Coronavirus-Pandemie Ticker: Grundschullehrer und Erzieher sollen früher geimpft werden

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass Erzieher und Grundschullehrer früher als vorgesehen geimpft werden dürfen. Deutschland will den weltweiten Kampf gegen die Pandemie mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen, sagte Finanzminister Scholz beim G7-Treffen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass täglich bald doppelt so viele Menschen geimpft werden wie bisher. Weitere aktuelle Entwicklungen auch heute hier im Ticker.

die evangelische Grundschule Sömmerda im Online-Präsenz-Unterricht.
Grundschullehrer und auch Erzieher sollen schon bald ein Impfangebot bekommen. Darauf einigten sich Bund und Länder am Freitag. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Unser Ticker am Freitag, 19. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:39 Uhr | Coronavirus-Verbreitung: R-Wert wieder über 1

Die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts erstmals seit längerem wieder über der Schwelle von 1. Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-Wert am Abend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt es an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Noch am Mittwoch gab ihn das Institut mit 0,85 an. Experten hatten befürchtet, dass das Infektionsgeschehen aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder an Fahrt aufnehmen könnte.

21:40 Uhr | Spanien kein Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen wird Spanien ab Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch "normales" Risikogebiet ist.

Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr nachgewiesen werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach der Einreise in Deutschland testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

21:11 Uhr | Erzieher und Lehrer sollen früher geimpft werden

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass Erzieher und Grundschullehrkräfte früher als vorgesehen geimpft werden dürfen. Das bestätigte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping MDR AKTUELL. Kommende Woche solle demnach die Impfverordnung verändert werden, "so dass wir dann zügig auch den Grundschullehrern und Erziehern ein Impfangebot mit Astrazeneca machen können."

20:50 Uhr | Hilfegesuch aus Tschechien rückt näher

Ein tschechisches Hilfegesuch an Sachsen und Bayern zur Übernahme von Covid-19-Intensivpatienten rückt näher. Wie der Präsident der westlichen Karlsbader Region, Petr Kulhanek, am Freitag bestätigte, habe man in den deutschen Nachbarkreisen Bettenkapazitäten abgefragt. Bisher hatte sich Regierungschef Andrej Babis dem widersetzt, aber nun stimmte er den Vorbereitungen zu.

Der stellvertretende Gesundheitsminister Vladimir Cerny hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass man die Nachbarländer erst um Hilfe ersuchen werde, wenn 90 Prozent der Kapazitäten aller tschechischen Krankenhäuser ausgeschöpft seien. Sollten die Betten ausgehen, werde eine Anfrage an das Gesundheitsministerium in Prag gestellt, das dann über ein Hilfegesuch an Deutschland entscheiden müsste.

Industrieminister Karel Havlicek twitterte heute, die britische Variante breite sich weiter aus. Tschechien mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern verzeichnet die höchste Infektionsrate in Europa.

17:46 Uhr | Schulöffnung in Thüringen hängt von Inzidenz ab

Die ab Montag geplante Öffnung von Kindergärten und Schulen in Thüringen hängt vom Infektionsgeschehen in den Landkreisen und Städten. Das teilte das Gesundheitsministerium in Erfurt mit. In der Verordnung dazu heißt es, die Einrichtungen müssten geschlossen bleiben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz bei 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner oder darüber liege.

Liege der Inzidenzwert zwischen 150 und 200, empfehle das Land, die Kitas und Schulen zu schließen. Das müssten dann die Kommunen anordnen. Die Einrichtungen dürften erst wieder öffnen, wenn die Inzidenz an mindestens sieben Tagen hintereinander den Wert von 200 beziehungsweise 150 unterschreite. Maßgeblich seien die Zahlen des Robert Koch-Instituts. Danach wird aktuell die Inzidenz von 150 in sieben Kreisen überschritten.

17:37 Uhr | Sachsen testet rollende Impfbusse

Sachsen will rollende Impfzentren testen, um auch Menschen auf dem Land ein Impfangebot zu machen. Das Sozialministerium in Dresden teilte mit, es handle sich um umgerüstete Linienbusse. Sie würden an diesem Wochenende und nächste Woche in drei Gemeinden im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, in Mittelsachsen und im Vogtlandkreis zum Einsatz kommen. Vorab seien alle Einwohner über 80 angeschrieben worden. Wie der sächsische DRK-Vorstandsvorsitzende Rüdinger Unger mitteilte, wäre das eine Übergangslösung, bis Corona-Impfungen von Hausärzten angeboten würden.

17:13 Uhr | Biontech: Impfstoff auch bei geringerer Kühlung stabil

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer kann auch bei geringeren Minustemperaturen gelagert werden als bisher bekannt. Die beiden Unternehmen erklärten, das Serum sei auch bei minus 20 bis minus 15 Grad stabil. Diese Temperaturen schafften auch gängige pharmazeutische Gefrier- und Kühlschränke.

Die neuen Daten seien bereits bei der US-Arzneimittelbehörde eingereicht worden. Dann könne auch die Notfallzulassung geändert werden. Derzeit muss der Impfstoff bei Temperaturen zwischen minus 80 und minus 60 Grad in Ultra-Tieftemperatur-Kühlschränken gelagert werden

17:02 Uhr | Urlaub in Alltours-Hotels künftig nur mit Corona-Impfung

Der Düsseldorfer Reiseveranstalter Alltours will vom Herbst an in seinen eigenen Hotels nur noch Gäste mit einer Corona-Impfung beherbergen. Das Unternehmen teilte mit, diese Regel solle voraussichtlich ab dem 31. Oktober gelten. Der genaue Zeitpunkt hänge vom Verlauf der Impfungen ab. Alltours betreibt auf Mallorca, den Kanaren und in Griechenland 35 Hotels.

16:38 Uhr | Deutschland stellt 1,5 Mrd. Euro für globalen Corona-Kampf bereit

Deutschland will den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus mit weiteren 1,5 Milliarden Euro unterstützen. Eine entsprechende Zusage machte die Bundesregierung am Freitag beim digitalen Gipfel der G7-Gruppe, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte. Er sprach von einer "gewaltigen Summe", mit der unter anderem die internationale Covax-Initiative unterstützt werden solle. Diese setzt sich für eine faire weltweite Verteilung der Corona-Impfstoffe ein.


Damit erhöhen wir alleine die internationalen Mittel für Impfstoffe, Medikamente und Tests um über 30 Prozent.

Olaf Scholz Bundesfinanzminister

Nach Angaben des Bundesentwicklungsministeriums sicherten sich die reichen Länder bislang zwei Drittel der Impfdosen, obwohl sie nur 16 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Bislang hätten lediglich 0,5 Prozent aller Corona-Impfungen in den ärmsten Ländern stattgefunden.

16:25 Uhr | Disziplinarverfahren gegen Halles OB Wiegand eingeleitet

Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat Disziplinarverfahren gegen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sowie zwei Landräte eingeleitet. Hintergrund seien Unregelmäßigkeiten in der Impfreihenfolge. Neben Wiegand seien der Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak, und der Landrat von Wittenberg, Jürgen Dannenberg, betroffen.

Alle drei Politiker hatten eingeräumt, schon gegen Corona geimpft zu sein, obwohl sie noch nicht an der Reihe waren. Wiegand hatte erklärt, er habe sich impfen lassen, um Impfdosen nicht verfallen zu lassen. Außer ihm waren in Halle außer der Reihe auch Stadträte und Mitglieder des Katastrophenschutz-Stabes geimpft worden.

15:31 Uhr | Stadt Halle korrigiert Angaben zu positiven Schnelltests

Der Leiter des Testzentrums in Halle hat Angaben zu den Ergebnissen der kostenlosen Corona-Schnelltests von Donnerstag korrigiert. Einsatzleiter Daniel Schöppe sagte dem MDR am ersten Tag der kostenlosen Schnelltests hätten 44 Menschen das Angebot genutzt. Davon sei ein Ergebnis positiv ausgefallen.

Damit korrigiert er missverständliche Angaben, die er dem MDR gestern mitgeteilt hatte. In ersten Berichten hieß es gestern, 90 Prozent der kostenlosen Schnelltests fielen positiv aus.

Schöppe betonte nun, der Anteil an positiven Testergebnissen sei im Vergleich zu Beginn der Pandemie gestiegen. Damals hätten sich Erkältungssymptome meist als Grippe herausgestellt, inzwischen werde häufiger eine Corona-Infektion festgestellt.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts war die sogenannte Positivenquote, also der Anteil positiver Tests am gesamten Testgeschehen, in der Woche vom 28. Dezember 2020 bis 3. Januar 2021 am höchsten: Damals waren 15,4 Prozent der Getesteten mit Sars-CoV-2 infiziert.

Die jüngsten Daten beziehen sich auf die Woche vom 8. bis 14. Februar mit einer Positivenquote von 6,46 Prozent.

15:02 Uhr | KV-Chef: Astrazeneca-Impfstoff für alle zugänglich machen

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann, fordert, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca für alle zugänglich zu machen. Heckeman sagte dem MDR, er sei dafür, die Priorisierung bei Astrazeneca aufzuheben. Wenn man das nicht tue, könne man das Mittel auch gleich vom Markt nehmen. Bei den Impfstoffen von Biontech und Moderna solle die Priorisierung dagegen beibehalten werden.

15:02 Uhr | Lauterbach sagt Einsatz in Impfzentrum ab

Karl Lauterbach, SPD
Karl Lauterbach Bildrechte: imago images/photothek

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat seinen geplanten Einsatz in einem Leverkusener Impfzentrum abgesagt. Auf Twitter teilte Lauterbach mit, es habe leider viele Proteste gegen das Impfzentrum gegeben. Da er weder die Kollegen noch den Betrieb gefährden wolle, nehme er sich zurück. Es sei allerdings schade, wie stark der Einfluss radikaler Minderheiten wachse.

Lauterbach hatte immer wieder davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen zu schnell zu lockern. Im Impfzentrum wollte er sich auch selbst mit dem Vakzin von Astrazeneca impfen lassen.

14:51 Uhr | Gastgewerbe büßt ein Drittel des Umsatzes ein

Hoteliers und Gastwirte haben im Corona-Krisenjahr 2020 gut ein Drittel ihres Umsatzes verloren. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf 36,6 Prozent. Allein im Dezember hätten Hotels, Gaststätten und Caterer rund 71 Prozent weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor.

Durch den Lockdown mussten Restaurants und Kneipen schließen und dürfen nur noch Außer-Haus-Service anbieten. Hotels und Pensionen haben nur noch für Geschäftsreisende offen.

14:04 Uhr | RKI-Chef: Nicht überall sinkende Zahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland erneut an einem Wendepunkt. RKI-Chef Lothar Wieler sagte bei der wöchentlichen Pressekonferenz in Berlin, der rückläufige Trend setze sich nicht mehr fort. Die bundesweite Sieben-Tages-Inzidenz gehe nicht mehr überall zurück. Das Niveau der Neuinfektionen sei immer noch zu hoch. In Thüringen stiegen die Zahlen sogar wieder. Zugleich steige auch der Anteil der Infektionen durch Mutationen. Wieler sagte, wenn man nicht aufpasse, stehe man in ein paar Wochen wieder dort, wo man vor Weihnachten gewesen sei.

12:52 Uhr | Sachsen-Anhalt wechselt Software in Impfzentren

Die komplizierte bisherige Software in den Impfzentren in Sachsen-Anhalt soll ausgetauscht werden. Experten befürchteten, man könne damit nicht schnell genug impfen. Ab März soll in allen Landkreisen die neue Software laufen.

12:01 Uhr | Kassenärzte sehen Probleme bei Selbsttests

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt vor zu hohen Erwartungen an Corona-Selbsttests. Vize-Chef Stephan Hofmeister sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die große Schwachstelle sei der Umgang der Menschen mit einem positiven Ergebnis. Schon bei der Corona-Warn-App habe man feststellen müssen, dass viele Menschen ihr positives Testergebnis nicht angegeben hätten. Es sei daher zu befürchten, dass Anwender ihr positives Ergebnis für sich behielten, da sie andernfalls massive Nachteile wie etwa eine Quarantäne in Kauf nehmen müssten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte angekündigt, dass Laientests in Deutschland rasch zugelassen werden sollen.

11:10 Uhr | Spahn erwartet höheres Impf-Tempo

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ( CDU ) erwartet in den kommenden Wochen eine deutliche Erhöhung des Tempos bei den Impfungen gegen Covid-19. Inzwischen seien rund fünf Millionen Dosen verimpft, wobei drei Millionen Menschen bereits die zweiten Impfungen erhalten hätten. Bis Ende kommender Woche sollen demnach zehn Millionen Impfdosen geliefert sein. Da nun mehr komme, müsse das Impftempo verdoppelt werden. Derzeit würden rund 150.000 Menschen pro Tag in Deutschland geimpft. Berichten, wonach ab 1. April hier auch die Arztpraxen einbezogen würden, widersprach Spahn: Ein fixes Datum dafür könne man noch nicht nennen.

10:55 Uhr | Werden Lehrer und Erzieher zeitiger geimpft?

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montag darüber, ob Grundschullehrer und Erzieher in der Impfpriorisierung weiter vorrücken. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigt dazu einen Vorschlag der Bundesregierung an. Diesen gelte es dann "zügig" umzusetzen. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten sich mit Blick auf anstehende Öffnungen von Kitas und Schulen entsprechend positioniert.

Update 10:44 Uhr | Spahn: Sonderbeauftragter kommt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einen "Spiegel"-Bericht bestätigt, wonach die Regierung einen Impfstoff-Sonderbeauftragten berufen will, um die Impfstoffproduktion in Deutschland auszubauen. Diese koordinierende Aufgabe soll der Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Christoph Krupp, übernehmen, wie Spahn mitteilte. Angesiedelt werden solle die Funktion beim Wirtschaftsministerium. Laut "Spiegel" soll der neue Beauftragte vor allem Ansprechpartner für Hersteller sein und ihnen dabei helfen, ihre Produktion zu steigern.

10:31 Uhr | 60 Prozent mehr Anfragen von Kindern und Jugendlichen bei Therapeuten

Nach Angaben der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung ist die Zahl der Therapieanfragen von Kindern und Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gestiegen. Laut einer Umfrage der Vereinigung unter 685 Therapeuten wurden im vergangenen Jahr im Schnitt 3,7 Patientenanfragen pro Woche gestellt, aktuell sind es 5,9 Anfragen. Verglichen wurden eine Januarwoche aus dem laufenden und aus dem vergangenen Jahr.

10:19 Uhr | Schnelltests für Sachsens Kitas

Die Kitas in Sachsen erhalten in der kommenden Woche kostenlose Corona-Schnelltests. Wie das Kultusministerium mitteilte, sind die Tests für Erzieher und andere Mitarbeiter in den Einrichtungen gedacht. Geschultes Personal solle diese einmal pro Woche testen bis ein geeigneter Antigen-Selbsttest vorhanden ist. Das sei ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz des Personals, der Kinder und der Eltern, sagte Minister Christian Priwarz. Auch Kindertagesspflege-Personen sollen mit kostenlosen Tests versorgt werden. Sachsen hat die Kitas und Grundschulen seit Montag wieder geöffnet.

09:45 Uhr | Werner: Befinden uns in dritter Welle

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner geht davon aus, dass sich Deutschland schon in der dritten Corona-Welle befindet. Die Linke-Politikerin sagte MDR AKTUELL, Ausdruck dessen seien die Mutationen. Sie breiteten sich weiter aus. Mit dem Einhalten der AHA-Regeln und dem Impfen könne man aber dafür sorgen, dass die Situation beherrschbar bleibe. Die seit heute geltende neue Corona-Verordnung in Thüringen sieht einige Lockerung ab März vor - trotz der steigenden und bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land.

09:03 Uhr | Müller: Dramatische Folgen für Afrika

Die Corona-Krise hat laut Entwicklungsminister Gerd Müller dramatische Folgen für Afrika. Müller sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Auswirkungen des Lockdowns hätten die Menschen verheerend getroffen. 300 Millionen hätten ihren Arbeitsplatz verloren. Es fehle an Arzneimitteln gegen Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Aids. Müller zufolge könnten auf dem afrikanischen Kontinent etwa zwei Millionen Menschen infolge des Lockdowns sterben. Deshalb rief der CSU-Politiker die führenden Industrienationen vor dem G7-Gipfel erneut auf, Corona-Impfungen in ärmeren Ländern stärker zu unterstützen.

08:40 Uhr | Lehrerverband für strengere Vorgaben bei Schulöffnungen

Der Deutsche Lehrerverband hat vor einer vorschnellen Öffnung der Schulen gewarnt. Es sei "unbedingt notwendig, auf Vorsicht und Behutsamkeit zu setzen", sagte der Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Funke Mediengruppe. Die Mutation des Virus sei die "größte Bedrohung" für eine verlässliche Schulöffnungsperspektive. Erst ab einer Inzidenz unter 35 soll dem Verbandschef zufolge ein vollständiger Präsenzunterricht stattfinden dürfen. Auch die Rückkehr vom Distanz- in den Wechselunterricht solle es erst bei einer länger anhaltenden Inzidenz unter 100 geben. Es sei "unverantwortlich", wenn beispielsweise Schulen in Sachsen oder im Saarland bereits jetzt teilweise oder sogar vollständigen Präsenzunterricht einführten.

07:43 Uhr | "Spiegel": Regierung will Impfstoff-Sonderbeauftragten berufen

Die Bundesregierung beruft laut "Spiegel" einen Sonderbeauftragten für die Produktion von Corona-Impfstoff. Damit wolle sie Deutschlands Versorgung mit Vakzinen beschleunigen. Der Beauftragte solle Ansprechpartner der Hersteller sein und helfen, ihre Produktion zu steigern. Zudem müsse er für genügend Rohstoffe für die Hersteller sorgen. Den Posten übernehme Christoph Krupp, der bisherige Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Weggefährte von Finanzminister Olaf Scholz.

07:05 Uhr | "FAZ": Krankenkassen mit höchstem Minus seit 2003

Die gesetzlichen Krankenkassen haben einem Medienbericht zufolge im Corona-Jahr 2020 ihr Defizit um etwa eine Milliarde auf 2,5 Milliarden Euro erhöht. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und beruft sich auf Kassenverbände. Demnach verweisen die Kassen unter anderem auf zusätzliche Corona-Kosten und Auswirkungen von Reformen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeschoben hatte. Wie das Blatt berichtet, war die Lage zuletzt 2003 schlechter mit einem Minus von 3,4 Milliarden Euro.

06:55 Uhr | Biontech/Pfizer offenbar schon nach erster Dosis wirksam

Der Impfstoff von Pfizer und Biontech zeigt eine 85-prozentige Wirksamkeit gegen das Coronavirus nach Verabreichung der ersten Dosis, wie die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet" unter Berufung auf eine Studie aus Israel berichtet. Die Untersuchung wurde demnach an mehr als 7.000 Beschäftigten im israelischen Gesundheitswesen durchgeführt.

06:40 Uhr | Justizministerin mahnt Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen an

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fordert die Länder auf, die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen zu überprüfen und verweist auf sonst drohende Gerichtsverfahren. Die SPD-Politikerin sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Bundesländer müssten prüfen, ob nicht mildere Maßnahmen wie die Durchführung von Tests oder die Anwendung von Hygienekonzepten ausreichen. "Begründungspflichtig ist die Anordnung von Einschränkungen und nicht deren Lockerung", ergänzt sie. Die Gerichte beobachteten das sehr genau.

06:20 Uhr | Neue Verordnung in Thüringen tritt in Kraft

In Thüringen gilt ab heute neue Corona-Verordnung. Sie sieht unter anderem vor, die Kontaktbeschränkungen bis 15. März beizubehalten, auch die meisten Geschäfte und Gaststätten bleiben geschlossen. Fahrschul-Unterricht ist aber wieder möglich, zudem dürfen ab 1. März Friseure und Gärtnereien öffnen. Grundschulen und Kitas sollen schon ab Montag wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb starten. Thüringens Paritätischer Wohlfahrtsverband hält die Coronaschutz-Verordnungen des Freistaats für zu bürokratisch. Kita-Referent Reimund Schröter sagte MDR AKTUELL, die Komplexität und Wechselwirkungen der Regeln sei schon für Experten eine große Herausforderung. Schröter bemängelte zudem Lücken, etwa zu den Betreuungszeiten oder zur Öffnung von Kitas bei Inzidenzwerten über 100. Bildungsminister Helmut Holter äußerte zwar Verständnis für die Kritik. Die Verordnungen müssten aber vor Gericht Bestand haben.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 19. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier drunter.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Februar 2021 | 20:00 Uhr

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