteht, bislang erhalten haben.

11:30 Uhr | Mehr Arbeitslose im Januar

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar gestiegen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete 2,9 Millionen Menschen ohne Job, 193.000 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,4 Punkte auf 6,3 Prozent. In der Statistik sind erstmals die Auswirkungen des aktuellen Lockdowns berücksichtigt. Im Vergleich zum Januar vor einem Jahr sind 475.000 Menschen mehr arbeitslos. In Thüringen kletterte die Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent, in Sachsen auf 6,6 Prozent und in Sachsen-Anhalt auf 8,2 Prozent. BA-Chef Detlef Scheele, sagte, der Arbeitsmarkt zeige sich in robuster Verfassung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterließen aber Spuren.

11:15 Uhr | Infektionszahlen gehen leicht zurück

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist weiter leicht gesunken. Wie aus den Daten des Risklayer-Projektes in Karlsruhe hervorgeht, meldeten die Gesundheitsämter am Donnerstag 14.917 neue Fälle. Eine Woche zuvor waren es noch 18.857 Neuinfektionen. Das entspricht einem Rückgang von 21 Prozent. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt damit bei 12.266 Fällen täglich. Deutschlandweit wurden laut Risklayer 859 Todesfälle registriert. In Mitteldeutschland werden die meisten Fälle nach wie vor aus Sachsen gemeldet - mit 1.099 Neuinfektionen. In Sachsen-Anhalt waren es 681 sowie 708 neue Fälle in Thüringen.

11:00 Uhr | Weitere Virus-Mutationen in Thüringen nachgewiesen

In Thüringen sind drei weitere Fälle der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen worden. Das geht aus dem täglichen Corona-Bericht der Landesregierung hervor. Nach Angaben der Staatskanzlei wurde ein Fall in Weimar registriert. Im Eichsfeldkreis seien zwei Fälle der Variante B.1.1.7. labordiagnostisch festgestellt worden. Am Donnerstag war der erste Nachweis einer Mutation in einer Laborprobe aus Jena bekannt geworden. Daran erkrankt war ein achtjähriges Mädchen aus Jena.

10:07 Uhr | Verband: Trauerbegleitung soll systemrelevant werden

Der Bundesverband Trauerbegleitung e.V. fordert in einem offenen Brief an die Bundesregierung, Trauerbegleitung und die Bestattungsbranche als systemrelevant einzustufen. Dabei geht es unter anderem um gesundheitliche Langzeitfolgen, die entstehen, wenn jemand nach einem Trauerfall nicht ausreichend unterstützt wird. Dazu hat der Verband auch eine Online-Petition gestartet.

09:05 Uhr | Leipziger Buchmesse auch 2021 ohne Besucher

Die Leipziger Messe sagt auch in diesem Jahr die Buchmesse als Publikumsveranstaltung ab. Wie MDR AKTUELL erfuhr, soll es als Ersatz ein digitales Literaturangebot geben. Wegen der Pandemie-Entwicklung sei eine große Besucherveranstaltung nicht möglich. Der Buchpreis solle aber in einer neuen Form vergeben werden. Die Absage erfolgt wegen der Pandemie nun zum zweiten Mal. Die Veranstalter hatten die Leipziger Buchmesse bereits frühzeitig vom März auf Ende Mai verlegt, um dies zu verhindern. Zuletzt hatte die Buchmesse rund 260.000 Besucher.

08:33 Uhr | Kretschmer: Corona-Politik immer wieder erklären

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat verteidigt, dass er am Abend mit Kritikern der Corona-Maßnahmen diskutiert. Kretschmer sagte MDR AKTUELL, nach rund einem Jahr Pandemie gebe es Erschöpfungserscheinungen und existenzielle Probleme, viele Menschen hätten Sorgen und Fragen. Man müsse erklären, warum etwas getan werde, wie die Strategie sei. Der Regierungschef will heute in einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierten Online-Diskussion zur Corona-Politik Stellung nehmen. Daran sollen auch Kritiker der Corona-Politik teilnehmen, die mit Kretschmer vor dessen Wohnhaus diskutiert hatten. Für das folgende Gesprächsangebot war der CDU-Politiker auch aus den eigenen Reihen kritisiert worden.

08:15 Uhr | Hirnforscher: Lockdown hat Spätfolgen für Motivation der Kinder

Der Corona-Lockdown mit geschlossenen Kitas und leeren Klassenzimmern schadet nach Ansicht des Göttinger Hirnforschers Gerald Hüther langfristig der Entwicklung von Kindern. "Die betroffenen Kinder müssen ihre ureigensten Bedürfnisse unterdrücken, um diese Situation auszuhalten", sagte der Neurobiologe und Bildungsforscher dem Evangelischen Pressedienst. Zum Beispiel seien das Spielen mit Freunden und die Nähe zur Oma für Kinder nahezu genauso wichtig, wie Nahrung. Außerdem würden Kinder zeigen wollen, was sie draufhaben. Je länger die Lockdown-Phase andauere, desto wahrscheinlicher bildeten sich bei den Kindern hemmende Verschaltungen in den Motivationszentren, warnt der Hirnforscher. So könne beispielsweise die Motivation verloren gehen, die eigene Oma zu besuchen.

07:20 Uhr | Steuer-Minus 2020 kleiner als befürchtet

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im vergangenen Jahr wegen der Coronavirus-Krise deutlich gefallen, nicht aber so kräftig wie zwischenzeitlich befürchtet. Das Minus betrug insgesamt 7,3 Prozent auf 682,3 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium im jüngsten Monatsbericht mitteilte. Gegenüber 2019 fehlen damit 53,5 Milliarden Euro. Im Dezember 2020 gab es nur noch einen überraschend geringen Rückgang von gut zwei Prozent auf 93,3 Milliarden Euro.

06:57 Uhr | EU entscheidet über Zulassung von Astrazeneca-Impfstoff

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft heute den Zulassungsantrag für den Impfstoff des schwedisch-britischen Pharmakonzerns Astrazeneca. Sollte sie grünes Licht geben, will die EU-Kommission das Vakzin mit dem Namen "Covishield" schnell zulassen.

Nach den Corona-Impfstoffen des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Unternehmens Moderna käme damit in Deutschland und den anderen EU-Staaten bald ein drittes Vakzin gegen Sars-CoV-2 hinzu.

Das zusammen mit der Universität Oxford entwickelte Vakzin hat den Vorteil, dass es deutlich billiger und leichter zu lagern ist als die bereits in der EU zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Allerdings gibt es offenbar nicht genug Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen. Zudem streiten der Hersteller und die EU über die Liefermengen.

06:15 Uhr | Neue Impfreihenfolge gefordert

SPD-Chefin Saskia Esken fordert Konsequenzen aus der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, den Astrazeneca-Impfstoff nur Menschen unter 65 Jahren zu verabreichen. Esken sagte den Funke-Medien, die Impfreihenfolge müsse neu geregelt werden. Von den freien Ressourcen sollte als erstes Klinik- und Pflegepersonal profitieren. Für Über-65-Jährige müssten alternative Impfstoffe beschafft werden.

06:10 Uhr | Novavax gibt hohe Wirksamkeit seines Impfstoffes an

Das US-Pharmaunternehmen Novavax hat Erfolge seines Corona-Impfstoffkandidaten vermeldet. Wie das US-Unternehmen mitteilte, erreichte der Impfstoff in der Phase-III-Studie in Großbritannien eine Wirksamkeit von mehr als 89 Prozent. Das Präparat sei bei 15.000 Briten zwischen 18 und 84 Jahren erprobt worden. Dem Konzern zufolge gab es eine hohe Wirksamkeit bei ursprünglichen Formen des Virus sowie bei der britischen Mutation. Deutlich geringer sei die Erfolgsrate bei der mutierten Variante aus Südafrika.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 29. Januar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. Januar 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland