Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Teile Frankreichs ab Sonntag wieder Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft ab Sonntag größere Teile Frankreichs
als Corona-Hochrisikogebiet ein. Wegen der sinkenden Impfnachfrage müssen mehr Bundesländer, darunter auch Sachsen, Impfstoff vernichten. Mehrere Handelsketten wollen in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern die Impfkampagne voranbringen. Die Corona-Fälle steigen dem RKI zufolge derzeit früher und schneller als vergangenen Sommer. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Zahlreiche Boote liegen im Hafen von Saint Tropez in Frankreich.
Auch die beliebte Côte d'Azur zählt ab Sonntag wieder zu den Hochrisikogebieten. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 6. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:14 Uhr | Olympia: "Stubenarrest" für australische Athleten

Sie wollten ihren Frust im Alkohol ertränken und haben nun Stubenarrest: Fünf australische Hockeyspieler wurden am Freitag verwarnt und bleiben bis zu ihrer Rückreise aus Tokio in Isolation, weil sie sich nach der Niederlage im olympischen Finale gegen Belgien aus dem Athletendorf geschlichen hatten, um Bier zu kaufen. Australiens Chef de Mission Ian Chesterman sagte, das Verhalten der Spieler sei ein klarer Verstoß gegen die Covid-19-Protokolle gewesen, die bei den Olympischen Spielen in Tokio gelten. "Ich bin zutiefst enttäuscht." Er sagte, zwei Gruppen von Spielern hätten das Dorf in den frühen Morgenstunden des Freitags verlassen, um in einem Supermarkt Bier zu kaufen - nur eine Gruppe hatte allerdings Erfolg. Weitere Strafen seien nicht geplant, die Betroffenen sind allesamt negativ getestet worden.

19:57 Uhr | Wernigerode: Schlossfestspiele finden statt

Auch in diesem Jahr sind wegen der Pandemie wieder Veranstaltungen abgesagt worden – die Schlossfestspiele von Wernigerode können aber wieder stattfinden. Den Veranstaltern zufolge wird dies durch ein "schlüssiges Hygienekonzept" ermöglicht. Mehr im Video:

19:44 Uhr | Diskussion um mobile Luftfilter in Dresden

Noch genau vier Wochen ist Zeit, bis in Sachsen das neue Schuljahr startet – und damit steht die Frage nach Hygienekonzepten im Herbst und Winter auf dem Plan. Wie das Schulamt Dresden mitteilte, ist in vielen alten Schulgebäuden aber Lüften maximal mit leicht angekippten Fenstern möglich. Nun soll in drei Grundschulen der Einsatz von mobilen Luftfiltern geprüft werden. Mehr im Video:

Update 18:59 Uhr | Nordrhein-Westfalen will eine Million Impfdosen zurückgeben

Nordrhein-Westfalen will einem Bericht der "Welt" zufolge rund 1,05 Millionen Impfstoffdosen an den Bund zurückgeben. Grund sei, dass die Vakzine nicht verimpft werden können. Wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf erklärte, sind bislang keine in den Lagern des Landes verwahrten Impfstoffe verfallen. Anders sehe es bei Impfstoffen aus, die dezentral in Impfzentren gelagert würden. Dort sei bei 350 Impfdosen die Haltbarkeit abgelaufen.

18:55 Uhr | Sachsen erwägt Extra-Urlaub für impfwillige Angestellte im Öffentlichen Dienst

Sachsen prüft nach dem Vorbild Tschechiens die Einführung von Extra-Urlaub für geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Innenminister Roland Wöller sagte der "Leipziger Volkszeitung", die Idee der tschechischen Regierung, dass jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst zwei zusätzliche Urlaubstage bekomme, sei nicht schlecht. Das sei etwas, das man derzeit auch in Sachsen prüfe.

Wöller bedauerte, dass es mittlerweile eine gewisse Impfmüdigkeit in Sachsen gebe. Dass lediglich etwas mehr als 50 Prozent der Sachsen einmal geimpft sei, sei deutlich zu wenig. "Falls die Quote nicht signifikant höher liegt und mindestens 85 Prozent erreicht, steigt die Wahrscheinlichkeit von Einschränkungen im Herbst." Das gelte es unbedingt zu vermeiden. Es dürfe daher nicht sein, dass die Mehrheit unter der Minderheit der Impfunwilligen leide. Jeder einzelne könne durch Impfungen und sein Verhalten sich und die Gesundheit aller schützen.

18:00 Uhr | Nebenwirkungen von Johnson & Johnson-Impfstoff werden ergänzt

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann in seltenen Fällen zu der Immunerkrankung Immunthrombozytopenie ITP sowie zu Schwindel und Tinnitus führen. Wie die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärte, sollen die Produktinformationen des Impfstoffs um Hinweise auf die Möglichkeit derartiger Nebenwirkungen ergänzt werden. Die Entscheidung stützt sich nach EMA-Angaben auf die Empfehlung des Ausschuss zur Risikobewertung von Arzneimittelwirkungen. Dieser wiederum beziehe seine Informationen zu Nebenwirkungen aus Datenbanken der EU, der USA sowie des Herstellers Johnson & Johnson. Der EMA zufolge überwiegt der Nutzen des Impfstoffs aber weiterhin die Risiken.

Update 17:28 Uhr | Sachsen-Anhalt: Unikliniken warten mit Auffrischimpfungen

Die beiden Universitätskliniken in Sachsen-Anhalt wollen mit Auffrischimpfungen für ihre Mitarbeiter warten. Ein Sprecher der Uniklinik in Magdeburg erklärte zur Begründung, die Ständige Impfkommission habe bislang keine offizielle Empfehlung dazu veröffentlicht. Eine ähnliche Position vertritt die Uniklinik in Halle. Ein Sprecher betonte aber, man bereite sich bereits auf die dritte Impfung vor. Nach einer offiziellen Empfehlung könne mit Impfungen begonnen werden.

Die Berliner Charité hatte in dieser Woche damit begonnen, ihre Beschäftigten ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Dabei handle es sich um Mitarbeiter in Covid-19-Risikobereichen, die zudem altersbedingt einem erhöhten Risiko unterlägen.

17:23 Uhr | USA: United Airlines schreibt Impfung vor

Als erste große US-Fluggesellschaft verpflichtet United Airlines alle Mitarbeiter zu Corona-Impfungen. Das Unternehmen informierte seine 67.000 US-Angestellten, dass sie bis zum Herbst einen Nachweis über zwei Impfdosen erbringen müssen. Wer bereits geimpft sei oder sich vor dem 20. September noch impfen lasse, bekomme einen zusätzlichen Tageslohn. Schon im Juni hatte United Airlines eine Impfpflicht für neu eingestellte Mitarbeiter eingeführt.

17:19 Uhr | Corona-Genese brauchen nur eine Impfdosis

Eine kleine Studie der Universität Chicago mit Corona-Genesenen zeigt: Eine Dosis des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhöht ihre Antikörperlevel deutlich, eine zweite dagegen nicht signifikant. Den Autoren der Studie zufolge legt das nahe, dass für diese Gruppe eine Impfdosis ausreicht. Allerdings zeigten die Daten auch: Ein einmal positiver PCR-Test allein reiche nicht als Indikator dafür aus, dass bereits eine Impfdosis genügend Schutz bieten könnte. Mehr können Sie im Artikel lesen:

16:46 Uhr | China unterstützt Kauf von Impfstoffen für arme Länder

China beteiligt sich an der Finanzierung von Corona-Impfstoff für ärmere Länder über die Vereinten Nationen. Wie die Impfallianz GAVI in Genf mitteilte, stellt die chinesische Regierung 100 Millionen Dollar zur Verfügung. Das Geld kommt dem internationalen Impf-Programms Covax zugute, das Impfstoffe für die 92 ärmsten Länder der Welt finanziert.

Deutschland hat dafür 1,07 Milliarden Dollar bereitgestellt. Neben vielen kleineren Gebern sind den Angaben zufolge die USA mit 3,5 Milliarden Dollar dabei, Japan mit einer Milliarde Dollar und Großbritannien mit 733 Millionen Dollar. Insgesamt stehen dem Programm damit knapp zehn Milliarden Dollar zur Verfügung.

16:42 Uhr | Ab Montag Impfungen für Kinder ab 12 in Sachsen

In den sächsischen Impfzentren können ab Montag auch Kinder ab 12 Jahren geimpft werden. Das teilte das Sächsische Sozialministerium mit. Bislang war die Impfung in den Impfzentren ab 14 Jahren möglich. Mehr dazu lesen Sie hier:

16:08 Uhr | Teile Frankreichs ab Sonntag wieder Hochinzidenzgebiet

Die Bundesregierung stuft größere Teile Frankreichs als Corona-Hochrisikogebiet ein. Wie das Robert Koch-Institut in seiner aktualisierten, am Freitag veröffentlichten Liste mitteilte, gilt das von Sonntag an für die gesamte französische Mittelmeerküste mit den Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie für die Insel Korsika. Weitere Urlaubsorte, die ebenfalls neu als Corona-Hochrisikogebiet eingestuft werden, sind den Angaben nach Marokko, Mexiko und Thailand. Ungeimpfte Urlauber müssen bei der Rückkehr aus einem dieser Gebiete eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch einen negativen Corona-Test beendet werden kann. Der RKI-Mitteilung zufolge sind die Niederlande nach einem Rückgang der Infektionszahlen dann nicht mehr Hochrisikogebiet.

15:36 Uhr | Schwebebahn auf Fichtelberg fährt wieder

Nach einem Dreivierteljahr Stillstand fährt ab morgen wieder die Fichtelberg-Schwebebahn. Wie die Betreiber mitteilten, hatte sich nach der coronabedingten Zwangspause im Winter der Neustart verzögert. Grund seien Mängel gewesen, die bei einer planmäßigen Kontrolle festgestellt worden waren. Deswegen seien beide Kabinen aufbereitet worden. Außerdem seien diverse Arbeiten an den Seilen und Stützen angefallen.

Gondel der Fichtelberg Schwebebahn
Schwebebahn auf dem Fichtelberg Bildrechte: IMAGO / Enters

15:20 Uhr | Kretschmer: Großveranstaltungen in Sachsen nur für Geimpfte und Genesene

Nach Ansicht von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sollen im Falle einer vierten Corona-Welle nur vollständig Geimpfte und Genesene große Sport- und Kulturveranstaltungen besuchen können. Der Ministerpräsident erklärte, Sachsen werde sich beim anstehenden Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise für mehr Freiheiten für Geimpfte einsetzen. Kretschmer geht davon aus, dass bei einer vierten Welle vor allem Nicht-Geimpfte infiziert würden. Der Anstieg der Infektionen könne sich wegen der geringen Impfquote in den kommenden Wochen beschleunigen.

14:43 Uhr | Immer mehr Bundesländer vernichten Impfstoff

Weil die Nachfrage nach Impfungen in Deutschland sinkt, müssen immer mehr Bundesländer abgelaufenen Impfstoff vernichten. Nach Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sind nun auch Zahlen aus Sachsen bekannt geworden: Allein im Juli wurden nach einer Umfrage von NDR und WDR im Freistaat rund 2.000 Dosen Impfstoff entsorgt. Hamburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sowie Thüringen haben demnach Zehntausende noch nicht abgelaufene Impfdosen an den Bund zurückgegeben.

Das Bundesgesundheitsministerium hat inzwischen angekündigt, im Laufe des Augusts die Impfstofflieferungen an die Länder verändern zu wollen. So solle nur die Menge geliefert werden, die konkret bestellt worden sei, statt wie bisher abgestimmt auf die Bevölkerungszahl. Zudem soll Impfstoff von Astrazeneca und Johnson & Johnson an Drittländer und ärmere Staaten abgegeben werden.

13:31 Uhr | Illegale Partys machen Ibiza zu schaffen

Die spanische Insel Ibiza will mit Privatdetektiven gegen illegale Feiern vorgehen. Der Regierungssprecher der Baleareninsel, Armando Tur, sagte, die als Touristen getarnten Ermittler sollten durch Kontakt mit eingeladenen Gästen "die Partys ausfindig machen, bevor sie beginnen". Den Angaben zufolge müssen die Detektive zwischen 30 und 40 Jahre alt sein, eine hohe Kaufkraft haben und "wie Touristen aussehen". Es sei bereits eine Detektivagentur mit der Rekrutierung beauftragt worden, sagte Tur. Er habe bereits Initiativbewerbungen aus mehreren europäischen Ländern erhalten. Es werde jedoch nur auf Profis zurückgegriffen. Ibiza zählt derzeit zu den Hotspots der neuen Coronavirus-Welle in Spanien.

13:19 Uhr | Dresden hebt Maskenpflicht wieder auf

In Dresden werden nach einer vorübergehenden Verschärfung die Corona-Regeln ab Sonntag wieder gelockert. Nach Angaben der Stadt entfällt dann in Supermärkten und anderen Geschäften die Pflicht zum Tragen einer Maske. Auch Einschränkungen wie eine maximale Teilnehmerzahl von zehn Personen bei privaten Treffen wird aufgehoben.

Die Lockerung greift nach der sächsischen Corona-Schutzverordnung, wenn die Wocheninzidenz an sieben Tagen in Folge unter dem Wert von zehn liegt und der Mindestabstand in den Läden eingehalten werden kann. Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel und in einigen anderen Bereichen gelockert. In Leipzig liegt die Inzidenz nach wie vor bei über zehn. In der Messestadt ist die Maskenpflicht seit Dienstag wieder in Kraft.

12:01 Uhr | Amazon verlängert Homeoffice-Möglichkeiten

Amazon verlängert wegen der Corona-Pandemie die Homeoffice-Möglichkeiten für seine Büroangestellten. Wie der Konzern mitteilte, müssen die Angestellten erst im Januar wieder regelmäßig ins Büro gehen. Dies gelte für die USA und andere Länder, die aber nicht näher benannt wurden.

10:55 Uhr | Clubs fordern Ende der Beschränkungen ab Oktober

Club-Veranstalter haben in einem offenen Brief an die Politik gefordert, die Corona-Beschränkungen in den Innenbereichen von Clubs zum Oktober aufzuheben. Der Verband Livekomm erklärte, jedem Bürger und jeder Bürgerin könne inzwischen ein Impfangebot gemacht werden. Das geringere gesellschaftliche Risiko müsse sich in Öffnungsschritten niederschlagen. Es gebe keine Grundlage mehr, Grundrechte und freie Berufsausübung einzuschränken. Die Verordnungen müssten so angepasst werden, dass wieder Live- und Club-Veranstaltungen durchgeführt werden könnten. Die Club-Betreiber forderten, Maskenpflicht und Abstands-Regeln zu streichen. Ab Oktober sollten Clubs wieder zu 100 Prozent mit Geimpften, Genesenen oder negativ PCR-Getesteten ausgelastet werden dürfen.

10:09 Uhr | Charité beginnt mit Auffrisch-Impfungen

Die Berliner Charité hat diese Woche begonnen, Beschäftigte ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Ein Sprecher teilte mit, es gehe um Beschäftigte in Covid-19-Risikobereichen, die über 60 seien und vor mindestens sechs Monaten ihre zweite Impfung erhalten hätten. Ziel sei es, die Betroffenen optimal zu schützen. Zahlen wurden nicht genannt. Die Bundesregierung plant bisher, Risikogruppen ab September eine dritte Corona-Impfung anzubieten.

09:49 Uhr | Stiko plant Impfempfehlung für Schwangere

Die Ständige Impfkommission will bis Ende des Monats eine Empfehlung für Corona-Impfungen für Schwangere abgeben. Das teilte Stiko-Mitglied Marianne Röbl-Mathieu dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mit. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe plädiert für eine Impfung. Schwangerschaft sei ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf.

09:02 Uhr | Handelsketten wollen Impfangebote machen

Große Handelsketten wie Rewe, Lidl, Edeka und Thalia wollen neuen Schwung in die ins Stocken geratene Impf-Kampagne bringen. Der Handelsverband Deutschland teilte mit, an ausgewählten Standorten solle es in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern Impfangebote geben. Zudem sei eine Plakat-Kampagne geplant.

Deutschlandweit sind nach jüngsten RKI-Daten von Mittwoch fast 44,6 Millionen Menschen vollständig geimpft. Das entspricht 53,6 Prozent der Bevölkerung. Sachsen ist mit einer Impfquote von 48,1 Prozent weiterhin Schlusslicht. Sachsen-Anhalt liegt mit 51,6 Prozent auf dem viertletzten Platz, Thüringen folgt mit 51,8 Prozent. Spitzenreiter ist Bremen mit 63,3 Prozent. Angesichts der ansteckenderen Delta-Variante ist nach Einschätzung von Fachleuten eine Impfquote von 85 Prozent nötig, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen.

08:33 Uhr | Heil will Kurzarbeitsregelung bis Jahresende verlängern

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die bestehende Kurzarbeiter-Regelung bis Ende des Jahres verlängern. Heil sagte der "Rheinischen Post", in einer Reihe von Branchen gebe es noch konjunkturelle Störungen. Er halte es daher für sinnvoll, die bestehenden Regelungen zur Kurzarbeit bis Jahresende beizubehalten. Kurzarbeit sei eine stabile Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal.

Ähnlich hatte sich schon Bundesfinanzminister Olaf Scholz geäußert. Der "Rheinischen Post" zufolge haben sich Union und SPD darüber auch schon grundsätzlich geeinigt. Derzeit ist die Kurzarbeiter-Regelung mit erleichterten Zugangsbedingungen bis Ende September befristet.

08:16 Uhr | Krankenhäuser warnen vor Long-Covid

Sachsens Krankenhausgesellschaft hat vor Versorgungsproblemen bei Long-Covid-Patienten gewarnt. Vize-Geschäftsführer Friedrich München sagte, man rechne mit vielen Patienten, die unter Langzeitfolgen litten. Betroffen seien nicht nur Menschen mit schweren Verläufen. Auch Patienten, bei denen die Erkrankung leicht verlaufen sei, hätten Langzeitfolgen wie Erschöpfung, Müdigkeit, Atemnot, verminderte Gedächtnisleistungen und Herzschäden. München forderte flächendeckend Ambulanzen, in denen verschiedene Fachrichtungen wie Innere Medizin, Neurologie und Psychiatrie zusammenarbeiten. Viele Patienten seien nur begrenzt arbeitsfähig. Das könne auch ein wirtschaftliches Problem werden.

07:57 Uhr | Sachsen: Kostenlose Tests nur noch für unfreiwillig Ungeimpfte

Sachsen will künftig nur noch in Ausnahmefällen kostenlose Corona-Schnelltests anbieten. Das Sozialministerium teilte MDR AKTUELL mit, man halte es für richtig, die Tests ab einem bestimmten Zeitpunkt im Herbst nicht mehr kostenfrei anzubieten. Für Menschen, die sich nicht impfen lassen könnten, sollten die Tests aber weiterhin nichts kosten. Dabei geht es vor allem um Kinder, Schwangere und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Impfung erhalten. Ethikrats-Mitglied Andreas Lob-Hüdepohl sagte, es sei nicht gerecht, diese Menschen so zu behandeln wie freiwillig Ungeimpfte. Deshalb müsse die staatliche Gemeinschaft für Alternativen sorgen.

Bund und Länder wollen am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Dabei soll es auch um die kostenlosen Corona-Tests gehen.

06:45 Uhr | Deutschlandtrend: Hälfte der Befragten gegen Impfpflicht

Die Debatte über eine Corona-Impfpflicht spaltet die Deutschen. Das ergab der neue Deutschlandtrend von Infratest dimap für die ARD. Dabei sprach sich die Hälfte der Befragten gegen Pflicht-Impfungen aus. 46 Prozent waren dafür. Bei den älteren Umfrage-Teilnehmern gab es sogar eine klare Mehrheit dafür. Bei den Unter-40-Jährigen überwog dagegen eindeutig die Ablehnung einer Impfpflicht.

Fast zwei Drittel der Befragten sprachen sich zudem dafür aus, vollständig Geimpfte von Corona-Einschränkungen zu befreien. Relativ stabil seit Mai ist der Anteil der Impfgegner: 12 Prozent gaben an, sie würden sich nicht oder wahrscheinlich nicht impfen lassen. 61 Prozent der Befragten finden es richtig, dass Corona-Schnelltests nicht mehr kostenlos angeboten werden.

06:37 Uhr | Italien verschärft Corona-Regeln

Italien verschärft ab heute die Corona-Regeln. Wer in einem Restaurant drinnen essen möchte, ins Museum oder ins Schwimmbad will, muss einen "Grünen Pass" mit einem Impf-oder Genesenen-Nachweis oder einen negativen Test vorlegen. Betroffen sind alle Menschen ab zwölf Jahren.

06:29 Uhr | RKI: Inzidenzen steigen schneller als vergangenes Jahr

In Deutschland steigt die Sieben-Tage-Inzidenz trotz steigender Impfquote derzeit früher und schneller wieder an als im Sommer vergangenen Jahres. Das teilte das Robert Koch-Institut am Abend auf Twitter mit. Die Inzidenz steige vor allem in den Altersgruppen der 10- bis 34-Jährigen. Gesundheitsämter könnten nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehen. Die Zahlen zu Krankenhauspatienten und Behandlungen auf Intensivstationen lägen aber weiter auf niedrigem Niveau.

Am Morgen meldete das RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 20,4 – nach gestern 19,4. Binnen 24 Stunden wurden 3.448 Corona-Neuinfektionen registriert, 994 mehr als vor einer Woche.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, dem 6. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 06. August 2021 | 06:00 Uhr

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